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www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 5 · Bezirksliga B 2014
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Wilhelmsburg 6 5 7 6 46,5 16
2. Hamburger SK 12 4 4 5 5 44,5 14
3. SV Blankenese 2 4 4 4 6 38,5 13
4. SC Schwarz‑Weiß Harburg 4 4 34,5 10
5. Schachfreunde Wedel 4 4 3 4 35,5 9
6. Barmbeker SK 2 37,5 8
7. Königsspringer Hamburg 5 2 3 5 2 5 35,0 8
8. SV Diagonale‑Harburg 2 3 4 4 6 4 35,0 7
9. Pinneberger SC 3 1 3 2 3 4 28,0 3
10. FC St. Pauli 7 2 25,0 2
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Spieler
KSH
5
Mannschaftsführer:
Shumon Akram
H A H A H H A H A
BLA
2
DIA
2
HSK
12
BBK
2
STP
7
WBG
 
WED
 
PIN
3
SWH
 
41 Stanau, Guido ½                
42 Rosien, Thomas 1 ½ 0 ½ 0 0 ½ ½ 0
43 Frontzek, Björn ½ 1   0     ½ ½
44 Melde, Christian 1       1 0      
45 Akram, Shumon 1 0 1 ½ ½ ½ ½ ½ ½
46 Hartig, Ruben     0 0 +   0 ½ 0
47 Schönfisch, Norbert 1 0 1 1 1 1 1 1 ½
48 Schiffmann, Andreas   0       0 ½    
49 Bierwald, Martin ½ 0 0 0 ½   1 ½ ½
51 Hanssen, Marco 1   1         1  
52 Benthin, Thomas     0   ½        
57 Berger, Hendrik           0      
59 Klawitter, Bernd           0     0
61 Seemann, Hans‑Siegfried   ½ 0   1        
62 Gette, Viktor   0   ½          
73 Meyer‑Plückthun, Joachim             1    
74 Streich, Justus       1   ½     ½
100 Conrad, Christian               1  
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1. Runde
10.01.2014 Königsspringer Hamburg 5 SV Blankenese 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Guido Stanau Maximilian Reuter ½ : ½
2 Thomas Rosien Volker Schilling 1 : 0
3 Björn Frontzek Bijan Tarbiat ½ : ½
4 Christian Melde Gerhard Kraft 1 : 0
5 Shumon Akram Stefan Kraft 1 : 0
6 Norbert Schönfisch Jörg Bartens 1 : 0
7 Martin Bierwald Uwe Frenzel ½ : ½
8 Marco Hanssen Michael Gutschmidt 1 : 0

17.01.2014 Hamburger SK 12 FC St. Pauli 7 :
07.01.2014 Barmbeker SK 2 SV Diagonale‑Harburg 2 :
16.01.2014 SK Wilhelmsburg SC Schwarz‑Weiß Harburg :
07.01.2014 Schachfreunde Wedel Pinneberger SC 3 :

Souveräner Auftakt

Die erste Runde der Saison bescherte uns mit Blankenese einen Gegner, der zwar nominell an den meisten Brettern unterlegen ist, doch nicht unterschätzt werden sollte. Ein Blick auf die Mannschaftskarte verriet dann, dass wir noch deutlicher favorisiert waren, als erwartet, da wir zum einen mit Guido und Marco schwere Geschütze aufgefahren haben und unsere Gegner ersatzgeschwächt ins Rennen gingen. Das alles dann so gut klappen würde, hätte ich allerdings nicht gedacht. Schon nach einer Stunde hatte sich das Blatt an zwei Brettern zu unseren Gunsten gewendet. Norbert hat sich nach der letzten Saison mit einem Sieg zurückgemeldet und auch ich konnte in unter zwanzig Zügen in recht unscheinbarer Stellung gewinnen, da mein Gegner statt der einfachen Drohung lieber einen potentiellen Mattangriff abwehrte. Außerdem verhießen die Stellungen von Christian und Marco zwei ganze Punkte. Marco hatte mal wieder seine Freude mit ungleichem Material, das ihm mit zwei Figuren und Turm für Dame sehr gut gefiel. Christian hingegen hatte aus einem soliden Mehrbauern irgendwann einen größeren Vorteil erarbeitet und steuerte den dritten Zähler bei. Ebenfalls einen Mehrbauern zu verzeichnen hatte Martin. Mit Blick auf die übrigen Bretter nahm er remis an. Etwas schade, denn in Anbetracht des Standes hätte man ruhig auf Sieg spielen können. Zwei weitere ungefährdete halbe Punkte wurden von Guido, der nach eigenen Angaben an dem Abend gar nichts gesehen hat, und Björn beigesteuert, der aus der französischen Eröffnung heraus eine ausgeglichene Stellung erhalten hatte. Nachdem die Stellung von Marcos Gegner absolut trostlos geworden war, konnte ich auch die eins für diese Partie auf der Mannschaftskarte vermerken. Als Letztes spielte noch Thomas, der in einer interessanten Partie eine komplizierte Stellung mit beidseitiger Zeitnot zu verwalten hatte. Durch einen Spieß gewann er zunächst eine Qualität und führte mit wenig Zeit äußerst souverän die weißen Steine zum Sieg, indem er auch noch einen Läufer gewinnen konnte. Souverän ist insgesamt ein gutes Wort um diesen Kampf zu beschreiben. 6,5 Punkte ohne Niederlage mit vier Weißsiegen sprechen für sich. Zu keinem Zeitpunkt befand sich eine der Partien am Rande zur Niederlage und auch die halben Punkte wurden nicht durch Glück erreicht. So kann es weitergehen!

