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Chronik: Mannschaftskämpfe
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Mannschaftskämpfe

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2000
Saisonverlauf Endstände und Berichte Spieler und Ergebnisse
KSH 1
2B   7.
  9 35,0   8
KSH 2
SL   1.
  9 51,5 18
KSH 3
SL   7.
  9 35,5   6
KSH 4
BL   8.
  9 30,0   7
KSH 5
BL   2.
  9 44,5 15
KSH 6
KL   8.
  9 31,5   5
KSH 7
KL   1.
  9 43,5 16
KSH 8
1K   4.
  8 32,5   9
↑
↓
KSH 1
2. Bundesliga Nord
Pl. Mannschaft BP MP
1. SK König Tegel 42,5 15
2. SK Zehlendorf 43,5 13
3. SG Isernhagen 40,5 13
4. VfL Blau‑Weiß Neukloster 37,5 10
5. SC Leipzig‑Gohlis 34,5 9
6. SV Werder Bremen 2 35,5 8
7. Königsspringer Hamburg 35,0 8
8. Hamburger SK 2 37,0 7
9. SC Kreuzberg 30,5 5
10. SC Empor Berlin 23,5 2

Unsere Saison in der 2. Bundesliga verlief nicht ohne Probleme, aber im Gegensatz zum ersten Versuch vor zwei Jahren hatten wir diesmal am Ende das berüchtigte Quäntchen Glück und konnten knapp den Klassenerhalt sichern, ein riesiger Erfolg!

Eine kurze Revue des Saisonverlaufes: In der ersten Runde konnten wir HSK 2 mit 5:3 bezwingen, und vor allem die souveräne Art und Weise, wie dieser Erfolg zustande kam, ließ die Hoffnung aufkommen, dass wir uns frühzeitig vom Abstiegskampf würden absetzen können.

Leider war dem nicht so, was wohl auch daran lag, dass wir in den kommenden Runden nie in Bestbesetzung antreten konnten. Einer äußerst unglücklich verlaufenden Niederlage gegen Kreuzberg, bei der auch der HVV mithalf, folgte der wichtige, diesmal glückliche, Sieg gegen den späteren Tabellenletzten Empor Berlin. Nach zwei nicht unerwarteten Niederlagen gegen die favorisierten Berliner Mannschaften König Tegel und Zehlendorf konnten wir uns mit Siegen gegen Leipzig und Neukloster schadlos halten und hatten nach sieben Runden 8:6 Punkte auf unserem Konto. Nun hätten wir in den letzten beiden Runden jeweils mit einem Unentschieden bereits den Klassenerhalt sichern können, was auch durchaus realistisch erschien. Doch gegen Werder Bremen 2 und Isernhagen gelang uns dies nicht, sodass wir am Schluss gar noch auf die Schützenhilfe Zehlendorfs angewiesen waren, die HSK 2 mit einem 4:4 als dritten Absteiger nach Empor und Kreuzberg festlegte.

Bester Spieler war Carl‑Christian Buhr mit fantastischen 7/9 am vierten Brett, wobei er nur aufgrund eines fehlenden Titelträgers die IM‑Norm verpasste. Frank Lamprecht bot mit 5½/9 am ersten Brett ebenfalls eine hervorragende Leistung, während ich mit 5/8 am sechsten Brett noch über 50 % blieb.

Uns verlassen Simon Bekker‑Jensen, der nur dieses eine Jahr für Königsspringer spielte, und Markus Lindinger, der sein Glück beim HSK suchen wird. Doch für die nächste Saison werden wir uns verstärken, und wenn man noch berücksichtigt, dass wir dieses Jahr trotz des Erfolges m. E. unter unseren Möglichkeiten spielten, so sehe ich der Saison 2000/2001 mit Zuversicht entgegen.

