S
c
h
a
c
h
c
l
u
b
 
v
o
n
 
1
9
8
4
 
 e.
 V.
 
 
 
 
 
 
[Grafik]
[Grafik]
 
 
www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Donnerstag, 20. September 2018

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 4 · Kreisliga A 2018
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
↑
↓
Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 17 4 4 7 6 6 7 53,5 16
2. SK Marmstorf 3 4 4 6 5 5 7 5 46,0 16
3. Königsspringer Hamburg 4 4 4 4 7 7 48,0 15
4. TV Fischbek 3 1 2 5 6 4 38,0 11
5. Hamburger SK 18 2 4 4 3 8 39,0 8
6. Langenhorner Schachfreunde 2 2 3 1 3 4 6 4 7 6 36,0 8
7. SK Weisse Dame Hamburg 3 3 1 2 5 2 4 7 5 31,5 7
8. SC Sternschanze 1 4 4 26,0 4
9. SK Johanneum Eppendorf 5 1 3 0 1 1 21,0 4
10. Niendorfer TSV 3 ½ 4 2 3 21,0 1
↑
↓
Spieler
KSH
4
Mannschaftsführer:
Dr. Claus Gebert
A H A A H A H A H
MAT
3
FBK
3
NIE
3
HSK
18
WDH
3
SKJ
5
HSK
17
SSZ
 
LGH
2
31 Götze, Tobias 1 1 ½   1 1 1 +  
32 Samson, Valentin 1 ½ 1   1 0 ½ ½ 1
33 Cinar, Alihan   1   0 1 1 0 ½ 1
34 Peters, Malte   1 0 0 1   1    
35 Gebert, Claus, Dr. 0 ½ 1 0 ½ 0 0 ½  
36 Summers, Jan ½ ½ 1 1 1 1 1 1 ½
36a Khalaf, Ayman       0 ½ 1   0 +
37 Kipke, Mark 1 1 0 1   1 ½ + 1
38 Riege, Ole 0                
39 David, Philip                  
40 Peters, Jenna ½ 0 1 1 1     1 1
54 Carl, Dieter 0                
67 Samm, Bastian                 1
79 Göttsche, Christian     1 1   ½      
80 Gomes Rebelo, Marcos Bruno             0   ½
↑
↓
1. Runde
12.01.2018 SK Marmstorf 3 Königsspringer Hamburg 4 4 : 4
19:00 Uhr, Vereinshaus des SV Grün‑Weiss Harburg, Langenbeker Weg 1c, 21077 Hamburg

1 Stephan Barz Tobias Götze 0 : 1
2 Markus Eschweiler Valentin Samson 0 : 1
3 Christian Unbehend Dr. Claus Gebert 1 : 0
4 Michael Wadle Jan Summers ½ : ½
5 Uwe Grove Mark Kipke 0 : 1
6 Kolja Redlich Ole Riege 1 : 0
7 Kevin Li Jenna Peters ½ : ½
8 Lutz Meyer Dieter Carl 1 : 0

12.01.2018 Hamburger SK 17 Hamburger SK 18 6 : 2
12.01.2018 SC Sternschanze SK Johanneum Eppendorf 5 :
12.01.2018 Langenhorner Schachfreunde 2 SK Weisse Dame Hamburg 3 6 : 2
12.01.2018 TV Fischbek 3 Niendorfer TSV 3 4 : 4

Saisonauftakt KSH 4 beim SK Marmstorf 3

Nach 18 E‑Mails, 14 SMS, 11 Telefonaten, einem Besuch der 6. Mannschaft zur persönlichen Anfrage und einer Anfrage durch Baldur per Facebook stand morgens um 9:00 Uhr endlich unsere Mannschaft für unser erstes Saisonspiel in Marmstorf. Deren Mannschaft ist allerdings als einzige mit einem Schnitt von über 1600 kein leichtes Pflaster, wir sollten mit einem Schnitt von 155 Punkten weniger antreten.

Ich war mit den 5 Jugendlichen im Auto reibungslos (und damit deutlich zu früh) durch den Elbtunnel in Marmstorf angelangt, Tobi war pünktlich mit den Öffentlichen angekommen. Dieter Carl, der extra einen Kino‑Besuch mit seiner Frau abgesagt hatte (herzlichen Dank nochmal dafür!), erschien hingegen leider nicht, so dass wir den Mannschaftskampf zu siebt beginnen mussten.

Tobi hatte schnell mehr Zeit auf der Uhr, jedoch einen Bauern ohne Kompensation hergegeben. Auch Jenna hatte mehr Zeit auf der Uhr, bei ausgeglichener Stellung. Auch die Stellungen von Valentin, Jan, Mark und Ole schienen sehr ausgeglichen, wobei dies bei Valentin nach viel verbrauchter Zeit (auf beiden Seiten) und nur einer einstelligen Anzahl an Zügen leicht gesagt ist. Mit meiner Stellung nach der Eröffnung war ich recht zufrieden.

Ich wollte dann schon fast eine kampflose Niederlage an Brett 8 eintragen, da kam nach 50 Minuten noch Dieter, der das Spiellokal nicht gefunden hatte. Gerade noch rechtzeitig! Er und sein Gegner spulten dann die ersten 18–20 Züge so schnell ab, dass sie sogesehen Valentin überholt hatten, der etwa bei Zug 15 war. Dieters Stellung sah auch ganz gut aus, ein Bauerngewinn lag in der Luft. Ich hab allerdings nicht genau mitbekommen, ob es auch dazu gekommen ist.

Bei Ole verschlechterte sich die Stellung, während Jenna eine Bauern auf der c‑Linie als Angriffsziel gefunden hatte. Das sah gut aus. Bei Ole dauerte es dann nicht mehr lange, er verlor zunächst seine Dame und spielte dann noch bis zum Matt. Nachdem bei Jenna noch ordentlich getauscht wurde, fragte Jenna, ob sie remis annehmen dürfe. Marks Stellung hatte ich zuletzt ganz ausgeglichen gesehen, plötzlich stand er klar auf Gewinn. Jan fragte, ob auch er remis annehmen könne, und Mark hatte seinen Sieg auch erreicht. Somit stand es 2:2.

Bei Dieter hatte sich die Situation deutlich verschlechtert, irgendwo hat er einen Läufer verloren und auch ich war gar nicht mehr zufrieden mit meiner Stellung. Irgendwie zeichneten sich offene Linien für den Gegner ab, während ich hinter einem Bauern fest hing.

