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www.kshamburg.de
 
 
Teams: KSH 4
Montag, 23. September 2019

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Teams

KSH 4

KSH 4 · Bezirksliga A 2019
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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↓
Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 12 4 2 5 6 7 47,0 15
2. Hamburger SK 11 4 3 6 5 5 40,0 11
3. SK Johanneum Eppendorf 3 5 3 5 4 38,5 11
4. Königsspringer Hamburg 4 6 5 5 3 3 38,0 10
5. TV Fischbek 2 3 3 5 36,0 8
6. Hamburger SK 10 2 2 3 3 5 5 31,5 8
7. Altonaer SK Finkenwerder 5 3 4 5 6 35,0 7
8. SK Weisse Dame Hamburg 2 1 3 4 6 6 33,0 7
9. Hamburger SG BUE 4 5 3 3 2 32,0 7
10. SK Marmstorf 3 3 2 2 29,0 6
↑
↓
Spieler
KSH
4
Mannschaftsführer:
Dr. Claus Gebert
A H A H A A H A H
HSG
 
WDH
3
MAT
3
FBK
2
SKJ
3
HSK
12
ALT
 
HSK
10
HSK
11
31 Samson, Valentin ½ ½   1 1 1   0  
32 Götze, Tobias + 0   ½   1 0    
33 Bruhn, Boris 0       ½ 1 1 ½  
34 Kipke, Kevin       0 0   0   1
35 Khalaf, Ayman   + ½ 1 1 ½ 0 ½  
36 Summers, Jan 0 0 0 0 0 1 0 1 ½
37 Peters, Malte   0   0   1     0
38 Kipke, Mark 0 1 0 1 ½ 0 1 1 ½
39 Cinar, Alihan 0 0 1 1 1 ½ 1 1  
40 Gebert, Claus, Dr. ½ 1 ½   +   0 ½  
41 Goetz, Claus, Dr.     ½            
42 Rehders, Sven     0           0
44 Rosien, Thomas                 ½
46 Seemann, Hans‑Siegfried                 1
51 Lenz, Finn‑Thore 1                
54 Riege, Ole                 1
74 Lemke, Detlef               ½  
78 Pfreundt, Mathis     1            
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1. Runde
18.01.2019 Hamburger SG BUE Königsspringer Hamburg 4 5 : 3
19:00 Uhr, CVJM‑Haus, An der Alster 40, 20099 Hamburg

1 Christian Joecks Valentin Samson ½ : ½
2 Volker Tatenhorst Tobias Götze : +
3 Amran Mojo Pahit Parindra Boris Bruhn 1 : 0
4 Helmut Amara‑Sellack Jan Summers 1 : 0
5 Dr. Friedrich Becker‑Bertau Mark Kipke 1 : 0
6 Klaus‑Dieter Meyer Alihan Cinar 1 : 0
7 Michael Harasim Dr. Claus Gebert ½ : ½
8 Hans‑Heinrich Runge Finn‑Thore Lenz 0 : 1

11.01.2019 Hamburger SK 10 Hamburger SK 12 2 : 6
11.01.2019 Hamburger SK 11 Altonaer SK Finkenwerder :
11.01.2019 SK Weisse Dame Hamburg 2 SK Johanneum Eppendorf 3 :
11.01.2019 SK Marmstorf 3 TV Fischbek 2 :
↑
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2. Runde
25.01.2019 Königsspringer Hamburg 4 SK Weisse Dame Hamburg 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Valentin Samson Daniel Lam ½ : ½
2 Tobias Götze Till Habermann 0 : 1
3 Ayman Khalaf Dustin Opasiak + :
4 Jan Summers Kilian Fölsing 0 : 1
5 Malte Peters Marvin Lam 1 : 0
6 Mark Kipke Ulrich Ladurner 1 : 0
7 Alihan Cinar Frank Sommer 0 : 1
8 Dr. Claus Gebert Elisabeth Vogel 1 : 0

25.01.2019 Hamburger SK 12 TV Fischbek 2 5 : 3
01.02.2019 SK Johanneum Eppendorf 3 SK Marmstorf 3 :
25.01.2019 Altonaer SK Finkenwerder Hamburger SG BUE 5 : 3
25.01.2019 Hamburger SK 10 Hamburger SK 11 2 : 6

Unglücklicher Start in die Bezirksliga‑Saison

Mit einer überwiegend aus Jugendlichen bestehenden vierten Mannschaft ist der Saisonstart leider missglückt. Die Jugendlichen haben in weiten Teilen vor drei Jahren bereits – damals noch als sechste Mannschaft – den Aufstieg aus der Kreisklasse geschafft. 2018 glückte ihnen in einem jährlich nur geringfügig wechselnden Team im zweiten Jahr Kreisliga der Aufstieg in die Bezirksliga. Hier war somit klar, dass es dieses Jahr nur um den Klassenerhalt gehen kann.

In der ersten Runde waren wir direkt auswärts bei der Mannschaft der HSG BUE (Hamburger Schachgesellschaft Barmbeck Uhlenhorst Eilbek) und traten mit durchschnittlich fast 200 DWZ weniger bei der nominell zweitstärksten Mannschaft der Liga an. Mit einem Erfolg war somit eigentlich nicht zu rechnen. Tobias hatte jedoch an Brett 2 direkt spielfrei gewonnen und auch an den Brettern sah es ordentlich aus. Finn‑Thore hatte das Läuferpaar. Boris hatte einen Bauern für einen schön anzusehenden Angriff gegeben. Bei Jan standen beide Könige komisch im Feld, sodass die Stellung gefährlich aussah, das aber für beide Seiten. Bei Alihan sah es am Brett selbst auch gut aus, allerdings brauchte Alihan etwa zu dieser Zeit relativ lange für einen Zug, sodass hier ein deutlicher Zeitunterschied auf der Uhr stand.

Nachdem es also nach einer Stunde überall noch relativ ausgeglichen stand, ging es kurz darauf bei Finn‑Thore ziemlich schnell und er konnte seinen Gegner mattsetzen. Wir führten somit sogar 2:0. Die Führung hielt aber nicht lange, kurz darauf hatte Jan seine Partie verloren. Valentin hingegen schien eine starke Partie gegen den Internationalen Meister Christian Joecks zu spielen, eine Bewertung der recht geschlossenen Stellung fiel mir jedoch schwer. Der Angriff von Boris schien nicht nachhaltig zu sein. Mark und Alihan mussten ihre Partien aufgeben und ich hatte meinen anfänglichen Vorteil aus der Eröffnung inzwischen verspielt. Somit stand es nach kurzzeitiger 2:0 Führung jetzt 2:3 gegen uns. Ich konnte dann doch dank tatkräftiger Unterstützung meines Gegners in ein erfreulich aussehendes Endspiel abwickeln, in dem ich dann jedoch leider eine Zugwiederholung des Gegners zuließ. Da wir aber dringend Punkte für den Ausgleich brauchten, rechnete ich gerade, ob ich nicht doch mit leichtem Nachteil aus der Zugwiederholung ausbrechen sollte. Valentin wollte eigentlich ebenfalls noch auf Sieg spielen, hatte jedoch wohl ein Zeichen so verstanden, dass er remis machen solle, was somit vereinbart wurde. Da direkt danach Boris seine Partie aufgeben musste, lagen wir bereits 2½:4½ zurück, sodass auch ich in das Remis einwilligte. Vielleicht hätten wir in dieser ersten Runde somit etwas mehr Widerstand zeigen können, letztlich hat die HSG BUE aber doch verdient gewonnen.

Wir waren somit hochmotiviert, in unserem ersten Heimspiel gegen Weisse Dame 2 den ersten Erfolg einzufahren. Auch Weisse Dame hatte in der ersten Runde knapp verloren, sodass dies bereits ein wichtiges Spiel für die untere Tabellenhälfte war.

