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Chronik: Archiv
Sonntag, 19. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Schachreise 2014 nach Plön
 12. bis 18. Oktober 2014 
Alle haben Spaß

Sehr früh an einem Sonntag, nämlich bereits um viertel vor neun, trafen sich 17 Königsspringer vor dem Reisezentrum am Hauptbahnhof, um gemeinsam mit der Bahn nach Plön zur diesjährigen aufzubrechen. Geplant war jedoch, dass außer Baldur, der am Samstagmorgen verhindert war, und Steffen, der zum Mittagessen mit dem Auto voller Material zu uns stoßen sollte, alle weiteren 18 Teilnehmer am Treffpunkt erscheinen. Durch einen Anruf wurde schnell klar, dass Henry Köser am Bahnhof Altona stand. In letzter Minute wurden Henry und sein Gepäck dann doch noch in den richtigen Zug gehievt, sodass die Reise vollzählig angetreten werden konnte.

Die zweistündige Fahrt verlief dann relativ ereignislos und in Plön angekommen, konnten die Teilnehmer auf dem ungefähr drei Kilometer langen Weg zur Herberge schon einmal für die Wanderung üben, während das Gepäck mit dem kniekranken Justus direkt per Taxi gebracht wurde. Nach dem Beziehen der Zimmer kam zum Mittagessen dann ein leckerer Kartoffelauflauf mit Putenbraten auf den Tisch, der auf eine gute Verpflegung während der Reise hoffen ließ. Dieses Versprechen wurde auch eingehalten: Ein zusätzliches warmes Gericht abends, Camembert, knackige Brötchen und zu jeder Mahlzeit frisches Obst sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass man mit der Verpflegung sehr zufrieden sein konnte.

Am ersten Nachmittag wurde in Form eines Spazierganges durch einen kleinen Wald am See entlang noch einmal frische Luft geschnappt und anschließend wurden ein paar Kennenlernspiele gespielt. Obwohl kennenlernen nur bedingt notwendig war, da sich alle Teilnehmer bis auf Felix’ kleinen Bruder Linus bereits von der letzten Reise kannten, hatten alle Spaß. ›Alle haben Spaß‹ entwickelte sich übrigens zum Credo der Reise und wurde insbesondere von Justus lauthals und oftmals skandiert. Bei dem Spieleabend, der traditionell am ersten Abend der Reise stattfindet, erfreuten sich insbesondere ›Hannabi‹ und ›Ohne Furcht und Adel‹ großer Beliebtheit. Um halb neun bzw. halb zehn machten sich die Teilnehmer bereit für ihre erste Nacht in der Plöner Jugendherberge.

Nach dem Frühstück begann am Montag für alle das Schachtraining. In drei Gruppen, geleitet von Baldur, Steffen und mir, wurde jeden Vormittag Wissen rund um die 64 Felder vermittelt. Baldurs Gruppe war die größte und deshalb erhielt Baldur Unterstützung in Form von Basti, der so viel über das Traininggeben lernen konnte. Am Nachmittag fand das Fußballturnier statt. Wobei Turnier vielleicht etwas zu hoch gegriffen ist, da wir in zwei Mannschaften auf ein Tor spielten. Dies lag neben einer riesigen Pfütze vor dem zweiten Tor auch daran, dass der Leiter des nahegelegenen Campingplatzes uns trotz vorheriger Zusage einer Mitarbeiterin den Zutritt zu dem zugehörigen Fußballplatz aus Sorge um angrenzenden frisch gesäten Rasen verweigerte. Am Ende spielten wir also doch vor der Herberge und konnten einige Treffer bei leichtem Nieselregen bestaunen. Abends drehte sich dann wieder alles um Schach, oder eben auch nicht. Denn beim Märchenschach werden die Partien von kuriosen Ansagen überlagert, die den Spielen oft völlig unerwartete Wendungen verleihen. So verschwanden urplötzlich Figuren vom Brett und Partien wurden durch ›Schere, Stein, Papier‹ entschieden.

Dienstags wurde gewandert. Ausgestattet mit einem Lunchpaket machten wir uns nach einer kurzen Trainingseinheit auf den Weg, um den nahegelegenen Schöhsee zu umrunden. Doch schon nach einer Stunde wurden wir von einem starken Regenschauer überrascht und suchten Schutz unter dem Vordach einer Apotheke, in der Baldur praktischerweise Ohropax kaufen konnte. Diese brauchte er für die Nacht, denn am Vortag war eine Schulklasse angekommen, die über unseren Zimmern anscheinend viel Spaß am Möbelrücken in der Nacht hatte. Die Wanderung stand wegen des Regens kurz vor dem Abbruch, doch unter der Leitung des Wanderexperten Steffen Dettmann zogen wir, sobald sich der Regen lichtete, weiter. Steffen führte uns auf einen regengeschützten Waldweg und kurz darauf legten wir in einem Holzunterstand die Mittagspause ein. Als wir weiterzogen, wurde auch das Wetter zunehmend besser und wenig später beschwerten sich schon die ersten über die Sonnenstrahlen. Auf einem kleinen Rastplatz pausierten wir ein weiteres Mal, bevor wir uns im Schlussspurt auf in Richtung Herberge machten. Am Abend wurde das langersehnte Tandemturnier gespielt, bevor alle mehr oder weniger erschöpft in ihre Kissen fielen.

