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www.kshamburg.de
 
 
Teams: KSH 1
Dienstag, 19. Juni 2018

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Teams

KSH 1

KSH 1 · Oberliga‑Nord, Staffel Nord 2017/18
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Lübecker SV 3 7 5 7 5 48,0 16
2. Schachfreunde Schwerin 5 4 5 5 6 46,0 15
3. Königsspringer Hamburg 4 6 4 6 43,5 14
4. Preetzer TSV 4 4 1 4 5 5 34,5 11
5. Hamburger SK 3 3 2 7 5 3 4 38,5 9
6. Schachfreunde Hamburg 1 4 3 5 6 5 35,5 9
7. SK Johanneum Eppendorf 3 4 5 3 5 4 32,5 6
8. SC Diogenes Hamburg 1 3 2 3 4 2 3 5 5 28,0 5
9. SK Marmstorf 2 3 4 3 29,5 3
10. SV Bargteheide 3 3 3 24,0 2
↑
↓
Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Clemens Harder
H A H H A H A H A
BAR
 
SSN
 
SFR
 
HSK
3
MAT
 
LÜB
 
PRE
 
SKJ
 
DIO
 
1 Pfreundt, Jakob ½ ½ 0 1 ½ 1 ½ 1 1
2 Lamprecht, Frank ½   ½         1  
3 Buhr, Carl‑Christian, Dr.                  
4 Zimmermann, Julian 1 ½ 1 1 ½ ½ ½ 1 1
5 Rosmann, Ilja 1 1 1 1 0     0  
6 Schmidt, Jan Peter, Dr.     ½ ½ 1 0 0   1
7 Dettmann, Steffen, Dr. 1 ½ 1 0 ½ ½ 1 ½ 0
8 Borgmeyer, Max 1 ½   ½ 1 0 ½ 0 1
9 Harder, Clemens 1 ½ ½ 1 ½ ½ 0   1
10 Lock, Adrian   ½     ½ 0 1 ½  
11 Lampe, Jörg, Dr. ½   0   1     0 1
12 Langmann, Markus       1     ½    
13 Hloskovsky, Andrei, Dr.   ½              
14 Bruhn, Boris                  
15 Lohse, Marc                  
16 Goetz, Claus, Dr.                  
17 Pfreundt, Mathis                  
18 Kipke, Kevin                 0
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1. Runde
08.10.2017 Königsspringer Hamburg SV Bargteheide :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Jens Ove Fries‑Nielsen ½ : ½
2 Frank Lamprecht Bjarne Light ½ : ½
3 Julian Zimmermann Jens Wolter 1 : 0
4 Ilja Rosmann Carsten Wollenweber 1 : 0
5 Dr. Steffen Dettmann Michael zum Felde 1 : 0
6 Max Borgmeyer Hartmut Porth 1 : 0
7 Clemens Harder Klaus Peterwitz 1 : 0
8 Dr. Jörg Lampe Matthias Thanisch ½ : ½

08.10.2017 Schachfreunde Schwerin Schachfreunde Hamburg :
08.10.2017 Hamburger SK 3 SC Diogenes Hamburg 4 : 4
08.10.2017 SK Marmstorf SK Johanneum Eppendorf 4 : 4
08.10.2017 Lübecker SV Preetzer TSV :
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↓
2. Runde
22.10.2017 Schachfreunde Schwerin Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Vereinslokal, Lübecker Str. 57, 19053 Schwerin

1 Henrik Danielsen Jakob Pfreundt ½ : ½
2 Karsten Schulz Julian Zimmermann ½ : ½
3 Christoph Wolf Ilja Rosmann 0 : 1
4 Hendrik Reichmann Dr. Steffen Dettmann ½ : ½
5 Arvid Grahl Max Borgmeyer ½ : ½
6 Wolfgang Westphal Clemens Harder ½ : ½
7 Wilfried Heinsohn Adrian Lock ½ : ½
8 Kevin Schreiber Dr. Andrei Hloskovsky ½ : ½

22.10.2017 Schachfreunde Hamburg Preetzer TSV 4 : 4
22.10.2017 SK Johanneum Eppendorf Lübecker SV 3 : 5
22.10.2017 SC Diogenes Hamburg SK Marmstorf 5 : 3
22.10.2017 SV Bargteheide Hamburger SK 3 :

Bericht Runden 1 und 2

Neue Saison, neues Glück. Nachdem wir letztes Jahr mit Ach und Krach die Klasse hielten, soll es dieses Mal wieder besser werden. Eine Nachricht macht dabei besonders Hoffnung: Ilja is back!

In Runde 1 kam mit Aufsteiger Bargteheide der nominell schwächste Gegner an den Riekbornweg. Der Kampf verlief dank Topaufstellung (mit Ilja an 4!) recht glatt. Start‑Ziel‑Siege von Max und Clemens ebneten den Weg zum Sieg. Nach und nach machte sich auch an einigen anderen Brettern der Elo‑Unterschied bemerkbar und wir konnten ein schönes 6,5:1,5 einfahren.

Für das bei vielen Spielern doch arg gelittene Selbstvertrauen war das natürlich schonmal Balsam, und wir machten uns in Runde 2 auf die Reise nach Schwerin, wobei wir leider auf Frank und Jörg verzichten mussten. Dafür spielten wir hinten mit Adrian und Andrei.

Der Berichterstatter kriegte dieselbe Variante wie immer vorgesetzt und stand leicht gedrückt. Ein Remisangebot wurde zum Glück trotzdem direkt angenommen, und ich war durchaus optimistisch, da Adrian bereits eine strategische Gewinnstellung hatte. Auch Jakob war schön aus der Eröffnung gekommen und lehnte das GM‑Remisangebot ab. Steffen hatte hingegen den klassischen Steffgü‑Läufer und musste sich auf eine lange Verteidigung einstellen.

