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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 5 · Bezirksliga C 2015
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SG BUE 4 6 6 7 6 50,0 17
2. Hamburger SK 13 4 4 5 41,0 12
3. Hamburger SK 14 2 4 3 5 4 6 5 38,0 12
4. Bille SC 3 2 5 5 4 5 39,0 11
5. Schachfreunde Hamburg 3 3 3 5 3 38,5 10
6. Königsspringer Hamburg 5 4 2 5 33,0 9
7. SK Union‑Eimsbüttel 3 1 3 4 5 29,5 7
8. SK Johanneum Eppendorf 4 3 3 6 6 35,5 6
9. FC St. Pauli 6 2 2 5 3 7 32,0 6
10. SK Marmstorf 3 3 3 2 1 23,5 0
↑
↓
Spieler
KSH
5
Mannschaftsführer:
Baldur Schroeter
A A H A H A H A H
HSG
 
HSK
13
BSC
3
UNE
3
MAT
3
HSK
14
SKJ
4
SFR
3
STP
6
41 Rosien, Thomas 0 0 0 ½ ½ +   1 0
42 Hanssen, Marco 0 ½ 1   + ½   ½ 1
43 Frontzek, Björn   0 0 ½   0      ½/− 1
44 Schönfisch, Norbert                  
44a Carl, Jan‑Frederik     1     1     0
45 Samm, Bastian 0   0 1 +   ½ 1
46 Lenz, Finn‑Thore 0 ½ 1 0   1 0    ½/− 1
47 Seemann, Hans‑Siegfried 1 1 ½ ½ 0 0 0    0/− 1
48 Gette, Viktor 0 ½ ½ ½ 1 0 1    0/− 0
49 Schiffmann, Andreas   1   1 ½ 0      
51 Benthin, Thomas ½       1        
53 Klawitter, Bernd 1                
54 Wagner, Daniella         ½        
59 Kipke, Kay             0    
88 Summers, Jan             0    
89 David, Philip             0    
90 David, Volker             ½    0/−  
93 Schiffmann, Darius   1   ½          
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1. Runde
16.01.2015 Hamburger SG BUE Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, CVJM‑Haus, An der Alster 40, 20099 Hamburg

1 Christian Joecks Thomas Rosien 1 : 0
2 Volker Tatenhorst Marco Hanssen 1 : 0
3 Amran Mojo Pahit Parindra Bastian Samm 1 : 0
4 Helmut Amara‑Sellack Finn‑Thore Lenz 1 : 0
5 Dr. Friedrich Becker‑Bertau Hans‑Siegfried Seemann 0 : 1
6 Michael Harasim Viktor Gette 1 : 0
7 Peter Künne Thomas Benthin ½ : ½
8 Hans‑Heinrich Runge Bernd Klawitter 0 : 1

22.01.2015 Hamburger SK 14 Hamburger SK 13 4 : 4
16.01.2015 SK Johanneum Eppendorf 4 SK Marmstorf 3 6 : 2
15.01.2015 Schachfreunde Hamburg 3 SK Union‑Eimsbüttel 3 :
13.01.2015 FC St. Pauli 6 Bille SC 3 :

Nichts zu holen bei der HSG

Der erste Kampf dieses Jahr führte uns an die Alster zur HSG, die tendenziell zu stark für die Bezirksliga sind, aber jedes Jahr den Aufstieg knapp verpassen. Es fehlten bei uns Norbert und Björn, dafür spielten Thomas Benthin, und Bernd Klawitter. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für euren Einsatz!

Zu Beginn sah es bei Basti danach aus, dass er seine geliebte Wiener Partie aufs Brett bekommen sollte. Ich spielte gegen Katalanisch schnell die ersten 10 Züge Theorie, Finn hatte Probleme gegen den Spanischen Aufbau des Gegners. Vielleicht sollte man hier doch auf die bewährte Berliner Mauer zurückgreifen? Bei Viktor stand schnell eine Figur auf f7, sodass hier wohl bald die Lichter ausgehen würden. Thomas R. hatte eine ansehnliche Stellung aufs Brett gezaubert und Thomas B. spielte gegen Caro Kann eine solide Variante. Bei Siggi und bei Bernd hatte ich keinen Überblick, wer eigentlich besser stand.

Leider verloren dann Viktor und Finn. Bei Viktor war nix mehr zu machen, während Finn leider mit der falschen Figur auf e5 zurücknahm. Danach hatte er einfach eine Figur weniger. Thomas B. holte den ersten halben Punkt gegen einen mehr als 200 Punkte stärkeren Gegner. Kurze Zeit später konnte Siggi, nachdem er lange unter Druck stand, durch einen taktischen Fopp die Qualität gewinnen. Einige Züge und einen Fopp später drohte undeckbar Matt. Der Anschluss also, sehr schön.

Basti stand vielversprechend, hatte aber wenig Zeit auf der Uhr. Bei Thomas R. sah es sehr interessant aus. Er hatte die Königsstellung von Joecks doch schon etwas geschwächt. Ich hatte mich gerade vom gegnerischen Druck befreit, zumindest glaubte ich das, da packte mein Gegner mittels Td7 eine sehr gelungene Überraschung aus. Im Prinzip hingen seine ganzen Figuren und doch durfte ich keine einzige nehmen. Einige Züge später gingen mir in hoffnungsloser Stellung die Züge aus.

Bei Bernd am Brett kam es kurz zu Diskussionen, die Bernd aber fachmännisch löste. Er hatte einen Königsangriff aufs Brett gezaubert, der zwar nicht zum Matt führte, ihm aber einen Springer extra bescherte. Etwas später war der Punkt gesichert. Beim Stand von 3,5 zu 2,5 standen Thomas R. und Basti beide bereits unter Druck und hatten auch noch die schlechtere Zeit.

Bei Basti war dann auch Ende und leider fand auch Joecks eine schöne Abschlusskombi gegen Thomas. So haben wir mit 2,5 zu 5,5 verloren. Bei aber 300 Punkten im Schnitt weniger, ist das Ergebnis nicht schlimm. Wir haben uns gut geschlagen und gezeigt, dass wir mithalten können. Ich freue mich schon auf die nächste Runde, vielleicht gibt es da die ersten Punkte.