(Georg von Bülow, Der Königsspringer Juli 2000)

↑
↓
KSH 2
Stadtliga A
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 2 51,5 18
2. SK Johanneum Eppendorf 45,0 16
3. FC St. Pauli 2 39,5 11
4. Pinneberger SC 2 38,5 10
5. SK Union‑Eimsbüttel 40,5 9
6. Hamburger SK 7 34,5 8
7. Hamburger SK 6 30,5 7
8. Langenhorner Schachfreunde 33,0 6
9. Hamburger SG BUE 2 25,0 4
10. TV Fischbek 22,0 1

Nach dem letztjährigen Doppelabstieg aus der Landesliga hatten wir leider die Verbindung zur ersten Mannschaft verloren. Die Schuld dafür wurde aber nicht auf unglückliche Umstände und die vielen Hamburger Absteiger aus der Oberliga abgeschoben. Vielmehr konzentrierte man die nominell stärksten Spieler aus beiden Mannschaften. Dabei ist es unerheblich, dass es jeweils vier Spieler aus beiden waren. Wer genau hinguckt, könnte den Eindruck bekommen, dass die Dritte mit Spielern aus der Zweiten aufgefüllt wurde. Zusätzlich wurde die Fünfte mit sehr starken Ersatzspielern für die Zweite reserviert.

Also, das Ziel ganz eindeutig: der sofortige Wiederaufstieg. Dazu müssen alle Beteiligten aber Mindeststandards erfüllen, so wie: vor Spielbeginn anwesend sein, aufbauen, abbauen, rechtzeitig absagen, Zeitnot (Königsspringer ist auf diesem Gebiet traditionell nicht so besonders gut) vermeiden. Dann ist vieles leichter, auch wenn man die nominell stärkste Mannschaft der Stadtliga A ist. Rückblickend kann festgestellt werden, dass es sich die Zweite sehr schwer gemacht hat.

Warum wurde der Aufstieg trotzdem geschafft? Es wurde hart gearbeitet, insbesondere in der vierten und fünften Stunde. Legendär der Entscheidungskampf gegen SKJE: Eine Minute vor Mitternacht führte SKJE bei einer Restspielzeit von zwei Minuten mit 3:2. Nach dem Showdown blieb für SKJE nur noch ein halbes Pünktchen. Danach lief es auch leichter, die Siege gegen nominell schwächere Mannschaften wurden sicherer und höher. Auch nach Brettpunkten vergrößerte sich der Vorsprung immer mehr. In der Schlussbegegnung gegen Union‑Eimsbüttel waren nur noch anderthalb Brettpunkte erforderlich, die schon nach einer Stunde eingefahren wurden (drei Kurzremisen und drei kampflose Punkte).

Ein Blick noch auf die Einzelergebnisse: Die Punkte konzentrierten sich bei Thomas Wiltafsky, der nebenbei seinen Vorsprung in der ewigen Vereinsliste weiter ausbaute, und Christian Conrad. So hatten wir uns das bei der Aufstellung auch erhofft und es war in den vielen knappen Wettkämpfen auch sehr wichtig, diese Bank zu haben. Alle haben mal gewonnen; immer wenn es eng wurde, konnte man sich darauf verlassen, dass irgendwo schon ein Punkt herkommt.

In der kommenden Landesligasaison wird es wieder schwer. Bald gibt es keine Hamburger Mannschaften mehr in der Oberliga. Jedenfalls werden wir uns in einem solchen Umfeld ganz auf den Klassenerhalt konzentrieren.

(Michael Wolter, Der Königsspringer Juli 2000)

↑
↓
KSH 3
Stadtliga B
Pl. Mannschaft BP MP
1. SV Großhansdorf 53,5 18
2. SG Wichern‑Schule 39,0 14
3. Barmbeker SK 38,5 11
4. SG Mittelweg 37,0 9
5. Bramfelder SK 34,0 8
6. SC Schachelschweine 31,5 7
7. Königsspringer Hamburg 3 35,5 6
8. SC Concordia 31,5 6
9. ETSV Altona‑Eidelstedt 2 31,0 6
10. Hamburger SK 8 28,5 5

