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www.kshamburg.de
 
 
Teams: KSH 2
Sonnabend, 23. September 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Teams

KSH 2

KSH 2 · Landesliga Hamburg 2016/17
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 6 6 5 5 5 5 7 5 48,5 18
2. SK Union‑Eimsbüttel 2 4 5 6 4 5 6 41,0 14
3. Hamburger SK 5 2 4 3 4 5 40,0 12
4. FC St. Pauli 2 3 5 4 5 4 38,0 10
5. SK Weisse Dame Hamburg 3 2 4 4 5 34,0 10
6. SV Diagonale‑Harburg 3 4 4 4 36,5 9
7. SK Johanneum Eppendorf 2 3 4 4 4 32,5 5
8. Königsspringer Hamburg 2 3 3 3 4 31,5 5
9. SC Diogenes Hamburg 2 1 2 3 5 26,5 4
10. Hamburger SK 4 3 3 4 3 31,5 3
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Spieler
KSH
2
Mannschaftsführer:
Michael Wolter
A H A H A H A Z Z
DIA
 
HSK
5
SKJ
2
STP
2
UNE
 
SKJ
 
HSK
4
DIO
2
WDH
 
1 Dettmann, Steffen, Dr.   0              
2 Wolter, Michael 1 ½ ½ ½ ½ ½ ½ ½ 0
3 Cremer, Jochen 0 1 ½ 0 0 1 ½ ½
4 Raider, Eugen ½ 0 1 0 0 0 0   0
5 Hloskovsky, Andrei   1 ½ ½     ½    
6 Spät, Alexander ½ 0 0 0 0 ½      
7 Möhrmann, Marcus   0   0 0   1 0 0
8 Pfreundt, Mathis 0 1 ½   ½ 0     ½
9 Lohse, Marc 0     1   ½ ½ ½ ½
10 Hort, Max ½   ½ ½ 1   ½ 1 ½
11 Bruhn, Boris             ½ 1 1
12 Wiltafsky, Thomas               1  
13 Schroeter, Baldur         1 1   0  
14 Knops, Peter                  
15 Lemke, Detlef 1   ½            
16 Melde, Christian                  
17 Kipke, Kevin           ½      
18 Samson, Valentin                  
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1. Runde
16.10.2016 SV Diagonale‑Harburg Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, Schule ›In der Alten Forst‹ (Aula), In der Alten Forst 1 , 21077 Hamburg

1 Christian Zacharias Michael Wolter 0 : 1
2 Christoph Kuberczyk Jochen Cremer 1 : 0
3 Matthias Wasmuth Eugen Raider ½ : ½
4 Gregor Spiess Alexander Spät ½ : ½
5 Martin Becker Mathis Pfreundt 1 : 0
6 Marten Holst Marc Lohse 1 : 0
7 Etienne Doederlein Max Hort ½ : ½
8 Marcel Heymuth Detlef Lemke 0 : 1

13.11.2016 SK Weisse Dame Hamburg SC Diogenes Hamburg 2 :
16.10.2016 Hamburger SK 5 Hamburger SK 4 5 : 3
16.10.2016 SK Johanneum Eppendorf 2 SK Johanneum Eppendorf 3 : 5
16.10.2016 FC St. Pauli 2 SK Union‑Eimsbüttel 3 : 5

Da war mehr möglich

10:27 Uhr: Eintreffen am Spielort, Marc ist schon da.

10:33 Uhr: Der Wecker klingelt bei Eugen.

10:34 Uhr: Der Wecker klingelt bei Alexander.

10:35 Uhr: Max H. trifft ein.

10:37 Uhr: Abgabe der Mannschaftsaufstellung.

10:45 Uhr: Jochen fährt von Harburg Rathaus los, es gibt keinen Mitfahrer für den angebotenen Fahrdienst zum Spielort.

10:58 Uhr: Begrüßung und kleine Einweisung.

Diagonale hat wirklich sehr gute Spielbedingungen. Zusätzlich sind alle Getränke bis auf die eines amerikanischen Brauseherstellers sowie Kekse, Gummibärchen etc. umsonst.

Den Verlauf entnehme man bitte den Diagrammen.

Es gibt keine Lösungen, damit schachlich noch etwas zu tun bleibt und auch klar wird, dass es »am Brett« doch nicht so einfach ist.

