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Chronik: Archiv
Freitag, 17. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Norddeutsche Vereinsmeisterschaften U14/U12
 7. bis 11. September 2016 in Magdeburg 
Endstand U14
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP Bhz.
1. Hamburger SK 6 1 0 13 21,5 60,0
2. Post SV Uelzen 5 1 1 11 20,5 61,0
3. Reideburger SV Halle 5 0 2 10 19,5 62,0
4. Königsspringer Hamburg 4 1 2 9 16,5 60,0
 

Mathis Pfreundt (5/7)
Kevin Kipke (5/7)
Valentin Samson (2½/7)
Alihan Cinar (3½/5)
Jenna Peters (½/2)

 
5. KSV Rochade Göttingen 4 0 3 8 16,0 54,0
6. SC Weisse Dame Berlin 4 0 3 8 15,5 60,0
7. TuS Makkabi Rostock 3 2 2 8 14,5 45,0
8. SV Mattnetz Berlin 3 1 3 7 13,5 55,0
8. SC Aurich 3 1 3 7 13,5 55,0
10. SV Werder Bremen 2 3 2 7 13,5 49,0
11. SK Dessau 93 3 0 4 6 12,5 45,0
12. Delmenhorster SK 3 0 4 6 12,0 52,0
13. SV Glückauf Rüdersdorf 2 2 3 6 12,0 37,0
14. SG 2011 Sennewitz 2 2 3 6 11,5 37,0
15. Hohenleipischer SV Lok 2 1 4 5 11,5 39,0
16. Schachfreunde Schwerin 1 3 3 5 10,5 36,0
17. SV Bad Schwartau 1 1 5 3 10,5 36,0
18. Segeberger Schachfreunde 0 1 6 1 7,0 39,0
Endstand U12
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP Bhz.
1. Hamburger SK 6 0 1 12 20,0 62,0
2. Schachpinguine Berlin 5 1 1 11 19,5 59,0
3. Delmenhorster SK 5 0 2 10 15,5 58,0
4. Schachzwerge Magdeburg 4 1 2 9 16,0 57,0
5. SV Empor Berlin 3 2 2 8 16,0 57,0
6. Königsspringer Hamburg 4 0 3 8 16,0 46,0
 

Mark Kipke (3/7)
Malte Peters (3½/7)
Jan Summers (4/7)
Ole Riege (3/4)
Philip David (2½/3)

 
7. Schachfreunde Nord‑Ost Berlin 3 2 2 8 15,0 60,0
8. Peiner SV 4 0 3 8 14,5 40,0
9. Hagener SV 3 2 2 8 14,0 62,0
10. FHSG Stralsund 3 1 3 7 14,5 52,0
11. SAV Torgelow 3 0 4 6 14,0 43,0
12. SV Glückauf Rüdersdorf 1 4 2 6 13,0 46,0
13. Lübecker SV 3 0 4 6 13,0 37,0
14. VfL Gräfenhainichen 2 1 4 5 13,0 38,0
15. USC Magdeburg 2 1 4 5 11,5 45,0
16. SK Bremen‑West 2 1 4 5 11,0 37,0
17. SV Bad Oldesloe 2 0 5 4 12,0 41,0
18. SSG Lübbenau 0 0 7 0 3,5 42,0
Bericht

Die Wilde 13 und ein Mann für Liegestütze – NDVM 2016

Anfang September. Reisezentrum. Naschibeutel. Metronom von Gleis 13 mit 13 Leuten. Verabschiedung der Familien vor der Fahrt nach Magdeburg. Was das bedeutet? Es sind mal wieder Norddeutsche Vereinsmeisterschaften im Schach. Mit dabei sind wir diesmal wieder mit Mannschaften in den Altersklassen U12 und U14, betreut (zunächst) von Boris, Markus mir.

Diese Prozedur kennen die meisten Teilnehmer schon und doch ist es immer wieder aufregend. Statt der Aufregung sind es jedoch viel mehr die Hitze und gut gefüllte Waggons, die für die ersten Schweißtropfen sorgen. Nach ein wenig Kartenspielerei oder weiterem Zeitvertreib ist bereits das Umsteigen in Uelzen mit traditionell knapp bemessenem Zeitfenster angesagt. Die sechs Minuten reichen uns und in der deutlich leereren Regionalbahn finden wir angenehme Plätze, die jedoch je nach Sonneneinstrahlung gern mal für schattigere gewechselt werden. Außerdem treffen wir im Zug noch die U12‑Mannschaft von Bad Oldesloe. Einer dieser Spieler erkennt Malte und hat anscheinend bei irgendeinem Schnellturnier gegen ihn gewonnen. Das muss sofort seinen näheren Verwandten mitgeteilt werden.