Es war kein Können, es war kein Glück, dass diese Mannschaft sich in der Stadtliga halten konnte, sondern vielmehr das Pech unserer Gegner. So viel Glück hat diese Mannschaft zumindest nicht verdient, dass man trotz der Gegebenheiten von Spielerunterzahl, weniger Bedenkzeit und Ersatzschwächung noch trostlose, aber immerhin rettende sechs Punkte erzielte. Die gesamte Mannschaft litt unter einer enttäuschenden Motivationslosigkeit, die einen neutralen Beobachter an das »fin de siècle« des 19. Jahrhunderts erinnerte. Nun muss die Mannschaft in der kommenden Saison das wettmachen, was sie bis jetzt versäumt hat und die Zuschauerschaft eines Besseren belehren, dass hier »Schach um des Schachs willen« gespielt wird und nicht »Schach um des Mannschaftsführers willen«! Man sollte sich zusammensetzen und diskutieren, ob eine Packung Maoam mehr wert ist als drei Stunden Bedenkzeit.

(Ingo Wilms, Der Königsspringer Juli 2000)

↑
↓
KSH 4
Bezirksliga C
Pl. Mannschaft BP MP
1. SK Marmstorf 57,5 17
2. SK Union‑Eimsbüttel 3 37,5 11
3. SV Diagonale‑Harburg 42,0 10
4. Schachfreunde Wedel 36,0 10
5. Hamburger SK 12 36,0 10
6. FC St. Pauli 3 34,5 8
7. SK Wilhelmsburg 31,5 8
8. Königsspringer Hamburg 4 30,0 7
9. SV Blankenese 31,0 5
10. ETSV Altona‑Eidelstedt 3 24,0 4

Die Vierte hatte die Aufgabe, den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu erreichen. Vierte und Fünfte spielten in Parallelklassen, wobei das Saisonziel für die Fünfte der Aufstieg war. Konsequenterweise wurde die Fünfte nominell wesentlich stärker aufgestellt.

Die ersten beiden Runden verloren wir jeweils 3:5 gegen den HSK und Wilhelmsburg. Gegen den HSK wäre ein 4:4 möglich gewesen, aber Lars Fischer stellte seine Gewinnstellung in wenigen Zügen weg. Malte Behmer und ich spielten zu dem Zeitpunkt noch, konnten aber die Partien nicht über ein Remis heraus bringen. Gegen Wilhelmsburg lief es insgesamt ungewöhnlich. Björn Frontzek am ersten Brett gegen Hauke Reddmann, nun ja, der durfte verlieren, und er nahm dieses Recht in Anspruch. Meine Partie am zweiten Brett lief zuerst an mir vorbei, das lag vielleicht auch daran, dass nicht alle rechtzeitig das Spiellokal in Wilhelmsburg erreicht hatten. Dann war es plötzlich ein Leichtfigurenendspiel mit Minusbauern, und am Ende gewann ich das Ganze sogar noch. Joachim Zierau hatte einen druckvollen Angriff, aber kam über das Remis nicht heraus. Lars: zuerst gut gespielt, am Ende verloren. Genauso erging es Björn Schierholz, bloß war das für mich schon länger erkennbar gewesen. Dorothea Schuler wollte einen ganzen Punkt, selbst als der Mannschaftskampf entschieden war, spielte sie noch weiter und konnte ihren Plan, über die offene Linie eindringen und dann im Endspiel gewinnen, erfolgreich umsetzen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, das hatte sie gerade im Training gehabt. Günter Schierholz erreichte ein sicheres Remis. Und Olaf Ahrens verlor seine Partie bereits sehr früh zu Beginn des Kampfes.

Gegen die Aufsteiger in die Stadtliga, Marmstorf, an dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch, haben wir eine 0:8‑Packung bezogen. Ein 2:6 wäre gerechter gewesen. Aber wer behauptet denn, dass Schach etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat?