Nur ein Hinweis zu Brett 5: Diese Variante analysieren alle Diagonale‑Spieler schon seit Jahrzehnten zusammen mit Shirov (das ist natürlich Pech).

Und nun Diagramme im zeitlichen Ablauf:

Marcel Heymuth – Detlef Lemke










Brett 8: Schwarz am Zug, was der Computer wohl dazu sagt?!

Marten Holst – Marc Lohse










Brett 6: Hier ist (leider) Weiß am Zug

Christoph Kuberczyk – Jochen Cremer










Brett 2: Eine bekannte Stellung, 90 Partien sind veröffentlicht. Weiß spielte nun d5 (Neuerung) und nach exd5 gleich Sxd5 hinterher, was soll Schwarz machen?

Michael Wolter – Christian Zacharias










Brett 1: Weiß am Zug, sieht harmlos aus, aber Schwarz steht sehr bedenklich.

Mathis Pfreundt – Martin Becker










Brett 5: Auch eine bekannte Stellung. Hier spielte der noch bekanntere IM Smikovski (ELO 2554) Lb2 und 0‑0‑0. Aber: Gibt es was Besseres?

Gregor Spiess – Alexander Spät










Brett 4: Schwarz am Zug, die Zeitkontrolle ist geschafft und diese Partie darf nicht verloren gehen. Was nun?

Max Hort – Etienne Doederlein










Brett 7: Die Entscheidungspartie, Stellung nach 5 Stunden Spielzeit. Ist das wirklich Remis?

In diesem Wettkampf gab es mehr Chancen als sonst üblich. In den vorherigen Saisons wurde aus weniger mehr gemacht.

Man wird die Punkte woanders holen müssen, zur Not in Runde 8 und/oder 9.

(Michael Wolter)

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2. Runde
20.11.2016 Königsspringer Hamburg 2 Hamburger SK 5 :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Dr. Steffen Dettmann David Geffrey Meier 0 : 1
2 Michael Wolter Daniel Grötzbach ½ : ½
3 Jochen Cremer Henning Holinka 1 : 0
4 Eugen Raider Sergius Kirsch 0 : 1
5 Andrei Hloskovsky Dr. Frithjof Boog 1 : 0
6 Alexander Spät Dr. Mustafa Fahimi 0 : 1
7 Marcus Möhrmann Helge Colpe 0 : 1
8 Mathis Pfreundt Michael Kotyk 1 : 0

20.11.2016 SC Diogenes Hamburg 2 SK Union‑Eimsbüttel 2 : 6
20.11.2016 SK Johanneum Eppendorf FC St. Pauli 2 :
20.11.2016 Hamburger SK 4 SK Johanneum Eppendorf 2 :
20.11.2016 SK Weisse Dame Hamburg SV Diagonale‑Harburg 4 : 4

Eugen hat Tee getrunken

Nachdem wir in der ersten Runde bereits gegen Diagonale verloren hatten, standen wir nun gegen HSK V bereits ein wenig unter Zugzwang, denn beide Teams gehören eher zu den Schwächeren der Liga. Leider dauerte es wie beim letzten Kampf eine ganze Weile, bis wir vollzählig waren.

Es ging eigentlich gut los, denn Andrei kam nach der Eröffnung in Vorteil und er gewann. Auch Mathis hatte die Stellung besser verstanden und er konnte uns mit einem schön vorgetragenen Königsangriff 2:0 in Front bringen. Da kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen.

Doch dann wendete sich das Blatt. Eugen wurde seine Verspätung zum Verhängnis, er verlor eine interessante Partie im 26. Zug auf Zeit. Marcus spielte eine gewohnt zweischneidige Partie. Mit seinem Angriff ging es am Königsflügel nicht so recht voran und er kam am Damenflügel unter die Räder. Nachdem auch Alexander aufgeben musste, lagen wir leider hinten.

Es gelang mir dann, den Kampf auszugleichen. In einer sizilianischen Kampfpartie wollte mein Angriff trotz (oder wegen?) eines Qualitätsopfers nicht so recht durchschlagen und so half mir mein Gegner mit einer falsch berechneten Variante freundlicherweise. Michael mühte sich in einer langen Partie ziemlich ab und mir war nicht recht klar, wer dieses Springerendspiel eigentlich auf Gewinn spielt. Diese Partie ging als einzige remis aus.

