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www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 6 · Kreisliga A 2014
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Altonaer SK Finkenwerder 6 5 5 6 50,5 18
2. SK Marmstorf 3 6 3 5 5 7 6 5 5 44,5 14
3. Niendorfer TSV 2 2 2 5 3 7 5 38,5 12
4. Hamburger SK 15 3 5 3 2 4 35,0 9
5. Langenhorner Schachfreunde 2 3 3 6 4 3 5 4 5 35,5 8
6. TV Fischbek 3 3 5 4 4 2 5 31,5 8
7. SK Johanneum Eppendorf 5 1 5 4 5 3 5 33,5 7
8. SK Weisse Dame Hamburg 3 2 2 3 6 3 5 32,5 6
9. Hamburger SK 16 3 1 4 5 3 4 30,5 6
10. Königsspringer Hamburg 6 3 3 4 3 3 3 4 28,0 2
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Spieler
KSH
6
Mannschaftsführer:
Marco Hanssen
A H A H A A H A H
ALT
 
WDH
3
FBK
3
MAT
3
LGH
2
HSK
16
SKJ
5
HSK
15
NIE
2
51 Hanssen, Marco ½   1 ½ 1 0 0 ½  
52 Benthin, Thomas 0 0 0 ½ 1 0    
53 Lenz, Finn‑Thore 0 1 ½   0 1 0   0
54 Pfreundt, Mathis 1 0 ½ ½ 1 1 0 1 ½
55 Wagner, Daniella           0 ½ 0  
56 Samm, Bastian ½   0 ½ 0 1 0 1 ½
57 Berger, Hendrik ½ 0 1     0      
57a Otzen, John‑Lauritz 0 0   0 0   ½   1
58 Kipke, Kevin 0 0 0 0 0   1 1 1
59 Klawitter, Bernd         0 1 1 ½ 0
60 Badura, Christopher                  
62 Gette, Viktor   ½              
64 Schulz, Hans   1   1          
68 Wendel, Melchior     0 0          
81 Kipke, Mark               0  
95 Kipke, Kay                 0
101 Köppen, Cedric                 0
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1. Runde
17.01.2014 Altonaer SK Finkenwerder Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, ASK‑Vereinsräume, Königstr. 32, 22767 Hamburg

1 Christian Wiener Marco Hanssen ½ : ½
2 Lucas Brauner Thomas Benthin 1 : 0
3 Walter Diehl Finn‑Thore Lenz 1 : 0
4 Mahmood Amini Mathis Pfreundt 0 : 1
5 Gerhard Bissinger Bastian Samm ½ : ½
6 Philipp Schreiber Hendrik Berger ½ : ½
7 Branko Kobilarov John‑Lauritz Otzen 1 : 0
8 Manfred Vogel Kevin Kipke 1 : 0

10.01.2014 Hamburger SK 15 Hamburger SK 16 :
10.01.2014 Niendorfer TSV 2 SK Johanneum Eppendorf 5 :
10.01.2014 SK Weisse Dame Hamburg 3 Langenhorner Schachfreunde 2 3 : 5
10.01.2014 TV Fischbek 3 SK Marmstorf 3 3 : 5

Nix zu holen beim starken Altonaer SK Finkenwerder

Die erste Runde führte uns nach Altona, was doch deutlich besser zu erreichen ist, als einst Finkenwerder. Bereits die DWZ unserer Gegner ließ darauf schließen, dass es heute sehr schwierig werden würde, Punkte zu holen. Das Team aus Altona ist für die Kreisliga fast schon unverschämt stark aufgestellt und obwohl unsere Gegner leicht ersatzgeschwächt auftraten, waren sie dennoch von den Zahlen her klarer Favorit.

Als ich mich nach etwa 45 Minuten das erste Mal aufmachte, die anderen Stellungen zu begutachten, war Mathis bereits in einem Doppelturmendspiel angekommen, welches aber nicht schlechter für ihn war. Finn hatte im Vorstoßfranzosen viel Druck, Thomas, Bast und Hendrik standen ausgeglichen. Kevin hatte in seiner ersten Partie im angenommenen Damengambit etwas die Übersicht verloren, noch war hier aber alles im Lot. Bei John gab es leider schon den ersten Rückschlag zu verzeichnen. Er musste die Dame gegen Turm und drei Bauern hergeben. Aber auch das ist noch kein Grund zur sofortigen Aufgabe. Bei mir entstand eine spannende Stellung mit beiderseitigen taktischen Motiven, sodass mein Gegner und ich viel Zeit investierten.

Nach etwa zwei Stunden lagen wir leider durch die Niederlagen von Kevin und John 0 zu 2 zurück. Bei Kevin ist leider eine Figur und dann auch die Stellung abhanden gekommen. John sah sich ebenfalls dazu gezwungen aufzugeben, als er auch noch einen Turm einstellte. Dennoch gab es hier noch keinen Grund zur Sorge. Mathis hatte im inzwischen entstandenen Turmendspiel einen Mehrbauern, Basti in seiner Hausvariante (ja, die mit 2. a3) die deutlich bessere Zeit und auch Hendrik hatte im Schwerfigurenendspiel noch alle Chancen. Einzig Thomas geriet unter Druck. Finn konnte den Druck auf den Gegner weiter erhöhen und schnürte diesen an beiden Flügeln ein. Mathis gewann und es sah wieder wirklich gut aus.

Nachdem Mathis auf 1 zu 2 verkürzte und Basti einen Bauern mehr hatte, hegte ich leise Hoffnung, doch einen Punkt aus Altona entführen zu können. Basti und Hendrik bekamen fast zeitgleich Remisangebote. Ich überließ es beiden, ob sie annehmen wollten oder nicht. Beide nahmen an, was bei Basti trotz des Mehrbauern eine gute Sache war, zu passiv standen seine Figuren inzwischen.

2 zu 3 also, aber noch alles drin. Etwas zuvor schaute auch Thomas (Rosien) herein. Was er sah, konnte aber leider nicht mehr gefallen. Thomas (Benthin) musste leider taktisch eine Qualität geben und kämpfte von nun an ums Überleben. Meine Stellung war nach wie vor unklar und zu allem Überfluss stellte Finn eine ganze Figur ein. Sehr ärgerlich, wo er den Gegner doch so schön überspielt hatte.

