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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 4 · Bezirksliga A 2014
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 10 5 4 4 5 5 6 6 43,0 14
2. Hamburger SG BUE 3 7 4 7 5 47,0 13
3. Hamburger SK 11 3 5 4 4 4 4 5 41,0 12
4. Langenhorner Schachfreunde 4 1 4 4 4 6 5 3 38,5 10
5. Königsspringer Hamburg 4 4 4 4 3 3 6 37,5 9
6. TV Fischbek 2 3 4 5 6 36,5 9
7. SK Marmstorf 2 3 4 2 5 4 3 32,5 8
8. Bille SC 2 2 1 4 3 4 5 29,5 6
9. SV Eidelstedt 2 2 4 5 2 1 27,0 5
10. SK Weisse Dame Hamburg 2 3 3 ½ 2 5 3 7 27,5 4
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Spieler
KSH
4
Mannschaftsführer:
Baldur Schroeter
A H A A H A H A H
BSC
2
HSK
10
HSK
11
WDH
2
HSG
 
MAT
2
FBK
2
LGH
 
SVE
2
31 Schroeter, Baldur 1     1 0 0 ½ ½ 0
32 Goetz, Claus                  
33 Lemke, Detlef ½ ½ 0 0 1 0 0 1
34 Steinfeldt, Henry ½ ½   ½ 1 ½ ½ 1 1
35 Lemke, Berfîn   0 0 1       0  
36 Götze, Tobias 0 1 0   0 ½     1
37 Bongartz, Florian 1 1 ½   1 1 1 1 1
38 Speck, Jakob ½ 1 0   1 1 0 1 ½
39 Viol, Joshua 1 0 1     0 0 ½ ½
53 Lenz, Finn‑Thore     0 1 0        
54 Pfreundt, Mathis       1          
55 Wagner, Daniella         0       +
56 Samm, Bastian   0 0 1          
58 Kipke, Kevin       1   0      
64 Schulz, Hans             0    
65 Carl, Dieter             1 0  
70 Raider, Eugen 1                
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1. Runde
10.01.2014 Bille SC 2 Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, Begegnungsstätte ›Westibül‹, Friedrich‑Frank‑Bogen 59, 21033 Hamburg

1 Lothar Windt Baldur Schroeter 0 : 1
2 Franz Indinger Detlef Lemke ½ : ½
3 Marek Glodowski Henry Steinfeldt ½ : ½
4 Leonid Lewschin Tobias Götze 1 : 0
5 Jasper Braun Florian Bongartz 0 : 1
6 Frank Verbic Jakob Speck ½ : ½
7 Raphael Metz Joshua Viol 0 : 1
8 Martin Sieme Eugen Raider 0 : 1

17.01.2014 TV Fischbek 2 SK Weisse Dame Hamburg 2 6 : 2
17.01.2014 Langenhorner Schachfreunde SK Marmstorf 2 6 : 2
17.01.2014 SV Eidelstedt 2 Hamburger SG BUE :
17.01.2014 Hamburger SK 10 Hamburger SK 11 5 : 3

Gelungener Auftakt

Am 11.01.2013 beginnt die Saison für KSH 4 auswärts beim Bille SC: 364 Tage später ist es wieder soweit. Die Protagonisten sind weitestgehend die gleichen, am achten Brett haben wir dieses Mal Eugen statt Jakob als Ersatzmann.

Sogar einige Paarungen wiederholen sich, z. B. bei mir. Da fragt es sich, ob man noch einmal die gleiche Eröffnung spielen soll, wie im letzten Jahr. Gefragt, getan – damals hat es gut funktioniert und wenig später stellt es sich als die richtige Entscheidung heraus. Nach 30 Minuten erscheint auch Eugen und sorgt allerorten für gute Laune.

Die ersten Ergebnisse gibt es nach knapp zwei Stunden: Bongo hat von Anfang an den Zerstörermodus angeschaltet. Ein gefesselter Bauer auf f7 (und daher hängender g6) in des Gegners Königsstellung sorgt für ein schnelles Ende. Bei Joshua tauscht sich schnell vieles ab, sodass beide Spieler in einem Turm‑Läufer‑Endspiel verbleiben. Das sieht alles sehr remislich aus auf den ersten Blick: Kurze Zeit später gewinnt Johua allerdings eine Figur; es steht 2:0.