(Shumon Akram)

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2. Runde
23.01.2014 SV Diagonale‑Harburg 2 Königsspringer Hamburg 5 6 : 2
19:00 Uhr, Schule ›In der Alten Forst‹ (Aula), In der Alten Forst 1 , 21077 Hamburg

1 Dr. Leonardo Zuñiga Vargas Thomas Rosien ½ : ½
2 Marten Holst Björn Frontzek 0 : 1
3 David Hernandez Shumon Akram 1 : 0
4 Marcel Heymuth Norbert Schönfisch 1 : 0
5 Dr. Rainer Laugwitz Andreas Schiffmann 1 : 0
6 Gerd Wasmuth Martin Bierwald 1 : 0
7 Jens Finkhäuser Hans‑Siegfried Seemann ½ : ½
8 Detlef Menges Viktor Gette 1 : 0

28.01.2014 FC St. Pauli 7 Pinneberger SC 3 :
23.01.2014 SC Schwarz‑Weiß Harburg Schachfreunde Wedel :
22.01.2014 SV Blankenese 2 SK Wilhelmsburg :
31.01.2014 Hamburger SK 12 Barmbeker SK 2 :

Das Spiegelbild

Auswärtskampf in Harburg, das bedeutet eine lange Anreise. Die meisten von uns schaffen es trotzdem pünktlich und um viertel nach sieben sind alle Bretter besetzt. Gespielt wird in der Cafeteria einer Grundschule, die strahlend weißen Tische und Bänke, an denen die Spieler sitzen, sind neben der Farbe auch deswegen gewöhnungsbedürftig, weil sie – eben grundschulgemäß – recht niedrig sind. An den Brettern entwickeln sich schnell Tendenzen. Viktor hat einen Bauern mehr und verfügt über aktive Figuren, dafür steht sein König in der Mitte und wird dort auch bleiben müssen. Bei Andreas geht bald eine Figur verloren und auch Norbert steht bei Rochade an verschiedenen Flügeln bedenklich. Noch vor acht Uhr muss ich an Brett vier eine Null eintragen, dem gegnerischen Angriff samt mannigfaltigen Drohungen konnte Norbert nichts mehr entgegensetzen. Zügig danach besorgt uns Björn den Ausgleich. Mehr als dass es Englisch war, habe ich leider nicht mitbekommen. Dies soll jedoch die einzige Gewinnpartie für uns an diesem Abend bleiben. Martin fällt einer Springergabel zum Opfer, ich verleite meinen Gegner dazu, eine Qualität zu gewinnen, überschätze aber mein Gegenspiel maßlos und bei Viktor entwickelt sich ein Schwerfigurenendspiel, in dem sein Gegenüber die Aktivität innehat und sie dazu nutzt, nach und nach fast alle von Viktors Bauern einzusammeln. Zwischenzeitlich hatte Siegfried noch einen halben Punkt erkämpft und auch Thomas lässt nichts anbrennen. Das Ergebnis ist ein ernüchterndes 2:6, das vor allem auf ungenaues Rechnen und damit verbunden einfacheren Fehlern zurückzuführen ist, meine Partie ist dafür sicher ein Beispiel. Bleibt zu hoffen, dass wir in der nächsten Runde wieder die Souveränität der ersten Runde ausstrahlen.

(Shumon Akram)

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3. Runde
14.02.2014 Königsspringer Hamburg 5 Hamburger SK 12 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Dariyusch Niazi 0 : 1
2 Shumon Akram Leon Tscherepanov 1 : 0
3 Ruben Hartig Rolf Puster 0 : 1
4 Norbert Schönfisch Oliver Leube 1 : 0
5 Martin Bierwald Tofik Badalov 0 : 1
6 Marco Hanssen Dr. Hanns Schulz‑Mirbach 1 : 0
7 Thomas Benthin Volker Kuhlmann 0 : 1
8 Hans‑Siegfried Seemann Dietmar van Dyk 0 : 1

04.02.2014 Barmbeker SK 2 FC St. Pauli 7 :
13.02.2014 SK Wilhelmsburg SV Diagonale‑Harburg 2 5 : 3
04.02.2014 Schachfreunde Wedel SV Blankenese 2 4 : 4
13.02.2014 Pinneberger SC 3 SC Schwarz‑Weiß Harburg :

Keine halben Punkte

Nach der Niederlage in der zweiten Runde wollten wir heute wieder angreifen gegen den HSK, der bisher beide Kämpfe gewonnen hatte. Das Vorhaben gestaltete sich von Anfang an schwierig, denn mit Hans‑Siegfried, Thomas Benthin und Marco mussten wir auf gleich drei Ersatzspieler zurückgreifen. Besonders spontan ist Siggi eingesprungen, auf den immer Verlass ist, wenn mal Not am Mann ist.

