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Chronik: Archiv
Donnerstag, 20. September 2018

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 3 · Stadtliga A 2018
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. TV Fischbek 6 5 6 6 4 7 49,5 17
2. Hamburger SK 5 4 6 5 4 41,5 14
3. SK Union‑Eimsbüttel 2 4 4 4 5 5 5 5 40,0 13
4. SV Blankenese 2 4 5 5 36,5 11
5. Königsspringer Hamburg 3 3 2 4 3 5 4 6 5 35,5 8
6. Hamburger SK 6 2 3 3 6 32,5 6
7. Niendorfer TSV 2 3 3 2 6 32,0 6
8. SV Eidelstedt 4 3 3 4 4 32,0 5
9. FC St. Pauli 4 1 4 2 3 30,5 5
10. Pinneberger SC 3 3 2 4 5 30,0 5
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↓
Spieler
KSH
3
Mannschaftsführer:
Marco Hanssen
H A H H A H A H Z
FBK
 
PIN
 
SVE
 
BLA
 
UNE
2
HSK
6
HSK
5
NIE
 
STP
4
21 Wiltafsky, Thomas 0 0 0 ½ ½ 1 0 0 ½
22 Langmann, Markus 0       1 ½     1
23 Raider, Eugen 1 ½ 1 1 ½ 0 0 1 1
24 Knops, Peter   ½     ½ ½ 1 0 1
25 Schroeter, Baldur   ½ 0 ½ 0   0 1  
26 Melde, Christian ½ 1 1 0 0 0   ½  
27 Pfreundt, Mathis     0 0          
28 Hanssen, Marco ½ ½ 0   1 1 0 1 1
29 Kipke, Kevin 0 1   0   0      
30 Akram, Shumon   1 1 + ½ ½ 0 1 ½
32 Samson, Valentin             1 ½  
35 Gebert, Claus, Dr.             0    
41 Lock, Adrian 1   1            
42 Goetz, Claus, Dr.                 0
45 Lenz, Finn‑Thore 0                
46 Streich, Justus                 1
69 Schiffmann, Andreas       0          
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1. Runde
12.01.2018 Königsspringer Hamburg 3 TV Fischbek 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Christoph Serrer 0 : 1
2 Markus Langmann Jakob Kneip 0 : 1
3 Eugen Raider Alexander Schneider 1 : 0
4 Christian Melde Denis Schermer ½ : ½
5 Marco Hanssen Philip Reichhardt ½ : ½
6 Kevin Kipke Nikolas Egelriede 0 : 1
7 Adrian Lock Andreas Wanke 1 : 0
8 Finn‑Thore Lenz Hubert Kopyto 0 : 1

11.01.2018 Pinneberger SC SV Eidelstedt 4 : 4
17.01.2018 SV Blankenese FC St. Pauli 4 :
18.01.2018 SK Union‑Eimsbüttel 2 Niendorfer TSV 5 : 3
16.01.2018 Hamburger SK 6 Hamburger SK 5 :

Saisonauftakt nach Maß, allerdings für unsere Gegner

Am Freitag, den 12.01. hatten wir unser erstes Spiel daheim gegen Fischbek. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals ein Heimspiel vorher gegen Fischbek bestritten zu haben. Allerdings haben wir in Fischbek oft etwas mitnehmen können. Rein vom Papier her ist Fischbek einer der Aufstiegsfavoriten, allerdings traten sie nicht mit Ihren ersten acht Brettern an. Auch bei uns fehlte so mancher Spieler, doch durch guten Ersatz machte ich mir berechtigte Hoffnung auf Punkte.

An den meisten Brettern hatten wir leichte DWZ‑Nachteile, als Brett sieben allerdings ein Plus von mehreren hundert Punkten. Nach einer Stunde konnte ich feststellen, dass an den ersten zwei Brettern noch nicht viel los war. Am dritten Brett entwickelte sich eine interessante Partie mit ungewissem Ausgang. Auch an den Brettern vier und fünf konnte noch niemand Vorteile für sich verbuchen. Am sechsten Brett hatte Kevin sehr zügig eine Qualität gewonnen und stand klar besser. Meine große Hoffnung an Brett sieben tat sich bisher schwer und stand gedrückt. Am achten Brett stand Finn leicht aktiver, aber auch hier war noch alles offen.

Nach etwa zwei Stunden war weiterhin nicht viel los. Kevin hatte immer noch eine Qualität mehr und auch an den Brettern sieben und acht sah es vielversprechend aus. Ich stand etwas unter Druck nach einigen ungenauen Zügen, während Christian am vierten Brett eine ruhige Partie zu spielen schien. Am dritten Brett war eine interessante Stellung mit beiderseitigen Chancen entstanden, am zweiten Brett hatten wir leider eine Qualität eingebüßt und standen klar schlechter. Die Stellung am ersten Brett habe ich leider nicht verstanden, obwohl hier meines Erachtens nach noch nichts verloren war.

Etwa gegen 21:30 Uhr bekam ich ein Remisangebot, welches ich nach kurzer Überlegung annahm. Ich hatte mich etwas befreien können und mein Gegner sah keine vielversprechende Fortsetzung. Nach dem Textzug habe ich laut Engine auch fast Ausgleich. Kurze Zeit später kam Christian ebenfalls vorbei, auch mit einem halben Punkt im Gepäck. Drei Stunden gespielt, Zwischenstand 1:1 und noch eine Menge interessante Stellungen.