Dieter verlor dann in verlorener Stellung auf Zeit. Tobi hatte statt einem Minusbauern jetzt Springer + Turm + 4 Bauern gegen Turm + 7 Bauern. Dann bekam auch er ein Remisangebot. Da ich selber schon gut in Zeitnot war, hab ich es nicht genau mitbekommen, aber ich glaube die Türme waren da auch schon getauscht. Zu meiner Überraschung nahm Tobi nicht an. Stattdessen sperrte er den gegnerischen König schön weg und konnte am Ende Bauern fressen und gewinnen.

Meine Zeit war inzwischen in sehr defensiver Stellung extrem knapp geworden. Als der gegnerische Mannschaftsführer bei meiner Partie das Mitschreiben schon anfing, rief er: »Brett 2 Zeit!« Valentin hatte knapp vor dem 40. Zug auf Zeit gewonnen. Er hatte dabei einen Bauern mehr, ging aber wegen ungleichfarbiger Läufer von einem Remis aus. Mit 14 Sekunden Restzeit bin ich dann zwar ebenfalls der abgelaufenen Zeit entkommen, aber nur, indem ich mich habe mattsetzen lassen.

4:4 ist ein gelungener Start gegen ein eigentlich deutlich höher eingestuftes Team aus Marmstorf, die auch äußerst unzufrieden waren. Dennoch bleibt das Gefühl, dass eigentlich auch für uns mehr drin war. Das hingegen sollte uns nicht beunruhigen, sondern zusätzlich motivieren, dass wir in allen weiteren Mannschaftskämpfen Chancen haben sollten.

(Claus Gebert)

↑
↓
2. Runde
26.01.2018 Königsspringer Hamburg 4 TV Fischbek 3 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Tobias Götze Knud Schulenburg 1 : 0
2 Valentin Samson Manfred Friese ½ : ½
3 Alihan Cinar Felix Reichhardt 1 : 0
4 Malte Peters Viktor Lochmann 1 : 0
5 Dr. Claus Gebert Stephan Buzuk ½ : ½
6 Jan Summers Martin Wincierz ½ : ½
7 Mark Kipke Thies Taube 1 : 0
8 Jenna Peters Dieter Wasserberg 0 : 1

02.02.2018 Hamburger SK 18 Niendorfer TSV 3 :
26.01.2018 SK Weisse Dame Hamburg 3 SK Marmstorf 3 3 : 5
26.01.2018 SK Johanneum Eppendorf 5 Langenhorner Schachfreunde 2 1 : 7
02.02.2018 Hamburger SK 17 SC Sternschanze :

40 Minuten, 45 Minuten, 60 Minuten: Wie lange kann man sich für einen Zug Zeit nehmen?

Für die zweite Runde stand ein Heimspiel gegen Fischbek 3 an. Diesmal stellte sich die Mannschaft quasi von alleine auf. Vielen Dank auch an Basti, der zur Not sogar als Ersatzspieler bereit gestanden hätte.

Fischbek startete zunächst ohne Brett 1, 3 und 4. Zwei kamen dann zügig, nur Alihans Gegener an Brett 3 kam mit 45 Minuten deutlich zu spät.

Lange sahen alle Partien etwa ausgeglichen aus, evtl. bei Jenna mit leichten Vorteilen für sie, bei mir für den Gegner, und etwas später gab es geteilte Meinungen zu Maltes Partie. Da ich der Einzige war, der Malte eher schlechter sah, hatten die anderen wie Tobi und Baldur wohl recht. Malte selbst hingegen schien nicht ganz zufrieden, auf jeden Fall verwendete er 40 Minuten, um einen sicheren Platz für seine angegriffene Dame zu finden.

Nach vergleichsweise kurzer Spieldauer war Mark der Erste, der einen Sieg einfahren konnte. Kurz zuvor hatte Jan ein Remisangebot abgelehnt, einige Zeit später war es dann doch ein recht eindeutiges Remis. Jenna kam leicht schlechter ins Endspiel und musste ihren König abdrängen lassen, sodass sie leider verlor. Somit stand es 1,5:1,5.

Doch an den anderen Brettern war inzwischen richtig was los. Tobis Gegner hatte mutig eine (und später noch eine zweite?) Leichtfigur geopfert. Die Stellung war extrem dynamisch und noch nicht einzuschätzen. Malte stand jetzt eindeutig besser und spielte mit Dame und vier Bauern gegen zwei Türme und zwei Bauern. Das sah gut aus! Alihan hatte nach einer bis dahin ausgeglichenen Partie durch eine Taktik Vorteil erreicht und konnte seine Partie kurz darauf gewinnen. Nur bei Valentin war noch nichts los. Beide Spieler hatten schon über eine Stunde Bedenkzeit genutzt und es war noch keine einzige Figur oder ein Bauer geschlagen. Aber Valentin hatte einen schönen Raumvorteil und man sah ihm die Konzentration sowie Siegeswillen an.

Bei so vielen spannenden Partien und einer Führung für uns lehnte mein Gegner leider mit Hinweis auf die anderen Partien mein Remisangebot ab. Tatsächlich hatte ich mit dem Zug zum Remisangebot meine Stellung noch zusätzlich verschlechtert. Statt krampfhaft einen Bauern mit meinem Turm zu verteidigen, meinte Clemens hinterher, dass ich den Turm lieber direkt hätte aktivieren sollen.

Meine Hoffnung, dass sich die anderen Partien schnell klärten, wurde aber nicht erfüllt. Da Tobi alle Angriffsversuche seines Gegner bisher gut abgewehrt hatte, verflachte dessen Angriff, worauf Tobis Gegner die Bedenkzeit von Malte noch toppte und eine volle Stunde überlegte, ob es nicht doch noch einen Gewinnweg gab. Als es dann doch mit der Partie weiterging, konnte Tobi diese dann gewinnen, während mein Gegner meinte, er hätte jetzt keine Idee mehr und mir seinerseits remis anbot. Ich zögerte keine Sekunde, denn auf mehr als remis konnte ich in dieser Stellung auch mit viel Optimismus nicht hoffen. Das sah auch der Mannschaftsführer von Fischbek so, der daher mit diesem Remisangebot nicht sehr zufrieden war.

Wir hatten damit immerhin schon vier Brettpunkte zusammen und beide laufenden Partien sahen sehr gut für uns aus. Leider konnte Valentin in Zeitnot nicht den sich abzeichnenden Gewinn sichern, sondern verlor in einem eigentlich schönen Angriff doch einen Bauern, statt wie gehofft einen Läufer zu gewinnen. Malte hatte wohl zwischendurch mindestens einen leichteren Gewinnweg ausgelassen und stattdessen alle Schwerfiguren abgetauscht, aber dann zeigte er seinem Gegner, dass er ein Bauernendspiel ganz locker nach Hause fahren kann. Nur die letzten beiden Züge zum Matt musste er nicht mehr ausführen. Damit hatten wir um 23:10 Uhr gewonnen, nur Valentin spielte noch. Und die Partie sollte bis Mitternacht gehen, d. h. beide haben ihre Zeit fast komplett aufgebraucht. Etwas glücklich konnte sich dann auch Valentin zu einem Remis retten.

