S
c
h
a
c
h
c
l
u
b
 
v
o
n
 
1
9
8
4
 
 e.
 V.
 
 
 
 
 
 
[Grafik]
[Grafik]
 
 
www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 2 · Landesliga Hamburg 2015/16
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
↑
↓
Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Schachfreunde Hamburg 5 5 6 52,0 18
2. Königsspringer Hamburg 2 5 5 5 5 5 4 40,5 15
3. SV Diagonale‑Harburg 3 3 4 5 5 4 37,5 10
4. Hamburger SK 4 5 5 6 1 37,5 10
5. SK Union‑Eimsbüttel 3 3 4 3 6 5 6 37,0 9
6. FC St. Pauli 3 2 3 3 6 34,5 8
7. SK Weisse Dame Hamburg ½ 3 3 2 2 5 4 30,5 7
8. SC Diogenes Hamburg 2 3 3 7 3 5 5 34,5 6
9. FC St. Pauli 2 4 3 3 5 31,5 5
10. Schachfreunde Hamburg 2 4 2 2 4 3 3 24,5 2
↑
↓
Spieler
KSH
2
Mannschaftsführer:
Michael Wolter
H A H A H A H Z Z
DIO
2
STP
2
WDH
 
HSK
4
DIA
 
UNE
 
STP
3
SFR
 
SFR
2
1 Wagner, Friedrich, Dr. 1 ½ ½       ½ 0  
2 Dettmann, Steffen, Dr. 1 ½ 1 ½ 0 1 + 0 ½
3 Cremer, Jochen 0   ½ ½ 0 1 ½ 0 ½
4 Wolter, Michael 0 1 1 ½ 0 1 1 0 ½
5 Spät, Alexander 1 ½   0 1 0 0 0
6 Chin, Karin 0   0   1 ½ 1 ½ 1
7 Raider, Eugen 1   1 1 1   0 1
8 Langmann, Markus 1 1 1   1     1 1
9 Schroeter, Baldur   ½ 0 1 1 0     1
10 Hort, Max           ½ 0    
11 Möhrmann, Marcus   0   ½          
12 Knops, Peter             1    
13 Pfreundt, Mathis     1 ½          
14 Lemke, Detlef                  
15 Bruhn, Boris                  
16 Melde, Christian                  
↑
↓
1. Runde
20.09.2015 Königsspringer Hamburg 2 SC Diogenes Hamburg 2 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Dr. Friedrich Wagner Wolfgang Hohlfeld 1 : 0
2 Dr. Steffen Dettmann Ralf Hein 1 : 0
3 Jochen Cremer Christian Kalla 0 : 1
4 Michael Wolter Thomas Rieling 0 : 1
5 Alexander Spät Sylvin Müller‑Navarra 1 : 0
6 Karin Chin Peter Gröppel 0 : 1
7 Eugen Raider Oguz Kilic 1 : 0
8 Markus Langmann Robert Buchholz 1 : 0

20.09.2015 Hamburger SK 4 FC St. Pauli 3 5 : 3
20.09.2015 SV Diagonale‑Harburg SK Weisse Dame Hamburg 5 : 3
20.09.2015 SK Union‑Eimsbüttel FC St. Pauli 2 5 : 3
20.09.2015 Schachfreunde Hamburg Schachfreunde Hamburg 2 :

Saisoneröffnung im Rahmen unser Möglichkeiten

Nachdem die NDVM mehr oder weniger erfolgreich vor einer Woche stattfand und zeitgleich auch das Spätsommerfest ein schachliches Erlebnis bot, begann es bei mir und bestimmt mehreren Teammitgliedern wieder in der Hand zu kribbeln. Umso schöner war es dann auch wieder in den Wettkampfmodus zu kommen.

Die Eröffnungsfeier fand in unserer Stube gegen die Diogenesen statt. Leider schien sich die Begeisterung bei meinen Mannschaftskameraden erst noch zurückzuhalten. So waren wir um 11:00 Uhr leider erst zu dritt, durften aber laut Schiri trotzdem schon anfangen. Eine Regel, die mich verwunderte, die ich aber dankend annahm.

Nachdem ich meine Vorbereitung gegen Skandinavisch auf dem Brett hatte, waren auch der Rest der Mannschaft eingetrudelt. Kurz darauf ergaben sich die ersten Diagnosen (gegen Diogenes): Steffen, der sich nach einer starken letzten Saison nun an Brett 2 beweisen darf, bekam einen Königsinder mit sehr vielen Mehrtempi aufs Brett. Jochen spielte gegen einer Nebenvariante einer Nebenvariante im c3‑Siz ungenau und hatte schon leichte Probleme seinen König gut wegzurochieren, sodass der unschöne Zug f5 mit dazukommenden Felderschwächen erzwungen wurde. Bei Michi sah es dagegen recht gut aus. Hier konnte ich mit wenig reingucken von einer besseren Stellung ausgehen. Bei Alex und Friedrich habe ich am Anfang nicht so viel mitbekommen, aber auch sie schafften es mit Schwarz unauffällig gut rauszukommen. Karin hatte viel Zeit reingesteckt, aber wenig erreicht und zu Eugen sag ich mal nichts denn … naja … Eugen halt. 7/8 Züge mit den Bauern und einen mit dem Turm. Steht »eugenisch« halt. Also insgesamt schien die Tendenz gut für uns.