Steffen war in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit zwei Minusbauern geraten. Auch wenn er sich noch lange wehrte, dieses Endspiel hätte nicht mal Carlsen remis halten können. Der entscheidende Bis Point ging leider an den HSK.

Anschließend wurden beim Griechen noch die Wunden geleckt und Eugen musste feststellen, dass es ihm nicht so gut geht. Wenn sogar Eugen schon Tee trinkt, dann muss die Lage wirklich bedauernswert sein.

(Jochen Cremer)

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3. Runde
04.12.2016 SK Johanneum Eppendorf 2 Königsspringer Hamburg 2 4 : 4
11:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Dennis Johannsen Michael Wolter ½ : ½
2 Mark‑Finn Müller Jochen Cremer ½ : ½
3 Mihail Topalov Eugen Raider 0 : 1
4 Ulf‑Simeon Brüning Andrei Hloskovsky ½ : ½
5 Robin Keyser Alexander Spät 1 : 0
6 Simon Enxing Mathis Pfreundt ½ : ½
7 Philipp Keyser Max Hort ½ : ½
8 Daniel Markovic Detlef Lemke ½ : ½

04.12.2016 SV Diagonale‑Harburg SC Diogenes Hamburg 2 :
04.12.2016 Hamburger SK 5 SK Weisse Dame Hamburg :
04.12.2016 FC St. Pauli 2 Hamburger SK 4 4 : 4
04.12.2016 SK Union‑Eimsbüttel SK Johanneum Eppendorf 2 : 6
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4. Runde
15.01.2017 Königsspringer Hamburg 2 FC St. Pauli 2 :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Wolter Christian Hess ½ : ½
2 Jochen Cremer Maik Richter 0 : 1
3 Eugen Raider Jakob Goepfert 0 : 1
4 Andrei Hloskovsky Michael Schütze ½ : ½
5 Alexander Spät Dirk Grote 0 : 1
6 Marcus Möhrmann Luis Martin‑Sommerfeldt 0 : 1
7 Marc Lohse Bernd Wronn 1 : 0
8 Max Hort Torsten David ½ : ½

15.01.2017 SC Diogenes Hamburg 2 SK Johanneum Eppendorf 1 : 7
15.01.2017 Hamburger SK 4 SK Union‑Eimsbüttel :
15.01.2017 SK Weisse Dame Hamburg SK Johanneum Eppendorf 2 :
15.01.2017 SV Diagonale‑Harburg Hamburger SK 5 :
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5. Runde
05.02.2017 SK Union‑Eimsbüttel Königsspringer Hamburg 2 5 : 3
11:00 Uhr, Hamburg‑Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg

1 Thorsten Stelting Michael Wolter ½ : ½
2 Andreas Förster Jochen Cremer 1 : 0
3 Gerrit Voigt Eugen Raider 1 : 0
4 Holger Henrich Alexander Spät 1 : 0
5 Lutz Franke Marcus Möhrmann 1 : 0
6 Ralf Adloff Mathis Pfreundt ½ : ½
7 Dr. Erich Kirschneck Max Hort 0 : 1
8 Detlev Jarnuczak Baldur Schroeter 0 : 1

05.02.2017 Hamburger SK 5 SC Diogenes Hamburg 2 :
05.02.2017 SK Johanneum Eppendorf 2 SV Diagonale‑Harburg 4 : 4
05.02.2017 FC St. Pauli 2 SK Weisse Dame Hamburg 4 : 4
05.02.2017 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK 4 5 : 3

Klassenerhalt per Dekret?

In der fünften Runde sollte beim Auswärtskampf gegen Eimsbüttel etwas Zählbares herausgeholt werden. »Wir können antreten«, begrüßt Michael Max und mich freudestrahlend, als wir am Hamburg‑Haus eintreffen. Na bitte: Der erste Schritt ist also schon mal getan. Da auch Eugen und Alex vergleichsweise nur »leichte« Verspätung aufweisen, ist der Grundstein für einen erfolgreichen Mannschaftskampf gelegt.