Damit haben wir in starker Besetzung einen Gegner geschlagen, der wie schon vor zwei Wochen in Marmstorf im Schnitt mehr als 100 DWZ mehr hatte als wir. Eine klasse Leistung von der ganzen Mannschaft!

(Claus Gebert)

↑
↓
3. Runde
16.02.2018 Niendorfer TSV 3 Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, AWO‑Seniorentreff Niendorf, Tibarg 1b, 22459 Hamburg

1 Paul Schauer Tobias Götze ½ : ½
2 Andreas Fieron Valentin Samson 0 : 1
3 Ralph Gebel Malte Peters 1 : 0
4 Horst Schwirz Dr. Claus Gebert 0 : 1
5 Michael Dierssen Jan Summers 0 : 1
6 Manfred Nowak Mark Kipke 1 : 0
7 Ewald Ahrens Jenna Peters 0 : 1
8 Huanying Wang Christian Göttsche 0 : 1

16.02.2018 SC Sternschanze Hamburger SK 18 :
16.02.2018 Langenhorner Schachfreunde 2 Hamburger SK 17 2 : 6
16.02.2018 SK Marmstorf 3 SK Johanneum Eppendorf 5 5 : 3
09.02.2018 TV Fischbek 3 SK Weisse Dame Hamburg 3 6 : 2

Erfolgreicher Auswärtskampf beim NTSV

In dieser Runde stand unser zweiter Auswärtskampf an, wenn auch nicht weit entfernt beim NTSV. Nachdem es beim ersten Auswärtskampf besonders schwer war, eine Mannschaft zusammenzustellen, so gab es auch bei diesem kleinere Problemchen. Ich hoffe, dass das nicht System hat für Auswärtsspiele.

Insgesamt gingen wir als Favorit in die Partie. Jennas Gegner sollte etwa 100 DWZ mehr haben als sie, Tobis Gegner war etwa gleichstark und alle anderen Gegner waren mindestens 100 DWZ, teils bis zu 400 DWZ schwächer. Wenn ich das aber richtig gesehen habe, sind alle Partien recht ausgeglichen gestartet. Einzig Jenna konnte nicht starten, ihr Gegner hatte angerufen und Bescheid gegeben, dass sein Auto zugeparkt sei und er 20 Minuten später kommen würde. Tatsächlich sollten es 45 Minuten werden.

Bereits nach 55 Minuten hatte Jan gegen den Mannschaftsführer des NTSV gewonnen. Die Gegner haben danach die ganze Zeit davon geschwärmt, wie unglaublich stark unsere Jugendlichen spielen würden, und vor allem Jan würde unglaublich spielen.

Auch den zweiten Sieg sollten wir schnell einfahren. Erst am Vorabend (nach kurzfristiger Absage von Alihan), quasi 23 Stunden vor Spielbeginn, hatte ich Christian Göttsche gefragt, ob er einspringen könnte. Martin Bierwald hatte mich im Rahmen der letztwöchigen Mitgliederversammlung gerade erst darauf aufmerksam gemacht, dass ich gut auf ihn als Ersatzspieler zurückgreifen könnte. Perfektes Timing! Und auch das Spiel von Christian sah super aus. Kurz nachdem Jan gewonnen hatte, hatte auch Christian eine Stellung, in der ich nach flüchtigem Blick der Meinung war, dass seine Gegnerin sich nur zwischen direktem Matt und Damenverlust entscheiden konnte. Nach sehr langer Bedenkzeit entschied sie sich, die Dame zu geben. Doch dann rutschte mir das Herz kurz in die Hose, stattdessen brachte Christian noch seinen Läufer in die Ecke des Geschehens. Der Schreck verflog dann schnell wieder, als ich sah, dass es auch so in wenigen Zügen direkt Matt wird. Das Lächeln von Mark bestätigte diese Einschätzung. Ein phantastisches Ende dieser Partie, die mit nur eineinhalb Stunden auch eher kurz war.

Wir führten somit 2:0, außerdem hatten Valentin und Mark je einen Bauern mehr. Jenna hatte einen Turm gegen Leichtfigur und unzählige Bauern gegeben. Materiell sah das gut aus, aber noch war die Stellung dynamisch und bot auch dem Gegner Chancen. Erstaunlich (aber durchaus positiv) an dieser Partie war, dass Jenna ihr Plus an Bedenkzeit sinnvoll genutzt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie nämlich quasi gleichviel Restzeit wie ihr Gegner (der ja erst mit 45 Minuten Verspätung erschienen war), im Gegenzug dafür aber eine sehr angenehme Stellung erreicht. Ebenfalls viel Bedenkzeit hatte ihr Bruder verbraucht, sodass diese dort bereits wieder ein Faktor wurde. Dabei war ich mir da gar nicht sicher, ob die Stellung ausgeglichen war, oder ob der vorgerückte Bauer von Malte nicht schon eine Schwäche darstellte. In den anderen Partien von Tobi, Valentin und mir war jeweils noch nicht viel los. Naturgemäß kenne ich meine eigene Partie am besten, zu der kann ich sagen, dass zwar wie gesagt materiell nicht viel los war, tatsächlich stand ich aber recht angenehm, ohne konkrete Drohungen zu haben.

Tobi einigte sich dann nach etwas mehr als zwei Stunden mit seinem Gegner auf Remis, 10 Minuten später setzte Valentin in einem Turmendspiel mit leichten Vorteilen für ihn den gegnerischen König in der Brettmitte mit einem Bauern matt. Das war bereits die 3½:½‑Führung, sodass doch eigentlich nichts mehr schief gehen sollte.

Leider hatte Mark zu diesem Zeitpunkt seinen Mehrbauern wieder verloren und wohl auch unglücklich ins Endspiel abgewickelt, so dass der gegnerische a‑Bauer durchlaufen konnte. Und bei Malte hörte ich seinen Gegner mitten in der Partie laut sagen: »Das war der schlechteste aller Züge, die du machen konntest.« Eine Minute später gab Malte auf. Damit stand es nur noch 3½:2½, was dann doch überraschend spannend klang. So spannend war es aber nicht. Tatsächlich hatte Jenna mit ihrem Gegner so viel abgetauscht, dass dieser kein Gegenspiel mehr erreichen konnte. Sie hatte eine Leichtfigur und zwei Freibauern auf dem Damenflügel mehr. Und auch ich hatte einen Bauern sicher mehr, was mein Gegner jedoch nicht richtig verteidigte, sodass auch hier eine Leichtfigur hinzukam.