Der Kampf ließ sich zunächst recht gut an. Marco hatte Evans‑Gambit auf dem Brett und als der Gegner 20 Minuten weniger auf der Uhr hatte, rechnete ich schon fest mit dem ganzen Punkt. Norbert war eine halbe Stunde zu spät gekommen, hatte aber viel Zeit aufgeholt und eine interessante Stellung aus dem Damengambit (glaube ich zumindest) erhalten. Thomas Rosien stand solide, Thomas Benthin schien leichten Entwicklungsnachteil kompensieren zu müssen. Wenig später kippten dann einige Partien. Martin, dessen Gegner es gerade noch 10 Minuten vor Ablauf der Karenzzeit in den Spielsaal schaffte, geriet unter Druck und musste sich umsichtig verteidigen. Auch Siggis Angriff an verschiedenen Flügeln verlief nicht wie geplant, sodass er in Materialrückstand geriet. Zu diesem Zeitpunkt hatte Norbert schon gewonnen und Ruben verloren. Mit 400 DWZ‑Punkten Unterschied war Ruben auch klarer Außenseiter und musste sich nach ungefähr zwei Stunden geschlagen geben.

In der nächste Stunde arbeiteten die Gäste einen 4:1‑Vorsprung heraus. Siggi und die beiden Thomas konnten die Stellungen nicht halten. Nun mussten alle übrigen Spieler auf Gewinn spielen. Marco hatte seinen zwischenzeitlich erworbenen Vorteil in ein remisträchtiges Endspiel verfliegen lassen, doch sein Gegner stellte einzügig eine Figur ein. Der Anschlusstreffer! In meiner Partie war mäßig viel passiert und das Produkt war eine Stellung mit vielen Figuren ohne Angriffsmarken und Platz zum Manövrieren. Ich hätte gern remis gemacht, entschied mich aber in der Zeitnot meines Gegners eine kritische Variante zu spielen, von der ich ahnte, dass sie problematisch sein würde, sie jedoch als einzigen Gewinnversuch einschätzte. Mein Gegner ließ sich leider nicht lumpen und hatte flugs zwei Bauern mehr und ins Endspiel abgewickelt. Ärgerlicherweise musste Martin eine Minute, nachdem ich schon nicht mehr zurück konnte, die Segel streichen, sodass ich mein tot verlorenes Endspiel noch bis 23:58 Uhr spielen musste, um dann auf Zeit zu gewinnen.

Ein an allen Brettern ausgekämpftes 3:5 geht nach dem Kampf als Ergebnis zwar in Ordnung, an einen Sieg war jedoch während des Kampfverlaufes kaum zu denken. Nach der Partie ist jedoch vor der Partie, die nächste Runde führt uns nach Barmbek.

(Shumon Akram)

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4. Runde
25.02.2014 Barmbeker SK 2 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, Stadtteilzentrum ›BARMBEK°BASCH‹, Wohldorfer Str. 30, 22081 Hamburg

1 Sönke Stiemer Thomas Rosien ½ : ½
2 Axel Krüger Björn Frontzek 1 : 0
3 Julian Koch Shumon Akram ½ : ½
4 Bernd Schroller Ruben Hartig 1 : 0
5 Martin Schmuck Norbert Schönfisch 0 : 1
6 Alf‑Tomas Epstein Martin Bierwald 1 : 0
7 Stefan Langer Viktor Gette ½ : ½
8 Philipp Engelhardt Justus Streich 0 : 1

25.02.2014 FC St. Pauli 7 SC Schwarz‑Weiß Harburg :
19.02.2014 SV Blankenese 2 Pinneberger SC 3 6 : 2
27.02.2014 SV Diagonale‑Harburg 2 Schachfreunde Wedel 4 : 4
28.02.2014 Hamburger SK 12 SK Wilhelmsburg :

Knapp daneben ist auch vorbei

Um kurz vor sieben hatten fast alle Spieler den Spielort, das Stadtteilzentrum Barmbek, erreicht. Einzig Ruben und mein Gegner fehlten noch. Nachdem eine Uhr noch zurück auf die richtige Seite gestellt worden war, konnte es losgehen. Während Ruben wenige Minuten später kam, ließ mich mein Gegner ungefähr 50 Minuten warten, sodass ich die übrigen Partien verfolgen konnte.