Auch die Stellungen stimmen nach der ersten Stunde hoffnungsfroh. Max hat quasi schon gewonnen: Dass man einen derart schnellen Vorteil mit c3‑Siz aufs Brett bekommt, habe ich so schon lange nicht mehr gesehen. Alex spielt stark auf; auch bei mir sieht es nach einem Bauerngewinn gut aus. Die übrigen Stellungen sind zumindest nicht schlechter; einzig Jochen quält sich in der Eröffnung und muss einige Klimmzüge tätigen, um sich Chancen zu bewahren.

Leider geht es nicht so weiter: Als ich das nächste mal dazu komme, mich umzuschauen, hat sich das Blatt gewendet. Zwar hat Max den ganzen Punkt eingefahren, allerdings steht Marcus bereits ziemlich platt. Mathis lässt im Endspiel einige Bauern liegen – da ist es schon Schadensbegrenzung, dass er am Ende in einem Turmendspiel mit nur einem Minusbauern verbleibt. Am heftigsten ist die Wende bei Alex: Eine glatte Gewinnstellung eingestellt – der Punkt geht an Eimsbüttel.

Nachdem Jochen eine Chance zum Ausgleich verpasst, geht auch diese Partie den Bach runter. Marcus streicht ebenfalls die Segel. Als ich meine Partie erfolgreich beenden kann, ist bereits absehbar, dass es nichts mehr werden wird: Ein 2:3‑Rückstand und außer bei Michaels Partie, in der allerdings im Gewinnsinne auch nichts mehr drin ist, können wir über jeden halben Punkt noch froh sein. So kommt es dann auch: Eugen kann sein Endspiel mit einer Dame gegen zwei Türme nicht halten, bei Mathis entscheidet [sic] der gegnerische Mehrbauer. Eine 3:5‑Niederlage steht zu Buche.

Somit haben wir momentan den vorletzten Tabellenplatz inne und stecken mitten im Abstiegskampf. Wie nun den Rest der Saison erfolgreicher gestalten? Pünktlichkeit bei allen Spielern wäre schon einmal ein Anfang – dann passt es eventuell auch besser in den entscheidenen Spielphasen.

Ansonsten greift vielleicht eine andere Strategie, die in verschiedenen Ländern der Welt momentan in vermeintlichen Notsituationen Anwendung findet: Per Dekret entscheide ich, dass die Landesliga nicht absteigt!

So, wäre auch das erledigt.

(Baldur Schroeter)

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6. Runde
19.02.2017 Königsspringer Hamburg 2 SK Johanneum Eppendorf 3 : 5
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Wolter Rüdiger Zart ½ : ½
2 Jochen Cremer Christoph Schröder : +
3 Eugen Raider Frank Behrhorst 0 : 1
4 Alexander Spät Hendrik Schüler ½ : ½
5 Mathis Pfreundt Birger Wenzel 0 : 1
6 Marc Lohse Peter Wirthgen ½ : ½
7 Baldur Schroeter Bernd Kussin 1 : 0
8 Kevin Kipke Andrej Zobel ½ : ½

19.02.2017 SC Diogenes Hamburg 2 Hamburger SK 4 5 : 3
19.02.2017 SK Weisse Dame Hamburg SK Union‑Eimsbüttel 2 : 6
19.02.2017 SV Diagonale‑Harburg FC St. Pauli 2 :
19.02.2017 Hamburger SK 5 SK Johanneum Eppendorf 2 4 : 4

In der Talsohle

Der Titel deutet es schon an: Die sechste Runde gegen den Tabellenführer SKJE 1 brachte keine Mannschaftspunkte für unser Landesligateam ein. Wie kam es dazu?

Das Vorspiel gestaltet sich in der Hinsicht als unglücklich, als dass sowohl die erste Mannschaft Ersatzspieler benötigt, Andrei ausfällt und Ersatzspieler zu diesem Termin kaum verfügbar sind. Als dann Jochen kurzfristig krankheitsbedingt absagt, ist Folgendes klar:

  1. Vor Kampfbeginn steht es schonmal 1:0 für die Gegner.
  2. Eugen und Alex müssen ausgeruht und pünktlich erscheinen, sonst kann es da nix werden.
  3. Kevin kommt zu seinem ersten Landesligaeinsatz.

