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Chronik: Archiv
Donnerstag, 23. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Hamburger Blitz‑Einzelmeisterschaft 2014
 30. März 2014 
Endstand
Pl. Teilnehmer DWZ Verein Sp. g. u. v. Pu. Bhz. SoBe.
1. Cremer, Jochen 2097 Königsspringer Hamburg 13 9 2 2 10,0 101,0 76,50
2. Lampert, Jonas 2336 Hamburger SK 13 9 1 3 9,5 100,5 68,50
3. Hebbinghaus, Holger 2237 SK Marmstorf 13 7 4 2 9,0 97,0 63,00
4. Hochgräfe, Markus, Dr. 2296 SC Diogenes Hamburg 13 8 2 3 9,0 94,5 62,75
5. Mitscherling, Andreas 2190 FC St. Pauli 13 7 3 3 8,5 99,0 63,75
6. Faika, Michael 2127 Hamburger SK 13 8 1 4 8,5 97,5 58,50
7. Rakow, Thorben 2091 SK Johanneum Eppendorf 13 7 3 3 8,5 96,0 58,75
8. Zimmermann, Martin 2154 Schachfreunde Hamburg 13 7 3 3 8,5 95,5 60,25
9. Ritscher, Jan‑Paul, Dr. 2274 Schachfreunde Hamburg 13 7 2 4 8,0 96,5 55,75
10. Müller, Jörg 2050 SV Eidelstedt 13 7 2 4 8,0 89,5 50,50
11. Pfreundt, Jakob 2037 Königsspringer Hamburg 13 6 3 4 7,5 92,5 50,50
12. Stelting, Thorsten 2128 FC St. Pauli 13 7 1 5 7,5 83,5 45,50
13. Schuldt, Volker 2111 Schachfreunde Hamburg 13 5 4 4 7,0 100,0 52,75
14. Serrer, Christoph 2244 TV Fischbek 13 6 2 5 7,0 100,0 48,00
15. Kopisch, Martin 2073 Bille SC 13 6 2 5 7,0 97,5 47,00
16. Ristic, Sreten 1782 Hamburger SK 13 7 0 6 7,0 93,0 48,00
17. Neander, Swen 1999 FC St. Pauli 13 6 2 5 7,0 83,5 39,25
18. Melde, Volker 1932 SV Eidelstedt 13 7 0 6 7,0 82,5 41,50
19. Rubach, Ingo 2064 Pinneberger SC 13 6 2 5 7,0 77,0 37,00
20. Becker‑Bertau, Friedrich, Dr. 1789 Hamburger SG BUE 13 6 1 6 6,5 94,0 43,50
21. Indinger, Franz 1830 Bille SC 13 4 5 4 6,5 83,5 38,00
22. Strege, Thomas 1832 Schachfreunde Hamburg 13 5 3 5 6,5 83,5 37,50
23. Binding, Andreas 1921 Bergedorfer SV 13 6 1 6 6,5 76,5 30,00
24. Schulz, Hans‑Jürgen 1903 Hamburger SK 13 5 3 5 6,5 74,0 30,25
25. Schiele, Lars 2056 SK Weisse Dame Hamburg 13 5 2 6 6,0 101,5 45,00
26. Bertram, Andreas 2085 Bille SC 13 5 2 6 6,0 88,0 37,75
27. Hein, Ralf 1978 SC Diogenes Hamburg 13 6 0 7 6,0 88,0 37,00
28. Franke, Lutz 2052 SK Union‑Eimsbüttel 13 5 2 6 6,0 88,0 36,50
29. Hartmann, Christian 2004 Barmbeker SK 13 5 2 6 6,0 88,0 34,75
30. Riering, Berthold 1915 SV Blankenese 13 5 2 6 6,0 76,5 27,75
31. Janzen, Lars 1834 Hamburger SK 13 6 0 7 6,0 74,5 27,50
32. Gröppel, Peter 1874 SC Diogenes Hamburg 13 6 0 7 6,0 74,0 25,50
33. Stock, Ulrich 1892 FC St. Pauli 13 5 2 6 6,0 73,0 24,25
34. Scheele, Marcus 1958 SV Blankenese 13 5 1 7 5,5 78,5 25,25
35. Bigalke, André 1958 Barmbeker SK 13 4 3 6 5,5 68,5 25,00
36. Harasim, Michael 1788 Hamburger SG BUE 13 5 0 8 5,0 70,5 19,50
37. Linnebuhr, Timm 1618 SC Schwarz‑Weiß Harburg 13 3 2 8 4,0 63,0 17,50
38. Foo, Tzun Hong 1148 Hamburger SK 13 4 0 9 4,0 62,0 12,50
39. Weißhuhn, Stefan   SV Blankenese 13 3 1 9 3,5 63,5 10,25
40. Becker, Thomas 1885 Langenhorner Schachfreunde 13 2 1 10 2,5 72,0 8,50
41. Hofmeier, Arthur 1333 Hamburger SK 13 2 1 10 2,5 66,0 7,75
42. Sredojevic, Sinisa 1468 SV Blankenese 13 2 1 10 2,5 65,5 11,25
Bericht

Anomalien des Zufalls

Es war wieder einmal soweit: Einmal jährlich lädt der Hamburger Schachverband in die Kantine der Signal‑Iduna Versicherung in der City Nord, um den Hamburger Blitzmeister zu ermitteln. Dabei hat der Verband nun endlich einen Wunsch der Teilnehmer umgesetzt und die sinnfreie Qualifikationsrunde am Samstag abgeschafft und stattdessen einfach am Sonntag gleich 13 Runden Schweizer System angesetzt.

