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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Deutsche Ländermeisterschaft 2014
 2 bis 7. Oktober 2014 in Hannover 
Endstand
Pl. Mannschaft TWZ g. u. v. MP BP Bhz.
1. Baden 1 2057 6 0 1 12 33,5 56,0
2. Rheinland‑Pfalz 1969 5 0 2 10 35,5 58,0
3. Bayern 2060 5 0 2 10 32,0 59,0
4. Niedersachsen 1 2007 4 1 2 9 31,0 59,0
5. Schleswig‑Holstein 1949 4 1 2 9 31,0 56,0
6. Thüringen 1791 3 3 1 9 31,0 45,0
7. Hessen 2 1800 4 0 3 8 30,5 42,0
8. Nordrhein‑Westfalen 2032 4 0 3 8 30,0 56,0
9. Hessen 1 1992 3 1 3 7 32,0 62,0
10. Sachsen 1857 3 1 3 7 32,0 50,0
11. Württemberg 1888 3 1 3 7 29,5 51,0
12. Baden 2 1784 3 1 3 7 29,5 51,0
13. Berlin 1905 3 1 3 7 27,5 47,0
14. Sachsen‑Anhalt 1801 3 1 3 7 25,0 43,0
15. Hamburg 1834 3 0 4 6 33,0 39,0
 

Jakob Kneip (3/6)
Alexander Spät (2/6)
Jakob Pfreundt (5/6)
David Krüger (4½/6)
Carina Brandt (3½/6)
Lennart Meyling (2/6)
Henrike Voß (2/6)
Masza Michna (3/6)

16. Mecklenburg‑Vorpommern 1651 3 0 4 6 33,0 33,0
17. Niedersachsen 2 1803 2 1 4 5 23,5 46,0
18. Team Nord 1583 2 0 5 4 20,5 42,0
19. Brandenburg 1728 1 0 6 2 20,0 36,0
Bericht

DLM 2014 – Ein Turnier mit gemischten Ergebnissen

Der Maschsee spiegelte golden die Sonnenstrahlen auf den Platz an der menschenleeren Promenade, als ich mich mit Alex an einen der gefühlt 100 Biertische setzte. Ein Sonntagmorgen im Oktober, wie er im Buche steht. An diesem Sonntag hatte die Hamburger Mannschaft auf der DLM spielfrei.

Und das kam so: am Donnerstag, den 2. Oktober um 14 Uhr irgendwas trafen wir uns am Hamburger Hauptbahnhof, als da wären: Carina Brandt, Jakob Kneip (U20), Alexander Spät (U18), Jakob Pfreundt, Masza Michna (U16), David Krüger (U14), Henrike Voß, Lennart Meyling (U12) und Kevin Högy (Betreuer und Delegationsleiter).

Wenig überraschend für mich war der Zug Richtung Uelzen voll besetzt, durch den 3. Oktober und das lange Wochenende war gefühlt Freitagmittag. Nach zähem Kampf mit der Uelzener Hundertwasser‑Unterwelt erreichten wir den Metronom nach Hannover, dort kamen wir gegen 17:15 Uhr an und bezogen gleich die Zimmer: Vier der Jungs und die drei Mädchen wohnten in einem Nebentrakt – dort hatte auch ich mein Zimmerchen. Kevin und Jakob wohnten beinahe maximal entfernt im noblen Neubau im 4. Stock.

Ein Abendessen später ließ ich mich breit schlagen und ging mit auf die Betreuersitzung, die relativ flott ging und neben dem üblichen »Setzplatzgeschacher« nicht viel Erhellendes brachte, außer der Freitagnachmittag‑Aktion auf der Sportmeile beim Bürgerfest (siehe unten). Erstaunlich hoch war die Zahl der Spieler in den Mannschaften (bis zu 10) und ebenso erstaunlich, dass einige immer noch Spielerinnen oder Spieler melden, die gar nicht da sind, um einen höheren DWZ‑Schnitt zu generieren für einen höheren Setzplatz.

Unser Team war an 11 gesetzt von 19 und hatte sechs (!) Neulinge dabei, die erst mal die DLM kennenlernen mussten. In der ersten Runde bekamen wir mit NRW gleich einen Medaillenkandidaten serviert. Die Vorbereitung hatten wir eingetauscht gegen mehr Schlaf, die Auslosung war sowieso erst kurz vor 23:00 Uhr da (siehe oben »schachern«). Und so standen wir um 6:45 Uhr auf und waren um 7:25 Uhr schon auf dem Weg zurück und ans Vorbereitungsbrett, als die anderen Mannschaften so langsam im Frühstückssaal eintrudelten. Die Runde begann morgens um 8:30 Uhr.

Alles klappte recht prima, die vorbereiteten Positionen standen da und waren aussichtsreich. Aber mit den Punkten klappte es nur mäßig, und um es vorwegzunehmen: Gegen gute Gegner blieb es das gesamte Turnier so. 3:5 verlor unser Team gegen NRW, eine Sensation lag kurz in der Luft.