Punkt 2 funktioniert fast. Das reicht leider nicht ganz: Alex ist zwar um 11:05 Uhr am Brett, gerät aber gegen Hendrik schnell in taktische Verwicklungen, bei denen er die Dame gegen einen Turm + Figur lässt. Der weitere Partieverlauf ist etwas unübersichtlich: Als Zuschauer habe ich das Gefühl, dass diese Stellung nur mit Glück zu halten ist.

An den anderen Brettern sieht es wie folgt aus: Eugen hat viele Bauern sowie ganz häufig den Turm gezogen (und 20 Minuten eingebüßt). Das ist schon häufiger geschehen, scheint sich aber in diesem Fall nicht im Bereich einer ausgeglichenen Stellung abzuspielen. Kevin hat die Eröffnung solide gestaltet und wickelt in ein Endspiel mit leicht besseren Möglichkeiten ab. Hier kann wenig anbrennen. Michael bewegt sich stets randseitig knapp an der Remisgrenze entlang, so wie die Fans es erwarten.

Zu meiner Partie lässt sich zu diesem Zeitpunkt folgender Verlauf feststellen: Ganz gut aus der Eröffnung gekommen, dann etwas Not am Damenflügel. Nach 20 Zügen haben sowohl mein Gegner als auch ich noch ca. 20 Minuten auf der Uhr und es ist kompliziert.

Mathis verliert dann seine Partie: Hier habe ich nicht so viel mitbekommen, außer dass es zwischendurch mal 2 Türme gegen die Dame für Mathis gab, aber mir die Stellung aufgrund der Schwächen nicht so gefiel.

Kevin erreicht ungefährdet ein Remis in seinem ersten Landesligaspiel: Zu dem Zeitpunkt ist es das 0,5:2,5 gegen uns, aber auf jeden Fall eine gute Leistung und ein schönes Ergebnis zum Debüt! Alex schafft ein Remis, das nach meinem Dafürhalten nach dem Partiestart eher als günstig zu bewerten ist. Bei mir wird derweil fleißig abgewickelt: Mein Gegner verpasst bei knapper werdender Zeit einige Chancen und auf einmal fügt sich alles: Meine Figuren stehen harmonisch und die nächsten Züge spielen sich fast von selbst – der Anschlusstreffer folgt bald.

Nachdem Michael das solide (?) Remis einfährt, spielen noch Marc und Eugen. Während Marc einen Turm + Springer + Bauer gegen den Turm + ein paar Mehrbauern des Gegners hat, muss Eugen ein Endspiel mit einer Qualität weniger verwalten. Bei Marc wird es kein Sieg, denn: Turm + Springer gegen den Turm reichen nicht zu mehr als einem Remis. Eugen hat sich zwischendurch noch einmal ein paar Foppchancen ausgerechnet, aber objektiv war wohl nicht viel drin und so geht diese Partie verloren.

Das 3:5 mit sieben Mann und nicht in Bestbesetzung ist ein Ergebnis, das aller Ehren wert ist. Diese Erkenntnis hilft uns zunächst allerdings auch nicht weiter, haben wir momentan doch die rote Laterne inne.

Das Ziel ist demnach klar: Ab der nächsten Runde kümmern wir uns dann um die Mannschaftspunkte! Die gute Nachricht lautet: Wenn man in der Talsohle angekommen ist, führt der Weg nur noch nach oben. Oder?

(Baldur Schroeter)

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7. Runde
23.04.2017 Hamburger SK 4 Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Teodora Rogozenco Michael Wolter ½ : ½
2 Bernhard Jürgens Jochen Cremer 0 : 1
3 Jakob Pajeken Eugen Raider 1 : 0
4 Anja Hegeler Andrei Hloskovsky ½ : ½
5 Alexander Baberz Marcus Möhrmann 0 : 1
6 Martin Sechting Marc Lohse ½ : ½
7 Christoph Engelbert Max Hort ½ : ½
8 Dr. Helge Hedden Boris Bruhn ½ : ½

23.04.2017 SK Johanneum Eppendorf 2 SC Diogenes Hamburg 2 :
23.04.2017 FC St. Pauli 2 Hamburger SK 5 5 : 3
23.04.2017 SK Union‑Eimsbüttel SV Diagonale‑Harburg 4 : 4
23.04.2017 SK Johanneum Eppendorf SK Weisse Dame Hamburg 5 : 3

Eine Punkteverdreifachung zur rechten Zeit

In dieser Runde haben wir etwas aufgerüstet: Boris hat seinen Schiedsrichtereinsatz in der 2. Bundesliga abgesagt und ist dafür ans 8. Landesligabrett geeilt. Vielen Dank dafür! Ein zusätzlicher Pluspunkt: Praktisch mit dem Spielbeginn vollzählig. Das ist an sich selbstverständlich, muss aber hier doch positiv erwähnt werden.