Für den Anschlusstreffer der Gegner sorgt Tobi: Nach Verwechselung zweier Züge in der Eröffnung war ein Bauer auf der Stecke geblieben und die Stellung trostlos. Nachdem Jakob wohl nicht alles aus einer taktisch unübersichtlichen Stellung rausholt und remis vereinbart, führen wir 2½:1½.

Bei Henry und Detlef bewegt sich anscheinend alles im ausgeglichenen Bereich, Eugen spielt Schach für Diggis und mein Angriff ist … etwas verflacht, aber die Stellung dank des aktiven Läuferpaares immer noch deutlich angenehmer.

Es ist nicht immer so, doch bei diesem Kampf kommen dann die Ergebnisse wie erwartet: Eugen gewinnt, mein Gegner verbraucht unter Druck viel Zeit und schafft die Zeitkontrolle nicht. Bei Henry und Detlef wird nicht bis zum bitteren Ende ausgekämpft.

5½:2½ – Sehr schön, das war doch deutlich entspannter als im letzten Jahr.

(Baldur Schroeter)

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2. Runde
31.01.2014 Königsspringer Hamburg 4 Hamburger SK 10 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Detlef Lemke Kevin Weidmann ½ : ½
2 Henry Steinfeldt Benjamin Scharmacher ½ : ½
3 Berfîn Lemke Michael Elbracht 0 : 1
4 Tobias Götze Claus Langmann 1 : 0
5 Florian Bongartz Jan Zierott 1 : 0
6 Jakob Speck Boriss Garbers 1 : 0
7 Joshua Viol Christian Elbracht 0 : 1
8 Bastian Samm Olaf Ahrens 0 : 1

31.01.2014 SK Weisse Dame Hamburg 2 Hamburger SK 11 3 : 5
31.01.2014 Hamburger SG BUE Bille SC 2 7 : 1
31.01.2014 SK Marmstorf 2 SV Eidelstedt 2 :
24.01.2014 TV Fischbek 2 Langenhorner Schachfreunde 4 : 4

Bericht

Die zweite Runde beschert uns HSK X als Gegner: Gute 120 Punkte bringen sie im Schnitt mehr auf die DWZ‑Waage als wir. Beitragen dazu tut u. a. auch, dass ich dieses Mal nur als Zuschauer dabei sein darf aufgrund der Einsätze in der Landesliga.

Alle Rutschen ein Brett hoch, Basti ist Ersatzmann am achten Brett. Nach einer guten Stunde ist festzustellen, dass wir einen guten Einstieg gefunden haben. Bongo verzeichnet schon wieder frühzeitig einen taktischen Einschlag, Basti bekommt für Turm + Bauern 2 Figuren. Detlef gerät zunächst etwas unter Druck, doch der Angriff des Gegners kommt nicht ins Rollen, schnell tauscht sich vieles und die Stellung verflacht.

Solide stehen Tobi, Berfîn und Henry, Jakob spielt nach vorne und bei Joshua gibt es eine ganz wilde Partie zu sehen. Zunächst vermuten die Fans Joshua auf der Verliererstraße: Zu Unrecht, wie sich herausstellt und bald ist das genaue Gegenteil der Fall – oder doch nicht? Hier die Stellung nach dem 27. Zug, die den interessierten Zuschauen viel Diskussionsstoff liefert:

Christian Elbracht – Joshua Viol










Der weiße König wurde über das ganze Brett bis nach g5 getrieben und dabei einiges an Material eingesammelt. Doch wie bringt man es zu Ende? Droht sogar noch Gefahr?

27. … Lxh1? Der »offensichtliche« Zug verliert tatsächlich forciert – unglücklich, aber so etwas erlebt man auch nicht alle Tage (das Beste an dieser Stelle war die Überführung der Dame auf die sechste Reihe, ebenfalls möglich war 27. … f6+ nebst g6). 28. Lxg7! f5 29. Lf6 Db4 30. Kxf5+ Kf7 31. Dh5+ Kf8 32. Dh8+ Kf7 33. Tg7# 1:0

Dieser etwas unerwartete Punktverlust wird kurz darauf durch Jakob ausgeglichen, der im Endeffekt unseriös, aber stets foppig und gefährlich seinen Angriff zu Ende führt. Eine 3:0‑Führung wäre auch schon fast zu viel des Guten gewesen.