Nach der Runde hieß es ab zum DSJ‑Stand bei herrlichem Sonnenschein und 20 Grad. Da sollten die Länder ihren Meister im Konditionsblitzen ausspielen. Die Hamburger Vertretung schaffte es bis ins Achtelfinale und verlor dort. Beim Beachrugby war es interessant zuzuschauen.

Am Abend hatten wir genug Zeit, um uns auf Baden 2 vorzubereiten. In der Mitte wurde solide gewonnen, an den Brettern 2, 6 und 7 wurden die Spieler überrascht und man muss sagen, dieser Kampf wurde am deutlichsten verloren, obwohl es 3,5:4,5 hieß. Mehr als 3,5 Punkte waren nicht drin.

Also gleich in der zweiten Runde des Tages, also der insgesamt dritten, da ging es um das Freilos. Gegner war Sachsen‑Anhalt und es kam wie oben: Viele aussichtsreiche Stellungen (Alex, Masza, Jakob, Henrike), aus denen nur ein Brettpunkt herausgeholt wurde. Und so ging auch der Kampf gegen Sachsen‑Anhalt verloren mit 3:5, nur David konnte seine Partie gewinnen.

An besagtem Spielfrei‑Morgen entschlossen sich Alex und ich, an den Maschsee zu gehen und dort die Sonne zu genießen und mit Laptop und Brett Eröffnungen zu trainieren. Der Gegner am Nachmittag aus Brandenburg tat Alex den Gefallen und spielte exakt das, was wir vormittags geübt hatten. Die Position war aussichtsreich aber mehr als remis kam nicht raus. Die DLM ist eben doch ein hartes Pflaster, alle wehren sich lange. Die junge Brandenburger Mannschaft auch, aber vergeblich. 6,5:1,5 hieß das Endergebnis für unsere Hamburger Mannschaft, wobei die Brandenburger auch noch ihren besten Spieler (3 aus 3) draußen gelassen haben und stattdessen mit Ersatzspieler antraten.

In der folgenden Runde am Morgen des Montags spielte unser Team gegen MeckPomm. Das wollte unbedingt vor uns landen und hatte einige Überraschungen parat. Nach einer schnellen Niederlage sah es ein Weilchen echt schlecht aus, aber die Spielstärke setzte sich durch und mit 6:2 konnte der zweite Sieg eingefahren werden. Den Nachmittag nutzten einige zum Besuch des Zoos. Andere waren froh, mal nichts machen zu müssen.

Die letzte Runde brachte Thüringen, die schon 7 Mannschaftspunkte gesammelt hatten und wie viele Teams mit zwei Trainern und zwei Eltern angereist waren. Eltern waren dieses Jahr ausgesprochen viele dabei.

Schon früh am Montagnachmittag startete ich die Vorbereitung mit den beiden Spielern unseres Vereins, Alex und Jakob. Alex sollte nochmal punkten mit einer scharfen Variante und Jakob sollte langes Druckspiel aufrechterhalten. Mit David paukte ich Spanisch und mit Masza Caro‑Kann. Carina kam nach dem Zoo auch noch dazu und spielte gegen Französisch.

Lange Rede, kurzer Sinn: Viele gute Stellungen und wenig Punkte. Insbesondere Carina hatte eine aussichtsreiche Stellung und ließ einen Turm hängen. Wie man so sagt: Pech im Spiel, … 3:5 hieß es, und am Ende rutschte unser Team auf Platz 15 ab.

Alex konnte viel wiederholen und hatte ebenso wie Carina etwas Pech. Aber er wird sich die DWZ‑Punkte zurückholen in den Sonntagsmannschaften. Jakob spielte ganz stark und ist mit 5 aus 6 der Top‑Torjäger der Mannschaft, zudem konnte er einige neue Freundschaften in sozialen Netzwerken schließen.

Dazugelernt habe alle etwas und viele Dinge wurden vertieft am Brett und in der Analyse. Und neben dem Schach gab es viele tolle andere Sachen: Munchkin spielen oder Wizard, Fun‑Kekse, Mandalas ausmalen, Quizduell usw. usw. Langweilig wurde es selten und alle haben sich gut verstanden, was sehr schön war. Am Montag hatte Henrike Geburtstag und neben einem kraftvollen Geburtstagsständchen am Morgen gab’s noch ein paar kleine Geschenke.

Nach der Siegerehrung am Dienstag zogen wir zügig Richtung Hauptbahnhof, um noch vor 18:00 Uhr am Hauptbahnhof in Hamburg anzukommen. Das war eine gute Entscheidung, denn es war trotz starken Regens in Hannover einmal Regenpause, zudem kamen wir vor dem Lokführer‑Streik an und vor den Gleisbesetzern am Hamburger Hauptbahnhof.

Zum nächsten Jahr ändern sich einige Regeln in Hinblick auf die DLM. Aber Hamburg muss ja auch nicht jedes Jahr mitmachen. Man kann auch mal Pause machen.

(Boris Bruhn)

Quelle: Deutsche Schachjugend
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/14djlm.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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