Zum eigentlichen Spielverlauf: Auch der HSK hat etwas aufgerüstet und die nominell stärksten »Ersatzspieler« ins Rennen geschickt. Boris durfte ein Kurzremis machen und Eugen stand schnell auf Verlust und hat dann auch glatt verloren. An den anderen Brettern nichts, was irgendwie verwertbar erschien.

Sie wankten, fielen aber nicht: Andrei an 4, sehr bedenklich, Max an 7, Marc an 6, Marcus an 5 und etwas Michael an 1.

Die Wende erfolgte bei Marcus, ein bis zwei Tempoverluste führten in einen Qualitätsgewinn und dann wurde dort auch noch eine Figur eingestellt. Gut auch das von Jochen abgelehnte Remisangebot, bei ungleichfarbigen Läufern gab es mächtig Angriff und den verdienten Punkt. Marc machte dann nach fünfeinhalb Stunden Spielzeit das 4,5:3,5 perfekt.

Mit 3 Mannschaftspunkten ist KSH 2 immer noch Letzter, aber der Kreis der Abstiegskandidaten hat sich von 3 auf 4 Mannschaften erweitert. Die Abstände sind sehr knapp und der Klassenerhalt aus eigener Kraft ist wieder möglich.

(Michael Wolter)

↑
↓
8. Runde
13.05.2017 SC Diogenes Hamburg 2 Königsspringer Hamburg 2 :
14:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Thomas Rieling Michael Wolter ½ : ½
2 Wolfgang Hohlfeld Jochen Cremer ½ : ½
3 Ralf Hein Marcus Möhrmann 1 : 0
4 Christian Kalla Marc Lohse ½ : ½
5 Tom‑Frederic Wölk Max Hort 0 : 1
6 Sylvin Müller‑Navarra Boris Bruhn 0 : 1
7 Peter Gröppel Thomas Wiltafsky 0 : 1
8 Kai Schoenwolff Baldur Schroeter 1 : 0

13.05.2017 SK Weisse Dame Hamburg Hamburger SK 4 :
13.05.2017 SV Diagonale‑Harburg SK Johanneum Eppendorf 3 : 5
13.05.2017 Hamburger SK 5 SK Union‑Eimsbüttel 4 : 4
13.05.2017 SK Johanneum Eppendorf 2 FC St. Pauli 2 :

Abstiegskampf, Teil 1: »Turmendspiele, Turmendspiele«

Nach dem Sieg in der 7. Runde, mit dem wir mal eben unsere Mannschaftspunkte verdreifacht hatten, ging es in dem Abschlusswochenende der Landesliga für uns um den Klassenerhalt. Glücklicherweise gibt es keinen Hamburger Absteiger aus der Oberliga, so dass bereits der 8. Platz für den Klassenerhalt ausreichend war. Trotz des letzten Tabellenplatzes war unsere Ausgangslage nicht mal so schlecht, da wir mit Diogenes II heute noch einen direkten Konkurrenten als Gegner hatten. Die Tabelle nach Runde 7 sah so aus:

(Grafik)
Quelle: Hamburger Schachverband

Für die 8. Runde hatten wir mit Boris, Thomas und Baldur (vielen Dank!) so stark wie nur möglich aufgestellt. Und der Kampf sollte einiges bieten:

Bei Michael, Boris und mir verläuft die Eröffnung zunächst in ruhigen Bahnen, Marc gewinnt zwar einen Bauern, muss aber leider eine sehr passive Stellung verteidigen. Max opfert einen Bauern, Thomas steht angenehm. Baldur spielt wohl zum ersten Mal Sizilianisch, da Kai Schoenwolff den Sizilianer ja ohnehin immer geschlossen spielt. Irgendwie werde ich dabei ein wenig nervös, denn so ein bisschen muss man den Stellungstyp doch kennen, denke ich. Er wird’s schon schaffen.

