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www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Sonnabend, 19. Oktober 2019

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 1 · Oberliga‑Nord, Staffel Nord 2018/19
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SG Turm Kiel 2 0 6 5 5 41,5 16
2. Schachfreunde Schwerin 8 4 7 3 6 6 49,5 13
3. SC Diogenes Hamburg 2 4 4 5 4 36,0 11
4. Schachfreunde Hamburg 4 4 3 5 39,5 10
5. Hamburger SK 3 4 4 4 5 4 7 38,5 10
6. Königsspringer Hamburg 1 5 4 4 5 33,0 8
7. Preetzer TSV 5 4 3 4 32,5 8
8. FC St. Pauli 2 2 3 3 4 33,5 7
9. SK Johanneum Eppendorf 3 2 4 1 4 27,0 4
10. SK Marmstorf 3 3 4 29,0 3
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Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Clemens Harder
A H A H A H A A H
STP
2
DIO
 
SKJ
 
PRE
 
TUK
2
MAT
 
HSK
3
SSN
 
SFR
 
1 Pfreundt, Jakob 1 ½ ½ 1 ½ ½ 1 0 ½
2 Lamprecht, Frank       0          
3 Zimmermann, Julian 1 0 0 ½ 0   ½ 0 1
4 Rosmann, Ilja ½ ½ 1 1   1 1   1
5 Schmidt, Jan Peter, Dr. 0     ½ 0 1 1 ½ ½
6 Borgmeyer, Max ½ 1 ½ 0 0   0 0 ½
7 Wolter, Michael ½ 0 0   ½ ½ 0    
8 Harder, Clemens   ½ 1   ½ ½ 0   0
9 Wagner, Friedrich, Dr. 0 0   1 1 0     ½
10 Lampe, Jörg, Dr. 0 1       ½ ½    
11 Lock, Adrian       0          
12 Cremer, Jochen     1     1     1
13 Hloskovsky, Andrei, Dr.         0     0  
14 Stanau, Guido               0  
15 Möhrmann, Marcus               ½  
16 Goetz, Claus, Dr.               0  
17 Samson, Valentin     ½            
18 Kipke, Kevin                  
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1. Runde
21.10.2018 FC St. Pauli 2 Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Clubheim des FC St. Pauli, Harald‑Stender‑Platz 1, 20359 Hamburg

1 Aleksandar Trisic Jakob Pfreundt 0 : 1
2 Wolfgang Pajeken Julian Zimmermann 0 : 1
3 Jan Priebe Ilja Rosmann ½ : ½
4 Maik Richter Dr. Jan Peter Schmidt 1 : 0
5 Andreas Mitscherling Max Borgmeyer ½ : ½
6 Michael Schütze Michael Wolter ½ : ½
7 Dirk Grote Dr. Friedrich Wagner 1 : 0
8 Artur Reuber Dr. Jörg Lampe 1 : 0

21.10.2018 Schachfreunde Hamburg Schachfreunde Schwerin 4 : 4
21.10.2018 SC Diogenes Hamburg Hamburger SK 3 4 : 4
21.10.2018 SK Johanneum Eppendorf SK Marmstorf 4 : 4
21.10.2018 Preetzer TSV SG Turm Kiel 2 :

Dumm gelaufen

Am Sonntag ging es gegen St. Pauli 2, Aufsteiger aus der Landesliga HH mit vielen altbekannten St.‑Pauli‑Oberliga‑Spielern und den Ex‑Königsspringern Trisic und Pajeken an den Spitzenbrettern.

Die Eröffnungen liefen gemischt. Jakobs Eröffnung habe ich nicht verstanden; sein Gegner spielte alle normalen Siz‑Züge und stand einfach gut. Mir steht es natürlich nicht zu, mich darüber zu beschweren, lief es bei mir nicht viel besser und ich hatte eine gedrückte Stellung. Bei Ilja und Wolter war nix los, Max stand nicht so doll, Petzi stand megafett und Friedrich eigentlich schon auf Gewinn, während Jörg viel Zeit verbrauchte, um direkt in ein Endspiel mit Bauern weniger abzuwickeln.