Leider lagen wir dann trotzdem vorerst 0:2 zurück, da Jochen immer mehr Probleme gegen die Nebenvariante der Nebenvariante und Karin mehr und mehr Schwierigkeiten mit Zeit und Stellung bekamen. Danach trafen immer mehr Kiebitze in unserem Clubheim ein. Es schien sich rumgesprochen zu haben, dass in Schnelsen »Eliteschach« gespielt wurde und wir die Unterstützung gerade gut gebrauchten konnten. Diese Ultragruppierung ging von Brett zu Brett und wurde schnellstmöglich für ihren Besuch belohnt.

Steffens und meine Stellungen verbesserten sich immer mehr, wobei Steffen sich entschloss in ein für ihn einfaches gewonnenes Endspiel abzuwickeln. Ich dagegen versuchte es taktisch und gab zu Unrecht einen Bauern. Darum meckert Fritz im Nachhinein an vielen Ecken und Kanten, aber selbst er hatte immer mehr Probleme bei längerer Vertiefung der Variante die Stellung meines Gegners gut zu reden. Der Angriff war für eine sterbliche Person einfach zu stark. Bei Eugen passierte, was bei Eugen meist passiert. Er kam irgendwie mit einem schwarzen Bauern auf b2 durch und gewann so schließlich. Wie er das schaffte, weiß mal wieder nur Eugen selbst.

Schön, also 3:2 Zwischenstand. Noch einmal durch die Bretter gehen. Friedrichs Gegner schaffte es mit einem Bauern weniger einen leichten Angriff aufzubauen. Bei Michi ergab sich nun ein anderes Bild als zuvor. Mit seiner laufenden Nase – schnief schnief – kamen laufend neue Probleme in seiner Stellung auf. Er blieb meistgehend in Rahmen seiner Möglichkeiten, aber schlussendlich machte die Nase immer mehr zu – schnuff schnuff – und so leider auch der Kopf. Die vorige Gewinnstellung ging so leider verloren. Alex dagegen schaffte es sich 4 Mehrbauern zu stibitzen und sich auch in die Siegerliste des Kampfes eintragen zu dürfen.

Also 4:3 und noch die Partie von Friedrich am Laufen. Ein Remis würde langen für die Mannschaftspunkte. Allerdings machte er weiter wie unser Kapitän M. Wolter und die ganze KSH2‑Mannschaft im letzten Jahr. So sicherte er sich natürlich den ganzen Punkt, in dem er seine Dame für 2 Türme und 2 Freibauern gab. Die 2 stand!

Anschließend ging es wie schon die letzten Jahre noch mit einer kleinen Truppe zum Stammgriechen, denn wie allzu bekannt sollen gewinnbringende Traditionen nicht geändert werden. Andere gingen dagegen ins Ballett, denn wie allzu bekannt, hat niemand was gegen neue Traditionen. Beim Griechen angekommen wurde fleißig über unser großes Eröffnungswissen diskutiert, was für viele viel schönere Kunst zu sein scheint als Schwäne beim Sterben zu beobachten. So ging der Tag langsam und gemütlich zu Ende.

Zur Info: die nächste Runde findet nicht in der Oper, sondern am 11.10. (vielleicht) im Stadion von Pauli statt. Obacht: Pauli hat 2 Spiellokale und es ist noch unklar, in welchem von beiden es stattfinden wird!! Nichts desto trotz, die 2 soll am Ende wieder stehen.

(Markus Langmann)

↑
↓
2. Runde
11.10.2015 FC St. Pauli 2 Königsspringer Hamburg 2 4 : 4
11:00 Uhr, Clubheim des FC St. Pauli, Harald‑Stender‑Platz 1, 20359 Hamburg

1 Michael Schütze Dr. Friedrich Wagner ½ : ½
2 Gisbert Jacoby Dr. Steffen Dettmann ½ : ½
3 Bernd Wronn Michael Wolter 0 : 1
4 Dirk Grote Alexander Spät ½ : ½
5 Frank Müller Eugen Raider + :
6 Dr. Guntram Knecht Markus Langmann 0 : 1
7 Andreas Kohtz Baldur Schroeter ½ : ½
8 Torsten David Marcus Möhrmann 1 : 0

11.10.2015 FC St. Pauli 3 Schachfreunde Hamburg 2 6 : 2
11.10.2015 SC Diogenes Hamburg 2 Schachfreunde Hamburg :
11.10.2015 SK Weisse Dame Hamburg SK Union‑Eimsbüttel 2 : 6
04.10.2015 Hamburger SK 4 SV Diagonale‑Harburg :

Schach-Frühstück Oktober 2015 bei St. Pauli

Anlässlich der Oberliga‑ und Landesligakämpfe der drei St. Pauli Mannschaften gab es ab 11:00 Uhr ein (Fisch‑)Brötchenbuffet, ab 14:00 Uhr Gulaschsuppe sowie Kaffee und Softgetränke durchgehend. Züge wurden von Helfern mitgeschrieben und in den Hauptraum übertragen. Für das geneigte Publikum kommentierte dort Großmeister Karsten Müller das Geschehen mit Beamer und Chessbase.