Um etwa halb elf habe ich das nächste Mal meine Runde gedreht. Eugen hatte gewinnen können, nachdem sein Gegner die Dame für Figur + Turm geben musste. Auch danach war Eugen am Drücker und brachte sicher den Punkt nach Hause und uns in Führung. Was war sonst noch los? Finn stand am achten Brett weiterhin angenehm und Adrian konnte am siebten Brett endlich seinen DWZ‑Vorteil in 1–2 Bauern ummünzen. Kevin stand weiterhin auf Gewinn, hatte aber sehr wenig Zeit. Markus am zweiten Brett würde wohl verlieren. Thomas an eins hatte gerade einen Turm und eine Figur in die gegnerische Königsstellung investiert. Der Lohn: wohl nicht genug. Sein Gegner gab direkt eine Figur zurück und konnte so einen Damentausch erzwingen. Nun blieb Thomas mit lediglich 3 Bauern für einen Turm auf der Verliererstraße zurück. Dennoch kein Grund zur Sorge.

Jedenfalls nicht, bis kurz darauf Finn aufgeben musste; irgendwie war die Stellung verflacht und er hatte einen Turm eingestellt. Ein ärgerlicher Ausgleich zum 2:2, da hier mehr drin war. Zumal wir uns an den ersten Brettern nichts mehr ausrechnen konnten. Hoffen konnten wir immer noch, da zumindest ein Punkt sicher schien. Leider kam Kevin dann ebenfalls mit einer Niederlage im Gepäck herein. Er hatte in Zeitnot einfach etwas eingestellt. Schade, zumal er immer besser stand, aber manchmal soll es halt nicht sein. Damit ging Fischbek in Führung und es war klar, dass Sie die Führung nicht mehr abgeben würden. Relativ zeitgleich gingen die letzten 3 Partien zu Ende. Markus überschritt in verlorener Stellung die Zeit, Thomas gab auf und Adrian holte unseren dritten Punkt.

Was bleibt? Leider nur ein Glückwunsch an Fischbek, die dieses Mal das Glück auf ihrer Seite hatten. Es gleicht sich eben doch irgendwann aus, nachdem wir letztes Jahr äußerst glücklich dort noch ein 4:4 in komplett verlorener Stellung holen konnten.

(Marco Hanssen)

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2. Runde
25.01.2018 Pinneberger SC Königsspringer Hamburg 3 3 : 5
19:00 Uhr, Kirchengemeinde St. Michael, Fahltskamp 16, 25421 Pinneberg

1 Bernhard Pill Thomas Wiltafsky 1 : 0
2 Björn Hachmann Eugen Raider ½ : ½
3 Duy Anh Nguyen Peter Knops ½ : ½
4 Jürgen Hochreiner Baldur Schroeter ½ : ½
5 Roland Schmidt Christian Melde 0 : 1
6 Thomas Iwanow Marco Hanssen ½ : ½
7 Rainer Schnelle Kevin Kipke 0 : 1
8 Rainer Erdmann Shumon Akram 0 : 1

26.01.2018 SV Eidelstedt Hamburger SK 5 3 : 5
26.01.2018 Niendorfer TSV Hamburger SK 6 2 : 6
23.01.2018 FC St. Pauli 4 SK Union‑Eimsbüttel 2 :
26.01.2018 TV Fischbek SV Blankenese 6 : 2

Mehr schlecht als recht, aber was zählt, ist das Ergebnis

Zur zweiten Runde führte uns unser Weg nach Pinneberg. Nach dem erfolglosen Auftakt gegen Fischbek mussten unbedingt Punkte her. Dieses Mal mussten wir auf Markus verzichten, dafür waren Baldur und Peter mit von der Partie. Um sieben waren wir immerhin zu viert, sodass wir zumindest loslegen konnten. Hier machte mir zumindest die Aufstellung unserer Gegner Mut. Ohne die Bretter 1, 3 und 4 bei Pinneberg waren wir zumindest von der DWZ her an vielen Brettern favorisiert.

Gegen 19:15 Uhr waren wir vollzählig und der Kampf konnte so richtig beginnen. In der ersten Stunde tat sich nicht viel, lediglich Thomas hatte bereits nach etwa 45 Minuten ein Remisangebot vorliegen. Ich bat ihn, erst einmal weiterzuspielen. Kurz darauf kam Shumon mit der gleichen Sache zu mir. Auch hier lautete die Devise: erst einmal weitermachen. Meine Entscheidung beruhte darauf, dass nur Kevin wirklich gut stand, ich Eugens Stellung nicht verstand und der Rest unklar bis gedrückt stand.

Die erste Partie, die beendet wurde, war die von Baldur. Er hatte bereits angekündigt, dass er nach seiner Geburtstagsfeier nicht wirklich fit sein würde. Insofern ging das Remis hier um halb zehn völlig in Ordnung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Shumon in einem Schwerfigurenendspiel einfach 2–3 Bauern mehr. Keine Ahnung, wie ihm das gelungen war. Kevin hatte leider seine Superstellung komplett weggeworfen und stand glatt auf Verlust mit kaum Zeit. Eugen stand komplett hinten drin und kämpfte ums Überleben. Ich stand immer noch passiv, konnte aber einige Figuren tauschen, um mehr Platz für meine Figuren zu haben. Christian hatte einen Bauern gegeben und stand nun einfach schlecht. Das bisschen Aktivität dürfte nicht genug Kompensation für den Bauern sein. Bei Peter und Thomas schien zu diesem Zeitpunkt noch alles im Lot zu sein. Große Vor‑ oder Nachteile konnte ich hier nirgends sehen.

Kurz darauf beendete Peter seine Partie, ebenfalls mit einem Remis. Beinahe gleichzeitig gab der Gegner von Shumon in verlorener Stellung aus. Immerhin, die erste Führung konnte verbucht werden. Mit quasi keiner Zeit mehr auf der Uhr fing Kevin auf einmal an, aggressiv und vor allem stark nach vorn zu spielen. Er stellte diverse Drohungen gegen den König seines Gegners auf und öffnete geschickt Linien für seine Türme. Nach der Zeitkontrolle stand er da mit Turm plus vier Bauern gegen Springer, Läufer plus 2 Bauern. Für ein Remis sollte das immer reichen. Mein Gegner bot mir remis an, was ich einige Züge später in einem Bauernendspiel auch annahm.

