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Chronik: Mannschaftskämpfe
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Mannschaftskämpfe

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1992
Saisonverlauf Endstände und Berichte Spieler und Ergebnisse
KSH 1
LL   1.
  9 46,5 14
KSH 2
SL   5.
  9 36,0 10
KSH 3
SL   9.
  9 30,5   4
KSH 4
BL   4.
  9 37,0 11
KSH 5
KL   1.
  9 48,5 14
KSH 6
1K   4.
  8 38,5 11
KSH 7
1K   8.
  8 22,0   4
↑
↓
KSH 1
Landesliga Hamburg
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 46,5 14
2. Bille SC 42,5 13
3. Hamburger SK 3 42,0 13
4. SC Concordia 40,0 12
5. SK Union‑Eimsbüttel 42,5 11
6. FC St. Pauli 36,5 10
7. SC Diogenes 2 35,5 9
8. SK Johanneum Eppendorf 29,5 6
9. Hamburger SG BUE 2 26,5 1
10. ETSV Altona‑Eidelstedt 18,5 1

Die Saison begann für die Erste mit einem überzeugenden Sieg über Bille. Nach dem glatten 6:2 gegen Angstgegner St. Pauli guckte man sich schon mal die anderen Mitkonkurrenten um den Aufstieg an. Neben Bille waren Concordia, HSK 3 und Union‑Eimsbüttel zu beachten.

Also: »Wenn wir Concordia schlagen, dann sind wir ganz vorn dabei.« Daraus wurde aber nichts und wir meldeten uns aus dem Kreis der Favoriten ab. Auch ein hoher Sieg gegen Diogenes 2 nützte nichts. Es folgte eine katastrophale Niederlage in Eimsbüttel und das war’s dann wohl.

In der sechsten Runde folgte ein an sich unbedeutender Wettkampf mit HSK 3. Diese spielten ohne vier und Marcus wollte zwischenzeitlich schon remis geben. Im Rückblick aber war dies einer der Schlüsselwettkämpfe der diesjährigen Saison, der mit 4½:3½ knapp gewonnen wurde. Concordia verlor in dieser Runde sensationell gegen SKJE. Dabei soll ein Concorde in klarster Gewinnstellung (matt oder Damengewinn) nur zu einem Remis gekommen sein.

Und dann ging das Laufen los. Fünf Mannschaften vorne, eine Partie kippt und man ist nicht Erster, sondern Fünfter (so geschehen in der Begegnung Union‑Eimsbüttel gegen Concordia). Nach der siebten Runde hatten nicht weniger als vier Mannschaften die gleiche Brettpunktzahl. Concordia hatte noch zwei Mannschaftspunkte mehr, Königsspringer die beste Berliner Wertung und das einfachste Restprogramm.

In der Vorschlussrunde zeigte Concordia noch einmal Nerven. Nach dieser Runde übernahm Königsspringer zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Tabellenführung in der Hamburger Landesliga. In der Schlussrunde gab es dann keine Zweifel mehr. SKJE wurde klar geschlagen. Alle Partien, die irgendwie kompliziert, unklar, schwierig oder schwer einschätzbar waren, kippten zu unseren Gunsten. Wir hätten auch 8:0 gewinnen können, waren aber auch mit dem 7:1 uneinholbar.

Zu dieser Veranstaltung gibt es auch einen Titel:

Hamburger Mannschaftsmeister 1992

Das herausragende Ergebnis erzielte Detlef Neukirch mit 6½ aus 7. Detlef ist FIDE‑Meister und Bundestrainer im Blindenschach. Seine Leistung ist enorm, wenn man auch den langen Reiseweg von und nach Halle/Saale bedenkt. Zusätzlich rutschten die restlichen Spieler ein Brett nach unten. Am wohlsten fühlte sich dabei Marcus Möhrmann, der mit 7 aus 8 und einem kampflosen Punkt am siebten Brett kräftig aufräumte.

Mit dem ersten Platz verbunden ist der Aufstieg in die Oberliga Nord. Dort werden wir u. a. auf die anderen spielstarken Hamburger Vereine wie Sasel, HSG/BUE, Schachfreunde und Diogenes, die Schleswig‑Holsteiner Kiel, Travemünde und Lübecker SV 2 sowie Schwerin aus Mecklenburg‑Vorpommern treffen.

