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Chronik: Mannschaftskämpfe
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Mannschaftskämpfe

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1997
Saisonverlauf Endstände und Berichte Spieler und Ergebnisse
KSH 1
OL   1.
  9 47,5 18
KSH 2
SL   1.
  9 45,0 14
KSH 3
BL   1.
  9 49,5 14
KSH 4
BL   3.
  9 39,0 12
KSH 5
BL   3.
  9 41,0 12
KSH 6
KL   5.
  8 30,0   7
KSH 7
1K   4.
  7 33,0   7
KSH 8
1K   6.
  7 24,5   5
↑
↓
KSH 1
Oberliga‑Nord, Staffel Nord
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 47,5 18
2. VfL Blau‑Weiß Neukloster 40,0 14
3. SC Diogenes 41,5 11
4. SV Bargteheide 37,0 9
5. TSV Stellingen 35,0 9
6. Hamburger SK 3 38,0 8
7. Lübecker SV 2 35,5 8
8. Schachfreunde Hamburg 31,0 7
9. SG Favorite Hammonia 29,5 5
10. Kieler SG 25,0 1

Nach mehreren vergeblichen Anläufen ist der Ersten in dieser Saison endlich der langersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga gelungen, ohne jede Frage der größte Erfolg in der noch kurzen Vereinsgeschichte. Mehrere Aspekte zeichnen diesen Erfolg aus. Natürlich ist der erstmalige Aufstieg in eine höhere Klasse immer etwas besonderes. Wir sind bis zum feststehenden Aufstieg in der achten Runde ohne einen einzigen Ersatzspieler ausgekommen, und das im Gegensatz zu vielen Oberliga‑Konkurrenten auch ohne »eingekaufte« Titelträger. Last but not least haben wir in neun Kämpfen nicht einen Mannschaftspunkt abgegeben.

Diese 18:0 Punkte dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Aufstieg kein Selbstgänger war. 4½:3½ gegen Diogenes und Kiel, 5:3 gegen Neukloster, 5½:2½ gegen Bargteheide, Stellingen, Favorite, HSK 3 und Lübeck 2, 6:2 gegen die Schachfreunde. Das liest sich natürlich gut, aber viele Kämpfe waren knapper, als es das Ergebnis aussagt. Manchmal sah es zwischendurch gar nicht so rosig aus, und meistens fiel die Entscheidung erst in der vierten oder fünften Stunde. Genau hier schien unsere Mannschaft ihre langjährige Erfahrung im Aufstiegskampf ausspielen zu können.

Überragende Einzelergebnisse erzielten Frank und Markus, beide blieben ohne Niederlage. Auch die anderen Spieler dürften weitgehend mit ihren Ergebnissen zufrieden sein, selbst wenn einige der wenigen Verlustpartien als kleine persönliche Dramen empfunden wurden. Ich persönlich muss sagen, dass ich es mir in meiner ersten Saison als Mannschaftsführer schwieriger vorgestellt hatte. Von Doppelbelastung so gut wie keine Spur: Außer dem Entscheiden über Remisangebote, dem Unterschreiben von Mannschaftskarten und dem Bezahlen des Schiedsrichters hatte ich kaum etwas zu tun, denn nachdem ich Anfang der Saison die Spielpläne verteilt hatte, lief eigentlich alles wie von selbst. Einen besonderen Dank möchte ich noch an Wolfgang richten, der die Vorbereitung übernahm.

Was mag nun die Zukunft in der 2. Bundesliga bringen? Alles andere als Abstiegskampf ab dem ersten Zug wäre mehr als eine Überraschung, doch es sei daran erinnert, dass die Erste noch niemals abgestiegen ist. Vielleicht sticht auch eine Klasse höher wiederum unser spezieller KSH‑Trumpf, die vielzitierte »mannschaftliche Geschlossenheit«; aus finanziellen Gründen wird sich nämlich die personelle Besetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht ändern.

(Daniel Lindner, Der Königsspringer Mai 1997)

↑
↓
KSH 2
Stadtliga A
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 2 45,0 14
2. Hamburger SK 6 41,5 13
3. SK Union‑Eimsbüttel 2 38,0 12
4. SK Marmstorf 36,5 11
5. ETSV Altona‑Eidelstedt 41,0 10
6. TV Fischbek 36,0 9
7. Pinneberger SC 2 31,5 6
8. Langenhorner Schachfreunde 30,5 6
9. Niendorfer TSV 31,5 5
10. Hamburger SK 5 28,5 4

Nach vielen vergeblichen Anläufen hat die Zweite nun endlich den Aufstieg geschafft. Das Ziel, die Lücke zwischen den ersten beiden Mannschaften zu schließen, wurde allerdings (wieder) nicht erreicht.

Gleich nach der ersten Runde war die Zweite schon aufgestiegen, gegen den Abstiegskandidaten Pinneberg 2 wurde ein knapper Wettkampf wie selbstverständlich sicher gewonnen, und der Hauptkonkurrent HSK 6 verlor gegen den späteren Absteiger, die eigene fünfte Mannschaft. Aber im direkten Aufeinandertreffen gab es eine knappe Niederlage. Trotzdem war an dieser Stelle nichts verloren, der Aufstieg aus eigener Kraft noch machbar.