Das war es also mit unseren zarten Hoffnungen auf einen Punkt. Finn verlor und ich bekam, kurz darauf im Turm+Springer‑Endspiel ein Remisangebot. Eine Annahme würde die Niederlage bedeuten, allerdings hatte Thomas inzwischen einen ganzen Turm weniger. Daher entschied ich mich aufgrund der voraussehbaren Niederlage gepaart mit sehr knapper Bedenkzeit, das Angebot anzunehmen.

Am Ende steht eine 2,5 zu 5,5 Niederlage, die uns aber nicht aus der Bahn wirft. Es wurde an vielen Brettern lange und hart gekämpft und mit etwas mehr Glück, wäre vielleicht der eine oder andere Brettpunkt noch drin gewesen.

Nächste Runde geht es gegen Weisse Dame, wenn wir da genauso auftreten, wie in Altona, dann holen wir unsere ersten Punkte.

(Marco Hanssen)

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2. Runde
24.01.2014 Königsspringer Hamburg 6 SK Weisse Dame Hamburg 3 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Benthin Peer von Tippelskirch 0 : 1
2 Finn‑Thore Lenz Jan Michaelsen 1 : 0
3 Mathis Pfreundt Anton Engst 0 : 1
4 Hendrik Berger Anton Schellin 0 : 1
5 John‑Lauritz Otzen Tobias Fohrer 0 : 1
6 Kevin Kipke Dierk Jensen 0 : 1
7 Viktor Gette Yasmeen Schmidt ½ : ½
8 Hans Schulz Lucas Lanzenauer 1 : 0

24.01.2014 Hamburger SK 16 SK Marmstorf 3 3 : 5
31.01.2014 Langenhorner Schachfreunde 2 TV Fischbek 3 4 : 4
24.01.2014 SK Johanneum Eppendorf 5 Altonaer SK Finkenwerder :
24.01.2014 Hamburger SK 15 Niendorfer TSV 2 3 : 5

Glückliche und unglückliche Wendungen

Am Freitag Abend um 19:00 Uhr wurde mir eine ganz besondere Ehre zuteil. Ich durfte als »nonplaying‑Ersatz‑Hanssen« die Mannschaftsführung der sechsten Mannschaft übernehmen, da Maco verhindert war. Die Aufstellung hatte er mir schon mitgeteilt und alle Spieler erschienen pünktlich. Als ich nach einer Stunde die Stellungen begutachtete, wurde mir klar, dass es ein schwieriger Kampf werden würde. Viktor hatte zwei Bauern weniger, Hans lief einer verlorenen Qualität hinterher, Mathis und Hendrik hatten einige Probleme zu lösen und nur Finn‑Thore stand besser. An Thomas’ und Kevins Brett zeigten sich ausgeglichene Konstellationen, bemerkenswert ist noch, dass Thomas’ Gegner einen unmöglichen Zug ausführte, was am Spitzenbrett sicher keine Alltäglichkeit darstellt. Routiniert wird die Situation von Thomas beseitigt. Als Erstes musste Hendrik dem Gegner dann nach 90 Minuten die Hand reichen, die Figurendynamik und positionelle Schwächen im weißen Lager gaben den Ausschlag. John gewann einen zwischenzeitlich in Aktivität investierten Bauern zurück und ich machte mir gerade Hoffnungen auf einen ganzen Punkt, als ich wenige Augenblicke später sah, dass er aufgrund einer Springergabel verloren hatte. Die spätere Analyse zeigte, dass er kurz vor Partieende selbst einen erfolgreichen Mattangriff hätte ausführen können – schade! Bei dem Spielstand versuchte Thomas, nachdem seine Stellung in Zeitnot verflacht war, mit der Abwicklung in ein Bauernendspiel auf Gewinn zu spielen und wusste selbst nicht, wie das Ergebnis einzuschätzen war. Dieser kompromisslose Versuch blieb leider ohne Erfolg, sodass wir 1:3 hinten lagen. Trotzdem war es die richtige und mannschaftsdienliche Entscheidung, ein Risiko einzugehen. Finn‑Thore hatte inzwischen einige Bauern eingesammelt und den Gegenangriff mit einem taktischen Schlag vorbildlich ausgekontert.

Inzwischen hatte Kevin einen Bauern gewonnen und er baute seinen Vorteil kontinuierlich aus, bis er mit einem Freibauern auf der sechsten Reihe eine Gewinnstellung erlangte. In dieser opferte er ohne Not seinen Springer. Vielleicht dachte er einen Durchbruch gesehen zu haben, doch am Ende stand er mit zwei einzelnen Bauern für den gegnerischen Läufer auf verlorenem Posten. Nach Thomas’ und Johns Niederlage die dritte äußerst unglückliche Wendung. Doch auch einige verlorengeglaubte Partien wendeten sich zu unseren Gunsten. Hans gewann die Qualität zurück und Viktor seine Minusbauern. Während Viktors Partie remis endete, zeigte Hans, warum der Läufer im Endspiel besser als der Springer ist, wenn auf beiden Flügeln Bauern laufen. Er gewann trotz eines Bauerns weniger. Bis kurz vor Mitternacht versuchte Mathis noch seine passive Stellung zu halten. Einen Bauern hatte er schon vor einiger Zeit eingebüßt und die eigenen Figuren mussten sich um einen weiteren kümmern. Die 2,5:5,5‑Niederlage war kurz darauf besiegelt und ich habe meiner Rolle als Ersatz‑MF nicht die gewünschte Ehre machen können. Mit Marco kehrt auch sicher der Erfolg zurück!