Beim Stand von 2,5:1,5 bot sich folgendes Bild: Eugen stand einfach schlecht und hatte vielleicht noch einen letzten Fopp. Christian hatte einen zweiten Bauern gegeben, aber dafür die Qualität gewonnen. Auch Thomas hatte die Qualität mehr gegen zwei Bauern. Bei Kevin sah es nicht so aus, als ob eine Seite große Fortschritte machen würde. Kevin hatte die verbundenen Freibauern am Königsflügel, welche zur Zeit aber durch die Leichtfiguren seines Gegners effektiv blockiert waren. Sein Gegner hatte den aktiveren König und etwas Druck am Damenflügel. Objektiv konnte aber wohl nur Kevin auf mehr hoffen, aber er musste immer aufpassen. Kurz darauf konnte Eugen mit drei Bauern weniger einen netten Trick anbringen, indem der Turm des Gegners hing. Sollte der Turm wegziehen, dann könnte Eugen unparierbar Dauerschach drohen. Mit diesem halben Punkt hatte ich nicht gerechnet. Egal, 3:2 und drei interessante Stellungen. Leider stellte Thomas kurz darauf die Qualität ein, wonach das Endspiel direkt verloren war. Christian gelang es, einen weiteren Bauern zu gewinnen. Jetzt spielte er mit Dame, Turm und Bauer gegen Dame, Läufer und 2 Bauern. Hier war das Remis jetzt sicher. Kurz darauf ging eine kleine Taktik, welche die Dame gegen den Turm gewann.

Beim Stand von 4:3 lag es jetzt an Kevin. Zwischendurch fragte er, ob er remis machen dürfe oder auf Gewinn spielen solle. Ich überließ es ihm. Mit unter 5 Minuten auf der Uhr drehte Kevin wieder groß auf und blitzte einen starken Zug nach dem anderen aufs Brett. Nach einigen Manövern hatte er die Bauern am Damenflügel gewonnen und selbst nur einen Bauern geben müssen. Mit Turm plus 3 Freibauern war es dann leicht gewonnen. Der Sieg geht in Ordnung, wegen der starken Eröffnung und dem starken Finish.

Mit einem 5:3‑Sieg im Gepäck haben Kevin, Peter und ich sogar noch die letzte Bahn aus Pinneberg bekommen, was will man mehr.

(Marco Hanssen)

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3. Runde
16.02.2018 Königsspringer Hamburg 3 SV Eidelstedt 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky David Ravina 0 : 1
2 Eugen Raider Carsten Dumjahn 1 : 0
3 Baldur Schroeter Jörg Müller 0 : 1
4 Christian Melde Jan Stenzel 1 : 0
5 Mathis Pfreundt Lasse Weißhorn 0 : 1
6 Marco Hanssen Volker Melde 0 : 1
7 Shumon Akram Mario Kruse 1 : 0
8 Adrian Lock Christian Knopf 1 : 0

07.02.2018 SV Blankenese Pinneberger SC :
15.02.2018 SK Union‑Eimsbüttel 2 TV Fischbek :
13.02.2018 Hamburger SK 6 FC St. Pauli 4 :
16.02.2018 Hamburger SK 5 Niendorfer TSV :

Spannung bis zum Schluss

Zur dritten Runde hatten wir Eidelstedt zu Gast. Nach einem Sieg und einer Niederlage sind wir bisher im Soll und so soll es auch bleiben. Gegen Eidelstedt rechnete ich mir durchaus etwas aus, da wir zwar auf Peter, Markus und Kevin verzichten mussten, dafür aber Mathis zum ersten Mal mit von der Partie war und auch Adrian ein weiteres Mal als Ersatzspieler antreten konnte.

In der ersten Stunde passierte nicht viel. Ich meine mich daran zu erinnern, dass Christian einen Bauern im Nachteil war, dafür aber etwas Druckspiel hatte und besser entwickelt war. Die Stellung von Eugen habe ich leider nicht so richtig verstanden. Bei Thomas war ebenfalls noch nichts passiert. Baldur und Mathis standen etwas gedrückt, aber ohne Grund zur Sorge. Adrian konnte wohl einfach einen Bauern gewinnen und auch Shumons Stellung sah passabel aus. Ich meine sogar, dass Shumon zwischenzeitlich einen Bauern mehr hatte.

Nach etwa 2,5–3 Stunden gab es die ersten Ergebnisse. Baldurs Stellung war, nach eigener Aussage, durch einen schwachen Zug direkt zusammengebrochen. Leider hat auch Mathis verloren. Wie das zustande kam, habe ich leider nicht mitbekommen. Bei Thomas war immer noch alles im Lot und Eugen entwickelte druckvolles Spiel. Christians Stellung gefiel mir zu diesem Zeitpunkt ebenfalls recht gut. Ich selbst hatte das Läuferpaar und eine angenehme Stellung, in der das ruhige Verbessern der richtige Plan gewesen wäre. Leider entschied ich mich für einen überhasteten Damenausfall. Einen weiteren schwachen Zug später musste ich die Dame gegen Turm und Läufer geben und stand auf Verlust. Adrian hatte zu diesem Zeitpunkt noch immer einen Mehrbauern, aber sein Gegner stand sehr gut und ich hatte Sorge, dass wir hier auch verlieren würden.