Bei der bitteren Niederlage gegen Marmstorf wurden doch deutliche Schwächen sichtbar, die auch in den Folgewettkämpfen nicht abgestellt werden konnten: Zu Spielbeginn fanden sich nur fünf bis sechs Spieler ein, und in der Schlussphase gab es Zeitnot an zu vielen Brettern. Nach der unglücklichen Niederlage war die Stimmung auf dem Nullpunkt; mit HSK 6 fand sich ein klarer Favorit für den Aufstieg.

Trotzdem wurde die Saison ordentlich zu Ende gebracht. In schöner Regelmäßigkeit wurde gewonnen und im Internet auf das Ergebnis von HSK 6 gewartet, die dann in der siebten Runde an Union‑Eimsbüttel 2 scheiterten.

Ein echtes Drama gab es in der Vorschlussrunde gegen den Verfolger ETSV 1. Spieler und Zuschauer rauften sich im lärmdurchfluteten Schulgebäude die Haare, bis ein überaus knapper Sieg in der letzten Minute der Gesamtspielzeit verbucht werden konnte.

In der Schlussrunde beim NTSV versammelte sich ein knappes Drittel des Vereins – 30 (dreißig!) Königsspringer –, um mit Sekt auf den doch überraschenden Aufstieg anzustoßen. Dem NTSV wünschen wir auf diesem Wege viel Glück und Erfolg in der Bezirksliga!

(Michael Wolter, Der Königsspringer August 1997)

↑
↓
KSH 3
Bezirksliga B
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 3 49,5 14
2. SG Wichern‑Schule 39,5 14
3. SK Caissa Rahlstedt 43,0 13
4. SC Schachelschweine 39,5 11
5. Volksdorfer SK 35,0 8
6. Hamburger SK 11 34,0 8
7. Bergstedter SK 33,0 8
8. Hamburger SG BUE 3 34,0 7
9. Hamburger SK 10 27,5 6
10. SV Billstedt‑Horn 25,0 1

Vieles erinnerte vor Beginn der Saison an die vergangenen – bekannterweise erfolglosen – Jahre. Wieder wurde ein Team mit ambitionierten SpielerInnen zusammengestellt, wieder wurde die vermeintlich günstigste Staffel herausgesucht, wieder wurden zahlreiche Aufstiegsparolen und ‑strategien herausgegeben, wieder konnte nichts schiefgehen. Wieder begann das Spieljahr mit zwei Erfolgen, einem knappen und denkbar glücklichen gegen den späteren Tabellenletzten und einem Kantersieg gegen einen Aufsteiger.

Wieder geriet das Team aber auch gegen die Angstgegner HSG/BUE, Caissa und Schachelschweine ins Straucheln. Sollte also auch dieses Bezirksligajahr denselben Ausgang nehmen wie die vier Spieljahre zuvor? Starke Mannschaft, gute Staffel, große Sprüche, aber kein Aufstieg? The same procedure as every year? Not yet, Kameraden, not yet.

Vor der Saison wurde das Team vollständig umgekrempelt: Swantje Straßmann, Tino Nicolosi, Swen Weigmann und André van de Velde blieben im Team. Im Tausch mit dem ewigen Top‑Scorer Dietmar Holtz kam Kay Rahn aus der Zweiten zu uns. Toni Vardjavand kehrte aus Eppendorf an unser Spitzenbrett zurück, und mit Gregor Seifer und Jan Hamann verstärkten spielstarke Jugendliche unsere Equipe. Zudem standen uns mit Wolfgang Fenske und Thomas Rosien aus der neugegründeten Siebten zwei erfahrene »Oldies« als Ersatzspieler zur Verfügung (diese Bezeichnung muss man in unserem Verein ja wohl bereits bei Spielern jenseits der dreißig wählen).

Von der Spielstärke her waren wir recht zuversichtlich, nach fünf Jahren Stadtliga‑Abstinenz endlich wieder den Sprung nach oben zu schaffen. Außerdem konnten wir vor der Staffelmeldung herausfinden, dass die vermeintlich größten Konkurrenten, St. Pauli 2 und Union 3, ihre Mannschaften in die Parallelklassen gemeldet hatten. Einen Verein hatten wir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht auf der Rechnung, immerhin haben wir die Wichern‑Schule in der Saison 1996 deutlich mit 5½:2½ nach Hause geschickt. In Horn wurde allerdings kräftig investiert, und als wir sahen, dass mit IM Bernd Stein, FM Frank Behrhorst und Volker Ahmels drei Bundesliga‑Veteranen die Spitzenbretter schmückten, sahen wir schon wieder alle Stadtliga‑Felle davonschwimmen. Die Auslosung wollte es aber, dass es zum Duell Springer gegen Königsspringer erst in der letzten Runde kommen sollte.