(Shumon Akram)

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3. Runde
07.02.2014 TV Fischbek 3 Königsspringer Hamburg 6 5 : 3
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Viktor Lochmann Marco Hanssen 0 : 1
2 Felix Reichhardt Thomas Benthin 1 : 0
3 Dieter Wasserberg Finn‑Thore Lenz ½ : ½
4 Stephan Buzuk Mathis Pfreundt ½ : ½
5 Martin Wincierz Bastian Samm 1 : 0
6 Hendrik Wesseloh Hendrik Berger 0 : 1
7 Nils Bockelmann Kevin Kipke 1 : 0
8 Hartmut Döring Melchior Wendel 1 : 0

14.02.2014 Niendorfer TSV 2 Hamburger SK 16 7 : 1
07.02.2014 Altonaer SK Finkenwerder Hamburger SK 15 5 : 3
14.02.2014 SK Weisse Dame Hamburg 3 SK Johanneum Eppendorf 5 3 : 5
14.02.2014 SK Marmstorf 3 Langenhorner Schachfreunde 2 5 : 3

Ausgelassene Chancen

Am Freitag führte uns der Weg nach Fischbek. Ein Team war rechtzeitig gefunden und auch die Anreise war einfacher, als gedacht. John hatte dieses Mal keine Zeit, dafür war Melchior am Start. Thomas wurde von allen Fischbekern fast herzlich willkommen geheißen. Mehr als einmal wurde bemerkt, dass er auf der falschen Seite des Brettes saß.

Leider war Melchior nach einer Stunde schon fertig. Der Leser ahnt es schon, hier gab’s keine Punkte. Was passiert war, habe ich nicht mitbekommen. Melchior stand nicht schlechter, hatte dann aber zügig verloren. Laut eigener Aussage war Melchior auf Damenfang und hatte dabei seinen König schutzlos zurückgelassen.

Lange Zeit geschah nicht viel, aber die Stellungen sahen, bis auf die von Mathis, gut aus. Basti hatte Raumvorteil, Hendrik einen Angriff bei unterschiedlichen Rochaden, Thomas wohl einen Bauern mehr, aber in unübersichtlicher Stellung. Ich selbst zog einen Angriff gegen den gegnerischen König auf. Kevin hatte grad die Möglichkeit, einen Bauern zu gewinnen, zog aber leider etwas anderes.

Etwa um 21:00 Uhr hatte Hendrik den ganzen Punkt eingefahren. Bei Kevin kam es zu einer Bauerngabel, allerdings hätte Kevin mit dem Ignorieren der Drohung und dem aggressiven Lxh6 wohl den gegnerischen König erlegt, zumindest aber kein Material verloren. Leider fand Kevin den Zug nicht und spielte von nun an mit einer Figur weniger.

Mathis war immer noch einen Bauern im Rückstand und Basti schob seinen Gegner so richtig schön am Damenflügel und im Zentrum zusammen. Thomas nahm einen zweiten Bauern weg, nur um zu bemerken, dass er jetzt die Dame für eine Turm geben muss. Hier war mehr für uns drin. Das Endspiel zu verwalten wird schwierig bis unmöglich.

Was macht eigentlich Finn? Finn spielte Italienisches Vier‑Springer‑Spiel (bitte korrigieren falls falsch) und hatte von Beginn an Druck aufgebaut. Ob hier mehr geht konnte ich noch nicht abschätzen.

Mein Angriff kam richtig ins Rollen und brachte mir einen Mehrbauern und eine Qualität, nur so waren alle Drohungen abzuwehren. Leider stellte ich das gute Spiel für etwa 20 Züge nun ein.

Mit der wahrscheinlichen Niederlage von Thomas können wir aber immer noch gewinnen. Die Pläne fanden ein jähes Ende, als Basti seine Partie verlor. Was war vorgefallen? Ich hab es leider nicht mitbekommen, allerdings waren Punkte jetzt in weite Ferne gerückt. Thomas war kurz vor der Aufgabe, obwohl er noch lange Zeit alles versucht hatte. Finn hatte leider einen Bauern verloren, konnte sich aber ins Turmendspiel retten. Mathis stand die ganze Zeit über passiv und hatte einen Bauern weniger. Er fragte, ob er remis anbieten dürfe. Ich habe das bejaht, da selbst bei seinem Sieg von Mathis keine Mannschaftspunkte mehr zu holen waren.

Ich hatte in der Zwischenzeit meine Qualität zurückgegeben und ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit Mehrbauern erreicht, was, meiner Einschätzung nach, gewonnen sein musste. War es auch, aber mit der Umsetzung tat ich mich ein ums andere Mal schwer. Finn bekam etwas Später sein gerechtes Remis, da er den Gegner beständig unter Druck setzen konnte. Er opferte seinen Turm gegen den Freibauern, um nun selbst mit einem Bauern auf der 5. Reihe + König am Bauern, das Remis zu sichern.

Um halb zwölf habe ich dann doch noch gewonnen, obwohl ich es mir selbst im Bauerendspiel wieder unnötig schwer gemacht habe. Ich muss an meinem Killerinstinkt arbeiten. Ich lasse die Gegner zu oft in schlechte Stellungen entkommen und gewinne nicht direkt.

Einen ganz besonderen Dank noch an Finns Mutter, die mich und Mathis noch nach Hause gefahren hat.

In zwei Wochen geht es weiter, so langsam müssen wir mal Punkte einfahren, aber die leichteren Gegner kommen ja erst nach der Endrunde.

(Marco Hanssen)

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4. Runde
28.02.2014 Königsspringer Hamburg 6 SK Marmstorf 3 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Marco Hanssen Michael Hohlbein ½ : ½
2 Thomas Benthin Stephan Barz ½ : ½
3 Mathis Pfreundt Gerhard Dahle ½ : ½
4 Bastian Samm Manfred Grove ½ : ½
5 John‑Lauritz Otzen Bodo Müller 0 : 1
6 Kevin Kipke Kristin Rosenkranz 0 : 1
7 Hans Schulz Rolf Klawitter 1 : 0
8 Melchior Wendel Detlef Tiefenbach 0 : 1

21.02.2014 Hamburger SK 16 Langenhorner Schachfreunde 2 4 : 4
21.02.2014 SK Johanneum Eppendorf 5 TV Fischbek 3 4 : 4
21.02.2014 Hamburger SK 15 SK Weisse Dame Hamburg 3 :
21.02.2014 Niendorfer TSV 2 Altonaer SK Finkenwerder 2 : 6

Bericht

Zur 4. Runde hatten wir Marmstorf zu Gast. Hier galt es, sich möglichst teuer zu verkaufen, da Marmstorf zu den starken Gegnern der Staffel gezählt werden musste.

