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Chronik: Mannschaftskämpfe
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Mannschaftskämpfe

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1991
Saisonverlauf Endstände und Berichte Spieler und Ergebnisse
KSH 1
LL   4.
  9 39,5 12
KSH 2
BL   1.
  9 51,0 15
KSH 3
BL   1.
  9 47,5 16
KSH 4
KL   1.
  9 42,0 15
KSH 5
1K   5.
  7 27,5   6
KSH 6
1K   2.
  8 41,5 14
KSH 7
2K   6.
10 27,0   5
↑
↓
KSH 1
Landesliga Hamburg
Pl. Mannschaft BP MP
1. Schachfreunde Sasel 48,5 17
2. Bille SC 43,0 14
3. SC Concordia 44,0 13
4. Königsspringer Hamburg 39,5 12
5. SC Diogenes 2 32,5 9
6. FC St. Pauli 35,5 7
7. Hamburger SK 4 34,5 7
8. SK Union‑Eimsbüttel 34,0 6
9. Hamburger SK 3 29,5 3
10. Hamburger SK 5 19,0 2

Unsere Erste gehörte zu den wenigen, die sich nicht das Saisonziel »Aufstieg« gesetzt hatten. Es galt vielmehr, eine Zitterpartie wie in der letzten Spielzeit zu vermeiden, in der wir durch etwas Können und viel Glück dem Abstieg gerade noch mal entronnen waren.

Der allgemeine Optimismus vor der ersten Runde gegen Bille wurde allerdings schnell gedämpft, da Detlef Neukirch (unser Neuzugang am ersten Brett) krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel und wir durch ein »Eigentor« von Andreas Kohtz bereits in der ersten Stunde mit 0:1 zurücklagen.

Bis zur Zeitkontrolle wurde der Rückstand jedoch ausgeglichen und hätte Michael Wolter nicht in Zeitnot den Faden verloren, wäre der Kampf nach vier Stunden schon entschieden gewesen. So mussten wir noch mal gut zwei Stunden warten, bis der 5:3‑Sieg perfekt war und wir uns zwei wichtige Punkte gutschreiben konnten.

Nach diesem gelungenen Auftakt war nun natürlich ein Sieg gegen unseren »Angstgegner« St. Pauli Pflicht. Diesmal waren wir es, die nach einer Stunde führten (Michaels Gegner erschien nicht), dennoch wurde es noch etwas knapp. Mehrere Partien wechselten in Zeitnot den Besitzer, aber als sich der Pulverdampf verzogen hatte, stand es 4:3 für uns, worauf Andreas eine Gewinnstellung sicherheitshalber remis gab. 4½:3½! Im vierten Versuch der erste Sieg gegen St. Pauli!

Über die dritte Runde sollte man möglichst wenig Worte verlieren. Mit 7:1 revanchierten sich die Concorden für die 2:6‑Niederlage vor zwei Jahren. Es war halt einer der Tage, an denen absolut nichts klappt und man am besten die eigenen vier Wände nicht verlässt.

Größere Auswirkungen hatte dieses Debakel zum Glück nicht. Mit einem 6:2 gegen Diogenes 2 sowie 4½:3½ gegen Union‑Eimsbüttel wurde der Klassenerhalt vorzeitig gesichert. Die folgende 3:5‑Niederlage gegen HSK 3 war zunächst nicht mehr als ein Schönheitsfehler. Immerhin gerieten wir dadurch nicht in Gefahr, die junge fünfte Mannschaft des HSK zu unterschätzen. Mit dem 7½:½ wurde auch mal etwas für das Brettpunktverhältnis getan.

Das verbleibende Restprogramm sah nicht gerade einfach aus, aber gegen HSK 4 lagen wir durch zwei Siege von Reinhard Sobisch und Frank Lamprecht schnell vorn und siegten schließlich mit 5:3.

Spätestens hier konnten wir uns jedoch richtig über die Niederlage gegen HSK 3 ärgern, denn sonst wäre die letzte Runde gegen Sasel das »Endspiel« um den Aufstieg in die Regionalliga gewesen. So waren die Saseler bereits eine Runde vor Schluss aufgestiegen und es sollte ein ruhiger Saisonausklang werden.