(Marco Hanssen)

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2. Runde
05.02.2015 Hamburger SK 13 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Theo‑Heinz Gollasch Thomas Rosien 1 : 0
2 Jamshid Atri Marco Hanssen ½ : ½
3 Siegfried Weiss Björn Frontzek 1 : 0
4 Joachim Kossel Finn‑Thore Lenz ½ : ½
5 Helmut Salzmann Hans‑Siegfried Seemann 0 : 1
6 Hans‑Jürgen Weigel Viktor Gette ½ : ½
7 Helmut Büchel Andreas Schiffmann 0 : 1
8 Rahim Kazemi Sresht Darius Schiffmann 0 : 1

03.02.2015 Bille SC 3 Hamburger SG BUE 2 : 6
05.02.2015 SK Union‑Eimsbüttel 3 FC St. Pauli 6 :
06.02.2015 SK Marmstorf 3 Schachfreunde Hamburg 3 :
05.02.2015 Hamburger SK 14 SK Johanneum Eppendorf 4 :

Doppelter Schiffmann = doppelter Spaß?

In der zweiten Runde bescherte uns die Auslosung einen Donnerstagskampf beim HSK. Genauer gesagt beim HSK 13. Donnerstags ist es dort eigentlich niemals voll, sodass einem ruhigen Kampf bei guter Luft nichts im Wege stehen sollte.

Dieses Mal agierte Bernd als Non‑Playing‑Captain und beobachtete nur. Ihr Debüt gaben Vater und Sohn Schiffmann sowie Björn. Auf Basti mussten wir diese Runde verzichten, Viktor und Siggi waren ebenso wie Thomas und Finn wieder mit von der Partie.

In der Anfangsphase sah ich bei Björn keinerlei Probleme, auch Finn agierte gegen 1. f4 sehr souverän, sodass kein Anlass zur Sorge bestand. Siggi, Viktor und Andreas standen ebenfalls nicht schlechter. Thomas verbrauchte viel Zeit, stand aber meiner Meinung nach angenehm. Bei mir kam ein Franzose aufs Brett. Hatte ich mir doch vorgenommen gegen 3. Sc3 mal die klassische Variante zu spielen, so erreichte ich durch Zugumstellung doch wieder eine Rubinstein‑Stellung. Immerhin hatte ich ähnliche Stellungen schon häufiger auf dem Brett. Einzig bei Darius sah es nach einem Bauereinsteller nicht gut aus.

Kurz darauf konnte Siggi gewinnen. Leider habe ich nicht mitbekommen, was passiert war. Siggi stand angenehm, aber einen sofortigen Gewinn habe ich nicht sehen können. Sei es drum, eine Führung, die überraschend schnell kam. Wenig später bekam Finn von seinem Gegner ein Remisangebot. Mich hat überrascht, wie früh Finns Gegner die Punkteteilung wollte, da er ja der zahlenmäßig deutlich stärkere Spieler war. Wir vermeldeten also eine etwas überraschende 1,5:0,5‑Führung. Thomas konnte in der Zwischenzeit einen schönen Vorpostenbauern auf e5 vorweisen. Die Figuren seines Gegners hatten deutlich weniger Bewegungsfreiheit als seine eigenen. Leider verlor Björn kurz darauf. Aus einer angenehmen Stellung hatte er wohl den Schwenk der gegnerischen Figuren zum Königsflügel unterschätzt. Das Matt war nur noch mittels h4 abzuwehren, aber auch das würde Material kosten. Das ließ sich Björn nicht mehr zeigen und gab folgerichtig auf. Viktor hatte in der Zwischenzeit wohl einen Qualitätsgewinn ausgelassen und fand sich in einem remisträchtigen Turmendspiel wieder. Dafür hatte Darius es geschafft, seine Dame gegen zwei Türme zu geben. Außerdem hatte er bei dem Manöver ganze 3 Bauern eingesammelt, spielte er jetzt mit 2 Türmen und 2 Bauern für die Dame doch auf Gewinn.

Etwa eine weitere Stunde später trennten sich Viktor und sein Gegner friedlich. Darius gelang es, eine Figur zu fesseln und wenig später führten wir 3:2. Ich hatte in der Zwischenzeit einiges an Zeit verbraucht, um mich zu vergewissern, dass der gegnerische Königsangriff nicht durchschlagen würde. Da war ich mir jedoch nicht sicher, insofern wählte ich eine Variante, die viel Material abtauscht und mich mit Springer gegen seinen Läufer in einem etwas schlechteren landen lässt. Thomas schaffte es leider nicht, aus der etwas verknoteten Stellung seines Gegners Kapital zu schlagen. Seine Figuren wurden zurückgeworfen und von nun an übernahm sein Gegner das Kommando.

Andreas hatte ein Springerendspiel erreicht und es sah hier ganz nach remis aus. Ein 4:4 sollte hier immer drin sein. Leider war bei Thomas dann ein Bauer weg und die Zeit war auch knapp. Kurze Zeit und eine Kombination später war alles aus, schade. Bei mir entspannte sich die Lage zusehends. Es war kein Durchkommen durch meine Verteidigung und auch der Abtausch der Leichtfiguren würde meinem Gegner nichts nützen. Andreas konnte unverhofft einen Bauern mehrfach angreifen und gewinnen. Hier konnte nur noch einer auf Gewinn spielen. Ich einigte mich kurz nach Andreas’ Bauerngewinn auf remis und war guter Dinge, hier 2 Mannschaftspunkte mitnehmen zu können. Andreas machte es sich noch mehrfach selbst schwer, allerdings war der Sieg nie ernsthaft in Gefahr.

Alles in allem eine super Mannschaftsleistung, oder um es mit den Worten von Thomas nach dem letzten Kampf bei der HSG in Bezug auf die DWZ‑Unterschiede zu sagen: »Die Partien müssen erstmal gespielt werden.« – Recht hat er gehabt! Wir haben eine stärkeren Gegner geschlagen, und das nicht einmal unverdient. Weiter so!