Hendrik und Finn konnten diese Runde nicht spielen, dafür waren erneut Melchior und Hans verpflichtet worden. Eben diese beiden waren dann auch vor acht Uhr bereits fertig. Leider mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Melchior hatte verloren. Wie, habe ich leider nicht mitbekommen. Hans dagegen konnte die Dame seines Gegners fangen und den ganzen Punkt erfahren.

Die anderen Stellungen sahen hier noch in Ordnung aus, sodass ich mir leise Hoffnungen auf Mannschaftspunkte machte. Leider ist bei Kevin dann irgendwo eine Figur auf der Strecke geblieben. Hier musste mit einer Niederlage gerechnet werden. Nun kamen die Remisangebote der Gegner von Thomas und John. Aufgrund der Mannschaftssituation habe ich beiden gesagt, dass Sie weiterspielen müssen.

Basti hatte einen Bauern weniger und bei Mathis und mir war auch noch nicht klar, wo die ganzen Punkte herkommen sollten. Thomas stand sehr interessant und auch bei John gab es beiderseitige Drohungen. Leider fiel John einer dieser Drohungen zum Opfer. Im Nachhinein hätte ich Ihm doch gestatten sollen, das Remisangebot anzunehmen.

Wir lagen 1 zu 2 zurück und auch Kevin würde in Kürze verlieren, dennoch war ich hier mit dem Remis von Basti zufrieden. Kurze Zeit später konnte auch Thomas das Remis nicht mehr ablehnen. Wer mitgezählt hat, stellt fest, dass es jetzt 2 zu 4 gegen uns stand. Vielleicht hätte ich hier aufgrund der Mannschaftssituation ein wenig riskanter spielen sollen, leider habe ich mich nicht getraut. Mein Gegner nutzte die Möglichkeit, um den Mannschaftssieg mittels zweimaliger Stellungswiederholung unter Dach und Fach zu bringen. Daraufhin durfte Mathis natürlich auch Remis machen.

Was bleibt ist eine Niederlage, die insgesamt nicht unverdient ist, zumal die Gegner rund 180 DWZ mehr im Schnitt ans Brett brachten.

Nun ist erstmal die Endrunde, danach gehen wir die schwierige Mission Klassenerhalt an; genauso, wie der HSV. :-)

(Marco Hanssen)

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5. Runde
28.03.2014 Langenhorner Schachfreunde 2 Königsspringer Hamburg 6 5 : 3
19:00 Uhr, Langenhorner Bürgerhaus (1. OG), Tangstedter Landstr. 41, 22415 Hamburg

1 Rolf Marquardt Marco Hanssen 0 : 1
2 Winfried Meyer Thomas Benthin 0 : 1
3 Jamshid Ghassemzadeh Finn‑Thore Lenz 1 : 0
4 Holger Blanck Mathis Pfreundt 0 : 1
5 Ralf Becker Bastian Samm 1 : 0
6 Eckart Thom John‑Lauritz Otzen 1 : 0
7 Abbdulaziz Ahmad Kevin Kipke 1 : 0
8 Marko Oevermann Bernd Klawitter 1 : 0

21.03.2014 Altonaer SK Finkenwerder Hamburger SK 16 :
21.03.2014 SK Weisse Dame Hamburg 3 Niendorfer TSV 2 :
21.03.2014 TV Fischbek 3 Hamburger SK 15 :
21.03.2014 SK Marmstorf 3 SK Johanneum Eppendorf 5 7 : 1

Ausgelassene Chancen die 2te

In Langenhorn durften wir erstmals in dieses Saison wieder auf Bernd zurückgreifen, der in seiner langen Schachpause wieder richtig Lust zum Spielen bekommen hat. Auch spielten wir erst zum zweiten Mal ohne Ersatzspieler, weswegen Hoffnungen auf zumindest einen Punkt nicht ganz abwegig erschienen.

Schnell zeigte sich, dass wir heute Abend etwas holen konnten. Noch vor acht Uhr hatte Mathis seine Partie bereits beendet und den ganzen Punkt eingefahren. Wie der Sieg zustande kam, habe ich gar nicht mitbekommen. Als die Partie beendet war, zeigte mit Mathis nur ›Daumen hoch‹ und ich durfte und den ersten Punkt eintragen. Leider übersah John kurz darauf eine Springergabel, die eine Figur kostete, sodass Langenhorn umgehend ausgleichen konnte.

Als ich um kurz vor 9 ein Remisangebot in sehr angenehmer aber noch materiell ausgeglichener Stellung ablehnte, sah ich bereits einige erfreuliche Stellungen. So hatte Thomas einen Bauern gewonnen und den gegnerischen Turm temporär auf b7 eingesperrt. Bei Basti sah man eine von beiden Seiten aktiv geführte Partie, wobei Basti keineswegs schlechter stand. Bei Bernd war ein Bauer abhanden gekommen, allerdings hatte Bernd dafür etwas Aktivität. Kevin spiele ebenfalls eine ansehnliche Partie. Figuren raus, König in Sicherheit bringen, Schwerfiguren auf offene Linien. Nur bei Finn sah es gefährlich aus. Der Gegner hatte nicht rochiert und attackierte munter Finns König. Noch konnte Finn hier den Laden zusammenhalten, aber mir war noch nicht klar, ob er das überleben würde.

Leider übersah Kevin dann eine Drohung und die gute Partie war dahin. Hoffnung machte ich mir indes immer noch. Thomas hatte inzwischen durch eine kleine Taktik seinen Vorteil auf 2 Bauern plus Qualität ausgebaut und steuerte ungefährdet den nächsten ganzen Punkt bei. Beim Stand von 2 zu 2 habe ich die Möglichkeit gesehen, den gegnerischen König mittels eines Springers auf f6 gehörig unter Druck zu setzen. Das ganze kostet mich zwar die Qualität, aber ein Bauer und der Monsterspringer sollten genug Kompensation sein. Durch eine ungenauen Zug meines Gegners spielte sich die Stellung dann wie von selbst. Es konnten nicht mehr alle Abzüge und Doppeldrohungen abgewehrt werden, sodass ich weitere Bauern mitnahm und die Dame für Springer und Turm gewinnen konnte. Das Endspiel Dame plus 7 Bauern gegen zwei Türme plus 3 Bauern brauchte ich nicht mehr zu spielen. Die 3 zu 2 Führung war leider der letzte Punkt, den wir holen sollten.