In der vierten Stunde musste ich schließlich aufgeben, allerdings hatte kurz zuvor Eugen gewonnen. Beim Stande von 1:3 kam Thomas auf mich zu, um zu fragen, wie es mit remis aussieht. Ich ging davon aus, dass wir dann hoch verlieren würden, aber Thomas war anderer Meinung. Wie dem auch sein, seine Partie lief mit Mehrbauer erst einmal weiter. Adrian konnte seine Partie glücklicherweise noch gewinnen und stellte den Anschlusstreffer her. In der Zeitnotphase stellte Shumons Gegner in schwieriger Stellung eine Figur ein, sodass wir ausgleichen konnten.

Wie sieht es an den anderen Brettern aus? Thomas steht wohl auf Gewinn, lässt dann aber den gegnerischen h‑Bauern loslaufen. Gerade noch rechtzeitig spielt er ein Manöver, um die gegnerischen Figuren abzuräumen, dann aber mit Turm + Springer gegen die Dame spielen zu müssen. Das wird schwierig werden. Christian hat in einem Leichtfigurenendspiel inzwischen einen Mehrbauern und das Läuferpaar auf seiner Seite. Zumindest diese Partie muss doch gewonnen sein. Einige Züge später ist ein Bauerndurchbruch nur noch unter materiellen Verlusten zu verhindern und Christian bringt uns zum ersten Mal in Führung.

Was passiert am ersten Brett? Leider gelingt es David, seinen König aktiv mit ins Geschehen einzubinden. Bei schwindender Bedenkzeit hat er die Möglichkeit, die Dame gegen die restlichen Figuren von Thomas zu geben. Das resultierende Bauernendspiel ist dann leider für uns hoffnungslos verloren. Am Ende aber ein gerechtes und spannendes 4:4.

Mit jetzt 3:3 Punkten befinden wir uns im Mittelfeld, wo wir auch hingehören. In der nächsten Runde wird, aller Wahrscheinlichkeit nach, Baldur das Team führen. Aber gegen Blankenese ist auch ohne mich bestimmt was zu holen.

(Marco Hanssen)

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4. Runde
02.03.2018 Königsspringer Hamburg 3 SV Blankenese 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Michael Schmitt ½ : ½
2 Eugen Raider Marcus Scheele 1 : 0
3 Baldur Schroeter Berthold Riering ½ : ½
4 Christian Melde Maximilian Reuter 0 : 1
5 Mathis Pfreundt Stefan Wolff 0 : 1
6 Kevin Kipke Siaquiyah Davis 0 : 1
7 Shumon Akram Bernd‑Holger Meister + :
8 Andreas Schiffmann Jakob von Rosen 0 : 1

23.02.2018 SV Eidelstedt Niendorfer TSV :
20.02.2018 FC St. Pauli 4 Hamburger SK 5 4 : 4
23.02.2018 TV Fischbek Hamburger SK 6 6 : 2
01.03.2018 Pinneberger SC SK Union‑Eimsbüttel 2 3 : 5
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5. Runde
22.03.2018 SK Union‑Eimsbüttel 2 Königsspringer Hamburg 3 4 : 4
19:00 Uhr, Hamburg‑Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg

1 Thomas Jung Thomas Wiltafsky ½ : ½
2 Karlheinz Leonardi Markus Langmann 0 : 1
3 Klaus‑Martin Rehm Eugen Raider ½ : ½
4 Jörg Nielsen Peter Knops ½ : ½
5 Andreas Verweyen Baldur Schroeter 1 : 0
6 Detlev Jarnuczak Christian Melde 1 : 0
7 Alfredo Vehar Marco Hanssen 0 : 1
8 Marian Krüger Shumon Akram ½ : ½

21.03.2018 SV Blankenese SV Eidelstedt :
27.03.2018 Hamburger SK 6 Pinneberger SC :
06.04.2018 Hamburger SK 5 TV Fischbek :
23.03.2018 Niendorfer TSV FC St. Pauli 4 :

Spannender Abend im Hamburg‑Haus

Nach der mehr als unnötigen Niederlage in der vierten Runde gegen Blankenese war es an der Zeit, endlich Punkte zu sammeln. Keinesfalls wollten wir das Abstiegsgespenst aufkommen lassen. Glücklicherweise kamen wir diese Runde ohne Ersatzspieler aus. Dadurch, dass auch Union stark aufgestellt hatte, ließ sich ein spannender Kampf erwarten, bei dem wir, von den Zahlen hier, leicht im Vorteil waren.

In der ersten Stunde wurde vor allem an den vorderen Brettern viel Zeit für wenige Züge investiert. Viel war noch nicht zu erkennen. Shumon hatte einen Bauern mehr, sein Gegner dafür die bessere Entwicklung. An allen anderen Brettern schienen mir die Stellungen noch ausgeglichen. Etwa gegen 21:00 Uhr stand Christian schon unter Druck. Wenig später war Materialverslust nicht mehr zu verhindern und die Partie leider verloren. Shumon musste den Mehrbauern zurückgeben, konnte sich dafür allerdings komplett konsolidieren. Nach weiteren Abtauschmanövern war ein Turmendspiel ohne Potential entstanden. Das Remis war hier nur folgerichtig. An den vorderen Brettern hatte Thomas eine angenehme Stellung mit dem Läuferpaar. Markus, Eugen und Peter bekamen von ihren Gegnern mehr Probleme zum Lösen.

Etwa gegen 22:00 Uhr hatte Thomas sich auf remis geeinigt. Ein wenig schade, da ich hier auf mehr gehofft hatte. Baldur schien einen starken und gewinnbringenden Angriff zu haben, aber noch war nichts entschieden. Ich konnte, aufgrund eines unrochierten Königs, einen Bauern gewinnen und spielte auf Gewinn. Eugen hatte ein Remisangebot vorliegen, ich bat ihn aber, erst einmal weiterzumachen. Peter stand etwas gedrückt, aber recht sicher. Bei Markus gab es nach einer Taktik eine ungleiche Materialverteilung von 2 Figuren gegen Turm plus 1–2 Bauern. Etwa gegen halb elf konnte ich, nachdem ich eine Schummelchance abgewehrt hatte, in einem leicht gewonnenen Endspiel den ganzen Punkt einfahren.