In der ersten Runde besuchte uns Billstedt‑Horn. Die Mannschaft war relativ schwach, und so freuten wir uns auf ein lockeres Einspielen. In der vierten Stunde fehlten uns aber noch anderthalb Brettpunkte für den Mannschaftssieg, und die verbliebenen Stellungen sahen keinesfalls danach aus. In dieser Phase kam uns aber etwas zugute, was wir in den letzten vier Jahren regelmäßig vermisst hatten: ein wenig Können und eine ganze Menge Glück. Andrés Gegner reagierte auf das äußerst zweifelhafte Damenopfer falsch, und auch Kay konnte seine Partie retten, sodass der Auftakt mit 5:3 gerade noch einmal gutging. Die zweite Runde (6½:1½ gegen den Aufsteiger Bergstedt) bereitete uns hauptsächlich wegen der mühsamen Anfahrt Schwierigkeiten.

In der dritten Runde feierten wir Heimpremiere in der (viel schöneren) Paul‑Sorge‑Straße. HSG/BUE 3 hieß der Gegner, und von der Papierform her sollte nichts anbrennen. Nach fünf Stunden hatten wir mit einem 4:4 aber unseren ersten Punkt gegen einen vermeintlichen Underdog verloren. Erinnerungen an 1993 wurden wach, als wir mit einem 3:5 gegen die HSG/BUE in der fünften Runde unsere Aufstiegschancen verspielten. Ein Punkt Rückstand auf die Tabellenspitze wäre aber noch aus eigener Kraft aufzuholen gewesen.

Die vierte Runde gegen HSK 11 ging mit 7:1 an uns. Mit dem 5½:2½ gegen den starken Stadtliga‑Absteiger aus Volksdorf witterten wir wieder Morgenluft. Nach fünf Runden lagen wir mit 9:1 Punkten einen Zähler hinter der Wichern‑Schule auf Platz 2. Wir waren damit noch ganz gut im Rennen, auch wenn wir ein hammerhartes Restprogramm hatten.

In der sechsten Runde mussten wir gegen Caissa ran. Wieder ein Angstgegner, wieder ein Spiel am Montag, wieder auswärts ein gutes Stück hinter der Walachei. Unsere Leistung war kaum der Rede wert: 2½:5½ bedeuteten ein völlig verdientes Debakel und den Abschied von allen Träumen auf eine Stadtliga‑Saison 1998. Zu groß war der Abstand auf die Wichern‑Schule (drei Mannschaftspunkte), zu schwer unser Restprogramm, zu wenig überzeugend unsere bisherigen Leistungen.

Hier kam uns aber zum zweiten Mal das Glück zu Hilfe: Die Wichern‑Schule gab überraschend einen Punkt gegen Volksdorf und in der vorgezogenen achten Runde einen weiteren gegen Caissa ab. Die Rahlstedter mussten sich ihrerseits den Schachelschweinen mit 3:5 geschlagen geben. Wir gewannen mit 7:1 gegen HSK 10, und so ergab sich vor der achten Runde gegen die Schachelschweine (wieder ein Angstgegner) folgendes Tabellenbild:

1. Wichern‑Schule 8 14:2 39½
2. Königsspringer 3 7 11:3 37½
3. Caissa 8 11:5 37
4. Schachelschweine 7 10:4 32

Somit war klar: Caissa war aus dem Rennen. Unsere Begegnung mit den Schachelschweinen stellte sozusagen das Halbfinale um die Meisterschaft dar, die mit dem Showdown in der Wichern‑Schule entschieden werden sollte. Angesichts unserer guten Brettpunkte reichte ein Unentschieden, um als Kandidat aus dem Wettkampf hervorzugehen; die Barmbeker benötigten einen Sieg und mussten dann auf unsere Schützenhilfe in der neunten Runde hoffen.

Erneut wurden Erinnerungen geweckt: In den Jahren 1994 und 1996 machte uns der oftmals unterschätzte »Breiten‑ und Freizeitsportverein« schon zweimal gewaltige Striche durch unsere Aufstiegsrechnungen. An Dramatik war der Kampf kaum zu überbieten: Jan musste gegen Dirk Schulze seine einzige Saisonniederlage einstecken, auch Toni verlor gegen Ronald Rittmeyer. Dafür gewann Wolfgang gegen Dana Lenwenus. Die Bretter 4 bis 6 endeten remis. Somit stand es 2½:3½. Tino hatte gegen Bodo Severin eine Qualle mehr, die Stellung war allerdings geschlossen. André (gegen Björn Lengwenus) hatte zwar einen Bauern mehr, musste sich aber die ganze Partie über verteidigen. André stellte seinen Mehrbauern dann ein und willigte ins Remis ein, Tino gab die Qualle zurück und wickelte ins bessere Turmendspiel ab.

Nach knapp fünf Stunden reichte Bodo die Hand herüber, und die anschließende Feier bei »Lucky« ließ nicht vermuten, dass wir »nur« 4:4 gespielt hatten. Somit konnte es eine Woche später zum Endspiel gegen die Wichern‑Schule kommen!?

Leider nicht, denn die Wichern‑Schule hat für diesen Wettkampf keine Mannschaft aufstellen können und musste deshalb aufgeben. Frank Behrhorst hatte bereits einige Wochen vor der neunten Runde angekündigt, dass er den Wettkampf wegen Personalnot gern verlegen wollte. Das wäre grundsätzlich auch kein Problem gewesen, doch stellte sich für uns das Problem, dass wir zu jedem denkbaren Ausweichtermin keine spielfähige Mannschaft hätten aufstellen können.