Finn kam kurz vor dem Ende meiner Partie zu mir und fragte, ob er Remis annehmen durfte. Ich hatte gegen eine Punkteteilung nichts einzuwenden, er entschloss sich aber dazu, es weiter zu versuchen. Finn hatte den Angriff überlebt und spielte nun gegen den in der Mitte gebliebenen König. Das sah sehr vielversprechend aus.

Bernd hatte leider irgendwie einen Turm verloren und war von jetzt an auf der Suche nach einem Dauerschach. Basti kämpfte mal wieder mit zwei Gegnern, seinem Gegenüber und der Zeit. Immerhin hatte er noch 40 Sekunden für 4 Züge. Leider übersah Basti hier in schwieriger Stellung eine Mattdrohung mit Figurenopfer. Wer weiß, mit etwas mehr Bedenkzeit wäre das vielleicht nicht passiert.

Das Dauerschach, welches Bernd suchte, gab es nicht und wir lagen 4 zu 3 hinten. Jetzt war ich froh, dass Finn das Remisangebot von vorhin abgelehnt hatte. Finn landete in einem Leicht‑ und Schwerfigurenendspiel mit beiderseitigen Drohungen, wobei mir Finns Stellung unangenehmer zu spielen erschien, hier mag ich mich aber täuschen.

Nun, das Ende der Partie kam dann doch recht schnell, als Finn quasi einzügig die ganze Stellung einstellte. Ich weiß nicht mehr, ob es nur der Turm war oder es gleich Schachmatt ging. Das macht ja aber am Ende auch keinen Unterschied. Zu Buche steht eine etwas unglückliche 3 zu 5 Niederlage. Ein 4 zu 4 war immer drin.

Jetzt stehen wir vor dem Kampf beim HSK mit leeren Händen da. Null Punkte nach 5 Spielen sind einfach zu wenig. Jetzt geht es ums Ganze. Wenn wir beim HSK nicht gewinnen, ist der Klassenerhalt nicht mehr realistisch, ja kaum noch rechnerisch möglich.

(Marco Hanssen)

↑
↓
6. Runde
04.04.2014 Hamburger SK 16 Königsspringer Hamburg 6 4 : 4
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 David Chyzynski Marco Hanssen 1 : 0
2 Jens Schulz Thomas Benthin 1 : 0
3 Sandro Blesinger Finn‑Thore Lenz 0 : 1
4 Felix Ihlenfeldt Mathis Pfreundt 0 : 1
5 Wilhelm Hellhake Daniella Wagner 1 : 0
6 Alexander Stahl Bastian Samm 0 : 1
7 Wilhelm Graffenberger Hendrik Berger 1 : 0
8 Tzun Hong Foo Bernd Klawitter 0 : 1

11.04.2014 SK Johanneum Eppendorf 5 Langenhorner Schachfreunde 2 5 : 3
04.04.2014 Hamburger SK 15 SK Marmstorf 3 5 : 3
04.04.2014 Niendorfer TSV 2 TV Fischbek 3 3 : 5
11.04.2014 Altonaer SK Finkenwerder SK Weisse Dame Hamburg 3 6 : 2
↑
↓
7. Runde
09.05.2014 Königsspringer Hamburg 6 SK Johanneum Eppendorf 5 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Marco Hanssen Peter Bergfeld 0 : 1
2 Finn‑Thore Lenz Klaus Pfeiffer 0 : 1
3 Mathis Pfreundt Tim Meyerfeldt 0 : 1
4 Daniella Wagner Johann Niklas Gutte ½ : ½
5 Bastian Samm Philipp Keyser 0 : 1
6 John‑Lauritz Otzen Robin Keyser ½ : ½
7 Kevin Kipke Fabian Brüssau 1 : 0
8 Bernd Klawitter Berkan Carpan 1 : 0

25.04.2014 SK Weisse Dame Hamburg 3 Hamburger SK 16 5 : 3
25.04.2014 TV Fischbek 3 Altonaer SK Finkenwerder :
09.05.2014 SK Marmstorf 3 Niendorfer TSV 2 6 : 2
25.04.2014 Langenhorner Schachfreunde 2 Hamburger SK 15 6 : 2

Abstiegskampf pur, Runden 6 und 7

In den Runden 6 und 7 ging es gegen den HSK und SKJE, zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Sollten wir hier die nötigen Punkte holen, so 3 bis 4, könnten wir die letzten 2 Spiele ruhig angehen.

Der Leser weiß es bereits, es kam anders und wir haben nur einen Punkt holen können. Nun geht es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die Kreisklasse.

Doch wie kam es dazu?

Beim HSK konnten wir erstmals in der Saison auf Bernd und Daniella zurückgreifen und so hatte ich ein gutes Gefühl, dass wir uns 2 Mannschaftspunkte sichern können.

Der Kampf begann gut für uns. Bernd musste 59 Minuten auf seinen Gegner warten, ließ sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem Bauern im Rückstand besetzte er die offenen Linien am Damenflügel und drang über die 2. Reihe in die gegnerische Stellung ein. Als sich alle Schwerfiguren auf der 2. Reihe versammelt hatten, war das Matt nicht mehr abzuwenden.

Der erste Punkt für uns. Daniella hatte das Läuferpaar und eine soliden Mehrbauern, hier sah alles nach weiteren Punkten aus. Thomas tat sich schwer, aber auch hier war noch nichts verloren. Hendrik musste wohl die Qualität geben und gab wenig später auf.

Beim Stande von 1 zu 1 stand Mathis gedrückt und wollte remis machen, was ich zu diesem Zeitpunkt ablehnen musste. Ich selbst hatte einen schlechten Zug bereits in der Eröffnung gemacht, der mir einen Isolani und meinem Gegner das Läuferpaar bescherte. Erstmal um Ausgleich kämpfen war angesagt. Finns Stellung erschien mir unübersichtlich, aber keinesfalls schlechter.