An Viktors und Thomas’ Brett entstanden recht ausgeglichene Stellungen, doch in den weiteren Partien tat sich schon früh viel. So erreichte Björn eine komplizierte dynamische Stellung mit offenem König für beide Spieler, die ich meinem Stellungsgefühl nach als sehr vielversprechend für Björn einstufte. Auch Norberts Partie verlief erfreulich, da er in der Eröffnung das Zentrum erobern konnte und wenig später mit zwei Läufern für einen Turm kurz vor dem Sieg stand. Ruben, Martin und Justus hingegen schienen mir sehr passiv agieren zu müssen. Die meisten Bedenken hatte ich bei Martins Stellung, da er nicht zur Rochade gekommen war und sich mit Mann und Maus gegen die weißen Angriffe auf verschiedenen Flügeln wehren musste. Mein Gegner erschien schließlich doch noch und machte mir einmal mehr deutlich, dass ich in meinem Eröffnungsrepertoire viele Varianten habe, die ich eigentlich gar nicht spielen möchte. Infolgedessen muss ich recht viel Zeit in die Suche nach Plänen und das Berechnen von Varianten investieren. Viktor durfte remis machen, da Norbert wenig später gewann und somit an die souveräne Leistung der letzten Runde anknüpfte. Den Ausgleich mussten wir fast postwendend an Brett vier hinnehmen, Rubens Gegner hatte zunächst einen Bauern und dann zwei Qualitäten eingesammelt. Ich hatte derweil schon in einem passiveren Endspiel die Punkteteilung angeboten, die mein Gegner nach kurzem Überlegen auch annahm. Auch bei Thomas wurde Frieden geschlossen. Björn entglitt die Partie bei knapper werdender Zeit leider noch, sodass sein Gegner mit einem Einschlag auf g6 entscheidenden Vorteil erzielen konnte. Nun mussten noch mindestens 1½ Punkte bei Justus und Martin her. Justus’ Gegner hatte als Resultat eines vielversprechenden, aber dennoch nicht von Erfolg gekrönten Angriffs seine Bauernstruktur arg geschwächt, was Justus in beiderseitiger Zeitnot dazu nutzte, in ein besseres Turmendspiel abzuwickeln und die Partie mit dem Fangen eines Turmes zu beenden. Leider konnte Martin dem Druck trotz starker Gegenwehr am Ende nicht standhalten, sodass gegen halb zwölf die knappe Niederlage feststand.

Ein sehr spannender Kampf mit dem Ausgang 3½:4½, der auch andersherum hätte lauten können. Wie der Barmbeker Mannschaftsführer richtig anmerkte, kann in dieser Staffel jeder jeden schlagen und damit sollten wir im März weitermachen.

(Shumon Akram)

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5. Runde
21.03.2014 Königsspringer Hamburg 5 FC St. Pauli 7 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Jürgen Olschok 0 : 1
2 Christian Melde Thomas Hopmann 1 : 0
3 Shumon Akram Wolfgang Paul ½ : ½
4 Ruben Hartig Heinz Lorsbach + :
5 Norbert Schönfisch Helmut Paulsen 1 : 0
6 Martin Bierwald Albert Walke ½ : ½
7 Thomas Benthin Ludwig Geiß ½ : ½
8 Hans‑Siegfried Seemann Jürgen Fischer 1 : 0

20.03.2014 SK Wilhelmsburg Barmbeker SK 2 :
25.03.2014 Schachfreunde Wedel Hamburger SK 12 4 : 4
27.03.2014 Pinneberger SC 3 SV Diagonale‑Harburg 2 4 : 4
20.03.2014 SC Schwarz‑Weiß Harburg SV Blankenese 2 4 : 4

Start‑Ziel‑Sieg

Die Aufgabe für diesen Kampf war klar. Es musste ein Sieg her, denn die Mannschaft von St. Pauli ist einer unserer direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Die Gegner traten mit eins bis acht an, während wir auf zwei Ersatzspieler zurückgreifen mussten. Allmählich ist unsere Ersatzspielersituation brenzlig, so spielte beispielsweise Siggi schon das dritte Mal bei uns und auch einige andere Spieler dürfen nur noch einmal bei uns aushelfen. Als ich Siggi anrief waren seine ersten Worte: »Ja, ich spiele Freitag. Oder weswegen rufst du an?« Solche Ersatzspieler wünscht man sich als Mannschaftsführer.