Der Rest ist schnell erzählt: Max durfte mit wenig Zeit und schlechter Stellung gerne remis annehmen. Michael hingegen durfte kein remis anbieten (weil der MF schon ahnte, was passiert), aber er machte es einfach trotzdem; sein Gegner nahm an. Ilja konnte aus seinem Mini‑Vorteil nix rausholen, ebenfalls remis. In der Folge verkombinierte sich Petzi und Friedrich wollte sich mal wieder einfach nicht zu Ende entwickeln, was sicherlich einfach gewonnen hätte. Stattdessen wurde der Gegner zu Gegenspiel eingeladen. Friedrich hielt solange an seinem Mehrbauern fest, bis er mit seinen letzten 4 Figuren auf der 1. Reihe matt ging. Ich konnte mich irgendwie aus meiner Stellung rauswurschteln und die Oberhand gewinnen. Selbiges galt für Jakob; die Stellung war mir zu hoch, aber am Ende hat sich dann doch seine Spielstärke durchgesetzt.

Nun stand es 3½:3½, aber Jörgs Endspiel war kaum zu halten und ging schließlich verloren. Die Niederlage war nicht wirklich nötig; nun gilt es gegen Diogenes zu punkten.

(Julian Zimmermann)

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2. Runde
11.11.2018 Königsspringer Hamburg SC Diogenes Hamburg :
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Dr. Markus Hochgräfe ½ : ½
2 Julian Zimmermann Dr. Fabian Schulenburg 0 : 1
3 Ilja Rosmann Torben Schulenburg ½ : ½
4 Max Borgmeyer Axel Stephan 1 : 0
5 Michael Wolter Roman Korba 0 : 1
6 Clemens Harder Christian Laqua ½ : ½
7 Dr. Friedrich Wagner Leon Fabian Apitzsch 0 : 1
8 Dr. Jörg Lampe Johann Schwank 1 : 0

11.11.2018 Schachfreunde Schwerin SG Turm Kiel 2 8 : 0
11.11.2018 SK Marmstorf Preetzer TSV :
11.11.2018 Hamburger SK 3 SK Johanneum Eppendorf 7 : 1
11.11.2018 Schachfreunde Hamburg FC St. Pauli 2 5 : 3

Neues Spiel, neues Pech

Unsere zweite Oberliga‑Begegnung der Saison lief nicht besser als die erste. Klar favorisiert (Elo‑Schnitt KSH: 2227 gegen DIO: 2115) und mit Heimvorteil in die Partien gegangen, war der erste Mannschaftssieg nicht fern – und doch können wir diesen erst in zwei Wochen wieder, am 25.11. auswärts gegen den SKJE, in Angriff nehmen.

Brett 1: Ich probierte eine Nebenvariante gegen klassisches Katalanisch und musste, so schien es zumindest, nur ein paar Züge später in einer dreifachen Stellungswiederholung remis annehmen. Tatsächlich hätte man aber, wie Stockfish mir im Nachhinein offenbarte, von der Schaukel abweichen und in der komplexen Alternativ‑Variante, die ich nicht ausreichend in Erwägung gezogen hatte, mit einer schwierigen, aber offenbar starken Idee Vorteil ergaunern können. Tja, was nicht gesehen wird, bleibt verborgen und so hatte ich das Vergnügen, dem restlichen Mannschaftskampf, dessen Ausgang zu diesem Zeitpunkt kaum abzuschätzen war, als Zuschauer beizuwohnen.

Brett 2: Julian wählte ein interessantes Abspiel gegen Skandinavisch, das in einer dynamischen Stellung resultierte, in der er einen Bauern weniger, aber dafür Initiative hatte. Seinen fischeresken Zug L×a7 – mit dem der Läufer zwar den geopferten Bauern zurückschlägt, sich aber nach gegnerischem … b6 in einer prekären Situation wiederfindet – konnte Julian allerdings in der Folge nicht rechtfertigen. Er hatte das ganze wohl vor vielen Jahren einmal analysiert, aber für die Improvisation auf dem Brett war die Variante wohl einfach zu kompliziert.

Brett 3: Ilja geriet mit den schwarzen Steinen in eine leicht schlechtere, aber kompakte Stellung und einigte sich ein paar getauschte Figuren später mit seinem Gegner auf remis.

Brett 4: Die längste Partie spielte Max. Der behandelte das Scheveningen‑System seines Gegners auf ungewöhnliche Weise, konnte aber bald in ein angenehmeres Endspiel abwickeln, das er letztendlich auch gewann.

Brett 5: Michael konnte dem Londoner System mit frühem Se5 nicht so recht die Stirn bieten und wurde früh bedrängt: Bei entgegengesetzten Rochaden war der gegnerische Königsangriff zu stark.