Es war dann an Jenna, uns die notwendigen Punkte zum Mannschaftssieg zu sichern. Kurz nach 22:00 Uhr gab dann auch mein Gegner auf, nachdem ich alle seine Figuren abgetauscht hatte und somit einen Springer und einen Freibauern in der gegnerischen Hälfte hatte.

Nach einer etwas anstrengenden Woche habe ich mich über das frühe Ende gefreut und bin daher leider auch nicht mehr ins Klubheim gekommen, wo parallel zu uns unsere dritte Mannschaft gespielt hatte. Das war wohl eine recht spannende Begegnung, was zeigt, dass es sich immer lohnt, an Abenden mit Mannschaftskämpfen mal beim Vereinsabend vorbeizuschauen.

Wir (also die vierte Mannschaft) haben damit nach 3 Spieltagen bereits 5 Mannschaftspunkte. Vom DWZ‑Schnitt her sind wir rein nominell nur die 8‑beste Mannschaft. Aufgrund der vielen Jugendlichen, die oftmals besser als ihre DWZ spielen, hat das zwar keine große Aussagekraft, aber somit kann ruhig erwähnt werden, dass wir damit wohl bereits genügend Punkte für den Klassenerhalt haben. Minimalziel bereits nach einem Drittel der Saison erreicht!

Bereits in zwei Wochen geht es weiter. Wie gesagt: Ich hoffe, die Probleme in der Mannschaftsaufstellung bei Auswärtskämpfen haben kein System. Fünf Zusagen habe ich aber bereits, wenn es dann beim HSK 18 rangeht. Rein nominell sind die sogar das schwächste Team der Liga. Tatsächlich sind die mit je etwa 1000 DWZ an den letzten drei Brettern halt recht schwach, an den ersten fünf Brettern sind sie dafür quasi auf Bezirksliga‑Niveau aufgestellt. Mit dieser ungewöhnlichen Verteilung haben sie bisher 4 Punkte geholt und sind auf Platz 5, während wir hinter dem HSK 17, aber vor unserem Erstrundengegner Marmstorf auf Platz 2 sind.

(Claus Gebert)

↑
↓
4. Runde
02.03.2018 Hamburger SK 18 Königsspringer Hamburg 4 4 : 4
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Stefanie Scognamiglio Alihan Cinar 1 : 0
2 Andreas Christensen Malte Peters 1 : 0
3 Johannes Blome Dr. Claus Gebert 1 : 0
4 Elias Mandelkow Jan Summers 0 : 1
5 Afonso Rodrigues Ayman Khalaf 1 : 0
6 Nicole Reiter Mark Kipke 0 : 1
7 Pauline Grotrian Jenna Peters 0 : 1
8 Frederik Rach Christian Göttsche 0 : 1

02.03.2018 SK Weisse Dame Hamburg 3 Niendorfer TSV 3 5 : 3
02.03.2018 SK Johanneum Eppendorf 5 TV Fischbek 3 :
02.03.2018 Hamburger SK 17 SK Marmstorf 3 4 : 4
02.03.2018 SC Sternschanze Langenhorner Schachfreunde 2 4 : 4

Doppelter Auswärtskampf beim HSK endet mit doppeltem 4:4

An diesem Tag stand gleich mehrfach das Duell Königsspringer gegen HSK an. Während unsere Siebte ein Heimspiel hatte, ging es für uns und die fünfte Mannschaft zu einem Auswärtskampf beim HSK. Unsere Abfahrt am Königsspringer Clubheim verzögerte sich wegen eines platten Reifens etwas, doch zumindest in unserer Mannschaft sind wir alle pünktlich beim HSK gewesen.

Gegen vor allem an den ersten Brettern sehr starke Gegner mussten wir leider auf unsere ersten beiden Bretter verzichten. Doch an den hinteren Brettern lief es gut. Christian hatte keine Mühe gegen einen jungen Gegner und konnte früh gewinnen. Außerdem hatte Jenna eine Figur mehr und Ayman in seiner ersten Partie für uns als Nachrücker stand gut mit einem Bauern mehr. Den zweiten Sieg konnte dann Mark einsammeln, und auch Jan hatte einen Mehrbauern, während sein schlechter stehender König wohl nicht genug Kompensation für den Gegner war. Alihan musste nach bis dahin gutem Spiel dann erkennen, dass gegen einen Gegner mit mehr als 2000 DWZ ein kleiner Fehler doch zum schnellen Verlust reicht, und bei mir zeigte sich, dass ich in einem etwas schlechter stehenden Endspiel mit zwei Türmen gegen eine Dame keine Chance hatte. Damit stand es 2:2.

Aymans Gegner hatte immer noch seinen Minusbauern und nur noch Sekunden auf der Uhr, während Ayman noch über eine Stunde hatte. Leider war Ayman die Regel zur Zeitgutschrift nach 40 Zügen nicht bewusst, sodass sein Versuch, den Gegner über die Zeit zu heben, scheiterte und er stattdessen schlechter stand. Schade. Trotzdem ein starkes Spiel beim ersten Mannschaftskampf.

Zum Glück hatte Jan seinen materiellen Vorteil ganz locker und mit triumphierender Geste nach Hause gebracht, sodass es an der Peters‑Geschwistern war, zu später Stunde unseren Mannschaftskampf abzuschließen. Jenna hatte zunächst ihren Vorteil wieder hergeben müssen und fragte, ob sie ein Remis‑Angebot ihrer Gegnerin annehmen dürfe (das allerdings noch beim Stande vn 2:2). Das habe ich bejaht, war aber doch recht froh, dass sie es dann doch ablehnte. Anschließend ließ Jenna den Spaß aus, sich noch eine dritte Dame zu holen und setzte matt, während Malte leider aus dem Turmendspiel in ein reines Bauernendspiel abwickeln musste, das verloren war.

Wir haben damit gegen eine sehr starke Mannschaft ein spannendes 4:4 geholt. Mindestens ebenso spannend hat direkt neben uns die Fünfte ebenfalls ein 4:4 beim HSK erreicht. Da konnten Thomas und Adrian einen 2:4‑Rückstand zum Schluss noch ausgleichen. Da es der Tag der 4:4‑Ergebnisse war, hat an den Nachbarbrettern beim HSK Marmstorf 4:4 gespielt, und mit Langenhorn hat eine weitere starke Mannschaft in unserer Liga ebenfalls 4:4 gespielt. Damit ist in unserer Liga weder nach oben noch nach unten etwas Entscheidendes an diesem Spieltag passiert. Aufgrund unserer guten Ausgangssituation können wir damit wohl ganz zufrieden in die kleinere Pause von 5 Wochen gehen.