(Marco Hanssen)

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3. Runde
13.02.2015 Königsspringer Hamburg 5 Bille SC 3 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Siegfried Wölk 0 : 1
2 Marco Hanssen Martin Müller‑Glewe 1 : 0
3 Björn Frontzek Wojciech Reszkowski 0 : 1
4 Jan‑Frederik Carl Alexander Simon 1 : 0
5 Bastian Samm Helge Biermann 0 : 1
6 Finn‑Thore Lenz Ulrich Heinemann 1 : 0
7 Hans‑Siegfried Seemann Albrecht Buchsteiner ½ : ½
8 Viktor Gette Afshin Gharemani ½ : ½

20.02.2015 SK Johanneum Eppendorf 4 Hamburger SK 13 :
12.02.2015 Schachfreunde Hamburg 3 Hamburger SK 14 3 : 5
17.02.2015 FC St. Pauli 6 SK Marmstorf 3 7 : 1
20.02.2015 Hamburger SG BUE SK Union‑Eimsbüttel 3 7 : 1

Mit Weiß spielt es sich leichter

Die Dritte Runde war unsere Heimpremiere. Zu Gast war die dritte Mannschaft von Bille. Nominell waren uns die Gegner um etwa 50 Punkte im Schnitt überlegen, aber dass das nicht unbedingt etwas zu sagen hat, haben wir ja bereits letzte Runde bewiesen. Jan (weiß) war das erste Mal dieses Jahr für uns am Start. Mit ihm sieht unsere Aufstellung gleich besser aus, hoffentlich kann er in den folgenden Runden auch wieder für uns spielen.

Die erste Stunde verlief recht ereignislos. Thomas hatte mehr Zeit auf der Uhr, das ist ungewöhnlich, aber erfreulich. Björn hatte einen Vorpostenspringer auf b4 befestigt, das sah gut aus. Bei Siggi, Jan und Finn war noch nicht viel passiert, dafür verbrauchte Basti (mit schwarz) bereits viel Zeit. Viktor startete einen Königsangriff, lief aber Gefahr, dass der Gegner alle Linien schloss. Mein Gegner stellte sich im Skandinavier sehr passiv hin, was mir Zeit‑ und Stellungsvorteile bescherte.

Bei Siggi (schwarz) wurde dann recht fix Frieden geschlossen. Bei Basti (schwarz) habe ich leider nicht mitbekommen, warum es auf einmal vorbei war. Somit lagen wir erst einmal mit 0,5:1,5 zurück. Thomas (schwarz) hatte einen Bauern gegeben, hier hatte ich noch keine Bedenken, da die Stellung beider Seiten recht unklar blieb. Finn (weiß) hatte inzwischen eine Qualität mehr, aber der Gegner besaß dafür einen Bauern und Initiative. Jan versuchte es mit aktivem Spiel am Damenflügel, aber sein Kontrahent hielt gut dagegen. Hier sah es nach einem umkämpften Remis aus. Inzwischen konnte ich den gegnerischen Bauern auf g7 erobern. Ich (weiß) musste nur meine Dame wieder zurück ins Spiel bekommen, dann sollte ich einen gesunden Mehrbauern haben, allerdings hatte ich beim durchrechnen der verschiedenen Varianten des Bauerngewinns etwa 35 Minuten verbraucht.

Björn (schwarz) ließ dann leider eine Taktik zu und verblieb mit nur einem Turm gegen Springer und Läufer. Wenig später lagen wir damit 0,5:2,5 zurück. Thomas musste leider einen zweiten Bauern geben und die Damen verschwanden ebenfalls vom Brett, sodass hier eine Niederlage sehr wahrscheinlich war. Einige Züge später gab Thomas zu recht auf. Leider konnte auch Viktor (weiß) keinen Durchbruch am Königsflügel erzielen. Hier wurde kurze Zeit später ebenfalls die Partie remis gegeben.

Was bleibt? Ein 1:4‑Rückstand, aber immerhin noch drei Weißpartien. Allerdings sah es nur bei mir nach einem klaren Sieg aus. Es gelang mir recht einfach, die einzige offene Linie mit allen Schwerfiguren zu besetzen und einen Generalabtausch zu forcieren. Bei Finn war die Stellung inzwischen völlig unübersichtlich. Ein Remisangebot musste zu diesem Zeitpunkt abgelehnt werden, auch wenn seine Stellung alles andere als vielversprechend aussah. Bei Jan war inzwischen ein Damenendspiel entstanden. Ob Jan das gewinnen konnte, blieb fraglich. Jan hatte, so glaube ich, einen Bauern weniger, aber einen Freibauern auf a6. Auf ein Schachgebot in der d‑Linie antwortete der Gegner Dd7, um nicht einen Bauern zu verlieren. Nach Jans Antwort Dxd7 kam die Aufgabe, da der Bauer a6 einfach durchläuft.

Immerhin, eine Weißpartie gewonnen und ein gewonnenes Endspiel auf dem Brett. Als ich nach einem schönen Versuch des Gegners, das Spiel nochmal zu verkomplizieren, nochmals ordentlich reingeguckt habe, schaffte ich den 40. Zug mit etwa 2 Minuten auf der Uhr. Mein Gegner ließ seine Uhr bis auf 8 Sekunden abticken. Ich hatte den Gewinn bereits ausgerechnet und machte mich auf an Finns Brett. Der Gegner hat es hier geschafft, so ungünstig Schach zu geben, dass es die Dame kostet. Naja, wegziehen konnte die Dame zwar, aber Finn setzt jetzt den König auf f7 einfach matt. Es folgte Läufer h5 Schach (weißer Turm auf g3 und weiße Dame auf b4). Auf einen Zug des Königs folgt wahlweise Df8# oder Tg6, nebst matt im nächsten Zug.

Super, 3:4 und ich muss nur noch ein paar Züge machen, bis es 4:4 steht. Wenige Minuten später war es geschafft und die Freude auf unserer Seite doch recht groß. So richtig verdient haben wir es an diesem Spieltag nicht, aber danach fragt ja bekanntlich am Ende niemand mehr. Mit jetzt 3 Punkten aus den Begegnungen gegen den ersten, zweiten und fünften der Setzliste können wir sehr gut leben. Das Abstiegsgespenst ist zur Zeit nicht in Sicht.

(Marco Hanssen)

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4. Runde
19.03.2015 SK Union‑Eimsbüttel 3 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, Hamburg‑Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg

1 Dr. Thomas Kirsch Thomas Rosien ½ : ½
2 Detlev Voigt Björn Frontzek ½ : ½
3 Karsten Seelbach Bastian Samm 0 : 1
4 Ralph Bernhard Finn‑Thore Lenz 1 : 0
5 Uwe Börner Hans‑Siegfried Seemann ½ : ½
6 Manfred Oelrichs Viktor Gette ½ : ½
7 Rainer Bunge Andreas Schiffmann 0 : 1
8 Max‑Emilio Lill Darius Schiffmann ½ : ½

19.03.2015 Hamburger SK 13 Bille SC 3 :
27.02.2015 SK Marmstorf 3 Hamburger SG BUE :
19.03.2015 Hamburger SK 14 FC St. Pauli 6 6 : 2
27.02.2015 SK Johanneum Eppendorf 4 Schachfreunde Hamburg 3 3 : 5

Bericht

Donnerstagmorgen, halb acht. Ich lese die E‑Mail, dass Marco krank ist und mir schwant Fürchterliches. Um kurz nach bestätigt sich: Ich bin als Reserveersatzmannschaftsführer zwangsrekrutiert worden. Noch schnell Mannschaftskarte und Aufstellung per E‑Mail von Baldur schicken lassen und ich bin bereit.

