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Chronik: Archiv
Freitag, 24. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 3 · Stadtliga A 2016
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 2 5 4 6 5 44,5 17
2. Hamburger SK 5 4 5 5 6 44,5 15
3. Hamburger SK 6 3 4 4 5 5 4 41,5 13
4. Königsspringer Hamburg 3 4 4 3 36,0 10
5. FC St. Pauli 4 3 4 5 36,0 9
6. TV Fischbek 2 4 5 35,0 9
7. SV Eidelstedt 3 3 5 4 6 36,0 7
8. SK Union‑Eimsbüttel 2 3 3 3 2 31,5 4
9. Pinneberger SC 2 4 3 4 5 29,0 4
10. Langenhorner Schachfreunde 2 6 3 26,0 2
↑
↓
Spieler
KSH
3
Mannschaftsführer:
Marco Hanssen
A H A H A A H A H
STP
4
LGH
 
HSK
5
HSK
6
SKJ
2
FBK
 
UNE
2
PIN
 
SVE
 
21 Wiltafsky, Thomas ½ ½ ½ 0 1 0 1 ½ 0
22 Möhrmann, Marcus 1   0   0 0 ½ 1 0
23 Lohse, Marc 1 0 1 1 ½   1 1
24 Knops, Peter 1 1 0 1 0 1   ½  
25 Hort, Max   1 0 1 ½     ½
26 Melde, Christian 0 0     ½ ½ 1 1 0
27 Hanssen, Marco 1 0 0 ½ ½   0 1 0
28 Frontzek, Björn 1 1 0   1 1 ½    
33 Akram, Shumon   1   ½     ½    
35 Samm, Bastian     0            
36 Seemann, Hans‑Siegfried       0     ½    
37 Gette, Viktor       0          
41 Saß, Andreas 1               ½
42 Steinfeldt, Henry             ½ ½ +
47 Kipke, Kevin           0      
63 Bierwald, Martin           0      
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↓
1. Runde
19.01.2016 FC St. Pauli 4 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Clubheim des FC St. Pauli, Harald‑Stender‑Platz 1, 20359 Hamburg

1 Thomas Wolloner Thomas Wiltafsky ½ : ½
2 Jörg Bathke Marcus Möhrmann 0 : 1
3 Christian Ziller Marc Lohse 0 : 1
4 Bernd Kessler Peter Knops 0 : 1
5 Heinz‑Werner Szudra Christian Melde 1 : 0
6 Marco Biemann Marco Hanssen 0 : 1
7 Jukka Fehr Björn Frontzek 0 : 1
8 Tera Siregar Andreas Saß 0 : 1

14.01.2016 Pinneberger SC TV Fischbek :
22.01.2016 SV Eidelstedt SK Union‑Eimsbüttel 2 :
15.01.2016 Langenhorner Schachfreunde SK Johanneum Eppendorf 2 :
22.01.2016 Hamburger SK 5 Hamburger SK 6 4 : 4

Ein Saisonauftakt nach Maß

Bisher bin ich noch nie in der Stadtliga als Stammspieler gemeldet gewesen, geschweige denn als Mannschaftsführer. Insofern war der Kampf gestern für mich auch eine Premiere.

Bei St. Pauli zu spielen ist immer nett, wenn man die gelegentlich laute Geräuschkulisse vernachlässigt. Unsere Gegner mussten auf ihr fünftes Brett wegen eines Einsatzes in der Landesliga verzichten. Auch das erste Brett von St. Pauli war nicht dabei, sodass wir nominell nicht viel schlechter aufgestellt war. Das lag auch daran, dass sich Andreas bereit erklärt hat, als Ersatzmann einzuspringen. Vielen Dank nochmal für Deinen Einsatz.

Nach einer Stunde sah keine unserer Stellungen kritisch aus. An drei Brettern kam Französisch aufs Brett. Je einmal Königsindischer Angriff, Abtausch und Tarrasch, was in einem Gambit mündete. Genauere Infos kann sicherlich Björn geben. Thomas spielte Maroczy Aufbau und alles sah im Lot aus, Marcus hatte mehr Raum, Marc einen Bauern mehr. Bei Peter blickte ich nicht so recht durch. Christian und Björn hatten je einen Bauern weniger, aber gutes Spiel dafür. Ich stand etwas gedrückt und auch Andreas stand etwas komisch.

Nach einer weiteren Stunde bot sich mir ein erfreuliches Bild. Marcus war weiterhin am Drücker und vermeldete den ersten Punkt. Sein Gegner hat wohl einfach eine Figur eingestellt. Peter hatte eine glatte Figur mehr, da sich der Gegner bei einer Variante verrechnet hatte. Darüber hinaus konnte Peter auch noch die Damen und eine weitere Leichtfigur tauschen. Etwa fünf Züge später führten wir 2:0. Wie sah es beim Rest aus? Marc hatte immer noch einen Bauern mehr, Thomas bekam Raumvorteil, Andreas schien sich zu befreien, Christian hatte weiterhin Angriff, Björn den Bauern zurückgewonnen und totale Aktivität on top, ich weiterhin unter Druck.

Nach etwa 3 Stunden konnte Marc ebenfalls gewinnen und Thomas nutzte die Gelegenheit, in wohl leicht besserer Stellung remis zu bieten, was auch angenommen wurde. Beim Stand von 3,5:0,5 und der superguten Stellung von Björn zeichnete sich der Sieg bereits ab. Ich entschied mich dafür, einen Bauern zu geben und wollte meinem Gegner bei beiderseitig knapp werdender Bedenkzeit in einem komplizierten Endspiel alles abverlangen. Bei Christian wurde die Stellung zunehmend taktischer und ich verlor mehrfach komplett den Überblick, wer eigentlich besser steht. Andreas hatte remis geboten, was abgelehnt werden musste. Daraufhin hatte er sich Stück für Stück aus der passiven Stellung befreit und drohte nun selbst etwas. Nun war er es, der das Remisangebot ablehnte.