(Claus Gebert)

↑
↓
5. Runde
06.04.2018 Königsspringer Hamburg 4 SK Weisse Dame Hamburg 3 7 : 1
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Tobias Götze Marvin Lam 1 : 0
2 Valentin Samson Lukas Münster 1 : 0
3 Alihan Cinar David Schramm 1 : 0
4 Malte Peters Merlin Richter 1 : 0
5 Dr. Claus Gebert Yasmeen Schmidt ½ : ½
6 Jan Summers Aliyah Schmidt 1 : 0
7 Ayman Khalaf Frank Sommer ½ : ½
8 Jenna Peters Janusch Türk 1 : 0

06.04.2018 Langenhorner Schachfreunde 2 Hamburger SK 18 4 : 4
06.04.2018 SK Marmstorf 3 SC Sternschanze 7 : 1
23.03.2018 TV Fischbek 3 Hamburger SK 17 1 : 7
06.04.2018 Niendorfer TSV 3 SK Johanneum Eppendorf 5 :

Deutliches Ergebnis gegen Weisse Dame 3

Sowohl vom Tabellenplatz als auch aufgrund der starken Besetzung, in der wir angetreten sind, waren wir in diesem Spiel gegen Weisse Dame 3 Favorit. Nach knapp einer Stunde war davon allerdings noch nichts zu sehen. An Brett 8 konnte Jenna gerade Material gewinnen, dafür sah sich Ayman an Brett 7 bösen Mattdrohungen ausgesetzt. Ich an Brett 5 hatte aus der Eröffnung einen Bauern gewonnen, stand dafür aber etwas unter Druck. An allen anderen Brettern sah es noch relativ unspektakulär aus. Auch die Zeit war an den meisten Brettern halbwegs ausgeglichen.

Erfreulicherweise konnte Jenna ihre Partie dann auch als Erste nach Hause fahren. Das gab Sicherheit, da die anderen Partien ja noch nicht darauf hindeuteten, dass es eine klare Sache werden sollte. Es dauerte allerdings nicht mehr lange, bis Alihan seinen Gegner in eine Falle tappen ließ, und auch Tobias hatte seine Partie plötzlich gewonnen. Der neue Zwischenstand von 3:0 sah somit schon ganz gut aus. Ich stand als einziger inzwischen richtig schlecht, während Ayman seine Partie mit etwas Glück ins Remis retten konnte. Auch bei Valentin deutete sich eine Entscheidung an. Er hatte druckvolles Spiel bei einer Leichtfigur mehr für zwei Bauern. Die Partien von Malte und Jan sahen recht ausgeglichen aus.

Es dauerte dann noch etwas, bevor es an Valentin war, uns den fehlenden Punkt zum Mannschaftssieg einzufahren. Ich versuchte zu diesem Zeitpunkt unter Zeitnot, meine Partie zu retten, sodass ich die Entscheidung in Jans Partie nicht gesehen habe. Aber auch er konnte letztlich sicher einen Punkt einfahren. Malte und sein Gegner waren zu diesem Zeitpunkt erst im 25. Zug, hatten aber zusammen nur noch etwa 6–7 Minuten auf der Uhr. Baldur mühte sich, beim folgenden Blitzen der beiden mit dem Schreiben hinterherzukommen, welches mit einem »Sch…«‑Ausruf von Maltes Gegner endete. Das war die sechste gewonnene Partie von uns in diesem Mannschaftskampf, sodass auch meine Gegnerin keine Lust mehr auf das Bauernendspiel hatte, in das ich mich retten konnte. Wir vereinbarten remis, wodurch ein etwas überraschend deutliches 7:1 als Endstand steht.

In der Tabelle hat sich dadurch nicht groß etwas verändert. Wir bleiben auf dem zweiten Platz, da auch die erstplatzierte Mannschaft des HSK 22 und die drittplatzierte Mannschaft von Marmstorf 3 mit dem gleichen Ergebnis von 7:1 gewonnen haben. Unter diesen drei Mannschaften (also auch uns) dürften somit die beiden Aufstiegsplätze verteilt werden, da die danach folgenden Mannschaften die Punkte geteilt haben und nun doch schon etwas Rückstand aufweisen. Für Spannung für die nächste Runde in zwei Wochen ist somit gesorgt.

(Claus Gebert)

↑
↓
6. Runde
20.04.2018 SK Johanneum Eppendorf 5 Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Thomas Bertram Tobias Götze 0 : 1
2 Simon Hermes Valentin Samson 1 : 0
3 Philipp Laucht Alihan Cinar 0 : 1
4 Marcel Liebert Dr. Claus Gebert 1 : 0
5 Alexander Stahl Jan Summers 0 : 1
6 Jules Heitmann Ayman Khalaf 0 : 1
7 Jonathan Miller Mark Kipke 0 : 1
8 Elias Miller Christian Göttsche ½ : ½

20.04.2018 Hamburger SK 18 SK Weisse Dame Hamburg 3 3 : 5
20.04.2018 Hamburger SK 17 Niendorfer TSV 3 : ½
20.04.2018 SC Sternschanze TV Fischbek 3 :
20.04.2018 Langenhorner Schachfreunde 2 SK Marmstorf 3 3 : 5

Glücklicher Sieg gegen junge Mannschaft des SKJE

Ich hätte es ja ahnen müssen. Es ging zu einem Auswärtskampf, also gestaltete sich die Aufstellung wieder als etwas schwieriger. Letztlich hatten wir aber doch eine sehr gute Mannschaft beisammen. Kurzfristig kam dann noch eine krankheitsbedingte Absage von Jenna hinzu, sodass mein herzlicher Dank an Christian geht, der sich 4 Stunden vor Spielbeginn bereit erklärte, bereits zum dritten Mal bei uns einzuspringen.

Unser Gegner SKJE trat ohne seine ersten drei Bretter an. Anhand der vorherigen Runden hatten wir mit zwei Spielern davon gerechnet. Wir sind daher recht optimistisch in die Partie gestartet, da als Ersatz an den hinteren Brettern des SKJE sehr junge Spieler zum Einsatz kamen.

Der Start lief recht durchwachsen. Meine Partie ging am schnellsten ins Endspiel, wo mir erst mein Gegner einen Mehrbauern schenkte, den ich leider bei ansonsten schlechter Stellung sofort wieder hergab. Mark ging ebenfalls schon ins Endspiel, hatte dabei aber bereits drei Mehrbauern. Valentin verfluchte sich, als ob er die Partie eingestellt hätte. Tatsächlich sah mir an den ersten drei Brettern alles ausgeglichen aus.