An den meisten Brettern sind ca. 20 Züge gespielt, das ist der klassische Zeitpunkt für Basti und Berfîn viel Zeit zu verbrauchen. Basti stellt sich dabei auch noch etwas unglücklich hin und webt ein Mattnetz für seinen König. Berfîn übersteht die Zeitnot, nun wird der Kampf an den ersten vier Brettern entschieden.

Nach Abwarten nimmt Detlef das Remisgebot seines Gegners an: Im ungleichfarbigen Läuferendspiel ist auch nicht mehr viel zu holen. Während Berfîn nun im zweiten Durchgang wohl der Zeitnot zum Opfer fällt, tauscht sich bei Tobi der letzte Turm in ein gewonnenes Bauernendspiel. Henrys Partie ist die entscheidende: Bis kurz vor 0:00 Uhr wird geknetet, bevor die Entscheidung zum Friedensschluss fällt.

Das 4:4 ist ein gutes Ergebnis gegen ein starkes Team: Auch wenn der Kampfverlauf vielleicht sogar noch etwas mehr hergab, können wir damit zufrieden sein. Und wie Henry am Ende feststellt: Bisher haben wir jetzt schon alles besser gemacht als im letzten Jahr: Gegen Bille gewonnen und gegen HSK X nicht verloren.

Schauen wir, was als Nächstes geht!

(Baldur Schroeter)

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3. Runde
14.02.2014 Hamburger SK 11 Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Bardhyl Uksini Detlef Lemke 1 : 0
2 Joachim Kossel Berfîn Lemke 1 : 0
3 Lennart Meyling Tobias Götze 1 : 0
4 Ralph Bernhard Florian Bongartz ½ : ½
5 Jan Rauschning Jakob Speck 1 : 0
6 Andreas Christensen Joshua Viol 0 : 1
7 Arend Bothe Finn‑Thore Lenz 1 : 0
8 Mathias Haage Bastian Samm 1 : 0

07.02.2014 Langenhorner Schachfreunde SK Weisse Dame Hamburg 2 : ½
14.02.2014 SV Eidelstedt 2 TV Fischbek 2 :
07.02.2014 Bille SC 2 SK Marmstorf 2 4 : 4
14.02.2014 Hamburger SK 10 Hamburger SG BUE :

Hoch verloren in hitziger Atmosphäre

Auswärtskämpfe beim HSK sind häufig unangenehm – auch dieses Mal sorgt die ungastliche Atmosphäre mit vier Mannschaftskämpfen im viel zu vollen Spielsaal für eine aufgeheizte Stimmung. Und zwar im wahrsten Sinne. Bereits nach zehn Minuten, jene zehn Minuten übrigens, die ich leider verspätet am Brett erscheine, lässt sich die Luft schneiden. Es ist laut und einige ältere Herrschaften legen schlechtes Verhalten an den Tag: Türen knallen, man führt laut Gespräche und spricht Spieler während laufenden Partien an.

Soweit man das nach zehn Minuten schon sagen kann, läuft der Auftakt dieses Kampfes für uns jedoch ganz gut. Baldur als Non‑Playing‑Captain teilt mir schon vor dem Spiellokal mit, dass die Gegner erheblich ersatzgeschwächt antreten. Wie Christian Zickelbein später erklärt, haben Erkältungen und Sommergrippe die Reihen gelichtet. Offenbar krankheitsbedingte Ausfälle zeigen sich bereits früh auch bei Jakob Speck. Nach zwei Krankentagen und nicht ganz auskuriert hätte er fast den Mannschaftskampf verpasst. Doch nach einem beherzten Anruf von Bastian Samm – »Ey Diggah, kommst Du Niendorf Markt?« – »Was ist heute?« – »Äh, Auswärtskampf beim HSK« – ist Jakob noch vor mir am Brett, muss aber leider bald die Segel streichen. Er entschuldigt sich und lässt sich vom Team gute Besserung wünschen. Der Einsatz zählt!