Leider verlor Christian bald darauf die Partie, aber wie bereits erwähnt, es war hochtaktisch und da kann man mal daneben greifen. Immer noch alles im Lot. Björn fing an, mit seinen Freibauern am Damenflügel loszumarschieren und es war nicht zu sehen, was der Gegner tun konnte. Nach einer weiteren Ungenauigkeit des Gegners wickelte Björn elegant ab, indem er alle verbleibenden Figuren tauschen konnte. Da der gegnerische König nicht im Quadrat des a‑Bauern war, war der Mannschaftskampf gewonnen. Einige Züge später war hier Ende. Auch bei Andreas war Ende, wie allerdings, habe ich leider nicht mitbekommen. Jedenfalls hatte Andreas gewonnen. Mein Gegner hatte bei knapper Bedenkzeit einen Generalabtausch angestrebt um das verbleibende Springerendspiel mit Mehrbauern für sich zu entscheiden. Objektiv ist das Endspiel sicherlich gewonnen für ihn, aber Springer sind trickreiche Figuren. Mit 6 Minuten für 10 Züge griff mein Gegner fatal fehl, was sofort zu einem gewonnenen Bauerendspiel für mich führte. Nach dem vierzigsten Zug ließ sich mein Gegner das nicht mehr zeigen.

Der Endstand von 6,5:1,5 ist sicherlich 1–2 Punkte zu hoch ausgefallen, so war z. B. mein voller Punkt mindestens ein halber zuviel. Was bleibt? Das Training bei Jule scheint allen gut zu bekommen, so hat die Trainingsgruppe 4/4 beigesteuert und damit einen Mannschaftspunkt alleine geholt. Das anschließende Bier schmeckte allen dann, aufgrund des hohen und in dieser Form nicht erwarteten Sieges, besonders gut.

Ich freue mich schon auf unsere Heimpremiere gegen Langenhorn, bei der wir dann durch Shumon verstärkt werden.

(Marco Hanssen)

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2. Runde
29.01.2016 Königsspringer Hamburg 3 Langenhorner Schachfreunde :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Gerhard Friedlieb ½ : ½
2 Marc Lohse Ulrich Thießen 0 : 1
3 Peter Knops Gerhard Schröder 1 : 0
4 Max Hort Michael Weithart 1 : 0
5 Christian Melde Thomas Becker 0 : 1
6 Marco Hanssen Joachim Melchert 0 : 1
7 Björn Frontzek Uwe Neumann 1 : 0
8 Shumon Akram Rolf Marquardt 1 : 0

29.01.2016 TV Fischbek Hamburger SK 6 :
05.02.2016 SK Johanneum Eppendorf 2 Hamburger SK 5 :
04.02.2016 SK Union‑Eimsbüttel 2 FC St. Pauli 4 :
28.01.2016 Pinneberger SC SV Eidelstedt 4 : 4

Glücklicher Sieg gegen Langenhorn

Zur zweiten Runde hatten wir Heimpremiere gegen Langenhorn. Nach dem hohen Sieg gegen St. Pauli in der ersten Runde wollten wir unbedingt nachlegen. Marcus war für diese Runde gesperrt, dafür wurden wir von Shumon verstärkt.

In den ersten zwei Stunden passierte wenig auf den Brettern, lediglich Peter stand etwas hinten drin. Das Material konnte noch zusammengehalten werden, allerdings nur in passiver Stellung. Ich selbst hatte einen Bauern gegeben, um etwas Spiel zu erhalten. Konkret konnte ich aber nicht viel für den Bauern vorweisen. Max und Christian hatten angenehmen Stellungen erreicht und auch bei Björn war ordentlich was los auf dem Brett.

So gegen zehn Uhr gab es die ersten Ergebnisse. Björn hatte eine Qualität für einen Bauern gegeben und es sah so aus, als ob er jederzeit etwas zurückgewinnen könnte. Kurze Zeit später hatte er den ganzen Punkt eingefahren, auch Peters Partie war beendet. Zu meiner Überraschung mit einem Sieg für Peter. Sein Gegner hat wohl einfach eine Figur eingestellt.

Zwei zu Null Führung und noch einiges los auf den Brettern. Thomas hatte eine Qualität gegeben und stand meiner Ansicht nach bedenklich. Noch hielt die Stellung, aber es war mir nicht klar, wie es hier weitergehen sollte. Marc war in einen starken Angriff geraten und es sah nicht so aus, als ob er den Angriff überleben würde. Christian hatte die Möglichkeit, einfach einen Bauern zu gewinnen, entschied sich aber für einen anderen Weg. Ich selbst habe inzwischen nichts für den Bauern und muss mir etwas einfallen lassen. Einzig Max steht richtig gut mit inzwischen 2 Mehrbauern. Bei Shumon ist die Stellung geschlossen und es riecht nach Punkteteilung.

In der vierten Stunde kippen die Stellungen. Christian verliert und auch Marc kann seine Stellung nicht halten. Ich wittere gerade so etwas wie Morgenluft, als bei meinem Gegner in der Stellung leider alles einen Zug schneller geht, als bei mir. Mein Gegner gewinnt letztendlich verdient und bringt auf einmal Langenhorn mit 3 zu 2 in Führung. Hier habe ich wenig Hoffnung auf Punkte. Thomas hat immer noch eine Qualität weniger und auch Shumon kommt nicht voran, aber vielleicht können wir noch auf ein 4 zu 4 kommen.

Als ich bei der Analyse meiner Partie sitze, kommt Thomas dazu und erzählt, dass er remis gespielt hat. Sehr erfreulich, da ich hiermit nicht gerechnet habe. Immerhin 2,5 zu 3,5 und es ist noch nichts verloren. Shumon fragt, ob er remis machen darf. Das muss ich verneinen, da Max in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel gelandet ist und die Zeit bei ihm knapp wird. Das Läuferendspiel sieht gewonnen aus, aber sicher bin ich mir nicht. Shumon spielt erst einmal weiter.

Als er erneut auf mich zuzkommt und fragt, da er eine wichtige Entscheidung zu treffen hat, lehne ich erneut ab. Ich denke, dass wir vielleicht verlieren, wenn er annimmt. Shumon opfert daraufhin eine Qualität für einen Bauern. Nach langem Überlegen lehnt der Gegner ab und auf einmal steht Shumon klar auf Gewinn. Max behält bei knapp werdender Zeit die Übersicht, tauscht günstig auf dem Königsflügel und setzt seinen a‑Bauern in Bewegung.

Um viertel vor zwölf steht bei Shumon die Eins und wir gleichen aus. Sein Freibauer wäre nur noch mittels eines Turmopfers aufzuhalten gewesen. Der Gegner versucht es stattdessen mit einigen Schachgeboten und gibt dann auf.

Es spielt nur noch Max und er behält weiterhin die Übersicht und Ruhe. Mit a‑ und f‑Bauern marschiert er weiter voran. Als um kurz vor zwölf eine kleine Taktik geht, wird der a‑Bauer unter Opfer des Läufers durchgebracht. Es werden, aufgrund der geringen Restzeit bei Max, noch einige Züge gespielt. Einen Zug vorm Matt endet auch diese Partie.