Auch in dieser Runde bekamen wir einen kampflosen Punkt, diesmal für Ayman an Brett 3. Auch diesmal führten wir 2:0, nachdem Mark in einer zwar materiell ausgeglichenen, aber ansonsten extrem einseitigen Stellung seinen Gegner gegen die Wand gespielt hatte. Und auch ansonsten gab es Hoffnung darauf, dass wir diesmal Punkte mitnehmen sollten. In meiner Partie war der Vorsprung am deutlichsten, ich hatte direkt aus der Eröffnung einen starken Angriff. Alihan stand zwar leicht nachteilig, aber da konnte man noch hoffen, dass seine gut 200 Punkte höhere DWZ noch etwas bewirken sollten. Malte spielte wie immer sehr besonnen und hatte erst wenige Züge gespielt, jedoch durchaus vergleichbar viel Zeit wie sein Gegner verbraucht. Jans Partie schien mir noch ausgeglichen, während es an den ersten beiden Brettern nicht optimal aussah. Tobias soll einen Bauern für einen Angriff gegeben haben. Um den Angriff zu sehen, habe ich jedoch zu spät bei ihm vorbei geschaut, sodass ich nur noch den Minusbauern gesehen habe. Und Valentin hatte das Läuferpaar gegen sich und sah auch sonst recht unglücklich mit seiner Stellung aus.

Etwa um die Zeitkontrolle herum wurde dann aus der 2:0 Führung ein 3:3. Jan, Tobias und Malte hatten ihre Partien verloren, ich meine gewonnen. Alihan hatte jedoch in einem Turmendspiel zwei Bauern weniger und Valentin sah immer noch sehr kritisch auf seine Stellung. Beide Partien gingen dann noch bis kurz vor Mitternacht. Zunächst einigte sich Valentin auf ein Remis, Alihan hatte jedoch in ein Bauernendspiel abgewickelt und konnte die gegnerischen Bauern somit nicht mehr aufhalten. Damit haben wir auch diesen zweiten Mannschaftskampf in der Bezirksliga verloren. Nominell war auch Weisse Dame knapp eine Mannschaft aus der ersten Hälfte, insofern hoffen wir darauf, dass wir unsere Punkte für den unverändert angestrebten Klassenerhalt noch holen werden.

(Claus Gebert)

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3. Runde
15.02.2019 SK Marmstorf 3 Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, Vereinshaus des SV Grün‑Weiss Harburg, Langenbeker Weg 1c, 21077 Hamburg

1 Andreas Steinmann Ayman Khalaf ½ : ½
2 Stephan Barz Jan Summers 1 : 0
3 Lutz Meyer Mark Kipke 1 : 0
4 Michael Wadle Alihan Cinar 0 : 1
5 Uwe Grove Dr. Claus Gebert ½ : ½
6 Kevin Li Dr. Claus Goetz ½ : ½
7 Gerhard Dahle Sven Rehders 1 : 0
8 Bodo Müller Mathis Pfreundt 0 : 1

08.02.2019 Hamburger SK 11 Hamburger SK 12 4 : 4
08.02.2019 Hamburger SG BUE Hamburger SK 10 3 : 5
08.02.2019 SK Weisse Dame Hamburg 2 Altonaer SK Finkenwerder 4 : 4
08.02.2019 TV Fischbek 2 SK Johanneum Eppendorf 3 :

Nach knapper Niederlage jetzt Tabellenletzter

An diesem Spieltag ging es für uns nach Marmstorf zum bisherigen Tabellenletzten. Nachdem wir schon in den ersten beiden Runden gut mitgespielt hatten, aber jeweils knapp verloren hatten, wollten wir diesmal dann doch gerne gewinnen. Die Vorzeichen dafür standen allerdings nicht sehr gut. Valentin hatte im November bereits am dritten Spieltag der ersten Mannschaft ausgeholfen und durfte daher nicht spielen. Und auch Tobias, Boris und Kevin mussten passen, sodass wir ohne unsere ersten vier Bretter antreten mussten. Zusätzlich fehlte auch noch Malte. Dafür konnten wir jedoch sehr gute Ersatzspieler aufbieten. Mit Claus Goetz und Sven konnten die beiden ersten Bretter der fünften Mannschaft einspringen, und mit Mathis saß der Spieler an Brett 8, der die höchste DWZ von uns allen hat.

Der eingeplante Puffer für die Anreise nach Marmstorf hat sich zum als sinnvoll erwiesen, wenn auch nicht wegen meiner Sorge vor dem Elbtunnel, sondern wegen der halben Stunde Verspätung, die uns die S‑Bahnen mal wieder beschert haben. In Marmstorf wurden wir dann recht herzlich von unserem Gegner empfangen, und dann konnte es schon an 7 von 8 Brettern losgehen. Einzig Claus musste noch eine halbe Stunde auf seinen Spielbeginn warten, da sein Gegner das Spiel vergessen hatte.

In den Anfangsphasen der Partien gab es dann keine weiteren Auffälligkeiten, sodass es auch nach eineinhalb Stunden noch relativ ausgeglichen stand. Materiell gesehen hatte zu diesem Zeitpunkt einzig Mark einen Bauern weniger und Mathis einen mehr. Insbesondere bei Mathis stand auch der gegnerische König bereits unangenehm (bzw. für Mathis sehr angenehm), während die Königsstellung bei Jan bereits nach einem Problem aussah.

Etwas später in die Runde geschaut, sah ich bei Sven in sehr verwickelter Stellung, dass Sven eine Figur gewinnen können müsste. Trotz langem Überlegens nahm Sven jedoch eine andere Figur, sodass das nicht zum Vorteil reichte. Nach der Partie erklärten mir sowohl Sven als auch sein Gegner, dass Svens Dame so unglücklich stand, dass durch zweimaliges Abziehen des Springers der vermeintliche Figurengewinn für Sven in Wirklichkeit zu einem Figurenverlust geführt hätte. Trotz dessen war ich in dieser Partie optimistisch, da komplizierte Stellungen Sven ja durchaus liegen. In der Zwischenzeit musste dann auch Jan einen Bauern hergeben. Und während bei Ayman erst der zehnte Zug gespielt war, hatte Alihan bereits einen sehr vielversprechenden Angriff auf dem Brett. Einzig ein finaler Durchbruch war nicht zu sehen. Bei mir hatte sich die Stellung inzwischen geöffnet, leider mit den besseren Linien für die Türme des Gegners, dafür unter Abtausch des gefährlich stehenden schwarzen Läufers. Am Brett neben mir ging Claus meiner Meinung nach leicht besser in ein Turmendspiel mit Läufer und einem isolierten Doppelbauern des Gegners. Letztlich opferte Claus dann wohl doch zu mutig einen Bauern für etwas Initiative, sodass er am Ende über das Remisangebot des Gegners glücklich sein musste. Nahezu zeitgleich verloren dann auch Mark und Jan ihre Partien, sodass wir etwas unangenehm 0,5:2,5 zurück lagen.

