S
c
h
a
c
h
c
l
u
b
 
v
o
n
 
1
9
8
4
 
 e.
 V.
 
 
 
 
 
 
[Grafik]
[Grafik]
 
 
www.kshamburg.de
 
 
Teams: KSH 3
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Teams

KSH 3

KSH 3 · Stadtliga A 2017
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
↑
↓
Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. FC St. Pauli 4 5 5 4 6 43,5 15
2. Königsspringer Hamburg 3 6 2 3 4 5 6 39,5 13
3. Hamburger SK 6 2 6 4 4 6 5 39,5 12
4. SK Union‑Eimsbüttel 2 3 6 2 4 3 5 6 6 40,5 11
5. SV Blankenese 3 5 4 4 4 5 6 6 39,5 11
6. SV Eidelstedt 5 4 2 7 38,5 9
7. TV Fischbek 4 4 3 4 5 6 36,5 9
8. SK Johanneum Eppendorf 3 4 3 4 2 3 3 6 5 33,5 6
9. Hamburger SG BUE 2 2 2 2 6 2 4 26,0 3
10. SV Blankenese 2 2 3 2 1 2 3 4 23,0 1
↑
↓
Spieler
KSH
3
Mannschaftsführer:
Marco Hanssen
A H A H A H A A Z
STP
4
HSK
6
FBK
 
BLA
 
BLA
2
SVE
 
UNE
2
HSG
 
SKJ
3
21 Schmidt, Jan Peter, Dr.           1   ½ ½
22 Wiltafsky, Thomas ½ ½ ½ ½ 1 0 1   ½
22a Seifer, Gregor ½ 1   1        
23 Lohse, Marc   ½ 1   1        
24 Schroeter, Baldur     0 0     ½    
25 Goetz, Claus, Dr. 0 1 0 ½   0 0 + 1
26 Knops, Peter 0 1 ½ ½ ½ 1 0 1 ½
27 Hanssen, Marco 1 ½ ½     1 0 1 1
28 Akram, Shumon ½ 1 ½ ½ 1 ½ 0 1 ½
29 Frontzek, Björn           0    
33 Samm, Bastian       0 ½ 0      
35 Schönfisch, Norbert 1   1       ½    
36 Lenz, Finn‑Thore 1       ½        
39 Wagner, Daniella               0  
62 Seemann, Hans‑Siegfried   ½              
71 Conrad, Christian           1   1 1
72 Chin, Karin       0          
73 Melde, Christian               ½  
77 Streich, Justus         0        
↑
↓
1. Runde
17.01.2017 FC St. Pauli 4 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Clubheim des FC St. Pauli, Harald‑Stender‑Platz 1, 20359 Hamburg

1 Carsten Kluth Thomas Wiltafsky ½ : ½
2 Thomas Wolloner Gregor Seifer ½ : ½
3 Christian Ziller Dr. Claus Goetz 1 : 0
4 Guntram Knecht Peter Knops 1 : 0
5 Bernd Kessler Marco Hanssen 0 : 1
6 Heinz‑Werner Szudra Shumon Akram ½ : ½
7 Jukka Fehr Norbert Schönfisch 0 : 1
8 Tera Siregar Finn‑Thore Lenz 0 : 1

13.01.2017 SK Johanneum Eppendorf 3 Hamburger SG BUE 6 : 2
17.01.2017 Hamburger SK 6 SK Union‑Eimsbüttel 2 6 : 2
13.01.2017 TV Fischbek SV Eidelstedt :
11.01.2017 SV Blankenese SV Blankenese 2 6 : 2

Bericht

Zum Jahresauftakt ging es gegen St. Pauli, wie auch bereits im letzten Jahr. In 2016 sind wir dort überraschend gut gestartet, das wollten wir dieses Mal auch versuchen.

Marc war gesperrt, Baldur, Björn und Petzi verhindert, aber mit Norbert und Finn konnten wir gute Ersatzspieler gewinnen.

Um 19:00 Uhr waren wir vollständig, während bei unserem Gegner noch einige Spieler auf sich warten ließen.

Die ersten Züge wurden schnell gespielt und nach etwa einer Stunde wagte ich erstmals einen Blick auf die übrigen Bretter.

Bei Thomas konnte ich die Stellung nicht einschätzen, Gregor hattet eine Figur gegen 2 Bauern weniger, aber so etwas wie leichten Angriff. Claus spielte königsindischen Angriff gegen einen Franzosen und schien sich wohlzufühlen. Bei Peter kam eine scharfe Drachenvariante mit Lc4 aufs Brett. Ich selbst hatte einen Bauern mehr, musste aber etwas Druck aushalten. Shumons Stellung habe ich nicht verstanden, hatte aber das Gefühl, dass er aufpassen muss, nicht einen Bauern zu verlieren. Die Figuren seines Gegners standen harmonischer. Norbert spielte gegen holländisch und stand meines Erachtens nicht schlecht. Bei Finn hatte ich Sorge, da sein Gegner Finns Königsstellung attackierte.

Nach etwa drei Stunden brannte bei Peter das Brett. Hier hatte er wohl die Chance, besser fortzusetzen und dem Gegner zuvorzukommen, leider wurde er quasi auf e6 matt gesetzt.

Auch Claus hatte einen schwachen Zug eingestreut und sich einfach verrechnet, sodass er nach Dh1# leider mit leeren Händen dastand.

Kurz darauf vermeldete Thomas die Punkteteilung am ersten Brett und damit das erste Zählbare für uns. Auch Shumon bat darum, remis machen zu dürfen, was ich ihm gestattete, da ich hier mit einem halben Punkt zufrieden sein würde.