Vorher war es leicht chaotisch. Die Oberliga spielte zusammen mit den zweiten Mannschaften von St. Pauli und Königsspringer in einem Raum. Die andere Landesligabegegnung St. Pauli 3 gegen Schachfreunde 2 wurde in einen Nebenraum ausgelagert. Keine Beschriftung, wer wo spielt, Brettnummern fehlten auch, sodass einige Spieler mehrfach umziehen mussten. Ich war mit folgenden »Umzügen« dabei: Oberliga Spielreihe Brett 1–4, dann Oberliga Spielreihe Brett 5–8 und dann Landesliga Spielreihe 1–4 (richtige Seite und damit auch richtiges Brett).

Beim Oberligakampf wurde dann festgestellt, dass St. Pauli 1 mit nicht genehmigten Uhren spielen wollte. Kein Problem, einfach Weitergabe der Uhren an den Parallelkampf. In der Landesliga sind die Uhren zwar auch nicht genehmigt, aber die 3 Schiedsrichter schafften es, die Uhren richtig zu stellen und dann wurde damit auch gespielt. Die Mannschaftsaufstellung von St. Pauli 2 lag eine Viertelstunde vor Spielbeginn noch nicht vor. Da kurz vor 11:00 Uhr doch eine Aufstellung eingetragen werden konnte, wurde auf ein erneutes Stellen der neuen Uhren verzichtet.

Der Hauptfluchtweg war – extra! – versperrt, der Nebenfluchtweg mit allerlei undefinierbaren Gegenständen gespickt. Der Nebenfluchtweg hatte noch ein englischsprachiges Türschild – frei übersetzt ›Durchgang verboten‹. So ein Türschild gab es allerdings an zwei Türen, der eine Weg führte raus, der andere (leider) nicht. Versuche mit der falschen Tür gab es durchaus.

Für die Raucher fand sich ein schönes kaltes, unwirkliches, zugiges Plätzchen am Stadionausgang.

Um 11:00 Uhr fehlten dann nur noch Königsspringerspieler (45 von 48 Spielern waren bei dieser zentral gelegenen Großveranstaltung zum offiziellen Spielbeginn anwesend, plus Zuschauer, Offizielle und Großmeister). Königsspringer 2 war dann auch die einzige Mannschaft, die einen kampflosen Punkt produzierte.

Zum eigentlichen Spielverlauf: Klar war es nur an Brett 3, diese Partie endete schon im 13. Zug. Steffen und Baldur folgten mit schnellen Kurzremisen. Bei Marcus an Brett 8 sah es brauchbar aus, ging aber recht deutlich verloren. Bei Friedrich an Brett 1 wurde ein ganzer Punkt erwartet. Die aussichtsreiche Stellung entwickelte sich jedoch bei extremer gegnerischer Zeitnot zu einer glatten Verluststellung und wurde überraschend remis, weil beim versuchten Bauerngewinn eine Figur eingestellt wurde.

Markus verzichtete auf die Rochade und fuhr gut damit (in dem Stellungstyp königsindischer Angriff ist alles okay, man kann kurz, lang oder gar nicht rochieren). Dann wieder das alte Spiel: erst Verluststellung, dann Gewinnstellung durch Figureneinsteller. Hier reichte der Materialvorteil zum Gewinn.

Alexander stand schlecht (vielleicht sogar auf Verlust), einen Halbzug danach auf Gewinn. Das Endspiel zog sich hin, einige direkte oder versteckte Gewinnmöglichkeiten wurden liegengelassen und so endete diese Partie mit remis.

Von 2:6 bis 5:3 (oder auch 6:2) aus Königsspringer‑Sicht war alles möglich. In solchen Kämpfen haben wir auch mal mehr als ein 4:4 mitgenommen.

(Michael Wolter)

↑
↓
3. Runde
15.11.2015 Königsspringer Hamburg 2 SK Weisse Dame Hamburg 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Dr. Friedrich Wagner Peter‑René Mandelbaum ½ : ½
2 Dr. Steffen Dettmann Lars Schiele 1 : 0
3 Jochen Cremer Vincent Heinis ½ : ½
4 Michael Wolter Jan Ludwig 1 : 0
5 Karin Chin Christian Purniel Umpierre 0 : 1
6 Markus Langmann Sebastian Kuhle 1 : 0
7 Baldur Schroeter Andrej Martens 0 : 1
8 Mathis Pfreundt Dustin Opasiak 1 : 0

15.11.2015 SV Diagonale‑Harburg FC St. Pauli 3 :
15.11.2015 SK Union‑Eimsbüttel Hamburger SK 4 3 : 5
15.11.2015 Schachfreunde Hamburg FC St. Pauli 2 :
15.11.2015 Schachfreunde Hamburg 2 SC Diogenes Hamburg 2 3 : 5

Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder

Nachdem Kapitän Michael mit der Pünktlichkeit der Spieler der zweiten Mannschaft nur wenig zufrieden war, ging diesem Kampf eine mahnende Mail voraus. Offensichtlich zeigte sie Wirkung, denn als ich um 5 vor 11 das Clubheim betrat, war ich zu meiner großen Verwunderung der siebte Königsspringer. Zwei Minuten später kam Steffen und wir waren komplett. Der wohlinformierte Königsspringer folgert hieraus korrekterweise: Eugen muss in der ersten Mannschaft Ersatz gespielt haben, korrekt! Ob das wohl jemals so wieder kommen wird?