Doch Einsatz allein reicht nicht. Bei den Lemkes geht in komplizierten Stellungen sehr viel Zeit verloren. Detlef spielt eine sehr schöne Angriffspartie. Er sagt hinterher: »Ich hatte eine Stellung, ich hatte Ideen und Drohungen – aber leider keine Zeit mehr.« Berfîn lässt sich schon in der Eröffnung stark vom Gegner einschnüren und braucht diesmal besonders viel Zeit, um einigermaßen unbeschadet aus den ersten Zügen herauszukommen. Ein Fiasko. Für gut 20 Züge hat Berfîn nur noch drei Minuten, während der Gegner kaum Zeit verbraucht hat. Dünn. Und schnell vorbei. Man merkt, dass mit Baldur und Henry zwei Routiniers fehlen. Vor allem unter erschwerten Spielbedingungen braucht die Mannschaft Leute, denen das einfach egal ist, die Ruhe ausstrahlen und damit das Team stabilisieren.

Tobias Götze jedenfalls ist sichtlich mitgenommen. Er ist nämlich als Erster fertig, muss gegen Lennart Meyling kapitulieren, da nach einer Abwicklung plötzlich ein Turm ungedeckt ist. »Der hängt halt«, sagt Tobi und zuckt mit den Achseln. Baldur kommt in den Turniersaal und sagt nur: »Ich habe vier Bier drin!« Wenigstens einer hat Spaß. Meine eigene Partie ist kaum der Rede wert, langweiliger Auftakt, wechselseitiges Einstellen eines Bauern und beim Stand vom 5:0 kommt vom Gegner das Remisangebot bei totaler Materialgleichheit. Was soll man machen? Heute soll es einfach nicht sein.

Das gilt auch für Bastian Samm, der eine schöne Stellung aufs Brett zaubert und erheblich besser aus der Eröffnung kommt als sein Gegner. Auch Zeitprobleme gibt es zunächst keine. Doch als ich das nächste Mal aufs Brett schaue, ist die Lage schon nicht mehr so eindeutig. Mannschaftsdienlich – zu diesem Zeitpunkt steht es noch 4:0 gegen uns – spielt Bastian weiter und lehnt das Remisangebot ab. Am Ende reicht es nicht. Leider zeigt sich sein Gegner schadenfroh. Beim Umwandeln des Bauern heißt es laut: »So!« Und kurz darauf: »Hättest Du das Remis wohl besser angenommen.« Joshua Viol kann kaum an sich halten. Inzwischen ist es ständig laut. Trotz mehrmaliger Ermahnungen bleibt der Lärmpegel oben und man hätte sich das ein oder andere Eingreifen der Gastgeber gewünscht.

Zwischendrin hat Finn‑Thore sich nach einem überzeugend vorgetragenen Angriff und deutlich besserer Stellung foppen lassen. Wie genau es dazu kam, weiß ich nicht. Doch nachdem zunächst ein Mehrbauer bei deutlich harmonischerer Figurenaufstellung zu Buch steht, hat FT plötzlich Qualität und Bauer weniger. Kurz danach ist die Partie entschieden. Passiert. Es ist einfach der Wurm drin. Und es ist immer noch viel zu laut im Spielsaal. Selbst in krasser Zeitnot sowohl bei Joshua als auch seinem Gegner unterhalten sich zwei Spieler in normaler Lautstärke. Dass beim HSK kein Mannschaftsführer im Spielsaal anwesend ist und niemand mitschreibt, … – doch bevor man sich darüber aufregen kann, passiert schon der nächste Unfall. Ein Spieler kommt aufgebracht in den Spielsaal, weil er etwas am Brett liegengelassen hat, und spricht doch tatsächlich Joshua und seinen Gegner an – da platzt selbst den eigenen Leuten der Kragen, zumal Joshuas Gegner in Zeitnot die Partie grotesk einstellt! Mit nur acht Sekunden für fünf Züge übersteht Joshua die Zeitnot und bringt ein Endspiel mit Mehrfigur und zwei Mehrbauern ins Ziel. Sein Gegner kann es kaum fassen, denn seine Stellung war zuvor viel besser.

Nun gut, genug gemeckert. Ein sehr anstrengender Auswärtskampf ist zum Glück abgehakt. Jetzt kann die Saison losgehen. Am kommenden Freitag ist es schon soweit. Leider erneut auswärts, diesmal bei Weisse Dame. Hoffentlich ohne Krankheitsausfälle und wieder mit mehr Elan. Denn ganz unverdient war diese Niederlage nicht, das muss man schon zugeben.