(Michael Wolter, Der Königsspringer Juni 1992)

↑
↓
KSH 2
Stadtliga A
Pl. Mannschaft BP MP
1. Hamburger SK 5 48,5 17
2. SV Großhansdorf 44,0 14
3. Niendorfer TSV 2 39,0 11
4. Barmbeker SK 37,5 10
5. Königsspringer Hamburg 2 36,0 10
6. Hamburger SK 6 34,0 8
7. Langenhorner Schachfreunde 32,5 8
8. Hamburger SG BUE 3 31,0 5
9. ASV Bergedorf‑Lohbrügge 29,0 5
10. SC Diogenes 3 27,5 1

Am 10. Januar war die Premiere: Die Zweite spielte nach dem Aufstieg zum ersten Mal in der Stadtliga bei der HSG/BUE 2. Es begann sehr erfolgreich: Andreas Kohtz brachte uns schnell in Führung, auch Bastian Baldauf und Eike Lau gewannen ihre Partien. Mein Gegner verzichtete trotz besserer Stellung auf Hängepartie und »Knetversuche« und bot etwas überraschend remis an; Endstand 5:3 für uns.

Eventuelle Träume vom Aufstieg platzten dann aber schon in der zweiten Runde: Gegen HSK 5 gab es zuhause eine vom Ergebnis und Spielverlauf recht deutliche 2½:5½‑Niederlage. Allerdings konnten wir dabei (wie in allen neun Runden!) nicht in Bestbesetzung antreten; wahrscheinlich war das auch einer der Hauptgründe, dass wir nie so richtig »in Fahrt« kamen. So spielte z. B. Carl‑Christian Buhr als potenzieller Punktesammler nur dreimal.

In der dritten Runde kam noch mal etwas Hoffnung auf, als wir beim HSK 6 trotz einer kampflosen Niederlage 5:3 gewannen. Doch es folgten zwei peinliche Ergebnisse: ein (sogar glückliches) 4:4 gegen den späteren Absteiger Diogenes 3 und ein noch schlimmeres 3:5 gegen Langenhorn.

Die Pessimisten, die uns nun bei 5:5 Punkten schon den Abstieg zutrauten, konnten wir jedoch bald beruhigen; ein 5:3 gegen den NTSV 2, ein 5½:2½ gegen ASV Bergedorf und ein 4:4 gegen Barmbek. In der letzten Runde gab es ein 2:6 gegen Großhansdorf, sodass am Ende mit 10:8 Punkten ein Platz im oberen Mittelfeld heraussprang. Auch die Einzelergebnisse fast aller Spieler bewegten sich im 50%‑Rahmen. Bastian gewann fünfmal, und ich selbst war mit 5½ aus 7 natürlich auch zufrieden.

Wie sieht es für die nächste Saison aus? Andreas Kohtz wechselt zur Kieler SG in die Oberliga. Wir wünschen ihm viel Erfolg bis auf eine Partie. Wenn sich auch die Aufstellung sehr verändern wird, sollte die Mannschaft sicher stark genug sein, um den Aufstieg mitzuspielen. Mit etwas Glück kann die Lücke zu Königsspringer 1 geschlossen werden (hoffentlich wird die Lücke nicht anders geschlossen). Wir bedanken uns bei allen eingesetzten Spielern (der eingesetzten Spielerin), besonders bei Thomas Wiltafsky als Mannschaftsführer.