Brett 6: Clemens musste eine dieser merkwürdigen Stellungen verwalten, bei denen einem als Zuschauer nicht ganz klar ist, wer denn besser steht. Mit zahlreichen Felderschwächen auf beiden Seiten war es möglicherweise grob ausgeglichen, jedenfalls endete die Partie in einem Unentschieden.

Brett 7: Friedrichs Gegner sicherte sich früh das Läuferpaar und stand nach der Eröffnung klar besser. Im Mittelspiel allerdings ließ er eine Bauernstruktur zu, die Friedrich vielleicht im richtigen Moment mit … e5 hätte anhebeln können. Aber irgendwann setzten sich dann doch die gegnerischen Läufer durch und die Partie ging verloren.

Brett 8: Hier herrschte die größte Spielstärke‑Differenz, der Jörg auch mit einem souveränen Sieg gegen die russische Verteidigung gerecht wurde.

Abschließend kann gesagt werden, dass wir unsere Chancen – die nicht von der Hand zu weisen sind – an allen Brettern besser nutzen müssen. Was uns in der letzten Saison so gut gelang, läuft bisher leider gar nicht. Die dritte Runde findet am 25.11. auswärts gegen den SKJE statt.

(Jakob Pfreundt)

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3. Runde
25.11.2018 SK Johanneum Eppendorf Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Tom Wedberg Jakob Pfreundt ½ : ½
2 Can Ertan Julian Zimmermann 1 : 0
3 Rüdiger Zart Ilja Rosmann 0 : 1
4 Christoph Schröder Max Borgmeyer ½ : ½
5 Alexander von Gleich Michael Wolter 1 : 0
6 Robin Keyser Clemens Harder 0 : 1
7 Hendrik Schüler Jochen Cremer 0 : 1
8 Volker Ahmels Valentin Samson ½ : ½

25.11.2018 FC St. Pauli 2 Schachfreunde Schwerin 2 : 6
25.11.2018 SC Diogenes Hamburg Schachfreunde Hamburg :
25.11.2018 Preetzer TSV Hamburger SK 3 3 : 5
25.11.2018 SG Turm Kiel 2 SK Marmstorf 5 : 3

Wer lang genug kämpft, wird auch belohnt

Nach zwei knappen Niederlagen musste es gegen den SKJE besser werden, um nicht weiterhin als Schlusslicht durch die Lande zu ziehen. Leider haben gerade in dieser wichtigen Runde diverse Stammspieler absagen müssen. Dankenswerterweise haben Jochen und Valentin zugesagt und auch bewiesen, dass auf die »Bank« Verlass ist.

Beim SKJE ist erstmals diese Saison GM Tom Wedberg erschienen, wodurch die Aufgabe auch nicht einfacher werden sollte und wir als leichter Außenseiter in den Kampf gingen. In der Eröffnung deutete sich schon an, dass es ein knapper Kampf werden wird. Bei Julian und Valentin hatte ich die meisten Bedenken, aber auch bei Max deuteten sich Probleme an.

Jochen, Michael und ich kamen dagegen aus meiner Sicht recht vernünftig aus der Eröffnung. Bei Jakob und Ilja sah es noch recht ausbalanciert aus.

So richtig schnell war keine Partie zu Ende, was auch den Charakter des Matches widerspiegelt, geht es doch schon früh in der Saison für beide Mannschaften um wichtige Punkte für den Klassenerhalt.

Das erste Remis steuerte Jakob bei, welcher zwar einen leichten Vorteil konservieren konnte, dafür aber zu viel Zeit investierte und daher lieber in die Punkteteilung einwilligte. Die guten Neuigkeiten hatten danach erst einmal Seltenheitswert. Jule hatte seit der Eröffnung Probleme, versuchte dann taktisch im Trüben zu fischen und fand sich in einem katastrophalen Endspiel mit einem Turm und Springer gegen drei Leichtfiguren und zwei Bauern wieder. Dies wurde dann auch leistungsgerecht verloren gegeben. Ebenfalls die Segel streichen musste Michael. Wie genau es dazu kam, ist mir leider entgangen. Valentins König wurde zudem auch schwer unter Beschuss genommen. Alle drei Schwerfiguren und die restlichen verbliebenen Kräfte versuchten seiner habhaft zu werden. Irgendwie hielt der Laden, aber da war auch ein wenig Glück dabei. Nichtsdestotrotz herzlichen Glückwunsch! Oberligadebüt erfolgreich gemeistert!