(Florian Bongartz)

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4. Runde
21.02.2014 SK Weisse Dame Hamburg 2 Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, Emilie‑Wüstenfeld‑Gymnasium (Schulpavillon), Gustav‑Falke‑Str. 21a, 20144 Hamburg

1 Daniel Pfeiffer Baldur Schroeter 0 : 1
2 Kilian Moritz Fölsing Detlef Lemke 1 : 0
3 Holger Herbold Henry Steinfeldt ½ : ½
4 Lennert Parnitzke Berfîn Lemke 0 : 1
5 Daniel Dräger Finn‑Thore Lenz 0 : 1
6 Till Habermann Mathis Pfreundt 0 : 1
7 Nora Marina Herbold Bastian Samm 0 : 1
8 Daniel Lam Kevin Kipke 0 : 1

28.02.2014 Hamburger SG BUE Hamburger SK 11 3 : 5
21.02.2014 SK Marmstorf 2 Hamburger SK 10 3 : 5
21.02.2014 TV Fischbek 2 Bille SC 2 :
28.02.2014 Langenhorner Schachfreunde SV Eidelstedt 2 3 : 5

Hoch gewonnen in krümeliger Atmosphäre

Vor dem Kampf gegen Tabellenschlusslicht Weisse Dame II kommt alles zusammen: Gleich vier Stammspieler sagen ab; das bedeutet einiges an Arbeit vor dem Kampf. Flugs wird sich die Hälfte des KSH6‑Teams »geborgt«. Unser Team ist also jung, ambitioniert, aber: nominell trotzdem nicht favorisiert.

Niendorf Markt treffe ich mich mit unseren Ersatzspielern (Finn‑Thore, Basti, Mathis, Kevin) und stelle schon einmal fest, dass wir unbesorgt aufspielen können, da mit uns alleine ja schon fünf Punkte vor Ort wären.

In der Tat beginnt der Kampf im Schulgebäude des Emilie‑Wüstenfeldt‑Gymnasiums für uns sehr günstig. Sowohl Kevin als auch Basti können ihre Gegner nach ca. 2 Stunden niederringen. Für Kevin ist es sein erster HMM‑Sieg und die Partie war (soweit ich das sehen konnte) wirklich hübsch. Nachdem der Gegner einen Angriff am Königsaangriff initiierte, blieb Kevin gelassen und führte seinen eigenen am Damenflügel erfolgreich zu Ende. Bei Basti war es ein Start‑Ziel‑Sieg in »seiner« Eröffnung.

Auch an den übrigen Brettern sieht es nicht ungünstig aus und beim Zuschauen bemerke ich etwas, was wir wirklich lange nicht mehr erlebt haben: Wir haben an zwei Brettern einen deutlichen Zeitvorsprung! Einzig Henry wirkt ein wenig unglücklich mit seiner Stellung, aber aus ist es noch lange nicht.

Wie es nun einmal an Schulen so ist: Häufig gibt es Nebengeräusche. Zum Beispiel Mathis Schnupfen: Ok, der hat nichts mit dem Spielort zu tun. Dann wird das Sauggeräusch der Reinigungsfirma noch durch fröhliche Musik von nebenan komplettiert. Die jüngeren Spieler lässt das kalt, Detlef hingegen wirkt im wohl halbwegs ausgeglichenen Turmendspiel sichtlich gestresst.

Bei mir geht’s auf dem Brett derweil richtig rund: Lange habe ich keine so kompromisslose Angriffspartie auf beiden Flügeln mehr gespielt. Irgendwann beschließe ich, weniger zu rechnen und eher intuitiv zu spielen. Rybka bestätigt, dass das alles ziemlich kompliziert war und meine Entscheidungen nicht völlig verkehrt. Am Ende wird der gegnerische Angriff festgelegt, während meiner durchschlägt. Kurz vorher hat Henry ein Remis erreicht und Berfîn nach einem Bauerneinsteller ihres Gegners gewonnen. Finn‑Thore schafft dann die Premiere in KSH 4: Wir gewinnen einmal eine Partie deutlich auf Zeit! Und auch Mathis setzt sich durch: Mit Mehrbauern wird am Ende genug getauscht, sodass die etwas offene Königsstellung nicht mehr gefährdet ist.