(Georg von Bülow, Der Königsspringer Juni 1992)

↑
↓
KSH 3
Stadtliga B
Pl. Mannschaft BP MP
1. Hamburger SK 4 42,0 15
2. TSV Stellingen 44,5 14
3. Hamburger SK 7 41,0 14
4. SK Union‑Eimsbüttel 2 39,0 11
5. TV Fischbek 37,5 10
6. SC Diogenes 4 33,5 6
7. FC St. Pauli 2 33,0 6
8. Niendorfer TSV 30,0 6
9. Königsspringer Hamburg 3 30,5 4
10. Schachfreunde Wedel 29,0 4

Nachdem 1991 zwei Königsspringer‑Mannschaften in die Stadtliga aufstiegen, war vor Saisonbeginn klar, dass der Dritten ein harter Kampf um den Klassenerhalt bevorstehen würde. In den ersten vier Runden gab es deutliche Niederlagen, wir hatten allerdings auch in jedem dieser Kämpfe Spieler aus der ersten Hälfte zu ersetzen. In den Runden 5 und 6 hatten wir die beiden HSK‑Mannschaften zum Gegner. Beide Begegnungen gingen knapp und etwas unglücklich in den Hängepartien verloren.

Vor Runde 7 hielten wir somit mit 0:12 Punkten die rote Laterne relativ unbedrängt in den Händen.

In den letzten Runden trafen wir dann im direkten Vergleich auf die anderen Abstiegskandidaten. Wir hatten durchaus noch Hoffnung, mit drei Siegen den Klassenerhalt zu sichern. Wedel und der NTSV wurden deutlich mit jeweils 5½:2½ geschlagen, wobei es am Brett gegen NTSV lange Zeit nicht danach aussah. In der letzten Runde gegen Diogenes 4 benötigten wir einen Sieg, um den Klassenerhalt zu sichern. Wir führten mit 3½:2½. Joachim Zierau und Thomas Rosien hatten die undankbare Aufgabe, ihre etwas schlechter stehenden Hängepartien remis halten zu müssen. Dies gelang leider nicht. Joachim spielte ungenau in einer Variante, mit der er nicht gerechnet hatte. Als diese Partie verloren ging, hatte Thomas bereits eine relativ sichere Remistellung erreicht, musste aber auf Gewinn spielen, was auch nach hinten losging. Somit wurde dieser letzte Mannschaftskampf mit 3½:4½ verloren, und die Dritte muss nun leider absteigen.

Legt man die gesamte Saison zugrunde, so ist besonders die Leistung unserer Hauptscorer Toni Vardjavand, Daniel Lindner und Joachim Zierau hervorzuheben. Alle anderen Spieler blieben unter 50 % und können sicher nicht ganz zufrieden sein. Positiv muss die Moral der Mannschaft erwähnt werden, die bis zum letzten Spieltag um ihre Chance gekämpft hat.

In der Rückschau kann festgestellt werden, dass wir das Abenteuer Stadtliga durchaus hätten bestehen können, da in verschiedenen Mannschaftskämpfen mehr drin war. Im nächsten Jahr gilt es, verlorenes Terrain zurückzuerobern und eine der drei Bezirksliga‑Mannschaften zum Aufstieg zu führen.

(Ulrich Zastrow, Der Königsspringer Juni 1992)

↑
↓
KSH 4
Bezirksliga A
Pl. Mannschaft BP MP
1. Altonaer SK Venceremos 44,5 15
2. SK Wilhelmsburg 42,0 15
3. Elmshorner SC 39,0 11
4. Königsspringer Hamburg 4 37,0 11
5. Hamburger SK 9 36,0 10
6. Pinneberger SC 2 35,0 8
7. TV Fischbek 2 34,5 6
8. Schachfreunde Wedel 2 32,5 6
9. Hamburger Gehörlosen SV 30,0 6
10. ETSV Altona‑Eidelstedt 2 29,5 2

Diese Mannschaft in der Aufstellung Holger Brauer, Olaf Ahrens, Günter Schierholz, Martin Ehinger, Hans‑Joachim Schwanke, André van de Velde, Martin Rubsch und Marc Lohse sollte sich nach zweimaligem Aufstieg in der Bezirksliga halten. Leider stellte sich früh heraus, dass André wegen seiner Wehrtätigkeit nur sehr selten spielen konnte. Durch den Einsatz zahlreicher Reservespieler konnte aber trotzdem ein recht guter vierter Platz herausgespielt werden.