Frank ließ seinen Gegner gar nicht erst zum Zug kommen (1. d4 und remis), bei Reinhard und mir wurde nach gut 15 Zügen ebenfalls Frieden geschlossen. Durch diese leicht erzielten anderthalb Punkte wurde die Sache jedoch noch mal richtig interessant, denn Andreas war nach knapp 25 Zügen mit einem Mehrbauern auf der Siegerstraße und gewann nach weiteren vierzig Zügen. Detlef hatte sich in einem schwierigen Endspiel erfolgreich verteidigt, übersah dann leider eine Kombination und musste sich doch geschlagen geben.

Es waren die Ersatzleute Frank Riedel und Joachim Zierau, die fast für die Überraschung (oder sollte man schon Sensation sagen?) gesorgt hätten. Leider verlor Joachim eine sehr gute Stellung in hoher Zeitnot und Frank erreichte nur ein Remis durch Zugwiederholung. Am Ende mussten wir uns mit 3:5 geschlagen geben, dennoch konnten wir zufrieden sein, die hohen Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht zu haben.

Der vierte Tabellenplatz (mit drei Punkten Vorsprung auf den Fünftplazierten) ist durchaus als Erfolg zu werten, der für die nächste Saison auf mehr hoffen lässt. Vielleicht ist in ein oder zwei Jahren die Regionalliga in Reichweite?

(Christian Conrad, Der Königsspringer April 1992)

↑
↓
KSH 2
Bezirksliga B
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 2 51,0 15
2. SK Wilhelmsburg 46,5 14
3. SK Marmstorf 45,5 12
4. Hamburger SG BUE 4 40,0 12
5. SK Union‑Eimsbüttel 4 34,0 11
6. Hamburger SK 7 37,5 9
7. Altonaer SK 35,0 9
8. Hamburger SK 10 30,5 5
9. Niendorfer TSV 3 23,5 2
10. SV St. Georg 16,5 1

Nach vier Jahren in der Bezirksliga hat die Zweite in diesem Jahr endlich den lang ersehnten Aufstieg in die Stadtliga geschafft!

Dabei fing alles so schlecht an. Bereits in der ersten Runde mussten wir gegen den nominell leicht stärkeren Stadtliga‑Absteiger Marmstorf antreten. Da wir durch Ersatzgestellung für die Erste auch noch leicht gehandikapt waren, rechneten wir uns keine allzu großen Chancen aus. In der Rolle des Außenseiters fühlten wir uns nicht wohl, daher fehlte anscheinend auch die richtige Einstellung zum Kampf. Als an Brett 2 Hans‑Joachim Nelki bereits nach wenigen Zügen ein in seiner Turnierlaufbahn wohl einmaliger Figureneinsteller unterlief, hatten wir den Kampf mehr oder weniger schon als verloren abgehakt. In der Folge konnten gute Stellungen nicht verwertet werden oder kehrten sich allmählich in schlechte um. Nur Wolfgang Fenske spielte überzeugend und konnte die einzige Gewinnpartie einfahren. Am Ende verloren wir mit 3:5, und ein weiteres Jahr in der Bezirksliga schien sich anzubahnen.

Dazu kam noch, dass der dritte Aufstiegskandidat Wilhelmsburg mit 1:3 Mannschaftspunkten einen miserablen Start hatte, in der ersten Runde gar gegen HSG/BUE 4 eine 2:6‑Packung einstecken musste und in dieser Verfassung kaum in der Lage sein würde, uns durch einen Sieg über Marmstorf Schützenhilfe zu geben.

In den nächsten beiden Runden durften wir uns gegen die späteren Absteiger NTSV 3 und St. Georg abreagieren (7½:½ und 7:1) und fanden uns überraschenderweise auf dem ersten Tabellenplatz wieder, denn Marmstorf hatte völlig unerwartet gegen die relativ schwache Mannschaft vom Altonaer SK verloren. Dadurch schien es nun auf ein Brettpunktduell zwischen Marmstorf und uns um den Aufstieg hinauszulaufen.

So sammelten wir in den folgenden Runden fleißig Brettpunkte und konnten den Vorsprung ausbauen. Marmstorf jedoch zeigte wieder Nerven, verlor in der sechsten Runde gegen Union‑Eimsbüttel 4, später auch noch gegen Wilhelmsburg und war dadurch aus dem Rennen.

Dadurch hatten wir plötzlich einen neuen Gegner. Nach dem schwachen Start hatte Wilhelmsburg sich mit sechs Siegen in Folge auf Platz 2 vorgeschoben, sodass es in der letzten Runde zum echten Finale kam. Bei einem Mannschaftspunkt Vorsprung reichte uns ein Unentschieden, Wilhelmsburg dagegen musste unbedingt gewinnen. Obwohl wir zum ersten und einzigen Mal in Bestbesetzung antraten, wurde es schließlich doch sehr knapp.