Der DWZ‑Schnitt wies uns als leichten Favoriten aus, und schon bald war ich zuversichtlich. Zu Partiebeginn ließen Rubens und mein Gegner noch auf sich warten und auch Norbert erschien erst etwas später. Obwohl Ruben nach einer Stunde kampflos gewann, war es nicht der erste Punkt, der auf unserem Konto einging. Norberts Gegner hatte sich nach eigener Aussage selbst besiegt. Wie es Norbert so oft gelingt in kürzester Zeit zu gewinnen ist mir schleierhaft, vielleicht kann er mir ja das Geheimnis verraten. 400 DWZ Unterschied machen sich schnell an Christians Brett bemerkbar, der einen Bauern und eine Stellung mehr hat und auch Siggi stand deutlich aktiver. Die restlichen Stellungen scheinen ausgeglichen und bald wird Martins Remisangebot nach einer soliden Partie in einem Springerendspiel erhört. Wenig später willigt auch mein Gegner in die Punkteteilung an. Der halbe Punkt fühlt sich für mich wie ein Sieg an, da ich kränkelnd und direkt von einer langen Prüfung kommend angetreten bin und eine Rechentiefe von maximal zwei Zügen an den Tag gelegt habe. Siggis Gegner stellt unter Druck erst einen Bauern ein. Im Nebenraum ist in der Bezirksliga A derweil noch keine Partie entschieden. Einen schlechten Tag erwischte Thomas Rosien, von dessen Partie und derem Ende ich nicht sehr viel mitbekommen habe. Nachdem in weniger als drei Stunden fast alle Partien entschieden waren, kämpfte Thomas Benthin seine noch lange aus. Zuerst in etwas gedrückter Stellung, dann mit Mehrbauer. Am Ende wurde es nur Remis, was insgesamt sicher in Ordnung ist und einen starken 5,5:2,5‑Start‑Ziel‑Sieg besiegelt. Wir haben diesen wichtigen Kampf in beachtlicher Manier für uns entschieden und sind somit dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher gekommen.

(Shumon Akram)

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6. Runde
11.04.2014 Königsspringer Hamburg 5 SK Wilhelmsburg 2 : 6
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Dr. Hauke Reddmann 0 : 1
2 Christian Melde Carina Brandt 0 : 1
3 Shumon Akram Kai Uwe Schröder ½ : ½
4 Norbert Schönfisch Björn Littmann 1 : 0
5 Andreas Schiffmann Jörg Kempe 0 : 1
6 Hendrik Berger Peter Hanf 0 : 1
7 Bernd Klawitter Alexander Eppler 0 : 1
8 Justus Streich Peter Jacobi ½ : ½

08.04.2014 FC St. Pauli 7 SV Blankenese 2 :
10.04.2014 SV Diagonale‑Harburg 2 SC Schwarz‑Weiß Harburg 4 : 4
04.04.2014 Hamburger SK 12 Pinneberger SC 3 5 : 3
01.04.2014 Barmbeker SK 2 Schachfreunde Wedel :

Ein Unglück kommt selten allein

In der sechsten Runde empfingen wir mit Wilhelmsburg den Tabellenführer und da Martin, Ruben sowie Björn außer Landes oder außerhalb Hamburgs unterwegs waren, halfen Hendrik, Bernd und Justus aus.

Ohne großes Vorgeplänkel begannen gleich drei Mannschaftskämpfe im Clubheim. Neben uns spielten noch die Dritte in der Stadtliga und die Achte in der Basisklasse.

Nach etwas über einer Stunde bot mir mein Gegner in sehr ausgeglichener Stellung remis an, was ich annahm, da ich die Stellungen von Hendrik, Andreas und Justus positiv einschätzte und lediglich Bernd etwas bedenklich stand. Eben jener stellte leider einzügig eine Figur ein, was jede weitere Gegenwehr erübrigte. Andreas’ Partie hatte ich wohl falsch eingeschätzt, denn wenig später gab er auf. Zumindest stand Justus deutlich aktiver und Hendrik konnte Raumvorteil sein eigen nennen. Als ich das nächste Mal in den Turniersaal ging, hatte Hendrik seine Dame zweizügig eingestellt. Der Fels in der Brandung blieb Norbert, der in einer schönen Partie das Zentrum besetzte, Aktivität aufrecht erhielt und den Rückstand verkürzte. Thomas hatte mit Hauke Reddmann einen echten Brocken vorgesetzt bekommen. Obwohl das Material lange ausgeglichen blieb, erkämpfte sich Hauke mit der Zeit eine immer dynamischere Position, die letztlich den Ausschlag gab. Passend zum bisherigen Kampfverlauf erlagen auch Christian und Justus Fällen von Schachblindheit. Während Christian nach einem Remisangebot mit einem Bauern mehr weiterspielte und eine Mattdrohung übersah, stellte Justus zwei seiner drei Mehrbauern ein und musste am Ende noch ums Remis kämpfen.

2:6 ist eine Niederlage, die meiner Meinung nach zu hoch ausfällt und durch ungewöhnlich viele Fehlgriffe geprägt war. Vielleicht lag das auch an der stickigen Atmosphäre, die sich durch gleich drei parallele Kämpfe aufgebaut hatte, oder es war einfach nicht unser Tag.