Was bleibt? Ein letztendlich glücklicher Sieg gegen Langenhorn, der uns in der Tabelle noch oben bringt. Gut, dass wir jetzt bereits 4 Punkte auf dem Konto haben. Die nächsten beiden Runden geht es gegen den HSK und ab jetzt wird die Ersatzspielersituation uns noch Probleme bereiten. Realistisch müssen wir nur 2–3 Punkte holen, um sicher die Klasse zu halten. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen wird.

(Marco Hanssen)

↑
↓
3. Runde
19.02.2016 Hamburger SK 5 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Daniel Grötzbach Thomas Wiltafsky ½ : ½
2 Hans‑Jörg Jantzen Marcus Möhrmann 1 : 0
3 Martin Sechting Marc Lohse 0 : 1
4 Michael Elbracht Peter Knops 1 : 0
5 Johann Sander Max Hort 1 : 0
6 Simon Demel Marco Hanssen 1 : 0
7 Henning Holinka Björn Frontzek 1 : 0
8 Lennart Meyling Bastian Samm 1 : 0

12.02.2016 SV Eidelstedt TV Fischbek :
09.02.2016 FC St. Pauli 4 Pinneberger SC 5 : 3
12.02.2016 Langenhorner Schachfreunde SK Union‑Eimsbüttel 2 6 : 2
16.02.2016 Hamburger SK 6 SK Johanneum Eppendorf 2 3 : 5

Klatsche beim HSK

Zur dritten Runde ging es zum HSK. Da wir bis auf Christian vollzählig waren und zudem durch Basti verstärkt wurden, rechnete ich mir durchaus Chancen aus. Zumal der HSK auf sein Spitzenbrett verzichten musste. Da alle anderen Spieler anwesend waren, hatte der HSK leichte DWZ‑Vorteile. Hier sah, trotz der leichten Vorteile beim HSK, alles nach einem spannenden Kampf aus.

Das Ergebnis zeigt, wie man sich irren kann. Die ersten Ergebnisse standen bereits um halb neun fest. Björn hatte eine optisch ansehnliche Stellung. Leider stelle er quasi einzügig eine Figur ein. Ärgerlich, da er sicherlich nicht schlechter stand. Thomas machte kurz darauf remis. Hier habe ich wenig von der Stellung mitbekommen, insofern mag das Remis in Ordnung gehen.

Wie sahen die anderen Stellungen aus zu dieser Zeit aus? Max stand angenehm und drohte, die Stellung zu öffnen. Ich selbst stand keinesfalls schlechter, allerdings waren bei uns auch erst 8 Züge gespielt. Basti hatte gegen Lennart eine seltsame Stellung erreicht, stand aber meiner Meinung nach auch nicht schlechter. Die Stellung von Peter habe ich nicht verstanden, hier stand nach meiner Ansicht niemand gut. Marc hatte leichten Angriff und auch Marcus hatte Spiel am Damenflügel.

Nach einer weiteren Stunde sah es bereits düster aus. Peter verteidigte sich in einem Figurenendspiel mit Minusbauer. Hier war maximal ein halber Punkt zu holen. Marc spielte weiterhin nach vorn und der ganze Punkt war möglich. Auch Marcus hatte eine aussichtsreiche Stellung auf dem Brett. Zwischenzeitlich sah es so aus, als ob er einen Bauern gewinnen würde. Basti hatte leider einen vergifteten Bauern im Zentrum geschlagen. Zwar konnte er noch einen weiteren Bauern gewinnen, allerdings würde das Manöver seinen Springer kosten. Kurze Zeit später lagen wir 0,5 zu 2,5 hinten.

Ich hatte in einer komplizierten Abwicklung eine Qualität gegeben, um dafür 2 Bauern zu erhalten und fühlte mich recht wohl in der Stellung. In der häuslichen Analyse hat mir die Engine auch gleich gezeigt, wie man 3 Bauern und eine klare Gewinnstellung für die Qualität erhält. Bei Peter war nicht mehr viel zu retten und auch er musste aufgeben. Max hat leider einen taktischen Gegenschlag im Zentrum übersehen, welcher mindestens einen Bauern kostet, vielleicht 2. Die Stellung von Marcus wurde zusehens unübersichtlich für mich und es war mir nicht mehr klar, wer besser stand. Lediglich bei Marc sah es gut aus. Die Schwerfiguren waren vom Brett verschwunden und dabei konnte Marc einen Bauern mitnehmen. Da er außerdem auch noch aktiver stand, sollte es hier für den ganzen Punkt reichen.

Gegen 23:00 Uhr hatte Marc dann auch den Punkt eingefahren, etwa zeitgleich hatte Max seine Partie aufgeben müssen. Am Ende waren doch 2 Bauern weg und Max hatte keinerlei Kompensation. Meinem Gegner war es gelungen, einen Bauern zurückzugewinnen und in ein Endspiel mit Turm + 3 Bauern gegen Läufer + 4 Bauern abzuwickeln. Dieses Endspiel ist immer noch für beide Seiten schwierig zu spielen. Aber hier muss ich meinem Gegner Respekt zollen. Er hat die Sache meiner Meinung nach sehr präzise gespielt und somit am Ende verdient gewonnen.

Es spielte also nur noch Marcus, allerdings sah ich hier ein Bauernendspiel, welches beim korrekten Zug des Gegners direkt verloren ist. Nach einigem Überlegen machte der Gegner den Gewinnzug und besiegelte die 1,5 zu 6,5 Niederlage.

Tja, während gegen St. Pauli alle knappen Partien in unsere Richtung kippten, war es dieses Mal umgekehrt. Der HSK hat verdient gewonnen, allerdings nicht in dieser Höhe. Die Niederlage ist abgehakt, ab jetzt richtet sich der Blick nach vorn.