Kurz darauf konnte ich den ersten ganzen Punkt beisteuern. Mein Gegner gab mir einen Bauern, konnte die Kompensation nicht lange nachweisen und nachdem mein Springer auf d3 auftauchte, den König auf f1 zwang und auch meine restlichen Kräfte nachrücken konnten, war das Ergebnis alsbald nur noch Formsache.

Den Ausgleich konnte dann Jochen kurz vor der Zeitnot beisteuern. In einer sehr stark vorgetragenen Partie (Empfehlung für den nächsten Ersatzeinsatz erfolgreich entgegengenommen) wurde das Prinzip ›Ich spiele Englisch und mache einfach gar nichts‹ erfolgreich praktiziert. Bei dem Versuch nach Gegenspiel verirrte sich der Läufer nach h3, wurde durch den Bauern g4 an der Flucht gehindert und mittels Sf2 souverän eingesammelt. Der Rest war ebenfalls Formsache.

Zur Freude aller setzte Ilja noch einen drauf. In einer lange sehr unklaren Partie kreierte Ilja plötzlich einen brandgefährlichen Freibauern unterstützt von beiden Türmen und dem Springer, welcher nicht aufzuhalten war. Sehr gutes Durchsetzungsvermögen! Trotz Erkältung keine Erschöpfungssymptone gezeigt!

Jetzt lag alles an Max. Leider war seine Stellung nach der Eröffnung nicht wirklich besser geworden. Mit einem Bauern weniger und gegen weit vorgerückte Bauern musste schon ein halbes Wunder passieren. In Zug 41 tauchte Max dann erst einmal ab, um dieses auszurechnen und packte tatsächlich den Zug aus, welcher aus praktischer Sicht sehr schwer zu widerlegen war. Ein paar Züge später wurde jeweils ein Bauer umgewandelt. Auf dem Weg dahin ist Max leider ein Turm verlorengegangen und seinem Gegner blieb zudem auch noch ein weiterer Freibauer auf der 5. Reihe übrig. Nach zwei Schachgeboten und dem »ruhigen« Ld3!!! war es dann an der Zeit das letzte Mal tief reinzugucken. Aber rechnet doch mal selbst:

Christoph Schröder – Max Borgmeyer

Weiß am Zug. Turm mehr, Freibauern mehr, forciert remis … – Mannschaftskampf gewonnen!

Schlussendlich eine ganz starke Mannschaftsleistung. Trotz mehrerer Rückschläge wurde bis zum Ende gekämpft und somit der Sieg verdient. Der nächste Kampf wird dann hoffentlich mit genauso viel Enthusiasmus in drei Wochen zu Hause gegen Preetz geführt. Damit auch die nächsten Punkte im Clubheim bleiben.

(Clemens Harder)

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4. Runde
16.12.2018 Königsspringer Hamburg Preetzer TSV 4 : 4
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Bjørn Møller Ochsner 1 : 0
2 Frank Lamprecht Jonas Bjerre 0 : 1
3 Julian Zimmermann Frank Schwarz ½ : ½
4 Ilja Rosmann Kai Reinecker 1 : 0
5 Dr. Jan Peter Schmidt Bjarne Light ½ : ½
6 Max Borgmeyer Andreas Schütte 0 : 1
7 Dr. Friedrich Wagner Hans‑Adolf Dittmann 1 : 0
8 Adrian Lock Prof. Dr. Joachim Kornrumpf 0 : 1

16.12.2018 Schachfreunde Schwerin SK Marmstorf :
16.12.2018 Hamburger SK 3 SG Turm Kiel 2 :
16.12.2018 Schachfreunde Hamburg SK Johanneum Eppendorf :
16.12.2018 FC St. Pauli 2 SC Diogenes Hamburg 3 : 5
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5. Runde
20.01.2019 SG Turm Kiel 2 Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Vereinsheim des TSV Bordesholm, Möhlenkamp 26, 24582 Bordesholm

1 Filip Boe Olsen Jakob Pfreundt ½ : ½
2 Klaus Berg Julian Zimmermann 1 : 0
3 Marta Michna Dr. Jan Peter Schmidt 1 : 0
4 Mads Boe Max Borgmeyer 1 : 0
5 Jörg Zeller Michael Wolter ½ : ½
6 Thomas Böhm Clemens Harder ½ : ½
7 Matthias Budzyn Dr. Friedrich Wagner 0 : 1
8 Rolf Luckow Dr. Andrei Hloskovsky 1 : 0