Mathis konnte dann etwas später jedoch sehr souverän den ersten Sieg beisteuern, und auch Alihan hatte mit seinen Schwerfiguren den Weg ins gegnerische Lager gefunden, sodass sein Gegner kurz vor Damenverlust aufgab. Damit liefen noch die Partien von Ayman, Sven und mir. Ayman musste bereits Bauern abgeben; in dynamischer Stellung war gar nicht klar ersichtlich, wieviele davon. Sven hingegen hatte gar keinen Bauern mehr in seinem Turmendspiel, während der verbleibende Bauer des Gegners bereits auf der sechsten Reihe war. Wir standen also an allen Brettern leicht schlechter. Da auch ich gefährlich stand, nahm ich trotzdem das Remisangebot meines Gegners an. Doch bei Sven schien der gegnerische Bauer dann doch nicht aufzuhalten zu sein, da Svens König eine Reihe zu weit weg stand. Das war aber gar nicht so klar zu sehen, sodass der gegnerische Mannschaftsführer bereits ein Remis notiert hatte. Leider musste Sven am Ende und nach ein paar Rettungsversuchen doch aufgeben. Ayman spielte an Brett 1 eine sehr schöne Partie und er war daher unsicher, ob er das Remisangebot seines Gegners annehmen sollte, da das ja unsere Niederlage bedeuten würde. Tatsächlich hatte er im Moment des Remisangebots gleich drei Bauern weniger auf dem Brett. Davon hätte er jedoch aufgrund von Schachgeboten zwei wieder zurückerobern können. Ein Remis war daher durchaus gerechtfertigt, aber auf Sieg spielen ging nicht mehr. Er konnte somit zufrieden das Remis annehmen, die notwendigen Punkte haben wir anderweitig liegen gelassen, sodass wir leider auch diese Begegnung knapp verloren haben. Damit müssen wir jetzt als Tabellenletzter in die nächsten Partien, wo es gegen Fischbek 2, SKJE 3 und HSK 12 ausgerechnet gegen die Mannschaften geht, die nominell und auch tatsächlich ganz weit vorne in der Tabelle stehen. Vielleicht gelingt uns ja in mindestens einer der drei Partien doch ein Sieg, sodass wir für die letzten Runden doch noch eine akzeptable Ausgangssituation erreichen können.

(Claus Gebert)

↑
↓
4. Runde
22.02.2019 Königsspringer Hamburg 4 TV Fischbek 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Valentin Samson Nikolas Egelriede 1 : 0
2 Tobias Götze Jannis Niemann ½ : ½
3 Kevin Kipke Joachim Schümann 0 : 1
4 Ayman Khalaf Hubert Kopyto 1 : 0
5 Jan Summers Dirk Thomzik 0 : 1
6 Malte Peters Bodo Wichert 0 : 1
7 Mark Kipke Manfred Friese 1 : 0
8 Alihan Cinar Stephan Buzuk 1 : 0

22.02.2019 Hamburger SK 12 SK Johanneum Eppendorf 3 :
22.02.2019 Altonaer SK Finkenwerder SK Marmstorf 3 6 : 2
22.02.2019 Hamburger SK 10 SK Weisse Dame Hamburg 2 :
22.02.2019 Hamburger SK 11 Hamburger SG BUE :

Mit geballter Faust zum Sieg

Diese Runde war in der Vorbereitung ein Traum für Mannschaftsführer. Alle 10 gemeldeten Spieler haben sich spielbereit gemeldet. Aus dieser komfortablen Situation heraus haben dann Boris und ich ausgesetzt. Egal wie wir so im Detail aufgestellt hätten, mit nur Stammspielern konnten wir auf jeden Fall eine spielstarke Mannschaft stellen, da nicht die Spieler der hinteren Bretter zu weit vorne spielen mussten. Das war auch gut gegen Fischbek, die die drittstärkste Mannschaft der Liga stellen und insgesamt einen um 140 Punkte höheren DWZ‑Schnitt haben bzw. an diesem Tag auch einen Schnitt von exakt 100 Punkten durchschnittlich mehr ans Brett brachten. Trotz unserer guten Aufstellung waren wir als Tabellenletzter somit Außenseiter, wenn auch mit Chancen. Wie Baldur im Vorfeld bemerkte, hatte auch Fischbek bisher recht knappe Ergebnisse.

Nicht nur die Mannschaftsaufstellung, auch der Spieltag selbst versprach einen angenehmen Rahmen. Neben uns spielten auch die sechste und die achte Mannschaft einen Heimkampf, sodass einiges los war im Clubheim.

In einigen unserer Spiele tat sich gleich zu Beginn Bemerkenswertes. Malte bekam es mit der Aljechin‑Verteidigung zu tun. In dieser überlegte er gleich für den zweiten Zug 6 Minuten, für den dritten nochmal 8 Minuten. Anschließend stand er recht ungewöhnlich für diese Verteidigung, aber durchaus gut. Während also Malte noch über die Anfangszüge nachdachte, hatte Alihan bereits seinen neunten Zug hinter sich gebracht. Das sollte auch sein letzter gewesen sein, denn sein Gegner hatte sich in der Eröffnung so sehr vergriffen, dass der besagte neunte Zug bereits der Gewinnzug für Alihan war. Das frühe 1:0 für uns! Zur gleichen Zeit konnte Valentin schon einen Bauern gewinnen, ohne dass der Gegner irgendeine Kompensation dafür hatte. In der Folge konnte Mark einen Angriff auf der h‑Linie starten, der allerdings etwas zu optimistisch aussah. Jans Gegner schien einen Bauern opfern zu wollen, um Jans Königsstellung zu öffnen. Ayman hatte mit seinen Bauern deutliche Raumvorteile, sein Gegner jedoch aktiv stehende Figuren. Bei Kevin war viel Spannung im Zentrum, die sich irgendwann auflösen sollte – zu wessen Vorteil auch immer. Und Tobias hatte an Brett 2 diverse Drohungen aufgestellt, die seinen Gegner in der Eröffnung zurückwarfen, allerdings auch Tobias eine recht offene Königsstellung bescherten.

Es stand also nach einer Stunde 1:0 für uns, wir hatten an Brett 1 einen deutlichen Vorteil und an allen anderen Brettern waren recht dynamische Stellungen mit Chancen für beide Seiten entstanden. Das versprach spannend zu werden! Um Boris zu zitieren: »Viereinhalb sind drin!«

Zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend verlor dann doch Jan seine Partie, er hatte wohl einen Dame‑Läufer‑Angriff unterschätzt.

Alle anderen Partien gingen dann jedoch spannend weiter. Während es bei den anderen beiden Mannschaften schneller ging (die achte hatte mit einem 2:2 bereits Feierabend, in der sechsten spielten nur noch zwei Bretter), war bei uns auch nach zweieinhalb Stunden noch nirgends eine weitere Entscheidung gefallen und es stand unverändert 1:1. Bestens sah es jedoch bei Mark aus. Er hatte die Qualität und drei Bauern mehr, außerdem hatte sein Gegner Zeitnot. Überhaupt war Zeitnot in einigen Partien plötzlich ein Thema. Von unserer Seite aus hatte Malte in noch ausgeglichener Stellung die deutlich knappere Zeit und auch Valentin hätte sich sicher noch über ein paar Minuten mehr gefreut. Bei Kevin hingegen hatte der Gegner deutlich weniger Zeit. Bei höchstens als marginal zu bezeichnenden Vorteilen auf dem Brett für Kevin bot daher sein Gegner bereits im 22. Zug remis an. Mit zwei Partien mit Vorteil für uns hätte uns das Remis als Mannschaft vielleicht geholfen, aber mit Blick auf die Zeit des Gegners schien es richtig, dass Kevin Kampfgeist zeigte und weiter spielen wollte. Bei Tobias hingegen war inzwischen alles so ausgeglichen, dass hier remis vereinbart wurde. Dann passierten jedoch komische Sachen in Zeitnot. Besonders hervorzuheben ist hier die Partie von Mark. Der hatte sich leider seine Dame fangen lassen. Vermutlich hätte er im Gegenzug die Dame des Gegners angreifen können und so zumindest nur eine Leichtfigur abgeben müssen. Dann wäre er aufgrund des vorherigen materiellen Übergewichts immer noch stark aufgestellt gewesen. Aber in inzwischen beiderseitiger Zeitnot gab Mark seine Dame dann gegen einen Läufer, was aber immer noch gewisse Remischancen ergab. Nur wenige Züge später, direkt vor der Zeitkontrolle gab dann jedoch auch Marks Gegner nach einem Blackout seine Dame her. Damit hatte plötzlich Mark eine drückende Überlegenheit und sein Gegner gab sofort auf. Ebenfalls der Zeitnot geschuldet machte auch Malte ein paar ungenaue Gegenangriffe. Er hatte weniger Glück, sondern einen sehr genau spielenden Gegner, sodass hier Fischbek einen weiteren Brettpunk einfahren konnte. Es stand somit 2,5:2,5. Valentin konnte trotz knapper Zeit seinen Vorteil weiter ausbauen, und auch bei Ayman sah das Spiel weiter druckvoll aus. Auch Kevin hatte einen schönen Angriff, aber inzwischen war er es, der weniger Restzeit hatte. Beim 40. Zug brachte er mich fast zum Wahnsinn, bei 3 Sekunden Restzeit war noch nicht zu erkennen, dass er ziehen wollte, mit 1 Sekunde Restzeit schaffte er dann aber doch seinen Zug. Kurz zuvor hatte er aufgrund der Zeitnot jedoch schon eine Qualität eingestellt. Aymans Gegner hatte hingegen genug gesehen und gab auf. Das waren also schon dreieinhalb Punkte. Um 23:15 Uhr war es dann soweit: Valentin stand auf und streckte die geballte Faust in die Luft – auch er hatte seine Partie gewonnen; unser erster Mannschaftserfolg in dieser Bezirksliga stand fest! Kevin kämpft dann noch bis fast Mitternacht um das Remis und kam dabei erneut in Zeitnot; am Ende musste er sich jedoch geschlagen geben.