Den ersten Punkt holte Jörg Schierholz. Günter Schierholz spielte remis und erhöhte auf 1½:½. Nachdem Wilfried Rühr und ich nur jeweils ein Remis holten, wo an sich mehr erwartet worden war und Kay Rahn gegen Hauke Reddmann die Segel streichen musste, stand es 2½:2½ und die Entscheidung wurde vertagt.

Holger Brauer hatte mit seiner Hängepartie wohl die schwierigste Aufgabe zu lösen, da die Stellung sehr unklar war und konkrete strategische Pläne praktisch nur für den Gegner vorhanden waren. Ein Remis wurde erhofft, doch Holger überschritt in Unkenntnis der Regeln, in allerdings schon leicht schlechterer Stellung, die Zeit.

Nun musste Hans‑Joachim Nelki aus seiner schlecht aussehenden Stellung unbedingt ein Remis holen. Sein Gegner folgte zwar nicht ganz unserer Analyse, aber Hans‑Joachim konnte eine sehr schönen Zwischenzug anbringen und dadurch das Remis sicherstellen.

Wolfgang hatte jetzt nur noch die Pflichtaufgabe, seinen Materialvorteil zu verwerten, was ihm aber auch sicher gelang. Das 4:4 und somit der Aufstieg in die Stadtliga waren erreicht.

An dieser Stelle meinen Dank an alle Spieler und Ersatzspieler für ihren Beitrag zum Gelingen des Aufstiegs.

(Thomas Wiltafsky, Der Königsspringer April 1992)

↑
↓
KSH 3
Bezirksliga C
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 3 47,5 16
2. Barmbeker SK 43,5 15
3. SG Mittelweg 43,5 12
4. Hamburger SK 8 41,5 12
5. Bramfelder SK 37,5 11
6. SC Caissa Hohenhorst 38,5 10
7. SV Venceremos 41,0 8
8. Bille SC 3 26,5 4
9. SV Diagonale‑Harburg 2 22,5 2
10. Poppenbütteler SC 18,0 0

Es ist vollbracht! Mit 16:2 Mannschaftspunkten belegte unsere Dritte den ersten Platz und stieg somit in die Stadtliga auf. Dieses Ziel hatte sich die Mannschaft vor der Saison auch gesetzt. Erreicht wurde der Aufstieg durch souveräne Leistungen aller Spieler; die Homogenität und Motivation in der Truppe trugen ihren Teil dazu bei.

Nachdem in den ersten beiden Runden Bille 3 und Diagonale 2 deutlich geschlagen wurden, warf uns die anschließende 3½:4½‑Niederlage bei Barmbek zunächst zurück. Dieser Dämpfer zur rechten Zeit setzte jedoch weitere Kräfte frei, die uns bei den nachfolgenden drei Kämpfen gegen Venceremos, Poppenbüttel und Bramfeld zu glanzlosen, aber wichtigen Siegen verhalfen.

Die siebte Runde bei der SG Mittelweg musste zeigen, ob wir uns weiter nach oben orientieren konnten. Ohne unser etatmäßiges zweites Brett traten wir bei den in Bestbesetzung spielenden Gegnern an, die vor der Saison als Favorit gehandelt wurden und ebenfalls 10:2 Punkte aufwiesen. Nach vier Stunden stand es 1½:2½ und die Hängepartie von Frank Riedel musste als verloren abgehakt werden. So war es an den Brettern 6, 7 und 8, zu zeigen, dass auch teilweise kritische Positionen gewonnen werden können. Dabei machte es mir mein Gegner noch relativ einfach, als er in ohnehin schlechterer Stellung nicht die beste Fortsetzung fand. Nachdem später auch Ulrich Zastrow und Olaf Ahrens ihre Hängepartien gewannen, stand ein äußerst wichtiger 4½:3½‑Sieg für uns fest.

Dem Spaziergang bei Caissa folgte das Finale gegen HSK 8. Die Ausgangslage war, dass uns bereits ein 4:4 den ersten Platz beschert hätte. Barmbek hatte inzwischen gegen Mittelweg verloren und gegen Venceremos unentschieden gespielt. In einer teilweise dramatischen Begegnung (0:1 und 1:2 gegen uns) sicherte uns Bastian Baldauf mit seinem Sieg zum 4:3‑Zwischenstand den Aufstieg (Endstand 4½:3½).