Was machte eigentlich Basti? Der spielte eine schöne Partie gegen die lange Rochade des Gegners. Türme auf die halboffenen B‑Linie, auf der auch noch der weiße König stand. Dann kam für mich der schönste Zug des Abends mittels D×a3! Der Gegner war sichtlich überrascht. Um seinen König zu retten, musste er Dame und Springer gegen 2 Türme geben. Den Rest schaukelte Basti souverän nach Hause. Leider ging bei Daniella aufgrund eines Taktikfopps die Figur verloren. Ich bin mir gar nicht sicher, ob der Fopp überhaupt ging. Leider hat sich Daniella für die gute Partieanlage nicht belohnt und es stand 2 zu 2. Nach etwa 3 Stunden.

In der vierten Stunde sollten entscheidende Ergebnisse fallen. Thomas stand zusehends ungemütlich mit dem König in der Mitte. Hier machte ich mir Sorgen. Mir gelang es, meine Stellung zu konsolidieren und mittels Taktik eine Qualität zu gewinnen. Mathis hatte in seiner Stellung wohl Schummelchancen erhalten, denn wie genau es zu dem Sieg kam, war mir nicht klar.

3 zu 2 und 1,5 Punkte auf den Brettern sollte doch reichen, oder? Aber nicht mit mir. Mit der Qualität mehr zog ich mehrfach nicht den besten Zug, sodass ich mich in schwieriger Stellung wiederfand. Dann auch noch ein Einsteller in Zeitnot und die Niederlage war perfekt. Nachdem kurze Zeit später auch Thomas verlor, sah es finster aus.

Aber wir haben ja noch unseren Kämpfer und Langspieler Finn. Mehrfach hat er ein Remisangebot abgelehnt und sich auch eine Stellung mit Mehrfigur für 2 Bauern erspielt. Die Figur wurde dann geopfert, um einen Bauern umzuwandeln. Leider war das nicht sofort möglich und bei bester Verteidigung hätte der Gegner wohl zumindest ein Dauerschach erzwingen können. Aber auch hier schlug wohl die immer knapper werdende Bedenkzeit zu Buche. Finn konnte die Damen tauschen und mit einem Bauern gegen 3 Bauern gewinnen, da sein Bauer sofort zu einer neuen Dame werden würde.

Damit war das 4 zu 4 besiegelt, was nicht mal unverdient war. Wir hatten Glück bei den Partien von Mathis und Finn und Pech bei den Partien von Daniella und mir.

Kurzum, Entscheidung im Abstiegskampf um eine Woche verschoben.

Zur 7. Runde empfingen wir die Truppe vom SKJE, die genauso wie wir, ständig mit einer neuen Aufstellung spielten. Nach einigen Problemen, ein Team zusammenzubekommen (nochmal herzlichen Dank an Bernd für den Einsatz) und einigen Verwirrungen (wer spielt eigentlich an Brett 7?), konnte der Kampf beginnen.

Der SKJE war genau wie wir mit vielen Jugendspielern vertreten und ich zählte nicht weniger als 11 (!) Personen in diesem Duell, die zumindest einen Tag auf Endrunde zugegen waren.

Bereits nach kurzer Zeit konnte Bernd eine Figur gewinnen und steuerte auf einen Sieg zu. Bei den übrigen Partien war noch nicht viel passiert. John spielte eine wilde Angriffsparte, bei der er eine Qualität für offenen Linien und Drohungen opferte. Bei Daniella tauschte sich schnell viel ab und es ergab sich ein gleichfarbiges Läuferendspiel, bei dem ihre Bauern auf der richtigen Farbe standen. Vielleicht hätte sie hier mehr versuchen sollen. Aber das Remis war schon in Ordnung, da uns der halbe Punkt mehr zu helfen schien.

Kurz vorher hatte Bernd gewonnen und uns in Führung gebracht. Kevin hatte durch eine Taktik (Schach dem König, dann Figurengewinn) eine klare Gewinnstellung erhalten, was sich der Gegner nur noch kurz zeigen ließ. John konnte mit seinem Angriff wohl eine Figur gewinnen, aber der Gegner hatte noch ein Dauerschach. Ein Versuch, dem Dauerschach zu entkommen, würde zum Matt führen. So einigten sich die Kontrahenten kurze Zeit später auf remis. John war sichtlich unzufrieden, hatte er doch eine starke Partie gespielt und sich am Ende nur halb belohnt.

Nachdem Kevins Gegner keine Lust mehr verspürte, mit zwei Minusfiguren weiterzuspielen, lagen wir mit 3 zu 1 vorne. Kurz zuvor hatte ich Mathis davon abgehalten remis anzubieten (oder anzunehmen?). Das stellte sich nun als Fehleinschätzung meinerseits heraus. Ich stand etwas unter Druck, ebenso Finn. Aber hier sah es so aus, als hatte Finn selbst starkes Spiel gegen den gegnerischen König aufziehen können. Bei Basti war ein Bauer verloren gegangen und seine Partie würde höchstens noch einen halben Punkt einbringen.

Wer hätte damit gerechnet, dass wir nach einer 3 zu 1 Führung absolut gar nichts mehr holen? Auf den Brettern sah es jedenfalls nicht danach aus. Doch kurz darauf war bei Mathis nichts mehr zu retten und der SKJE kam wieder ran. Das 3 zu 2 schien neue Kräfte freizusetzen, denn fortan lief bei uns nix mehr zusammen und die Gegner drehten in der 4. Stunde richtig auf.

Bastis Gegner konnte in ein Figurenendspiel mit Mehrbauern abwickeln und wohl einen 2. Bauern gewinnen. Hier meinte ich noch kurz ein Figurenopfer für Basti gesehen zu haben, welches es ihm ermöglicht hätte, noch auf Fopp weiterzumachen. Einfach mal die Figur geben und versuchen, die letzten Bauern abzuholen. Ich denke nicht, dass das Ganze wasserdicht war, aber man kann den Gegner ja zumindest noch vor Probleme stellen. Immer daran denken, man muss dem Gegner auch ’ne Chance geben, sich selbst zu schlagen.