Ein erster Blick über die Bretter verrät nichts Ungewöhnliches. Nur Michaels Gegner verspürt scheinbar den dringenden Wunsch, sich selbst umzubringen, aber ganz so klar ist es dann doch nicht. Laxmanns Gegner erinnert sich scheinbar daran, wie er in der letzten Saison gegen die heutige Variante wegflog und weicht ab, aber wirklich überzeugend sieht das auch nicht aus. Dann muss ich mich ziemlich in meine eigene Partie vertiefen, weil mein Gegner eine scharfe und giftige Variante spielt. Alle anderen Partien sehen halbwegs normal aus.

Markus gelingt schließlich im Königsangriff das 1:0, nachdem sein Gegner so ziemlich jede positionelle Sünde begangen hat, die im Schach vorstellbar ist. Der Verlust des Läuferpaares ist halt weniger schlimm als ein Läufer, der die ganze Partie das Feld c8 nicht verlässt. Dann markiert Michael in einer schönen Partie nach einer weiteren Ungenauigkeit seines Gegners das 2:0. Als mein Gegner dann mein Remisangebot annimmt, wird mir klar, dass wir den Kampf gewinnen. Die Partie war zwar zweischneidig und interessant, aber am Ende will keiner zu viel riskieren.

Leider greift Baldur in der Eröffnung daneben und hat danach nur die Wahl zwischen mehreren schlechten Endspielen. Das bereitet nun wirklich keinen großen Spaß und er muss bald die Segel streichen. Dann trennt sich Friedrich von Ex‑Königsspringer René Mandelbaum in einer solide geführten Partie mit einem gerechten Unentschieden. Steffen spielt großmeisterlich gegen die Pirc‑Verteidigung, zumindest was den exorbitanten Zeitverbrauch in einer ganz normalen Variante anbetrifft. Doch die Sorgenfalten in den Gesichtern der Mannschaftskollegen verschwinden schnell, denn Steffen gewinnt mit einer schönen Kombi die Dame für zwei Figuren und gewinnt etwas später. Am achten Brett holt Mathis gegen Dustin Opasiak in einer schön geführten Partie den Mannschaftssieg, als dieser in einem etwas schlechteren Endspiel mäßig subtil einen Bauern einstellt. Karins Null in einer etwas schwerblütigen Partie stellt dann nur noch etwas Ergebniskosmetik für die Gäste dar, 5:3.

Man hat es uns in dieser Liga sicherlich schon mal schwieriger gemacht, das kann man sicher sagen. Ohne den starken Aleksandar Trisic, der in dieser Saison noch gar nicht gespielt hat, ist Weisse Dame eher ein Abstiegskandidat, was die bisherigen 0:6 Punkte auch deutlich zeigen. Ob KSH II gar auf dem Weg zur Titelverteidigung ist, wird sich in der kommenden Runde zeigen, wenn es gegen HSK IV geht.

(Jochen Cremer)

↑
↓
4. Runde
13.12.2015 Hamburger SK 4 Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Bernhard Jürgens Dr. Steffen Dettmann ½ : ½
2 Dr. Helge Hedden Jochen Cremer ½ : ½
3 Christoph Engelbert Michael Wolter ½ : ½
4 Wolfgang Schellhorn Alexander Spät 1 : 0
5 Alexander Baberz Eugen Raider 0 : 1
6 Dr. Torsten Szobries Baldur Schroeter 0 : 1
7 Thomas Kastek Marcus Möhrmann ½ : ½
8 Wolf Gerigk Mathis Pfreundt ½ : ½

13.12.2015 FC St. Pauli 3 SC Diogenes Hamburg 2 :
13.12.2015 FC St. Pauli 2 Schachfreunde Hamburg 2 5 : 3
13.12.2015 SK Weisse Dame Hamburg Schachfreunde Hamburg ½ :
13.12.2015 SV Diagonale‑Harburg SK Union‑Eimsbüttel 4 : 4

Mit Pauken und Trompeten

Runde vier auswärts in der Landesliga gegen HSK IV: Wir müssen auf Friedrich, Karin und Markus verzichten, Mathis und Marcus springen ein.

Nachdem ein paar Uhrenprobleme gelöst sind, geht es leicht verspätet los. Bei uns fehlen noch Alex und Eugen. Alex trifft kurze Zeit später ein und berichtet schon einmal, dass auch Eugen es noch schaffen wird: Also alles im Lot. Nur Eugens Gegner ist schon ganz aufgeregt: Die Frage wabert nach einer halben Stunde durch den Raum, wie lang den die Karenzzeit ist.

Sieben Züge später hat Eugen eine halbe Stunde mehr auf der Uhr und eine deutlich bessere Stellung. Einmal den b‑Bauern opfern und den Läufer nach b2 stellen: Das klappt gegen jede Eröffnung, wenn man Eugen glauben darf. Zeit für Michael, schnell den Punkt zu teilen. Bei Mathis ist nach meiner Sicht aus einer etwas aussichtsreicheren Stellung eine leicht nachteilige entstanden, was ein sofortiges Remisgeobt des Gegners nebst dessen Annahme zur Folge hat. Ebenso friedlich einigen sich Steffen und Jochen mit ihren Gegnern.