20.01.2019 SC Diogenes Hamburg Schachfreunde Schwerin :
20.01.2019 SK Johanneum Eppendorf FC St. Pauli 2 :
20.01.2019 Preetzer TSV Schachfreunde Hamburg :
20.01.2019 SK Marmstorf Hamburger SK 3 :
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6. Runde
03.02.2019 Königsspringer Hamburg SK Marmstorf 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Holger Hebbinghaus ½ : ½
2 Ilja Rosmann Dr. Jeronimo Hawellek 1 : 0
3 Dr. Jan Peter Schmidt Christoph Ramme 1 : 0
4 Michael Wolter Jan Hendrik Müller ½ : ½
5 Clemens Harder Michael Hohlbein ½ : ½
6 Dr. Friedrich Wagner Jens Diekmann 0 : 1
7 Dr. Jörg Lampe Matthias Peschke ½ : ½
8 Jochen Cremer Peter Anderberg 1 : 0

03.02.2019 Schachfreunde Schwerin Hamburger SK 3 :
03.02.2019 Schachfreunde Hamburg SG Turm Kiel 2 :
03.02.2019 FC St. Pauli 2 Preetzer TSV :
03.02.2019 SC Diogenes Hamburg SK Johanneum Eppendorf 4 : 4
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7. Runde
24.02.2019 Hamburger SK 3 Königsspringer Hamburg 4 : 4
11:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Derek Gaede Jakob Pfreundt 0 : 1
2 Jakob Pajeken Julian Zimmermann ½ : ½
3 Hartmut Zieher Ilja Rosmann 0 : 1
4 Arne Bracker Dr. Jan Peter Schmidt 0 : 1
5 Tom‑Frederic Wölk Max Borgmeyer 1 : 0
6 Björn Bente Michael Wolter 1 : 0
7 Lars Hinrichs Clemens Harder 1 : 0
8 Matthias Bach Dr. Jörg Lampe ½ : ½

24.02.2019 SK Johanneum Eppendorf Schachfreunde Schwerin 2 : 6
24.02.2019 Preetzer TSV SC Diogenes Hamburg 4 : 4
24.02.2019 SG Turm Kiel 2 FC St. Pauli 2 :
24.02.2019 SK Marmstorf Schachfreunde Hamburg :

Furiose Aufholjagd

Der hochdramatische Verlauf der 7. Runde gegen HSK 3 lässt sich nur mit Anleihen aus der Welt des Fußballs angemessen beschreiben. Bis zur 75. Minute war unser Auftritt im gegnerischen Schellingstraßen‑Stadion absolut desolat. Abspielfehler zuhauf im Mittelfeld, mangelnde Zuordnung in der Abwehr, miserable Zweikampfbilanz. So kam der HSK durch Tore an den Brettern 5–7 (Max, Michael und Clemens) ohne größere Mühen zu einer 3:0‑Führung, wobei das 1:0 ein sehenswerter Seitfallzieher von der Strafraumgrenze war. Ein einziges Mal gelang uns über Jule an Brett 2 ein gefährlicher Vorstoß in den gegnerischen Strafraum, aber ein überhasteter Abschluss machte die Chance zunichte.

Als große Teile der Zuschauer bereits enttäuscht den Heimweg antraten, fiel wie aus dem Nichts das 1:3 durch Ilja. Er hatte wie so oft bis dahin eher unauffällig agiert, nutzte nun aber kaltschnäuzig die erste sich ihm bietende Gelegenheit. Der HSK ließ sich hierdurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen und kam nicht nur an Brett 8 bei Jörg mehrfach gefährlich vors Tor, sondern hatte vor allem an meinem eigenen Brett 4 in der 86. Minute die endgültige Vorentscheidung auf dem Fuß. Der Ball traf aber nur die Latte und sprang von dort aus so weit ins Feld zurück, dass uns ein blitzschneller Konter zum 2:3 gelang. Nun tobte die Arena, der Schiedsrichter zeigte vier Minuten Nachspielzeit an. Das Spielgeschehen verlagerte sich komplett in die Hälfe des HSK, der sich nur noch mit unkontrollierten Befreiungsschlägen zu helfen wusste. In der 94. Minute überwand Jakob an Brett 1 mit einem herrlichen Dribbling die gegnerische Abwehrreihe und schob unter dem tosenden Jubel unseres 9. Mannes (Justus) eiskalt zum 3:3 Endstand ein (4:4, wenn man die Remisen mitzählt).

Die Abstiegssorgen sind damit nicht gebannt, aber diese heroische Aufholjagd darf einfach nicht umsonst gewesen sein!