Nach der Zeitkontrolle sah ich bei Baldur leider eine schlechte Stellung, immerhin mit ungleichfarbigen Läufern. Ob die Stellung objektiv remis war, kann ich nicht sagen, leider wurde Sie verloren, sodass Union mit 3:2 in Führung ging. In einer mir völlig unklaren Stellung steuerte Eugen noch ein Remis bei. Jetzt mussten Markus und Peter die Kohlen aus dem Feuer holen. Bei Markus war ein Endspiel mit Turm plus 4 Bauern gegen Springer und Läufer plus 2 Bauern entstanden. Objektiv konnte nur Markus auf Gewinn spielen. Als Peter um viertel vor zwölf ein Remisangebot bekam, bedeutete ich ihm, es anzunehmen und alle Hoffnung in Markus zu setzen.

Es ist 5 vor zwölf und wir liegen 3:4 hinten. Markus hatte leider in der Zwischenzeit den g‑Bauern ersatzlos geben müssen und zwei weitere Bauern getauscht. Diese Stellung war kaum noch zu gewinnen, zumal sein Gegner immer die Möglichkeit hatte, weiter zu vereinfachen. Eine dieser Möglichkeiten nutzte er und opferte seinen Springer für den letzten Bauern. Das entstandene Endspiel mit K + T vs. K + L ist bekanntlich remis. Aber die Zeit spielte uns jetzt in die Hände, nach einem Schachgebot von Markus zog sein Gegner auf das falsche Feld und stellte den Läufer zweizügig ein.

So kamen wir um Mitternacht doch noch zu unserem 4:4. Sicherlich etwas glücklich, aber nicht komplett unverdient. Jetzt heißt es für uns, weitere Punkte gegen den Abstieg zu sichern, während Union sich nach oben orientieren kann.

(Marco Hanssen)

↑
↓
6. Runde
13.04.2018 Königsspringer Hamburg 3 Hamburger SK 6 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Claus Czeremin 1 : 0
2 Markus Langmann Swen Dunkelmann ½ : ½
3 Eugen Raider Wolfgang Schulz 0 : 1
4 Peter Knops Frank Palm ½ : ½
5 Christian Melde Florian Lezynski 0 : 1
6 Marco Hanssen Lars Janzen 1 : 0
7 Kevin Kipke Hans‑Jürgen Schulz 0 : 1
8 Shumon Akram Gregor Kock ½ : ½

13.04.2018 SV Eidelstedt FC St. Pauli 4 :
13.04.2018 TV Fischbek Niendorfer TSV 6 : 2
19.04.2018 Pinneberger SC Hamburger SK 5 :
11.04.2018 SV Blankenese SK Union‑Eimsbüttel 2 4 : 4

Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu

Zur sechsten Runde hatten wir die sechste Mannschaft vom HSK zu Gast. Dieses Team muss ebenfalls noch um den Klassenerhalt kämpfen, daher hatte der heutige Kampf eine hohe Bedeutung. Nach einigen Problemen, das Team aufzustellen, hatte ich am Abend vorm Mannschaftskampf acht Leute ohne Ersatzspieler an Bord. Der HSK hatte ebenfalls einige Stammspieler zu ersetzen, sodass wir leicht favorisiert ins Match gingen.

In der ersten Stunde passierte an keinem Brett etwas Entscheidendes, aber gegen 21:00 Uhr waren bereits erste Tendenzen zu erkennen. Meiner Meinung nach stand Shumon aktiver, aber nicht entscheidend. Bei Kevin war alles im Lot, aber er verbrauchte viel Bedenkzeit. Ich selbst stand nach einem dubiosem Springermanöver meines Gegners angenehm. Christian hatte gerade ein Qualitätsopfer seines Gegners angenommen und stand nicht schlecht. Bei Peter wurden früh die Damen getauscht, aber er konnte sich ein Einbruchsfeld auf der sechsten Reihe schaffen. Eugen warf alles nach vorn und blieb mit dem König erst einmal im Zentrum. Bei Markus entstand eine interessante Stellung mit beiderseitigen Chancen. Thomas hatte meines Erachtens nach einen Bauern mehr, musste dafür aber seine Figuren koordinieren.

Einst Stunde später gab es die ersten Entscheidungen. Peter bat darum, remis machen zu dürfen. Er konnte doch keinen entscheidenden Vorteil erreichen und war mit dem halben Punkt zufrieden. Bei Shumon war ein Turmendspiel entstanden, in welchem ich keinerlei Fortkommen für beide Parteien sah. Die Kiebitze meinten aber, dass es wohl eine starke Fortsetzung gegeben hätte. Ich selbst konnte den gegnerischen König in der Brettmitte halten und mittels eines Bauernopfers gefährliche und wohlmöglich entscheidende Initiative erlangen. Eugen hatte inzwischen eine Figur gewonnen, sein Gegner aber drei Bauern, wovon sich zwei Stück gefährlich auf e5 und d5 befanden. Der Ausgang der Partie war hier unklar. Christian hatte wohl leider einen falschen Zug gemacht und musste die Dame gegen Turm und Figur geben. Nachdem sein Gegner quasi forciert eine Qualität gewinnen konnte, stand er trostlos. Kurz darauf musste er mit Turm, Läufer und zwei Bauern gegen Dame und vier Bauern aufgeben. Stellungsmäßig war bei Kevin noch nix los. Er frage, ob remis in Ordnung sei, weil er ein Angebot hatte. Meine Wortwahl mit »mach, wenn du meinst« war sicherlich etwas unglücklich. Kevin spielte erst einmal weiter. Eugen hatte inzwischen einen Turm mehr, aber dafür vier Bauern weniger und einen offenen König. Hier glaubte ich jetzt eher an eine Niederlage. Thomas hatte seine Figuren entwirrt und hatte einfach einen Bauern mehr.