So bekommen sie auch gar nicht mehr so viel von der sich entwickelnden Geräuschkulisse mit. Ab und zu hallt ein trompetenartiger Ton durch den Turniersaal. Komplettiert durch ein Poltern und ein bekannt rythmisches Schnaufen kommt ein bisschen Dschungelatmosphäre auf.

Kein Problem für Eugen, der sauber verwandelt. Desweiteren hält sich Marcus Stellung wohl so gerade im Lot. Alex steht aussichtreich und aktiv mit Läuferpaar da, die Stellung ist allerdings sehr unübersichtlich. Mein Gegner hat einen inaktiven Springer auf a3 geparkt. Allmählich verbessert sich meine Stellung immer weiter, bis dann alles bei ihm wegbricht. Heute mal sauber zu Ende gebracht und ein ganz schöner Abschluss für das Schachjahr. Auch Marcus hatte kurz zuvor ein Remis eingefahren, sodass wir damit die 4,5 schon voll hatten.

Zuletzt spielt noch Alex eine Partie mit wechselseitigen Gewinnstellungen. Jochen wagt eine Prognose: »Kenner der Szene wissen es: Schellhorn ist zäh wie Leder und hat immer Weiß.« Keine leichte Aufgabe also und am Ende bleibt der Punkt auch beim HSK.

Insgesamt schien der Mannschaftssieg heute allerdings nie gefährdet. Überwintern tun wir jetzt jedenfalls erst einmal als Tabellenzweiter hinter den Schachfreunden 1, die den SK Weisse Dame mit 7,5:0,5 ordentlich weggebraten haben.

(Baldur Schroeter)

↑
↓
5. Runde
17.01.2016 Königsspringer Hamburg 2 SV Diagonale‑Harburg 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Dr. Steffen Dettmann Christian Zacharias 0 : 1
2 Jochen Cremer Christoph Kuberczyk 0 : 1
3 Michael Wolter Matthias Wasmuth 0 : 1
4 Alexander Spät Gregor Spiess 1 : 0
5 Karin Chin Martin Becker 1 : 0
6 Eugen Raider Andrei Cotaru 1 : 0
7 Markus Langmann Haschem Haschimi 1 : 0
8 Baldur Schroeter Marten Holst 1 : 0

17.01.2016 SK Union‑Eimsbüttel FC St. Pauli 3 :
17.01.2016 Schachfreunde Hamburg Hamburger SK 4 :
17.01.2016 Schachfreunde Hamburg 2 SK Weisse Dame Hamburg 4 : 4
17.01.2016 SC Diogenes Hamburg 2 FC St. Pauli 2 5 : 3

Kuriositätenkabinett

Wie die Überschrift schon vermuten lässt, war die fünfte Runde von der Choreografie her mal wieder ein ganz besondere. Und das kam so:

11:00 Uhr, 17. Januar: Doppelheimkampf für KSH 1 & 2: Eine schöne Sache mit dem Wermutstropfen, dass von meinem Team noch 50 % der Spieler fehlen. Anfangen können wir (also Michael, Steffen, Markus und meine Wenigkeit) trotzdem schon einmal. Wenig später stößt Jochen zu uns: »Fünf reichen um einen Kampf zu gewinnen«, denke ich nach 20 Minuten, denn von den anderen gibt’s noch kein Lebenszeichen.

Viel los ist trotzdem: Auf den Brettern und daneben auch. Jochen verwickelt die Jalousie mit einer unserer dank Siggie gut im Saft stehend Topfpflanzen. Die Trennung von Sichtschutz und Botanik gestaltet sich umständlich und letztlich erfolgreich: Der Pflanzenfreund wird daraufhin pragmatisch auf einen Tisch in den Vorderraum verbannt.

Wenig später treffen Karin und Eugen ein. Mein Gegner ist inzwischen ins Grübeln geraten, was er denn mit seinem Läufer auf g4 anstellen soll, den ich soeben mit 7. h3 angegriffen habe. Während ich in der Küche einen Kaffee hole, reicht er die Hand zur Aufgabe rüber: Noch etwas perplex stelle ich zurück am Brett fest, was geschehen war. Dank eines Gedankendrehers wurde der andere Läufer bewegt und der auf g4 stehengelassen. So schnell und mit so wenig Eigenanteil habe ich wahrscheinlich noch keine Mannschaftskampfpartie gewonnen.

So bietet sich ein unerwartetes Zeitfenster für mich, in dem Dinge erledigt werden können – der Abwasch zum Beispiel. Eine Stunde später bin ich zurück im Clubheim: »Du hast nichts verpasst«, raunt mir Jochen zu und tatsächlich scheint es so, als wäre an den Brettern in der Zwischenzeit nicht arg viel geschehen. Allerdings sind wir inzwischen vollständig, da Alex kurz vor Toresschluss eingetroffen ist.