Schnell gewinnt Thomas in bereits vorteilhafter Stellung, da Peter Gröppels Handy klingelt. Seine Beteuerungen – »Ich schwöre, ich hab’s ausgemacht.« – nutzen nichts. Marcus’ Qualitätsgewinn La3xf8 sieht zwar gut aus, doch nach Ralf Heins kühler Antwort d4-d3 hängen sowohl der Turm auf a1 als auch die Läufer auf e2 und f8 – das sieht gar nicht gut aus. In der Folge verliert Marcus dann auch bald. Boris bringt uns dann in Führung, die lange Rochade war dem Gegner gar nicht gut bekommen. Schließlich kann Michael ein Remis beisteuern, allzu Dramatisches war hier nicht geschehen. Max hat sein Turmendspiel sauber vorgetragen und aus einem Minusbauern einen Plusbauern gemacht, schließlich überschreitet der Gegner im 40. Zug die Zeit, was ihm eine Menge Arbeit erspart. Bei Baldur bewahrheiten sich meine Bedenken leider, denn er kann dem Angriff am Königsflügel in Zeitnot nicht genug entgegensetzen und gerät unter die Räder.

Somit steht es nun 3,5:2,5 und die Entscheidung fällt an Marcs und meinem Brett. Ich hatte im Mittelspiel eine Variante zwar richtig berechnet, aber falsch eingeschätzt und konnte mich glücklich schätzen, überhaupt noch ein Endspiel erreicht zu haben. Wir hatten nun beide ein Turmendspiel mit Minusbauer und es war nun ziemlich wahrscheinlich, dass genau daran nun der Klassenerhalt hängt.

Wolfgang Hohlfeld – Jochen Cremer










vor dem 40. Zug von Weiß

Mit dem letzten Zug vor der Zeitkontrolle greift Weiß hier fehl. Nach 40. Ta1 wären die weißen Gewinnchancen deutlich besser als nach der Partiefortsetzung 40. Tf3? gewesen, da Weiß hier hinter dem Freibauern steht.

Christian Kalla – Marc Lohse










vor dem 46. Zug von Schwarz

Ich sehe gerade aufs Brett, als Marc 46. … f6 (!?) zieht. Es entlockt mir ein Lächeln, denn nach 47. exf6+ ist das Endspiel remis – doch mein Lächeln erfriert: Was macht Schwarz eigentlich nach 47. Kg6? Die schwarze Stellung wäre total verloren.

Die nächsten 30 Sekunden werden schier endlos, doch zu meiner großen Erleichterung greift der Gegner schnell auf f6 zu und die Partie endet bald remis. Hinterher sollte sich herausstellen, dass Marc hier alles richtig gemacht hatte: Die Diagrammstellung korrekt als verloren eingeschätzt, alle Varianten richtig berechnet und noch einen listigen letzten Fopp versucht. Ingo Wilms hätte daran sicherlich seine wahre Freude gehabt.

Zu guter Letzt versucht mein Gegner nochmal zu gewinnen. Aber mit seinem passiven Turm hat er keine Freude mehr. Schließlich kann ich im 61. Zug auf Zugwiederholung reklamieren, ohne mich wirklich verausgabt zu haben. Gewonnen!

(Jochen Cremer)

↑
↓
9. Runde
14.05.2017 Königsspringer Hamburg 2 SK Weisse Dame Hamburg 3 : 5
11:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Michael Wolter Aleksandar Trisic 0 : 1
2 Jochen Cremer Peter‑René Mandelbaum ½ : ½
3 Eugen Raider Vincent Heinis 0 : 1
4 Marcus Möhrmann Lars Schiele 0 : 1
5 Mathis Pfreundt Christian Purniel Umpierre ½ : ½
6 Marc Lohse Georg Lansky ½ : ½
7 Max Hort Daniel Lam ½ : ½
8 Boris Bruhn Dustin Opasiak 1 : 0

14.05.2017 FC St. Pauli 2 SC Diogenes Hamburg 2 5 : 3
14.05.2017 SK Union‑Eimsbüttel SK Johanneum Eppendorf 2 :
14.05.2017 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK 5 6 : 2
14.05.2017 Hamburger SK 4 SV Diagonale‑Harburg :