Jan hatte eine materiell ausgeglichene Stellung, die aber scharfe Taktiken vor allem des Gegners zuzulassen schien. Christian hatte mit starkem Mehrbauern dann leider eine Qualität eingestellt, versuchte aber dennoch, seinen vorgerückten Mehrbauern durchzubringen und Ayman spielte einen scharfen Mattangriff, auf den sich sein Gegner jedoch optimal verteidigte.

Nach weniger als zwei Stunden standen dann die ersten 4 Ergebnisse fest. Mit inzwischen 4 Mehrbauern hatte Mark gewonnen, Christian ein Remis erreicht und ich verloren, außerdem hatte Ayman zwar einen Turm geben müssen, aber kurz darauf zur Überraschung aller gewonnen. Ein offensichtlicher Fehler seines Gegners war dabei nicht zu erkennen, von daher nach schwacher Zwischenphase doch noch sehr stark von Ayman zu Ende gespielt.

Während wir noch darüber tuschelten, gewann auch Alihan seine Partie. 3½ Punkte bei noch drei laufenden Partien sah dann doch besser aus, als es noch eine Stunde zuvor den Anschein machte.

Bereits um 21:30 Uhr stand dann unser Sieg fest, Tobi hatte in gewohnter Form den dafür noch fehlenden Punkt eingefahren, sodass etwas später die Niederlage von Valentin nicht so tragisch war, der in diversen Verwicklungen einen Turm verloren hatte.

Deutlich länger lief noch die Partie von Jan. Dort hatte sein Gegner nach gleich mehreren geopferten Bauern einen sehr starken Mattangriff mit all seinen Schwerfiguren sowie Läufer gestartet, gegen den es wohl objektiv auch keine Verteidigung mehr gab. Noch vor dem 30. Zug kam Jans Gegner jedoch in starke Zeitnot und Jan verstand es, zwar nicht immer den Zug zu spielen, den ein Computer spielen würde, dafür den Zug, der die Situation am kompliziertesten machte. Nach Sh3?! war es dann so weit, mit 30 Sekunden auf der Uhr griff Jans Gegner daneben. Noch 4 Züge vor der Zeitkontrolle hatte Jan daraufhin quasi alle Schwerfiguren abgetauscht und einen Bauern durchgebracht. Nach zunächst ungültigem Zug bei 3 Sekunden Restzeit lief dann am Ende auch die Zeit ab, die Stellung war aber jetzt ohnehin deutlich für Jan gewonnen.

Am Ende steht somit ein 5½:2½, was weniger knapp und glücklich aussieht, als es tatsächlich war. Die Mannschaft des SKJE, die noch deutlich jünger war als unsere Mannschaft, hat mutig aufgespielt. Und während die Punkte von Tobi, Alihan und Mark stark herausgespielt waren, so hatten wir an den anderen Brettern durchaus etwas Glück.

Hoffen wir, dass wir in den verbleibenden drei Runden wieder zu normaler Form finden. Denn natürlich braucht man auch Glück, aber das kann man nicht immer haben. Ob es dann tatsächlich zum Aufstieg reichen kann, bleibt spannend. Marmstorf gewann parallel zu uns bei der eigentlich starken Mannschaft aus Langenhorn, sodass sie uns weiterhin punktgleich im Nacken sitzen und leider das etwas leichtere Restprogramm haben. Wir sind aber voll motiviert, in den ausstehenden drei Runden stark anzugreifen.

(Claus Gebert)

↑
↓
7. Runde
18.05.2018 Königsspringer Hamburg 4 Hamburger SK 17 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Tobias Götze Eva Maria Zickelbein 1 : 0
2 Valentin Samson Jens Hüttmann ½ : ½
3 Alihan Cinar Alexander Brandstrup 0 : 1
4 Malte Peters Torben Frederik Grabbel 1 : 0
5 Dr. Claus Gebert Luca Alexander Brandstrup 0 : 1
6 Jan Summers Zion Malchereck 1 : 0
7 Mark Kipke Leif Dietrich ½ : ½
8 Marcos Bruno Gomes Rebeldo Leon Kropp 0 : 1

27.04.2018 SK Marmstorf 3 Hamburger SK 18 :
27.04.2018 TV Fischbek 3 Langenhorner Schachfreunde 2 5 : 3
04.05.2018 Niendorfer TSV 3 SC Sternschanze :
18.05.2018 SK Weisse Dame Hamburg 3 SK Johanneum Eppendorf 5 7 : 1

Gute Chance nicht genutzt, aber weiter im Rennen

Wir hatten den HSK 17 zu einem Topspiel bei uns zu Gast. Wir waren vor dieser Runde Tabellenzweiter, der HSK Tabellenführer. Da aber in einer vorgezogenen Partie Marmstorf als Tabellendritter bereits gewonnen hatte, war klar, dass nach dieser Partie nur noch einer von uns auf einem Aufstiegsplatz stehen konnte. Mit einem Sieg unsererseits wären wir wohl die neuen Favoriten im Aufstiegsrennen, bei einer Niederlage hingegen hätten wir maximal noch theoretische Chancen.

Anders als in vielen Runden zuvor trat der HSK nicht mit Ersatzspielern an, die überdurchschnittlich viel DWZ mitbrachten. Uns war es auch nicht gelungen, in besonderem Maße Ersatzspieler zu rekrutieren, aber wir konnten trotzdem in sehr starker Besetzung antreten.

Eine äußerst interessante Partie spielte Tobi an Brett 1. Seine Gegnerin opferte schnell (beginnend im zweiten Zug) mehrere Bauern und hatte wohl auch ausreichend Angriff dafür. Valentin stellte an Brett 2 schnell eine Qualität ein und an Brett 8 schüttelte Marcos zusehends den Kopf, nachdem er seiner Meinung nach zu einfach einen Bauern verloren hatte. Ich sah mich an Brett 5 sogar leicht im Vorteil und hätte vermutlich einen Bauern gewinnen können. Ich wollte aber zwei gewinnen und stellte dafür eine Figur ein. Somit lagen wir in drei Partien hinten, während sich an den anderen Brettern noch nichts Klares abzeichnete. Das lief nicht gut!

Tobi konnte erfreulicherweise mit seinen zwei (bzw. später drei) Mehrbauern die Stellung halten und dann gewinnen. Laut nachträglicher Analyse wohl deshalb, weil seine Gegnerin nicht noch zusätzlich einen Springer geopfert hatte. Drei weitere Partien endeten dann halbwegs zeitgleich: Meine Partie ging zwar noch ins Endspiel, war aber klar verloren und auch Marcos musste seine Partie aufgeben. Doch Malte konnte zum Zwischenstand von 2:2 ausgleichen.