»Natürlich« wurde uns aus Horn der Vorwurf gemacht, wir hätten uns unsportlich verhalten. Wer allerdings Kenntnis davon hatte, dass unsere »Hauptersatzspieler« bereits dreimal gespielt hatten und uns wegen der drei Bezirksligamannschaften auch keine weitere Reserve zur Verfügung stand, wird die Geschehnisse richtig bewerten.

Ein kampfloses 8:0 bedeutet: Königsspringer 3 ist Bezirksliga‑Meister 1997! Ausgerechnet in diesem Jahr also hat der Stadtliga‑Aufstieg nach fünf Jahren endlich geklappt. Dabei waren unsere Ergebnisse alles andere als berauschend. Sicherlich haben wir die drei Kämpfe gegen Bergstedt und beide HSK‑Teams hoch gewonnen und auch gegen Volksdorf überzeugen können. Die schwachen Vorstellungen gegen Billstedt, HSG/BUE und Caissa verbleiben aber als Makel.

Egal, nächstes Jahr geht es in die Stadtliga, und die wird verdammt hart. Entgegen der Ankündigung von Jürgen Kohlstädt, die beiden Staffeln für 1998 neu zu mischen, verbleibt es bei der alten Einstufung. Mit unserem Team nehmen wir den Platz der Zweiten ein und sind damit in der (vermeintlich) stärkeren A‑Staffel gelandet. Hinzu kommt, dass mit St. Pauli 2 auch der wohl stärkste Aufsteiger aus der Bezirksliga hier spielt. Wir werden uns ganz schön zusammenreißen müssen, wenn unser Ausflug in die zweithöchste Hamburger Klasse nicht wieder, wie schon 1992, nach einem Jahr beendet sein soll. Durch den Aufstiegs‑Hattrick unserer ersten drei Mannschaften verbleibt jedoch die Hoffnung, dass wir unsere Mannschaft für 1998 erheblich verstärken und selbstbewusst einen Platz im Mittelfeld anvisieren können (wenigstens Platz 8!). Schau’n mer mal.

(André van de Velde, Der Königsspringer August 1997)

↑
↓
KSH 4
Bezirksliga C
Pl. Mannschaft BP MP
1. FC St. Pauli 2 49,0 17
2. SK Union‑Eimsbüttel 4 39,5 13
3. Königsspringer Hamburg 4 39,0 12
4. Schachfreunde Wedel 38,5 12
5. Hamburger SK 9 39,5 11
6. Niendorfer TSV 2 34,5 7
7. SV Diagonale‑Harburg 2 31,5 6
8. SK Marmstorf 2 30,5 5
9. Altonaer SK Venceremos 30,0 5
10. TV Fischbek 2 28,0 2

Über die Frage, wer eigentlich die Vierte bzw. die Fünfte war, lässt sich trefflich streiten. Unser Team war unter der Führung von Shreyas Dave als KSH 4 ins Rennen geschickt worden. Es war damit eine von drei Bezirksliga‑Mannschaften des Vereins. Unbestritten war davon KSH 3 auch die stärkste Mannschaft. Ob wir und die nominell Fünfte unsere Bezeichnungen zu Recht trugen, musste die Saison zeigen. Dabei gestaltete sich unser Saisonverlauf wie folgt:

Königsspringer 4 – St. Pauli 2, 2:6. Der einzige Vorteil, den man hat, wenn man zu Turnierbeginn gleich gegen den Favoriten spielt, besteht darin, dass einem noch Überraschungen gelingen können. Was uns aber letztlich nicht gelang, wie das Resultat zeigt. Hatten wir uns zu Beginn der Saison noch geringe Aufstiegschancen ausgerechnet, so fanden wir uns jetzt auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Marmstorf 2 – Königsspringer 4, 3½:4½. Ein Mannschaftskampf, der dadurch gekennzeichnet war, dass wir dreißig Minuten vor dem verschlossenen Spiellokal der Marmstorfer standen. Für die erlittenen »Frostschäden« konnnten wir uns aber revanchieren. Nicht nur, dass dies der erste Sieg in der der neuen Saison war, nein, dies war auch der erste Sieg einer Königsspringer‑Mannschaft gegen Marmstorf in den letzten 13 Jahren überhaupt.

Königsspringer 4 – Altonaer SK, 5:3. In der dritten Runde gab es wieder eine Premiere: der erste Heimkampf im neuen Spiellokal an der Paul‑Sorge‑Straße. Trotz oder wegen der veränderten Spielbedingungen gelang uns nach spannendem Kampf der zweite Saisonsieg. Ab diesem Kampf mussten wir leider auf den weiteren Einsatz von Peyman an Brett 1 verzichten, was die Mannschaft aber im Laufe der Saison gut kompensierte. Mittlerweile hatte sich die Mannschaft auf den fünften Tabellenplatz vorgearbeitet.

Wedel – Königsspringer 4, 5:3. Über die zweite Saisonniederlage vermag ich nichts zu berichten. Wegen meines Fehlens bei diesem Kampf muss ich mich auf Gerüchte verlassen. Ein knappe, aber eigentlich überflüssige Niederlage soll es gewesen sein, die jedoch keinen Einfluss auf unseren fünften Tabellenplatz hatte.