Nun denn, auch der kurze Fußmarsch zur Jugendherberge durch die Innenstadt Magdeburgs stellt kein Hindernis dar. Dort angekommen werden flugs die Zimmer im zweiten Stock bezogen und wenig später wird das Abendbrot eingenommen. Danach ist noch viel Zeit bis zu Betreuersitzung und der Auslosung der ersten Runde, sodass wir das schöne Wetter bei einem Spaziergang durch Magdeburg genießen können.

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Vor dem Magdeburger Dom zeigt sich, dass Ticken immer noch das Kinderspiel der Wahl ist und später kann aufgrund des infolge niedrigen Wasserstandes trockengelegten Flussbettes sogar Fuß in die Elbe gesetzt werden. Insgesamt also ein schöner Anreisetag, doch nun zum schachlichen Geschehen in der U12:

Mit Mark, Malte, Jan, Ole und Philip sind wir an zehn gesetzt, was bei 18 Teilnehmern nach Adam Riese gleich in Runde eins den erstgesetzten als Gegner bedeutet. Zum Auftakt gibt es deswegen bereits das Derby gegen den HSK. Der Kampf gestaltet sich dann schnell zu unseren Ungunsten: Da das erste Brett des HSK noch nicht angereist ist, läuft der Großteil der Vorbereitung ins Leere. Außerdem ist Ole noch nicht wirklich im Turnier angekommen und verliert früh eine Figur durch eine Bauerngabel. Nach und nach bröckeln auch die anderen Stellungen, sodass am Ende ein chancenloses und bei dem Unterschied in den Wertungszahlen auch nicht völlig unerwartetes 0:4 zu Buche steht.

Viel Zeit zum Grämen gibt es jedoch glücklicherweise nicht, denn schon bald steht die Nachmittagsrunde an. Nun sollten wir eigentlich einen machbaren Gegner bekommen, doch weil sich insbesondere in der U12 eben nicht immer alle Favoriten durchsetzen, bekommen wir stattdessen mit dem Hagener SV gleich Setzplatz Nummer zwei vorgesetzt. Man kann der Mannschaft anmerken, dass sie keine Lust auf ein erneutes 0:4 hat und so langsam finden die Spieler ins Turnier. Mark und Jan spielen beide sehr vernünftige Partien, fallen jedoch kleineren Taktiken zum Opfer. An den anderen beiden Brettern sind ebenfalls taktische Schläge für den Partieausgang verantwortlich. Philip gewinnt früh eine Dame und der Sieg scheint nur noch Formsache zu sein. Leider sieht er plötzlich Gespenster und wählt aus Angst vor einem scheinbaren Matt eine Dauerschachvariante. Nachdem Maltes Gegner schon deutlich die Oberhand gewonnen hat und zu einem verheerenden Angriff ansetzt, verliert er nach einer Ungenauigkeit Haus und Hof und erlaubt uns so den ersten ganzen Brettpunkt des Turniers. Ein 1,5:2,5 gegen Setzplatz zwei liest sich gut und ein ganzer Mannschaftspunkt war ja auch durchaus drin. Das stimmt Markus und mich für die weiteren Runden optimistisch.

Nach diesen harten Brocken wird uns in Runde drei mit der an achtzehn gesetzten SSG Lübbenau nun das andere Ende der Setzliste zugeteilt. Ein souveränes 4:0 nach nicht einmal neunzig Minuten stärkt das Selbstvertrauen der Spieler und lässt außerdem noch Zeit für einen kleinen Spaziergang an der Elbe. Auch auf der Elbinsel wird fleißig Ticken gespielt und die Spieler erklimmen allerlei Hindernisse. Am Nachmittag erwartet uns Bad Oldesloe und bereits nach sechs Zügen scheinen zwei Siege auf unserer Seite sicher. Philips Gegnerin ist von seinem scharfen Italienisch überrascht und gibt bereits einen Springer her. Auch Marks Gegner ist unvorbereitet und verliert nach einem Dameneinschlag auf g2 in Form von Turm und Bauer viel Material. Mark scheint sich jedoch zu sicher zu fühlen, anders ist kaum zu erklären, wie er bis Zug 14 das gewonnene Material inklusive Zinsen zurückgeben konnte. Da Jan in einer schönen Partie nach einem Bauerngewinn seine Endspielkünste unter Beweis stellt, liegt es beim Stand von 2:1 an Malte, den zweiten Mannschaftspunkt zu sichern. Natürlich spielt er ausgerechnet gegen unseren Bekannten von der Zugfahrt.