Zum nächsten Kampf gegen Union‑Eimsbüttel traten wir nur mit sieben Spielern an, trotzdem war der Spielverlauf spannend. Die interessanteste Partie bot Dorothea, die lauteste wurde bei Joachim gespielt. Dorothea hatte sich auf ungleiche Materialverteilung eingelassen, und versuchte aus ihrem weit vorgerückten Freibauern Kapital zu schlagen, aber leider ging diese Rechnung nicht auf. Joachims Partie stand schlechter, aber kurz vor der Zeitkontrolle zog der Gegner etwas lustlos hin und her, und Joachim reklamierte in der formal vorgeschriebenen Art auf Zugwiederholung. Für diejenigen, die es nicht wissen: Vor der Ausführung des eigenen Zuges muss erklärt werden »Mit dem Zug … führe ich zum dritten Mal die gleiche Stellung herbei und reklamiere deshalb auf Remis«. Diese Modalitäten waren Joachims Gegner nicht bekannt, und er fing lautstark zu pöbeln an, dass dies so nicht richtig sei. Nach Partierekonstruktion und längerer Diskussion gab er dann endlich Ruhe. Malte konnte seinen Gegner trotz dieser Beeinträchtigung in Zeitnot austricksen und gewann. Leider stand am Ende erneut ein 3:5 auf der Mannschaftskarte.

Gegen Wedel setzte dann die Wende ein. Es reichte am Ende zwar nur zu einem 4:4, aber wir hatten den Sieg schon in der Tasche, und die Ergebnisse waren gut herausgespielt. Der Pechvogel war diesmal Malte, der den Gewinnplan mit einem Turm mehr nicht fand. Der Turm wurde leider durch drei verbundene Zentrumsbauern, einem eigenen weit entfernten König und schlechter Figurenposition kompensiert. Und in der Zeitnot konnte er die Partie auch nicht mehr remis halten. Aber für uns war es der Anfang, weil: Wir können vielleicht ja doch noch gewinnen.

Danach ging es nach Blankenese, und wenn ich meine Partie nicht richtiggehend versemmelt hätte, wäre das ein richtig schöner Kantersieg geworden. So reichte es nur zu einem 5½:2½. Malte gewann kampflos und an 7 und 8 hatten sich Marco Hanssen und Olaf Ahrens schnell Gewinnstellungen herausgearbeitet und konnten diese dann auch später umsetzen. Günter schloss sich diesem Duo an. Und nachdem Björn Frontzek seinen Gegner besiegt hatte, stand es 5:0. Meine Partie konnte ich dann auch aufgeben, und Lars hatte zwischenzeitlich remis gespielt. Björn Schierholz verlor seine Partie im 40. Zug durch Zeitüberschreitung, technisch war die Partie gewonnen.

In der (vorgezogenen) achten Runde gegen den ETSV setzten wir statt Björn Schierholz seinen Bruder Jörg ein, diesen allerdings am ersten Brett. Den Kampf gewannen wir mit 4½:3½. Irgendwie hatte ich an dem Abend den Eindruck, dass wir den Kampf nicht verlieren könnten. Wir durften ihn auch gar nicht verlieren, denn sonst wäre unser Abstieg entschieden gewesen.

Die siebte Runde spielten wir zeitlich nach der achten Runde. Aber das brachte auch nichts. Gegen Diagonale spielten alle ungefähr eine, wenn nicht sogar zwei Klassen schlechter. Deswegen hier nur das Ergebnis: 2:6.

Vor der letzten Runde wurde viel gerechnet, und nachdem das Ergebnis von Blankenese bereits vorlag, konnten wir sicher sein, dass ein Unentschieden ausreichen würde. St. Pauli trat etwas ersatzgeschwächt an, weil einige Spieler im Abstiegsspiel in der 2. Fußball‑Bundesliga St. Pauli unterstützen mussten. Dieser Einsatz war ja auch erfolgreich. Bei uns stand es nach einem Kampflosen für Malte schnell 1:0 und im weiteren Verlauf des Abends war der Klassenerhalt nie gefährdet. Am Ende sprang ein 5:3 heraus.