Es war also wieder ein extrem knappes Spiel. Als nicht mitspielender Beobachter war das fast noch nervenaufreibender, als wenn man selbst spielt. Wenn wir auch in den nächsten Runden wieder möglichst in Bestbesetzung spielen, können wir aber offensichtlich gegen jeden Gegner in dieser Liga mithalten.

(Claus Gebert)

↑
↓
5. Runde
22.03.2019 SK Johanneum Eppendorf 3 Königsspringer Hamburg 4 3 : 5
19:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Ulf‑Simeon Brüning Valentin Samson 0 : 1
2 Mark‑Finn Müller Boris Bruhn ½ : ½
3 Leonard Killgus Kevin Kipke 1 : 0
4 Armin Schmidt Ayman Khalaf 0 : 1
5 Mihail Topalov Jan Summers 1 : 0
6 KarlöÖmer Tosunoglu Mark Kipke ½ : ½
7 Daniel Markovic Alihan Cinar 0 : 1
8 Oskar Neumann Dr. Claus Gebert : +

22.03.2019 Hamburger SG BUE Hamburger SK 12 :
22.03.2019 SK Weisse Dame Hamburg 2 Hamburger SK 11 3 : 5
29.03.2019 SK Marmstorf 3 Hamburger SK 10 :
29.03.2019 TV Fischbek 2 Altonaer SK Finkenwerder 5 : 3

Sehr beeindruckend, die jungen Herren!

Nach der Endrunden‑Pause wollten wir den Schwung aus der letzten, gewonnenen Begegnung mitnehmen. Zwar fehlte Tobias krankheitsbedingt und Malte durch den parallel stattfindenden U16‑Mannschaftskampf, aber wir konnten trotzdem eine starke Mannschaft stellen. Unser Gegner, SKJE 3, stellte aber erstmals in dieser Saison seine ersten acht Bretter auf, was bei der DWZ‑stärksten Mannschaft der Liga schon etwas heißen will.

30 Sekunden nach 19:00 Uhr kamen 5 Spieler von SKJE in den Raum und es wurde zügig mit den Partien begonnen. Wenig später kam auch Kevins Gegner. Und während Mark 9 Minuten über seinen zweiten Zug nachdachte, warteten Ayman und ich noch auf unsere Gegner. Meiner sollte innerhalb der nächsten 5 bis 10 Minuten erscheinen, der von Ayman würde noch eine halbe Stunde brauchen. Somit hatte ich die Möglichkeit, nach einem langen Arbeitstag zunächst noch etwas Luft zu schnappen sowie anschließend in Ruhe den anderen Partien zu folgen. Denn auch nach 10 Minuten war von meinem Gegner nichts zu sehen.

Nach 40 Minuten kam dann eine SMS meines Gegners, die besagte, dass er vom Fahrrad gestürzt sei und mit offener Wunde lieber wieder nach Hause gefahren sei und sich hinlegen wolle. An dieser Stelle gute Besserung, dieses Unglück tut uns aufrichtig leid. Den ersten Punkt der Partie haben wir damit aber trotzdem gerne entgegen genommen. Für alle Leser dieses Berichts bedeutet das allerdings, dass ich besonders gut auf die Partien achten konnte, sodass der Bericht leider noch länger als normal geworden ist. Bei Ayman hieß es unverändert, dass sein Gegner in Kürze erscheinen werde.

Zu diesem Zeitpunkt stammt von Boris der Ausspruch »Wir stehen super!«. Auch Valentin versprühte diesen Optimismus. Meine Einschätzung war eher, dass es an den meisten Brettern noch recht neutral stand, wir jedoch an zwei Brettern bei Boris und Mark leichtem Druck ausgesetzt waren. Ich hatte das Gefühl, dass die Einschätzung der beiden in Teilen auch darauf zurückzuführen war, dass zwei Gegner fehlten. Boris wieß mich dann noch darauf hin, dass die eine Stunde Karenz nicht gemäß abgelaufener Zeit sondern gemäß Armbanduhr zählen würde. Doch in dem Moment – um 19:44 Uhr – erschien Aymans Gegner.

Ich hab ja durchaus auf die Einschätzung von Boris und Valentin gehofft, doch als die erste Stunde Spielzeit rum war, sahen sich bereits Boris, Kevin, Jan und Alihan Angriffen ausgesetzt. Boris’ Gegner hatte einen so starken Springerangriff auf dem Brett, dass ich mir nicht ganz sicher war, ob Boris sich da noch retten können würde. Der kampflose Punkt war also keine beruhigende Führung. Tatsächlich hatte dann 20 Minuten später Jan eine Figur weniger auf dem Brett. Er schaute dann lange in die Stellung und ich dachte, die Figur sei wieder zurückzugewinnen, aber dem war dann doch nicht so und Jan musste seine Partie aufgeben. Schade, nachdem er eine ganz starke Endrunde in Schönhagen gespielt hat. Boris musste dem Gegner inzwischen das Läuferpaar überlassen, dafür hatte er es geschafft, dass keine direkte Gefahr mehr sichtbar war. Sehr interessant war inzwischen Marks Partie geworden. Er hatte einen Bauern mehr, jedoch eine deutlich schlechtere Bauernstruktur. Aber vor allem hatte er schön aktiv stehende Figuren, was einiges an Möglichkeiten verhieß. Ebenfalls interessant wurde langsam Alihans Partie, bei dem ich mir nicht ganz sicher war, ob er gerade etwas übermütig seinen Gegner austricksen wollte, jedoch mit großem, eigenen Risiko. Bei Valentin und Kevin war zu diesem Zeitpunkt kein Vorteil für irgendjemanden zu erkennen. Und Ayman hatte – gerade bei Zug 12 angekommen – den Großteil seines Zeitvorsprungs bereits aufgebraucht. Hoffentlich für eine bessere Position, was ich jedoch nur schwer entdecken konnte. Das muss aber nicht an Aymans Stellung liegen, mangelndes Schachverständnis meinerseits wäre ebenfalls eine Erklärung für diese Einschätzung. (@Julian: wie wäre es mit einer Bewertung von Aymans Partie im nächsten Training konkret nach dem 12. Zug?)