Eigentlich hat Malte eine klasse Partie gespielt, leider mit der Ausnahme von fünf Minuten, in denen er eine Springergabel übersehen hat. Zur »Strafe« muss er nun in einem variantenreichen Endspiel mit Qualität weniger und Mehrbauer einen kühlen Kopf bewahren. Dies gelingt ihm in souveräner Manier, nach 79 Zügen sind nur noch die beiden Könige auf dem Brett. Die gute Laune an diesem erfolgreichen Tag wird noch größer, als Basti als vierter Betreuer zu uns stößt und für die nächste Runde im Falle eines Sieges 10 Liegestütze pro Brettpunkt verspricht.

In Runde fünf spielen wir gegen Stralsund, die knapp vor uns gesetzt sind. Mark spielt, von der Niederlage am Vortag und vielleicht auch Bastis Versprechen hochmotiviert, gegen 1700 DWZ und kann tatsächlich gewinnen, nachdem sein Gegner mit ungefähr 30 Sekunden auf der Uhr und etliche Züge von der Zeitkontrolle entfernt einen Doppelangriff übersieht. An Brett vier zeigt sich, dass schachliche Vorbereitung auch in der U12 manchmal entscheidend sein kann, denn Ole setzt die Pläne, die Markus und ich ihm auf den Weg gegeben haben, perfekt um. Einen schönen Königsangriff später führen wir 2:0. Die Stralsunder können durch einen Sieg an Brett zwei herankommenen, dafür hält Jan in einer von Höhen und Tiefen übersäten Partie ein wichtiges Remis.

Der dritte Sieg in Folge beschert uns mit den Schachzwergen Magdeburg wieder einen starken Gegner und an zwei Brettern geht es schnell zur Sache. In einer dynamischen Partie mit ungleicher Materialverteilung verliert Mark früher als sein 400 DWZ stärkerer Gegner den Überblick, dafür kann Philip einen erfolgreichen Mattangriff vortragen, nachdem sein Gegner eventuell ein wenig zu gierig Material einsammelt. Jan und Malte spielen beide lange Partien mit leicht schlechteren, aber remisträchtigen Endspielen. Während Jan sich am Ende erfolgreich verteidigen kann, verpasst Malte diese Möglichkeit und muss sich nach langem Kampf in eine bittere Niederlage fügen. Auch in diesem Kampf hat sich wie gegen Hagen gezeigt: Wir können gegen vermeintlich stärkere Mannschaften mithalten. Das Zubettbringen am Abend gestaltet sich leicht, da alle gespannt auf Bastis Liegestütze warten.

Am Sonntag treffen wir dann auf unseren Setzplatznachbarn aus Torgelow. Es geht dabei nicht nur um eine positive Mannschaftspunktbilanz, bei einem hohen Sieg bestehen sogar Chancen auf die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Kurz zusammengefasst: Es kommt vier Mal unsere Vorbereitung aufs Brett, wir gewinnen 4:0, Marathonmann Malte spielt mal wieder die längste Partie der U12.

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In der Abschlusstabelle bedeutet das den sechsten Platz, mannschafts‑ und brettpunktgleich mit den Berlinern auf Platz 5. Obwohl die hauchdünn verpasste Qualifikation zur DVM bei den Spielern für etwas Ernüchterung sorgte, werden sie mit etwas Abstand sicher sehen, was sie für ein großartiges Turnier gespielt haben. Gestartet mit Setzplatz 10 haben wir Siege gegen die Setzplätze 8, 9, 13 und 18, knappe Niederlagen gegen Setzplatz 2 und 4 und eine eindeutige Auftaktniederlage gegen Setzplatz 1 und späteren norddeutschen Meister vorzuweisen. Das ist eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Außerdem möchte ich hervorheben, dass dieser Platz eine eindeutige Teamleistung ist. Jeder Spieler hat im Turnierverlauf seine Höhen und Tiefen gehabt, doch als Mannschaft haben sie immer zusammengehalten.

Mir und auch den anderen Betreuern hat es viel Spaß gemacht diese Meisterschaft zu betreuen und wer weiß wo die Reise dieser vielversprechenden Mannschaft in Zukunft hingeht.