(Marco Hanssen)

↑
↓
4. Runde
26.02.2016 Königsspringer Hamburg 3 Hamburger SK 6 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Claus Czeremin 0 : 1
2 Marc Lohse Kevin Weidmann 1 : 0
3 Peter Knops Lars Janzen 1 : 0
4 Max Hort Hans‑Jürgen Schulz 1 : 0
5 Marco Hanssen Frank Palm ½ : ½
6 Shumon Akram Afsin Toparlak ½ : ½
7 Hans‑Siegfried Seemann Marc‑Michael Homm 0 : 1
8 Viktor Gette Robert Engel 0 : 1

04.03.2016 TV Fischbek SK Johanneum Eppendorf 2 2 : 6
25.02.2016 SK Union‑Eimsbüttel 2 Hamburger SK 5 3 : 5
03.03.2016 Pinneberger SC Langenhorner Schachfreunde 5 : 3
04.03.2016 SV Eidelstedt FC St. Pauli 4 :

Langer Kampf mit glücklichem Ausgang

Zur vierten Runde ging es erneut gegen den HSK. Da wir einige Ausfälle für diese Runde zu beklagen hatten, war ich froh, überhaupt ein anständiges Team an den Start zu bekommen. An dieser Stelle nochmals mein Dank an Viktor, Siggi und Shumon für Ihren Einsatz.

Um kurz nach 19:00 Uhr tickten die Uhren, nur der Gegner von Shumon war noch nicht am Start. So gegen 20:00 Uhr habe ich erstmals einen Blick auf die Stellungen geworfen. Viktor schien grade eben eine Qualität eingebüßt zu haben. Bei Siggi war noch nicht viel passiert, Shumons Gegner war vor 10 Minuten erst eingetroffen und spielte die ersten Züge im c3 Siz schnell runter. Bei mir kam Französisch Rubinstein aufs Brett. Max spielte Schottisch, wenn ich mich recht entsinne und konnte bereits eine angenehme Stellung vorweisen. Peter schien mir ebenfalls gut aus der Eröffnung zu kommen. Marc verbrauchte wenig Zeit und stand keinesfalls schlechter und auch bei Thomas sah ich noch nichts weiter Auffälliges.

Gegen 21:00 Uhr mussten wir bereits mit zwei Niederlagen rechnen. Bei Viktor wurde aus der Qualität weniger mindestens eine ganze Figur. Auch bei Siggi sah es so aus, also ob er eine Figur verloren hätte. Hier gingen unsere Gegner leider mit 2 zu 0 in Führung, was angesichts des deutlichen DWZ‑Vorteils aber in Ordnung ging.

Shumon hatte ein Remisangebot erhalten, welches zu diesem Zeitpunkt abgelehnt werden musste. Bei mir entwickelte sich eine recht harmlose Partie. Nachdem mein Gegner mit dem Manöver Sg5, Se4 eine Abtausch auf e4 forcierte, blieb wenig Material für einen Königsangriff. Nach Turmverdopplungen auf der d‑Linie und einem weiteren Generalabtausch bot ich im ausgeglichenem Damenendspiel remis, was angenommen wurde. Es scheint, als sei mein recht harmloser Aufbau die richtige Wahl gegen meinen Gegner gewesen. Ohne große Gewinnambitionen einfach alles abtauschen. Max hatte immer noch die angenehmere Stellung und zudem einen Bauern gewonnen, allerdings hatte sich die Stellung von Peter gedreht. Er stand sehr hinten drin, allerdings waren die Damen vom Brett verschwunden, mal sehen, was hier noch geht. Marc hatte mittlerweile die angenehmer zu spielende Stellung mit Druck gegen den rückständigen c‑Bauern des Gegner. Zudem hatte er die deutlich bessere Zeit. Thomas hatte die schlechtere Zeit, aber auch einen Bauern gewonnen und zudem das Läuferpaar. Das sah alles recht ordentlich aus.

Als ich nochmals die Runde machet, bekam Shumon von mir das Okay für ein Remis. Ich wollte nicht, dass er wieder Harakiri spielen muss, um noch etwas zu erreichen. Er selbst sagte, dass er jetzt wohl das Remis erhalten würde, später könnte es schwierig werden. Kurzum, auch hier wurde Frieden geschlossen und wir lagen 1 zu 3 zurück, allerdings mit 3 guten und einer schlechten Stellung.Gegen kurz nach 22:00 Uhr sah ich, dass die Stellung von Max sich zusehends verbesserte. Er konnte in ein Schwerfigurenendspiel mit 2 Mehrbauern abwickeln und das, ohne Zugeständnisse machen zu müssen. Sein Gegner hätte wohl zwischenzeitlich einen Bauern zurückgewinnen können, tat es aber nicht. Kurze Zeit später hatte Max den vollen Punkt eingefahren, da sein Gegner sich das Endspiel nicht mehr zeigen lassen wollte. Bei Thomas muss etwas schief gelaufen sein, plötzlich war der Mehrbauer futsch und auch die Dame gegen das Läuferpaar. Laut eigener Aussage hatte sich Thomas in einer Variante verrechnet und stand nun total auf Verlust. Hier habe ich mich ziemlich geärgert, weil ich nun davon ausging, dass wir den Kampf verlieren würden.

Kurz darauf musste Thomas die Segel streichen. Daraufhin bin ich zu Peter gegangen und habe ihm Remisverbot erteilt. Marc hatte seine Partie etwas glücklich am Ende gewinnen können. Gerade, als er seinem Gegner durch einige kleine Ungenauigkeiten wieder Chancen bot, griff dieser fehl und nahm einen vergifteten Bauern mit, was die ganze Figur kostete.

Immerhin, es stand 3 zu 4 und wir hatten noch Hoffnung, zumindest ein wenig. Peter verteidigte sich, meiner Meinung nach, bestmöglich in dieser Situation. Sein Gegner hatte die c‑Linie in Besitz genommen und drohte damit, sich am Damenflügel einen Freibauern zu bilden. Peter bot seinen a‑Bauern an, um einen Durchbruch am Königsflügel zu inszenieren. Sicherlich kann man sich als Weißspieler hier besser verteidigen, allerdings ist es schwierig, nachdem man 3 Stunden den Gegner am Rande einer Niederlage hatte, in den Remismodus zu wechseln. Denn objektiv hatte Peter über weite Strecken nichtmal das Remis sicher. Nun, der a‑Bauer wurde mit Verspätung geschlagen, und Peters Königsflügel kam ins Rollen. Selbst ein Läuferopfer konnte den Bauernvormarsch nicht stoppen, sodass wir um kurz vor 0:00 Uhr das 4 zu 4 sicher hatten.

Eine Superleistung von Peter, der hier einfach mal ein Einzellob verdient hat. Ohne seinen Kampfgeist wäre hier nichts zu holen gewesen. Es stehen zur »Halbzeit« 5:3 Punkte auf unserem Konto. Ich denke, dass wir noch 2 weitere Punkte brauchen, um sicher die Klasse zu halten. Das sollte in 5 Runden locker möglich sein. Weiter geht es im April, dann gehen wir wieder auf Punktejagd.