Damit haben unsere Ersatzspieler 100 % der möglichen Punkte erreicht und die Ansage vor der Hinfahrt erweist sich als korrekt. Vielen Dank dafür und fürs Einspringen!

Am Ende spielt noch Detlef, während im Nebenraum analysiert, sowie Mathematikunterricht diskutiert wird. Nach ca. 30 Minuten ist die Partie beendet, Detlef verabschiedet sich. Zunächst glaube ich noch, Detlef ist mit einem Remis sehr unzufrieden: Allerdings ist die Partie verlorengegangen.

Ansonsten war es ein sehr guter Kampf: Anscheinend sind die Jugendspieler grad gut fit nach der HJET. Ein Dank geht noch an Basti, der uns nun schon dreimal aushalf und damit bereits jetzt schon alle Ersatzeinsätze getätigt hat. Nun haben wir exakt einen Monat Pause, bevor wir uns mit dem Staffelfavoriten und momentan Ersten HSG/BUE messen dürfen.

Dann spielen wir endlich mal wieder in den eigenen vier Wänden.

(Baldur Schroeter)

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5. Runde
21.03.2014 Königsspringer Hamburg 4 Hamburger SG BUE 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Christian Joecks 0 : 1
2 Detlef Lemke Volker Tatenhorst 1 : 0
3 Henry Steinfeldt Amran Mojo Pahit Parindra 1 : 0
4 Tobias Götze Klaus‑Dieter Meyer 0 : 1
5 Florian Bongartz Helmut Amara‑Sellack 1 : 0
6 Jakob Speck Michael Harasim 1 : 0
7 Finn‑Thore Lenz Dr. Friedrich Becker‑Bertau 0 : 1
8 Daniella Wagner Hans‑Heinrich Runge 0 : 1

28.03.2014 SV Eidelstedt 2 SK Weisse Dame Hamburg 2 1 : 7
21.03.2014 Bille SC 2 Langenhorner Schachfreunde 3 : 5
28.03.2014 Hamburger SK 10 TV Fischbek 2 5 : 3
28.03.2014 Hamburger SK 11 SK Marmstorf 2 4 : 4

Einfach prall

Die HSG/BUE ist immer wieder ein interessanter Gegner. Mal davon abgesehen, dass sie ganze 1907 DWZ im Schnitt (durchschnittlich 235 mehr als wir in unserer heutigen Aufstellung) mitbringen und somit die mit Abstand stärkste Mannschaft der Staffel sind, ist das bestimmt auch das Team, dass am wenigsten nennen wir es mal ›Feingefühl‹ im Turniersaal aufweist: Einfach prall.

Zum Glück gehört Respekt vor gegnerischer Spielstärke und Verhalten nicht zu unserem Konzept und so wollen wir natürlich ein paar Punkte mitnehmen. Mit Joshua und Berfîn fehlen leider zwei Stammkräfte. So kommt Finn‑Thore wieder zum Zug und – zurück auf der Schachbühne – Daniella bestreitet ihren ersten HMM‑Einsatz!

Während unsere KSH5‑Kameraden aus der Bezirksliga B schon fast gewonnen haben, ist bei uns nach 2,5 Stunden noch keine Partie beendet. Wenig später darf ich dann nach einer einfach nur dünnen Partie die Hand rüberreichen. Zum Glück gehört aktive Verdrängung zu meinen Stärken und so ist diese Niederlage schon fast in Vergessenheit geraten.

Ansonsten sieht es ganz gut aus: Jakob fährt einen Start‑Ziel‑Sieg ein, Bongo hat nach einem inkorrekten Opfer eine Mehrfigur. Detlef fällt – ähnlich wie im letzten Jahr gegen HSG/BUE – auf einen Eröffnungsfopp rein, der dieses mal zwar keinen Bauern kostet, aber die Stellung will erstmal konsolidiert werden. Weiteren Parallelen zur letztjährigen Partie sehen die Fans optimistisch entgegen.

Erst deutlich später fallen weitere Entscheidungen: Tobi verliert die Übersicht und Material in Zeitnot. Bongo findet im Endspiel lauter richtige Züge, nimmt jedoch Gegenteiliges an. Nach emotionaler Achterbahnfahrt wird ein weiterer Sieg eingefahren und die nachträgliche Analyse beschert nach eigener Aussage einen ruhigen Schlaf: »Glück? Von wegen. Der Typ hatte überhaupt keine Chance!« Finn‑Thore stellt nach einem aussichtsreichen Beginn Figur und Partie ein – schade.