Ilja war wie so oft nach einem Zug »out‑of‑book«, aber er kann ja zum Glück Schach spielen. Seine Partie war ziemlich unklar und seine Zeit neigte sich bedenklich. In unklarer Position stellte sein Gegner dann dankenswerterweise eine Figur ein, sodass wir in Führung gehen konnten.

Max, der die Eröffnung misshandelt hatte, foppte seinen Gegner und hatte plötzlich Material gewonnen. Clemens verpasste im Endspiel eine Abtauschdrohung seines Gegners, sodass er ins Remis einwilligen musste. Jakob verpasste ebenfalls eine sehr vielversprechende Fortsetzung und plötzlich war sein Gegner am Drücker. Adrian kam im Endspiel nicht so richtig durch, während Andrei nach ebenfalls missratener Eröffnung irgendwie in ein Turmendspiel mit Mehrbauer kam. Es war also noch fast alles offen, wobei wir wenigstens in Führung lagen.

Steffens Stellung hing durchgehend am seidenen Faden, während Max Gegner irgendwas (keine Ahnung was) auspackte und mit aktivem König trotz Figur weniger im Endspiel am Drücker war. Adrian und Andrei waren weiter am Kneten, während Jakob zäh verteidgte und mit Minusbauer irgendwie ein Remis erreichte. Max konnte sein Endspiel dann nicht dank Wissen, aber dank genauem Rechnen gerade so remis halten. Bei Andrei und Adrian zeichnete sich ab, dass es wohl nur remis werden würde, und so war es an Steffen, auch in der 6ten Stunde seine Stellung zu halten, was letztendlich dank extremst zäher Verteidigung auch gelang! So verloren wir also auch in Runde 2 keine Partie und entführten 2 Mannschaftspunkte aus Schwerin.

(Julian Zimmermann)

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3. Runde
12.11.2017 Königsspringer Hamburg Schachfreunde Hamburg :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Frank Sawatzki 0 : 1
2 Frank Lamprecht Uwe Bokelbrink ½ : ½
3 Julian Zimmermann Hans Hermesmann 1 : 0
4 Ilja Rosmann Dr. Jan‑Paul Ritscher 1 : 0
5 Dr. Jan Peter Schmidt Dr. Marc Klünger ½ : ½
6 Dr. Steffen Dettmann Martin Zimmermann 1 : 0
7 Clemens Harder Jürgen Dietz ½ : ½
8 Dr. Jörg Lampe Florian Kull 0 : 1

12.11.2017 Hamburger SK 3 Schachfreunde Schwerin 3 : 5
12.11.2017 SK Marmstorf SV Bargteheide :
12.11.2017 Lübecker SV SC Diogenes Hamburg 7 : 1
12.11.2017 Preetzer TSV SK Johanneum Eppendorf :

Gut geschwenkt!

Und eingeschenkt! So in etwa lautete heute das Motto im Kampf gegen die Schachfreunde, aber dazu später. Zunächst einmal ein Zitat von Frank: »Frank und Jörg steuerten insgesamt einen halben Punkt bei – hätte schlechter laufen können.« Na gut.

Einen Punkt im Rückstand, konnte Ilja mit einem sehenswerten Matt gewinnen, obwohl er vorher sicherlich nicht so toll stand. Sein Bauer auf g6 ermöglichte Th8+ Kxh8 und exf7, wonach sowohl Th1 matt als auch fxe8D+ droht. Sogar sein Gegner erkannte die Schönheit der Kombination im selben Moment laut an, sodass wir ausgeglichen hatten.

Ansonsten war nirgendwo so richtig viel los, lediglich mein Gegner wollte einfach keine vernünftigen Eröffnungszüge machen, sodass ich schnell in Vorteil kam. Während ich halbwegs sicher gewann und Clemo und Petzi souverän remisierten, begann bei Jakob und Steffen die große Schwenkerei. Bei Jakob war sich keiner so sicher, wer gut stand, obwohl es wohl er war. Steffen stand besser und setzte mit verschiedenen Schwenkmanövern seinen Gegner unter Druck. Im 40sten Zug machte er dann in großer Zeitnot aus Versehen den richtigen Zug und konnte den Königsangriff mit dem schönen Schwenk Tb1 abschließen. Jakob verpasste leider den richtigen Schwenk in dicker Stellung und so wurde ihm am Ende eingeschenkt, wir hatten allerdings schon 4,5 Punkte. Erfreulicherweise gewann auch unsere Zweite gegen die Zweite der Schachfreunde, sodass der perfekte Sonntag beim Griechen ausklingen konnte.

(Julian Zimmermann)

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4. Runde
10.12.2017 Königsspringer Hamburg Hamburger SK 3 6 : 2
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Derek Gaede 1 : 0
2 Julian Zimmermann Julian Grötzbach 1 : 0
3 Ilja Rosmann Björn Bente 1 : 0
4 Dr. Jan Peter Schmidt Markus Lindinger ½ : ½
5 Dr. Steffen Dettmann Hartmut Zieher 0 : 1
6 Max Borgmeyer Norbert Schumacher ½ : ½
7 Clemens Harder Teodora Rogozenco 1 : 0
8 Markus Langmann Jakob Pajeken 1 : 0

10.12.2017 Schachfreunde Hamburg SK Johanneum Eppendorf 5 : 3
10.12.2017 SC Diogenes Hamburg Preetzer TSV 3 : 5
10.12.2017 SV Bargteheide Lübecker SV 3 : 5
10.12.2017 Schachfreunde Schwerin SK Marmstorf 6 : 2