Zwischen 22:30 und 23:00 Uhr stellte Kevin leider etwas ein und musste aufgeben, sodass wir mit 0,5:2,5 hinten lagen. Kurze Zeit später konnte ich entscheidend Material gewinnen. Verhindert mein Gegner das, kann ich mithilfe eines Damenopfers matt setzen. Der Anschluss war hergestellt. Bei Markus gab es immer noch ein zähes Ringen um die offene Linie am Damenflügel. Auch hier war nicht klar, wer eigentlich auf den vollen Punkt spielte. Thomas konnte das Material weiter reduzieren und hatte jetzt ein Turmendspiel mit Mehrbauer auf dem Brett, was vielversprechend aussah. Eugen gab eine Qualität zurück, um einen Bauern mitzunehmen, dennoch lagen diverse Drohungen und Durchbrüche in der Luft.

In der letzten Stunde des Mannschaftskampfes steuerte Shumon das zu erwartende Remis bei. Jetzt mussten es die ersten drei Bretter richten. Bei Eugen rechnete ich mir nichts mehr aus, aber der Rest spielte ja noch. Als Markus bei knapper Zeit und schwieriger Stellung remis vereinbarte, dachte ich mir bereits, dass es nicht mehr reichen würde. Leider musste Eugen um kurz vor 0:00 Uhr ebenfalls aufgeben. Thomas führte seine Stellung danach souverän zum Sieg. Leider bleibt uns nur ein 3,5:4,5 und keine Mannschaftspunkte.

In der nächsten Runde geht es gegen HSK gegen ein nominell sehr starkes Team. Danach werden wir sehen, was wir noch an Punkten holen müssen, um die Klasse zu halten.

(Marco Hanssen)

↑
↓
7. Runde
04.05.2018 Hamburger SK 5 Königsspringer Hamburg 3 6 : 2
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Anja Hegeler Thomas Wiltafsky 1 : 0
2 Thomas Kastek Eugen Raider 1 : 0
3 Wolfgang Schellhorn Peter Knops 0 : 1
4 Christoph Engelbert Baldur Schroeter 1 : 0
5 Ole Poeck Marco Hanssen 1 : 0
6 Torsten Szobries Shumon Akram 1 : 0
7 Wolf Gerigk Valentin Samson 0 : 1
8 Regina Berglitz Dr. Claus Gebert 1 : 0

03.05.2018 SK Union‑Eimsbüttel 2 SV Eidelstedt 5 : 3
15.05.2018 Hamburger SK 6 SV Blankenese 3 : 5
18.05.2018 Niendorfer TSV Pinneberger SC 6 : 2
24.04.2018 FC St. Pauli 4 TV Fischbek 1 : 7

Trübe Aussichten in Eilbek

Zur siebten Runde ging es für uns zur fünften Mannschaft von HSK. Auch weil wir einige Stammspieler ersetzen mussten, war der HSK von der DWZ her klarer Favorit. Ohne Markus, Christian, Mathis und Kevin, dafür aber mit Valentin und Claus konnten wir zumindest ein Team an den Start bringen, das Chancen hatte.

In der ersten Stunde des Kampfes konnten wir an allen Brettern noch gut mithalten und es war an keinem Brett eine Tendenz abzusehen. In der folgenden Stunde sah es schon etwas anders aus. Thomas hatte eine passable Stellung erreicht, bei der noch alle drei Ergebnisse möglich waren. Eugen schien wieder etwas unorthodox gespielt zu haben, aber auch hier war noch nichts raus. Peter hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Turm gegen Springer und Läufer, aber die gegnerischen Figuren standen unkoordiniert. Baldur sah sich einem gefährlich anmutenden Königsangriff ausgesetzt. Hier mussten wir auf einen halben Punkt hoffen. Ich hatte wohl zwischenzeitlich eine starke Fortsetzung verpasst und stand ausgeglichen. Auch Shumon musste um seinen König aufpassen, da der Gegner durch seinen Vorposten auf e5 Druck machte. Valentin stand einfach klar besser und hatte einen Bauern und eine Stellung mehr. Bei Claus war leider ein Bauer abhanden gekommen, dennoch hielt er den Laden gut zusammen.

In der dritten Stunde fielen die ersten Entscheidungen. Ich hatte mich leider bei einer Taktik verrechnet und musste aufgeben. Kurz darauf sah ich, wie Valentin quasi beliebig mindestens die Qualität gewinnt und obendrein seine Angriffsstellung behält. Der Gegner hatte vermutlich keine Lust, die Stellung weiterzuspielen und nahm stattdessen den Weg des kurzen Leidens. Damit ermöglichte er Valentin mittels Damenopfers ein ersticktes Matt. Kurze Zeit später stand Shumon schon bedenklich, leider ebenso wie Baldur. Thomas war in einem Springerendspiel angekommen, was ich nicht einschätzen konnte. Eugen hatte leider einfach was weniger. Nur Peter stand, trotz Materialnachteil, richtig gut. Bei Claus sah alles nach einer langen und zähen Partie aus.

Zur vierten Stunde gab es die nächsten Resultate. Baldur wurde leider im Königsangriff besiegt, aber dafür konnte Peter die unglückliche Figurenstellung seines Gegners zum entscheidenden Materialgewinn ausnutzen. Es steht 2:2 aber was macht der Rest? Thomas hat ein Springerendspiel, bei dem er wohl immer einen Bauern geben muss, dennoch ist hier das Remis möglich. Eugen steht leider nicht gut und kämpft. Shumon verliert kurz darauf entscheidend Material und der HSK geht in Führung. Claus deckt alle Schwächen und macht es seiner Gegnerin weiterhin so schwierig, wie nur möglich, ihren Mehrbauern zu realisieren. Leider muss auch Eugen aufgeben, nachdem der Gegner eine Taktik auspackt, die viel Material vom Brett nimmt und Eugen materiell im Nachteil und ohne Schummelchancen zurücklässt. Nach dem 2:4 ist der Kampf gelaufen. Jetzt geht es für uns nur noch um Brettpunkte.