Seine Partie endet auch als nächste: Alex’ Gegner spielt Skandinavisches Gambit, woraufhin Alex zu früh energisch mit a3 + b4 die Bauern am Damenflügel vorschiebt. Statt die Schwächen zu nutzen und den Läufer auf f6 zu postieren, wird jetzt am Damenflügel verkompliziert: Alex bleibt keine Wahl, als auf die scharfen aber forcierten Abwicklungen einzugehen. Eine Batterie aus D + L auf a1 und b2 erweist sich letztlich als zu stark für die gegnerische Königsstellung: 2:0 für uns.

Jochen hat in der Zwischenzeit im Najdorf mit Weiß danebengegriffen: Sf5 ermöglicht es Schwarz, den ansonsten rückständigen d6 vorzuschieben wonach die Stellung auch gleich nicht mehr zu halten ist. Jochen kämpft wie immer noch tapfer weiter, aber es ist nichts mehr zu holen: Der Anschlusstreffer für Harburg.

Markus hat sich mittlerweile aus einer unangenehm wirkenden Stellung (aufgerissener Königsflügel mit schwachen Bauern) allmählich befreien können. Dass er auf diesem Weg mit freundlicher Unterstützung sogar noch eine Figur mitnimmt, passt zu seiner Saison: 3:1 für uns und 5/5 für Markus – super!

Auch an den anderen Brettern sieht es ganz okay bis vielversprechend aus: Karin hat zwei solide Mehrbauern im Damenendspiel, bei Eugen hat wieder einmal niemand rochiert, aber solche Stellungen kann Eugen eben. Steffen hat sich eines unangenehmen isolierten Bauern entledigen können und ein remisiges Leichtfigurenendspiel erreicht, das er auch mit seiner knappen Zeit halten sollte: »Bananenzeit« nennt Steffen das. Michael wirkt unglücklich über seine Stellung. Die Fans können das allerdings noch nicht ganz nachvollziehen. Der Kampf sollte also eine lockere Sache werden: Allerdings verlässt unsere Spieler anscheinend auf einmal das Schachkönnen.

In bereits gewonnener Stellung läuft Eugen in eine simple Fesselung und verliert einen ganzen Turm – Könige in der Mitte lassen ist eben doch immer gefährlich. Scharf ist die Stellung trotzdem. Karin wählt auf der Suche nach einem einfachen den möglichst komplizierten Gewinnweg. Was wohl der Arbeitgeber dazu sagt? Steffen verbleibt mit Springer + Bauer gegen einen Läufer und 2 Bauern. Michael steht mit der Zeit immer gedrückter.

Karin erhöht dann zum 4:1 in einer Partie, die nur in eine Richtung ging. Dann geht Michaels Partie doch verloren. Eugen hat inzwischen einen Turm zurückgewonnen und müsste nur noch die Damen tauschen …

Steffen kann seine Stellung nicht halten. In der Kurzanalyse ist Steffen sich sicher, dass er in das richtige Endspiel gegangen ist. Frank erklärt den interessierten Laien am Ende, wie es tatsächlich auf einfache Weise remis war: »Das steht übrigens in jedem guten Endspielbuch.«

Im den finalen Augenblicken kommt Eugen letztlich doch zum ganzen Punkt. Am Ende war es dann nach sehr guter Ausgangslage also doch fast nochmal (zu) spannend. Vom Spielverlauf wurde heute jedenfalls Erstaunliches geboten.

Ein ereignisreicher Tag endet im Anschluss für die Spieler verschiedener Mannschaften gemeinsam beim Griechen, wo diese fünfte Runde gut verarbeitet werden konnte.

Bleibt mir noch neben der Dokumentation unseres Sieges einen draufzusetzen und einen positiven Ausblick zu geben: Es sollte uns nämlich leicht fallen, uns noch zu steigern. Indem alle pünktlich kommen zum Beispiel. Pädagogisch problematisch ist natürlich, dass alle Spieler mit weniger Bedenkzeit ihre Partien auch gewonnen haben. :-)

(Baldur Schroeter)

↑
↓
6. Runde
31.01.2016 SK Union‑Eimsbüttel Königsspringer Hamburg 2 3 : 5
11:00 Uhr, Hamburg‑Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg

1 Gerrit Voigt Dr. Steffen Dettmann 0 : 1
2 Andreas Förster Jochen Cremer 0 : 1
3 Lutz Franke Michael Wolter 0 : 1
4 Holger Henrich Alexander Spät 1 : 0
5 Ralf Adloff Karin Chin ½ : ½
6 Klaus‑Martin Rehm Eugen Raider 0 : 1
7 Markus Winter Baldur Schroeter 1 : 0
8 Detlev Jarnuczak Max Hort ½ : ½

30.08.2015 FC St. Pauli 3 FC St. Pauli 2 :
31.01.2016 SK Weisse Dame Hamburg SC Diogenes Hamburg 2 5 : 3
31.01.2016 Hamburger SK 4 Schachfreunde Hamburg 2 :
31.01.2016 SV Diagonale‑Harburg Schachfreunde Hamburg 3 : 5

Wo sollen die Punkte herkommen?

Zunächst nach etwa 2 Stunden ein guter Start an Brett 3: Der für mich neue Stellungstyp wurde grundsätzlich richtig eingeschätzt, das Computerprogamm sagt immer »gut für Weiß«. Schwarz hatte durchaus die Möglichkeit mit einem Bauern weniger weiterzuspielen, lief aber nach 17 Zügen etwas unerwartet ins direkte Matt hinein.