Nach zwei Stunden kam dann Boris zu mir und fragte, ob der Mannschaftskampf so aussieht, dass er remis anbieten dürfte. Dazu kam er dann aber nicht mehr, sein Gegner kam ihm zuvor. Ebenfalls remis endete kurz darauf die eigentlich vielversprechende Partie von Mark. Bei ihm hatten sich alle Figuren getauscht und der verbleibende Mehrbauer war nicht mehr zu verwerten. Vermutlich hatte zwischendurch ein einziges Tempo gefehlt, um die offene Linie mit dem Turm vor dem Gegner zu besetzen. Für den Mannschaftskampf bedeutete das, dass es 2:2 stand.

Auch Ayman bekam daraufhin ein Remis angeboten. Mit Valentins Worten: »Das ist eine Beleidigung fürs Schach.« Überhaupt war Valentins Einschätzung, dass Alihan und Ayman beide vielleicht sogar gewinnen würden, schlimmstenfalls ein Remis holen würden. Bei sich selbst ging er von einem Remis aus und bei Kevin war es schwer einzuschätzen, die Stellung sah aber eher nach einer Niederlage aus. Trotz fortgeschrittener Zeit bezog sich diese Einschätzung bei Alihan auf den Zeitpunkt, wo gerade mal der 15. Zug gespielt war. Alihans Gegner hatte aber nur noch 20 Minuten auf der Uhr und Alihan einen starken Angriff, der mit genügend Bedenkzeit vielleicht abzuwehren wäre, aber so hoffentlich nicht. Bei Ayman basierte die Einschätzung wohl darauf, dass er das Läuferpaar und besser stehende Türme hatte, während bei Kevin gleich mehrere Figuren (Turm, Springer) komplett im Abseits standen. Trotzdem hatte ich hier noch Resthoffnung auf ein Remis. Nur eine Minute später sahen Valentins Gesichtszüge zu seiner eigenen Partie so aus, als hätte er gerade einen riesigen Bock gebaut. Ich konnte allerdings nichts dergleichen entdecken, auch wenn mir nach dem 20. Zug die Dame‑Turm‑Batterie des Gegners etwas besser gefiel.

Nur 5 Minuten später hatte Ayman dann seinen Turm auf die zweite Reihe des Gegners gebracht, was mit verschiedenen, nicht vollständig abzuwehrenden Drohungen verbunden war. Während Alihan sich dann für den sicheren Damentausch mit Bauerngewinn entschied (der Versuch die Qualität zu gewinnen sah auch vielversprechend aus), spielte Ayman zielstrebig auf Sieg. Und während Kevin die Partie doch verloren geben musste, holte Valentin den wichtigen vierten Mannschaftspunkt mit starkem Bauern auf der 7. Reihe. 4:3 für uns und nur noch Alihan spielte.

Dann kam der erste – aber nicht letzte – hektische Part dieses Mannschaftskampfs. Boris war zu diesem Zeitpunkt bereits seit längerem wieder zurück in unserem Clubheim. Bei Alihan war beiderseitige Zeitnot angesagt und beide Spieler schafften es so gerade eben über den 40. Zug. Sowohl Hendrik Schüler vom SKJE als auch Boris über Finn‑Thore per WhatsApp klärten uns quasi identisch über eine uns allen unbekannte Regel zum Mitschreiben bei der Zeitnotphase auf. Erfreulicherweise vertrat Hendrik Schüler aber auch die Einschätzung, dass unser kleineres Fehlverhalten keine besondere Bevorteilung darstellte (wir hatten Alihan im 30. Zug – da waren beide schon seit 3 Zügen in der Zeitnotphase – auf die Frage geantwortet, im wievielten Zug er sei). Damit wurde nach kurzzeitig für die Erklärung angehaltenen Uhren weiter gespielt. Leider war in der Zeitnotphase jeglicher Vorteil für Alihan verschwunden, aber ein Remis würde uns ja auch zum Sieg reichen.

Um 23:25 Uhr bat Alihan zum wiederholten Male remis an und sein Gegner hätte gerne angenommen, sein Mannschaftsführer untersagte ihm das jedoch. Hätte ich allerdings auch so gemacht, die Stellung konnte noch jedes der drei möglichen Ergebnisse annehmen. Um 23:45 Uhr drohte dann ein reines Bauernendspiel, doch unter Ausnutzung knapper Bedenkzeit schaffte es Alihan, im remis versprechenden Turmendspiel zu bleiben. Doch in erneuter Zeitnotphase setzte Alihans Gegner alles auf eine Karte und versuchte noch einen starken Angriff. Alihan hatte jedoch erkannt, dass diese Partie wohl durch die Uhr entschieden werden sollte und spielte zwar nicht optimal, aber deutlich schneller als sein Gegner. Somit hatte er in einer unglaublich spannenden Schlussphase bereits nach Mitternacht nur noch einen Bauern gegen drei, aber er hatte noch 13 Sekunden auf der Uhr und darüber gewonnen. Wahnsinn! Auch diese eigentlich extrem starke Mannschaft des SKJE konnten wir besiegen! Entsprechend viele Glückwünsche gab es dann anschließend noch im Clubheim, sowie über die verschiedenen elektronischen Medien. Stellvertretend dafür sei hier nochmals Boris zitiert: »Sehr beeindruckend, die jungen Herren!«

(Claus Gebert)

↑
↓
6. Runde
05.04.2019 Hamburger SK 12 Königsspringer Hamburg 4 2 : 6
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Johann Sander Valentin Samson 0 : 1
2 Nadezda Befus Tobias Götze 0 : 1
3 Da Huo Boris Bruhn 0 : 1
4 Roman Kurley Ayman Khalaf ½ : ½
5 Valentin Genov Jan Summers 0 : 1
6 Felix Kort Malte Peters 0 : 1
7 Arthur Krüger Mark Kipke 1 : 0
8 Magdalina Genova Alihan Cinar ½ : ½

05.04.2019 Altonaer SK Finkenwerder SK Johanneum Eppendorf 3 :
05.04.2019 Hamburger SK 10 TV Fischbek 2 5 : 3
05.04.2019 Hamburger SK 11 SK Marmstorf 3 5 : 3
05.04.2019 Hamburger SG BUE SK Weisse Dame Hamburg 2 2 : 6

Spannender, trotzdem deutlicher Sieg gegen den Tabellenführer

Heute sollte es also gegen den Tabellenführer gehen. Unsere starken letzten beiden Runden sollten uns zwar Mut geben und wir konnten auch in sehr guter Besetzung spielen, aber unser Gegner, HSK 12, trat ebenfalls in Bestbesetzung an, sodass wir optimistisch überlegt hatten, irgendwie 4 Brettpunkte zu ergattern. Trotz eines Auswärtskampfs wurde auch im Clubheim mitgefiebert, da ich heute nicht spielen musste und einen (Zitat Shumon) Live‑Ticker über die WhatsApp‑Gruppe durchgegeben habe.

An den ersten 4 Brettern passiert zunächst wenig. An den hinteren kommt Malte schlecht aus der Eröffnung, dafür greift Alihan schön an, wenn auch abseits der Theorie. Mark verspielt dann leider seine eigentlich gute Stellung, hat aber mit dem aktuellen U12‑Meister auch einen extrem starken Gegner. Bei Jan scheint sein Gegner etwas voreilig seine Dame nach vorne gestellt zu haben. Mark fällt dann einer Taktik zum Opfer, doch nur Minuten danach kann Jan zum 1:1 ausgleichen.

Die nächsten Partien, die nach einer Entscheidung aussehen, sind die von Boris (Zitat Boris: »Den Punkt kannst du schon einbuchen.«) und Malte, der ziemlich unter Druck steht. Doch anders als Boris’ Gegner, der augenscheinlich ob der schlechten Stellung keine Lust mehr zu haben scheint, versucht Malte alles, um doch noch seine Figuren zu aktivieren. Da ist folglich noch nicht alles verloren. Neben Boris hat auch Tobias deutlichen Zeitvorteil, Ayman hat einen geringfügigen Raumvorteil (der für mich aber auch erst ersichtlich war, nachdem Boris mich drauf hinwies, also wirklich nur minimal).

