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Chronik: Archiv
Freitag, 24. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Jugendoberliga‑Nord, Staffel West 1991/92
Termine Tabelle Spieler Bericht
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Termine
1 27.10.1991 SC Diogenes Königsspringer Hamburg 3 : 5
2 17.11.1991 Königsspringer Hamburg SK Johanneum Eppendorf 5 : 3
3 15.12.1991 Volksdorfer SK Königsspringer Hamburg :
4 19.01.1992 Königsspringer Hamburg Stader SV 4 : 4
5   Findorffer Schachfreunde Königsspringer Hamburg      
6 08.03.1992 Königsspringer Hamburg Delmenhorster SK :
7 05.04.1992 SK Nordhorn‑Blanke Königsspringer Hamburg :
8 16.05.1992 Königsspringer Hamburg Hamburger SK 2 : 6
9 31.05.1992 SC Meerbauer Kiel Königsspringer Hamburg 4 : 4
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 4 3 5 5 6   39,5 13
2. Hamburger SK 4 6 4 5 5   38,5 12
3. Königsspringer Hamburg 5 2 5 4 4   37,5 12
4. Volksdorfer SK 3 5   37,0 10
5. SC Diogenes 3 4 3 5 6 2   33,0 9
6. SC Meerbauer Kiel 3 3 4 2   32,0 7
7. SK Nordhorn‑Blanke 6 5   30,0 6
8. Delmenhorster SK ½ 3   18,5 2
9. Stader SV 2 3 4 3   22,0 1
10. Findorffer Schachfreunde                   0,0 0
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Spieler
RL Name 1.R 2.R 3.R 4.R 5.R 6.R 7.R 8.R 9.R
1 Vardjavand, Varahram ½ 1 1 ½   0 1 0 1
2 Lau, Eike   ½   0     1 ½ ½
3 Buhr, Carl‑Christian ½ 1 1 1   1 1 ½ ½
4 Baldauf, Bastian 0 ½ 1 1     1 0 ½
5 Schierholz, Jörg 0 0 0 0   1 0 ½ ½
6 Lindner, Daniel 1 1 0 ½   ½ 1   ½
7 Bruhn, Boris 1   0     1   ½  
8 Weitemeier, Kristof           1      
M1 Schierholz, Sonja 1 0 1           ½
M2 Morinez, Michaela       1   1 ½ 0  
C1 Holtz, Dietmar 1 1 ½ 0   1 1 0 0
C2 Hamann, Jan                  
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Bericht

Eine Leistungsexplosion ungeahnten Ausmaßes gab es in der abgelaufenen Saison bei der ersten Jugendmannschaft unseres Vereins. Die in zwei – teilweise sogar mehr – Jahren erworbene Erfahrung kompensierte den Verlust des »erwachsen« gewordenen letztjährigen Spitzenbretts Frank Riedel. An seine Stelle rückte Varahram Vardjavand, der es durch positive Einstellung und persönlichen Ehrgeiz verstand, die Mannschaft mitzureißen. Mit seinem Resultat von 5/8 trug Toni auch in Zahlen messbar zum Gesamterfolg bei. Ebenfalls hervorzuheben ist die Leistung von Carl‑Christian Buhr, der mit 6½/8 an Brett 3 (2) sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Der Saisonstart verlief verheißungsvoll. Die ersten Begegnungen wurden voller Optimismus angegangen, und auch vor großen Namen wurde nicht Halt gemacht. Bis zum Jahreswechsel konnten deshalb 6:0 Mannschaftspunkte gegen die Hamburger Konkurrenz Diogenes, SKJE und Volksdorf eingefahren werden.

Dass die junge Mannschaft Probleme mit der Favoritenbürde hatte, zeigte sich beim anschließenden 4:4 gegen Schlusslicht Stade. Von außen wurde zusätzlich Unruhe gestiftet. Dennoch konnte die Tabellenführung behauptet und durch klare Siege gegen Delmenhorst und Nordhorn sogar ausgebaut werden.

Der Platz an der Sonne hätte selbst bei einer knappen Niederlage gegen den HSK gehalten werden können. Die innere Hemmschwelle vor diesem Gegner konnte jedoch nicht überschritten werden, sodass die Mannschaft durch ein 2:6 auf den dritten Platz zurückfiel; allerdings nur durch einen halben Brettpunkt vom SKJE und einen Brettpunkt vom HSK getrennt.

So bestanden vor der letzten Runde noch alle Möglichkeiten auf einen der ersten beiden Plätze, die zur Teilnahme an der Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaft berechtigt hätten. Meerbauer Kiel erwies sich jedoch als weiterer Stolperstein; ein 4:4 bei mehreren vergebenen Gewinnstellungen war die Folge. In den beiden letzten Wettkämpfen gab es leider nur eine einzige Gewinnpartie, die Toni im Anschluss selbst kommentiert.