Gregor stand weiterhin irgendwie zwischen seltsam und bedenklich, während Norbert sich wohlzufühlen schien. Auch bei Finn war noch nichts weg, was mich überraschte. Vielleicht habe ich mich verguckt, aber ich dachte, dass sein Gegner einfach mindestens einen Bauern mitnehmen konnte.

Mein Gegner gab noch die Qualität, um weiteren Angriff zu erhalten, was aber dank eines Springer auf d5 von meiner Seite aus verhindert wurde. Nun stand ich klar auf Gewinn.

Kurz vor der Zeitnot bekam ich mit, dass Norbert gewonnen hatte. Ab hier hatte ich die Hoffnung, Mannschaftspunkte mitzunehmen.

Shumon verteidigte sich weiter gut und bekam am Ende sein Remis, obgleich sein Gegner es ihm sicherlich etwas zu leicht gemacht hat. Immerhin 2:3 aus unserer Sicht und meine gute Stellung, da geht was.

Leider habe ich ein direktes Matt oder Damengewinn übersehen und mich stattdessen mit 2 Bauern + Qualle mehr begnügt. Immer noch tot gewonnen, aber mein Gegner lebt halt noch.

Der Blick auf Gregors Stellung verhieß hier nichts Gutes. Er hatte 2 Türme und 4 Bauern gegen Turm, Springer, Läufer und 3 Bauern. Naja, was macht eigentlich Finn? Das Brett ist aufgebaut und Finns König steht in der Mitte.

Anscheinend hat er gewonnen, nur habe ich leider nicht gesehen, wie. Egal, 3:3 und ich werde bald den Punkt sicher haben. Fünf Züge später ist das meiste Material bei mir verschwunden und ich bleibe mit einem Mehrturm zurück.

Wir liegen 4:3 vorne und Gregor spielt noch.

Als ich draußen mit den anderen spreche, kommt Shumon dazu und meint, dass das entstandene Turmendspiel für Gregor total verloren ist.

Naja, immerhin einen Punkt, denke ich mir, doch kurze Zeit später erfahre ich, dass Gregor remis gehalten hat. Wir gewinnen und legen einen grandiosen Auftakt gegen ein nominell stärkeres Team hin.

Funfact: Als ich Gregor gratuliere, denkt er, dass wir 3,5:4,5 verloren haben und dass er gewinnen musste, um noch was zu holen.

Ich bin mir sicher, dass ihm sein wohlverdientes Bier (oder waren es mehrere?) im Anschluss doppelt gut geschmeckt hat.

(Marco Hanssen)

↑
↓
2. Runde
27.01.2017 Königsspringer Hamburg 3 Hamburger SK 6 6 : 2
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Claus Czeremin ½ : ½
2 Gregor Seifer Swen Dunkelmann 1 : 0
3 Marc Lohse Frank Palm ½ : ½
4 Dr. Claus Goetz Marc‑Michael Homm 1 : 0
5 Peter Knops Lars Janzen 1 : 0
6 Marco Hanssen Afsin Toparlak ½ : ½
7 Shumon Akram Armin Meibauer 1 : 0
8 Hans‑Siegfried Seemann Sebastian Kurch ½ : ½

27.01.2017 Hamburger SG BUE SV Blankenese 2 4 : 4
23.01.2017 SV Eidelstedt SV Blankenese 4 : 4
26.01.2017 SK Union‑Eimsbüttel 2 TV Fischbek 5 : 3
27.01.2017 SK Johanneum Eppendorf 3 FC St. Pauli 4 4 : 4

Wenn alles zusammenläuft

Gegen Mittag scheint es noch, als würden wir zu siebt spielen. Zumindest schreibt Marco entsprechende Mails. Als ich um 18:59 Uhr ins Clubheim komme, sitzt dann doch Siggi an Brett acht – die erste angenehme Überraschung.

Die Partien beginnen pünktlich, die ersten Tendenzen sind jedoch eher durchwachsen. Siggis Gegner behält das Läuferpaar und kann so Druck entfalten, auch Marc gerät mächtig unter Druck: Das gegnerische Morra‑Gambit wird angenommen, die eigene Entwicklung bleibt jedoch dafür auf der Strecke, sodass für Marc noch viele Herausforderungen zu bewältigen sein würden. Das Licht am Ende des Tunnels ist die weiße Bedenkzeit, die schon in den ersten fünfzehn Zügen beträchtlich dahinschmilzt.

Zum Glück bringt der weitere Kampfverlauf bessere Nachrichten. Die Partie von Marco endet als Erstes. Im 26. Zug wird in verkeilter Stellung und bei noch vollständigem Figurensatz auf dem Brett Frieden geschlossen. Auch meine Partie endet früh. Nachdem mein Gegner die Bird‑Eröffnung gewählt hat und sich ein unsägliches Figurengeschiebe andeutet, auf das ich an diesem Abend so gar keinen Bock habe, nutze ich mit dem Bauernvorstoß d4 die erste Chance zur Öffnung der Stellung. Ein paar Ungenauigkeiten meines Gegners später hat er zwar Raumvorteil am Königsflügel, meine Läufer kontrollieren von h7 und b8 aus jedoch wichtige Diagonalen. Der Läufer auf h7 wird von meinem Gegner auch prompt übersehen und schaltet sich mit einem Spieß in die Stellung ein. Quallengewinn und baldiger Sieg sind die Folge. Eine Qualität hat auch Siggi gewonnen, nachdem er die gegnerische Aktivität mit geschickten Springerzügen neutralisieren konnte. Das Endspiel mit Turm gegen Läufer und einen zusätzlichen Freibauern auf schwarzer Seite endet vermutlich zurecht in der Punkteteilung. Die frühe 2:1‑Führung wird von Marc zwar nicht erweitert, das Remis durch Dauerschach fühlt sich nach den anfänglichen Verwicklungen dennoch gut an. Während Marc gegen Ende der Partie mit seiner Stellung durchaus zufrieden war und der Gegner »immer noch eine Drohung mehr« hatte als er dachte, war auch sein Gegner optimistisch, aber Marc hätte »immer noch eine Verteidigungsressource mehr« gehabt. So kann man den gleichen Sachverhalt also aus verschiedenen Perspektiven sehen, unentschieden ist wohl das gerechte Ergebnis.