Alihan greift weiter stark an, allerdings ohne dass ein Gewinnweg sichtbar ist. Das ändert sich, als er nicht mehr direkt den König angreift, sondern versucht Material mitzunehmen. Irgendwas läuft dabei aber schief, sodass er plötzlich eine Leichtfigur weniger hat. Valentin schätzt zu diesem Zeitpunkt seine Partie (mal wieder) so ein, dass es auf jeden Fall einen Sieger geben wird, auf keinen Fall ein Remis. Boris’ Gegner scheint doch nochmal mitspielen zu wollen und Boris hat alle Mühe, einem Dauerschach zu entkommen. Ayman spielt ein Läuferopfer, das ich aufgrund einer Variante verworfen hatte, die letztlich doch zum Qualitätsgewinn geführt hätte. Sein Gegner findet aber eine noch stärkere Erwiderung und versperrt Aymans Dame den Weg. Und auch bei Tobias hat es keine schnelle Entscheidung gegeben, seine Gegnerin hat sich mit einem Minusbauern in ein Turmendspiel über die Zeit gerettet. Auch Malte kämpft weiter, jedoch nicht nur am Brett, sondern auch mit der Zeit. Nachdem es kurz zuvor also durchaus sehr gut aussah, scheint sich gerade das Blatt zu unseren Ungunsten zu wenden. Zum Glück hat es Boris geschafft und doch letztlich souverän den Sieg eingefahren. Wir führen 2:1, doch um es erneut mit den Worten von Boris zu sagen: »Es ist unklar, wo die fehlenden zwei Punkte herkommen sollen.« Entgegen meiner Einschätzung hofft Boris dabei schon länger auf Malte, weil sein Gegner nur unangenehme Züge zur Verfügung hätte. In dem Moment stellt dann Alihans Gegnerin ebenfalls eine Figur ein und ein darüber sichtlich verwirrter Alihan ist zurück in der Partie.

Dann geht es mal wieder in die Zeitnotphase. Von den 4 parallel beim HSK stattfindenden Mannschaftskämpfen wird noch an 7 Brettern gespielt, und obwohl auch zwei der anderen Mannschaftskämpfe ebenfalls aus unserer Liga sind, sind es wir, bei denen noch an 5 Brettern gespielt wird. Es ist mal wieder spannend, wie eigentlich schon die ganze Zeit diese Saison!

Bei Valentin haben sich die Figuren weitestgehend getauscht, sodass ein entfernter Freibauer im Turmendspiel ein deutliches Plus für ihn bedeutet. Plötzlich sind die fehlenden zwei Punkte doch in Sicht, aber es gibt gleich dreimal Zeitnot. Boris, Eva Maria Zickelbein und ich fangen an mitzuschreiben. Ich habe die Ehre, bei Malte mitzuschreiben, in dessen Partie Unglaubliches passiert. Einen Zug vor dem Matt gibt sein Gegner dann auf und Malte hat uns deutlich in Führung gebracht. Und es kommt noch besser, Sekunden später bringt Valentin seinen Bauern durch, 4:1, sodass Alihan sich getrost auf ein Remis einlassen kann. Nur weitere 5 Minuten später gewinnt auch Tobias, ebenfalls mit durchgebrachtem Bauern. Einzig die Partie von Ayman dauert deutlich länger. In einem schwierig zu spielenden Endspiel bietet sein Gegner aber irgendwann doch remis an, das Ayman mit einem Lächeln annimmt.

6:2! Das klingt weniger spannend als es war, aber in jedem Fall war es erneut eine ganz, ganz starke Leistung. Im Übrigen war es auch ein super Teamzusammenhalt, alle Spieler haben sich hinterher gegenseitig gelobt, bzw. für die nächsten Partien Mut zugesprochen. Die 6 Mannschaftspunkte mögen vielleicht aufgrund der Ergebnisse der anderen Mannschaften noch nicht ganz für den Klassenerhalt reichen, mit dieser Form und mit diesem Team besteht daran aber hoffentlich kein Zweifel.

(Claus Gebert)

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7. Runde
26.04.2019 Königsspringer Hamburg 4 Altonaer SK Finkenwerder 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Tobias Götze Christian Wiener 0 : 1
2 Boris Bruhn Emhmed Abdurrahman 1 : 0
3 Kevin Kipke Lucas Brauner 0 : 1
4 Ayman Khalaf Walter Diehl 0 : 1
5 Jan Summers Erhard Cassens 0 : 1
6 Mark Kipke Gerhard Bissinger 1 : 0
7 Alihan Cinar Mahmood Amini 1 : 0
8 Dr. Claus Gebert Rahim Kazemi Sresht 0 : 1

03.05.2019 SK Weisse Dame Hamburg 2 Hamburger SK 12 1 : 7
03.05.2019 SK Marmstorf 3 Hamburger SG BUE :
26.04.2019 TV Fischbek 2 Hamburger SK 11 :
26.04.2019 SK Johanneum Eppendorf 3 Hamburger SK 10 5 : 3

Spannender Kampf – jedoch ohne Glück auf unserer Seite

Da in unserer Staffel auch die beiden Tabellenletzten schon 4 Punkte haben, reichen weder unsere 6 Punkte noch die 5 Punkte unseres Gegners aus Altona/Finkenwerder bereits zum Klassenerhalt. Die Ausgangslage versprach somit Spannung, und so kam es dann auch.

Die erste bemerkenswerte Partie war die von Alihan, der bereits sichtlich über einen vermeintlichen Figurengewinn frohlockte. Sein Gegner konnte der Schlinge jedoch wieder entkommen, doch kurz darauf konnte Alihan erneut einen Vorteil erringen und die Partie auch zügig gewinnen.

Jan ist schnell im Endspiel, in dem Boris auf ein Remisangebot von Jan hofft. Das gibt Jan auch zweimal ab, allerdings lehnte sein Gegner diese jeweils ab.

Ich bin erfreulich gut aus der Eröffnung gekommen und hatte ein gutes Angriffsspiel, hab aber leider schlecht die Figuren getauscht und dann in einem schon verlorenen Endspiel nicht gut verteidigt. Somit stand es nach zwei Stunden 1:1.

In den anderen Partien hatte Boris in einer lehrbuchartigen Partie seine Figuren sehr gut positioniert, Ayman war mit leichtem Raumvorteil aus der Eröffnung gekommen und Mark – gerade im 13. Zug angekommen – hatte deutlichen Zeitvorteil. In den anderen Partien standen wir leicht in die Defensive gedrückt, aber alles noch ausgeglichen. Insofern sah es zu diesem Zeitpunkt vielversprechend aus, dass zumindest der eine Mannschaftspunkt geholt würde, der zum Klassenerhalt reichen sollte.

Eine halbe Stunde später war Boris dann der Erste, der seinen Vorteil verwerten konnte. Die Führung hielt jedoch wieder nicht lange, da Jan einer Taktik zum Opfer fiel. Mark lehnte dann beim Stande von 2:2 mit einem Mehrbauern ein Remisangebot ab, was bei inzwischen eher schlechteren Stellungen bei Tobias und Kevin auch angebracht war.