(Marco Hanssen)

↑
↓
5. Runde
08.04.2016 SK Johanneum Eppendorf 2 Königsspringer Hamburg 3 4 : 4
19:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Peter Wirthgen Thomas Wiltafsky 0 : 1
2 Andrej Zobel Marcus Möhrmann 1 : 0
3 Michael Jürgensen Marc Lohse ½ : ½
4 Mika Seidel Peter Knops 1 : 0
5 Carsten Israel Max Hort ½ : ½
6 Thomas Schiller Christian Melde ½ : ½
7 Viktor Kurbangulov Marco Hanssen ½ : ½
8 Matthias Biermann‑Ratjen Björn Frontzek 0 : 1

29.03.2016 FC St. Pauli 4 TV Fischbek 4 : 4
01.04.2016 Langenhorner Schachfreunde SV Eidelstedt 2 : 6
08.04.2016 Hamburger SK 5 Pinneberger SC 6 : 2
05.04.2016 Hamburger SK 6 SK Union‑Eimsbüttel 2 5 : 3

Spannung bis zuletzt beim SKJE

Nach der etwa längeren Pause im März ging es für uns in der fünften Runde zum bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter, dem SKJE. Um diesen Kampf möglichst ausgeglichen gestalten zu können, spielten wir das erste Mal dieses Jahr mit den Brettern 1 bis 8, währen der SKJE auf sein Spitzenbrett verzichten musste. Da außerdem noch der eine oder andere bei unseren Gastgebern nicht spielen konnte, war es vom DWZ‑Schnitt her eine knappe Sache.

Kurz vor 19:00 Uhr fehlten lediglich die Herren an Brett eins. Es gab eine nette Begrüßung durch Isi, der laut eigener Aussage immer gerne gegen uns spielt, da es immer knappe und spannende Kämpfe werden. Er sollte auch dieses Mal recht behalten. Nach der Ansage ging es los und es passierte in der ersten Stunde nicht viel von Bedeutung. Ich konnte einen Bauern gewinnen, aber auf allen anderen Bretten war nicht viel passiert.

Als ich nach etwa 2 Stunden meine nächste Runde machte, habe ich leider weniger verstanden, was da auf den Brettern so passierte, als mir lieb sein kann. Thomas hatte ein Doppelläuferendspiel mit 5–6 Bauern, wobei er wohl leicht aktiver stand. Marcus’ Stellung war für mich nicht einzuschätzen, ebenso wie die Stellungen von Christian und Peter. Bei Marc sah es hier schon nach einer friedlichen Punkteteilung aus. Björn stand etwas gedrückt, schien sich aber befreien zu können. Max hatte meiner Meinung nach das angenehmere Spiel und immer auch ein wenig Druck. Bei mir gab es nichts Neues. Immer noch einen Bauern mehr, aber alles nicht so einfach.

Gegen 22:00 Uhr gab es erste Tendenzen. Thomas konnte einen Läufer tauschen und einen Bauern mehr wegnehmen, als sein Gegner. Das verbleibende gleichfarbige Läuferendspiel mit 3 gegen 2 Bauern und der richtigen Farbe des Umwandlungsfeldes des Randbauern machten Hoffnung. Marcus hatte eine Qualität mehr, aber sein Gegner den starken Angriff. Marc hatte sich gerade auf remis geeinigt. Christians Stellung sah mir noch nicht verdächtig, aber schwierig zu spielen aus. Max hatte einen Bauern mehr, aber der Mehrbauer war ein Doppelbauer und Isi hatte Druck auf die Stellung von Max dafür. Peter hatte leider irgendwo eine Figur eingestellt, spielte aber noch. Ich habe meinen Vorteil aus der Hand gegeben mit einem zu frühen aktiv aussehenden Zug, Prophylaxe wäre hier korrekt gewesen. Nachdem mein Bauer auf a2 geschlagen wurde und ich wegen Matt nicht auf b7 nehmen konnte, bot mir mein Gegner in komplett ausgeglichener Stellung remis, was ich annahm.

Etwa um 22:30 Uhr sah es wie folgt aus: Peter wird gleich verlieren, Thomas kann wohl gewinnen. Marcus hatte eine völlig unklare Stellung, ebenso wie Christian. Max hat immer noch den Mehrbauern und Björn die Qualität gewonnen. Einige Minuten später gab Peter auf, sodass wir 1 zu 2 hinten lagen. Björn entschied sich, die Qualität gegen den sehr aktiven gegnerischen Läufer zurückzugeben und einen Bauern dabei zu gewinnen. Im entstandenen Figurenendspiel mit Mehrbauern ging es nur darum, ob Björn gewinnt oder es doch remis ist. In akuter beidseitiger Zeitnot bot Max remis an. Er hatte zwar 1–2 Bauern mehr, allerding stand sein König arg gefährdet. Ich meine auch, dass Isi einfach einen Bauern direkt abholen kann und dann weiterhin Druck hat. Das Remis geht völlig in Ordnung.

Kurz nach 23:00 Uhr hat Björn gewonnen und beschert uns den zwischenzeitlichen Ausgleich, aber Marcus hat etwas eingestellt und gibt bald darauf auf. Wieder sind wir 2,5 zu 3,5 hinten. Christian gerät unter Druck, muss wohl einen Bauern geben. Aber er droht hier und da Matt oder Dauerschach, so macht er es dem Gegner nicht einfach, zu gewinnen. Thomas hat inzwischen einen Bauern getauscht und läuft nun mit a‑ und b‑Bauern los. Der Zentrumsbauer des Gegners kann immer durch ein Läuferopfer aufgehalten werden, während das Rückopfer des Gegners nicht reicht, da Thomas’ König bereits auf c7 steht. Kurz vor Ablauf der Zeit gleicht Thomas aus.

Es ist nach halb zwölf und alle stehen um Christians Brett. Sein Gegner hat die Matt‑ und Dauerschachideen durch einen Damentausch unterbunden. Jetzt ist ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit 3 gegen 4 Bauen entstanden. Christian spielt das für mein Verständnis aggressiv und gut. Er droht, sich selbst einen Freibauern zu bilden. Will sein Gegner das verhindern, ist er zur Passivität verdammt. Sein Gegner entscheidet sich für einen aktiven Weg. Er verteidigt den Bauern nicht und geht selbst zum Angriff über. Sein Gegner hat 2 gegen 1 Bauern am Damenflügel und einen Freibauern auf c6. Dafür hat Christian einen Bauern auf b3. Nach einigem Hin und Her und diversen Drohungen steht Christian wieder etwas passiv, aber das scheint zu gehen. Lediglich der Übergang ins Damenendspiel scheint für seinen Gegner vorteilhaft zu sein. Als beide Spieler unter 5 Minuten Restzeit haben, kommt das Remisgebot. Christian darf gerne annehmen, was er tut und uns somit den Mannschaftspunkt sichert.