Claus hat im Mittelspiel eine Figur in die Königsstellung des Gegners geopfert und anschließende seinen Turm auf h4 überführt. Den resultierenden Drohungen kann sein Gegenüber auf Dauer nicht standhalten und wir kommen so dem Mannschaftssieg einen großen Schritt näher.

Ein flüchtiger Blick auf Gregors Brett führt bei mir zu der Vermutung, dass die Punkteteilung unausweichlich ist. Beide haben jeweils noch f‑, g‑ und h‑Bauern sowie Dame und Turm. Wenig später vermeldet Gregor einen ganzen Punkt, der gegnerische Turm war wohl auf f6 gefesselt und der entstandene Vorteil umgemünzt worden. Diese Abwicklung erklärt auch, warum Gregor aus seiner vormals deutlich komfortableren Stellung in das aus der Ferne remisträchtig anmutende Endspiel abgewickelt hatte. Den nächsten Sieg fährt kurz darauf Peter ein, der schon eine Weile ordentlich Druck aufgebaut hat. Das Eindringen der schwarzen Türme auf die erste und zweite Reihe beendet die Partie. An Brett eins einigen sich daraufhin noch vor der Zeitkontrolle Thomas und sein Gegner in einem gleichfarbigen Läuferendspiel auf remis.

Insgesamt haben wir also auch in Runde zwei gewonnen und bereits Setzplatz zwei und vier hinter uns. Die Höhe des Sieges entspricht diesmal mit 6:2 vielleicht nicht ganz dem Kampfverlauf, auf der anderen Seite stand auch zu keinem Zeitpunkt des Kampfes einer unserer Spieler eindeutig auf Verlust, sodass ein deutlicher Sieg nicht unverdient scheint. Die bisherige durchschnittliche Einsatz‑DWZ in der Liga liegt bei neun Mannschaften zwischen 1850 und 1960, es ist also eine spannende Saison abzusehen, in der jeder jeden schlagen kann. Wir werden sehen, ob die in dieser Runde zur Schau gestellte Souveränität sich auch in zwei Wochen beim Auswärtskampf in Fischbek zeigt.

(Shumon Akram)

↑
↓
3. Runde
10.02.2017 TV Fischbek Königsspringer Hamburg 3 4 : 4
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Christoph Serrer Thomas Wiltafsky ½ : ½
2 Denis Schermer Marc Lohse 0 : 1
3 Thomas Peters Baldur Schroeter 1 : 0
4 Alexander Schneider Dr. Claus Goetz 1 : 0
5 Nikolas Egelriede Peter Knops ½ : ½
6 Philip Reichhardt Marco Hanssen ½ : ½
7 Andreas Wanke Shumon Akram ½ : ½
8 Felix Reichhardt Norbert Schönfisch 0 : 1

07.02.2017 FC St. Pauli 4 Hamburger SG BUE :
14.02.2017 Hamburger SK 6 SK Johanneum Eppendorf 3 4 : 4
15.02.2017 SV Blankenese SK Union‑Eimsbüttel 2 4 : 4
08.02.2017 SV Blankenese 2 SV Eidelstedt 1 : 7

Fischbek ist immer eine Reise wert

Auch dieses Jahr durften wir erneut in Neugraben gastieren. Ich kann mich nicht daran erinnern, gegen Fischbek mal einen Heimkampf gehabt zu haben. Allerdings läuft es selten schlecht für uns in Fischbek.

Wir mussten auf Björn und Gregor verzichten, dafür gab Baldur sein Debüt und auch Norbert war wieder mit von der Partie. Um kurz vor halb acht waren wir endlich vollzählig und der Kampf konnte so richtig für uns beginnen.

Norbert spielte zügig, da er etwas Zeit aufholen musste. Shumon begann nicht so aggressiv wie gehofft und das Spiel drohte hier schnell zu verflachen. Bei mir entstand eine bekannte Variante des abgelehnten Damengambits, sodass ich erst nach etwa 15 Zügen ernsthaft nachdenken musste. Peter hatte fest mit Caro‑Kann gerechnet, bekam aber Skandinavisch mit Dd6 vorgesetzt. Bei Claus entstand eine recht scharfe Sizilianisch‑Sweshnikow‑Variante, von der ich null Ahnung habe. Sah gefühlt für beide Seiten schlecht aus. Baldur spielte ebenfalls gegen Skandinavisch und konnte auf f7 rausnehmen, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellen sollte. Marc machte Druck und lief mit seinen Bauern auf die gegnerische Königsstellung zu, während sein gegenüber einfach mal 2 Bauern am Damenflügen mitnahm. Bei Thomas war in der ersten Stunde noch nicht viel passiert, aber auch er spielte anfangs zügig, um den leichten Zeitnachteil auszugleichen.

