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Chronik: Mannschaftskämpfe
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Mannschaftskämpfe

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1998
Saisonverlauf Endstände und Berichte Spieler und Ergebnisse
KSH 1
2B   8.
  9 35,0   7
KSH 2
LL   5.
  9 31,0   9
KSH 3
SL   1.
  9 49,5 16
KSH 4
BL   6.
  9 38,0   9
KSH 5
BL   3.
  9 38,5 12
KSH 6
KL   6.
  9 36,0   7
KSH 7
1K   3.
  7 33,5 10
KSH 8
1K   4.
  7 31,0   9
↑
↓
KSH 1
2. Bundesliga Nord
Pl. Mannschaft BP MP
1. Delmenhorster SK 44,0 16
2. SK König Tegel 43,0 15
3. Lübecker SV 42,5 15
4. Hamburger SK 2 32,0 10
5. SV Lasker Steglitz 36,5 9
6. Hamburger SG BUE 35,5 8
7. SC Kreuzberg 35,0 8
8. Königsspringer Hamburg 35,0 7
9. SV Werder Bremen 2 30,0 2
10. TSG Oberschöneweide 26,5 0

So, die Saison 1997/98 ist gelaufen, in der 2. Bundesliga Nord haben wir 7:11 Mannschaftspunkte und 35:37 Brettpunkte erzielt, das bedeutete am Ende Platz 8 von zehn Mannschaften. Königsspringer 1 steigt damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ab; die Oberliga Nord, sie hat uns wieder, Katerstimmung macht sich breit.

Vor der Schlussrunde lagen wir noch punktgleich mit Lasker Steglitz auf dem sechsten bis siebten Platz, doch die Berliner gewannen sensationell mit 4½:3½ gegen Lübeck, die wohl niemals aufsteigen werden. Delmenhorst kehrt durch diesen Ausrutscher nach einem Jahr Abstinenz in die 1. Bundesliga zurück. Natürlich gewann die HSG/BUE gleichzeitig mit 5:3 gegen Werder Bremen 2 und zog damit noch an uns vorbei.

Diese letzte Hiobsbotschaft erfuhren wir am Sonntagabend gegen kurz vor 20:00 Uhr, als nach zahllosen Telefonaten (General Kohlstädt und sein Adjutant Voß waren mal wieder recht »kurz angebunden«) endlich der zuständige Schiedsrichter erreicht werden konnte.

Wie knapp wir letztlich gescheitert sind, verdeutlicht auch die Tatsache, dass sieben Punkte in den drei anderen Staffeln der 2. Liga jeweils zum Klassenerhalt gereicht hätten. Mit 35 Brettpunkten sammelten wir mehr als der HSK 2 an, die ihre sämtlichen fünf Kämpfe jeweils mit 4½:3½ gewannen.

Ein Rückblick auf die Einzelergebnisse der »ruhmlosen acht« (auch diesmal musste in der Saison kein Ersatzspieler eingesetzt werden!) zeigt denn auch, dass die Leistungen keineswegs enttäuschend waren und (meist) Zweitliga‑Reife zu sehen war.

Am Spitzenbrett musste Frank fast ausnahmslos gegen starke Großmeister oder IMs antreten und erspielte sich mit hervorragenden 4½ aus 9 seine erste IM‑Norm; neben sieben Remisen bildete dabei sein erster Sieg gegen einen GM (Blatny von Werder Bremen 2, Elo 2555!) den Höhepunkt.

Carli blieb als einziger ungeschlagen und verfehlte mit 5 aus 9 eine Norm nur knapp um einen halben Punkt. Es war schon beeindruckend, wie souverän und scheinbar mühelos er die Punkteteilungen gegen meist deutlich höher dotierte Titelträger unter Dach und Fach brachte, eine konstant stronge Leistung, die für die Zukunft noch eine weitere Steigerung erwarten lässt!

Zum Pechvogel dieser Saison avancierte dagegen Wolfgang an Brett 3: Bei vier Remisen kam er nur auf zwei Punkte. Er legte jede Partie scharf an, erhielt auch einige aussichtsreiche (bis teilweise gewonnene) Stellungen, nur um dann in taktisch zugespitzten Positionen einzügig fehlzugreifen – was in der 2. Bundesliga nunmal in der Regel bestraft wird. Vielleicht hätte er nach einigen schlechten Erfahrungen eher auf eine »safety first«‑Strategie umschalten sollen, aber nachher ist man ja immer schlauer.