Der Erfolg zeigt sich prompt: Mit 42 Teilnehmern ist das Turnier trotz des tollen Frühlingswetters und der Sommerzeitumstellung in der Nacht zuvor quantitativ wie qualitativ hervorragend besetzt. Es wäre allerdings schon eine Überlegung wert gewesen, den Beginn um eine Stunde nach hinten zu schieben, denn so ein Spielbeginn um 10:00 Uhr (also gefühlt 09:00 Uhr) ist schon ein wenig hart. Von den Königsspringern sind außer mir noch Jakob Pfreundt, Marcus Möhrmann und Günter Schierholz anwesend, die letzten beiden allerdings als Zuschauer.

In den ersten Runden macht mir die Müdigkeit noch arg zu schaffen. Wie kann es sonst sein, dass ich in meinen beiden ersten Weißpartien in der 1. und 3. Runde gleich dreimal eine Springergabel auf c2 zulasse? In der ersten Runde kann ich mit Glück noch einen schlechteren Spieler schlagen, aber in der dritten Partie bekomme ich gegen Volker Schuldt verdientermaßen die erste Null verpasst. Nur das Remis in der zweiten Runde gegen Markus Hochgräfe (diesmal inklusive Springergabel meinerseits) lässt ein wenig aufhorchen. Aber so kann es natürlich nicht weitergehen.

In den Runden 4 bis 6 lässt die Müdigkeit langsam nach und so pflüge ich mich durchs Mittelfeld. Die beiden Tassen Kaffee zeigen bei den Arbeitssiegen gegen immer stärker werdende Gegnerschaft so langsam ihre Wirkung und mit 4,5/6 habe ich wieder Anschluss an die Spitzengruppe. Schlagartig wach werde ich jedoch plötzlich, als …

… es in Runde 7 am Spitzenbrett gegen Jonas Lampert geht. 16 Jahre alt, Elo 2360, 6 aus 6, Setzlistenplatz 1 – ich bin gerade mal an 11 gesetzt. Wieder gibt es die gleiche Anti‑Slawisch Variante, die mir schon Markus Hochgräfe vorgesetzt hatte. Aber dann bekommt er im Mittelspiel Probleme: Sein Turm auf der Grundreihe wird von meinen Läufern ins Kreuzfeuer genommen und kann sich nur unter Materialverlust retten. Aus die Maus, Punkt für mich!

Prompt lauert in der nächste Runde Michael Faika auf mich. »Nur« DWZ 2127, aber ein ganz gefährlicher Zocker im Blitzen. Als ich in einer ganz guten französischartigen Stellung ein wenig zu früh rochiere, schleudert er mir reflexartig in gefühlten 0,5 Sekunden seinen h‑Bauern entgegen, sodass es meinem Opi ganz mulmig wird. Ich kann zwar in der Folge noch ernsthafte Gegenwehr leisten, gehe aber im Königsangriff unter. So viel zum Thema Spitzengruppe.

Aber ich bleibe dran. In der 10. Runde muss ich gegen Holger Hebbinghaus antreten. Sich an dieser Stelle über Holgers Blitzqualitäten auszulassen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. In bereits schlechterer Stellung stelle ich zweizügig meinen Springer auf d7 ein und bekomme nur einen mickrigen Bauern dafür. Allerdings versperren meine Bauern auf b6 und f6 seinem Springer den Rückweg. Zeig’ mir doch mal, wie Du den wieder rausbekommst. Noch zwei gegen zwei Minuten, seine Uhr tickt. Schließlich muss er die Figur zurückgeben und nimmt mein Remisangebot an.

Nach zwei weiteren Siegen stehe ich vor der letzten Runde gemeinsam mit Holger mit 9/12 an der Spitze. Wichtiger als ein möglicher Turniersieg wäre mir eigentlich eine Qualifikation zur Norddeutschen Meisterschaft, also biete ich Andreas Mitscherling remis an. Aber er lehnt ab und will es ausspielen. Welch Duplizität der Ereignisse: Auch sein Turm auf der Grundreihe gerät ins Kreuzfeuer meiner Läufer. Er muss eine Figur geben und gibt kurz darauf auf. Als kurz darauf Markus Hochgräfe gegen Holger auf Zeit gewinnt, ist es tatsächlich geschafft: Ich bin Erster geworden! Damit hatte ich am allerwenigsten gerechnet.

Bei der Siegerehrung gibt’s die neueste Fritz‑Version zusammen mit der Qualifikation zur Norddeutschen und einen warmen Händedruck. Den bekommt auch Jakob, der für seine guten 7,5/13 auch noch einen Sachpreis mitnimmt.

Also Leute: Ich kann das Turnier fürs nächste Jahr nur jedem empfehlen. Ein klasse besetztes Blitzturnier mit gutem Modus direkt vor der Haustür für lau, was will man mehr?

(Jochen Cremer)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/14hbem.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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