Königsspringer 4 – Fischbek 2, 5:3. Der einzige Heimkampf, der an einem »bekannten« Ort gespielt wurde. Wie schon in der dritten Runde empfingen wir unsere Gegner in der Aula in der Paul‑Sorge‑Straße. Der Kampf verlief jedoch nicht so spannend, wie es das Endergebnis andeutet. Trotz des Sieges: weiter nur Tabellenplatz 5.

Königsspringer 4 – Diagonale 2, 5½:2½. Statt in der geräumigen Aula antreten zu können, saßen wir diesmal mit der Fünften und unseren jeweiligen Gegnern in einem(!) Klassenraum. Mag es nun die Erinnerung an die Klassenräume der Schule am Niendorfer Marktplatz gewesen sein, jedenfalls konnten wir (KSH 4 und 5) unsere Kämpfe gewinnen. Dennoch waren wir noch immer Fünfter der Tabelle.

NTSV 2 – Königsspringer 4, 4:4. Immer wieder ein Klassiker, das (37.) Lokalderby. Ausgerechnet in diesem prestigeträchtigen Kampf mussten wir an den bisher starken hinteren Brettern (zuviele unnötige) Punkte lassen. Aber mit dem nötigen Einsatz gelang uns noch ein Unentschieden. Ein NTSVler meinte vermelden zu müssen, dass ein 4:4 für den NTSV doch eigentlich ein Erfolg gegen uns sei. Nun ja, wenn man unbeachtet lässt, dass deren zweite Mannschaft gegen unsere Vierte gespielt hatte. Egal, wir hatten uns jedenfalls in der Tabelle immer noch nicht bewegt.

Königsspringer 4 – Hamburger SK 9, 6:2. Der fünfte Heimkampf bescherte uns, man ahnt es schon, das vierte Spiellokal. Jedenfalls konnte diesmal jede Königsspringer‑Mannschaft (vier Heimspiele) ihren Mannschaftskampf in einem eigenen Klassenraum spielen. Da HSK 9 in der Tabelle zuvor vor uns lag, konnten wir uns durch den errungenen Sieg in der Tabelle endlich verbessern (Platz 4).

Union‑Eimsbüttel 4 – Königsspringer 4, 4:4. Ein deutlicher Sprung in der Tabelle (von 4 auf 2) wäre bei einem Sieg in dieser Runde möglich gewesen. Aber irgendwie waren wir zu friedfertig bzw. zu leichtsinnig. Ein Unentschieden, das beiden Mannschaften nicht weh tat, bedeutete das Ende der Saison auf dem dritten Tabellenplatz. In der Paralelklasse belegte KSH 5 gleichfalls mit 12:6 Punkten den dritten Platz. Zur Beantwortung der Frage, wer nun die tatsächliche Vierte bzw. Fünfte war, wurden durch den Verlauf der Saison keine neuen Erkenntnisse gewonnen. Möge das »Fernduell« in der nächsten Saison seine Fortsetzung finden. Ich meine aber, dass unsere Mannschaft, sofern sie nicht verändert wird, dann die besseren Karten haben wird, weil sie aus jugendlichen Spielern besteht. »Oder bist du anderer Meinung, Peter?«

(Joachim Meyer, Der Königsspringer August 1997)

↑
↓
KSH 5
Bezirksliga D
Pl. Mannschaft BP MP
1. Langenhorner Schachfreunde 2 43,0 13
2. SK Union‑Eimsbüttel 3 41,0 13
3. Königsspringer Hamburg 5 41,0 12
4. Schachfreunde Hamburg 4 39,5 11
5. SC Schwarz‑Weiß Harburg 38,0 11
6. FC St. Pauli 3 38,0 10
7. SV Diagonale‑Harburg 36,0 9
8. Hamburger SK 12 35,5 8
9. SV Blankenese 22,0 2
10. Hamburger Gehörlosen SV 25,5 1

Vor Beginn der Mannschaftskämpfe waren wir uns einig, dass wir einen der vorderen Plätze anstreben wollten – vom DWZ‑Schnitt her waren wir auf einem Mittelplatz einzuordnen. Favorit unserer Staffel war Union‑Eimsbüttel 3 mit jeweils mehr als 2000 DWZ‑Punkten an den Brettern 1 bis 4.

Unser erster Gegner, Diagonale, war an den Brettern 1 bis 4 besser, an 5 bis 8 dagegen nominell schlechter besetzt, ein spannender Mannschaftskampf war zu erwarten. Durch Siege von Olaf Ahrens und Daniel Eggers sowie meine Niederlage führten wir schnell 2:1, Björn Frontzek hatte früh eine Mehrfigur, sonst aber sah es sehr durchwachsen aus: Joachim Zierau hatte einen bis zwei Mehrbauern im Endspiel T+D – T+D mit noch zehn Minuten für zwanzig Züge, Hajo kämpfte ums Remis und Norbert Schönfisch hatte zwar starken Angriff, musste aber Material geben und stand eigentlich auf Verlust. Unser Ersatz Ansgar Loesaus konnte seine Partie nicht halten, Norberts Gegner stellte in Zeitnot einen Turm ein, auch Björns Gegner hatte ein Einsehen – 4:2. Joachim hatte nach glücklich überstandener Zeitnot zunächst einen, später zwei Minusbauern, doch Hajo konnte sein Turmendspiel zum Remis abwickeln. Nach hartem Kampf erreichte auch Joachim noch das verdiente Remis – 5:3.