Am vierten Brett erreichte ich bei einem Sieg und einer (ziemlich unnötigen) Niederlage 4½ aus 9. Mit etwas mehr »Biss« und Konzentration in den entscheidenden Phasen wäre allerdings noch viel mehr drin gewesen (siehe z. B. die Partie gegen Jugelt).

Ebenfalls auf 50 % kam Detlef, bei dem in dieser Saison Licht (der glanzvolle Angriffssieg gegen Bremen) und Schatten (das ominöse verlorene Endspiel gegen Kreuzberg) krass abwechselten; immerhin konnte er auch drei Siege einfahren.

Zu unserem Topscorer entwickelte sich Jan mit 6 aus 9, darunter fünf Gewinnpartien. Statistisch gesehen sind das mehr als ein Drittel unserer gesamten Siege! Bei ihm war jede Partie eine Schlacht, die bis zum Schluss ausgekämpft wurde, auch wenn es dann (zwei)mal schief ging. In einigen Blitzsiegen schien er von seinen Gegnern fast unterfordert zu sein. Jan hat seine Spielstärke im Vergleich zum Vorjahr nochmal gesteigert und hinterließ einen wirklich guten Eindruck.

Dahinter erzielte Markus am siebten Brett mit fünfeinhalb Punkten das zweitbeste Ergebnis. Nicht schlecht, aber mit etwas mehr Ernsthaftigkeit und auch »Sitzfleisch« hätte die Bilanz noch viel besser sein können, ja müssen, einige halbe Punkte warf er doch ziemlich leichtfertig weg. Rekordverdächtig bleibt allerdings sein Sturmsieg gegen Kreuzberg im Anand‑Stil, als der bemitleidenswerte Gegner in einer vorher analysierten Eröffnungsvariante unter die Räder geriet: Dreißig Minuten verbrauchte Bedenkzeit zeigte die Uhr am Schluss an, davon tickerten allein zwanzig wegen Zuspätkommens ab. »Aber wenn du das nochmal machst, Markus, gibt’s was hinter die Ohren!«

Für Daniel begann das Unheil in dieser Saison, als er sich von einem inkorrekten Opfer gegen Kreuzberg beschwindeln ließ. Am Ende konnte er sechs zum Teil hart erkämpfte Remisen und damit drei Punkte auf seinem Konto verbuchen – ein paar verpasste Gelegenheiten waren dabei natürlich auch zu beklagen.

War es also nur Pech, die unglücklichen Ergebnisse der anderen Mannschaften untereinander, die zahllosen ausgelassenen eigenen Chancen, was zu unserem Abstieg führte? Doch halt, so einfach sollten wir es uns nicht machen! Denn schließlich holten wir außer den beiden Siegen gegen die Mitabsteiger Oberschöneweide und Werder Bremen 2, die gegen alle anderen ebenfalls verloren, nur drei magere Punkte, das war aus eigener Kraft eben zu wenig.

Die beiden Schlüsselkämpfe waren sicher die gegen Kreuzberg und gegen Lasker Steglitz, wo wir es ja auch auf dem Brett hatten. Irgendwie fehlte vielleicht manchmal die letzte Entschlossenheit, diese »Wir wollen nicht absteigen«‑Einstellung, die nur gegen den HSK 2 und Bremen 2 so richtig aufkam. Ein Remis zu erreichen, war häufig kein großes Problem für uns; aber insgesamt gelangen uns über die ganze Saison auch nur 14 Gewinnpartien. In drei Kämpfen blieben wir ganz ohne Sieg, und ohne Sieg kann man meist keine Punkte holen. Wir hätten uns noch etwas mehr zutrauen müssen, auch mal eine ausgeglichene oder unklare Stellung weiterspielen sollen, wenn der Mannschaftskampf schlecht stand.

Letztlich hat dieses Jahr nur das berühmte Quäntchen gefehlt, aber unser eigenes Unvermögen und mangelnde Erfahrung in der dünnen Zweitliga‑Luft haben ebenfalls zum Abstieg beigetragen. Jedenfalls konnten wir feststellen, dass wir grundsätzlich keineswegs schlechter als die übrigen Teams sind (kein Kampf wurde höher als 3:5 verloren) und durchaus mithalten können, vorausgesetzt, wir können uns weiter steigern.