Wie dem auch sei, beim Stande von 3 zu 3 spielten noch Finn und ich. Hier habe ich mal wieder zuviel gewollt. Mit 20 Minuten für 19 Züge hätte ich mal remis anbieten sollen, da die Stellung sehr festgefahren war. Leider entschloss ich mich, einen Bauern mitzunehmen. Dabei habe ich die Opfermöglichkeiten des Gegners in der konkreten Situation unterschätzt. Quasi die ganze Partie war es für den Gegner möglich, Turm und 2 Bauern für Springer und Läufer zu erhalten. Nur eben jetzt gewinnt diese Kombination direkt die Qualität und einen Bauern. Ich schaute noch etwa 10 Minuten in die Stellung, konnte aber keinen Gegenfopp mehr finden. Daher gab ich auf, da die entstehende Stellung trostlos werden würde.

Bleibt ja nur noch Finn, der muss es (mal wieder) reißen. Dieses Mal war uns das Glück aber nicht hold. Relativ zügig nach mir hat Finn leider seine Partie wohl auch eingestellt. Glaubt man seinem Gegner, dann war doch mehr für Finn drin. Am Ende des Tages steht eine unnötige 3 zu 5 Niederlage zu Buche. Damit ist, wie bereits am Anfang geschrieben, der Abstieg fast besiegelt. Dennoch werden wir die nächsten 2 Spiele nutzen, um weiterhin Erfahrung für das kommende Jahr in der Kreisklasse zu sammeln. Da gehören wir dann sicherlich zu den Favoriten, wenn es um den Wiederaufstieg (seltsames Wort) geht.

Dennoch kann man die Saison als nicht vergebens betrachten. Das Team sammelt Wettkampferfahrung, um die nötige Härte zu bekommen. Perspektivisch sehe ich das Team weiter vorne, als es die Tabellensituation hergibt. Aber wie sagten schon so viele: »Die Tabelle lügt nicht.«

Wie dem auch sein, ich freue mich dennoch auf die nächsten 2 Spiele mit Euch.

Euer

Marco Hanssen

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8. Runde
16.05.2014 Hamburger SK 15 Königsspringer Hamburg 6 4 : 4
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Nikolai Rudenko Marco Hanssen ½ : ½
2 Stanislaw Frackowiak Thomas Benthin + :
3 Manfred Mumme Mathis Pfreundt 0 : 1
4 Werner Haak Daniella Wagner 1 : 0
5 Oliver Reiner Bastian Samm 0 : 1
6 Arthur Hofmeier Kevin Kipke 0 : 1
7 Vladimir Reich Bernd Klawitter ½ : ½
8 Finn Jonathan Gröning Mark Kipke 1 : 0

16.05.2014 Hamburger SK 16 SK Johanneum Eppendorf 5 5 : 3
23.05.2014 Niendorfer TSV 2 Langenhorner Schachfreunde 2 :
16.05.2014 Altonaer SK Finkenwerder SK Marmstorf 3 :
16.05.2014 SK Weisse Dame Hamburg 3 TV Fischbek 3 6 : 2

Erneut zu Gast beim HSK

Zur 8. Runde ging es erneut zum HSK. Leider hatte ich einige Absagen, Nichtantworten und einen spontanen Krankheitsfall im Team, sodass wir, obwohl ich noch Mark Kipke einsetzen konnte, nur zu siebt angetreten sind. Auch auf Sven Kipke hätte ich noch zurückgreifen können, da ich aber nicht wusste, dass Thomas nicht erscheinen würde, blieben wir zu siebt.

Das Angenehmste am Kampf war, dass gleichzeitig nur eine weitere Mannschaft beim HSK spielte. Mit nur 2 Teams lässt es sich dort echt gut aushalten. Für uns ging es darum, einen möglichst spannenden Kampf zu liefern, da wir quasi schon abgestiegen waren und mit einem jungen Team antraten. Die Spieler sollten Erfahrung sammeln, um gegebenenfalls nächstes Jahr aus der Kreisklasse den direkten Wiederaufstieg angehen zu können.

Nach der ersten Stunde lagen wir bereits mit 0 zu 2 hinten, da Mark kurz nach acht die Partie verloren geben musste. Sein deutlich älterer und erfahrener Gegner (Finn Gröning), hatte sich schnell Vorteile in Stellung und Material erspielt. Mark ist meiner Meinung nach der jüngste Spieler, der von uns jemals in den HMM eingesetzt wurde. Nächstes Jahr sieht es für ihn bestimmt schon ganz anders aus. Da wird der eine oder andere Punkt schon machbar sein.

Sein Bruder Kevin hatte einen Bauern eingesammelt und stand solide. Hier könnte vielleicht sogar eine ganzer Punkt für uns drinnen sein. Ebenfalls gut sah es bei Basti aus. Er machte Druck und ich meinte mich zu erinnern, dass er einen Bauern gewann. Mathis hatte bereits einen Bauern mehr und steuerte zielsicher auf ein gewonnenes Endspiel zu. Kurze Zeit später fiel hier der Anschlusstreffer. Daniellas Stellung erschien mir recht anständig, aber bei Bernd verlor man schnell die Übersicht. Mal sah ich ihn leicht im Vorteil, mal im Nachteil. Es gab kaum einen Zeitpunkt mit ausgeglichenem Material. Ständig hatte ein Seite eine Qualität für 1–2 Bauern oder mal Turm und Bauer für 2 Figuren.

Bei mir war auch eine unübersichtliche Stellung entstanden. Ich wollte meinem Gegner am Königsflügel weiter zusetzen, rechnete aber postwendend mit einem taktischen Einschlag. Beim Prüfen der Varianten stellte ich fest, dass es kein Matt gab, die Stellung aber total scharf werden würde. So kam es dann auch. Mein Gegner opferte 2 Figuren für 4 Bauern. Mein König stand daraufhin äußerst luftig. Beide Seiten verbrauchten hier viel Zeit und fanden in der Folge nicht immer die besten Züge. Mehrfach hätte die Partie in die eine oder andere Richtung kippen können.