HSK 12 war unser nächster Gegner, von der Papierform her ebenfalls eine lösbare Aufgabe. Nach ca. zwei Stunden überraschte Joachim seinen Gegner mit einem Matt, Frank Ketzler am achten Brett machte gegen seinen ca. 250 DWZ‑Punkte stärkeren Gegner remis, Olaf verrechnete sich im Turmendspiel – 1½:1½. Zu diesem Zeitpunkt war an Brett 1 noch nichts passiert, Ulrich und Norbert standen besser, Björn hatte wieder eine Mehrfigur, Daniels Stellung war sehr unklar. Björn ließ seinem Gegner keine Chance und ich nahm das Remisangebot meines Gegners an – 3:2. Daniel erreichte ein Remis durch Dauerschach, Ulrich setzte sich durch in einem Endspiel 2T + 6B – T + 5B, das wegen dreier verbundener gegnerischer Freibauern genaues Rechnen erforderte und Norbert remisierte zum 5:3.

Runde 3 bescherte uns mit Schwarz‑Weiß Harburg einen deutlich stärkeren Gegner. Durch Siege von Björn und Daniel sowie zwei Remisen von Norbert und mir konnten wir 3:1 in Führung gehen, leider gingen aber die restlichen Brettpunkte an Harburg, sodass wir mit 3:5 unsere ersten beiden Mannschaftspunkte abgeben mussten.

Blankenese in Runde 4 schien ein leichter Gegner zu sein, die äußeren Bedingungen – nebenan wurde ein Fußballspiel lautstark kommentiert – waren aber extrem ungünstig. Nach einem Einsteller von Norbert, Remis durch Hajo, Daniel, Joachim und den durch die Spielbedingungen sehr genervten Björn sowie Siegen von Olaf und Ulrich gingen wir mit 4:3 in Führung. Ich schaffte es, in der zweiten Zeitnotphase meine gewonnene Stellung noch zum Remis zu verpatzen, ein sehr glückliches 4½:3½ für uns und Zeit für eine Zwischenbilanz: Auf den Plätzen 1 bis 4 standen mit je 6:2 Punkten Langenhorn 2, Schachfreunde 4, St. Pauli 3 und KSH 5. Wir hatten zwar die wenigsten Brettpunkte aufzuweisen, aber da wir gegen die anderen drei Mannschaften noch spielen mussten, war für uns noch alles drin.

Gegen Aufsteiger Langenhorn 2 passierte dann das Unglück: Durch Siege von Michaela Morinez, Ulrich und Björn sowie Remis von Klaus Sandmann, Stephan Schwanke, Daniel und mir kamen wir zunächst zu einem 5:3, jedoch hatte ich als Mannschaftsführer einen nicht spielberechtigten Spieler aufgestellt – die fünfte Runde ging mit 3:5 verloren. Statt auf dem ersten Tabellenplatz fanden wir uns nun auf dem geteilten fünften bis sechsten Platz wieder.

Runde 6 gegen den Favoriten Union 3 hatte eigentlich eine klare Sache sein sollen. Unser Gegner kam uns aber sehr entgegen, ließ Brett 1 frei und trat nur an Brett 2 mit einem Spieler mit DWZ > 2000 an. Also 1:0 von Beginn an. Ansgar Loesaus machte ein schnelles Remis – 1½:½. Dann ging es aber erst einmal bergab: Ulrich wurde an Brett 2 nach zähem Kampf besiegt, auch Norbert verlor – 1½:2½. Daniel stand auf Gewinn, Olaf, Björn und Klaus Sandmann dagegen kämpften ums Remis – das würde uns nicht reichen. Dann aber die Wende: Daniel gelang ein sehr schön herausgespielter Sieg nach Angriff am Damenflügel und Olaf zwang mit einem Glanzzug seinen Gegner zur sofortigen Aufgabe. Klaus bog sein Endspiel zum Sieg um, und auch Björn konnte gewinnen; ein glückliches 5½:2½ und in der Tabelle der geteilte dritte bis fünfte Platz.

Die Ausgangssituation vor der siebten Runde: Durch einen Sieg bei Schachfreunde 4 – bei gleichzeitiger Niederlage von Langenhorn bei Union 3 – konnten wir mit St. Pauli und Schwarz‑Weiß Harburg gleichziehen und uns letzte Aufstiegschancen erhalten. Daraus wurde aber leider nichts, trotz guten Beginns: Ersatzmann Ansgar gewann sehr schnell, Björn stand frühzeitig besser und realisierte seine Chancen, Hajo wickelte zum Remis ab. Dann aber kam der Einbruch: Norbert verlor, Joachim konnte sich in einer etwas obskuren Grünfeldvariante nicht halten, auch Olaf musste schließlich aufgeben (Wie lange haben wir eigentlich diese Stellung analysiert?) – 2½:3½. Die letzten beiden Partien: Ulrich stand nach hervorragendem Beginn verzweifelt schlecht, ich kämpfte um ein Remis. Allerdings kam mir mein Gegner entgegen, machte in hochgradiger Zeitnot einige schwache Zuge, schließlich gewann ich durch Zeitüberschreitung. Ulrich konnte sich leider nicht halten, mit 3½:4½ mussten wir alle Aufstiegsträume begraben. Dies war um so bitterer, als alle anderen Mannschaften für uns spielten: Langenhorn verlor und in Runde 8 spielte Schwarz‑Weiß Harburg gegen Diagonale 4:4, sodass wir mit Siegen über Schachfreunde 4 in Runde 7 und St. Pauli 3 in Runde 8 die alleinige Führung hätten übernehmen können.