»Der Baum muss weg« oder wie wir Ilja doch noch ans Brett bekommen haben

Selten ist die Vorgeschichte eines Kampfes fast wichtiger als der Kampf selbst. Dieses Mal begann dieser eigentlich schon am vorherigen Samstag bei der Weihnachtsfeier. Bislang hatten mit Frank und Ilja zwei unserer Topspieler bereits abgesagt, und auch Adrian konnte aufgrund seines PJ in der Schweiz nicht spielen, sodass die übrigen 8 sich quasi selbst aufgestellt hatten. Trotzdem war ich beruhigt, als Ilja an diesem besagten Samstag meinte, dass er, falls bis Mittwoch jemand absagen würde, es noch einrichten könnte. Jule und ich machten uns so bald daran, Schlachtpläne zu entwickeln, wie wir unseren Mr. 100 % doch noch ans Brett kriegen. Max sein Mikroskop die Woche über in Beschlag nehmen, damit er nur Sonntag ins Labor kann? Alle Verbindungen von und nach Heide sperren, damit Markus nicht kommen kann? Aber wohnt er nicht schon wieder in Hamburg? Haben wir nicht selbst noch »ganz wichtige« Termine? Alle noch so eloquenten Einfälle wollten aus irgendwelchen Gründen nicht überzeugen, doch wie das Leben dann so spielt, kriege ich Dienstagabend eine Mail von Jörg und unsere Szenarien wurden mal wieder vom wahren Leben torpediert. Wohl demjenigen, der seinen Kalender kennt. Ilja war also wieder in der Formation und es sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen können.

Nach einem Tag Ruhe kommt die nächste Botschaft. Dieses Mal von Petzi. »Richtig dünn. Alle krank. Findest Du noch Ersatz?« Ein paar Telefonate mit Michael und potentiellen Ersatzspielern aus der Zweiten später war noch immer keine zufriedenstellende Lösung gefunden. Also abwarten und Tee trinken. Zum Glück erklärte sich Petzi dann am Samstag zu einem Kurzremis bereit, welches er in interessanter Stellung dann am Sonntag zum Glück auch einstreuen konnte.

Alle Vorzeichen sprachen also für einen erfolgreichen Sonntag. Alle? Nicht alle. Ein hübsch geschmückter kleiner Baum umringt von Schachbrettern leistete erbitterten Widerstand und verhinderte der Zweiten die notwendige Gestaltungsfreiheit. Ein beherzter Handgriff von Michael vermochte aber auch diesem Übel Herr zu werden. Ein weit größeres Problem konnte aber selbst Michael nicht bändigen. Die Heizung wollte nicht so recht, wodurch es eine ziemlich frostige Angelegenheit wurde, wofür ich bei unseren Gästen vom HSK um Entschuldigung bitten möchte. Rettung ist initiiert, leider zu spät für diesen Kampf.

Die Anfangsphase ließ dann auch schon auf einen weiteren Erfolg hoffen. Ilja spielte mal wieder einen scharfen Nimzoinder. Irgendwie schaffte er es, die weißen Aktivitäten am Damenflügel musterartig im Zentrum gegen den unrochierten König zu kontern, sodass uns eine schnelle Führung noch mehr Sicherheit brachte. Auch an den anderen Brettern konnten wir zufrieden sein. Jakob tauschte seinen Springer gegen den gegnerischen Läufer und hatte angenehmes Spiel. Jule gelang es in einem c3‑Siz, einige Ungenauigkeiten von Julian auszunutzen und eine gefährliche Angriffsstellung zu entwickeln. Steffen spielte seine russische Verteidigung im Übergang zum Mittelspiel ungenau und musste sich wieder auf eine lange Verteidigung einrichten. Max stand druckvoll und drohte immer mal wieder, entscheidend im Zentrum oder am Königsflügel durchzukommen, sodass hier auch nur zwei Resultate möglich sein sollten. Wie auch bei Markus, welcher als Einziger von uns gegen Pajeken junior als krasser Elo‑Außenseiter in die Partie gegangen war. Bei mir entwickelte sich eine typische slawischartige Stellung, in welcher ich gedrückt, aber ohne Schwächen dastand. Recht untypisch für meinen Spielstil, wurde ich dann, um der Passivität zu entfliehen, verleitet, ein unklares Figurenopfer zu wagen, welches mir nach eigener Einschätzung wohl 3–4 Bauern und ein wenig Spiel gegen den König einbringen dürfte. An entscheidender Stelle verrechnete sich Teodora dann zu meinen Gunsten und ich bekam die Figur wieder, ohne dafür die eingesammelten Bauern zurückgeben zu müssen, wodurch es postwendend zur Aufgabe kam. Schon 2,5:0,5 mit nur einer ungünstigen Stellung bei Steffen ließ die Laune bei inzwischen schon nahezu akzeptabler Raumtemperatur steigen.

Als sich dann an den ersten beiden Brettern deutlichere Vorteile herauskristallisierten, bat Max mich, remis annehmen zu dürfen. Die Stellung war immer noch gut, aber bevor der Sturm anfängt die Richtung zu ändern und die Ideen ausgehen, kann man auch mal die Reißleine ziehen. Jule konnte kurz danach auch eine sehr schöne Angriffspartie mit einem gelungenen Mattangriff krönen. Nach dem vollen Punkt von Jakob, welcher erst einen Bauern gewann und dann souverän die Partie, war der nächste Mannschaftssieg beim Stand von inzwischen 5:1 sicher!

Da machte es auch nichts, dass Steffen seinen schlechten Tag hatte und nach etlichen Versuchen, seine ruinierte Stellung noch irgendwie zu kitten, die Segel streichen musste. Freuen wir uns also auf die nächsten Kämpfe, in denen der Punkt wieder bei Steffen landen wird!