Blicken wir nun hinüber zum Turnier der U14, die sich als Zweiter der Sonderklasse in Hamburg qualifiziert hatte. Aus der Erfahrung von der Deutschen Meisterschaft 2015 haben wir uns entschlossen, zu fünft anzutreten. Mathis Pfreundt, Kevin Kipke und Valentin Samson sollten siebenmal spielen. Alihan Cinar und Jenna Peters sollten sich das vierte Brett teilen, da Alihan mit (mindestens) zwei Runden weniger in den Knochen im Endeffekt bessere Ergebnisse erzielen könnte.

Das Ziel der Mannschaft war durch den Setzplatz (5 von 18) und die Erlebnisse der letzten beiden Jahre vorgegeben: sichere Qualifikation, d. h. einer der Plätze 1 bis 5.

Schon in der ersten Runde zeigte es sich, dass sich der Einsatz von Jenna gelohnt hat: gegen den Hohenleipischen SV Lok (Setzplatz 14). Beim Stand von 2:0 sicherte sie mit einem Remis den Mannschaftssieg und Alihan hatte Pause. Traditionell für unseren Verein: Nach den langen Ferien fehlte die Spielpraxis. Valentin hatte große Schwierigkeiten und verlor in der längsten Partie dieser 1. Runde (lange Partien sind übrigens ebenfalls Tradition).

In Runde 2 gab es die erste »Breakchance«, d. h. punkten gegen einen höher gesetzten Gegner. Und der hieß Reideburger SV (Setzplatz 2). Mathis flog fürchterlich weg gegen eine Hauptvariante der sizilianischen Drachenvariante, also 0:1. Die Gegner veranlasste das offenbar, mehrere Gänge rauszunehmen, mit erfreulichen Auswirkungen für uns: Kevins Gegner kannte die Eröffnung nicht, Kevin spielte umso druckvoller, sodass bald abzusehen war, dass es zum Ausgleich für uns kommen würde. Tolle Partie! Am letzten Brett konnte Alihan gegen einen knapp 300 Punkte besseren Gegner nicht nur einen ausgeruhten Eindruck machen, er sah auch mehr Taktik: 2:1! Das war wie geplant. Und am dritten Brett war Valentin nicht kleinzukriegen. Er erreichte ein Endspiel mit 2 Türmen gegen Dame. Da der Gegner nicht Remis bieten durfte, musste Valentin remis reklamieren, was mit Hilfe vom Schiri auch gelang. Eine tolle Überraschung und mehr als die halbe Miete (kann ich im Nachhinein sagen)!

In Runde 3 wartete der Post SV Uelzen auf unsere Spieler: Alihan sollte wieder spielen und die Gegnerin am Brett 4 ausbremsen. Das gelang auch: 1:0. Leider konnte Kevins Gegner diesmal die Eröffnung, Kevin stand schnell kritisch und verlor; es sollte seine einzige Niederlage in diesem Turnier bleiben. Valentin spielte etwas Freestyle und geriet in Nachteil. Mathis spielte eine gute Partie und es sah erst aussichtsreich aus. Allerdings konnte Mathis nach Valentins Niederlage nicht mehr als ein Remis erreichen: 1,5:2,5 gegen Setzplatz 3.

Am Nachmittag in Runde 4 sollte wieder Jenna spielen, Alihan sollte pausieren, damit er in den letzten drei Runden noch Körner hatte. Das wurde ein harter Kampf: Mathis gewann relativ sicher, Kevin spielte eine spektakuläre Partie, die er gewann. Nur Valentin hatte gegen einen etwa DWZ‑gleichen Gegner große Probleme. Jenna spielte eine starke Partie und hatte beste Chancen, doch am Ende schätzte sie das Endspiel nicht richtig ab und verlor: 2:2 gegen Setzplatz 7, das war nicht geplant. Allerdings sparte sich Alihan 4 Stunden Schach und das war so geplant. Und die bislang längste Partie von Jenna (4 Stunden 15 Minuten!) bot hervorragenden Stoff für Schachtraining!

In diesem Jahr war eine entscheidende Sache ganz anders als bei den ersten 3 NDVMs mit diesem Team: Das große Ganze geriet zu keiner Zeit aus dem Blickfeld. Einer der ersten 5 Plätze berechtigt zur Teilnahme an der DVM, das sollte erreicht werden.