Bei Altona/Finkenwerder war somit Marks Gegner in Zeitnot, noch deutlich schlimmer war diese jedoch auf unserer Seite bei Ayman. Außerdem verlor Kevin auf dem Weg ins Endspiel doch zu viele Bauern, als dass man da noch Hoffnung haben konnte. Das sah jetzt plötzlich alles gar nicht mehr gut aus. Und so schien es sich auch zu bestätigen. Ayman konnte sich zwar mit Sekunden über den 40. Zug retten, aber die Stellung war unausweichlich in wenigen Zügen verloren. Marks Gegner verteidigte zäh, doch letztlich konnte Mark mit Figur und Bauer mehr souverän gewinnen. Es stand jetzt also 3:3, Tobias und Kevin spielten noch. Zwischenzeitlich standen beide zwar schon ziemlich schlecht, doch in der Zeitnotphase hatte Tobias plötzlich eine zwar komplizierte, aber letztlich doch deutlich vorteilhafte Stellung bekommen, und wie durch ein Wunder hatte auch Kevin eine materiell ausgeglichene Position erreicht.

Leider ging es bei Tobias weiter hin und her. In aussichtsreicher Stellung spielte Tobias etwas zu unvorsichtig und verlor dadurch eine Figur und den fast schon durchgebrachten Bauern. Laut der stärkeren Kiebitze war die Partie aber noch nicht verloren, bzw. gemäß Einschätzung von Tobias wäre selbst danach noch kurz ein Sieg möglich gewesen. Leider sollte es in einem insgesamt spannenden Mannschaftskampf und einer insbesondere bei Tobias extrem spannender Partie nicht dazu kommen. Am Ende musste sich Tobias geschlagen geben, und nahezu gleichzeitig gab auch Kevin auf, da er den gegnerischen Bauern nicht mehr aufhalten konnte.

Die Bewertung, wie es ausgehen könnte, ging im Laufe des Abends mehrfach hin und her. Leider fehlte uns in einige Partien ein bisschen das Glück, sodass wir den eigentlich möglichen Mannschaftspunkt heute nicht einfahren konnten. Jetzt geht es noch zweimal gegen Mannschaften des HSK. Da jedoch am letzten Spieltag die Mannschaft des HSK zu uns kommt, die aktuell Tabellenführer ist, sollten wir wohl in zwei Wochen versuchen, den noch fehlenden Punkt zu holen. Aufgrund der guten Brettpunktzahl sollte ein Punkt tatsächlich auch reichen. Wir werden also zusehen, ob wir den möglichst schon in der nächsten Runde erreichen können.

(Claus Gebert)

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8. Runde
10.05.2019 Hamburger SK 10 Königsspringer Hamburg 4 3 : 5
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Isaac Garner Valentin Samson 1 : 0
2 Michael Manthei Boris Bruhn ½ : ½
3 Gerd Joppe Ayman Khalaf ½ : ½
4 Luca Brandstrup Jan Summers 0 : 1
5 Alexander Brandstrup Mark Kipke 0 : 1
6 Torben Grabbel Alihan Cinar 0 : 1
7 Eckard Scheider Dr. Claus Gebert ½ : ½
8 Valentin Chevelevitch Detlef Lemke ½ : ½

24.05.2019 Hamburger SK 12 Altonaer SK Finkenwerder :
10.05.2019 Hamburger SK 11 SK Johanneum Eppendorf 3 3 : 5
24.05.2019 Hamburger SG BUE TV Fischbek 2 :
24.05.2019 SK Weisse Dame Hamburg 2 SK Marmstorf 3 6 : 2

Klassenerhalt im ersten Jahr Bezirksliga!

In der letzten Runde würde uns der Tabellenführer erwarten, somit konnte diese Runde durchaus entscheidenden Charakter haben. Wir sollten mindestens einen Mannschaftspunkt – lieber natürlich gleich zwei – holen, um nicht abzusteigen. Doch leider fehlten bei uns mit Tobias und Kevin die nominellen Bretter 2 und 4, was natürlich zum einen eine Schwächung darstellte und zum anderen dazu führte, dass die anderen Spieler etwas höher spielen mussten. Dennoch traten wir mit einer sehr starken Mannschaft an. Zum einen gilt für die Jugendspieler (da zitiere ich Baldur), dass diese nach der Endrunde im März viel stärker zurückkommen, zum anderen brauchten wir nur einen Ersatzspieler. Das war Detlef Lemke, der mir von Boris wärmstens empfohlen wurde.

Für die Mannschaft des HSK, zu denen es in dieser Runde erneut ging, schien das gleiche wie für uns zu gelten. Sie brauchten noch gleich viele Punkte wie wir, sie gingen etwas ersatzgeschwächt an die Bretter, stellten aber trotzdem eine starke Mannschaft.

Mein Gegner hatte 300 DWZ mehr, schien aber mit Schwarz früh auf remis zu spielen. Bei dem DWZ‑Unterschied und der Konstellation an den anderen Brettern war mir das auch recht, sodass er nach eineinhalb Stunden mein Remisangebot annahm. Julian möge mir dieses wenig ausgekämpfte Remis verzeihen, aber wie sich zeigen sollte, war dieser halbe Punkt vielleicht durchaus wichtig. Diese Einschätzung passte allerdings noch nicht ganz zu den anderen Brettern, wo zu diesem Zeitpunkt Mark und Jan jeweils deutlich besser standen, Alihan ebenfalls einen leichten Vorteil hatte und ansonsten alle Partien noch relativ ausgeglichen waren.

Mark und Jan konnten ihren Vorteil dann schnell in einen Sieg umwandeln, sodass wir nach weniger als zwei Stunden bereits 2,5:0,5 führten. Alihans Vorteil schien zwischenzeitlich verschwunden zu sein, aber dann nahm er seinem Gegner doch eine Figur ab, woraufhin dieser nach kurzer Bedenkzeit aufgab.

Eine 3,5:0,5‑Führung sollte locker zum Sieg reichen. Entsprechend gratulierte mir auch Christian Zickelbein bereits zu dieser starken Mannschaft. In der war der Optimismus auf einen Sieg jedoch überraschend gering. Zwar stand Ayman halbwegs gut, was mindestens zum Remis reichen sollte. Aber Detlefs Gegner lehnte ein Remisangebot von ihm ab und an den ersten beiden Brettern bei Valentin und Boris spielte der HSK ebenfalls noch auf Sieg.

Ayman fragte mich dann, ob er ein Remisangebot annehmen könne, und auch Detlef hielt in einem schwer zu spielenden Endspiel das Remis. Da wir somit plötzlich doch schon gewonnen hatten, wurde auch Boris remis angeboten. Einzig bei Valentin, unserem stets motivierten Zugpferd über die Saison hinweg, sollte es nicht so gut laufen. Er verlor in komplizierter Stellung einen Bauern und wenig später die Partie.

Das 5:3 hört sich locker an, wenn man bedenkt, dass es zwischenzeitlich 3,5:0,5 stand. Aber eine zeitlang gestaltete sich auch dieser Mannschaftskampf wie die meisten in dieser Saison, nämlich sehr spannend. Mit jetzt 8 Mannschaftspunkten sollten wir allerdings den Klassenerhalt geschafft haben, sodass die letzte Runde endlich mal weniger spannend werden kann. Etwas voreilig bedanke ich mich daher bei der gesamten Mannschaft wie auch allen Ersatzspielern, die trotz schwerem Saisonbeginn stets voll motiviert zu den Spielen kamen und somit zurecht eine erfolgreiche, erste Bezirksliga‑Saison hingelegt haben. Vielen Dank dafür!