Spielte nur noch Markus, welcher in seinem maßgeschneiderten China‑Mantel an Brett 8 nicht nur neben dem Brett einen »positionellen« Vorteil aufzuweisen hatte, sondern auch auf dem Brett mit einem zementierten Freibauern auf e6 und drei zentralisierten Schwerfiguren alle Trümpfe auf seiner Seite hatte. Mit seiner grundsoliden und besonnenen Art gab es keine Zweifel, wer mit dem ganzen Punkt im Beutel nach Hause gehen würde. Ohne Risiken und mit dem rechten Maß an Aggressivität wurde die Gewinnstellung nach und nach in einen ganzen Punkt umgemünzt.

Unterm Strich standen also unfassbare 6 Brettpunkte gegen eine nominell gleichwertige Mannschaft vom HSK. Der Erfolg kann sinnbildlich für die diesjährige »Hinrunde« gelten. Es werden kaum unklare Stellungen weggeschmissen, Gewinnstellungen werden zumeist gewonnen und die Teamharmonie macht wieder jeden Einzelnen besser. Die Herbstmeisterschaft konnten wir aufgrund der noch besseren Leistung des Lübecker SV nicht ergattern. Im Vergleich zur letzten Saison haben wir aber schon jetzt mehr Mannschaftspunkte geholt und können das Abstiegsgespenst getrost für mindestens 12 Monate einmotten. Im neuen Jahr erwartet uns dann erst die im Vorjahr schwierige Auswärtsfahrt nach Marmstorf und anschließend empfangen wir dann Lübeck in dem eventuell vorentscheidenden Vergleich um das Rückfahrticket in die 2. Bundesliga. Ob es ein gutes Omen ist, dass das Spiel am selben Tag wie das Endspiel der Endspiele, dem größten Einzelsportereignis weltweit, dem Superbowl, stattfindet?

(Clemens Harder)

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5. Runde
21.01.2018 SK Marmstorf Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Vereinshaus des SV Grün‑Weiss Harburg, Langenbeker Weg 1c, 21077 Hamburg

1 Holger Hebbinghaus Jakob Pfreundt ½ : ½
2 Dr. Jeronimo Hawellek Julian Zimmermann ½ : ½
3 Tobias Müller Dr. Jan Peter Schmidt 0 : 1
4 Christoph Rammé Dr. Steffen Dettmann ½ : ½
5 Jan Hendrik Müller Max Borgmeyer 0 : 1
6 Michael Hohlbein Clemens Harder ½ : ½
7 Jens Diekmann Adrian Lock ½ : ½
8 Matthias Peschke Dr. Jörg Lampe 0 : 1

21.01.2018 Hamburger SK 3 Schachfreunde Hamburg 5 : 3
21.01.2018 Lübecker SV Schachfreunde Schwerin 3 : 5
21.01.2018 Preetzer TSV SV Bargteheide :
21.01.2018 SK Johanneum Eppendorf SC Diogenes Hamburg 5 : 3

Königsspringerexpress weiter unaufhaltsam

Beim Auswärtsspiel gegen Marmstorf galt es nicht nur, unsere Weste weiterhin strahlend weiß zu halten, sondern auch, Revanche für die schmerzhafte Niederlage in der Vorsaison zu nehmen. Wir traten ohne Frank und ›Mr. 100%‹ Ilja an, dafür rückten Addy und Jörg wieder ins Team.

An Brett 4 zeigte Steffen mit Schwarz sehr solide Eröffnungskenntnisse im Katalanen. Wenn er weiterhin Hauptvarianten spielt, müssen wir uns bald alle vor ihm in Acht nehmen. Der schnelle Remisschluss widersprach natürlich ein wenig Steffens berühmtem Kampfgeist, aber es zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt bereits ein günstiger Gesamtverlauf für uns ab. Jörg an Brett 8 gelang es dann auch bald darauf, seinen Gegner aus einer sehr ruhigen Stellung heraus taktisch zu überrumpeln und seinen ersten Saisonsieg einzufahren. Den Zeitpunkt dafür hatte er goldrichtig gewählt, denn auch der Rest der Mannschaft verspürte nun Rückenwind.

An Brett 3 stand die Paarung ›Meier gegen Schulze‹, sorry, ›Schmidt gegen Müller‹ auf dem Programm. Mein Gegner spielte das Leningrader System der Holländischen Verteidigung, hatte damit aber offenbar noch nicht viel Erfahrung. Womöglich eingelullt durch meine beiden langweiligen Remisen in den Vorrunden, provozierte er mich schon im 14. Zug zu einem Figurenopfer, das der Auftakt zu einer netten Angriffspartie sein sollte. Der Leser verzeihe mir die nachfolgende Diagrammorgie; wer weiß, wann mir das nächste Mal etwas Diagrammwürdiges gelingt.

Jan Peter Schmidt – Tobias Müller










Stellung nach 13. … Sh5?

Weiß hat mit 14. Sdb5! und 14. Sxc6! gleich zwei verlockende Optionen. Ich entschied mich für 14. Sdb5 und es ging weiter mit 14. … cxb5 15. Lxd6 Db6 16. e7 Te8 17. Sxb5. Nun hat Weiß schon drei Bauern für die Figur und somit eigentlich gar nichts geopfert. Seine Figuren stehen sehr aktiv.