In der Tabelle belegten wir damit den achten Platz mit 7:11 Mannschaftspunkten und 30:42 Brettpunkten. Unter den gegebenen Umständen war der Klassenerhalt etwas glücklich, aber verdient. Als Mannschaftsführer hatte ich teilweise Probleme, die Mannschaft voll zu kriegen; von der spielstärksten träume ich noch heute. Wenn man Sonja und Jörg Schierholz mit je einem Einsatz nicht berücksichtigt, hat jeder Spieler durchschnittlich sieben Partien gespielt. Für die nächste Saison wünsche ich mir eine Mannschaft, in der es acht Spieler gibt, die neun Partien spielen, bzw. neun Spieler, die jeder mindestens sieben Partien spielen, oder, oder, oder, mal sehen was herauskommt. Aber trotz dieser kleinen Kritik danke ich allen Spielern, die in der Vierten gespielt haben, für ihren Einsatz.

(Wolfgang Fenske, Der Königsspringer Juli 2000)

↑
↓
KSH 5
Bezirksliga D
Pl. Mannschaft BP MP
1. Hamburger SK 11 54,0 17
2. Königsspringer Hamburg 5 44,5 15
3. SK Johanneum Eppendorf 2 44,0 12
4. Niendorfer TSV 2 40,0 10
5. TV Fischbek 2 35,0 9
6. Pinneberger SC 3 36,5 8
7. SC Schwarz‑Weiß Harburg 34,5 8
8. SK Finkenwerder 27,5 4
9. Langenhorner Schachfreunde 2 22,0 4
10. Schachfreunde Wedel 2 22,0 3

Vor der Saison als Aufstiegsfavorit Nr. 1 auserkoren, scheiterte diese Mannschaft an den gleichen Unzulänglichkeiten, wie die Vierte im letzten Jahr. »Selbstverständlich« sind wir die Besten, nur müssen auch alle spielen, um es zu beweisen, sonst klappt es nie.

Die Mannschaft bestand praktisch nur aus sieben Leuten, von denen auch nicht immer alle konnten. Zweimal gewannen wir zu sechst. Beim HSK spielten alle unter ihrer Normalform und gegen den stark aufkommenden NTSV gab sogar der Aufsteiger einen Punkt ab. Das war’s dann auch schon; auf ein Neues im nächsten Jahr.

(Thomas Rosien)

↑
↓
KSH 6
Kreisliga C
Pl. Mannschaft BP MP
1. Schachfreunde Hamburg 5 50,5 15
2. Hamburger SK 14 48,0 14
3. SK Marmstorf 2 43,5 14
4. SK Union‑Eimsbüttel 4 40,5 12
5. TV Fischbek 3 37,0 11
6. Hamburger Gehörlosen SV 36,5 8
7. Hamburger SG BUE 4 34,0 8
8. Königsspringer Hamburg 6 31,5 5
9. Schachfreunde Hamburg 8 20,0 3
10. ETSV Altona‑Eidelstedt 5 18,5 0

Unsere Sechste war als fast reine Jugend‑Mannschaft aufgestellt und sollte (wie auch letztes Jahr) den Klassenerhalt schaffen. Dies sollte u. a. deshalb kein Problem sein, weil mit Schachfreunde 8 und ETSV 5 zwei Mannschaften in dieser Staffel waren, die in den meisten Kämpfen kaum etwas zustande brachten.

In der ersten Runde spielten wir gegen die im Schnitt 100 DWZ‑Punkte bessere HSG/BUE 4 befreit auf und konnten mit 5½:2½ gewinnen. Besonderes Interesse fiel hier auf die Partie von Hannes Vater gegen die 75 Jahre ältere Else Kobsch, die als letzte beendet wurde.

In der zweiten Runde mussten wir bei den Gehörlosen spielen. Während auf unserer Seite die Spieler durch die ungewohnte Atmosphäre nervös wirkten (»Wie sagt man eigentlich J’adoube?«), wirkte der Gegner ebenfalls nervös. Daraus resultierten teilweise Partien à la Märchenschach und eine 3:5‑Niederlage.

In der dritten Runde hatten wir mit dem HSK 14 einen der beiden Aufsteiger zu Gast. Der HSK kam u. a. mit Christian Zickelbein und bot an den ersten vier Brettern mit Ansgar Loesaus nur einen Spieler unter DWZ 1800 auf. Entsprechend deutlich wurde der Kampf mit 2:6 verloren. Bemerkenswert war, dass Claus Goetz gegen Sven Dunkelmann hätte gewinnen können.