Bei der Ankunft im Hamburg‑Haus erfahre ich, es geht nicht nur uns so. Auch Union 3 muss ohne Mannschaftsführer spielen und deren Mannschaftskarte sieht sogar noch mehr nach selbstgebastelt aus als unsere. Auch hier Desorganisation, denke ich.

Schnell entwickeln sich an sieben Brettern die Partien. Nur Thomas hat am ersten Brett nichts zu tun. Von seinem Gegner keine Spur. Von den Anfängen der Partien bekomme ich nicht viel mit – zu sehr bin ich mit meiner eigenen beschäftigt. Schon bald haben Hans‑Siegfried und Darius remis vereinbart. Ich erfahre davon, als die Ergebnisse eingetragen werden. Eine vorherige Konsultation mit mir wäre wünschenswert gewesen, zumal Darius gerüchteweise besser stand und vielleicht hätte weiterspielen können. Aber sei’s drum, remis ist gegen eine Mannschaft, die fast in Bestbesetzung antritt, völlig akzeptabel.

Inzwischen ist Thomas’ Gegner doch noch gekommen und neben mir entwickelt sich schnell ein angenommenes Wolga‑Gambit.

Auf meinem eigenen Brett muss ich nach der Auflösung des Zentrums eine Entscheidung treffen: passiv verteidigen oder einen Bauern geben für Entwicklungsvorsprung und Angriffschancen? Ich entscheide mich für Letzteres und werde zwei Züge später von einem Läuferopfer meines Gegners überrascht. Meine Königsstellung ist dahin, doch ich frage mich, was er davon hat. Offenbar tut er selbst das auch, denn schon zwei Züge später gibt er mir Dauerschach. Eine kurze Analyse ergibt, dass er damit zufrieden sein kann, denn eine Fortsetzung seines Angriffes hätte wahrscheinlich nur bewiesen, dass ich einfach eine Figur mehr hatte.

So steht es nach knapp zwei Stunden 1,5:1,5 und ein Blick auf die Bretter gibt Anlass zur Hoffnung: Thomas hat eine komplizierte, aber an sich nicht schlechtere Stellung, bei Bastian entwickelt sich ein Angriff auf eine misshandelte Caro‑Kann‑Stellung seines Gegners, Finn‑Thore dringt mit seinen Schwerfiguren in die gegnerische Stellung ein, Viktor hat nach einer wunderlichen Eröffnung eine Qualität und einen Bauern mehr und Andreas eine Figur gegen zwei Bauern. Ich blicke optimistisch in die Zukunft.

In diesem Moment informiert mich der Ersatzmannschaftsführer von Union, er ginge jetzt nach Hause, irgendwer würde am Ende schon die Mannschaftskarte unterschreiben. Ich kann ihn schwerlich daran hindern, aber etwas bizarr finde ich es schon.

Inzwischen hat Andreas seine Stellung gewonnen und wir liegen in Führung. Ein weiterer Blick auf die Stellungen: sieht immer noch alles gut aus. In diesem Moment setzt Musik ein.

Niemand weiß, wer sie macht oder wo sie herkommt, aber sie ist deutlich im Spielsaal zu hören. Wie ich es für meine Aufgabe halte, trage ich den Wunsch nach Turnierruhe in Ermangelung eines gegnerischen Mannschaftsführers an die im Nebenraum blitzenden Spieler von Union heran. Nachdem ich meine Bitte vorgetragen habe, empfiehlt man mir, die Polizei zu holen, wenn es mir zu laut ist. Eindeutig nicht, was ich vom gastgebenden Club erwarte und inzwischen frage ich mich: Ist das Desorganisation oder Unsportlichkeit?

Auf den Brettern jedenfalls machen sich die Störungen bemerkbar. Viktor stellt einen Turm ein und muss ein Endspiel mit zwei Bauern gegen eine Figur weiterspielen. Zum Glück stehen seine Figuren sehr aktiv und es gibt noch Chancen.

Auf Finn‑Thores Brett kommt es zur Katastrophe. Ein zweizügiges Matt übersehend erlaubt er seinem Gegner, sich aus dem Angriff zu winden und die Partie noch zu gewinnen. Sehr schade nach einem eigentlich gut geführten Angriff.

Immerhin wickelt Bastian aus seinem Angriff in ein klar besseres Endspiel ab, dessen Verlauf durch die Hilfe seines Gegners deutlich verkürzt wird. So steht es inzwischen 3,5:2,5, Thomas und Viktor spielen noch, die Musik schwillt an und ab. Auf die Polizei habe ich verzichtet. Thomas’ Gegner versucht, ein remisiges Turmendspiel zu gewinnen, Viktor marschiert mit seinen Bauern vor. Überraschend gelingt es ihm, seinen Gegner zur Hergabe seiner Mehrfigur für Viktors Bauern zu zwingen, allerdings um den Preis, dass nun sein König weitab vom Geschehen steht. Es bleibt spannend.

Thomas gelingt es, die Stellung weiter zu vereinfachen, doch sein Gegner versucht weiter, die Partie zu gewinnen. Als sich die Partie dem 60. Zug nähert, fühlt sich kein Mitglied des gegnerischen Clubs berufen, für neue Partieprotokolle zu sorgen, nicht einmal Thomas’ Gegner selbst. Also bitte ich darum und nach kurzem Warten legt man sie – auf den Getränketisch. Zu den Spielern trage ich sie selbst und die Frage nach Desorganisation oder Unsportlichkeit stellt sich mir nicht mehr.

Kurze Zeit später ist die Partie am ersten Brett vorbei. Thomas hat allen Gewinnversuchen seines Gegners widerstanden und es steht 4:3. Alles hängt an Viktor. Sein König steht immer noch weitab, aber ein Leichtfigurenendspiel mit symmetrischen Bauern und schon stark reduziertem Material lässt hoffen. Tatsächlich hat sein Gegner bald ein Einsehen. Die Partie endet remis und der Mannschaftskampf mit einem verdienten 4,5:3,5.