In der letzten Stunde versucht Thomas alles, um die Partie noch zu gewinnen. Auch Claus hält sich gut, bis durch eine Springergabel die Partie direkt verloren ist. Die Versuche von Thomas, seine Gegnerin doch noch zu einem fatalen Fehler zu verleiten, scheitern leider. Sicher umschifft sie alle Klippen und kann am Ende den Punkt für den HSK holen.

Somit haben wir leider 2:6 verloren und müssen dringend punkten, ansonsten haben wir nächste Saison mit Sicherheit eine Bezirksligamannschaft. Am 01.06. geht es zuhause gegen den NTSV und hier muss gewonnen werden. So können wir vielleicht das Endspiel gegen Pauli am letzten Spieltag verhindern.

(Marco Hanssen)

↑
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8. Runde
01.06.2018 Königsspringer Hamburg 3 Niendorfer TSV 5 : 3
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Michael Raddatz 0 : 1
2 Eugen Raider Gerd Putzbach 1 : 0
3 Peter Knops Klaus‑Peter Schneider 0 : 1
4 Baldur Schroeter Eggert Lindschau 1 : 0
5 Christian Melde Jan Westphal ½ : ½
6 Marco Hanssen Kurt Krotofil 1 : 0
7 Shumon Akram Matthias Weiß 1 : 0
8 Valentin Samson Erhard Pohl ½ : ½

01.06.2018 SV Eidelstedt TV Fischbek 4 : 4
31.05.2018 Pinneberger SC FC St. Pauli 4 5 : 3
30.05.2018 SV Blankenese Hamburger SK 5 :
07.06.2018 SK Union‑Eimsbüttel 2 Hamburger SK 6 5 : 3

Berichte über die Runden 8 und 9 (I)

In der achten Runde hatten wir die erste Mannschaft vom NTSV zu Gast. Beide Teams waren zu diesem Zeitpunkt im Abstiegskampf angekommen. Lediglich der Sieger dieses Duells konnte sich berechtigte Hoffnungen auf einen Klassenerhalt machen. Für den Verlierer dürfte es schwierig werden. Ohne Markus, Mathis und Kevin, dafür aber erneut mit Valentin hatten wir eine gute Truppe an den Start bekommen. Im Schnitt hatten wir ca. 50 DWZ mehr am Brett, was es umzusetzen galt.

Nach nicht einmal zwei Stunden hatte Eugen bereits den ersten Punkt eingefahren. In unübersichtlicher Stellung gelang es ihm, einen Bauern auf der sechsten Reihe zu verankern und immer wieder Springergabeln und andere Schachs zu drohen. Nach dem Materialgewinn war die Partie direkt vorbei. Ein sehr guter Auftakt für uns und viele vielversprechende Stellungen.

Thomas hatte die bessere Zeit und war um Ausgleich bemüht, Baldur stand bereits sehr gut und hatte wohl einfach einen Bauern mehr. Peter stand dafür etwas gedrückt und bei Christian war die Stellung unklar. Ich selbst hatte in der Eröffnung einen Bauern gegeben und anschließend, etwas ohne Not, einen Springer für zwei Bauern geopfert. Allerdings hatte ich einiges an Kompensation. Shumon stand zu diesem Zeitpunkt auch leicht gedrückt, aber es bestand kein Grund, sich zu sorgen. Auch bei Valentin machte ich mir noch keinerlei Sorgen, obwohl wir auch hier passiver standen.

Das nächste Ergebnis gab es gegen 22:00 Uhr. Christian fragte, ob er remis machen dürfte, was angesichts des Kampfes eher uns half. Thomas hatte zu diesem Zeitpunkt wohl Ausgleich erreicht und Baldur spielte klar auf Gewinn. Sein Gegner gab einen weiteren Bauern, um Angriff zu erhalten, aber ohne Damen gestaltete sich das schwierig. Peters Stellung wurde nicht besser, eher im Gegenteil. Ich hatte inzwischen einen Turm und einen Bauern für Springer und Läufer, aber die klar aktivere Stellung. Zudem würde ich über kurz oder lang einen weiteren Bauern gewinnen. Shumon war überraschenderweise in einem Schwerfigurenendspiel mit Mehrbauern angekommen. Hier konnte nur noch er auf Gewinn spielen. Valentin hingegen landete in einem Endspiel mit Minusbauer, was schwierig zu verteidigen war.

In der vierten Stunde fielen die nächsten Entscheidungen. Der Gegner von Shumon stellte einen Turm ein und wir bauten unsere Führung aus. Als kurz darauf auch Baldur gewann, stand es bereits 3,5:0,5. Bei Thomas war alles im Lot, sodass ich mir fast sicher war, den Kampf zu gewinnen, zumal ich auch besser stand. Kurz darauf übersah mein Gegner etwas in einer Kombination und so gewann ich. Leider stellte Thomas daraufhin etwas ein und musste aufgeben. Nach eigener Aussage fiel der Spannungsbogen bei ihm deutlich ab, nachdem der Sieg bereits sicher war. Peter und Valentin standen jetzt leider mit Materialnachteil (Valentin −1 Bauer, Peter −1 Qualität).

Valentin bekam dann das Remis mehr oder weniger in verlorener Stellung durch eine Fehler des Gegners geschenkt, während Peter nach langem Kampf leider aufgeben musste. Insgesamt ein sehr wichtiger 5:3‑Sieg, der zu 95 % den Klassenerhalt bedeutet.