An dieser Stelle möchte ich mich dafür bei allen daran beteiligten SpielerInnen bedanken. Ausschlaggebend für den Tabellenplatz waren 5:1 Punkte gegen den HSK 9 (mit Rainer Grünberg), Wilhelmsburg und Pinneberg 2. Bemerkenswert hierbei ist nicht nur, dass zum einen das 4:4 gegen Wilhelmsburg (wir hätten gewinnen können) diesen die Aufstiegschancen nahm (1:3 Punkte aus den ersten beiden Runden), sonden auch, dass Holger gegen Hauke Reddmann (Ingo 68) ein Remis erreichte.

Die Ernüchterung kam dann gegen Fischbek 2, wo ein klar gewonnenes Endspiel leider zur 3½:4½‑Niederlage verloren ging. Nach einem Sieg gegen Wedel mussten wir gegen Altona mit drei Reservespielern eine 3:5‑Niederlage hinnehmen, wobei alle drei Brettpunkte von Stammspielern geholt wurden. Nach einem Pflichtsieg gegen ETSV 2 hatten wir in Elmshorn eine 2:6‑Niederlage zu verzeichnen. In der letzten Runde musste noch gegen die Gehörlosen gespielt werden. Der Kampf wurde dann auch mit 5½:2½ ohne große Probleme gewonnen.

(Olaf Ahrens, Der Königsspringer Juni 1992)

↑
↓
KSH 5
Kreisliga C
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 5 48,5 14
2. Elmshorner SC 2 44,0 13
3. FC St. Pauli 3 40,5 13
4. SC Schwarz‑Weiß Harburg 39,5 11
5. SV Diagonale‑Harburg 2 38,0 11
6. Hamburger SG BUE 6 36,0 9
7. Niendorfer TSV 3 34,5 9
8. SV Blankenese 2 28,5 4
9. Schachfreunde Hamburg 4 27,5 4
10. Altonaer SK Venceremos 3 23,0 2

Ausgehend von den Erwartungen, die seitens des Vereins an die Mannschaft gestellt wurden, war es das vorrangige Ziel, den Abstieg zu vermeiden, denn die Fünfte war erst in der Saison zuvor in die Kreisliga aufgestiegen. Mit Torsten Hahn, Boris Bruhn, Sonja Schierholz, Michaela Morinez und Michael Böttcher wurden diejenigen Spieler aus der letztjährigen Fünften und Sechsten genommen, denen man den Klassenerhalt zutrauen konnte. Mit Joachim Meyer und Wolfgang Lüdtke aus der alten Vierten und dem »Newcomer« Kristof Weitemeier wurde das Team vervollständigt.

Der erste Kampf wurde gegen die HSG/BUE 6 ausgefochten. Nach einem nervösen Beginn merkte man, dass die Mannschaft, die zur Hälfte aus Jugendlichen bestand, recht routiniert spielte. Am Ende hieß es 6½:1½ für uns, und zwei wichtige Punkte gegen den Abstieg schienen eingefahren zu sein.

In der zweiten Runde durften wir im künstlerisch »interessant« gestalteten Spiellokal vom Altonaer SK antreten. Aber von den Bildern ließen wir uns nicht ablenken, sondern gewannen wiederum mit 6½:1½. Nachdem man/frau nun vier Mannschaftspunkte und 13 Brettpunkte aufwies, kamen allmählich Bedenken, ob denn die Zielsetzung für die Mannschaft die richtige sei. Ein Blick auf die Ingozahlen der anderen Mannschaften zeigte, dass man am Ende im oberen Mittelfeld landen müsste.

Im ersten Heimspiel konnten wir die Gäste von NTSV 3 begrüßen. Um es kurz zu machen, mit 7:1 gab es reichlich Gastgeschenke. Besonders versöhnlich für Torsten Hahn, der in den ersten beiden Runden an Brett 1 starken Gegnern unterlag, war sein Sieg gegen Hans‑Werner Schaade.

Durch die hohen Siege lagen wir jetzt auf dem ersten Tabellenplatz, und da zwei Mannschaften aufsteigen würden, fing das »Aufstiegsgespenst« an, sich in einigen Köpfen der Mannschaft breit zu machen. Wie man/frau mit dieser Belastung fertig werden würde, musste sich bei SW Harburg zeigen. Was sich jenseits der Elbe ereignete, überraschte selbst den Verfasser dieser Zeilen.