Mein Dank geht an eine Mannschaft, die jederzeit um die eigene Stärke wusste und auch in kritischer Situation immer an den Aufstieg geglaubt hat. Im einzelnen sind das Frank Riedel, Toni Vardjavand, Carl‑Christian Buhr, Bastian Baldauf, Joachim Zierau, Eike Lau, Thomas Rosien und Ulrich Zastrow. Gedankt werden muss auch den eingesetzten Ersatzspielern, besonders Olaf Ahrens und Daniel Lindner holten teilweise sehr wichtige Punkte für uns.

Ebenfalls in die Stadtliga aufgestiegen ist Barmbek als punktbester Zweiter aller Bezirksligen. Unsere Glückwünsche gehen an die Mannschaft, die uns die einzige Niederlage beifügte, wir brennen schon auf Revanche im nächsten Jahr.

(Thomas Rosien, Der Königsspringer April 1992)

↑
↓
KSH 4
Kreisliga B
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 4 42,0 15
2. Hamburger SG BUE 5 44,5 14
3. SC Farmsen 34,5 12
4. SV Billstedt‑Horn 41,0 11
5. Hamburger SK 12 39,0 11
6. Volksdorfer SK 2 36,5 8
7. Schachfreunde Hamburg 4 33,5 8
8. SC Concordia 2 32,5 7
9. ASV Bergedorf‑Lohbrügge 2 29,0 3
10. Neue Hamburger SG 27,5 1

Die Vierte war mit André van de Velde, Martin Rubsch, Olaf Ahrens, Hans‑Joachim Schwanke, Marc Lohse, Stephan Patow, Joachim Meyer und Wolfgang Lüdtke so aufgestellt, dass sie oben mitspielen sollte.

So wurden auch die ersten beiden Kämpfe gegen den späteren Absteiger Neue Hamburger SG und gegen Volksdorf 2 deutlich mit 6:2 und 5:3 gewonnen.

Leider haben wir dann ersatzgeschwächt beim späteren Mitaufsteiger HSG/BUE 5 mit 2½:5½ doch recht deutlich verloren. Hier wurden an einigen Brettern halbe Punkte verschenkt.

Nach einem Sieg gegen Billstedt konnte man schon wieder vom Aufstieg träumen, sodass die Begegnung gegen den späteren Absteiger ASV Bergedorf 2 fast zum Skandalkampf geworden wäre.

Nachdem ich am zweiten Brett eine Verluststellung noch gewinnen konnte, hatte Hans‑Joachim Schwanke am dritten Brett beim Stand von 4:3 für uns eine remisige Hängepartie, die er auch mit remis beendete. Anzumerken bleibt, dass Hans‑Joachim für die Hängepartie extra einen Familienurlaub an der Ostsee unterbrechen musste.

Nach einem Sieg gegen HSK 12 und einem 4:4 gegen Schachfreunde 4 kam es in der achten Runde zum Verfolgerduell mit der Mannschaft von Farmsen, die nur einen Mannschaftspunkt hinter uns lag. Diese Ausgangsposition ließ mehr Spannung erwarten als letztendlich aufkam, denn wir gewannen deutlich mit 5½:2½ und waren damit bereits nach der achten Runde aufgestiegen!

In der letzten Runde lösten wir mit einem Sieg bei Concordia 2 noch die HSG/BUE 5 als Tabellenführer ab.

Erfolgreichste Spieler waren Olaf Ahrens (5½/8), Hans‑Joachim Schwanke (6/9), sowie Wolfgang Lüdtke und Joachim Meyer (jeweils 4½/7). Neben Hans‑Joachim hat Marc Lohse alle Spiele bestritten.

(Olaf Ahrens, Der Königsspringer April 1992)

↑
↓
KSH 5
1. Kreisklasse D
Pl. Mannschaft BP MP
1. Schachfreunde Hamburg 7 38,0 14
2. SV Blankenese 2 34,5 11
3. SV Venceremos 2 33,0 10
4. Hamburger SG BUE 7 28,0 6
5. Königsspringer Hamburg 5 27,5 6
6. Niendorfer TSV 6 22,5 5
7. Hamburger Gehörlosen SV 2 26,0 4
8. Elmshorner SC 4 14,5 0

Unsere Fünfte konnte leider nie mit allen Stammspielern antreten. Trotzdem reichte es am Schluss zu einem ordentlichen fünften Platz.