In der vierten Runde wollten wir dann beim Absteiger Schachfreunde 8 die Mannschaftspunkte 3 und 4 unter Dach und Fach bringen. Allerdings wurde dies dadurch zum Problem, dass Dustin und Jan erst zwei Minuten vor acht im Spiellokal auftauchten. Der zusätzliche Druck führte dazu, dass Marco Hanssen gegen Gaby Klingbeil verlor und ich das Morra‑Gambit misshandelte und später remis anbot. Dustin und Jan konnten wenigstens anderthalb Punkte zu einem 4:4 beisteuern, welches eigentlich zu wenig gegen diesen Gegner war.

Die fünften Runde bescherte uns mit dem ETSV 5 den anderen Absteiger in dieser Gruppe und diesmal wurde uns der Sieg leicht gemacht. Somit hatten wir 5:5 Punkte und sollten keine großen Abstiegssorgen haben.

Es folgte in der sechsten Runde eine 1½:6½‑Niederlage beim Aufsteiger Schachfreunde 5.

In der siebten Runde kam mit Marmstorf 2 der Tabellenzweite. Marmstorf war sehr nervös und hatte an mehreren Brettern viel Glück. So hätten wir statt der drei Brettpunkte mit etwas Glück auch 4½ erzielen können.

Da Schachfreunde 8 und ETSV 5 zu diesem Zeitpunkt zusammen einen Mannschaftspunkt geholt hatten, war der Klassenerhalt praktisch gesichert. Es folgte eine etwas zu hoch ausgefallene Niederlage gegen Union‑Eimsbüttel 5 und eine überflüssige Niederlage gegen Fischbek 3. Insgesamt haben wir zwar recht locker den Klassenerhalt geschafft, sollten aber die Chancen besser nutzen.

(Olaf Ahrens, Der Königsspringer Juli 2000)

↑
↓
KSH 7
Kreisliga D
Pl. Mannschaft BP MP
1. Königsspringer Hamburg 7 43,5 16
2. FC St. Pauli 4 45,0 15
3. SV Diagonale‑Harburg 2 41,5 13
4. Schachfreunde Wedel 3 40,0 10
5. TV Fischbek 4 37,0 9
6. Pinneberger SC 4 39,0 8
7. Altonaer SK Venceremos 34,5 7
8. ETSV Altona‑Eidelstedt 4 32,0 6
9. SK Finkenwerder 2 26,5 4
10. Langenhorner Schachfreunde 3 21,0 2

Erneut die Favoritenbürde tragend, lastet diese heuer längst nicht so schwer auf unseren Schultern, wie in der vergangenen Saison. Häufig knapp, aber meistens die Spielgeschicke bestimmend, gewinnen wir acht der neun Begegnungen und steigen in die Bezirksliga auf.

Zu Beginn haben wir gegen Wedel viel und gegen Diagonale etwas Glück und kommen zu zwei 5:3‑Siegen. Dort wendet sich doch so manche schlechtstehende Partie zu unseren Gunsten. Relativ leicht ist das 4½:3½ beim ETSV, kurios allerdings sein Zustandekommen: Eine Partie steht gleich supergut, anschließend enden nach und nach alle anderen Partien remis, bevor die eine auch tatsächlich gewonnen wird.

Als Tabellenführer können wir St. Pauli begrüßen, die gegen Langenhorn sensationell verloren haben. Leider müssen wir zwei Spieler an die Fünfte abgeben, die am selben Tag beim HSK anzutreten hat. Zudem scheint uns heute das Glück verlassen zu haben, was die eine Niederlage oder andere Punkteteilung beweist. Am Ende stehen wir mit der 3½:4½‑Schlappe erstmals ohne Punkte da und geben den Platz an der Sonne an unsere Gegner von heute ab.

In der Folge halten wir den zweiten Platz mit knappen Siegen, einem 5:3 in Finkenwerder und einem 4½:3½ gegen Altona. Gegen den Abstiegskandidaten tun wir uns nicht nur wegen der beschwerlichen Anfahrt durch den Elbtunnel schwerer, als gegen die vor der Saison hochgehandelten Altonaer, denen wir aber trotzdem zum Abschied noch viel Glück gegen St. Pauli wünschen.