(Jan Peter Schmidt)

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8. Runde
24.03.2019 Schachfreunde Schwerin Königsspringer Hamburg 7 : 1
11:00 Uhr, Stadtwerke Schwerin (Speisesaal), Eckdrift 43–45, 19061 Schwerin

1 Csaba Horvath Jakob Pfreundt 1 : 0
2 Jozsef Horvath Julian Zimmermann 1 : 0
3 Lajos Seres Dr. Jan Peter Schmidt ½ : ½
4 Migchiel de Jong Max Borgmeyer 1 : 0
5 Sebastian Kesten Dr. Andrei Hloskovsky 1 : 0
6 Hendrik Reichmann Guido Stanau 1 : 0
7 Karsten Schulz Marcus Möhrmann ½ : ½
8 Christoph Wolf Dr. Claus Goetz 1 : 0

24.03.2019 Schachfreunde Hamburg Hamburger SK 3 4 : 4
24.03.2019 FC St. Pauli 2 SK Marmstorf :
24.03.2019 SC Diogenes Hamburg SG Turm Kiel 2 2 : 6
24.03.2019 SK Johanneum Eppendorf Preetzer TSV :

Böse unter die Räder gekommen

Das Spiel gegen die hochfavorisierten Schweriner verlief leider fast spiegelverkehrt zur Runde davor, indem wir dieses Mal die ersten drei Stunden wacker dagegen hielten, nur um in der vierten Stunde völlig einzubrechen. Dass Schwerin mit drei GMs und einem IM antrat, während bei uns die Nrn. 13–16 der Setzliste zum Einsatz kamen, sagt alles über die Kräfteverhältnisse aus.

Ich selbst bekam nach 11 Zügen überraschend remis angeboten, das ich nach kurzer Konsultation mit mir selbst als Ersatz‑MF annahm. Wie Jule treffend bemerkte, war es für eine Partie zwischen einem abgehalfterten GM und einem abgehalfterten FM der angemessene Verlauf. An den übrigen Brettern wurde deutlich mehr Kampfgeist gezeigt, und in den vielen scharfen Stellungen schienen unsere Chancen gar nicht so schlecht zu sein. Doch nachdem Jakob an Brett 1 seine aussichtsreiche Stellung bei knapper Zeit taktisch entglitten war, fielen wir um wie die Dominosteine. Jule an 2 zettelte Verwicklungen an, übersah dabei aber ein wichtiges Detail. Max an 4 verlor in einer hochkomplexen Stellung einen Moment lang die Übersicht. Andrei an Brett 5 erreichte ein nur leicht schlechteres Turmendspiel, in dem ihm dann aber zu viele Ungenauigkeiten unterliefen. Guido an 6 musste trotz Mehrbauer tatenlos zusehen, wie sein Gegner den Druck immer mehr verstärkte. Claus an Brett 8 hatte sich nach höchst dubioser Eröffnung durch großartige taktische Finessen im Spiel gehalten, musste der hohen Aktivität der gegnerischen Figuren am Ende aber Tribut zollen. Einzig Marcus an 7 holte noch einen weiteren halben Punkt, dank einer sehr soliden Vorstellung gegen seinen fast 300 Punkte stärkeren Gegner.

Dass die 1:7‑Klatsche, die am Ende zu Buche stand, dem Spielverlauf nicht ganz gerecht wurde, räumten auch die Schweriner ein. Doch hatte sich der an allen Brettern bestehende große Elo‑Vorteil am Ende eben bemerkbar gemacht. Zur Ablenkung gedachten wir eines deutlich erfreulicheren Ereignisses, nämlich der kürzlichen Geburt von Jules Sohn Felix.

In der letzten Runde gegen die Schachfreunde geht es nun um den Verbleib in der Oberliga. Ich plädiere dringend dafür, den glücklosen Interims‑MF abzulösen und einen Mann mit Erfahrung im Abstiegskampf zu holen.

Ein herzlicher Dank geht abschließend an Andrei und Marcus, die nicht nur Ersatz spielten, sondern sich für die weite Strecke auch als Fahrer zur Verfügung stellten!