Erst mal schauen, was das Team so macht. Kevin hatte eine ganze Figur mehr und musste nur noch seinen Damenflügel entknoten. Als das geschafft war, gewann er recht einfach. Sehr schön, damit hat er jetzt 2 Siege in Folge. Nach anfänglichen Problemen stellen sich nun die Erfolge ein. Basti hatte eine kurze Schrecksekunde zu überstehen, danach stand auch er mit mindestens einem Bauern und einer Qualität mehr auf Gewinn. Der Gegner wählte eine andere Fortsetzung, nur um zu sehen, dass ihn das einen ganzen Turm kostete. Damit führten wir 3 zu 2. Daniella bekam die Erlaubnis, remis zu machen, was ihr Gegner leider ablehnte. Noch ärgerlicher war es, dass sie kurz darauf die Partie einstellte. Bernd hatte es geschafft, ein interessantes Endspiel zu erreichen. Ich hatte schon Hoffnung auf den ganzen Punkt, aber am Ende wurde es dann remis. Ich bin mir nicht sicher, ob wir hier nicht sogar noch hätten verlieren können. Da noch alles drin war, war ich nicht unzufrieden mit dem halben Punkt.

Bei mir spielte sich ein kleines Drama ab. Kurz vor der Zeitkontrolle mit 5 Minuten auf der Uhr übersah ich eine taktische Gewinnmöglichkeit. In dieser Partie war so viel Taktik für beide Seiten möglich, da kann man nicht alles sehen. Was also tun? 3,5 zu 3,5 und wenig Zeit. Schnell einen Zug ausgeführt und remis geboten, was nach kurzem Überlegen angenommen wurde. Mein Gegner hatte die Möglichkeit, folgende Stellung zu erreichen:

Marco Hanssen – Nikolai Rudenko










Schwarz am Zug. Jeder möge selbst beurteilen, für wen die Stellung besser ist. Ich habe es mir hier nicht zugetraut auf Gewinn weiterzuspielen.

(Marco Hanssen)

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9. Runde
20.06.2014 Königsspringer Hamburg 6 Niendorfer TSV 2 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Finn‑Thore Lenz Werner Stubbe 0 : 1
2 Mathis Pfreundt Hans‑Werner Schaade ½ : ½
3 Bastian Samm Michael Zeides ½ : ½
4 John‑Lauritz Otzen Siegfried Riedel 1 : 0
5 Kevin Kipke Edgar Assmus 1 : 0
6 Bernd Klawitter Florian Nitz 0 : 1
7 Kay Kipke Andreas Fieron 0 : 1
8 Cedric Köppen Paul Schauer 0 : 1

06.06.2014 TV Fischbek 3 Hamburger SK 16 :
06.06.2014 SK Marmstorf 3 SK Weisse Dame Hamburg 3 6 : 2
20.06.2014 Langenhorner Schachfreunde 2 Altonaer SK Finkenwerder 3 : 5
06.06.2014 SK Johanneum Eppendorf 5 Hamburger SK 15 :

Saisonabschluss ohne MF

Es ist Dienstagmittag, Hanna ruft an: »Marco liegt im Krankenhaus – kannst du den Mannschaftsführer für Freitag übernehmen?« Gesagt, getan: Bei Marco ist es zum Glück nix Schlimmes und nach Berichten unterhält er sich ausgezeichnet mit seinem Zimmerkameraden. Gute Besserung nochmal von hier aus!

Leider müssen wir auch auf Thomas, Daniella und Hendrik verzichten. Flugs wird die Gelegenheit ergriffen, noch einmal junge Spieler gegen die Altherrentruppe vom NTSV ranzulassen. Kay Kipke hatte bereits erste Erfahrungen in der Basisklasse gesammelt, für Cedric Köppen ist es der erste HMM‑Kampf. Die Ausgangssituation vor dem Kampf ist eindeutig: Beide Teams trennen 158 DWZ‑Punkte und 33 Jahre im Schnitt.

Trotzdem entwickelt sich ein Duell auf Augenhöhe. Zu Beginn gehen wir sogar in Führung: John‑Lauritz sackt zunächst die gegnerische Dame und wenig später den Punkt ein: 1:0 nach gut einer Stunde. Cedric verliert den wichtigen Zentralbauern gegen Französisch: Danach wird mutig alles nach vorne geworfen, was leider nach hinten losgeht – 1:1. Die Führung besorgt dann etwas später Kevin, der in einer absolut fehlerfreien Partie zunächst eine Figur gewinnt und dann souverän abwickelt. Kevin hat sich im Saisonverlauf stark weiterentwickelt und so richtig ins Turnierschach reingefunden: Am Ende gab es dementsprechend nur noch Siege zu verzeichnen.

Leider geht es nicht so gut weiter: Wie Bernd verliert, bekomme ich nicht mit. Kay hat eine zweischneidige Stellung und zwischendurch die Eröffnungsprinzipien vernachlässigt. Am Ende verliert er auf Zeit. Bei Finn‑Thore habe ich trotz eines Minusbauers Hoffnung, dass aufgrund taktischer Möglichkeiten etwas geht. Das tut es auch – leider gegen ihn, plötzlich ist die Partie zuende. Auf die Nachfrage, was denn passiert sei, gibt es ein Achselzucken und ein Grinsen. 2:4 also, Basti und Mathis kämpfen noch.

Und das richtig lange. Basti rettet sich über die Zeitnot, genauso wie Mathis’ Gegner. Am Ende lautet das Ergebnis bei beiden remis, so dass eine 3:5 Niederlage zu Buche steht.

Wie lautet nun die Bilanz einer Abstiegssaison? Mehr Punkte wären sicher schön gewesen und es gab einige knappe Kämpfe. Im Endeffekt hat es dann nicht gereicht. All das hat jedoch reichlich Perspektive, denn: KSH 6 war eine Mannschaft, in der reichlich dazugelernt und wie Marco schon schrieb viel Wettkampferfahrung gesammelt wurde.

Und so stellt auch Werner Stubbe vom NTSV nach dem Kampf fest: »Im nächsten Jahr werdet ihr ordentlich aufräumen.« In diesem Sinne kann dann das Projekt Wiederaufstieg angegangen werden!

(Baldur Schroeter)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/14-ksh6.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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