Ein paar Züge später ergab sich folgende Stellung:

Jan Peter Schmidt – Tobias Müller










Stellung nach 21. … Le6

Ich mag mich täuschen, aber ich meine, dass in diesem Moment hinter mir getuschelt wurde: »Petzi ist so dünn, er hat die Dame eingestellt!« Indessen hatte ich für meinen Gegner, der nur mit 22. Td6 rechnete, eine kleine Überraschung vorbereitet: 22. Dxf6!. Wie der bekannte Schachkommentator GM Maurice Ashley es elegant formulieren würde: »BAM!« 22. … Lxf6 23. Lxf6+ Kg8 24. Td6 Dc5 25. Txe6. Auch dieses Mal war es also eigentlich kein richtiges Opfer, denn Weiß hat drei (sehr gute) Leichtfiguren für seine (eher wirkungslose) Dame bekommen. Die verbleibenden weißen Figuren dominieren nun nach Belieben. Mein Gegner nahm es sportlich und erlaubte mir ein schönes Matt nach 25. … Tb8 26. Ld4 Dc8 27. Ld5 Sb4 28. Txg6#.

Jan Peter Schmidt – Tobias Müller










Wirklich das letzte Diagramm zu dieser Partie!

Dass meine Mitspieler mich den Rest des Tages wahlweise mit ›Opfergott‹ oder ›Michail‹ (Tal) anreden mussten, braucht nicht extra erwähnt zu werden.

Clemens und Adrian machten an den Brettern 6 und 7 unterdessen jeweils remis, sodass wir bereits 3,5 Punkte auf der Habenseite hatten. Bei beiden war wohl zwischendurch mehr drin, aber sie mussten ja auch nichts übers Knie brechen.

Unser Fast‑IM Jakob spielte an Brett 1 wie schon letztes Jahr gegen Hebbinghaus. Anstelle des taktischen Feuerwerks und des kompromisslosen Auf‑Gewinn‑Spielens, das diese Paarung eigentlich verspricht, entspann sich wider Erwarten eine langsame Manövrierpartie, in der das Gleichgewicht wohl nie ernsthaft gestört wurde. Das Remis sollte uns recht sein.

Nun spielten noch Jule an 2 und Max an 5, und wir waren zuversichtlich, dass aus beiden Partien mindestens noch ein halber Punkt rausspringen würde. Max hatte sich in einem schwerblütigen Winawer‑Franzosen irgendwie einen Mehrbauern ergaunert und schickte sich nun an, das Endspiel nach Hause zu fahren. Sein Gegner leistete noch tapfer Widerstand, aber Max gab sich keine Blöße und konnte schließlich in ein Bauernendspiel überleiten, das er sauber berechnet hatte.

Jule an Brett 2 gegen Hawellek war ebenfalls eine Neuauflage vom Vorjahr. Jule hatte offenbar wenig Lust verspürt, seinen Benoni zu wiederholen, mit dem er zwar gewonnen hatte, zwischendurch aber am Rande des Abgrunds gewandelt war. Stattdessen stand nun ein solider Dameninder auf dem Brett, bei dem schnell viel Material getauscht wurde. Wer einen baldigen Friedensschluss erwartete, wurde jedoch getäuscht. Denn es entwickelte sich ein faszinierendes Endspiel, bei dem wohl erst Weiß die besseren Karten hatte, Jule dann aber mächtig Gegenspiel entwickeln konnte. Irgendwann war jedenfalls mir nicht mehr klar, wer eigentlich auf welches Ergebnis spielt. Jule gewann schließlich eine Figur, aber sein Gegner konnte dank Freibauer und aktivem König und Turm das Remis forcieren. Auch wenn Jule kurz vor Schluss womöglich einen Sieg verpasste, war es wohl ein gerechtes Ergebnis.

Mit dem Endergebnis von 5,5:2,5 waren wir natürlich hochzufrieden, konnten wir doch neben zwei Mannschaftspunkten auch wieder ein paar Brettpunkte einheimsen, auf die es vielleicht am Ende ankommt. Dass für Marmstorf eine lange Serie ungeschlagener Heimkämpfe zu Ende ging und die »Festung Grün‑Weiß Harburg« (Clemens) damit gefallen ist, unterstreicht den Wert unseres Erfolges. Dank einer überraschenden Niederlage Lübecks sind wir nun sogar Tabellenführer. In der nächsten Runde kommt es zu einem direkten Aufeinandertreffen, und wir haben natürlich nicht vor, unseren Platz zu räumen.

(Jan Peter Schmidt)

↑
↓
6. Runde
04.02.2018 Königsspringer Hamburg Lübecker SV :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Michael Kreuzholz 1 : 0
2 Julian Zimmermann Alexander Rieß ½ : ½
3 Ilja Rosmann Martin Kololli 0 : 1
4 Dr. Jan Peter Schmidt Harald Schmidt 0 : 1
5 Dr. Steffen Dettmann Ralf Christ ½ : ½
6 Max Borgmeyer Dirk Lampe 0 : 1
7 Clemens Harder Michael Ehrke ½ : ½
8 Adrian Lock Andreas Hein 0 : 1

04.02.2018 Schachfreunde Hamburg SC Diogenes Hamburg 6 : 2
04.02.2018 SV Bargteheide SK Johanneum Eppendorf :
04.02.2018 Schachfreunde Schwerin Preetzer TSV 4 : 4
04.02.2018 Hamburger SK 3 SK Marmstorf :

Chancenlos

… waren wir am heutigen Sonntag gegen Lübeck. 3 halbwegs solide Remis waren das höchste der Gefühle. Jakob hatte Glück, dass der Gegner in Gewinnstellung etwas einstellte. Somit waren wir mit der 2,5:5,5‑Niederlage noch gut bedient. Wenn wir den Rest der Saison wieder Normalform erreichen, ist aber immer noch alles drin. Lübeck hat noch einige schwere Gegner vor sich.