Bei der nachfolgenden Suche nach den weiteren Punkten deutete alles auf eine Niederlage hin: Max mit Mehrbauern, aber gedrückter Stellung, Karin vielleicht remis, Steffen etwas passiv, aber nicht verloren, Alexander sehr gefährdet, Baldur hatte seine Angriffschancen nicht genutzt und Gegenspiel zugelassen, Eugen total kaputt, Jochen, ja, das muss gewonnen sein.

Wie üblich in solchen Mannschaftskämpfen gingen alle 7 Restpartien in die Zeitnotphase. Max nahm das Remisangebot an, während Alexander und Baldur verloren. Vielleicht hätte man sich da mehr wehren können.

Die Wende leitete Eugen ein (Bauer weniger, Felderschwächen, eher unterentwickelt, König in der Mitte, als Außenposten ein eingeklemmter Turm in der gegnerischen Hälfte). Hier konnte die gegnerische Dame gefangen werden und die Partie war dann locker gewonnen.

Bei Steffen wurde aus einer unscheinbaren Stellung ein gewaltiger Angriff und der Gegner überschritt in Verluststellung die Zeit. Bei Jochen wurde es nochmal spannend, aber die kritischen taktischen Sachen hatte er gut im Griff und eroberte ersatzlos einen ganzen Turm. Beim Stand von 4,5 Brettpunkten machte Karin dann in völlig ausgeglichener Stellung remis.

Union war nicht so zufrieden, 5:3 ist etwas hoch, aber mit einem Blick auf die Bretter 7 und 8: Es hätte noch höher werden können.

(Michael Wolter)

↑
↓
7. Runde
21.02.2016 Königsspringer Hamburg 2 FC St. Pauli 3 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Dr. Friedrich Wagner Carsten Kluth ½ : ½
2 Dr. Steffen Dettmann Luis Martin‑Sommerfeldt + :
3 Jochen Cremer Djamschid Hedayat‑Nassab ½ : ½
4 Michael Wolter Andreas Verweyen 1 : 0
5 Alexander Spät Swen Neander 0 : 1
6 Karin Chin Tigran Martirosyan 1 : 0
7 Max Hort Michael Welsh 0 : 1
8 Peter Knops Uwe Klausch 1 : 0

21.02.2016 Schachfreunde Hamburg SK Union‑Eimsbüttel 5 : 3
21.02.2016 Schachfreunde Hamburg 2 SV Diagonale‑Harburg 4 : 4
21.02.2016 SC Diogenes Hamburg 2 Hamburger SK 4 7 : 1
21.02.2016 FC St. Pauli 2 SK Weisse Dame Hamburg :

Überschaubare Schwankungsbreite

St. Pauli trat ohne die nominell besten Spieler an und ließ auch noch das Brett 2 frei.

Peter hatte trotz Damentausch ordentlich Angriff und der gegnerische Versuch, eine von den vielen Angriffsfiguren in drei Zügen abzutauschen, war viel zu langsam. Also 2:0 nach relativ kurzer Spielzeit. Auch die Partie von Karin war deutlich besser und sicher gewonnen.

St. Pauli kam immer wieder zurück und profitierte dabei an Brett 5 und 7 von »Bauernopfern«. Bei Alexander hat ein Großmeister auch mal so gespielt, aber es scheint nicht zu funktionieren.

Friedrich steuerte ein eher knappes Remis zur 3,5:2,5‑Führung bei. Als Rest verblieben zwei ausgeglichene Partien ohne größere Zeitnotprobleme. An Brett 4 entstand eine Stellung mit Läufer plus 4 Bauern (davon 2 blockierte Doppelbauern auf der f‑Linie) gegen Springer und 3 Bauern. Diese wurde von St. Pauli einzügig weggestellt und so war der Mannschaftskampf schon nach knapp 4 Stunden gewonnen. Das Endspiel hätte man auch ohne den Einsteller noch länger »üben« können.

Jochen versuchte eine etwas bessere Stellung zu gewinnen, ging dabei einige Risiken ein und hätte fast noch verloren.

Viel mehr als das 5:3 war nicht drin, die Schwankungsbreite für das mögliche Endergebnis war mit 4:4 bis 5:3 überschaubar.

(Michael Wolter)

↑
↓
8. Runde
23.04.2016 Königsspringer Hamburg 2 Schachfreunde Hamburg :
14:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Dr. Friedrich Wagner Frank Sawatzki 0 : 1
2 Dr. Steffen Dettmann Uwe Bokelbrink 0 : 1
3 Jochen Cremer Dr. Jan‑Paul Ritscher 0 : 1
4 Michael Wolter Hans Hermesmann 0 : 1
5 Alexander Spät Matthias Hermann 0 : 1
6 Karin Chin Jürgen Dietz ½ : ½
7 Eugen Raider Gerrit Oelmeyer 0 : 1
8 Markus Langmann Tim Schröder 1 : 0

23.04.2016 FC St. Pauli 3 SK Weisse Dame Hamburg :
23.04.2016 Hamburger SK 4 FC St. Pauli 2 :
23.04.2016 SV Diagonale‑Harburg SC Diogenes Hamburg 2 5 : 3
23.04.2016 SK Union‑Eimsbüttel Schachfreunde Hamburg 2 6 : 2

Bei genauer Betrachtung der Partien

… wird sich der gefühlte Verlauf und das Endergebnis bestätigen. Alle Partien wurden von Hamburger Schachverband zentral eingesammelt; die Veröffentlichung scheint noch zu dauern.