Nach 2 Stunden gab es bereits Tendenzen und Ergebnisse. Baldurs Läufer wurde einfach gefangen und die Partie war um. Shumon erhielt bereits das zweite Remisangebot. Das erste sollte er ablehnen und noch weiter spielen, aber im verbleibenden Turmendspiel war wohl nicht viel zu holen, auch wenn er optisch besser stand. Claus hatte in der Zwischenzeit einen Bauern gegeben, um Spiel zu erhalten. Außerdem besaß er einen weit vorgerückten Zentrumsbauern, den es zu halten galt. Bei mir tauschte sich viel Material ab und es blieb ein Doppelturmendspiel plus Springer. Mein Gegner stand etwas aktiver, aber ich hatte alle Einbruchsfelder sicher unter Kontrolle. Thomas machte währenddessen remis und war damit nicht unzufrieden, da er, nach eigener Aussage, so billig aus der Nummer rauskam. Peter versuchte sich im Königsangriff und sein Gegner tat es ihm gleich. Bei unterschiedlichen Rochaden war es nicht abzusehen, wer schneller sein würde. Einzig Norbert stand richtig gut. Mit weit vorgerückten e&f‑Bauern drohte er permanent, Material zu gewinnen. Wir lagen weiterhin 1:2 zurück und hatten nur eine gute Stellung.

In der dritten Stunde geriet Claus weiter unter Druck und es sah nicht so aus, als ob hier noch was gehen würde. Sein Bauer war arg gefährdet und sein Gegner begann gegen den König zu spielen. Peter schaffte es, den König seines Gegners freizulegen, aber sein eigener König geriet selbst in einen starken Angriff. Ich meine, kurzzeitig einen Mehrbauern für Peter gesehen zu haben, aber auf die Anzahl der Bauern kam es hier zur Zeit nicht an. Norbert verwertete seinen Vorteil sicher, indem er seinen Springer gegen die g‑ und h‑Bauern opferte und danach mit Dame und Turm quasi undeckbar matt drohte. Der Ausgleich war allerdings nur von kurzer Dauer, da bald darauf Claus die Segel streichen musste. Mit einem Bauern im Nachteil war das Matt nur durch ein Figurenopfer zu verhindern. Fischbek lag also wieder 3:2 vorne. Bei mir war ein spannendes Endspiel entstanden. Beide Seiten hatten Drohungen gegen den König und niemand traute sich, einen angegriffenen Bauern zu schlagen, weil die Aktivität des Gegners dann wohl entscheidend geworden wäre. Marc hatte inzwischen 4 Bauern weniger, aber immerhin eine Qualität dafür. Objektiv stand er allerdings klar schlechter. Peter versuchte alles, um zu gewinnen, musste aber selber aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen. Die gegnerische Dame auf a3 war zwar eingesperrt, drohte aber trotzdem immer was. Mein Gegner überlegte eine Weile und entschloss sich eine Variante mit Dauerschach zu spielen, da dies bereits das 3,5:2,5 bedeuten würde und es nicht danach aussah, dass wir noch viele Punkte machen würden. Vielleicht hätte er noch einen anderen optisch guten Zug ausprobieren sollen. Das sah unangenehm aus, die Engine zeigt danach zwar auch Ausgleich an, aber wer weiß, ob ich das am Brett gefunden hätte.

Die letzte Stunde musste die Entscheidung bringen. Peter einigte sich mit seinem Gegner auf die Punkteteilung, da keiner der beiden Spieler noch Fortschritte erzielen konnte. Jetzt lag es an Marc. Mit einer Qualität gegen mittlerweile 5 Bauern, sah es hier aber auch eher finster aus. Dank Mithilfe des Gegners konnte Marc ein starkes Schach geben, wonach eine kleine Taktik möglich war. Zurück blieb bei Marc Dame + Bauer und bei seinem Gegner Läufer + 6 Bauern. Die Dame ist hier doch deutlich stärker und konnte durch Schachgebote schnell Vorteile erzielen. Nach einigen Zügen war die Partie um und wir hatten, wenn auch glücklich, einen Mannschaftspunkt geholt.

Nach drei Runden sieht es sehr gut aus, mal sehen, was noch geht.

(Marco Hanssen)

↑
↓
4. Runde
03.03.2017 Königsspringer Hamburg 3 SV Blankenese 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Marcus Scheele ½ : ½
2 Gregor Seifer Stefan Wolff 1 : 0
3 Baldur Schroeter Berthold Riering 0 : 1
4 Dr. Claus Goetz Wolfgang Engelhardt ½ : ½
5 Peter Knops Bernd‑Holger Meister ½ : ½
6 Shumon Akram Dieter Steinwender ½ : ½
7 Bastian Samm Stefan Kraft 0 : 1
8 Karin Chin Jakob von Rosen 0 : 1

24.02.2017 Hamburger SG BUE SV Eidelstedt 6 : 2
23.02.2017 SK Union‑Eimsbüttel 2 SV Blankenese 2 :
24.02.2017 SK Johanneum Eppendorf 3 TV Fischbek 3 : 5
28.02.2017 FC St. Pauli 4 Hamburger SK 6 :

Insgesamt eher dünn

Berichte direkt nach Ende des Kampfes schreiben ist immer eine emotionale Sache. Insbesondere dann, wenn es nicht gut gelaufen ist. Siehe meinen Bericht aus der Jugendbundesliga‑Saison 2009/2010 gegen Salzgitter. Ich versuche es trotzdem mal:

Letzte Runde haben wir nach einem miserablen Start mit einer Menge Glück noch einen Mannschaftspunkt aus Fischbek entführt. Diesmal sollte es ganz ähnlich laufen. Also zumindest der Teil mit dem miserablen Start. Denn ähnlich wie auch schon gegen Fischbek hat Baldur nach ungefähr einer Stunde verloren. Nach eigener Aussage ist er aus dem ›Ich‑kenne‑diese‑Stellung‑auswendig‹‑Modus erst rausgekommen, als es schon zu spät war. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass er in den nächsten Runden zu alter Form zurückfindet. Auch die übrigen Stellungen verheißen schnell wenig Gutes. Claus hat in vormals komfortabler Stellung eine Figur eingestellt, zumindest hat er einen Hauch von Kompensation. Bei mir kommt eine Fopp‑Variante aufs Brett, die ich zwar länger kenne als mein Gegner, aber nicht weit genug, um für den geopferten Bauern ausreichend Gegenspiel zu entwickeln. Immerhin ist meine Zeit besser. Das Remisangebot meines Gegners nach ungefähr drei Stunden muss ich trotzdem wohl oder übel annehmen, ich stehe klar schlechter. Auch ansonsten sieht es eher mäßig aus. Basti verwaltet einen Trümmerhaufen mit schlechter Bauernstruktur und eingesperrtem Läufer, Karin fischt in der Drachenvariante mit Weiß im Trüben.

Wenig später verliert Basti, danach folgt jedoch ein kurzes Aufbäumen: Claus bekommt in vermutlich tot verlorener Stellung ein Remisangebot geschenkt, Gregor hat inzwischen eine Qualität gewonnen und schickt sich an, diese zusammen mit der vorhandenen Aktivität in einen Punkt umzumünzen. Bei Thomas ist eine Stellung mit geschlossenem Zentrum entstanden, in der er auf der halboffenen c‑Linie etwas Druck entfalten kann. Auch Peter kann einen leichten Vorteil verbuchen, der sich bald in einem Mehrbauern niederschlägt. Sollte doch noch etwas gehen? Dieser Traum zerplatzt ab elf Uhr Stück für Stück. Erst gelingt es Peter mit wenigen Minuten Restbedenkzeit, wohlbemerkt bereits nach der Zeitkontrolle, nicht, bei sich reduzierendem Material zu verhindern, dass der Gegner für Peters letzten Bauern den Springer opfert, sodass diese Partie remis endet. Karin ist derweil auch unter die Räder gekommen. Ein klassisches Quallenopfer auf c3 hatte Schwarz entscheidenden Vorteil gebracht. Mit Turm gegen Turm und zwei Bauern kämpft sie zwar noch bis nach halb zwölf, aber leider vergebens. Dafür hat Gregor einen souveränen Sieg eingefahren und betreibt somit Schadensbegrenzung, was das Brettpunktekonto angeht. Es passt zum Verlauf, dass auch Thomas seinen Vorteil nicht verwerten kann, sondern in ein Bauernendspiel mit Mehrbauern abwickelt, dass um 23:58 Uhr remis gegeben werden muss.

Insgesamt ein Kampf, bei dem wir als Mannschaft deutlich unter unseren Möglichkeiten geblieben sind. Peter hatte das schon früh geahnt. Nach zwei Stunden murmelte er mir zu: »Der Kampf läuft ja völlig an uns vorbei.« Recht hatte er. Jetzt heißt es: Mund abwischen, weitermachen. Gegen Blankenese 2 bekommen wir Ende März die Möglichkeit, uns für diese Runde zu revanchieren.

(Shumon Akram)

↑
↓
5. Runde
29.03.2017 SV Blankenese 2 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Vereinshaus THCC Rot‑Gelb, Hemmingstedter Weg 140, 22609 Hamburg

1 Holm Schröder Thomas Wiltafsky 0 : 1
2 Alfred Manke Marc Lohse 0 : 1
3 Bijan Tarbiat Peter Knops ½ : ½
4 Volker Schilling Shumon Akram 0 : 1
5 Bahaa Hashem Björn Frontzek + :
6 Valeriya Kotyk Bastian Samm ½ : ½
7 Uwe Döring Finn‑Thore Lenz ½ : ½
8 Gerhard Kraft Justus Streich 1 : 0

28.03.2017 Hamburger SK 6 Hamburger SG BUE 6 : 2
24.03.2017 TV Fischbek FC St. Pauli 4 :
22.03.2017 SV Blankenese SK Johanneum Eppendorf 3 5 : 3
27.03.2017 SV Eidelstedt SK Union‑Eimsbüttel 2 5 : 3
↑
↓
6. Runde
21.04.2017 Königsspringer Hamburg 3 SV Eidelstedt :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Dr. Jan Peter Schmidt David Ravina 1 : 0
2 Thomas Wiltafsky Carsten Dumjahn 0 : 1
3 Dr. Claus Goetz Jörg Müller 0 : 1
4 Peter Knops Mirko Kurzynsky 1 : 0
5 Marco Hanssen Jan Stenzel 1 : 0
6 Shumon Akram Volker Melde ½ : ½
7 Bastian Samm Lasse Weißhorn 0 : 1
8 Christian Conrad Mario Kruse 1 : 0

21.04.2017 Hamburger SG BUE SK Union‑Eimsbüttel 2 2 : 6
07.04.2017 SK Johanneum Eppendorf 3 SV Blankenese 2 5 : 3
04.04.2017 FC St. Pauli 4 SV Blankenese 5 : 3
11.04.2017 Hamburger SK 6 TV Fischbek 4 : 4

Spannender Kampf gegen Eidelstedt

In der sechsten Runde hatten wir Eidelstedt zu unserem letzten Heimkampf zu Gast. Unsere Aufstellung war recht gut, da wir zwar auf Gregor, Marc und Baldur verzichten mussten, dafür aber mit Petzi und Conny starken »Ersatz« aufstellen konnten. Auch Eidelstedt brachte eine gewohnt starke Truppe an den Start, sodass man auf einen spannenden Kampfverlauf hoffen konnte.