Die Ansage vorm Kampf hat sich bewahrheitet, SJKE gegen KSH ist immer spannend und immer knapp. Abschließend möchte ich mich noch für die angenehme Atmosphäre bei unseren Gastgebern bedanken und natürlich bei meinem gesamten Team für die tolle kämpferische Leistung.

(Marco Hanssen)

↑
↓
6. Runde
22.04.2016 TV Fischbek Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Christoph Serrer Thomas Wiltafsky 1 : 0
2 Jakob Kneip Marcus Möhrmann 1 : 0
3 Alexander Schneider Marc Lohse + :
4 Denis Schermer Peter Knops 0 : 1
5 Andreas Wanke Christian Melde ½ : ½
6 Peter Schausten Björn Frontzek 0 : 1
7 Jannis Niemann Kevin Kipke 1 : 0
8 Hubert Kopyto Martin Bierwald 1 : 0

14.04.2016 SK Union‑Eimsbüttel 2 SK Johanneum Eppendorf 2 :
14.04.2016 Pinneberger SC Hamburger SK 6 4 : 4
15.04.2016 SV Eidelstedt Hamburger SK 5 :
12.04.2016 FC St. Pauli 4 Langenhorner Schachfreunde :
↑
↓
7. Runde
29.04.2016 Königsspringer Hamburg 3 SK Union‑Eimsbüttel 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Ralf‑Dieter Urban 1 : 0
2 Marcus Möhrmann Thomas Jung ½ : ½
3 Christian Melde Jörg Nielsen 1 : 0
4 Marco Hanssen Karlheinz Leonardi 0 : 1
5 Björn Frontzek Klaus‑Martin Rehm ½ : ½
6 Shumon Akram Helmut Schönenberg ½ : ½
7 Hans‑Siegfried Seemann Roland Gehn ½ : ½
8 Henry Steinfeldt Jens Göttsche ½ : ½

29.04.2016 Langenhorner Schachfreunde TV Fischbek :
13.05.2016 Hamburger SK 5 FC St. Pauli 4 5 : 3
10.05.2016 Hamburger SK 6 SV Eidelstedt 5 : 3
29.04.2016 SK Johanneum Eppendorf 2 Pinneberger SC :

Das Abstiegsgespenst ist vertrieben

Am 29.04. hatten wir die zweite Mannschaft von Union zu Gast. Gleichzeitig spielte unsere Sechste gegen Langenhorn und auch die U14 Sonderklasse war seit 17:00 Uhr am Start. Daher war es nicht so einfach, ein Team aufzustellen.

Wegen ihres Landesligaeinsatzes konnten Peter und Max nicht mit von der Partie sein und auch Marc musste passen. An dieser Stelle noch einmal gute Besserung.

Als Ersatzspieler konnte wieder einmal Shumon verpflichtet werden; außerdem Henry und recht spontan noch Siggi.

Union stellte mit ihren ersten sechs Leuten plus Setzlistennummer 8 und einem Ersatzspieler recht ordentlich auf. Nominell waren wir mit 1857 zu 1910 DWZ also leichter Außenseiter.

Zum Kampfgeschehen gibt es in der ersten Stunde exakt nichts zu berichten. Alle Partien begannen unspektakulär. Nach zwei Stunden konnten erste Tendenzen ausgemacht werden.

Bei Thomas war noch nichts entschieden und bei Marcus wurde viel abgetauscht. In Christians Partie sah es so aus, als ob sein Gegner leichte Initiative besäße.

Auch bei mir war noch nicht viel passiert. Björn stand meiner Meinung nach nicht schlechter und auch bei Shumon war noch alles im Lot.

Siggi hatte den Bauern auf a7 verloren, hier sah es nicht gut aus. Bei Henry wurden fleißig Figuren hin und her gezogen, aber auch hier war es für eine Prognose zu früh.

In der dritten Stunde tat sich einiges. Björn tauschte weiter Figuren und steuerte auf ein Remis zu. Auch bei Shumon sah es danach aus. Die a‑Linie war geöffnet, aber so richtig konnte keiner hieraus einen Vorteil ziehen.

Siggi stand hinten drin und hatte immer noch einen Bauern weniger, aber noch hielt er die Stellung zusammen. Bei Henry sah es nach einer Punkteteilung aus, aber hier wurde auch weiter gekämpft. Christian stand auch jetzt noch nicht richtig gut, aber er drohte, sich einen Freibauern am Damenflügel zu verschaffen. Ich hatte mit ungenauer Spielweise eine passive Stellung erreicht, in der mein Gegner drückte. Marcus hatte eine Bauern mehr, allerdings ein Doppelbauer. Außerdem hatte jeder noch 2 Türme und eine Leichtfigur.

Thomas hatte eine Figur gegen 2–3 Bauern gegeben. Er hatte die Wahl, entweder nimmt er er 2‑mal auf f3 und gibt seinen schönen Läufer auf, bekommt aber sicher 3 Bauern oder er nimmt einen Bauern am Damenflügel weg und der Gegner hat Chancen.

Thomas macht letzteres und spielt erst einmal weiter.

Zur vierten Stunde fielen einige Entscheidungen. Björn machte remis und Shumon wollte auch gern remis anbieten. Meinen Segen hatte er. Der Gegner hatte wohl auch nichts gegen die Punkteteilung einzuwenden und so stand es 1:1.

Henry hatte einen Bauern mehr, aber das Läuferendspiel schien mir nicht gewinnbar zu sein. Dann kam Siggi plötzlich vorbei und trug sein Remis in die Mannschaftskarte ein. Das hat mich sehr angenehm überrascht, da ich mit einer Niederlage gerechnet hatte.

Thomas hatte die Figur zurückbekommen und musste dafür nur einen Bauern geben. Leider stellte er noch einen Bauern ein, aber sein Gegner hat in der Zeitnot die Partie komplett weggestellt. Wir vermelden eine 2,5:1,5 Führung.

Meine Stellung war inzwischen kritisch und ein Bauernverlust nicht zu verhindern. Marcus war im Doppelturmendspiel mit Mehrbauer angekommen und auch Christian startete einen vielversprechenden Gewinnversuch.