Der Gegner von Jens Prottengeier hatte eine Verluststellung erlangt (einfach ausgedrückt, ein Endspiel mit gleichfarbigen Läufern und zwei Bauern weniger), wobei die Bedenkzeit noch lange nicht ausgenutzt war. Statt jetzt aufzugeben oder weiter zu spielen, beantragte der Gegner eine Hängepartie, er wolle auch gern Zeit übernehmen, ansonsten mache er keinen Zug mehr und würde die Uhr laufen lassen (was angesichts der Restbedenkzeit von über einer Stunde nicht besonders angenehm war). Nach langem Hin und Her ergab sich, dass sich der Gegner von Jens nicht in der Lage sah, am Brett aufzugeben. Er wollte dies lieber über den Umweg einer Hängepartie tun.

Positiv war, dass Torsten Hahn, wohl beflügelt von seinem Erfolg aus der Vorrunde, ein Remis gegen einen Spieler schaffte, der um die 50 Ingo‑Punkte besser war. Am Ende hatten wir den Kampf mit 5:3 gewonnen. Aber nicht mehr ganz so souverän wie die Kämpfe vorher.

Nächster Gegner waren die Schachfreunde mit ihrer vierten Mannschaft. Gegen den zurzeit Tabellenletzten tat man sich erneut schwer, man könnte meinen, dass der mögliche Aufstieg die Mannschaft weiterhin lähmte. Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse. Letztlich setzten wir uns mit 5:3 durch.

Nach den Frühjahrsferien mussten wir bei der zweiten Mannschaft von Blankenese antreten. Nach gut zwei Stunden war der Kampf mit 6½:1½ für uns erledigt. Nach sechs Runden lag man jetzt verlustpunktfrei an der Spitze, doch die vermeintlich schweren Brocken kamen noch.

Die siebte Runde konnte die entscheidende Runde sein. Mit Diagonale 2 als Tabellendritter kam ein Mitkonkurrent. Aufgrund der vorherigen Ergebnisse von Diagonale würde uns ein Sieg schon den vorzeitigen Aufstieg sichern. Bezeichnenderweise war die Mannschaft bei diesem Kampf zum ersten Mal komplett. Nach längerem Kampf in angespannter Stimmung hieß es am Ende 6:2 und der Aufstieg nach sieben von neun Runden war geschafft.

Aufgrund des spärlichen Informationsflusses seitens des Verbandes hinsichtlich der Ergebnisse erfuhr man später, dass der härteste Verfolger zwei Kämpfe verloren geben musste. Damit stand unsere Fünfte bereits zwei Runden vor Schluss als Staffelsieger fest.

Über die letzten beiden Runden ist nicht mehr viel zu erzählen. Die Kämpfe gegen Elmshorn 2 und St. Pauli 3 wurden von der Mannschaft mit 3½:4½ und mit 2½:5½ verloren. Dazu ist jedoch zu sagen, dass jeweils mit drei Ersatzspielern gespielt werden musste.

Es fällt schwer, einen einzelnen Spieler bzw. Spielerin nach so einer geschlossenen Mannschaftsleistung noch hervorzuheben. Aber dennoch seien die besten Einzelresultate angeführt: Wolfgang Lüdtke (4/4), Joachim Meyer (6½/8), Michaela Morinez (7/9), Michael Böttcher (6½/9) und Sonja Schierholz (5/7). Von den Ersatzspielern muss Jens Prottengeier erwähnt werden, der mit 3 aus 3 das Optimalergebnis schaffte.

(Joachim Meyer, Der Königsspringer Juni 1992)

↑
↓
KSH 6
1. Kreisklasse D
Pl. Mannschaft BP MP
1. SC Schachelschweine 2 47,5 16
2. ASV Bergedorf‑Lohbrügge 2 41,0 14
3. Hamburger SK 14 42,0 11
4. Königsspringer Hamburg 6 38,5 11
5. Barmbeker SK 4 26,0 5
6. SV Billstedt‑Horn 2 28,0 4
7. Schachfreunde Hamburg 8 24,5 4
8. Bille SC 5 19,0 4
9. Bramfelder SK 3 21,5 3

Die Saison endete für die Sechste eigentlich mit einer kleinen Enttäuschung, da wir entgegen der anfänglichen Hoffnung, die sich nach einem Blick auf die vermeintliche Stärke unserer Gegner eingestellt hatte, nun doch nicht aufgestiegen waren.