Ab‑/Aufsteiger Schachfreunde 1 spielte mit zwei Ersatzspielern, wir mit 1 bis 8 und einem für Landesligaverhältnisse ordentlichen DWZ‑Schnitt von 2080. Damit war Schachfreunde 1 immer noch deutlich favorisiert.

An Brett 1 ging Friedrich auf Bauernraub aus. Natürlich ist das riskant; »von außen« war es schwer einschätzbar, ob »es geht«. Steffen opferte eine Qualität für Angriff und baute eine Menge Figuren in der Nähe des gegnerischen Königs auf. Das hätte in den allermeisten Landesligapartien auch gereicht, aber gegen Schachfreunde 1 funktionierte es nicht. Jochen war sich sicher, ein Remis zu erzielen, doch zwei Remisangebote wurden abgelehnt. Meine Partie sah etwas passiv aus, mit einem Trickzug (tatsächlich war es »der Computerzug«) wurde Ausgleich erreicht. Danach kippte die Partie schnell weg, beide Spieler sammelten fleißig Fragezeichen ein und in der Zeitnotphase gab es dann noch einen halben Zug lang die Möglichkeit auf Remis durch Dauerschach. Eugen und Alexander starteten mit Verspätung in die Partien und reihten sich in den allgemeinen Ablauf ein. Karin hatte ein bis zwei Bauern weniger und Markus soll auch schlechter gestanden haben. Jedenfalls deutete nach Baldurs Einschätzung einiges auf ein 0:8 hin.

In dieser Begegnung fehlten die ein bis zwei Punkte, die sonst ganz selbstverständlich »aus dem Nichts« kommen, um in die Nähe eines 4:4 zu kommen. Dafür war Schachfreude 1 zu stark. Gefühlt haben wir nur einen halben Punkt an Brett 6 bekommen.

(Michael Wolter)

↑
↓
9. Runde
24.04.2016 Schachfreunde Hamburg 2 Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Florian Kull Dr. Steffen Dettmann ½ : ½
2 Roland Storm Jochen Cremer ½ : ½
3 Volker Schuldt Michael Wolter ½ : ½
4 Michael Keuchen Alexander Spät + :
5 Oliver Steinmetz Karin Chin 0 : 1
6 Fritz Fegebank Eugen Raider 0 : 1
7 Tino Paulsen Markus Langmann 0 : 1
8 Clemens Mix Baldur Schroeter 0 : 1

24.04.2016 Schachfreunde Hamburg FC St. Pauli 3 6 : 2
24.04.2016 SC Diogenes Hamburg 2 SK Union‑Eimsbüttel :
24.04.2016 FC St. Pauli 2 SV Diagonale‑Harburg :
24.04.2016 SK Weisse Dame Hamburg Hamburger SK 4 2 : 6

Ein anderes Bild

… ergibt sich in der Abschlussrunde gegen den Auf‑/Absteiger Schachfreunde 2.

Zwei Kurzremisen an Brett 2 und 3 sowie ein langes, komplexes Turmendspiel an Brett 1 bildeten den Rahmen für die Begegnung. Steffen hatte eine besser entwickelte Stellung und tauschte diese gegen ein eher schlechtes Endspiel, selbst bei T+2B gegen T+4B war es aber unklar, wer eigentlich gewinnt oder gewinnen will. Am Brett sehr schwier√≠g und das Remis ist wohl das korrekte Ergebnis.

An den Bretten 5–8 hatten die Schachfreunde gute und mindestens eine klar gewonnene Stellung. Genutzt hat es nichts. Karin lehnte in der Zeitnotphase ein Remisangebot ab und brachte die Mannschaft in unübersichtlicher Lage mit einer Springergabel auf König und Dame wieder auf Kurs.

Die erzielten 15 Mannschaftspunkte (5 Punkte Vorsprung vor der drittplatzierten Mannschaft) sind enorm viel. Dabei wurden die einzelnen Brettpunkte besonders günstig verteilt. Wenn man mal von den 2 kampflosen Partien und den vielen Stunden Bedenkzeit, die den gegnerischen Mannschaften zu Beginn der Partien geschenkt wurden, absieht, wurde dizipliniert durchgespielt. 7‑mal musste Ersatz gestellt werden, davon waren 6 Einsätze durch die erste Mannschaft bedingt.

Wenn es tatsächlich dazu kommt, dass mehrere Spieler an die erste Mannschaft abgegeben werden müssen, benötigen wir in der 2. Mannschaft »neue Spieler«, und ein gesicherter 2. Platz oder gar der Hamburger Mannschaftsmeistertitel wird dann nicht mehr »selbstverständlich« sein.

(Michael Wolter)

Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/16-ksh2.php
01.01.2017, 00:00 (tr)
 
 
 
 
 
 
K
 
Valid HTML
Valid CSS
 
 
F W
TR