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Chronik: Archiv
Freitag, 24. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Vereinsmeisterschaft 1998
 4. September bis 11. Dezember 1998 
Endstand
Pl. Name                     DWZ    1    2    3    4    5    6    7    8    9   Pu.  Bhz.
 1. Lampe, Jörg             2098   3W1 17S1 13W1  6S1  7W1  5S½  2S0  4W½  8S1  7,0  53,0
 2. von Bülow, Georg        2275  12S½  9W1 11S½ 31w+ 13W1  3S½  1W1  5S½  6W1  7,0  48,5
 3. Leiser, Sven            2113   1S0 12W1 15S1  8W½ 14S1  2W½ 23S1  7S1  4W½  6,5  51,0
 4. Möhrmann, Marcus        1948  21W1 14S½ 10W½  7S½ 32W1  6S1  5w+  1S½  3S½  6,5  48,0
 5. Saß, Andreas            2041  25S1 16W1  6S0 14W1 10S1  1W½  4s−  2W½ 15S1  6,0  50,0
 6. Dinckel, Jörg           2059  36w+ 32S1  5W1  1W0 11S1  4W0 10S1 13W1  2S0  6,0  43,5
 7. Lindner, Daniel         2156  23S1 33W1 31S½  4W½  1S0 11W1 15S1  3W0 12S1  6,0  42,5
 8. Dave, Shreyas           1922  19S1 31W0 23S1  3S½ 28w+ 15W0 17S1 20W1  1W0  5,5  41,0
 9. Dettmann, Steffen             17W0  2S0 30W1 32s+ 34w+ 16w+ 11S0 12W½ 23S1  5,5  36,0
10. Mandelbaum, Peter‑René  1882  27S1 11W½  4S½ 12W1  5W0 13S½  6W0 17w+ 14S½  5,0  46,0
11. Mohammadzadeh, Peyman   1879  30W1 10S½  2W½ 28S1  6W0  7S0  9W1 14S½ 16W½  5,0  44,5
12. Rosien, Thomas          1744   2W½  3S0 29W1 10S0 20W1 27S1 18W1  9S½  7W0  5,0  44,5
13. Zimmermann, Julian      1869  26S1 28W1  1S0 16W1  2S0 10W½ 14W½  6S0 25W1  5,0  44,5
14. Wilms, Ingo             1826  20S1  4W½ 33S1  5S0  3W0 28W1 13S½ 11W½ 10W½  5,0  42,0
15. Schönfisch, Norbert     1768  32W0 24S1  3W0 26S1 27W1  8S1  7W0 25S1  5W0  5,0  40,0
16. Fischer, Lars           1786  29W1  5S0 24W1 13S0 25W½  9s− 28S1 23W1 11S½  5,0  38,0
17. Schwanke, Hans‑Joachim  1765   9S1  1W0 26S½ 27W1 19S½ 25W1  8W0 10s− 18S½  4,5  42,0
18. Hanssen, Marco          1510  31S0 20W½ 27S0 19W½ 26W1 21S1 12S0 22W1 17W½  4,5  36,5
19. Bierwald, Martin        1389   8W0 34S½ 21W1 18S½ 17W½ 32s+ 20S0 24W½ 22S½  4,5  35,0
20. Bongartz, Florian       1304  14W0 18S½ 34W½ 21S½ 12S0 33w+ 19W1  8S0 28S+  4,5  33,5
21. Schuler, Michael‑Arthur 1469   4S0 27W½ 19S0 20W½ 33s+ 18W0 24S½ 29w+ 29W+  4,5  33,0
22. Wendel, Daniel          1377  33S0 25W0    + 34s+ 24W1 23S0 32w+ 18S0 19W½  4,5  24,5
23. Nies, Peter             1241   7W0 30S1  8W0 24S1 29S1 22W1  3W0 16S0  9W0  4,0  42,0
24. Goetz, Claus            1260  35S1 15W0 16S0 23W0 22S0 30W1 21W½ 19S½ 27W1  4,0  34,0
25. Strotkamp, Rudolf       1478   5W0 22S1 32W0 33W1 16S½ 17S0 29w+ 15W0 13S0  3,5  35,5
26. Wendel, Melchior        1407  13W0 29S½ 17W½ 15W0 18S0    + 34s+ 27W0 30S½  3,5  28,0
27. Schuler, Dorothea       1180  10W0 21S½ 18W1 17S0 15S0 12W0 30W½ 26S1 24S0  3,0  38,5
28. Schulz, Tanja           1486  34W1 13S0 35w+ 11W0  8s− 14S0 16W0 30S½ 20W−  2,5  34,5
29. Aydeniz, Halil                16S0 26W½ 12S0 30S1 23W0 34w+ 25s− 21s− 21S−  2,5  33,5
30. Kolanoske, Lieselotte   1400  11S0 23W0  9S0 29W0    + 24S0 27S½ 28W½ 26W½  2,5  30,0
31. Nicolosi, Tino          2036  18W1  8S1  7W½  2S−                           2,5  23,0
32. Sandmann, Klaus         1668  15S1  6W0 25S1  9W−  4S0 19W− 22S−            2,0  35,5
33. Knops, Peter            1854  22W1  7S0 14W0 25S0 21W− 20S−                 1,0  28,0
34. Fellberg, Thorsten      1527  28S0 19W½ 20S½ 22W−  9S− 29S− 26W−            1,0  27,5
35. Zierau, Joachim         1822  24W0 36S+ 28S−                                1,0   6,5
36. Behmer, Malte           1574   6S− 35W−                                     0,0   7,0
Bericht

Jörg Lampe ist Vereinsmeister 1998! In einem bis zum letzten Zug spannenden Turnier setzt er sich mit 7 aus 9 dank der besseren Buchholz‑Wertung gegen Georg von Bülow durch.