(Shumon Akram)

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↓
7. Runde
15.04.2014 Schachfreunde Wedel Königsspringer Hamburg 5 3 : 5
19:00 Uhr, Stadtteilzentrum ›mittendrin‹, Friedrich‑Eggers‑Str. 77–79, 22880 Wedel

1 Norbert Reimann Thomas Rosien ½ : ½
2 Ulrich Timm Björn Frontzek ½ : ½
3 Jürgen Nikodem Shumon Akram ½ : ½
4 Robert Law Ruben Hartig 1 : 0
5 Wolfgang Schmeichel Norbert Schönfisch 0 : 1
6 Alexander Klinkow Andreas Schiffmann ½ : ½
7 Patrick Keane Martin Bierwald 0 : 1
8 Martin Jarke Joachim Meyer‑Plückthun 0 : 1

08.05.2014 SK Wilhelmsburg FC St. Pauli 7 6 : 2
08.05.2014 Pinneberger SC 3 Barmbeker SK 2 :
17.04.2014 SC Schwarz‑Weiß Harburg Hamburger SK 12 :
23.04.2014 SV Blankenese 2 SV Diagonale‑Harburg 2 :

Wichtige Punkte in Wedel

Um sieben vor sieben gucke ich auf die Uhr. Noch ist kein Königsspringer außer mir vor Ort und ich frage mich, ob eventuell jemand zum alten Spielort gefahren ist oder etwas anderes ist. Dieses etwas ist zum Glück nur der Verkehr und bald sind wir zumindest zu siebt. Andreas hatte angekündigt später zu kommen, da er am Nachmittag noch einen Termin in Flensburg hatte.

An den Brettern tut sich zunächst wenig Außergewöhnliches, nur bei mir läuft es ungünstig. Nach wenigen Zügen verlasse ich in einer scharfen Variante mein Theoriewissen und stehe bald schlecht. Und mit schlecht meine ich richtig schlecht: Läufer auf c1, Bauer auf d2, der Gegner mit einem Vorposten‑Springer auf d3. Unweigerlich fliegt der f2 weg und auch ein Qualitätsverlust lässt sich nicht vermeiden. Ich suche noch nach der Variante mit den besten Schummelchancen und am Ende einer Abwicklung habe ich immerhin einen Freibauern auf h2 für die Figur.

Da ich meine Partie fast abhaken kann, bleibt mir mehr Zeit die übrigen Partien zu begutachten. Joachim hat nach einem Qualitätsopfer druckvoll weitergespielt und entkommt mit einem Bauern mehr den Dauerschachversuchen des Gegners. Souverän streicht er den Punkt ein, als sein Gegner entscheidendes Material verliert. Den zweiten Sieg beschert uns Martin. Gegen einen zumindest von der DWZ her deutlich stärkeren Gegner, gewinnt er nach seiner Lieblingseröffnung einen Bauern. Der Gegner versucht Martin mit einem Turmopfer matt zu setzen, doch das lässt Martin nicht mit sich machen und nachdem noch eine Weile weitergespielt wird, kann ich den zweiten vollen Punkt eintragen. Björn hatte schon mit seinem Gegner Frieden geschlossen, da er zu Recht keine große Möglichkeit mehr sah, seine Stellung auf Gewinn zu spielen. Mein Gegner zieht derweil mit seinem Springer unnötig viel hin und her, weswegen ich meinen Plan h4–h5–h6–h7 durchführen kann. Am Ende muss er die Figur zurückgeben und bietet mir sofort remis an. Etwas übereilt wohl, denn selbst in dem entstandenen Turmendspiel hat höchstens er Chancen. Mit »Bizarr! Aber wir werden uns nicht beklagen!« kommentierte Björn später den Ausgang meiner Partie. Den ersten Mannschaftspunkt sichert uns Norbert, der in einer skurril anmutenden Partie seine weiße Dame lange Zeit auf a7 parkte und in Zeitnot des Gegners von einem groben Schnitzer profitieren konnte. Als ich auf Thomas’ Brett gucke, sehe ich eine Springergabel und denke schon, dass er in großen Vorteil kommt. Sein Gegner überrascht mich mit einem Gegenschlag, doch auch Thomas hat einen in petto. Auch im Sinne des Teams gibt Thomas sich, nachdem er einen Turm für Springer und Bauer erbeutet hatte, in komplizierter Stellung mit remis zufrieden, sodass sich der Zwischenstand von 4,5:1,5 für uns gut auf der Mannschaftskarte liest.

Die anderen beiden Partien sehen zu diesem Zeitpunkt nicht gut aus: Andreas hatte zwar zwischenzeitlich eine Figur gewonnen, sie jedoch wie er selbst sagt »leichtsinnig« wieder hergegeben, und versucht nun ein Doppelturmendspiel gegen verbundene Freibauern zu halten. Ruben verwaltet seit Stunden eine Stellung, die einfach keinen Spaß macht. Er kann seine Figuren kaum bewegen und nur abwarten, ob sein Gegner einen Gewinnplan findet. Wie eine Python erhöht sein Gegner den Druck, bis ein Bauer sich umzuwandeln droht und Ruben als Letzter seine Partie beendet. Vorher noch hatte Andreas seinem Gegner, der zahlreiche Gewinnchancen ausließ, ein Remis abgenommen. Völlig verdient, da sein Gegner ihm den Gewinn anscheinend nicht zeigen konnte. Da haben sich der lobenswerte Einsatz und die Anfahrt aus Flensburg doch noch etwas gelohnt.