Und wie geht es nun weiter? Noch laufen die Planungen für die nächste Saison in der Oberliga, aber wie es im Moment aussieht, wird der Kern der Mannschaft erhalten bleiben oder sogar noch weiter verstärkt werden. Jeder kennt die Erfolgsgeschichte von Kaiserslautern aus der Fußball‑Bundesliga, aus dem Schach gibt es das Beispiel von Magdeburg, die 1997 äußerst unglücklich aus der Bundesliga absteigen mussten und nun dank nahezu unveränderter Besetzung in der Oststaffel den Durchmarsch zum direkten Wiederaufstieg schafften (mit 18:0 Punkten!). Mag Schwerin sich mit GM Levin noch weiter aufrüsten, wartet auch mit Diogenes unser ehemaliger Angstgegner wieder auf uns. Leicht wird es nicht werden, aber das Saisonziel heißt: Wiederaufstieg.

(Georg von Bülow, Der Königsspringer September 1998)

↑
↓
KSH 2
Landesliga Hamburg
Pl. Mannschaft BP MP
1. SG Favorite Hammonia 41,5 15
2. FC St. Pauli 43,5 13
3. SV Großhansdorf 42,5 9
4. SC Diogenes 2 36,0 9
5. Königsspringer Hamburg 2 31,0 9
6. Hamburger SK 4 35,5 8
7. SK Union‑Eimsbüttel 35,0 8
8. Bille SC 33,5 7
9. SK Johanneum Eppendorf 31,0 6
10. ETSV Altona‑Eidelstedt 2 30,5 6

Gleich vor Beginn der Saison der erste Schreck: Im Bargteheider Schachspiegel wurden die Norddeutschen Mannschaften nach nomineller Spielstärke in den einzelnen Ligen aufgelistet. Königsspringer 2 lag dort leider nur auf dem drittletzten Platz. Bei zwei Direktabsteigern und mehreren Hamburger Abstiegskandidaten in der Oberliga‑Nord ein kleines Warnsignal.

In der ersten Runde gegen den Aufstiegskandidaten St. Pauli wurde der Schreck noch größer: Ein sicheres und zwei knappe Remisen – die ganze Ausbeute nach vier Stunden Gesamtspielzeit. In der zweiten Runde konnte der spätere Absteiger ETSV Altona 2 nicht geschlagen werden. In der dritten Runde wurde dann mächtig gekämpft und verdient bei Bille 5:3 gewonnen. Hans‑Joachim Nelki spielte dabei mit gebrochenem Fuß und steuerte einen wichtigen halben Punkt zum Ergebnis bei, während Dietmar Holtz nach seiner Niederlage zunächst einmal eine Schachpause brauchte.

Schon in der zweiten Runde war es schwierig, einen Ersatzspieler aus der Dritten zu bekommen. Bei nur sechs gemeldeten Ersatzspielern konnte, durfte oder wollte keiner so recht spielen. Als Mannschaftsführer musste ich nun Ersatzspieler über den Vorstand loseisen.

Danach ging es richtig abwärts: Eine glatte Niederlage gegen Diogenes 2, ein Zwischenhoch bei Union‑Eimsbüttel. Die Grippewelle tat noch ein Übriges dazu, und es folgten klare Niederlagen gegen den späteren Aufsteiger Favorite sowie gegen HSK 4. Nach der siebten Runde lagen wir auf dem letzten Platz mit einem zudem sehr schlechten Brettpunktverhältnis.

Aber auch die anderen Mannschaften eilten von Krise zu Krise, nahmen sich im Abstiegskampf die Punkte gegenseitig weg, und auch vermeintlich gesicherte Mannschaften näherten sich dem Abstiegsstrudel. Man kennt das ja schon aus der Fußball‑Bundesliga: Wenige Spieltage vor Ende der Saison kann die halbe Liga noch absteigen. Hier waren aber acht von zehn Mannschaften gefährdet!

Zu guter Letzt vollbrachten die Stammspieler in zwei sehr hart umkämpften Begegnungen gegen Absteiger SKJE und Großhansdorf ein kleines Wunder und gewannen jeweils 4½:3½. Damit wurde erstaunlicherweise der fünfte Platz (punktgleich mit dem Dritten) erreicht.