Gegen St. Pauli 3 lief dann wieder alles nach Wunsch: Durch Remis von Hajo und mir sowie einen Sieg von Olaf führten wir schnell 2:1. Daniel und Björn standen besser, Joachim hatte sehr starken Königsangriff, Ulrich spielte einen Bilderbuchangriff im Königsinder. Norbert stand lange gut in seinem Grünfeldinder, scheiterte aber dann am Theoriewissen seines Gegners – 2:2. Daniels Gegner hielt dem Druck nicht stand, stellte einen Turm ein und verlor. Björn hatte schlussendlich zwei Mehrläufer und irgendwann sah auch sein Gegner ein, dass jede Gegenwehr zwecklos war – 4:2. Ulrich opferte erfolgreich zwei Leichtfiguren für seinen Angriff, während Joachim bei nunmehr deutlich besserer Stellung in arge Zeitnot geraten war. Eine Bemerkung seines Gegners in höchster Zeitnot kostete ihn wertvolle Sekunden, sodass er im 39. Zug die Zeit überschritt. Mit dem 5:3 konnten wir aber zufrieden sein.

Der letzte Mannschaftskampf gegen die Gehörlosen, zu diesem Zeitpunkt bereits Absteiger, war nur eine Pflichtaufgabe. Michaela Morinez machte am achten Brett ein schnelles Remis, Joachim gewann im Königsangriff, Björn legte nach, wir führten schnell 2½:½. Mein Gegner bot mir remis an, 3:1. Norberts Gegner schaffte es, mit einem Springeropfer die schwarze Königsstellung aufzureißen und Dauerschach herbeizuführen. Ulrich konnte seinen Druck auf die gegnerische Stellung weiter verstärken, schließlich warf sein Gegner, der sich durch seine eigenen Mannschaftskameraden gestört fühlte, die Figuren um – 4½:1½. Klaus und Olaf konnten dann ihre nie gefährdeten Partien gewinnen: Mit 6½:1½ war dies unser höchster Sieg und der Abschluss der Saison. Wir erreichten damit den dritten Tabellenplatz.

Der Aufstieg war möglich, man kann aber optimistisch sein, was die nächste Saison angeht. Den Ersatzspielern an dieser Stelle einen herzlichen Dank für zehn Einsätze und sechseinhalb Punkte aus diesen zehn Partien. Bei den Mannschaftskollegen möchte ich mich für ihren Einsatz und Kampfgeist ebenso bedanken wie für die gute Stimmung im Team.

Nun aber zu den Einzelergebnissen: An Brett 1 kann ich mit 4/8 zufrieden sein, sechs Unentschieden sind allerdings ein bisschen zuviel. Joachim Zierau (3/7) hat sich am zweiten Brett gut gehalten, Ulrich Zastrow hatte eine sehr starke Saison und holte mit 5/8 gegen nominell oftmals deutlich stärkere Gegner ein sehr gutes Ergebnis. Bei Hans‑Joachim Schwanke (2/5) und Norbert Schönfisch (2½/9) war sicherlich das eine oder andere Mal mehr drin, Olaf Ahrens (5/8) hat sich ebenfalls gut gehalten und Daniel Eggers war mit 5½/7 ohne Verlustpartie ein besonders zuverlässiger Mitspieler. Ganz besonders hervorzuheben ist die Leistung von Björn Frontzek, der achteinhalb Punkte aus neun Partien erreichte und der nur durch die äußeren Bedingungen beim Spiel gegen Blankenese daran gehindert wurde, die Saison mit einem 100%‑Ergebnis zu beenden. Es hat viel Spaß gemacht, zuzusehen, wie er seine Gegner demontierte.

(Peter Knops, Der Königsspringer August 1997)

↑
↓
KSH 6
Kreisliga C
Pl. Mannschaft BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 3 49,5 16
2. SC Concordia 2 40,0 12
3. SC Farmsen 37,5 9
4. Schachfreunde Hamburg 5 33,0 7
5. Königsspringer Hamburg 6 30,0 7
6. Langenhorner Schachfreunde 3 29,5 7
7. Schachfreunde Sasel 2 24,5 6
8. SK Union‑Eimsbüttel 6 24,0 6
9. Niendorfer TSV 4 20,0 2

Die Mannschaft von Ansgar konnte erneut die Kreisliga halten, was vorwiegend durch den guten Start begründet und deshalb nicht derart nervenaufreibend wie im Vorjahr war. Gegen die Schachfreunde war uns auch mal das Glück hold, als wir einen Mannschaftspunkt am grünen Tisch geschenkt bekamen. Sicherheitshalber nahmen wir sogar den Farmsenern noch einen ab (man denke nur an das Debakel aus der Vorsaison). Das zeigt deutlich, dass wir uns in der nächsten Saison zu Höherem berufen fühlen konnten.