Allein die letzte Runde rechtfertigt bereits den Modus, als noch fünf Spieler die Möglichkeit haben, Vereinsmeister zu werden. Jeweils sechs Punkte haben Jörg und Georg, aber auch Jörg Dinckel, Sven Leiser und Marcus Möhrmann auf ihrem Konto.

Sven und Marcus spielen eine wilde, von gegenseitigen taktischen Möglichkeiten geprägte Partie, die eigentlich einen Sieger verdient hätte. Da offenbar niemand so recht weiß, zu wessen Gunsten sich das Blatt wenden wird, einigt man sich lieber schnell auf remis. Svens Aussichten auf den Titel sind danach noch theoretischer Natur, Marcus wird hinter ihm folgen. Die Partie hat es jedenfalls verdient, in der Vereinszeitung analysiert zu werden!

Georg und Jörg D. haben sich für eine vergleichsweise positionelle Partie entschieden, in der Georg den Anzugsvorteil zu einer für ihn leicht besseren Stellung nutzt und irgendwann auch einen Bauern mehr hat. Die entstandene Stellung mit Dame, Springer und sechs zu fünf Bauern verheißt Jörg D. jedoch noch Remischancen. Währenddessen hat Jörg L. mit Schwarz einen schweren Stand gegen Shreyas Dave. Letzterer ergibt sich jedenfalls keineswegs in sein Schicksal oder versucht, nur ein Remis abzuklammern. Nach der ersten Zeitnotphase hat Weiß Turm und vier Bauern gegen Läufer, Springer und zwei Bauern. Jörg L. muss schon genau spielen, will er die beiden verbundenen Freibauern aufhalten. An einen eigenen Sieg gar mag er wohl kaum denken.

Gute Aussichten im Grunde für Georg und Jörg D. Wer gewinnt, darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen. Irgendwie scheint es jedoch nicht recht weiterzugehen, jedenfalls offeriert Georg bald ein Remisangebot. Jörg D. will noch ein bisschen spielen und steht ein paar Züge später schlecht. Schneller als erwartet ist die Partie doch zu Ende, und Georg ist urplötzlich ganz heißer Titelkandidat.

Was sich anschließend in der letzten Partie dieser Vereinsmeisterschaft ereignet, ist mit wenigen Worten nicht zu erklären, und wer es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, wird es kaum glauben!

Zuerst investiert Shreyas einen großen Teil der Bedenkzeit auf der Suche nach einem Gewinnweg. Diesen scheint es wohl nicht mehr zu geben, und es bleiben ihm danach nur noch wenige Minuten, um zumindest das Remis zu sichern. Mittlerweile hat jeder lediglich noch einen Freibauern, Shreyas aber weiterhin den Turm gegen die zwei Leichtfiguren. Als ihm dann ein unmöglicher Zug unterläuft und Jörg L. dafür zwei Minuten Zeitgutschrift erhält, scheint es auch mit der Konzentration zu Ende zu gehen. Läufer und Springer spielen nun gefährlich mit und nehmen irgendwann den Turm einfach weg. Selbst wenn es Jörg L. nun nicht gelänge, in den ihm verbleibenden drei Minuten mit Läufer und Springer matt zu setzen, so hätte er ja auch noch einen Bauern hierzu. Shreyas gibt deshalb gleich auf.

Jörg Lampe ist wahrscheinlich verdient Vereinsmeister geworden. Er startete furios mit 5/5 und schlug dabei Hochkaräter wie Sven Leiser, Jörg Dinckel und Daniel Lindner. Es folgte eine kurze Schwächeperiode mit Remisen gegen Andreas Saß und Marcus Möhrmann sowie der einzigen Niederlage gegen Georg von Bülow. Als Glanzleistung wird zwar auch die letzte Partie nicht in die Annalen eingehen, dennoch bedeutet sie den krönenden Abschluss einer stolzen Turnierleistung.

Georg erspielte seine Punkte in souveräner Manier (Sieg mit Weiß, Remis mit Schwarz). Auch er wäre sicherlich ein würdiger Titelträger, den direkten Vergleich mit Jörg gewann er zudem. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr. Denken wir ein Jahr zurück, so war es Jörg, der hauchdünn gegen Sven Leiser unterlag.

Der Titelverteidiger kam schwer in Schwung und konnte sich erst spät in der Spitzengruppe etablieren. Sven selbst hatte zwischendurch schon gar nicht mehr mit einem solchen Erfolg gerechnet.

Alle drei sind für das Rundenturnier 1999 qualifiziert. Über die Qualifikation im Frühjahr können es auch noch zwei der nächstplazierten acht Spieler schaffen.

Alles in allem sahen wir ein spannendes Turnier, das seinen Höhepunkt in der letzten Runde erreichte. Das Schweizer‑System wird deshalb auch 1999 gespielt. Nicht schön waren die vielen Rücktritte und kampflosen Partien. Hier müssen wir weiterhin noch sehr viel an uns arbeiten.

(Thomas Rosien)

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/98-vm.php
01.01.2017, 00:00 (tr)
 
 
 
 
 
 
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