Vardjavand – Hoffmann

Eröffnung: Skandinavisch
1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3 Da5 4.d4 Sf6 5.Sf3 Lf5 6.Lc4 c6 7.Ld2 e6 8.De2 Lb4 9.Se5 Sbd7 10.Sxd7 Sxd7 11.a3 Sf6
[Chandler – Rogers 1983]
12.O‑O‑O Lxc3
[12…Ld6 13.Sb5 Dd8 14.Sxd6+ Dxd6 15.Lb4 Dc7 16.d5 cxd5 17.Lb5+ Kd8 ±]
13.Lxc3
[Weiß besitzt das Läuferpaar und die aktivere Figurenstellung.]
13…Dc7 14.d5! cxd5 15.Lb5+! Kf8
[Schwarz hat nun erhebliche Entwicklungsschwierigkeiten.Der Turm auf h8 kann erst einmal nicht ins Spiel kommen.]
16.Le5
[Verbessert die Stellung des Läufers und nutzt die Felderschwächen aus.]
16…De7 17.h3?
[17.f3! Tc8 18.c3! (18.La4? h5 19.g4 hxg4 20.fxg4 Lxg4 21.Lxf6 Lxe2 22.Lxe7+ Kxe7, aber man kann jetzt nicht mehr auf e2 zurückschlagen.) 18…h6 19.g4 Lh7 20.h4 mit der Idee 21.g5 hxg5 22.hxg5 Sd7 (22…Se8 23.Dd3!) 23.Txd5 exd5 24.Lxg7+ Ke8 25.Te1 +−]
17…Tc8! 18.La4 Se4!
[Der Nachteil von 17.h3.]
19.g4 f6
[Sowohl ich als auch mein Gegner waren der Meinung, dass 19…Lg6 nicht gut ist, da Weiß 20.f3 spielen kann. Aber: 20…Sc5 21.Txd5 Sxa4 22.Ld6 Txc2+ 23.Dxc2 Lxc2 24.Lxe7+ Kxe7 25.Tb5 (25.Kxc2 exd5) 25…Tc8 26.Txb7+ Kf6 27.Kd2 Sc5 28.Txa7 Sb3+ 29.Ke3 Td8 und Weiß steht schlecht, da der Turm auf h1 keine guten Felder hat.]
20.gxf5 fxe5 21.fxe6 Dxe6 22.Lb3 Sf6
[22… Td8 23.Dxe4 +−]
23.The1! e4?!
[23…Te8 24.Db5 Dc6 25.Db4+ Kg8 26.La4 +−; 23…Kf7 24.Dxe5 Dxe5 25.Txe5 und der Bauer auf d5 ist weg – aber diese Stellung ist viel schwerer zu gewinnen als die Partiefortsetzung.]
24.f3 Dc6 25.fxe4 dxe4
[Der Läufer steht super stark auf der Diagonalen a2–g8. Schwarz steht sehr schlecht.]
26.Dd2! Dc5 27.Df4 Dc7 28.Td6! De7 29.Txe4
[Schwarz gab auf. Weiß steht nach 29…Dxe4 30.Txf6+ gxf6 31.Dxe4 klar auf Gewinn.]
1:0

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass sich die Mannschaft in die Spitze der JOLN gespielt hat und genügend Substanz vorhanden ist, diese Position in den nächsten Jahren zu festigen. Die Tabelle verdeutlicht, wie knapp wir dieses Jahr noch gescheitert sind.

Die Findorffer Schachfreunde wurden während der Saison vom Spielausschuss gesperrt, da es in der vorherigen Spielzeit anscheinend zu Manipulationsversuchen im Zusammenhang mit Begegnungen in Berlin gekommen war. Die Berliner Vereine hatten – Gorbi sei Dank! – seit dieser Saison ihre eigene Staffel (Ost).

Bei einer Bestandsaufnahme mit Andreas Kohtz – Mannschaftsführer der letzten Jahre und aus persönlichen Gründen zurückgetreten – hatte ich den dritten Platz (allerdings hinter dem HSK und Diogenes) sogar vorhergesagt und war dabei über meinen Mut selbst ein bisschen erschrocken. Während der Saison wurden mir die Flügel dann von inoffizieller und von offizieller Seite kräftig gestutzt. Dieses eine Jahr als Mannschaftsführer der ersten Jugendmannschaft werde ich auch deshalb nie vergessen!

(Thomas Rosien)

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/92-jbl.php
01.01.2017, 00:00 (tr)
 
 
 
 
 
 
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