Nach etwa 90 Minuten mussten wir leider die erste Niederlage hinnehmen. Was genau bei Claus passiert war, kann er sicherlich besser erklären als ich. Soweit ich weiß, hat er einen Bauern mitgenommen, woraufhin sein Gegner eine Menge Spiel bekam, was partieentscheidend war. An den andern Brettern zeichneten sich noch keinerlei Tendenzen ab. Komplizierte Stellungen bei Petzi, Thomas, Basti und Shumon. Ausgleich bei mir, Conny hatte immer Drohungen und Peter wohl einen Bauern weniger für gutes Spiel.

Etwa gegen 22:30 Uhr fragte Shumon, ob er remis anbieten dürfe. Die Stellung war etwas verflacht, daher hatte ich keine Einwände, zumal Conny inzwischen eine Figur für einen Bauern gewonnen hatte. Die taktischen Motive, welche immer in der Luft lagen, führten wohl zum Materialgewinn. Basti kam zusehens in Zeitnot, hatte aber ebenfalls mindestens einen Bauern mehr. Bei Thomas konnte ich die Stellung schwer einschätzen, ging aber davon aus, dass er langfristig den weit vorgerückten b‑Bauern seines Gegners abholen wollte. Petzis Stellung war kompliziert. Sein Gegner hatte einige schwache Bauern, aber immer Druck gegen Petzis Königsstellung. Peter schien den Bauern zurückgewonnen zu haben und es sah so aus, als ob eine Qualität folgen würde. Bei mir war eine Stellung entstanden, in welcher mein Gegner einen weit vorgerückten c‑Bauern hatte, der aber auch mal schwach werden konnte.

Kurz nach der Zeitkontrolle hatte Conny gewonnen und Basti leider in Zeitnot mit Qualle und Bauer mehr die Partie eingestellt. Wir lagen erst einmal 1,5:2,5 zurück, dafür hatte Petzi zwei Bauern mehr. Bei Peter sah es so aus, als ob sein Gegner bald aufgeben würde. Thomas hatte leider eine Qualität geben müssen und sich, nach eigener Aussage, noch ein zweites Mal um den 40sten Zug vertan. Jetzt war es nicht mehr möglich, eine Festung zu schaffen. Ich konnte die Damen vom Brett bekommen und die a‑, b‑ und c‑Bauern meines Gegners für meine beiden Randbauern gewinnen.

Gegen 23:15–23:30 Uhr meldeten erst Petzi und dann Peter ganze Punkte. Jetzt lagen wir 3,5:2,5 in Führung mit einer guten und einer schlechten Stellung. Leider konnte Thomas seine Stellung nicht halten und Eidelstedt konnte zum 3,5:3,5 ausgleichen.

Es blieb meine Stellung, in der es mir gelang, die Springer zu tauschen und in ein Doppelläuferendspiel mit Mehrbauer abzuwickeln. Die Stellung war in dieser Phase immer für mich gewonnen, aber bei schwindender Zeit beider Spieler wurden hier mehrfach Ungenauigkeiten auf beiden Seiten begangen. Letztendlich konnte ich mit 3 Minuten auf der Uhr den ganzen Punkt einfahren und so den Mannschaftssieg sicherstellen.

Es war ein knapper Kampf, aber der Sieg ist nicht unverdient, da zumindest bei Basti viel Pech dabei gewesen ist. Mit mittlerweile 9 Mannschaftspunkten stehen wir besser da als erwartet und gehen die kommenden Runden entspannt an.

(Marco Hanssen)

↑
↓
7. Runde
04.05.2017 SK Union‑Eimsbüttel 2 Königsspringer Hamburg 3 6 : 2
19:00 Uhr, Hamburg‑Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg

1 Thomas Jung Thomas Wiltafsky 0 : 1
2 Markus Winter Baldur Schroeter ½ : ½
3 Ralf‑Dieter Urban Dr. Claus Goetz 1 : 0
4 Karlheinz Leonardi Peter Knops 1 : 0
5 Jörg Nielsen Marco Hanssen 1 : 0
6 Klaus‑Martin Rehm Shumon Akram 1 : 0
7 Dirk Hasenbank Björn Frontzek 1 : 0
8 Karsten Seelbach Norbert Schönfisch ½ : ½

28.04.2017 TV Fischbek Hamburger SG BUE :
26.04.2017 SV Blankenese Hamburger SK 6 :
03.05.2017 SV Blankenese 2 FC St. Pauli 4 2 : 6
28.04.2017 SV Eidelstedt SK Johanneum Eppendorf 3 :
↑
↓
8. Runde
12.05.2017 Hamburger SG BUE Königsspringer Hamburg 3 2 : 6
19:00 Uhr, CVJM‑Haus, An der Alster 40, 20099 Hamburg

1 Christian Joecks Dr. Jan Peter Schmidt ½ : ½
2 Volker Tatenhorst Dr. Claus Goetz : +
3 Amran Mojo Pahit Parindra Peter Knops 0 : 1
4 Klaus‑Dieter Meyer Marco Hanssen 0 : 1
5 Helmut Amara‑Sellack Shumon Akram 0 : 1
6 Dr. Friedrich Becker‑Bertau Daniella Wagner 1 : 0
7 Michael Harasim Christian Conrad 0 : 1
8 Hans‑Heinrich Runge Christian Melde ½ : ½

12.05.2017 SK Johanneum Eppendorf 3 SK Union‑Eimsbüttel 2 2 : 6
30.05.2017 FC St. Pauli 4 SV Eidelstedt :
16.05.2017 Hamburger SK 6 SV Blankenese 2 5 : 3
12.05.2017 TV Fischbek SV Blankenese 4 : 4

Starker Auftritt bei der HSG BUE

In Runde acht ging es zur abstiegsbedrohten HSG an die Alster. Da ich auf einige Spieler verzichten musste, um der Landesliga die bestmögliche Aufstellung in den entscheidenden letzten zwei Runden zu ermöglichen, musste wieder etwas improvisiert werden. Das Wichtigste vorweg: Die Landesliga konnte mit einem knappen Sieg und einer Niederlage die Klasse halten, herzlichen Glückwunsch dazu. Ohne Thomas, Baldur, Gregor und Björn, dafür mit Petzi, Conny, Daniella und Christian ging es zur HSG. Funfact: Christian habe ich zufällig beim Ehemaligenturnier angesprochen, ob er spielen kann und Daniella sogar erst rund 24 Stunden vorher.