Kurz nach 23:00 Uhr konnte Christian gewinnen. Einfach die Figuren abtauschen, die letzte Leichtfigur des Gegners fesseln und mit einem Bauern angreifen, sehr gut. Leider musste ich aufgeben. Mit 2 Bauern weniger versuchte ich noch auf Matt zu spielen, aber mein Gegner passte auf. Er nahm den dritten Bauern und opferte die Qualität. Das entstehende Endspiel war trostlos für mich. Mein Gegner zog seinen c‑Bauern durch und die Partie war um.

3,5 zu 2,5 und zwei leicht bessere Stellungen. Sowohl Henry als auch Marcus bekamen die Erlaubnis, jederzeit remis zu machen. Nach kurzer Zeit bot Henry an, was auch angenommen wurde. Marcus spielte noch bis kurz vor zwölf. Er nahm einen weiteren Bauern weg, was dem Gegner nur noch die Gelegenheit auf Dauerschach bot. Einen Halbzug später war der letzte halbe Punkt unter Dach und Fach.

Wir stehen mit 8:6 Punkten jetzt gut da und können nicht mehr absteigen. Die letzten beiden Runden können wir locker angehen. Die Pflicht ist erfüllt, jetzt kommt die Kür.

An dieser Stelle nochmal einen besonderen Dank an die Ersatzspieler. Ohne Euch hätte ich echte Probleme gehabt.

(Marco Hanssen)

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8. Runde
26.05.2016 Pinneberger SC Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Kirchengemeinde St. Michael, Fahltskamp 16, 25421 Pinneberg

1 Dietrich Hawranke Thomas Wiltafsky ½ : ½
2 Klaus van Riesen Marcus Möhrmann 0 : 1
3 Volker Griwenka Marc Lohse 0 : 1
4 Duy Anh Nguyen Peter Knops ½ : ½
5 Jürgen Hochreiner Max Hort + :
6 Roland Schmidt Christian Melde 0 : 1
7 Rainer Schnelle Marco Hanssen 0 : 1
8 Thomas Iwanow Henry Steinfeldt ½ : ½

03.06.2016 TV Fischbek SK Union‑Eimsbüttel 2 5 : 3
27.05.2016 SV Eidelstedt SK Johanneum Eppendorf 2 3 : 5
31.05.2016 FC St. Pauli 4 Hamburger SK 6 :
27.05.2016 Langenhorner Schachfreunde Hamburger SK 5 :

Keine Niederlage am Brett in Pinneberg

Der letzte Auswärtskampf dieses Jahr führte uns nach Pinneberg, wo wir auf ein etwas ersatzgeschwächtes Team der Gastgeber treffen sollten. Im Vorfeld was es mir leider nicht möglich, noch einen achten Spieler zu finden, da parallel ein Bezirksligateam ebenfalls ein Auswärtsspiel zu bestreiten hatte und das andere Team am Folgetag spielte. Bevor ich nun Spieler mit quasi keiner Gewinnerwartung einsetzen würde, habe ich mich dazu entschieden, das 5. Brett freizulassen. Um etwa 19:30 Uhr waren wir komplett und der Kampf konnte so richtig beginnen.

Nach der ersten Stunde machte ich meine übliche Runde und sah überwiegend Erfreuliches. Thomas spielte einen Maroczy Aufbau, wie nicht das erste Mal diese Saison und auch dieses Mal sah alles okay aus. Bei Marcus wurde ich noch nicht schlau aus der Partie. Marc hatte Raumvorteil und drückte bereits auf die Stellung des Gegners. Bei Peter schien noch alles im Lot zu sein, aber Christian hatte nur einen Turm gegen das Springerpaar und außerdem einen unsicheren König in der Mitte. Ich hatte durch das Evansgambit das Überraschungsmoment auf meiner Seite und leichten Vorteil, da mein Gegner nicht mehr rochieren konnte. Henry stand etwas gedrückt, aber keinesfalls schlechter.

Nach zwei Stunden hatte Thomas bereits die Punkteteilung erreicht. Nach eigener Aussage war heute einfach etwas die Luft raus. Nur Marc stand zu diesem Zeitpunkt wirklich gut da. Mit inzwischen einer Qualität mehr, sah es nach einem klaren Sieg aus, zumal er immer noch Druck hatte. Bei Marcus stand eine von Taktik geprägte Partie an. Er konnte wohl eine Qualität gewinnen, tat dies aber nicht. Dafür hatte er das Läuferpaar und die halboffene g‑Linie, um den gegnerischen König anzugreifen. Peter wolle ebenfalls gerne Remis machen, was von meiner Seite aus okay war. Christian stand meines Erachtens auf Verlust, da sein Gegner zwar die Damen tauschen musste (oder wollte), jetzt aber zum Springerpaar auch noch einen Bauern für den Turm hatte. Ich selbst hatte zwischendrin eine schlechten Zug eingestreut, der mich einen Bauern kostete. Henry stand gedrückt und würde wohl nicht mehr zum entlastenden e5 kommen, zudem hatte er deutlich weniger Zeit.

Nach drei Stunden begannen die Partien zu kippen. Marcus stand druckvoll und spielte auf Gewinn. Marc hatte jetzt eine Qualität und 1–2 Bauern mehr, kurz darauf stand es 2:2, da Peter bereits vorher remisierte. Christian hatte es geschafft, sich einen Freibauern auf der a‑Linie zu schaffen und spielte inzwischen wieder mit. Jetzt war ein Remis hier deutlich wahrscheinlicher als eine Niederlage. Ich selbst hatte alles, was ich noch hatte, nach vorne geworfen und hoffte auf eine Ungenauigkeit meines Gegners. In komplizierter Stellung bot ich meinem Gegner eine Qualität an, dafür würde ich aber einen Bauern und einen starken Läufer auf b2 erhalten, der meinen Freibauern auf g6 unterstützte. Mein Gegner nahm die Qualität nicht an, sondern blockierte die Diagonale a1 – h8. Henry stand, meiner Meinung nach, schon auf Verlust, aber sein Gegner fand den Ausmacher nicht, also immer noch alles möglich hier.