Es ging die Meinung auseinander, wie wir es mindestens zu einem Mannschaftspunkt schaffen sollten. Jan hatte einen starken Angriff, und er konnte somit das erwartete 3:2 beisteuern. Marks Mehrbauer war aber nicht wirklich etwas wert, sodass dort die Hoffnung eher auf der Zeitnot seines Gegners lag. Bei Alihan bestand während er spielte noch die Hoffnung auf ein Remis, jedoch waren bei materiellem Ausgleich die Bauern seines Gegners schon etwas weiter vorgerückt und auch die Schwerfiguren standen besser. Valentin hingegen hatte statt Qualität weniger nur noch einen Bauern weniger bei je einem Turm und ungleichfarbigen Läufern.

Marks Gegner machte in Zeitnot keinen offensichtlichen Fehler, sodass am Ende Mark eher über das Remis zufrieden sein musste. Alihan war in einem reinen Bauernendspiel, von dem zu diesem Zeitpunkt auch die Landesliga‑Kiebitze davon ausgingen, dass ein Remis zu halten wäre. Leider ging diese Partie dann doch verloren. Jakob und Steffen haben das Endspiel anschließend mehrfach ausgespielt. Es gab tatsächlich keine Verteidigung mehr, aber auch mit Schwerfiguren war der einzig rettende Zug erst nach mehreren Anläufen gefunden.

Somit spielte beim Stand von 3,5:3,5 nur noch Valentin. Doch sein Gegner wollte keines seiner Remisangebote annehmen. In extremer Zeitnot stellte Valentins Gegner dann kurz vor dem 40. Zug seinen Läufer ein, doch da es beiderseitige Zeitnot war und Valentin die ganze Partie über im Verteidigungsmodus spielte, konnte er diese Chance leider nicht nutzen. Nach erfolgtem Turmtausch war die Stellung recht festgefahren und somit wurde doch das Remis vereinbart.

Vielen Dank an den gegnerischen Mannschaftsführer Christian Zickelbein für den Hinweis, dass in der Partie auch Valentins Gegner erschrak, als er diese Möglichkeit für Valentin sah. Ein genauerer nachträglicher Blick ergab jedoch, dass dieser vermeintliche Gewinnzug die Partie für Valentin stattdessen sogar verloren hätte.

Mit dem 4:4 haben wir nicht die besten, aber doch noch gute Chancen, am Ende auf dem zweiten Platz zu stehen. Insofern können wir damit zufrieden sein. Schade nur, da es heute beim Gegner eigentlich auch nicht optimal lief und wir an mehreren Brettern die Chance zu mindestens einem halben Punkt mehr hatten. HSK 17 ist somit wohl durch, auch wenn sie gleich viele Mannschaftspunkte wie Marmstorf haben. Aber bei 6,5 Brettpunkten Vorsprung und nur noch Gegnern aus der unteren Hälfte kann man wohl bereits zum Aufstieg gratulieren. Somit entscheidet sich der zweite Platz zwischen uns und Marmstorf. Wir sind jetzt auf Mithilfe vor allem von Fischbek angewiesen, die in der nächsten Runde Marmstorf mindestens einen Mannschaftspunkt abknöpfen müssen. Drücken wir die Daumen, dass das in unserem Sinne ausgeht und wir danach wieder auf dem zweiten Platz stehen. Für heute ist es auf jeden Fall schön, dass wir uns von dem schlechtem Start nicht haben runterziehen lassen und es doch noch geschafft haben, zumindest den einen Mannschaftspunkt bei uns zu behalten.

(Claus Gebert)

↑
↓
8. Runde
08.06.2018 SC Sternschanze Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, Sport‑ und Kulturhaus, Sternschanze 9, 20357 Hamburg

1 Kay Rahn Tobias Götze : +
2 Christopher Kyeck Valentin Samson ½ : ½
3 Duncan Webster Alihan Cinar ½ : ½
4 Hinrich Riedel Dr. Claus Gebert ½ : ½
5 Lucien Travers Jan Summers 0 : 1
6 Charlotte Hubert Ayman Khalaf 1 : 0
7 Matthias Riedel Mark Kipke : +
8 Tobias Hammacher Jenna Peters 0 : 1

08.06.2018 Hamburger SK 18 SK Johanneum Eppendorf 5 8 : 0
08.06.2018 Hamburger SK 17 SK Weisse Dame Hamburg 3 :
08.06.2018 Langenhorner Schachfreunde 2 Niendorfer TSV 3 6 : 2
08.06.2018 SK Marmstorf 3 TV Fischbek 3 6 : 2

Ungefährdeter Sieg gegen Sternschanze

An diesem vorletzten Spieltag der Saison stand ein Auswärtsspiel beim SC Sternschanze an. Dort wurden wir schon mit den Worten empfangen: »Ihr habt leichtes Spiel, wir sind zwei weniger.« Tobi und Mark hatten ihre Punkte somit direkt kampflos eingefahren, und da Mark noch minderjährig ist, wurde es nichts aus Tobis Plan, noch etwas durch die Schanze zu ziehen.

Die tatsächlich gespielten Partien passten dann nicht zu der Aussage, dass es leicht für uns werden sollte. An allen Brettern kamen im Wesentlichen solide Eröffnungen mit ausgeglichenen Stellungen aufs Brett. Einzig Aymans Gegnerin brachte ein Gambit aufs Brett, in dem sie offensichtlich deutlich sicherer in der Theorie war.

Bei Temperaturen um die 30 Grad und entsprechender Luft sowie reichtlich Partystimmung in der Schanze vereinbarte Valentin nach reichlich Bedenkzeit, aber doch wenigen Zügen mit seinem Gegner remis. Zu der Zeit hatte Jenna bereits einen Bauern gewonnen, allerdings auf Kosten einer leicht offenen Königsstellung. Ayman hingegen hatte unter Druck einen Springer verloren, schien aber hartnäckig gewillt, die Stellung zu verteidigen. Alihan machte in interessanter Stellung ein vermutlich zu mutiges Bauernopfer, bei dem es lange so aussah, als ob es sogar belohnt werden könnte, und bei mir zeichnete sich ab, dass ich den Kampf ums Zentrum verlieren würde. Bei Jan sah trotz mehr als 500 DWZ Unterschied noch alles recht ruhig aus. Doch das sollte täuschen.