Das mit weitem Abstand beste Einzelergebnis erreichte Christian Conrad mit 7 aus 9 (ca. +40 DWZ‑Punkte). Boris Bruhn und Michael Wolter schafften den Sprung über die 50%‑Marke ganz knapp mit 5 aus 9. Christian Melde punktete in allen Schicksalskämpfen und erreichte 4½ aus 9. Auch wenn teilweise katastrophale Einzelergebnisse erzielt wurden, so hat jeder Stammspieler mit mindestens zwei Mannschaftspunkten zum Klassenerhalt beigetragen. Und das war bei dem sehr engen Einlauf auch wirklich wichtig.

(Michael Wolter, Der Königsspringer September 1998)

↑
↓
KSH 3
Stadtliga A
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 3 49,5 16
2. Hamburger SK 6 46,5 16
3. TV Fischbek 42,0 13
4. SK Marmstorf 48,0 12
5. FC St. Pauli 2 35,5 9
6. Pinneberger SC 2 32,5 8
7. ETSV Altona‑Eidelstedt 3 29,0 8
8. SK Union‑Eimsbüttel 2 30,5 6
9. SC Concordia 26,0 2
10. Langenhorner Schachfreunde 20,5 0

Bis an dieser Stelle irgendwann der Bericht eines Beteiligten über diesen in der Vereinsgeschichte einzigartigen Durchmarsch einer Königsspringer‑Mannschaft in der Stadtliga erscheinen wird, gebührt mir die Ehre, diese herausragende Leistung der Dritten zu würdigen.

Schon in der ersten Runde wurde der haushohe Favorit HSK 6 deutlich distanziert, der uns in der Folge jedoch gnadenlos jagte. Wir gaben unser Bestes und hauten auch fast alles weg. In Marmstorf und Fischbek gab es für uns unglückliche Punkteteilungen, dafür war unser auch noch zu hoch ausgefallener Sieg in Langenhorn (mit 0 MP abgestiegen) wirklich schmeichelhaft. Punkt‑ und fast »torgleich« kam es auf die letzte Runde an, in der der HSK mit 6½:1½ in Langenhorn vorlegte, bevor wir unseren möglichen Triumph gegen Concordia genießen durften. Ein 5½:2½ hätte uns »schon« gereicht.

Aber was geschah denn jetzt? Concordia, mit dünner Personaldecke und lediglich 2 MP bereits abgestiegen, weigerte sich, gegen uns anzutreten! Wer jetzt meint, »8:0, alles klar«, täuscht sich gewaltig. Kluge Köpfe verknüpften mehrere aus dem Zusammenhang gerissene Regeln verschiedener Turnierordnungen, und plötzlich zählten die Spiele gegen Concordia überhaupt nicht mehr. Bei nun künstlich herbeigeführter Brettpunktgleichheit (der HSK hatte Concordia mit 5:3 geschlagen) galt aber nicht etwa der direkte Vergleich, sondern die Berliner Wertung, und nach dieser lag der HSK vor uns. Herzlichen Glückwunsch!

Diesen Manipulationsversuch wollten wir nicht tatenlos hinnehmen, bemühten unsere eigenen Juristen, und obsiegten letztlich völlig zu Recht vor dem Turniergericht.

Die erfolgreichsten Durchmarschierer seien hier mit Thomas Wiltafsky, Toni Vardjavand, Tino Nicolosi, Andreas Saß und André van de Velde namentlich erwähnt.

(Thomas Rosien)

↑
↓
KSH 4
Bezirksliga C
Pl. Mannschaft BP MP
1. Niendorfer TSV 49,0 17
2. Schachfreunde Wedel 42,5 15
3. SK Union‑Eimsbüttel 3 40,0 12
4. SV Diagonale‑Harburg 41,0 11
5. Hamburger SK 10 37,0 11
6. Königsspringer Hamburg 4 38,0 9
7. SK Wilhelmsburg 31,0 6
8. Pinneberger SC 3 31,0 6
9. FC St. Pauli 3 28,0 3
10. ETSV Altona‑Eidelstedt 4 22,5 0

Wie vielen wohl bekannt ist, erwischte die Vierte mit der Bezirksliga C eine sehr unglückliche Gruppe. Man musste sich gegen sehr starke Mannschaften wie Union 3, NTSV 1 und Wedel 1 beweisen. Leider erwischten wir eine nur mäßige Saison und konnten deshalb nur einen Mittelfeldplatz belegen. Unser Ziel war von Anfang an eigentlich der Aufstieg gewesen, aber nach einem gutem Start in die Saison änderten schon bald einige ihre Meinung.