Nach einer Stunde führten wir, da Claus an Brett zwei keinen Gegner bekommen sollte. Nicht viel los an den anderen Brettern währenddessen. Petzi, Christian, Peter und Daniella spielten normale Schachpartien. Ich hatte in der Cambridge‑Springs‑Variante einfach einen Bauern gewonnen und angenehmes Spiel. Shumon konnte sogar zwei Leichtfiguren für einen Turm einsammeln. Conny hatte ein wenig Druck und eine angenehmen Stellung.

Nach etwa 2,5 Stunden gab es weitere Tendenzen und Ergebnisse. Leider hatte Daniella ihre Partie verloren. Sie stand etwas gedrückt, aber warum es direkt aus war, habe ich leider nicht mitbekommen. Conny hatte eine glatte Figur mehr und steuerte auf den Sieg zu. Ich konnte meine Stellung weiter verbessern und meinen König in Sicherheit bringen. Bei Peter entwickelte sich eine interessante Partie, Shumon hatte einfach zwei Figuren für einen Turm. Petzi schien mir zwischenzeitlich einen Bauern weniger zu haben, da bin ich mir jedoch nicht sicher. Auch sah es so aus, als ob er den Bauern jederzeit zurückgewinnen könnte, aufgrund seiner aktiven Stellung. Was macht eigentlich Christian? Der hat immer noch eine ausgeglichene Stellung und versucht in Vorteil zu kommen.

Nach etwa 3 Stunden besorgt Conny uns die erneute Führung und Petzi mach remis, um selbige zu konservieren. Laut seiner Aussage hat er remis gemacht, da er davon ausging, dass wir den Kampf 4,5 zu 3,5 gewinnen werden. Solche Rechnereien klappen vielleicht in der Oberliga, aber nicht hier. Shumon steuerte zu diesem Zeitpunkt auch auf den Sieg zu und ich hatte bereits 2 Mehrbauern. Das wären 4,5 Punkte, aber es spielen ja noch Peter und Christian. Peter hatte eine Figur für 2 Bauern geopfert und fischte noch etwas im Trüben. Christian hingegen hatte einen starken Freibauern auf der dritten Reihe, sein Gegner dafür 2 verbundene Freibauern am Damenflügel.

In der vierten Stunde fiel die Entscheidung zu unseren Gunsten. Ich konnte einen dritten Bauern gewinnen und in ein ungleichfarbiges Laüferendspiel abwickeln, welches sich mein Gegner nicht mehr lange zeigen ließ. Kurz darauf konnte Shumon in ein einfach gewonnenes Bauernendspiel abwickeln, bei dem sein Bauer 3 Züge vorm gegnerischen Bauern das Umwandlungsfeld erreichen würde. Das war der Mannschaftssieg, was jetzt folgte, war wieder ein wenig aus dem Kuriositätenkabinett. Christian hatte erst einen etwas komplizierten Figurengewinn ausgelassen, aber dafür seinen Freibauern einfach eingestellt. Hier war nicht mehr viel zu erwarten. Peter konnte einiges an Material tauschen und hoffte auf ein Remis, musste aber noch dafür kämpfen. Sein Gegner tappte dann in die letzte Falle, die die Partie noch hergab, indem er Dxb3 spielte. Mit einem König auf e5 und einem Springer auf d5 war der Zug Dg8+ von Peter einfach ein Damengewinn. Peters Gegner konnte das kaum fassen, was ihm da passiert war, lachte aber nach einer Minute bereits wieder über seinen fatalen Einsteller. Zu guter Letzt konnte Christian sich mit seinem Gegner auf remis einigen. So steht am Ende ein zu hoher Mannschaftssieg von 6:2 für uns zu Buche.

In der letzten zentralen Runde geht es gegen den SKJE. Mal sehen, was hier für uns drin ist. Bei einem Sieg sind wir sicher unter den ersten 3 Mannschaften.

(Marco Hanssen)

↑
↓
9. Runde
16.06.2017 Königsspringer Hamburg 3 SK Johanneum Eppendorf 3 5 : 3
19:00 Uhr, SVE‑Sportzentrum, Redingskamp 25, 22523 Hamburg

1 Dr. Jan Peter Schmidt Swen Neander ½ : ½
2 Thomas Wiltafsky Mika Seidel ½ : ½
3 Gregor Seifer Leonard Killgus : +
4 Dr. Claus Goetz Karl‑Ömer Tosunoglu 1 : 0
5 Peter Knops Armin Schmidt ½ : ½
6 Marco Hanssen Thomas Schiller 1 : 0
7 Shumon Akram Lenard Neander ½ : ½
8 Christian Conrad Oskar Neumann 1 : 0

16.06.2017 SV Blankenese Hamburger SG BUE 6 : 2
16.06.2017 SV Blankenese 2 TV Fischbek 2 : 6
16.06.2017 SV Eidelstedt Hamburger SK 6 :
16.06.2017 SK Union‑Eimsbüttel 2 FC St. Pauli 4 3 : 5

Abschlussbericht der Saison

Zur letzten Runde hatten wir unseren »Heimkampf« als zentrale Abschlussrunde beim SV Eidelstedt. Kurzum, das Erlebnis an sich und die Idee gefallen mir gut, aber es war recht laut. Für uns ging es theoretisch noch um den Aufstieg, aber vor allem darum, ein gutes Saisonergebnis zu erzielen.