Um kurz vor 23:00 Uhr hatte ich matt gesetzt. Mein Gegenüber konnte zwar noch eine Leichtfigur tauschen, doch mein Turm auf f7 war zu stark. Mit knapp werdender Zeit habe ich sogar einen deutlich stärkeren Zug übersehen und meinem Gegner so die Chance eröffnet, nur mit Qualle und Bauer weniger weiterzuspielen. Letztendlich habe ich glücklich gewonnen, aber danach fragt ja keiner mehr. Kurz darauf bot Henry remis, was überraschenderweise angenommen wurde. Sei es drum, ein weiterer halber Punkt auf unserem Konto. Christian konnte für seine Freibauern eine Springer abholen und kurz darauf hatte auch er gewonnen, und den Mannschaftssieg sichergestellt. Sicherlich hatte auch er etwas Glück, da es lange Zeit nicht mal nach einem halben Punkt aussah.

Zu guter Letzt konnte auch Marcus noch gewinnen, was in der Summe eine viel zu hohe 2,5:5,5‑Niederlage für Pinneberg bedeutete. So gingen wir glücklich und vor allem rechtzeitig auf den Heimweg. Die ca. 2.500 anderen Fahrgäste in der S‑Bahn waren auch zufrieden, anscheinend war das AC/DC‑Konzert spitze.

Die Kür tragen wir in den kommenden Wochen bei uns im Clubheim aus und ich kann jetzt schon sagen, dass es eine gute Saison für uns war.

(Marco Hanssen)

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9. Runde
10.06.2016 Königsspringer Hamburg 3 SV Eidelstedt 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky David Ravina 0 : 1
2 Marcus Möhrmann Carsten Dumjahn 0 : 1
3 Marc Lohse Volker Melde 1 : 0
4 Max Hort Mirko Kurzynsky ½ : ½
5 Christian Melde Jörg Müller 0 : 1
6 Marco Hanssen Jan Stenzel 0 : 1
7 Andreas Saß Lasse Weißhorn ½ : ½
8 Henry Steinfeldt Valentin Krön + :

17.06.2016 Hamburger SK 5 TV Fischbek :
14.06.2016 Hamburger SK 6 Langenhorner Schachfreunde :
10.06.2016 SK Johanneum Eppendorf 2 FC St. Pauli 4 :
09.06.2016 SK Union‑Eimsbüttel 2 Pinneberger SC :

Abschlussbericht der Saison

Am 10.06. war es soweit. Die letzte Runde gegen Eidelstedt musste gespielt werden. Für beide Teams ging es um nichts mehr. Der Aufstieg war schon lange unmöglich, der Abstieg aber auch.

Wir mussten Peter und Björn ersetzen, hatten aber mit Andreas und Henry starken Ersatz aufgeboten. Zumindest Henry war derart stark, dass die Eidelstedter das Brett lieber gleich ganz frei ließen und uns so um 20:00 Uhr die Führung ermöglichten. Henry wird es recht gewesen sein, da er gerne Das EM‑Eröffnungsspiel schauen wollte.

Als ich kurz darauf meine Runde machte, gab es wenig Erfreuliches an den Brettern zu sehen. Besser standen wir an keinem Brett, aber bis jetzt auch noch nicht viel schlechter. Wir waren mehr darauf bedacht, die Saison in Ruhe ausklingen zu lassen, während Eidelstedt sich in Kampfeslaune befand. So wurden unsere Remisangebote erst einmal abgelehnt.

Nach etwa zwei Stunden musste ich bereits aufgeben. Ich hatte vor, einen Bauern für aktives Spiel zu geben, habe aber eine Abwicklung unterschätzt, die mich direkt eine Figur kostete. So etwas ist mir lange nicht mehr passiert. Immerhin konnte ich jetzt auch das Eröffnungsspiel sehen.

Den nächsten Blick riskierte ich zur Halbzeit. Andreas stand gedrückt, aber noch nicht kritisch. Thomas musste wohl Material geben und Marcus hatte einfach einen Bauern weniger. Bei Max war noch alles drin, genauso wie bei Marc. Ihm gelang es, den gegnerischen Läufer auf g2 abzutauschen, sodass es hier immerhin Angriffschancen gab. Christian stand auch unter Druck und hatte meines Erachtens einfach einen Königsflügel weniger.

Kurz darauf gab Christian auf und Max einigte sich mit seinem Gegner auf remis. Wir lagen also erst einmal 1,5:2,5 hinten und hatten noch zwei schlechte, eine gedrückte und eine unklare Stellung.

Wesentlich besser sah es nach Abpfiff bei uns auch nicht aus. Andreas nach wie vor hinten drin, Marcus mit phasenweise zwei Bauern weniger, Marc dafür mit Druck, allerdings hatte Thomas leider aufgeben müssen. So stand es 1,5:3,5 gegen uns und ein Sieg war damit quasi unmöglich. Immerhin, kurz darauf erzielte Marc den Anschlusstreffer zum 2,5:3,5.

Andreas einigte sich kurz darauf mit seinem Gegner auf remis. Es gab hier auch kein Durchkommen mehr. Marcus hatte jetzt die dankbare Aufgabe, ein Schwerfigurenendspiel mit Minusbauern zu gewinnen. Natürlich war das nicht möglich. Selbst ein Remis war nicht in Sicht. So kam es, dass sein Gegner letztendlich verdient den Punkt holte und unsere 3:5‑Niederlage besiegelte.

Was bleibt am Ende? Ein wahrscheinlich vierter Platz, sofern Fischbek nicht noch gewinnt, dann wären wir Fünfter. Der Platz entspricht in etwa unserem Setzlistenplatz Nummer 6. Wir haben diese Saison alles erlebt. Hohe Siege, schlimme Niederlagen, glückliche 4,5‑Siege und bis zuletzt ausgekämpfte Unentschieden. Das Team hat als solches sehr gut funktioniert, daher dieses Mal keine Einzelkritik. Ich möchte aber die Leistung von Björn und Marc doch herausstellen. Marc hat 5,5/8 und Björn 4,5/6 erzielt. Beide werden damit über 50 DWZ‑Punkte hinzugewinnen, was für so »alte« Spieler beachtlich ist.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal die Gelegenheit nutzen und mich bei allen Stamm‑ und Ersatzspielern für ihren Einsatz bedanken. Ihr habt es mir immer einfach gemacht, ein schlagkräftiges Team an den Start zu bringen, das nicht ein einziges Mal in Abstiegsgefahr geraten ist. Ein Extradank geht an Thomas für das Korrekturlesen und das immer schnelle Onlinestellen der Berichte. Ich freue mich darauf, möglichst viele von Euch auf der Saisonabschlussfeier wiederzusehen.

(Marco Hanssen)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/16-ksh3.php
05.07.2017, 12:04 (tr)
 
 
 
 
 
 
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