(Jan Peter Schmidt)

↑
↓
9. Runde
07.04.2019 Königsspringer Hamburg Schachfreunde Hamburg 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Frank Sawatzki ½ : ½
2 Julian Zimmermann Uwe Bokelbrink 1 : 0
3 Ilja Rosmann Axel Neffe 1 : 0
4 Dr. Jan Peter Schmidt Hans Hermesmann ½ : ½
5 Max Borgmeyer Dr. Jan‑Paul Ritscher ½ : ½
6 Clemens Harder Florian Kull 0 : 1
7 Dr. Friedrich Wagner Jürgen Dietz ½ : ½
8 Jochen Cremer Jonas Simon Gremmel 1 : 0

07.04.2019 Preetzer TSV Schachfreunde Schwerin 5 : 3
07.04.2019 SG Turm Kiel 2 SK Johanneum Eppendorf 5 : 3
07.04.2019 SK Marmstorf SC Diogenes Hamburg :
07.04.2019 Hamburger SK 3 FC St. Pauli 2 4 : 4

Finale am Riekbornweg

Eine turbulente Saison mündete in einem packenden Finale mit drei Fernduellen auf sehr hohem Niveau um den letzten Abstiegsplatz aus der Oberliga. Die Ausgangssituation war wie immer unklar. Durch die unübersichtlichen Auf‑ und Abstiegsregelungen war vor dem Spieltag noch nicht gesichert, ob es drei oder vier Absteiger geben würde. Mit Platz 7 befanden wir uns nach 8 Spielen mit nur einen halben Brettpunkte Vorsprung auf Preetz, aber auch nur 1,5 Brettpunkte hinter St. Pauli II, in hochgefährdeten Gefilden. Eine Niederlage gegen eine starke Mannschaft der Schachfreunde durften wir uns vermutlich nicht erlauben. Ein 4:4 würde nach vorheriger Einschätzung der anderen Paarungen (Preetz gegen den Tabellenzweiten Schwerin und Pauli beim HSK) vermutlich reichen, aber um möglichst sicher zu gehen, wäre ein Sieg wünschenswert. Einen kurzfristigen Ausfall von Jörg konnten wir durch unseren Edeljoker Jochen kompensieren. Ansonsten konnten wir auf die übrige Stammmannschaft (ohne Frank und Michael) zurückgreifen.

In der Anfangsphase zeichnete sich schon eine spektakuläre Entwicklung des Kampfes ab. Jakob behandelte die Eröffnung korrekt, glich ohne Probleme aus, musste sich dann aber nach einer ungenauen Abwicklung in einer passiven Stellung auf ein langes und zähes Verteidigen einrichten. Jule bewies, wie schnell man seinen Anzugsvorteil wegwerfen kann und »rettete« sich durch ein vom theoretischen Standpunkt sicherlich inkorrektes Opfer in ein dynamisches Mittelspiel mit zumindest realistischen Schummelchancen. Bei Ilja war alles wie gewohnt. In der Eröffnung wurde sehr lange überlegt. Die daraus resultierende Stellung war hoch komplex aber vermutlich etwas schlechter. Doch mit knapper werdender Zeit kam immer mehr Licht ins Dunkel. Die folgenden Bretter von Petzi, Max, Friedrich und mir hielten sich in der Eröffnung und dem Mittelspiel etwa im Gleichgewicht. An Brett 8 wiederum entwickelte Jochen eine sehr angenehme Druckstellung.

Nach gut drei Stunden wurden dann die ersten Partien beendet. Max und Friedrich machten beide mit Schwarz die ersten Friedensschlüsse. Jeweils wurden in der c‑Linie die Schwerfiguren getauscht, sodass die entstehenden Endspiele wenig Potential boten. Der Schreiber dieses Textes würde von seiner Partie gerne Gleiches berichten. Doch bei der ersten problematischen Stellung verlor ich vollkommen den Überblick und binnen weniger Züge signifikant an Material, sodass mir nur die Aufgabe blieb. Zum Glück konnte Jochen postwendend einen entfernten Freibauern bilden und diesen unaufhaltsam zur Umwandlung bringen, was eine rechtzeitige Aufgabe seines Gegenübers und das zwischenzeitliche 2:2 bedeutete.

Die Befragung des Internets verhieß an dieser Stelle nichts Gutes. Preetz führte etwas überraschend souverän gegen Schwerin und mit einem Sieg musste gerechnet werden. Zudem machte es bei Pauli auch nicht den Anschein, dass diese mit einer Niederlage die Saison beenden werden. Es stand zwar 3:4, aber bei einem 4:4 mussten wir für den Klassenerhalt tatsächlich unseren Kampf gewinnen.