(Björn Frontzek)

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5. Runde
27.03.2015 Königsspringer Hamburg 5 SK Marmstorf 3 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Jörg Thies ½ : ½
2 Marco Hanssen Lutz Meyer + :
3 Bastian Samm Stephan Barz + :
4 Hans‑Siegfried Seemann Uwe Grove 0 : 1
5 Viktor Gette Gerhard Dahle 1 : 0
6 Andreas Schiffmann Markus Eschweiler ½ : ½
7 Thomas Benthin Bodo Müller 1 : 0
8 Daniella Wagner Manfred Grove ½ : ½

02.04.2015 Schachfreunde Hamburg 3 Hamburger SK 13 :
24.03.2015 FC St. Pauli 6 SK Johanneum Eppendorf 4 :
10.04.2015 Hamburger SG BUE Hamburger SK 14 6 : 2
24.03.2015 Bille SC 3 SK Union‑Eimsbüttel 3 :

Klassenerhalt quasi gesichert

Zur 5. Runde gab es unseren zweiten Heimkampf, was bei einem Duell mit Marmstorf natürlich immer sehr angenehm ist. Wir mussten auf Björn und Finn verzichten, dafür standen uns erneut Thomas Benthin und zum ersten Mal Daniella zur Seite. Unsere Gegner hatten nominell ordentlich aufgestellt, zumal erstmals ihr erstes Brett an einem Kampf teilnahm. Von den Zahlen her sollte es eine knappe Kiste werden. Für uns ging es darum, nach unserem sehr guten letzten Kampf (Björn berichtete) den Klassenerhalt quasi sicher zu machen, während unsere Gegner auf ihre ersten beiden Mannschaftspunkte hofften, um so noch Chancen auf den Klassenerhalt in den folgenden vier Begegnungen zu haben.

Pünktlich um 19:00 Uhr eröffnete ich den Kampf. Zu diesem Zeitpunkt warteten wir noch auf Daniella, waren aber sonst komplett. Der gegnerische Mannschaftsführer eröffnete mir, dass sie leider nur zu sechst antreten würden, da kurzfristig die Bretter 2 und 3 krankheitsbedingt abgesagt hätten. So wurde aus der nominell guten Aufstellung der Gegner eine 2:0‑Führung für uns. Hier ging ich bereits davon aus, dass wir mindestens einen Mannschaftspunkt holen würden.

Basti und ich hatten einen entspannten Abend vor uns, während der Rest um Punkte kämpfte. Als Nächster war Thomas Rosien fertig. Ziemlich genau um 20:00 Uhr hatte er ein Endspiel mit jeweils sieben Bauern plus Leichtfiguren und Türmen erreicht. Das Remisangebot wurde angenommen und wir hatten einen weiteren halben Punkt auf dem Konto.

Als Thomas Rosien kurz darauf ging, sah es immer noch nach einem knappen Verlauf aus. Bei Viktor und Siggi zeichnete sich noch kein eindeutiges Ergebnis ab, jedoch hatte Andreas einen Bauern weniger und Daniella die schlechtere Zeit. Nur bei Thomas Benthin machte ich mir Hoffnung auf den ganzen Punkt. Um 21:00 Uhr war Andreas zwar weiterhin mit einem Bauern im Nachteil, aber es gelang ihm, die Stellung des Gegners durch Doppelbauern und Lücken zu schwächen. Am Ende stand er vielleicht sogar schon leicht besser, dennoch war das Remis gerne gesehen, das es uns doch deutlich mehr half, als den Gegnern. Kurz darauf hatte Daniella mit einem Abtausch mehrerer Leichtfiguren ebenfalls ein Remis gesichert. Auch hier war vielleicht mehr drin, dennoch war das sehr mannschaftsdienlich.

Um halb zehn hatten wir 3,5 Punkte und noch eine sehr aussichtsreiche Stellung bei Thomas, aufgrund seines super Zentrums mittels d5, e5 und f5. Siggi hatte einen Bauern geben müssen und stand nun klar schlechter. Bei Viktor sah es ebenfalls gut aus. Er hatte seinen Figuren günstig abtauschen können und seinem Gegner einen Doppelbauern in der f‑Linie verpasst. Das anschließende Damenschach auf g5 sah stark aus.

Kurze Zeit später kam Viktor vorbei und berichtete von seinem Sieg. Die zwei Punkte waren sicher, der Rest ist die Kür. Die letzten beiden Partien zogen sich noch bis etwa 23:00 Uhr hin, allerdings standen die Ergebnisse eigentlich schon vorher fest. Siggi quälte sich in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel mit 3 Bauern weniger, während Thomas sein Zentrum auf die 4. Reihe verlegte, was seinen Gegner dazu veranlasste, eine Figur zu opfern, um das Zentrum zu zerstören. Hierbei blieb von der weißen Stellung aber nur ein Trümmerhaufen übrig, sodass Thomas bald einen ganzen Turm und einen Läufer für 3 Bauern besaß. Diese Partie endete kurioserweise durch Zeitüberschreitung im 38. Zug durch den Gegner in aussichtsloser Stellung. Kurz darauf hatte auch Siggi ein Einsehen und Marmstorf erzielte den Ehrentreffer.

Mit nun 7 Punkten stehen wir vorerst auf dem 2. Tabellenplatz und sollten sicher die Klasse halten. Am Ende wird es für uns wohl ein Platz im Mittelfeld werden, während es für unsere Gegner immer schwieriger wird, die Klasse zu halten.

(Marco Hanssen)

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6. Runde
23.04.2015 Hamburger SK 14 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Holger König Thomas Rosien : +
2 Robert Boels Marco Hanssen ½ : ½
3 Christopher Kyeck Björn Frontzek 1 : 0
4 Gregory McClung Jan‑Frederik Carl 0 : 1
5 Mikhail Borshchevskiy Finn‑Thore Lenz 0 : 1
6 Peter Heunemann Hans‑Siegfried Seemann 1 : 0
7 Reimund Wolke Viktor Gette 1 : 0
8 Lars Hammann Andreas Schiffmann 1 : 0

23.04.2015 Hamburger SK 13 SK Union‑Eimsbüttel 3 5 : 3
17.04.2015 SK Marmstorf 3 Bille SC 3 :
17.04.2015 SK Johanneum Eppendorf 4 Hamburger SG BUE :
16.04.2015 Schachfreunde Hamburg 3 FC St. Pauli 6 3 : 5

Bericht 6. Runde

Erneut ging es zum HSK, wo wir bereits in der 2. Runde durch einen starken Auftritt 2 Mannschaftspunkte mitnehmen konnten. Dieses Mal sah unsere Aufstellung recht vielversprechend aus, zumal Thomas an Brett 1 keinen Gegner bekommen sollte. Bei fast allen Partien zeichnete sich schnell eine Richtung ab, in die das Spiel laufen würde.