In Runde 5 wurden wir mit 5:3 gegen Makkabi Rostock gelost. Alihan spielte wieder und dominierte seinen Gegner. Doch dann wurde Alihan übermütig und übersah ein Matt in 1 gegen sich – und der Gegner auch. 1:0 für uns. Mathis gewann ebenfalls und so lag es an Kevin und Valentin, die beide besser standen, doch über ein Remis nicht hinaus kamen: 3:1 gegen Setzplatz 9: Solide.

Auch ohne Swiss‑Chess konnte ich nun ausrechnen, dass es nun, in Runde 6, an Tisch 1 gegen den Hamburger SK gehen würde. Die Vorbereitung startete früh und so waren alle prima eingestellt.

Die Stellungen an allen vier Brettern waren hervorragend: Mathis hatte Materialvorteil, Kevin positionellen Vorteil, Valentin eine Qualität mehr und Alihan einen Bauern. Doch Alihan verlor und die anderen drei konnten ihre Vorteile nicht zum Sieg ausbauen, sondern »nur« drei Remisen holen. 1,5:2,5 gegen Setzplatz 1. 7:5 Punkte, nach Runde 6, Platz 7, das war okay.

Und warum das okay war, konnte man sich ausrechnen: Setzplatz 1, 2, 3, 7 und 9 waren bislang unsere Gegner. Die ganzen oberen Mannschaften kamen für uns nicht mehr infrage und so wurden unsere direkten Konkurrenten gegen sie gelost. Und das bedeutete: Am Schluss wartete ein weniger starker Gegner auf unser Team, und das total verdient. Der Delmenhorster SK (Setzplatz 11) wurde mit 3,5:0,5 vielleicht etwas zu deutlich besiegt (aber dennoch klar). Und so warteten wir diesmal auf die Ergebnisse der anderen: Und nacheinander verloren drei Teams vor uns in der Tabelle und es stand fest: Quali geschafft. 4. Platz, sehr schön!

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Die Freude war groß und doch nicht überschwänglich. Dieses Ergebnis ist keine Überraschung und auch kein Zufall. Es war das Ergebnis einer konzentrierten, überzeugenden kämpferischen Leistung. Alle hielten sich an die wichtigen Grundregeln: rechtzeitig schlafen gehen, genügend essen und trinken (bei 30 Grad und mehr!) und agierten mit großem Kampfgeist. Und es ist auch das Ergebnis der guten Betreuung: Ab Freitag konnten wir uns mit 4 Betreuern um alle notwendigen Dinge und um viele »Kleinigkeiten« kümmern, vielen Dank an Shumon, Markus und Bastian! Hinzu kommt: Geteilte Freude ist doppelte Freude. Umso zufriedener konnten wir am Sonntag um 14:00 Uhr zur Siegerehrung gehen, die – wie das ganze Turnier – von Michael Zeuner und seinem Team flott und gewohnt souverän durchgeführt wurde.

Am Ende nur nach Buchholz waren in diesem Jahr »die Lütten« nicht zur DVM qualifiziert. Der 6. Platz bedeutet so oder so eine fantastische Leistung und mit etwas Glück können sie ja nachrücken. Auf jeden Fall heißt es, dass die jüngere Generation sehr große Fortschritte gemacht hat bei Baldur am Montag und bei ihren Mentoren. Dazu kann man nur gratulieren! Gratulieren kann man auch dem HSK, dem Historisches gelungen ist: der Doppelsieg in Magdeburg. Sowohl die U12 als auch die U14 errangen den Titel!

Ausgestattet mit dem ersehnten Ticket zur DVM nach Düsseldorf, ausgerichtet vom Düsseldorfer SK, konnten wir uns nach der Siegerehrung auf den Rückweg machen. Mit insgesamt 14 Leuten aus unserem Verein (eine ziemliche Meute) hatten wir unser Gepäck schon mit zum Spielort genommen, was für uns und für alle anderen die Lage in dem Gepäckraum der Herberge entspannt hat.

Pünktlich um 15:03 Uhr startete der Zug, der erstaunlich leer war, ebenso entspannt erreichten wir den Anschluss in Uelzen. Im Zug wurde Pferdequartett gespielt und Soundquartett, Mokern (it’s new) wurde uns auch beigebracht. So verging die Zeit wie im Fluge und wir waren um 18:03 Uhr wieder in Hamburg. Dort erwarteten uns einige Eltern, die uns freudig empfangen haben.

Dann auf ein Neues bei der DVM U14 zu Weihnachten!

(Shumon Akram und Boris Bruhn)

Quelle: Landesschachverband Sachsen‑Anhalt
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/16nvm.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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