Mit unserem dritten Sieg haben wir nun beste Chancen auf den Klassenerhalt und auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft war während des Kampfes sehr gut. So können wir entspannt unserer nächsten Aufgabe gegen Pinneberg entgegensehen.

(Shumon Akram)

↑
↓
8. Runde
23.05.2014 Königsspringer Hamburg 5 Pinneberger SC 3 5 : 3
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Gerhard Brückner ½ : ½
2 Björn Frontzek Peter Dangelowski : +
3 Shumon Akram Rainer Erdmann ½ : ½
4 Ruben Hartig Manfred Zimmermann ½ : ½
5 Norbert Schönfisch Harry Linke 1 : 0
6 Martin Bierwald Leonid Tsantsura ½ : ½
7 Marco Hanssen Vsevolod Rakhmanov 1 : 0
8 Christian Conrad Kamil Sagitow 1 : 0

13.05.2014 FC St. Pauli 7 SV Diagonale‑Harburg 2 :
23.05.2014 Hamburger SK 12 SV Blankenese 2 4 : 4
13.05.2014 Barmbeker SK 2 SC Schwarz‑Weiß Harburg :
15.05.2014 SK Wilhelmsburg Schachfreunde Wedel :

Souveräner Klassenerhalt

Zunächst schien alles schief zu laufen. Björn hatte sich am Morgen krankgemeldet und obwohl ich über den Tag verteilt noch fast alle sinnvollen Optionen erreichte, konnte ich so spontan leider keinen Spieler finden. So ist das eben, wenn beide Bezirksliga‑Teams über die Saison verteilt acht (!) oder mehr Ersatzspieler brauchen. Wir traten also nur zu siebt an, dafür aber verstärkt durch Marco Hanssen und Christian Conrad, weswegen ich optimistisch gestimmt war den einen Mannschaftspunkt, den wir zum sicheren Verbleib in der Bezirksliga noch benötigten, zu holen.

Zu Spielbeginn waren wir allerdings nur zu dritt und es entflammte eine Diskussion, ob die Uhr von Schwarz angestellt werden kann, ohne dass Weiß einen Zug gemacht hat und wie man das vernünftig bei den Digitaluhren einstellt. Bevor diese abgeschlossen war, traf dann auch schnell der Rest der Mannschaft ein, sodass wir beginnen konnten.

Nach einer Stunde schätzte ich den Kampf als ausgeglichen ein. An den vorderen Brettern war nicht viel passiert, nur Ruben schien mir leichten Vorteil erreicht zu haben. Norbert hatte sich zügig in eine meiner Einschätzung nach äußerst komplizierte Stellung verstrickt, die beide Spieler jedoch recht schnell herunterspielten. Einen leichten Vorteil auf Norberts Seite meinte ich dennoch ausmachen zu können. Auch die übrigen Bretter boten keinerlei Grund zur Beunruhigung. Martin stand mit etwas geringerer Bedenkzeit solide, Marco hatte ein Schwerfigurenendspiel erreicht, das in meinen Augen förmlich nach remis schrie und Christian hatte schnell gezeigt, warum er 600 DWZ mehr hat als sein Gegner. Da Norbert einen Bauern gewann, konnten Thomas und ich ins Remis einwilligen. Auch Rubens Stellung hatte sich zunehmend festgefahren und endete unentschieden. Die beiden erhofften vollen Punkte wurden schließlich auch geholt. Christians Gegner hatte irgendwann die Lust verloren und gab seinen Trümmerhaufen auf, Norbert konnte seinen Mehrbauern im Springerendspiel verwerten. Ein halber Brettpunkt fehlte noch und den sollte Marco sogar übertreffen. Er war inzwischen in ein vorteilhaftes Bauernendspiel gelangt, das jedoch zunehmend an Komplexität gewann. Den Zuschauern stockte zwischenzeitlich der Atem, da sie aufgrund einer nicht gedrückten Uhr den Gegner am Zug und somit Marcos Stellung verloren wähnten. Am Ende ging dann alles gut und Marco holte den dritten Sieg im dritten Einsatz bei uns. So wünscht man sich einen Ersatzmann. Den Kampf, der sich daraufhin in Martins Gegner abspielte, konnte man diesem sichtlich anmerken. Auf der einen Seite wollte er gerne weiterspielen, doch der Kampf war gelaufen und alle wollten nach Hause. Nach einigen Zügen gewann der zweite Gedanke die Oberhand und besiegelte unseren 5:3‑Sieg, den wir uns ohne eine Niederlage am Brett mit einer souveränen Mannschaftsleistung redlich verdient hatten. Der Abschlussrunde gegen Harburg können wir somit entspannt entgegensehen. Doch es bleibt spannend, denn vom vierten bis zum achten Platz ist noch alles drin.