Andreas hatte schnell was weniger und spielte nur noch pro forma etwas weiter. Viktor hatte einen soliden Mehrbauern und begann damit, die einzige offene Linie mit seinen Schwerfiguren zu besetzen. Siggi hatte einen Bauern gegeben, um die gegnerische Dame auf b7 möglichst lange weitab vom Geschehen halten zu können. Das sah meiner Meinung nach gut aus. Jan kam gerade an und spielte die ersten Züge schnell runter. Bei Björn und Finn war noch nicht viel passiert, ich hatte einen Bauern mehr.

In der folgenden Stunde verloren Viktor, Siggi und Andreas. Bei Siggi ist irgendwo dann doch noch eine Figur abhanden gekommen. Viktor schaffte es leider, den Turm auf a1 kompensationslos einzustellen. Schade, eigentlich hatte ich hier eher mit einem Sieg als einem Remis gerechnet, jetzt gab es null Punkte.

1:3 hinten und das nach nicht einmal 2 Stunden. Die Remisangebote an den Brettern 2 und 3 mussten folgerichtig abgelehnt werden.

Was war sonst passiert? Jan stand unter Angriffsdruck, allerdings besaß er dafür 2 Bauern. Kombiniert mit seiner schlechten Zeit, war hier aber noch jedes Ergebnis denkbar. Finn spielte gegen einen klassischen Caro Kann Aufbau am Königsflügel und suchte seine Chancen im Angriff. Björn versuchte mit allen Mitteln, mehr als nur Remis zu erreichen. Ich war in einem Doppelläuferendspiel angekommen und es war nicht einfach, den Mehrbauern hier zu verwerten.

Um Gegenspiel zu erhalten, opferte Jan ein Qualität, aber er hatte bereits mindestens 3 Bauern dafür. Ein Matt war nicht zu sehen und so schlug das Gegenspiel durch. Jan konnte in ein einfach gewonnenes Turmendspiel mit 2 Mehrbauern abwickeln. Björn stand inzwischen leider kritisch, da er beim Versuch mehr zu erreichen in einen Konter lief, der Material kosten würde. Ich hatte leider an der entscheidenden Stelle nicht den richtigen Zug gemacht, sodass hier auch nur ein Remis rausspringen würde. Finn trug seinen Angriff sehr schön vor und strich letztendlich verdient den ganzen Punkt ein.

Quasi Zeitgleich beendeten Björn und ich unsere Partien zu einem am Ende ernüchternden 3,5:4,5. Vielleicht lag es daran, dass wir zu schnell zu hoch zurücklagen, sonst wäre sicherlich ein 4:4 möglich gewesen.

Nächste Runde geht es gegen den SKJE und hier werden wir echte Probleme haben, ein Team aufzustellen. Glücklicherweise haben wir unsere Punkte bereits gemacht und die Klasse scheint gesichert.

(Marco Hanssen)

↑
↓
7. Runde
08.05.2015 Königsspringer Hamburg 5 SK Johanneum Eppendorf 4 2 : 6
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Bastian Samm Viktor Kurbangulov ½ : ½
2 Finn‑Thore Lenz Achim Soltau 0 : 1
3 Hans‑Siegfried Seemann Alexander Stuhlmann 0 : 1
4 Viktor Gette Malte Kröpsch 1 : 0
5 Kay Kipke Hermann Funke 0 : 1
6 Jan Summers Alex Ryll 0 : 1
7 Philip David Maurizio Palladini‑Thiermann 0 : 1
8 Volker David Stefan Kruse ½ : ½

19.05.2015 FC St. Pauli 6 Hamburger SK 13 :
08.05.2015 Hamburger SG BUE Schachfreunde Hamburg 3 :
05.05.2015 Bille SC 3 Hamburger SK 14 5 : 3
21.05.2015 SK Union‑Eimsbüttel 3 SK Marmstorf 3 5 : 3

Bericht

Einen Tag vor dem 08.05. sieht’s düster aus: Die ersten vier Spieler haben alleine bei KSH 5 abgesagt. Ersatzspieler haben keine Zeit oder sich noch nicht zurückgemeldet. Und wenn es mal dicke kommt, dann gleich richtig: Es spielen an dem Tag drei Mannschaften, ingesamt sind noch 9 freie Bretter zu besetzen. So, als ob sich alle verabredet hätten.

Nach einer konzentrierten Anrufaktion sieht es schon besser aus: KSH 5 und 6 sind immerhin vollständig (ein Brett wird am nächsten Tag noch spontan ausfallen), nur KSH 4 wird auf zwei Spieler verzichten müssen. Danke an alle, die bereitwillig eingesprungen sind! Die ganze Sache hat natürlich auch ihre guten Seiten: So kommen Spieler erstmals zum Einsatz oder können sich einmal in einer höheren Liga messen.

Bei KSH 5 darf Basti am Spitzenbrett ran, Volker & Philip David spielen zum ersten Mal in der Bezirksliga und Jan Summers kriegt seinen ersten Einsatz überhaupt bei den HMM. Am Ende sind die SKJEler stärker und setzen sich souverän mit 6:2 durch. Doch auch das Potential unserer Spieler lässt sich sehen: Basti hält remis und Volker schafft es, nach über 4 Stunden Kampf einen halben Punkt zu sichern: stark! Viktor sorgt dafür, dass es auch eine Gewinnpartie gibt.

Alle Nicht‑Spieler genießen derweil einen gut besuchten Vereinsabend.

Für KSH 4 reicht es mit 6 Mann gegen den TV Fischbek nicht. KSH 6 kann auswärts beim SKJE einen Sieg einfahren und beendet die Saison somit im vorderen Mittelfeld. Hier gilt auch noch einmal besonderer Dank Hans‑Peter & Rolf, die für KSH 7 schon am Vortag angetreten waren.

Der schwierigste Termin einer nicht einfachen Saison ist damit wohl geschafft. Nun kann in den Bezirksligen die restlichen Runden nochmal angegriffen werden – hoffentlich dann wieder in Stammbesetzung!