(Claus Gebert)

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9. Runde
21.06.2019 Königsspringer Hamburg 4 Hamburger SK 11 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Kevin Kipke Robert Suntrup 1 : 0
2 Jan Summers Hanns Schulz‑Mirbach ½ : ½
3 Malte Peters Christoph Bohn 0 : 1
4 Mark Kipke Jan Zierott ½ : ½
5 Sven Rehders Leon Tscherepanov 0 : 1
6 Thomas Rosien Kurt Kahrsch ½ : ½
7 Hans‑Siegfried Seemann Romeo Malchereck 1 : 0
8 Ole Riege Senait Mehari 1 : 0

21.06.2019 SK Marmstorf 3 Hamburger SK 12 :
21.06.2019 TV Fischbek 2 SK Weisse Dame Hamburg 2 :
21.06.2019 SK Johanneum Eppendorf 3 Hamburger SG BUE 4 : 4
21.06.2019 Altonaer SK Finkenwerder Hamburger SK 10 :

Abschluss einer starken Saison

Mit Kevin, Jan, Malte und Mark konnten wir nur 4 Spieler aus unserer eigenen Mannschaft stellen. Mit Valentin und Boris hatten wir zwei Spieler an die zweite Mannschaft abgegeben, damit deren Aufstieg in die Landesliga klappen sollte. Außerdem war teilweise bereits die Urlaubszeit angebrochen. Ich konnte ebenfalls nicht ab Beginn dabei sein, da ich auf einer Abschlussfeier in der Schule war.

Als ich dann um 20:30 Uhr ankam, hatten Siggi und Ole uns bereits 2:0 in Führung gebracht. Beide hatten es mit Ersatzspielern des HSK zu tun, da auch dort ein paar Spieler ausgefallen waren oder ebenfalls beim Landesliga‑Aufstieg mithelfen sollten. Letzteres erfreulicherweise nicht gegen unsere Mannschaft, sondern gegen Union‑Eimsbüttel. Der HSK hat uns somit gleich doppelt (unserer vierten und unserer zweiten Mannschaft) durch diese Personalrochade geholfen.

Tatsächlich war für uns weder nach oben noch nach unten noch etwas drin, wir konnten also – nicht nur dank der 2:0‑Führung – beruhigt in diese Partie gehen. Wenn wir aber noch ein Ziel ausrufen konnten, so war dies ein weiterer Mannschaftspunkt, da dieser zu einem Halten des aktuellen vierten Tabellenplatzes führen sollte. An eine Verbesserung in der Tabelle war nicht zu denken, da der Drittplatzierte vom SKJE gegen den Tabellenletzten nur einen Punkt brauchte, um sicher vor uns zu bleiben. Diesen Punkt holte der SKJE auch.

Zurück zu unserer Partie. Es sollte nicht lange dauern, da stand es bereits 3:1 für uns. Thomas und Jan haben jeweils remis angenommen, meiner Meinung nach stellungsgerecht, wobei ein paar Züge zuvor das Pendel in Thomas’ Partie noch eher zu unseren Gunsten ausschlug.

In den verbleibenden Partien hatte Malte eine Figur weniger (@Sven: »Ja, es war eine Figur weniger, und nicht, wie du aus meiner Sauklaue annahmst, ein Eimer weniger; das konnte Finn’Thore ja sogar auf dem Kopf lesen!«), die anderen drei Partien schienen mir ausgeglichen. Die von Kevin sah dabei ziemlich offen und somit nicht entschieden aus, die von Sven schien zügig auf ein Remis zuzugehen, und Mark hatte immerhin die Zeit auf seiner Seite, nachdem sein Gegner etwa im 15. Zug 40–50 Minuten nachgedacht hatte. Mit diesen drei ausgeglichenen Partien machte das durchaus Hoffnung auf den fehlenden Brettpunkt, der uns auf jeden Fall in der ersten Tabellenhälfte halten sollte.

Doch als Nächstes verlor dann Sven seine Dame, sodass die Hoffnung auf den beiden Kipke‑Brüdern lag. Sven wehrte sich noch eine Zeit, musste nach ein paar weiteren Zügen die Partie dann doch verloren geben.

Sehr zum Unmut von Phillip nahm dann Mark ein Remisangebot trotz deutlich mehr Zeit an. Phillip analysierte dann mit Marks Gegner die Partie noch relativ ausführlich. Demnach hatte Mark eine zwischenzeitlich bessere Stellung wohl durch ein paar ungenaue Turmmanöver wieder aus der Hand gegeben, sodass das Remis am Ende doch als sehr gerecht angesehen wurde.

Von der zweiten Mannschaft kam dann die frohe Kunde vom 6:0‑Zwischenstand und dem feststehenden Aufstieg an. Vielen Dank an Martin, der uns zwar in knappen Worten, aber doch regelmäßig mit Infos versorgt hatte. Vor allem auch Glückwunsch an die zweite Mannschaft, die letztlich souverän den direkten Wiederaufstieg in die Landesliga geschafft hat.

Bei uns hingegen wurde es noch spannend. Kevin konnte mit noch allen Bauern auf dem Brett mit seinem Läufer letztlich besser manövrieren als der Gegner mit seinem Springer, aber ob das wirklich zum Sieg reichen sollte, war noch nicht sicher. Und auch bei Malte entwickelte sich die Partie überraschend. Nachdem es bis etwa 22:30 Uhr aufgrund der Figur weniger stets nach einer Niederlage für Malte aussah, konnte er die Partie in kürzester Zeit drehen. Sein Gegner machte mehrere Fehler direkt hintereinander, wodurch Malte zunächst eine Qualität gewinnen konnte, im nächsten Schritt aus der Defensive herauskam und dann sogar noch eine Leichtfigur gewann. Doch leider sollte es nicht die letzte Wendung der Partie werden. Doch zuerst schaffte es Kevin, in kleinen Schritten seinen Vorteil in einen Sieg zu verwandeln. Kurz vor Mitternacht musste sich Malte noch geschlagen geben, nachdem ein etwas ungewöhnlicher Springertrick zuviel Material gekostet hatte.

Damit stand also auch gegen den Tabellenzweiten vom HSK mit 4,5:3,5 ein Sieg fest.

Wir haben somit mit dieser Mannschaft unsere erste Bezirksliga‑Saison sehr erfolgreich auf dem vierten Tabellenplatz abgeschlossen. Die Saison begann zunächst sehr unsicher; es hagelte drei knappe Niederlagen aus Partien, aus denen wir uns durchaus Punkte versprochen hatten. Es bestanden somit ernsthafte Bedenken, ob wir mit der DWZ‑schwächsten Mannschaft der Liga überhaupt bestehen können würden. Doch am Ende sollten gegen die fünf stärksten der anderen Mannschaften jeweils Siege rausspringen, während wir die vier Niederlagen ausgerechnet gegen die vier Letzten der Tabelle hinnehmen mussten. Sehr außergewöhnlich! Insgesamt war die Liga jedoch sehr ausgeglichen, und auch wenn wir insbesondere gegen die oberen Mannschaften gut ausgesehen haben, so sind wir mit dieser Mannschaft in dieser Liga doch sehr gut aufgehoben. Den verdienten Aufstieg überlassen wir daher gerne dem HSK 12.

Alle Spiele spielte dieses Jahr Jan, die meisten Punkte erspielte Alihan mit 5,5 aus 8. Die größten DWZ‑Zuwächse konnten Mark und Valentin verzeichnen. Allen Spielern nochmal einen herzlichen Dank für diese erfolgreiche Saison und den tollen Mannschaftszusammenhalt. Ebenfalls vielen Dank an die 8 Ersatzspieler, die insgesamt 5 Punkte aus 9 Spielen beisteuern konnten.

Abschließend auch ein herzlicher Dank nochmal an Valentin, der leider zum Studium zurück nach Frankreich geht. »Valentin, mit deiner großen Motivation und deinem ständigen Siegeswillen hast du oftmals die ganze Mannschaft mitgerissen. Vielen Dank dafür, viel Erfolg in Frankreich, und vielleicht zieht es dich nach dem Studium ja doch wieder zurück nach Hamburg. Denn zumindest deine schachliche Heimat liegt eindeutig hier.«

(Claus Gebert)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/teams/ksh4.php
23.06.2019, 06:14 (tr)
 
 
 
 
 
 
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