(Shumon Akram)

↑
↓
9. Runde
05.06.2014 SC Schwarz‑Weiß Harburg Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, AWO‑Seniorentreff Heimfeld, Heimfelder Str. 41, 21075 Hamburg

1 Hans‑Jürgen Steiner Thomas Rosien 1 : 0
2 Alexander Beljajew Björn Frontzek ½ : ½
3 Günter Schmidt Shumon Akram ½ : ½
4 Edmund Szczepanski Ruben Hartig 1 : 0
5 Ante Filipovic Norbert Schönfisch ½ : ½
6 Nils Mauch Martin Bierwald ½ : ½
7 Timm Linnebuhr Bernd Klawitter 1 : 0
8 Marco Koch Justus Streich ½ : ½

03.06.2014 Schachfreunde Wedel FC St. Pauli 7 :
05.06.2014 Pinneberger SC 3 SK Wilhelmsburg 1 : 7
04.06.2014 SV Blankenese 2 Barmbeker SK 2 :
19.06.2014 SV Diagonale‑Harburg 2 Hamburger SK 12 :

Saisonabschluss in Harburg

Gelassen konnten wir der Runde in Harburg entgegensehen, denn der Klassenerhalt war schon gegen Pinneberg in der achten Runde gelungen. Somit hat der Kampf lediglich entschieden, welchen Platz wir im Mittelfeld einnehmen.

Um kurz nach sieben saßen wir in einem kleinen Raum im Seniorentreff Hamburg‑Heimfeld. Die erste Entscheidung gab es nach etwas mehr als einer Stunde bei Ruben. Schon früh hatte er eine Figur eingestellt und seine hoffnungslose Stellung noch etwas verwaltet. Norbert hatte zu diesem Zeitpunkt eine Qualität gewonnen und ich machte mir Hoffnungen auf einen baldigen Ausgleich. Ich bekam eine etwas ungewöhnliche Alapin‑Sizilianischvariante, die ich vor Jahren mal gelernt hatte. Mein Gegner wich früh ab und nach zunehmender Verflachung endete die Partie remis. Bernd verlor leider, nachdem er anfangs einen Bauern gewinnen konnte, verliert er nach und nach eigene Bauern und letzten Endes entscheidendes Material. Die weiteren Bretter ließen nicht allzu viel Hoffnung aufflammen. Eher passive Stellungen bei Martin und Justus, ein starker Angriff gegen Björns König und inzwischen zwei Bauern mehr und Initiative für Norberts Gegner und dazu eine sich abzeichnende Zeitknappheit bei Thomas waren deutliche Anzeichen für eine Niederlage. Wenigstens flüchtete sich Norbert in ein Dauerschach und Justus bekam von seinem Gegner einen halben Punkt, da dieser keine siegbringende Aktivität entfalten konnte. Auch Martins Gegenüber gab sich mit einem halben Punkt zufrieden. Der Mattangriff auf Björns König war inzwischen abgeklungen und die Partie hatte sich in ein remisträchtiges Turmendspiel mit entferntem Freibauern für Björn gewandelt. Nach einigen Versuchen bot Björn remis, was zum Erstaunen aller Anwesenden abgelehnt wurde. Zum einen war die Stellung tot remis, zum anderen war das Remis der halbe Punkt zum Sieg für die Harburger. Auf dringendes Anraten des gegnerischen Mannschaftsführers kam es dann doch zum Friedenschluss. Die Zeitnot forderte bei Thomas letzten Endes ihren Tribut, sodass wir die Saison mit einer 2,5:5,5‑Niederlage beendet haben und Bilanz ziehen können.

Unsere finale Platzierung steht noch nicht fest, da noch nicht alle Kämpfe der neunten Runde gespielt sind. Wir haben jedoch die Klasse gehalten und können mit 8 Mannschaftspunkten durchaus zufrieden sein, denn wir haben immer gewonnen, wenn die Gegner einen niedrigeren DWZ‑Schnitt hatten und außerdem ein Break gegen Wedel geschafft. Eine solide Leistung. Besonders herausgestochen sind Martin, der im Schnitt gegen 300 Punkte stärkere Gegner 3/8 holte und in den letzten vier Runden keine Partie verlor, und Norbert, der mit unglaublich starken 7,5/9 unangefochtener Topscorer unseres Teams wurde. Einige Spieler fielen leider sehr häufig aus, sodass wir auf eine Summe von 18 Ersatzeinsätzen und einen kampflosen Verlust kommen. Vielen Dank daher an alle Ersatzspieler für ihre Unterstützung! In der nächsten Saison spielt Königsspringer 5 also zurecht wieder in der Bezirksliga.

(Shumon Akram)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/14-ksh5.php
18.01.2017, 08:24 (tr)
 
 
 
 
 
 
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