(Julian Zimmermann)

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7. Runde
25.02.2018 Preetzer TSV Königsspringer Hamburg 4 : 4
11:00 Uhr, PTSV‑Sportheim, Lindenstr. 37, 24211 Preetz

1 Steffen Pedersen Jakob Pfreundt ½ : ½
2 Frank Schwarz Julian Zimmermann ½ : ½
3 Kai Reinecker Dr. Jan Peter Schmidt 1 : 0
4 Matthias Willsch Dr. Steffen Dettmann 0 : 1
5 Andreas Schütte Max Borgmeyer ½ : ½
6 Carsten Hamann Clemens Harder 1 : 0
7 Prof. Dr. Joachim Kornrumpf Adrian Lock 0 : 1
8 Hans‑Adolf Dittmann Markus Langmann ½ : ½

25.02.2018 SK Marmstorf Schachfreunde Hamburg :
25.02.2018 Lübecker SV Hamburger SK 3 :
25.02.2018 SK Johanneum Eppendorf Schachfreunde Schwerin :
25.02.2018 SC Diogenes Hamburg SV Bargteheide 5 : 3

Tag der verpassten Chancen

Mit dieser Überschrift lässt sich der heutige Kampf in Preetz am besten beschreiben. Zunächst zeigte ich mal wieder mangelnde Eröffnungskenntnisse und entkorkte dann noch einen komischen Plan. Mein Gegner war glücklicherweise mit meinem Remisangebot einverstanden. Ansonsten hatten wir nirgendwo Probleme, einzig bei Steffen machte ich mir etwas Sorgen: Insbesondere der hohe Zeitverbrauch und ein König auf f7 stachen ins Auge. Doch Steffens Gegner hatte die Rechnung ohne Steffens Geheimwaffe (bitte bei Steffen selbst anfragen) gemacht und er konnte die Partie mit einer Energieleistung umbiegen. Ein schönes Matt war das Ergebnis. Die Brötchen waren dann zwar schon alle, aber immerhin führten wir. Adrian steuerte einen Start‑Ziel‑Sieg bei, während bei Laxxmann, Max und Clemo nix los war. Jakob war am kneten und Petzis Gegner hatte ein zweifelhaftes Figurenopfer entkorkt. Ich genoss also entspannt Steffgüs Brötchenhälften, doch dann nahm das Unheil seinen Lauf. Petzi stellte was ein und verlor. Bei Clemo war ein Remis‑Bauernendspiel entstanden, aber in einem Anflug von geistiger Umnachtung fand Clemo einen Verlustzug. Laxxmanns Gegner spielte im Remis‑Endspiel nach vorne und eigentlich hätte ein Bauer mit Schach wegfliegen können, wonach Laxxi sicherlich bei 100 % geblieben wäre, aber auch diese Chance blieb ungenutzt. Max hatte einfach nicht mehr als remis und so hing es an Jakob, uns das 4,5 zu bescheren. Er hatte die ganze Partie über Vorteil und das Endspiel sah immer so aus, als ob es irgendwann gewinnt, nur kam es einfach nicht zum Gewinn. Nach 6,5 Stunden Kampf blieb unter dem Strich ein ziemlich ärgerliches 4:4, womit wir uns wohl aus dem Aufstiegskampf verabschieden.

(Julian Zimmermann)

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8. Runde
18.03.2018 Königsspringer Hamburg SK Johanneum Eppendorf 4 : 4
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Rüdiger Zart 1 : 0
2 Frank Lamprecht Christoph Schröder 1 : 0
3 Julian Zimmermann Birger Wenzel 1 : 0
4 Ilja Rosmann Hendrik Schüler 0 : 1
5 Dr. Steffen Dettmann Peter Wirthgen ½ : ½
6 Max Borgmeyer Dennis Johannsen 0 : 1
7 Adrian Lock Bernd Kussin ½ : ½
8 Dr. Jörg Lampe Robin Keyser 0 : 1

18.03.2018 Schachfreunde Hamburg SV Bargteheide 5 : 3
18.03.2018 Schachfreunde Schwerin SC Diogenes Hamburg 5 : 3
18.03.2018 Hamburger SK 3 Preetzer TSV 7 : 1
18.03.2018 SK Marmstorf Lübecker SV :

Wenn man an den letzten 5 Brettern nur einen Punkt holt, …

… muss man den Kampf eigentlich verlieren. Andersherum: Wenn man an den ersten 3 Brettern 3 Punkte holt, muss man das Spiel auch siegreich beenden.

Die Vorzeichen vor dem Kampf waren klar: Wollten wir noch eine Restchance auf den Aufstieg behalten, mussten 2 Mannschaftspunkte her. SKJE hingegen kämpfte gegen den Abstieg. Von den Wertungszahlen waren wir deutliche favorisiert und auch die Stellungen nach der Eröffnung waren vielversprechend.

Ich war an Brett 7 als Erster fertig. Ich kannte die Eröffnung mit Schwarz bis Zug 20, mein Gegner nicht. Bei objektiv völligem Ausgleich bot er in Zug 22 remis an, welches ich nach langem Nachdenken und guten Stellungen an den Nachbarbrettern annahm. Das entstandene Endspiel war objektiv ausgeglichen und auch praktisch schwer zu gewinnen, aber wenn, hätte voraussichtlich nur ich auf Vorteil hoffen könnten. Bei strahlendem Sonnenschein freute ich mich jedoch auch so über einen gut stehenden Mannschaftskampf.