(Baldur Schroeter)

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8. Runde
04.06.2015 Schachfreunde Hamburg 3 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, Dreifaltigkeitskirche (Gemeindehaus), Horner Weg 17, 20535 Hamburg

1 Tim Schröder Thomas Rosien 0 : 1
2 Andreas Neelsen Marco Hanssen ½ : ½
3 Georg Zippert Björn Frontzek (+)½ : ½(−)
4 Kevin Kinsella Bastian Samm + :
5 Karl‑Heinz Meidlein Finn‑Thore Lenz (+)½ : ½(−)
6 Michael Meyer Hans‑Siegfried Seemann (+)1 : 0(−)
7 Thomas Strege Viktor Gette (+)1 : 0(−)
8 Peter Rädisch Volker David (+)1 : 0(−)

11.06.2015 Hamburger SK 13 SK Marmstorf 3 :
11.06.2015 Hamburger SK 14 SK Union‑Eimsbüttel 3 4 : 4
05.06.2015 SK Johanneum Eppendorf 4 Bille SC 3 3 : 5
09.06.2015 FC St. Pauli 6 Hamburger SG BUE 2 : 6

Chaos bei den Schachfreunden

Zur 8. Runde mussten wir bei den Schachfreunden ran. Relativ spät stand die Aufstellung, wobei hier bereits der erste Fehler gemacht wurde. Ich habe gelernt, dass es immer kritisch ist, davon auszugehen, dass Leute spielen, wenn sie nicht absagen, aber sei es drum.

Um kurz vor sieben sind wir immerhin zu sechst und können beginnen. Im Verlauf des weiteren Abends gesellt sich noch Viktor zu uns, Basti bleibt verschollen.

So steht es nach einer Stunde 1 zu 0 für unseren Gastgeber. An den Brettern ist noch nicht allzu viel passiert, lediglich bei Björn sieht es unübersichtlich aus. Siggi hat einen Bauern weniger und sucht nach Initiative. Volker und Viktor stehen solide, Thomas versucht sich im Angriff, bei Finn und mir ist nix los.

Finn erhält ein frühes Remisgebot, muss aber erstmal weiterspielen. Etwa gegen 9 Uhr zeichnet sich bereits unsere Niederlage ab. Siggi findet keine gute Fortsetzung und hat einfach 1–2 Bauern weniger. Volker verbraucht viel Zeit, kann seine Stellung aber wohl halten, hoffentlich bleibt das so. Viktor hat die Dame eingestellt, spielt aber noch. Björn verliert mindestens einem Bauern und die Damen werden getauscht. Das Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern kann aber wohl gehalten werden. Thomas hat zwischendurch die Rochade eingestreut, eigentlich ’ne gute Sache, hier wäre Angriff wohl besser gewesen. Der Gegner will den Bauern nicht mitnehmen und so bleibt Thomas am Ball.

Inzwischen hat Finn ins Remis eingewilligt, hier war nichts mehr zu holen, und auch ich habe bereits die Punkte geteilt, irgendwie habe ich die ganze Partie über keine Idee gehabt. Leider hat auch Siggi schon verloren und wir liegen 1 zu 4 hinten. Volker wird irgendwann verlieren. Das Endspiel mit 2 Bauern weniger ist finster. Volker schafft es nochmals in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abzuwickeln, aber auch das kostet einen Bauern. Wenig Zeit und 3 Männlein weniger sollten das Ende sein. Björn erkämpft sich das Remis, auch wenn das das 4,5 für die Schachfreunde ist, bin ich zufrieden.

Thomas greift weiterhin an, sein Gegner hat eine Figur für 3 Bauern gegeben, vielleicht in dem Glauben, das Material zurück zu bekommen, daraus wird aber nix. Volker stellt dem Gegner nochmals vor Probleme. Er hat es geschafft, sich so hinzustellen, dass ein Weiterkommen schwierig ist. Leider findet der Gegner die richtigen Züge. Ein Bauer wird geopfert, gegen den 2. muss sich der Läufer opfern. Der letzte Bauer entscheidet. Mit wenigen Sekunden auf der Uhr gibt Volker auf. Nochmals vielen Dank für Deinen Einsatz.

Thomas hat am Brett die Zügel wieder in der Hand. Alles wird gedeckt und gleichzeitig werden Schwächen angegriffen. Der erste Bauer wird eingesammelt. Jetzt drohen Springergabeln. Sein Gegner wirft alles nach vorn, opfert einen Turm. Thomas lehnt das Opfer ab und wickelt gekonnt zum Sieg ab.

Was bleibt? Eine deutliche 2,5 zu 5,5 Niederlage, die sich später noch verschlechtern soll. Da Björn nicht hätte eingesetzt werden dürfen, verlieren wir alle Partien ab Brett 3.

Uns fehlte einfach der letzte Biss in dieser Runde, sowohl am Brett, als auch bei der Planung. Was bleibt? Am 19.06. gegen Pauli nochmals eine schlagkräftige Truppe aufstellen und die Saison anständig ausklingen lassen.

(Marco Hanssen)

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9. Runde
19.06.2015 Königsspringer Hamburg 5 FC St. Pauli 6 5 : 3
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Reza Kiani Thomas Rosien 1 : 0
2 Stefan Meyer Marco Hanssen 0 : 1
3 Ingo Krüger Björn Frontzek 0 : 1
4 Axel Eichstädt Jan‑Frederik Carl 1 : 0
5 Max Cornels Bastian Samm 0 : 1
6 Christoph Henker Finn‑Thore Lenz 0 : 1
7 Tobias Rempe Hans‑Siegfried Seemann 0 : 1
8 Jens Finkhäuser Viktor Gette 1 : 0

26.06.2015 Hamburger SG BUE Hamburger SK 13 4 : 4
26.06.2015 Bille SC 3 Schachfreunde Hamburg 3 5 : 3
25.06.2015 SK Union‑Eimsbüttel 3 SK Johanneum Eppendorf 4 :
19.06.2015 SK Marmstorf 3 Hamburger SK 14 3 : 5

Abschlussbericht

Die letzte Runde ist gespielt, die letzte Figur ist geschlagen. Für KSH 5 stehen am Ende 9:9 Punkte zu Buche, sicherlich einige mehr, als der eine oder andere (inklusive mich) zu Beginn der Saison erwartet hatte.