Nach dem 7:1 in Langenhorn sind wir mannschafts‑ und brettpunktgleich mit St. Pauli. Es folgt ein weiteres 4½:3½ gegen Pinneberg, denen wir damit ihre einzige Auswärtsniederlage zufügen. Zum Abschluss gewinnen wir auch bei den stark aufgekommenen Fischbekern mit 4½:3½. Weil St. Pauli tatsächlich nicht gegen Altona gewinnt, erobern wir sogar die Tabellenführung zurück (der zweite Platz hätte aber auch zum Aufstieg gereicht).

Trotz der vielen knappen Siege bewiesen wir gerade in diesen Spielen unsere Stärke, als wir beim Stellungseinschätzen immer richtig lagen und deshalb nicht alles geben mussten, sondern häufig schon mit einem Remis zufrieden waren. Die erfolgreichsten Spieler waren Norbert Schönfisch (7/8) und Stephan Schwanke (6/7), die uns beide gegen St. Pauli fehlten. Vorne spielten ich (5/9), Hans‑Joachim Schwanke (5½/8), Joachim Meyer (2½/4) und Svend Retzlaff (4/8) ganz ordentlich. Nicht so gut lief es für Klaus Sandmann und Arthur Schuler, die aber in entscheidenden Begegnungen (Wedel, ETSV und Fischbek) punkteten. Mike Böttcher fand nach über einem Jahr Schach‑Abstinenz zurück ins Team (3½/5), Thorsten Fellberg (ETSV) und Rudolf Strotkamp (Finkenwerder) holten ganz wichtige Siege für uns. Jens Prottengeier (2/3) und Martin Ehinger kamen ebenfalls zum Einsatz.

In der nächsten Saison dürfen wir also ([endlich] wieder) in der Bezirksliga spielen. Nachdem wir in dieser Saison sehr gut harmoniert haben, würden wir eigentlich gern zusammenbleiben, sofern bei drei Bezirksliga‑Teams das taktische Konzept nicht völlig dagegen spricht.

(Thomas Rosien)

↑
↓
KSH 8
1. Kreisklasse B
Pl. Mannschaft BP MP
1. SV Großhansdorf 3 44,0 16
2. SC Rösselsprung 40,0 12
3. Hamburger SK 16 37,5 12
4. Königsspringer Hamburg 8 32,5 9
5. SG Wichern‑Schule 2 34,5 8
6. Bramfelder SK 4 33,0 6
7. Mümmelmannsberger SV 25,5 5
8. SC Farmsen 3 22,0 2
9. Bergstedter SK 4 18,0 2

Da die Achte und Neunte aus der letzten Saison drei bzw. zwei Spieler an die vorderen Mannschaften abgeben mussten, wurde die diesjährige Achte aus je fünf Spielern der alten Achten und Neunten zusammengestellt.

Wir spielten in der Kreisklasse, die aufgrund von geringeren Mannschaftsmeldungen nur aus drei Staffeln bestand. Wir wurden mit 9:7 Punkten Vierter. Der erste Mannschaftskampf endete kurios mit 4:4. Es stand schon 4:3 für unseren Gegner, da bot Jens mit einer Figur weniger remis an, was für Mümmelsmannsberg den Gewinn des Mannschaftskampfes bedeutet hätte, aber Jens’ Gegner (MF) lehnte ab und verlor wenige Züge später seine Mehrfigur, das Bauernendspiel und die Partie.

Leider verloren wir gegen die Mitaufstiegsaspiranten jeweils 3:5, einen Kampf davon spielten wir nur mit sechs Spielern, einen weiteren nur mit fünf. Bei voller Besetzung wäre der Aufstieg möglich gewesen, aber wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Die Stimmung war immer gut und wir freuen uns auf die nächste Saison.

(Martin Bierwald, Der Königsspringer Juli 2000)

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05.07.2017, 20:37 (tr)
 
 
 
 
 
 
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