Doch nun zum Kampfverlauf: Leider bekam ich am Freitag noch eine krankheitsbedingte Absage von Detlef, sodass wir nur zu siebt antraten. Unsere Aufstellung war dennoch stark, da Petzi spielen konnte und Conny ein drittes Mal als Ersatzmann einspringen konnte. Zu siebt, aber mit einem starken Team rechnete ich mir auch hier gute Siegchancen aus.

Nach einer Stunde lagen wir natürlich hinten, hatten aber keine schlechte Stellung auf dem Brett. Ich hatte einen Bauern mehr und mein Gegner musste noch beweisen, dass er Kompensation dafür hatte. Thomas hatte eine sehr taktisch anmutende Stellung, Claus spielte geschlossenen Sizilianer, Peter gegen die Englische Eröffnung. Bei Petzi und Conny war noch nicht viel los, lediglich Shumon konnte an der einen oder anderen Stelle besser spielen.

Um etwa 21:00 Uhr hatte ich mich komplett konsolidiert und einfach einen Bauern mehr. Nach einem Damenausfall meines Gegners kam er schon arg in Bedrängnis. Ich hatte eine Variante gesehen, in der er die Dame gegen Springer und Turm geben muss. Den Bauern bekommt er zwar wieder, aber die Stellung ist nicht schön. Mein Gegner verrechnete sich hier, indem er die Dame opferte und übersah, dass ich einen Zwischenzug hatte, der matt verhindert und nur einen Turm für die Dame gibt. Zwei Züge später gab mein Gegner auf und wir glichen aus.

Kurz darauf kam Claus vorbei und hatte ebenfalls gewonnen. Er konnte einen Springer auf b5 opfern um gefährliche Initiative zu erhalten. Nach einer ungenauen Fortsetzung des Gegners konnte Claus die Rochade verhindern, die Figur zurückgewinnen und 2 Mehrbauern vorweisen. On Top gab es diverse Drohungen, die mindestens eine weitere Qualität kosten würden. Wir führten also 2:1.

Shumon musste mehrere Drohungen abwehren und hatte vielleicht etwas Glück, dass er noch spielte. Kurz darauf fragte er, ob er remis annehmen durfte. Ich verneinte dies, was ihn aber nur umso mehr dazu veranlasste, das Angebot anzunehmen. Conny hatte inzwischen einen beachtlichen Königsangriff aufs Brett gestellt und sollte bald gewinnen. Thomas hatte die Dame für zwei Türme und es war nicht klar, wer hier besser stand. Petzi hatte soeben, laut eigener Aussage, den ersten aktiven Zug seit der Eröffnung gemacht. Peter konnte sich in seiner Partie Vorteile am Damenflügel erspielen und womöglich einen Bauern gewinnen. Alles sah nach einem Sieg aus.

Kurze Zeit später hatte Conny unsere Führung auf 3,5:1,5 ausgebaut und von den drei noch laufenden Partien standen wir nirgendswo schlechter. Thomas einigte sich dann recht zügig auf remis. Er konnte gegen die verdoppelten Türme nicht recht durchbrechen, aber sein Gegner konnte auch nicht aktiv werden, ohne matt zu gehen. Vier Punkte sicher und quasi auch den Mannschaftssieg, da sowohl Peter, als auch Petzi einen schwierig zu verwertenden Mehrbauern besaßen. Petzi hatte als erster keine Lust mehr und bot remis an, was angenommen wurde. Damit war der Sieg unter Dach und Fach. Wenig später bot Peter ebenfalls remis, da er auch wenig Lust hatte, ein Damenendspiel noch lange zu kneten.

Wir haben letztendlich verdient 5:3 gewonnen und ein gutes Ergebnis erzielt und sind am Ende Zweiter geworden, was ein sehr gutes Ergebnis fürs Team darstellt. Das Aufstiegsrecht werden wir dennoch nicht wahrnehmen, da wir keine zwei Landesligen stemmen können.

Jetzt zum wirklich wichtigen Teil: Bedanken möchte ich mich zuallererst bei allen Spielern für Euren Einsatz. Herausheben möchte ich aus der Stammmannschaft Peter, Shumon und Thomas. Diese drei haben alle Kämpfe gespielt und waren immer am Start. Thomas musste einmal in der Landesliga aushelfen, sonst wären es sicherlich auch 100 % gewesen. Ein weiterer Extradank geht an alle Ersatzspieler meines Teams. Insgesamt habt Ihr 16 Partien für mich gespielt und dabei 8,5 Punkte geholt. Ich denke, das zeigt, wie wichtig eine gute Ersatzbank ist.

Zu guter Letzt noch einmal einen Dank an alle, die mich die Saison über unterstützt haben. Ohne Euren Einsatz und Support hätte ich es nicht geschafft. Es hat mir viel Freude bereitet, dieses Team führen zu dürfen. Hoffentlich sehen wir uns zur Saisonabschlussfeier am 30.06.

(Marco Hanssen)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/teams/ksh3.php
23.06.2017, 05:37 (tr)
 
 
 
 
 
 
K
 
Valid HTML
Valid CSS
 
 
F W
TR