(Thomas Rosien)

↑
↓
KSH 7
1. Kreisklasse C
Pl. Mannschaft BP MP
1. Pinneberger SC 4 39,5 13
2. Hamburger SK 14 33,0 11
3. SC Rösselsprung 31,0 8
4. Königsspringer Hamburg 7 33,0 7
5. ETSV Altona‑Eidelstedt 3 28,0 6
6. SV Billstedt‑Horn 2 24,0 6
7. Bergstedter SK 4 21,0 3
8. Schachfreunde Hamburg 9 14,5 2

Aus der Not geboren, der Dritten Ersatzspieler zu stellen, ohne Spielern der Sechsten ihren Platz zu nehmen, nahm die neue Siebte die Herausforderung an, ganz unten ihren Weg zu machen. Der Aufstieg in die Kreisliga wäre die Krönung gewesen und wurde erst in der letzten Begegnung vergeben, als es ein doch deutliches 2½:5½ gegen HSK 14 gab. Wie wir leider allen Konkurrenten unterlagen, während es gegen die schwächeren Vertreter hohe Siege gab.

Es begann mit einem 8:0 gegen die zweite Mannschaft von Billstedt, die am selben Tag mit ihrer ersten Mannschaft zu Gast bei unserer Dritten war und wohl deshalb nicht genug Spieler zusammenbekam. Doch schon nach der nächsten Runde war unsere Glückseligkeit verflogen. Ein total spannender Kampf gegen Pinneberg 4 endete im Fiasko (3½:4½), als es uns in der letzten Partie nicht gelang, bei Materialvorteil in zwei, drei oder vier Zügen matt zu setzen, und wir statt dessen selber verloren. Sehr bitter.

Ersatzgeschwächt wie häufig (18 Reservisten in sieben Runden) errangen wir ein 4:4 bei ETSV 3. Anschließend wurde Schachfreunde 9 verhauen. Erneut sehr unglücklich aufgetreten bei Rösselsprung, lagen wir nach knapp einer Stunde 0:3 zurück und konnten auch trotz guter Moral die Niederlage nicht verhindern. Dafür musste Bergstedt 4 büßen. Tatsächlich wären wir danach bei einem Sieg gegen HSK 14 als Tabellenzweiter trotzdem noch aufgestiegen, aber wenn ich ehrlich bin, hatten wir es dieses Jahr noch nicht verdient.

Die besten Scorer waren Svend Retzlaff (6/7), Thomas Rosien (5½/7), Baldur Schroeter (4½/6) und Wolfgang Lüdtke (3/4).

(Thomas Rosien, Der Königsspringer August 1997)

↑
↓
KSH 8
1. Kreisklasse B
Pl. Mannschaft BP MP
1. Bergstedter SK 2 38,0 12
2. SC Schachelschweine 3 28,5 11
3. Altrahlstedter MTV 2 30,0 8
4. Bramfelder SK 4 27,0 7
5. Schachfreunde Hamburg 8 30,0 6
6. Königsspringer Hamburg 8 24,5 5
7. Mümmelmannsberger SV 22,5 5
8. SV Großhansdorf 4 23,5 2

Unsere Achte musste in der abgelaufenen Saison ohne ihren langjährigen Mannschaftsführer und Mitspieler Heinz Brockmann antreten. An dieser Stelle einen herzlichen Dank für den jahrelangen Einsatz als Mannschaftsführer und beste Genesungswünsche. Unter der Führung von Martin Bierwald spielte die Achte eine erfolgreiche Saison. So erfolgreich, dass zwischendurch Gerüchte über einen möglichen Aufstieg die Runde machten. Leider wurden jedoch die letzten beiden Spiele verloren, darunter auch das gegen den »Aufstiegskonkurrenten«.

Neben dem Abschneiden unserer Achten war aber auch ein anderes Ereignis in der 1. Kreisklasse B von relativer Bedeutung. In der Begegnung AMTV 2 gegen Schachfreunde 8 spielte ein Spieler gleichzeitig diesen Kampf als Reservist mit und noch einen weiteren Mannschaftskampf in seiner Stamm‑Mannschaft. Dabei saß er so, dass er gleichzeitig an beiden Brettern spielen konnte (quasi über Eck’). Grundsätzlich hätte der Spieler beide Partien spielen dürfen, wenn sie zu verschiedenen Zeitpunkten stattgefunden hätten. Ein ausdrückliches Verbot, Partien gleichzeitig zu spielen, ist in der Turnierordnung nicht enthalten. Geahndet und damit für unzulässig erklärt wurde das Verhalten des Spielers mit der Begründung, dass sein Verhalten unsportlich, weil störend, gewesen sei.

(Joachim Meyer, Der Königsspringer August 1997)

  1997  
 
 
 
 
 
 
 
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05.07.2017, 20:37 (tr)
 
 
 
 
 
 
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