Allerdings hatte sich diese Tatsache schon nach der vierten von neun zu spielenden Runden abgezeichnet, als wir mit 3:3 Punkten und einer spielfreien Runde einen guten Mittelplatz belegten und gerade gegen den Hauptkonkurrenten Schachelschweine 2 mit 2:6 verloren hatten. Spätestens nach der 3½:4½‑Niederlage beim ASV Bergedorf 2 war dann klar, dass wir nicht mehr um den Aufstieg mitreden würden, aber auch keine Abstiegssorgen zu haben brauchten. es wäre vielleicht mehr möglich gewesen, wenn wir nicht teilweise viele Ausfälle gehabt hätten (bis zu vier Spieler), sodass die Mannschaft zum Teil stark geschwächt antreten musste.

Ich will hier aber nicht den Eindruck erwecken, dass die ganze Angelegenheit sonderlich bedauernswert gewesen wäre, eher im Gegenteil: Wir hatten, glaube ich, alle eine Menge Spaß und die Stimmung in der Mannschaft war fast immer blendend. Nicht vergessen sollte man auch die souveränen Siege (7:1 gegen Schachfreunde 8 und 6:2 gegen Bramfelder SK 3) und die Tatsache, dass sich das Gesamtergebnis von 11:5 Punkten durchaus sehen lassen kann. Auch die z. T. guten Einzelergebnisse und das Zurückmelden des schon verloren geglaubten Björn Ziegert gehören zu den erwähnenswerten Vorkommnissen.

Der Leser soll auch nicht mit nervigen Details belastet werden, die einmal gelesen und sofort wieder vergessen werden, sondern ich will nur noch der Vollständigkeit halber die Aufstellung bekannt geben, mit der wir o. g. Saisonergebnis erzielt haben: Jens Prottengeier, Safuat Hamdy, Peyman Mohammadzadeh, Daniel Eggers, Svend Retzlaff, Tilo Hüneke, Melchior Wendel, Peter Fuchs‑Holm, Nikola Jung und Björn Ziegert.

Bedanken möchte ich mich auch bei den sonstigen Reservespielern, die durch ihre guten Ergebnisse so manchen Sieg erst ermöglichten, allen voran Markus Lindinger (2½/3), aber auch Swantje Straßmann, Björn Schierholz, Jan Hamann und Martin Bruhn.

(Jens Prottengeier, Der Königsspringer Juni 1992)

↑
↓
KSH 7
1. Kreisklasse B
Pl. Mannschaft BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 2 51,0 16
2. Neue Hamburger SG 38,5 13
3. ETSV Altona‑Eidelstedt 5 35,0 12
4. Hamburger SK 13 38,5 10
5. Hamburger SG BUE 7 28,0 6
6. Hamburger Gehörlosen SV 2 27,5 6
7. Niendorfer TSV 6 26,0 5
8. Königsspringer Hamburg 7 22,0 4
9. Altonaer SK Venceremos 4 21,5 0

Die Siebte spielte in der Aufstellung Rudolf Strotkamp, Frank Ketzler, Lieselotte Kolanoske, Dieter Kaden, Helmut Kerinnis, Gerd Bohlmann, Manfred Kühlbrunn, Heinz Brockmann (MF), Axel Taubert, Egon Möbis und Jasmin Bohlmann.

Die Gegner waren teilweise übermächtig. Man denke daran, dass einzelne SKJE‑Spieler beim Blitzturnier für Landesliga‑Mannschaften mitgespielt und dort auch gepunktet haben. Auch die Neue Hamburger SG, ETSV 5 und HSK 13 kamen deutlich ins Plus.

Wenn es wirklich so ist, dass nur der Tabellenletzte absteigt, dann wurde mit viel Einsatz der Klassenerhalt gesichert.

(Michael Wolter, Der Königsspringer Juni 1992)

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05.07.2017, 20:37 (tr)
 
 
 
 
 
 
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