(Marco Hanssen)

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9. Runde
15.06.2018 FC St. Pauli 4 Königsspringer Hamburg 3 2 : 6
19:00 Uhr, Bürgergemeinschaftszentrum Süderelbe, Am Johannisland 2–4, 21147 Hamburg

1 Joschka Marx Thomas Wiltafsky ½ : ½
2 Thomas Schüttler Markus Langmann 0 : 1
3 Heinz‑Werner Szudra Eugen Raider 0 : 1
4 Bernd Kessler Peter Knops 0 : 1
5 Christian Jöhnk Marco Hanssen 0 : 1
6 Jukka Fehr Shumon Akram ½ : ½
7 Tera Siregar Dr. Claus Goetz 1 : 0
8 Marco Biemann Justus Streich 0 : 1

15.06.2018 Hamburger SK 6 SV Eidelstedt :
15.06.2018 Hamburger SK 5 SK Union‑Eimsbüttel 2 4 : 4
15.06.2018 Niendorfer TSV SV Blankenese :
15.06.2018 TV Fischbek Pinneberger SC :

Berichte über die Runden 8 und 9 (II)

Die neunte Runde wurde, wie bereits im letzten Jahr, als zentrale Abschlussrunde gespielt. Für uns ging es gegen die ebenfalls vom Abstieg bedrohten St. Paulianer. Ohne Baldur, Christian, Mathis und Kevin, dafür mit Claus und Justus, waren wir gut für die letzte Runde gerüstet. Bei St. Pauli fehlten die Bretter 1, 2 und 4, sodass wir auch hier leicht favorisiert waren. Das Spannendste in der ersten Stunde war, ob Eugen es rechtzeitig ans Brett schaffen würde. Um 19:58 Uhr betrat er den Spielsaal und erhöhte somit unsere Chance auf Punkte beträchtlich.

Lange Zeit habe ich mich überwiegend auf die hinteren Bretter konzentriert und hier ergab sich nach etwa zwei Stunden folgendes Bild: Justus hatte nichts auszustehen und sollte Ausgleich haben. Claus hatte gegen Caro‑Kann eine angenehme Angriffsstellung und wohl deutlichen Vorteil. Shumon musste um Ausgleich kämpfen, aber hier hatten wohl beide Seiten noch einige Chancen in einer schwierigen Stellung. Ich hatte ebenfalls positionellen Vorteil, konnte aber noch nichts Konkretes vorweisen. Bei Peter sah alles noch im Lot aus, war für mich aber schwierig einzuschätzen. Eugen hatte deutlichen Zeitnachteil und griff munter an. Bei Markus war eine Stellung mit unterschiedlichen Bauerninseln entstanden und mir war nicht klar, wer auf Gewinn spielen konnte. Auch bei Thomas war noch nicht viel los. Sein Plan, ein schnelles Remis zu machen, ging leider nicht auf, da sein Gegner in Spiellaune war.

In der dritten Stunde gab es die ersten Ergebnisse. Claus hatte leider ein inkorrektes Opfer gespielt und musste bald darauf aufgeben. Shumon bekam in unübersichtlicher Stellung ein Remisangebot, welches er nach Absprache annahm. An den vorderen Brettern konnte ich immer noch keinerlei klare Vorteile für irgendeine Seite ausmachen, als plötzlich Eugen gewann. Der Ausgleich kam uns gelegen, zumal die Stellung von Justus mir zusehens besser gefiel. Als dann auch noch der Gegner von Markus in interessanter Stellung etwas einstellte und Thomas sein Remis bekam, stand es plötzlich 3:2 für uns. Nun musste sich St. Pauli ernsthafte Gedanken machen, ob sie die Klasse halten würden. Um kurz vor 23:00 Uhr beendete ich meine Partie mittels einer kleinen Kombination siegreich. Leider habe ich in der Endstellung ein einzügiges Matt ausgelassen und stattdessen die Dame gewonnen, aber danach fragt ja keiner.

Beim Stande von 4:2 bot Peter remis mit einer Dauerschachmöglichkeit für seinen Gegner. Dieser wollte die Möglichkeit verständlicherweise nicht annehmen und stellte kurz darauf die Dame ein. In der Verlängerung konnte Justus seine Stellung mit einem schön anzusehenden Bauernsturm am Königsflügel ebenfalls gewinnen. Auch hier war der Sieg sicherlich früher machbar. Es bleibt ein etwas zu deutliches 6:2 und der fünfte Platz. Für St. Pauli hat es nicht gereicht, Eidelstedt und der HSK konnten sich retten.

Was bleibt am Ende der Saison? Schade ist, dass die Jugendlichen nicht so häufig gespielt haben wie erhofft. Das erschwert eine Integration in höhere Teams. Auch ist es ärgerlich, dass wir insgesamt 17 verschiedene Spieler einsetzen mussten.

Nun zum erfreulichen Teil: Thomas und Eugen haben alle 9 Runden gespielt, vielen Dank dafür. Die besten Einzelergebnisse haben Eugen mit 6 aus 9 und +49 DWZ und Shumon mit 5,5 aus 8 bei +22 erzielt. Und natürlich mein persönliches Highlight: keine einzige Partie kampflos abgegeben. Das sollte unser Anspruch sein.

Jetzt bleibt mir nur noch, mich bei allen Personen zu bedanken, die mich diese Saison unterstützt haben. Es hat mir wieder einmal, trotz einiger Widrigkeiten, viel Spaß gemacht. Jetzt nehme ich mir allerdings erst einmal eine Auszeit als Mannschaftsführer. Was kommt, wird die Zeit zeigen.

(Marco Hanssen)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/18-ksh3.php
09.09.2018, 17:41 (tr)
 
 
 
 
 
 
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