Nachdem die ersten zwei Tage mit Fußball und Wandern eher durch körperliche Aktivitäten dominiert wurden, lag der Fokus am Mittwoch ganz auf dem königlichen Spiel. Direkt nach dem Mittagessen startete das Schnellschachturnier, das dann auch fast bis zum Abendessen andauerte. Aus einem relativ ausgeglichenen Feld stach Kevin Kipke hervor, der mit 7/7 unangefochten den Sieg errang. Es wurden viele Partien analysiert und zumindest zum Teil ordentliches Schach gespielt. Im Abendprogramm spielten wir als Ausgleich zu den vielen Stunden Schach ›Die Werwölfe von Düsterwald‹, immer wieder ein Highlight, das schon in den Tagen zuvor vehement gefordert wurde. Die Werwolf‑Runde fand leider oder vielleicht auch zum Glück ohne stimmungsvolle Apfel‑Zimt‑Duftkerzen statt, da wir fürchteten, damit den Feueralarm auszulösen. Dieses Kunststück war in der Nacht von Montag auf Dienstag bereits der Schulklasse gelungen und hatte uns eine halbe Stunde Wartezeit in der Kälte sowie eine Störung der Nachtruhe der jüngeren Teilnehmer eingebracht.

Auch am Donnerstag wurde viel Schach gespielt. Am Nachmittag gab es ein Teamturniersimultan, bei dem man sich die Bedenkzeit zuvor durch Aufgaben an Stationen verdienen musste. Neben Klassikern wie dem Schreiben von Gedichten und dem Malen von Bildern kamen die Stationsleiter auch auf ausgefallene Ideen wie Duschgel‑Anschlägen auf andere Stationsleiter, die von Philip nur zu gern ausgeführt wurden. Nach dem Abendessen verließ uns leider Steffen, der auf der Reise krank geworden war. Neben den anderen Erfahrungen wird ein Erlebnis ihm sicherlich in Erinnerung bleiben, denn ihm ist auf der Reise das perfekte Hanabi‑Spiel gelungen, das im Übrigen auch auf Video festgehalten ist. Nach dem Abendessen wurde dann Kuddelmuddel‑Schach gespielt. Besonders überraschen konnte das Team aus Baldur und Linus, das 4,5/7 holten.

Der Freitag begann mit einer unangenehmen Überraschung: Wir erfuhren während des Trainings davon, dass die Bahn das ganze Wochenende streiken würde. Gleich nach dem Mittagessen versuchten wir, mehr Informationen zu erhalten, was uns nicht gelang, da die Servicehotline auch nicht viel wusste. Nachdem auch jegliche Versuche spontan einen Reisebus zu mieten scheiterten, wandten wir uns an die Eltern, um die Rückfahrt zu organisieren. Die Telefonlawine rollte und schon bald hatten sich glücklicherweise genügend hilfsbereite Eltern gefunden, sodass wir uns dem eigentlichen Nachmittagsprogramm zuwenden konnten. Dieses bestand in einer von Justus und Hendrik organisierten Rallye, die die Teilnehmer in drei Gruppen durch Plön schickte. Wie in den letzten Jahren gab es wieder eine kleine Stärkung beim örtlichen Bäcker und viele kleine Rätsel. Abgesehen von einer leichten Verwirrung, welcher Bäcker denn gemeint sein sollte, kamen alle Gruppen gut zurecht und konnten sich nach dem Abendessen auf die Abschlussshow freuen. Diese beinhaltete einen kurzen Bildervortrag, das Vorlesen einiger im Rahmen der Aktionen entstandenen Gedichte und die Auswertung des Reisepokals. Auch diesmal wurden für die meisten Aktionen auf der Reise Punkte vergeben, um am Ende den Pokalgewinner zu ermitteln. Letzten Endes setzte sich Kevin Kipke vor Jan Summers durch und durfte sich über den Pokal freuen, auf den er die ganze Reise hingearbeitet hatte. Im Anschluss an die Siegerehrung wurde noch einmal Werwolf gespielt, bevor dann alle ein letztes Mal in die Herbergsbetten schlüpften. Am nächsten Morgen wurden dann in entspannter Atmosphäre die letzten Habseligkeiten in die Koffer gepackt, um dann gegen zehn in einem der elterlichen Autos bequem zurück nach Hause zu fahren. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an alle Fahrer, die spontan eingesprungen sind!

Insgesamt war es eine sehr harmonische Reise mit vielen gelungenen Aktionen, auf der alle Spaß hatten und sicherlich auch viel gelernt und erlebt haben. Bastian und Hendrik haben erstmals die Leiterrolle eingenommen und diese Aufgabe sehr gut erfüllt. Wenn im nächsten Jahr alles wieder so gut klappt, freu ich mich auf die nächste Herbstreise!

(Shumon Akram)

Bilder von der Schachreise
 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/14-reise.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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