An sämtlichen Kämpfen nahmen Torsten Hahn, Safuat Hamdy und Svend Retzlaff teil. Diese drei Spieler gehörten auch zu den eifrigsten Punktesammlern, verlor doch jeder von ihnen nur ein einziges Mal.

Ganz ohne Niederlage blieb Boris Bruhn, der mit viereinhalb Punkten aus fünf Partien ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielte.

(Günter Schierholz, Der Königsspringer April 1992)

↑
↓
KSH 6
1. Kreisklasse B
Pl. Mannschaft BP MP
1. Schachfreunde Hamburg 6 41,0 15
2. Königsspringer Hamburg 6 41,5 14
3. SC Diogenes 6 38,0 10
4. Bramfelder SK 2 34,5 9
5. SV Grün‑Weiß Kiebitz 33,0 9
6. Barmbeker SK 4 29,5 7
7. Bergstedter SK 2 29,5 5
8. SC Farmsen 2 27,0 2
9. Schachfreunde Sasel 6 14,0 1

Die Sechste übertraf alle Erwartungen. Eigentlich war zu Beginn der Saison mit einem Mittelplatz gerechnet worden. Zum Saisonende stand das Team mit 14:2 Mannschaftspunkten und dem besten Brettpunktverhältnis auf dem zweiten Platz, was den Aufstieg bedeutete. Um die Meisterschaft ist die Mannschaft gebracht worden, weil eine Hängepartie von Nikola Jung mit wahrscheinlicher Gewinnstellung am grünen Tisch gegen uns entschieden wurde. Nikola konnte die Hängepartie wegen Urlaubs in der Schweiz nicht wieder aufnehmen. Obwohl der übrige Spielbetrieb während der Frühjahrsferien ruhte, bestand die Turnierleitung darauf, dass diese Hängepartie während der Ferien zu spielen war.

Bemerkenswert bei unserer Sechsten war, dass sie zur Hälfte aus Mädchen bzw. jungen Damen bestand. Sicherlich gibt es das nicht oft, da doch das turniermäßig betriebene Schachspiel weithin als Männerdomäne gilt. Die vier Mädchen spielten sehr erfolgreich und verschafften sich bei ihren männlichen Gegnern Respekt. Das Ergebnis aller vier Spielerinnen ist folgendes: elfmal gewonnen, siebenmal remisiert und viermal verloren. Bei den Verlustpartien ist die eigentliche Gewinnpartie von Nikola mit eingerechnet.

Neben diesen Spielerinnen (Nikola Jung, Sonja Schierholz, Michaela Morinez, Sabine Mensing) ist noch das Abschneiden von Daniel Eggers (5 aus 5) und von Jens Prottengeier (5½ aus 7) besonders hervorzuheben. Mit einem positiven Ergebnis konnte auch noch Gerrit Buse aufwarten. Der Mannschaftsführer Michael Böttcher hatte es am ersten Brett erwartungsgemäß sehr schwer (2½ aus 8). Auch die eingesetzten Reservespieler konnten überzeugen. So holten Lieselotte Kolanoske, Dieter Kaden, Axel Taubert und Swantje Straßmann zusammen sieben Punkte aus acht Partien!

Abschließend sei die hervorragende Mannschaftsführung durch Michael Böttcher zu erwähnen, der seine ohnehin schon motivierten Spieler(innen) mit seinem Optimismus weiter anspornte.

(Günter Schierholz, Der Königsspringer April 1992)

↑
↓
KSH 7
2. Kreisklasse B
Pl. Mannschaft BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 2 66,5 20
2. SC Schachelschweine 2 53,5 16
3. ETSV Altona‑Eidelstedt 5 32,5 8
4. Pinneberger SC 5 29,0 6
5. TV Fischbek 4 31,5 5
6. Königsspringer Hamburg 7 27,0 5

Unsere Siebte! Wir erlebten die Geburt einer Mannschaft, deren Name jahrelang Synonym für große Freude am Schach und ebensolche Erfolglosigkeit bleiben sollte.

In seiner ersten Saison belegte das Team den letzten Platz von sechs Teilnehmern. Wie im Vorjahr wurden Doppelrunden gespielt, aber welch ein Unterschied zum Ergebnis der Sechsten aus der vergangenen Saison!

Als Lückenbüßer gelangten wir trotzdem noch zu eher zweifelhaften Aufstiegsehren.

(Thomas Rosien)

  1991  
 
 
 
 
 
 
 
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05.07.2017, 20:37 (tr)
 
 
 
 
 
 
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