Kampfgeist war also gefragt und vor allem noch mindestens 2,5 Brettpunkte an den ersten vier Brettern! Und die Dramatik des Kampfes nahm zu. Jule konnte seine Stellung wieder in die Remisbreite führen. Eventuell wurde auch ein Gewinn ausgelassen, aber das Schwerfigurenendspiel mit je vier Bauern sollte eigentlich nicht mehr verloren werden. Die zweite sehr spannende Partie war bei Ilja, welcher inzwischen einen entfernten Freibauern bilden konnte und nun versuchte, möglichst viel Material vom Brett zu nehmen, dennoch immer ein wachsames Auge auf seine Königsstellung werfen musste, um nicht doch in einen tödlichen Gegenangriff zu laufen.

Plötzlich passierte das, was mit der Fischerzeit eigentlich kaum noch passiert: Zeitüberschreitung an Brett 2. Jule hatte die Stellung noch mal scharf gemacht. Einen Bauern geopfert, um Jagd auf den König zu machen. Diese Komplikationen waren dann genug, um ein zu langes Nachdenken zu provozieren. Das Glück kam im passenden Augenblick. Auch Ilja konnte von einem Aussetzer seines Gegners in der Zeitnot profitieren. Die Stellung war inzwischen wohl auch so locker gewonnen, aber nach dem Einsteller folgte die sofortige Aufgabe und die Gewissheit: Ein 4:4 ist sicher und ein Sieg ganz nahe. Tatsächlich machte Petzi diesen mit seinem Remis kurz danach perfekt, sodass wir den fast sicheren Klassenerhalt feiern konnten.

Jakob wurde jetzt noch eine weitere Stunde gequält, konnte seine Stellung aber in gewohnter Manier verteidigen. Unter dem Strich ein hart erkämpftes 5:3. Am Ende sogar der 6. Tabellenrang (weiterhin ein halben Brettpunkt vor Preetz und einen Mannschaftspunkt vor Pauli II, welche durch ein starkes 4:4 beim HSK dennoch den Abstieg in die Landesliga antreten müssen) und die Erkenntnis: Bei einem vielleicht unterm Strich sogar leistungsgerechten 4:4 hätte es uns erwischt!

Saisonfazit: In einer schwer umkämpften Liga mit einem verdienten Aufsteiger aus Kiel (trotz 0:8 am grünen Tisch gegen den direkten Konkurrenten aus Schwerin) und unglaublichen drei Absteigern aus Hamburg wird es auch in der nächsten Saison durch die aus der 2. Liga kommenden Mannschaften aus Lübeck und Norderstedt keine leichte Saison.

Einzelfazit:

Jakob (5,5/9):
Eine sichere Bank an Brett 1. Wichtige Siege bei den beiden 4:4 gegen Preetz und den HSK. Nur eine Niederlage in einer Partie, welche er hätte wohl gewinnen müssen.

Frank (0/1):
Leider nur einmal am Brett. Hoffentlich in der nächsten Saison wieder eine häufigere Verstärkung des Teams.

Jule (3/8):
Hat schon bessere Jahre gesehen. Dennoch die Punkte (vor allem den letzten) in den wichtigen Kämpfen geholt.

Ilja (6/7):
»Langsam« in die Saison gestartet (2 Remisen). Danach einfach unaufhaltsam (5/5). Mehr muss glaube ich nicht gesagt werden. Einfach grandios!

Petzi (3,5/7):
Starker Schlussspurt (3/4). Damit maßgeblich zum Klassenerhalt beigetragen.

Max (2,5/8):
Führt die Riege des schwächelnden Mittelbaues an. Irgendwie hat es dieses Jahr nicht sein sollen.

Michael (1,5/6):
Die Luft in der Oberliga ist dann doch etwas rauher als in der LaLi.

Clemens (2,5/6):
Die kurze Rochade hinten raus konnte die Mannschaft zum Glück kompensieren.

Friedrich (2,5/6):
Fast 50 %. Somit ein solides Comeback in der Oberliga.

Jörg (2/4):
Seit Jahren ein Grundsolides Brett 8. Dieses Jahr wieder keine Ausnahme.

Jochen (3/3):
Er kam, sah die weißen Steine, freute sich und siegte. Prädikat Edeljoker mehr als redlich verdient.

Die restlichen sechs Ersatzspieler nahmen sich mit einem Score von 1/7 leider ein Beispiel an unserer Mittelachse. Hervorzuheben ist hier Valentin, welcher mit seinem Remis zum Oberligadebüt gleich in einem wichtigen Kampf gegen SKJE entscheidend zum ersten Saisonsieg beitrug.

(Clemens Harder)

Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/19-ksh1.php
24.09.2019, 06:52 (tr)
 
 
 
 
 
 
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