An unseren Weißbrettern standen wir an allen Brettern leicht bis deutlich besser. Frank an 2 hatte nach der Eröffnung ein Spiel auf zwei Ergebnisse und wickelte in ein besseres Springerendspiel ab. Ein konkreter Gewinn war zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht ersichtlich. Ilja, Max und Jörg hatten allesamt angenehmere bis zumindest optisch deutlich bessere Stellungen.

An den Schwarzbrettern bot sich eher das umgekehrte Bild. Jakob stand eher leicht schlechter bis ausgeglichen, Jule mogelte sich nach schlechter Eröffnungsbehandlung langsam aus der Stellung und selbiges galt auch für Steffen.

Mit der ersten Zeitnotphase kamen auch die Ergebnisse. Unsere drei vorteilhaften Weißstellungen führten leider zu keinem punktemäßigen Ertrag. Nacheinander verloren Jörg, Ilja und Max ihre Partien, alle mehr oder weniger auf Grund von taktischen Einstellern. Statt den geplanten 3/3 an diesen Brettern also leider ernüchternderweise 0/3. Der Kampf war trotz des Sieges von Jule nach interessantem und taktischem Partieende nicht mehr zu gewinnen. Steffens Gegner wickelte in der Zwischenzeit statt in deutlich bessere Stellungen oder Endspiele in ein nur besseres Endspiel ab. Dieses konnte Steffen nur mit viel Mühe und vermutlich auch etwas Mithilfe des Gegners remis halten.

Nach der Zeitkontrolle spielten nur noch unsere 2 tapferen Recken an eins und zwei. Frank verpasste in dem Springerendspiel zunächst den Gewinn. Sein Gegenüber bot ihm aber, als sich die Uhr bereits Richtung zweite Zeitnotphase näherte, erneut eine Siegchance, die Frank dann auch gerne annahm. Frank ärgerte sich sehr über die erste ausgelassene Möglichkeit, aber glücklicherweise haben noch nicht alle Schachspieler sein Endspielbuch gelesen. Vielleicht gibt es ja noch eine zweite Auflage, in welcher auch das vorhergehende Springerendspiel behandelt wird. Jakob an eins kämpfte beim Stand von 3:4 wie ein Löwe. Er stand die ganze Zeit eher schlechter, schaffte es jedoch bei knapper werdender Bedenkzeit, die Partie an sich zu reißen und zunehmend mehr Fragen und Probleme zu stellen. Kurz nach Beginn der 6. Spielstunde beging sein Gegner wohl den entscheidenden Fehler und Jakob konnte das Endspiel gewinnen. Ob bei einem Spielstand von 3,5:3,5 Jakob auch so gespielt hätte, war nicht sicher zu beantworten.

In dieser Runde war von einem 6,5:1,5 bis zum 2:6 fast alles drin. Nach dem 4:4 sind unsere letzten Aufstiegschancen wohl verflogen, da sowohl Schwerin gegen Bargteheide als auch Lübeck gegen Schachfreunde verlieren und wir bis zu 7 Brettpunkte gegen Diogenes holen müssten. Wirklich schade am Ergebnis der letzten beiden Runden (Preetz und SKJE) ist insbesondere, dass wir uns nach dem tollen Saisonstart und der insgesamt guten Saison mit einem wirklichen Aufstiegsendspiel in der letzten Runde hätten belohnen können.

(Adrian Lock)

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9. Runde
15.04.2018 SC Diogenes Hamburg Königsspringer Hamburg 2 : 6
11:00 Uhr, Altentagesstätte der LAB‑Gemeinschaft Hamm, Fahrenkamp 27, 20535 Hamburg

1 Fabian Schulenburg Jakob Pfreundt 0 : 1
2 Roman Korba Julian Zimmermann 0 : 1
3 Torben Schulenburg Dr. Jan Peter Schmidt 0 : 1
4 Stefan Gottuk Dr. Steffen Dettmann 1 : 0
5 Christian Laqua Max Borgmeyer 0 : 1
6 Tom‑Frederic Wölk Clemens Harder 0 : 1
7 Thomas Rieling Dr. Jörg Lampe 0 : 1
8 Oguz Kilic Kevin Kipke 1 : 0

15.04.2018 Lübecker SV Schachfreunde Hamburg 7 : 1
15.04.2018 Preetzer TSV SK Marmstorf 5 : 3
15.04.2018 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK 3 5 : 3
15.04.2018 SV Bargteheide Schachfreunde Schwerin :

Saisonabschluss nach Maß

Nachdem wir die Saison mit fünf Siegen in Folge begonnen hatten und uns in den Runden 6–8 kein Sieg mehr gelingen wollte, sorgten wir beim Auswärtskampf bei Diogenes mit einem verdienten 6:2 nochmal für einen versöhnlichen Saisonausklang.

Gegen abstiegsgefährdete Diogenesen traten wir mit sieben Stammkräften ergänzt mit Kevin, welcher sein Oberligadebüt feierte, an. Der Kampf entwickelte sich fast von Beginn an stark zu unseren Gunsten. Im Übergang aus der Eröffnung zum Mittelspiel trat der h‑Bauer von Max seine Reise via h4–h5–h×g6 in die gegnerische Rochadestellung an und wurde gefolgt von L×g6 und D×g6+ zum heimlichen Helden der frühen Führung. Trotz des selbst unrochierten Königs war nach diesem Einschlag der gegnerische Monarch ohne Unterstützung und nach kurzer Reise in die Brettmitte reif zur Kapitulation. Es folgte ebenso souveräne Punkte von Jule, welcher den weißen Willie‑Aufbau frühzeitig vor Probleme stellen konnte und in einem klar besseren Endspiel mit Mehrbauer und Aktivität keine lange Gegenwehr zuließ, und meiner Wenigkeit. Ich durfte in einer von mir gern gespielten spanischen Nebenvariante der modernen Steinitz‑Verteidigung einen selbst bei meinen bescheidenen Angriffskünsten nicht vereitelbaren Mattangriff gegen das gegnerische Jugendtalent erfolgreich gestalten. Kevin überlegte leider zu lange in einer ruhigen Stellung des geschlossenen Sizilianers, kam dann mit knapper werdender Zeit gegen einen nominell stärkeren Gegner ins Hintertreffen um letzten Endes die Zeit zu überschreiten.