Wir starteten mit einem 4:4 daheim gegen St. Pauli 3. Ein total verrückter Kampf, in dem erst um 23:59 Uhr der eine Punkt gesichert werden konnte, denn in einer seit knapp anderthalb Stunden total remisen Stellung musste ich noch einen ganzen Punkt holen. Nach diesem glücklichen Punkt fuhren wir zum ETSV, um zwei sichere Mannschaftspunkte einzusacken: 6:2. In der dritten Runde traten wir in der GSN gegen Wilhelmsburg 1 an. Ein nie gefährdeter 6:2‑Sieg sprang zwar heraus, aber über die eine kampflose Niederlage ärgerte ich mich besonders.

Jetzt waren wir mit 5:1 MP in einer guten Lage, um den ersten wichtigen Kampf gegen UnE zu bestreiten, aber leider traten wir sehr ersatzgeschwächt an, eine Absage erhielt ich um 20:45 Uhr, d. h. eindreiviertel Stunden nach Spielbeginn; zum Glück hatte er aber selbst einen Ersatzspieler organisiert. Hier lief es superunglücklich für uns und wir verloren 3½:4½! Jetzt war natürlich klar, dass uns nur noch ein Wunder zum Aufstieg würde verhelfen können.

Zu den nächsten Kämpfen gegen Pinneberg 3 (5:3), Wedel 1 (3½:4½) und dem Hamburger SK 10 (4:4) gibt es nicht viel zu sagen; mir schien es so, als ob die Luft raus wäre.

Aber dann gab es den großen Kampf gegen NTSV 1, das Saisonhighlight für uns. Leider nicht für alle, denn wir spielten ohne drei. Glücklicherweise erreichten alle eine sehr gute Form und wir konnten den großen Rivalen, aber hier auch deutlichen Favoriten (124 DWZ‑Punkte im Schnitt mehr) ins Wanken bringen. Nach vier Remis und zwei Niederlagen stand es zwar relativ schnell 2:4, aber es folgte ein Sieg und an Brett 8 lieferte Dorothea Schuler (U13) einen harten Kampf und siegte schließlich: 4:4. In der achten Runde fügten wir NTSV 1 den ersten Verlustpunkt zu und waren sehr froh, wenigstens einen Kampf auf höchstem Niveau gespielt zu haben. In der letzten Runde verloren wir allerdings noch sehr hoch gegen Diagonale 1.

Abschließend möchte ich noch bei allen Ersatzspielern bedanken (6½/14) und nochmals alle Stammspieler daran erinnern, dass man mit nur zwei Kämpfen in Topbesetzung kaum aufsteigen kann. Außerdem freue ich mich schon auf die nächste Saison mit einer total neuen Mannschaft und erneut mit dem Ziel: Aufstieg – vielleicht klappt es ja dann.

(Shreyas Dave, Der Königsspringer September 1998)

↑
↓
KSH 5
Bezirksliga D
Pl. Mannschaft BP MP
1. Schachfreunde Hamburg 4 47,5 17
2. Hamburger SK 11 48,0 16
3. Königsspringer Hamburg 5 38,5 12
4. SK Union‑Eimsbüttel 4 39,0 10
5. SC Schwarz‑Weiß Harburg 38,5 10
6. SK Marmstorf 2 31,0 6
7. SK Finkenwerder 29,5 6
8. ETSV Altona‑Eidelstedt 5 29,0 5
9. SV Diagonale‑Harburg 2 28,5 5
10. Niendorfer TSV 2 30,5 3

Die Mannschaft von Peter Knops konnte das hohe Niveau des Vorjahres nicht ganz halten, belegte trotzdem erneut (zum dritten Mal in Folge) den dritten Platz. Gegen den HSK, die Schachfreunde und Schwarz‑Weiß Harburg gab es allerdings deutliche Niederlagen.