Doch kommen wir vor dem Rückblick zunächst zur 9. Runde. Für uns ging es darum, die Saison versöhnlich ausklingen zu lassen, während unsere Gegner noch gegen den Abstieg spielten. Um etwa halb acht waren alle 16 Spieler anwesend und ein interessanter Kampf sollte am heutigen Abend gespielt werden.

Recht früh gelang es Viktor, einen Abgriff gegen den Königsflügel seines Kontrahenten aufzuziehen, hier sah alles sehr gut aus. Siggi erhielt das Läuferpaar für einen Turm plus 1–2 Bauern, allerdings machte er das Spiel und nicht sein Gegner. Finn kam sehr angenehm aus seiner Italienischen Eröffnung und drückte den Gegner hinten rein. Bei Basti schien ein Bauer verloren zu gehen, mal sehen, was hier noch geht. Bei Jan und Björn war noch nicht viel los. Thomas hatte mit gegnerischer Initiative auf der D‑Linie zu kämpfen. Ich opferte einen Bauern für angenehmes Spiel.

Lange Zeit passierte nicht viel. Viktor hatte eine Mehrfigur und war dabei, seinen Gegner mattzusetzen, Siggi vermeldete das erste Erfolgserlebnis des Abends. Finn stand immer noch gut und auch bei Basti schien alles im Lot zu sein. Bei Thomas sah es leider so aus, als ob hier ein Bauer auf der Strecke geblieben wäre. Ich selbst hatte für den Bauern viel Druck und diverse Ideen. Als mein Gegner einen zweiten Bauern nahm, ging direkt eine Taktik, die mich mit einem Turm mehr für drei Bauern klar auf die Siegerstraße brachte.

Jan verbrauchte indes viel Zeit. Da er eh schon etwas später kam, könnte das hier nochmal kritisch werden. Thomas war in einem Endspiel mit Turm + Läufer gegen Turm + Springer angekommen, hatte allerdings auch zwei Bauern weniger. Da kam es gerade recht, dass Finn den nächsten vollen Punkt verbuchen konnte. Er hatte seinen Gegner einfach überspielt. Doch kurz darauf der Rückschlag: Viktor hatte irgendwie die Partie komplett eingestellt. Hier hat er sich vermutlich, wie in der Runde zuvor, selbst geschlagen. Sei es drum, der Kampf gab uns noch alle Möglichkeiten.

2:1 also und eine gewonnene Stellung bei mir. Björn hatte jetzt ein gleichfarbiges Läuferendspiel erreicht mit 4 gegen 3 Bauern. Hier wollte ich ihm schon vorschlagen, ein Remisgebot anzunehmen, dazu sollte es aber nicht kommen. Jan bekam zusehends Probleme und auch Thomas würde seine Stellung wohl nicht halten können. Immerhin konnte ich den Sack zumachen und auf 3:1 erhöhen. Als ich beim Analysieren saß, kam Basti rein und vermeldete den 4. Punkt, damit war der Kampf quasi entschieden. Auch als kurz darauf Thomas in hoffnungsloser Position aufgab und Jan die Qualität und ebenso die Lust an der Stellung verlor (oder war es die Zeit?).

4:3 und nur Björn kämpfte noch, konnte aber nicht mehr verlieren. Jetzt hatte er zwei gegen null Bauern, aber einen Randbauern der falschen Farbe. Björn spielte die Sache routiniert zu Ende. Hier vermuteten wir zwischendrin eine verpasste Remismöglichkeit des Gegners. Sei es drum, Björn gewann, und das nicht unverdient.

So, kommen wir nun zum Resümee: 9 Punkte und ein 6. Platz sind über meinen persönlichen Erwartungen, damit war es für die Mannschaft eine sehr gute Saison. Wir hatten viele Schwierigkeiten mit der Mannschaftsführung und dem Beschaffen von Ersatzspielern, das muss nächstes Jahr besser werden. Die Teamleistung indes stimmt. In der 2. Runde konnte man sehen, wozu das Team in der Lage ist, wenn es einmal läuft.

Nun zu den Einzelspielern:

Thomas hatte permanent die härtesten Brocken und hat sich am 1. Brett trotz der 3/8 anständig geschlagen.

Ich selbst bin mit 4,5/7 vom Ergebnis her zufrieden, auch wenn ich sicherlich einen Sieg verschenkt habe.

Björn an drei hat sich sicher mehr als 2/6 ausgerechnet. Immerhin gab es einen versöhnlichen Abschluss in der 9. Runde.

Jan an vier hat mit 2/3 leider sehr wenig gespielt, nächstes Jahr gerne häufiger. Dass er Schach spielen kann, hat er am Brett bewiesen.

Basti hat am 5. Brett 3,5/7 gegen einen starken Gegnerschnitt geholt. Vielleicht ist ja jetzt die Zeit des Lotterieschachs vorbei und es wird konstant gespielt? Jedenfalls steht ein ordentliches DWZ‑Plus am Ende da.

Finn am 6. Brett war für mich die positive Überraschung der Saison. 4/8 gegen sehr harte Gegner ergeben einen Gewinn von etwa 70 Punkten, weiter so!

Siggi am siebten Brett war immer am Start und schon alleine deswegen eine Stütze für das Team. Zudem holte er 4/9 und gewinnt ebenfalls Punkte hinzu.

Viktor am 8. Brett war auch immer am Start. Leider in den letzten zwei Runden mit etwas Pech, sonst wären es mehr als 3,5/9 Punkte geworden.

Am neunten Brett haben wir mit Edelreservist Andreas einen Spieler, der gerne häufiger am Brett gesehen wird. 2,5/4 sind anständig. Gewinnt Andreas, gewinnt das Team.

Die Reserve hat mit 5/11 ihr Möglichstes getan, um uns auszuhelfen. Daher nochmals vielen Dank an Thomas Benthin, Bernd (wir werden dich vermissen) Klawitter, Daniella Wagner, Kay Kipke, Jan Summers, Philip David, Volker David und Darius Schiffmann.

Außerdem ein Dank an Baldur Schroeter und Carl Buhr für die Mannschaftplanung. Ebenso an Björn Frontzek für die Mannschaftsführung bei Union und den tollen Bericht dazu. Auch vielen Dank an Thomas Rosien für das schnelle Korrekturlesen und Onlinestellen der Berichte.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Es war mir eine große Freude mit Euch allen in dieser Mannschaft gespielt zu haben. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit Euch.

(Marco Hanssen)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/15-ksh5.php
01.01.2017, 00:00 (tr)
 
 
 
 
 
 
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