Abstiegskampf, Teil 2: »Glück gehabt!«

Nach dem Sieg vom Vortag hatte sich unsere Position sichtlich verbessert: Wir standen auf dem rettenden 8. Platz mit 5 Mannschaftspunkten, nur einen Brettpunkt hinter SKJE II. Hinter uns waren noch HSK IV mit 4 MP und Diogenes II mit 3 MP. Ein Punkt gegen Weisse Dame in der letzten Runde bringt uns ziemlich sicher den Klassenerhalt, vielleicht reicht auch eine knappe Niederlage.

Am Brett rechts neben mir spielt heute wieder Eugen mit Schwarz und es geht so los: 1. e4 c5 2. Sc3 a6 3. g4!?. Diesmal ist es also der Gegner, der unkonventionell spielt, denke ich mir. Dann geht es weiter mit: 3. … h5 4.g5 h4 ?!?!. Schließlich schiebt sich des Gegners garstiger g‑Bauer mit 5. g6 noch ein Feld weiter nach vorne, wo er von Eugen mit 5. … fxg6 gierigerweise genüsslich vertilgt wird. Michaels skeptische Blicke am Brett links von mir ignoriere ich schließlich, um mich auf meine Partie zu konzentrieren.

Um es kurz zu machen: Boris gewinnt wie tags zuvor rasch, aber leider erreicht Marcus auch rasch das Ergebnis vom Vortag. Vier Partien gehen remis aus, nach weniger spektakulärem (bei Max, Mathis und mir) bzw. mehr spektakulärem (bei Marc) Partieverlauf. Da Michael in leicht schlechterer Stellung gegen den starken Aleksandar Trisic gedrückt steht und Eugens Stellung ungefähr so viel Löcher hat wie ein Schweizer Käse, wird klar, dass unser Klassenerhalt eher bei den Brettern von HSK IV und Diogenes II zu finden ist als auf unseren eigenen.

Und so werde ich in den folgenden Stunden mit immer besser werdender Laune Zeuge, wie nach und nach die Partien unserer Konkurrenten verloren gehen. Schließlich muss Christoph Engelbert gegen Haschem Haschimi aufgeben – das sind 4,5 Punkte für Diagonale und gegen HSK IV. Als Thomas Rieling von Diogenes gegen Christian Hess aufgibt, kann Diogenes nicht mehr gewinnen – das ist der Klassenerhalt! Am Ende müssen sowohl Eugen als auch Michael, der noch 6 Stunden gequält wurde, aufgeben und wir verlieren 3:5, doch den glücklichen Klassenerhalt kann uns keiner mehr nehmen.

Ich möchte an dieser Stelle noch erwähnen, dass uns sowohl die glückliche Entscheidung in der Verbandsliga Mecklenburg‑Vorpommern (mit Stralsund gab es einen Aufsteiger in die Oberliga‑Nord, Staffel Ost) als auch die gute Abschneiden der Hamburger Mannschaften in der Oberliga‑Nord, Staffel Nord (Plätze 1, 3, 5, 6, 7, 8, d. h. kein Hamburger Absteiger) sehr in die Karten gespielt haben. Bedanken können wir uns auch bei der Ersten, die Schwerin in Runde 8 einen wichtigen Punkt gemopst haben. Sonst wäre vielleicht Schwerin in die 2. BL aufgestiegen und Schwerin II in die Oberliga‑Nord, Staffel Nord. Das hätte einen weiteren Absteiger aus unserer Oberliga zur Folge gehabt, mit dem Ergebnis, dass nun nicht mehr der bessere Zweite aus der Stadtliga aufsteigen könnte. Der glückliche Verlauf der Runden 8 und 9 war auch sehr hilfreich. Auf so viel Glück sollten und können wir in der Zukunft nicht mehr bauen. Die zweite Mannschaft muss also im nächsten Jahr deutlich verstärkt werden, dann können wir optimistisch in die Zukunft schauen.

(Jochen Cremer)

Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
http://www.kshamburg.de/teams/ksh2.php
19.05.2017, 00:36 (tr)
 
 
 
 
 
 
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