(Thomas Rosien)

↑
↓
KSH 6
Kreisliga C
Pl. Mannschaft BP MP
1. Altrahlstedter MTV 57,0 18
2. Langenhorner Schachfreunde 3 39,5 13
3. SC Farmsen 40,5 12
4. Bergstedter SK 2 38,5 12
5. Hamburger SK 14 34,5 10
6. Königsspringer Hamburg 6 36,0 7
7. Bramfelder SK 3 29,5 6
8. Schachfreunde Hamburg 7 32,0 5
9. SK Caissa Rahlstedt 2 31,5 5
10. Schachfreunde Sasel 2 21,0 2

Zu unausgeglichen besetzt war die Mannschaft von Ansgar Loesaus, als dass jemand ernsthaft mit dem großen Wurf rechnen konnte. Auch konnte die Stammbesetzung nie aufspielen, 17facher Ersatz spricht für sich selbst. Neben Lars Fischer, Ansgar selbst und Michaela Morinez waren die Ersatzspieler noch am erfolgreichsten.

Nach jeder Runde gab es in selten gekannter Ausführlichkeit aktuelle Berichte, Partien und Statistiken. Nicht zuletzt auch deshalb wurden noch während der letzten Begegnung gegen Bramfeld (3½:4½) ergreifende Worte zu Ansgars Abschied gefunden, der nach dieser Saison zum HSK wechselte.

(Thomas Rosien)

↑
↓
KSH 7
1. Kreisklasse C
Pl. Mannschaft BP MP
1. ETSV Altona‑Eidelstedt 6 37,5 13
2. SC Rösselsprung 36,5 10
3. Königsspringer Hamburg 7 33,5 10
4. TV Fischbek 4 25,5 6
5. SV Diagonale‑Harburg 4 25,5 6
6. SK Wilhelmsburg 3 25,0 5
7. Niendorfer TSV 3 25,5 4
8. Schachfreunde Hamburg 9 15,5 2

Eine gute Saison fand leider nicht den erhofften Abschluss. In den entscheidenden Momenten fehlte irgendwie die Konzentration. Außerdem waren die Gegner auch ganz gut.

Das begann gleich in der ersten Runde, als wir mit 3½:4½ gegen den ETSV verloren und unsanft aus den schönsten Aufstiegsträumen gerissen wurden. Dass wir dabei den späteren Gruppensieger gesehen hatten, wussten wir zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht.

Ersatzgeschwächt und leider nur mit sieben Leuten fuhren wir nach Fischbek. Die hatten zum Auftakt beim Aufstiegsfavoriten Rösselsprung gewonnen. Das konnte ja heiter werden. Aber irgendwie waren wir heute sehr gut drauf. Nach bereits drei Stunden stand der ungefährdete 5:3‑Sieg fest.

Dann kamen die Schachfreunde und wurden mit 5½:2½ wieder heimgeschickt. Dabei hatten wir mehr Mühe als erwartet gegen den Tabellenletzten, fanden uns danach aber erstmals in der oberen Tabellenregion wieder.

Das Lokalderby beim NTSV sah uns ebenfalls als 5½:2½‑Sieger, und das Ergebnis täuscht wirklich über den wahren Spielverlauf hinweg. Dennoch will ich es mal mit dem Sprichwort halten, dass Glück auf Dauer nur der Tüchtige hat.

Scheinbar beeindruckt von unserer Serie zeigte sich auch Wilhelmsburg und gab gleich drei Bretter kampflos ab. Der Rest war Formsache und führte zu einem mühelosen 6:2.

Zwischenbilanzierend können zu diesem Zeitpunkt 8:2 Punkte und Platz 3 festgehalten werden. Rösselsprung hatte zwei Brettpunkte mehr und der ETSV einen Mannschaftspunkt Vorsprung.

Vor dem großen Duell erkundigte sich der Mannschaftsführer von Rösselsprung schon mal nach unserer Verfassung, die ja ziemlich gut zu sein schien. Genau das hatte er übrigens auch schon letztes Jahr getan, und Rösselsprung hatte uns anschließend mit 5½:2½ ganz schön vorgeführt (bereits 3:0 nach einer Stunde). Daran konnten sich einige von uns noch gut erinnern und wollten sich gern rehabilitieren. Es kam allerdings noch dicker: Wir kassierten eine unnötige Niederlage nach der anderen und lagen bald 0:4 zurück, bevor wir auch mal einen Punkt holen durften. Nach dem 1½:6½ konnten wir unsere Aufstiegshoffnungen jedenfalls begraben.