Zu dieser Zeit war der Kampf aber auch schon fast in trockenen Tüchern. Jörg schaffte es, die gegnerischen Kräfte im späten Mittelspiel vom eigenen König fernzuhalten und dort selber eine spielentscheidende Überzahl zu schaffen. Das Matt konnte nur noch unter erheblichem Materialverlust verhindert werden und kurz danach wurde die Stellung auch folgerichtig verloren gegeben. Petzi hatte in der Eröffnung schon einen Bauern für eher zweifelhafte Kompensation gegeben und befand sich in einem remisigen Endspiel Richtung Punkteteilung, als sein Gegner ohne Zwang eine Figur wegstellte. Somit war der Mannschaftssieg (5:1) unter Dach und Fach, und nur noch Jakob und Steffen gingen in die zweite Bedenkzeitphase. Bei Jakob entstand ein vermutlich besseres Endspiel, welches er dank Mehrqualität mit einem netten Turmopfer nebst Bauerndurchmarsch in einen ganzen Punkt umwandeln konnte. Steffen rettete sich eigentlich in ein objektiv haltbares Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und beiderseitigem Turmpaar, gab aber aufgrund der Zeitnot ohne Not einen zweiten Bauern, wodurch das schlechte Endspiel zur Qual wurde und nach weiterem zähem Kampf, wie man es von Steffen gewohnt ist, leider nicht zum üblicherweise positivem Ende führte.

Dennoch stand unter dem Strich ein klarer 6:2‑Erfolg ohne Remis. Die Diogenesen konnten trotzdem dank Schützenhilfe den Klassenerhalt bejubeln. Für uns steht nach einer tollen Saison ein guter dritter Platz zu Buche, welcher bei einem gemeinsamen Abendessen noch ausführlich gewürdigt werden konnte. Alle Spieler können mit ihrem Score zufrieden, mitunter sogar deutlich mehr als nur zufrieden, sein. Anders als in Vorjahren gab es niemanden, der eine Katastrophensaison gespielt hat:

Jakob (6/9):
Gerade zu Saisonende ein Punktegarant. 67 % am ersten Brett sind einfach eine bärenstarke Leistung. Zwischendurch die notwendigen IM‑Normen eingesammelt. Vermutlich neben Steffen die längste Bruttospielzeit. Kann aus dem kleinsten Vorteil einen ganzen Punkt machen.

Frank (2/3):
Leider nicht so oft dabei wie erhofft. Wenn dann aber gewohnt solide. Nach wie vor in jedem Endspiel ein heißer Kandidat für den ganzen Punkt.

Jule (7/9):
Keine Verlustpartie, nur vier Remisen bei 5 vollen Punkten und 7 Schwarzpartien. Wenn es kein Kurzremis gab, war eigentlich auch immer der volle Punktgewinn zu verbuchen.

Ilja (4/6):
Sehr stark angefangen (4/4), dann leider aus dem Tritt gekommen. Spürbare Verstärkung für das Team und sicherlich ein Garant für die Leistungssteigerung des Teams im Vorjahresvergleich.

Petzi (3/6):
In der letzten Runde noch auf 50 % gerettet. Mit 5 Weißpartien war sicherlich mehr drin. In den wichtigen Spielen gegen Lübeck und Preetz recht unglücklich die kurze Rochade eingestreut.

Steffen (5/9):
Einer der Leidtragenden der ungleichen Farbverteilung (8× Schwarz). Dennoch der gewohnte Sicherheitsfaktor des Teams und, wie in Schwerin gezeigt, immer in der Lage, ein schlechtes Endspiel auch gegen sehr starke Spieler remis zu halten.

Max (4,5/8):
Immer Weiß zu haben, ist ein Privileg, welches nicht jedem zu Gute kommt. Wie in der letzten Runde ab und zu zum Start‑Ziel‑Sieg genutzt. Trotz des Stresses während der Doktorandentätigkeit stets gekämpft und eine solide Saisonleistung abgeliefert.

Clemens (5/8):
Immer Schwarz zu haben, kann auch ein Privileg sein. Bekanntermaßen fühle ich damit ein wenig wohler. Einmal gepatzt und bestraft worden, ansonsten zumeist solide den Laden zusammengehalten. Premierensaison als MF der Ersten wohlbehalten überstanden.

Adrian (2,5/5):
In der Kreis‑ bis Stadtliga locker 100 %. In der Ersten gegen Lübeck für die Mannschaft das Remisangebot abgelehnt. Ansonsten meist am Drücker gewesen.

Jörg (2,5/5):
Bei mehr Spielpraxis wäre der Saisonstart gewiss besser verlaufen. Gegen SKJE war dem Hörensagen nach mehr drin gewesen. Insgesamt am letzten Spieltag die 50 % gesichert. Zudem der gewohnt zuverlässige Fahrer.

Markus, Andrei und Kevin (2/4):
Die Ersatzspieler haben zusammen trotz mitunter deutlicher nomineller Unterlegenheit ebenfalls 50 % geholt. Ein ebenfalls wichtiger Baustein für den diesjährigen Mannschaftserfolg.

(Clemens Harder)

Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/teams/ksh1.php
23.05.2018, 20:52 (tr)
 
 
 
 
 
 
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