Nach knapp drei Stunden kamen die ersten Ergebnisse. Jan hatte gewonnen, kurz danach konnte Jenna mit einer Springergabel einen Turm gewinnen. Und auch bei mir hatte sich die Partie gedreht und ich war plötzlich am Drücker, anders als Alihan, der sich jetzt ständigen Mattdrohungen ausgesetzt sah. Ayman verteidigte sich weiter tapfer, doch das wurde sehr sauber von seiner 11‑jährigen Gegnerin gespielt, sodass das nicht gut aussah. In einer Stellung, die nach einer taktischen Möglichkeit für mich schrie, habe ich leider nur eine Zugwiederholung gesehen. Über das Remisangebot meines Gegners habe ich dann nochmal über 5 Minuten nachgedacht. Als auch Alihan neben mir remis bot, dachte ich mir, wenn sein Gegner annimmt, nehme ich auch an. Alihans Gegner nahm ohne zu zögern an, und somit hatten wir 5½ Brettpunkte beisammen. Aymans Partie dauerte noch recht lange, sodass der Rest von uns draußen an freier Luft noch analysieren und blitzen konnte, doch irgendwann musste Ayman dann doch aufgeben.

Unser Sieg war letztlich recht ungefährdet. Besonderes Augenmerk lag aber auch auf den Partien von HSK 17 und Marmstorf. Leider haben beide ihre Begegnungen gegen starke Gegner gewonnen und bleiben somit vor uns. Da aber beide in der letzten Runde schwächere Gegner haben, geht es für uns gegen die vergleichsweise stärkere Mannschaft aus Langenhorn nur noch um Platz 3. Unsere Aufstiegschancen sind damit allerdings noch nicht erloschen. Das Gerücht, dass der beste Drittplatzierte aufsteigt, scheint sich zu erhärten. Und unabhängig vom letzten Spiel sind wir bereits besser als die Dritten der Kreisliga B und C, und mit einem Sieg wären wir auch sicher besser als der Dritte der Kreisliga D. Es wird also in zwei Wochen noch einen spanndenden Heimkampf geben!

(Claus Gebert)

↑
↓
9. Runde
22.06.2018 Königsspringer Hamburg 4 Langenhorner Schachfreunde 2 7 : 1
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Valentin Samson Marko Oevermann 1 : 0
2 Alihan Cinar Helmut Kuchel 1 : 0
3 Jan Summers Eckart Thom ½ : ½
4 Ayman Khalaf Christian Merhof + :
5 Mark Kipke Hugo Schulz 1 : 0
6 Jenna Peters Wilfried Krostack 1 : 0
7 Bastian Samm Herbert Hoffmann 1 : 0
8 Marcos Bruno Gomes Rebeldo Winfried Hinrichs ½ : ½

15.06.2018 TV Fischbek 3 Hamburger SK 18 :
15.06.2018 Niendorfer TSV 3 SK Marmstorf 3 :
15.06.2018 SK Weisse Dame Hamburg 3 SC Sternschanze 4 : 4
22.06.2018 SK Johanneum Eppendorf 5 Hamburger SK 17 1 : 7

Aufstieg in die Bezirksliga

In der letzten Runde musste mindestens ein Unentschieden gegen Langenhorn 2 her, um als drittbestes Team der Kreisligen in die Bezirksliga aufzusteigen. Ein wichtiger Kampf also, um die »Lücke« Bezirksliga in der nächsten Saison zu schließen und mit einer besseren Mannschaftsstruktur in die neue Saison zu gehen. Leider fehlten zu diesem Termin ausgerechnet MF Claus, Malte und Tobi, sodass wir mit einer kompletten Jugendtruppe + Marcos antraten.

Allerdings lief auch bei den Langenhornern nicht alles wie zunächst geplant: Deren Mannschaftsführer hatte (zu) optimistisch die Spielerkarte schon am Vorabend ausgefüllt und musste vor Ort noch einmal umstellen. Dass dann noch an Brett 4 ein Spieler spontan ausfiel, verschaffte uns die schnelle Führung und Rückenwind für diesen Kampf.

Darauffolgend ging es an diesem Abend wie aus einem Rutsch. Bereits nach einer Stunde hatte Jenna ihren Gegner überspielt: Nach einer offensiven Eröffnungsentscheidung konnte sie gleich mehrere Bauern einsammeln und brauchte dann nur noch mit dem a‑Bauern zur Umwandlung marschieren. Noch 2 Brettpunkte zum Aufstieg also, wobei Vorteile bei Mark und Basti (erster Wiedereinstieg nach dem Neuseelandaufenthalt) zu sehen waren, während Alihan und Jan eher schlechter und Marcos und Valentin unklar standen.

Nach knapp zwei Stunden dann bereits die Entscheidungen: Mark und Basti sammelten jeweils ganze Punkte ein und Jan bekam in immer noch gedrückter Stellung ein Remis. Auch bei Valentin zeichnete sich nach einem Qualitätsgewinn ein Sieg ab, als bei Marcos ebenfalls die Punkteteilung erfolgte. Während Valentin nichts anbrennen ließ, sah es bei Alihan nicht mehr rettbar aus: Da aber an diesem Abend einfach alles glatt laufen sollte, konnte er mit dem letzten Fopp überraschend zum Matt in zwei Zügen mit Springer und Turm ansetzten, sodass am Ende ein etwas zu hoher 7:1 Sieg zu Buche stand.

Der Aufstieg durch unser von Jugendspielern geprägtes Team war damit perfekt und ist bei 48 Brettpunkten auch hochverdient! Nach den Partien wurde dann noch lange analysiert – insbesondere von Jakob und Steffen – und die Aufstiegsstimmung trug ihr übriges zu einem schönen Vereinsabend bei.

Was bleibt noch? Ein Blick auf die Einzelbilanzen zeigt, dass Tobi an Brett 1 (6,5/7) und Jenna (5,5/7) besonders starke Saisons gespielt haben. Ansonsten wurde die ganze Saison über dank der Zuverlässigkeit der Spieler und dem großen Engagement von Claus Gebert als Mannschaftsführer (vielen Dank!) auch kein kampfloser Punkt abgegeben.

In der nächsten Saison wird es dann voraussichtlich dank der neuen Aufteilung auf die Ligen und entsprechend der schachlichen Entwicklung der Spieler geänderte Mannschaftszusammensetzungen geben. Ansonsten bleibt von meiner Seite nur noch, allen Spielern herzlich zu einer starken Saison 2018 zu gratulieren!

(Baldur Schroeter)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/18-ksh4.php
09.09.2018, 17:41 (tr)
 
 
 
 
 
 
K
 
Valid HTML
Valid CSS
 
 
F W
TR