Zum Ausklang fertigten wir Diagonale ebenfalls mit 6½:1½ ab und demonstrierten damit immerhin ein weiteres Mal unsere Überlegenheit den hinter uns plazierten Teams.

Rösselsprung verlor zwar die letzte Runde beim ETSV, stieg aber aufgrund der gegenüber uns besseren Brettpunkte gemeinsam mit denen auf. Uns bleibt mit 10:4 Mannschaftspunkten die Gewissheit, bester Tabellendritter aller Kreisklassen zu sein, und vielleicht erhalten wir als Lückenfüller doch noch die Möglichkeit, nächste Saison Kreisliga zu spielen. Verdient hätten wir es eigentlich.

Als Fazit zweier Saisons mit der Siebten muss ich leider feststellen, dass es uns nicht gelungen ist, auch nur einen Bigpoint gegen die Aufstiegskonkurrenz zu gewinnen. Demgegenüber positiv zu erwähnen ist allerdings auch das gelungene Heranführen vieler neuer und jugendlicher Spieler an den Verein.

Wenn mich mein Eindruck übrigens nicht völlig täuscht und ich die positive Kritik meiner Mitstreiter richtig bewerte, hatten wir außerdem sehr viel Spaß mit unserer Mannschaft. Und das ist immer noch das Allerwichtigste.

(Thomas Rosien, Der Königsspringer September 1998)

↑
↓
KSH 8
1. Kreisklasse B
Pl. Mannschaft BP MP
1. Altrahlstedter MTV 2 41,0 11
2. Schachfreunde Hamburg 8 36,5 11
3. Hamburger SK 16 31,0 9
4. Königsspringer Hamburg 8 31,0 9
5. Mümmelmannsberger SV 27,0 7
6. Bergstedter SK 4 24,0 7
7. Bramfelder SK 4 17,5 1
8. Schachfreunde Sasel 3 16,0 1

Königsspringer 8 holte in der 1. Kreisklasse B 9:5 Mannschaftspunkte und 31:25 Brettpunkte. Joachim hatte im Info‑Schreiben zum Mannschaftskampf Nr. 5 der Sechsten die märchenhafte Vorstellung eines Mannschaftsführers so beschrieben: »Es war einmal ein Mannschaftskampf, an dem alle acht Spieler von beiden Mannschaften um 19:00 Uhr anwesend waren, ihre Partien begannen und irgendwann sich die Ergebniskarte füllte, während die Anzahl der Partien abnahm.« Dieses Märchen ging bei unserem ersten Mannschaftskampf in Erfüllung!

Im Auswärtskampf beim großen Staffelfavoriten AMTV 2 trafen wir um 18:45 Uhr in Rahlstedt in der Besetzung Jens Prottengeier, Tilo Hüneke, Martin Bierwald, Dorothea Schuler, Daniel Wendel, Sebastian Bierwald, Michael‑Arthur Schuler und als Ersatzspieler Jan Bierwald ein. Um 18:50 Uhr saßen alle 16 Spieler an den Brettern und warteten, dass es endlich 19:00 Uhr werden würde. Vielleicht war dies auch der Grund, dass wir diesen Kampf gegen den späteren Gruppensieger (im Durchschnitt 300 DWZ‑Punkte besser) mit 4½:3½ gewannen.

Den ersten Heimkampf gewannen wir mit 5:3 gegen Bramfeld 4 und machten uns nach dem 4:4 beim zweiten Aufstiegsfavoriten Schachfreunde 8 (nach 2:4‑Rückstand erkämpften die beiden Jüngsten – Sebastian und Arthur – jeweils einen Sieg) schon Aufstiegshoffnungen. Leider verloren wir die beiden nächsten Kämpfe bei HSK 16 mit 3½:4½ (vier Spieler von uns erreichten das Spiellokal erst um 19:30 Uhr, zwei davon verloren wegen Zeitproblemen) und gegen Mümmelmannsberg mit 3:5. Die letzten Kämpfe gewannen wir mit 6:2 bei Bergstedt 4 und 5:3 gegen Sasel 3.

Auch wenn wir den Aufstieg nicht geschafft haben, sind die 9:5 Punkte eine großartige Leistung.

(Martin Bierwald, Der Königsspringer September 1998)

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05.07.2017, 20:37 (tr)
 
 
 
 
 
 
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