Beim Stand von 2:3 müssen es nun Henry, Detlef und Daniella reißen. Henry findet in gedrückter Stellung einen Taktikfopp und auf einmal ist die Stellung deutlich besser. Natürlich will sich der Gegner noch alles zeigen lassen. Bei Detlef geht’s in beiderseitiger Zeitnot im Schwerfigurenendspiel rund.

Das Remisgebot wird vom Gegner abgelehnt: Dafür wird sein König übers Feld getrieben. Im 40sten Zug zieht er auf das falsche Feld. Die Damen tauschen sich und das Bauernendspiel ist für Detlef gewonnen. Na also, schon wieder ein Bigpoint! Während Detlef sich noch bemüht wieder runterzukommen, verpasst Daniella in unübersichtlicher Stellung wohl eine günstige Abwicklung und verliert im Endspiel. Über vier Stunden in passiver Stellung standgehalten und eine ordentliche Partie gespielt sind allerdings ein guter Einstieg in die HMM.

Henry verwertet seinen Vorteil zum Sieg und am Ende halten wir das 4:4 fest. Das war stark!

Bleibt also festzuhalten, dass wir die Fähigkeit jeden Gegner zu ärgern nicht verloren haben.

Machen wir doch einfach weiter damit: z. B. im idyllischen Marmstorf am 4. April.

(Baldur Schroeter)

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↓
6. Runde
04.04.2014 SK Marmstorf 2 Königsspringer Hamburg 4 5 : 3
19:00 Uhr, Vereinshaus des SV Grün‑Weiss Harburg, Langenbeker Weg 1c, 21077 Hamburg

1 Tobias Kolschewski Baldur Schroeter 1 : 0
2 Holger Fabig Detlef Lemke + :
3 Ralf Böhme Henry Steinfeldt ½ : ½
4 Björn Undritz Tobias Götze ½ : ½
5 Nicolai Sakel Florian Bongartz 0 : 1
6 Lutz Meyer Jakob Speck 0 : 1
7 Prof. Dr.‑Ing. Thomas Willner Joshua Viol 1 : 0
8 Jörg Thies Kevin Kipke 1 : 0

04.04.2014 SK Weisse Dame Hamburg 2 Hamburger SG BUE 3 : 5
11.04.2014 TV Fischbek 2 Hamburger SK 11 :
04.04.2014 Langenhorner Schachfreunde Hamburger SK 10 4 : 4
11.04.2014 SV Eidelstedt 2 Bille SC 2 :

Einfach dünn

So war der Auswärtskampf in Marmstorf.

Wir treten ohne beide Lemkes an: Berfîn hat Karateprüfung und da Detlef noch voll in den Vorbereitungen des Grundschulturnieres in Pinneberg steckt, schafft er es nicht rechtzeitig. KSH 6 hat einen wichtigen Kampf um erste Punkte, da sind auch Ersatzspieler rar. Immerhin kann Kevin einspringen.

Wenn schon einiges nicht passt, dann kommt meist noch mehr dazu: So haben die 6 anwesenden Marmstorfer z. B. keinen Schlüssel, sodass wir erst eine halbe Stunde später anfangen können. Kaltgraues Nieselwetter unterstützt die aufkommende gute Laune.

Am Brett ist es dann nicht besser: Joshua und Kevin verlieren relativ zügig (bei Joshua kam das Traxler‑Gegengambit: lange nicht mehr gesehen), ich opfere völlig neben der Spur eine Qualität und schon steht es 1:4: Jakob hatte in der Zwischenzeit souverän gewonnen. Sven Kipke sammelt uns »fertige« Spieler dann ein, an den Brettern kämpfen noch Bongo, Henry und Tobi. Weiter kann ich vom Kampf nicht berichten, denn ich schließe ich mich den Heimfahrern an.

Selbst um 23:00 Uhr werden wir Opfer der Baustellensituation in Hamburg: Nach einer halben Stunde Stau in Stellingen haben wir auch das geschafft. Henry, Tobi und Bongo verlieren wenigstens keine Partie mehr, am Ende steht es 5:3.

Auswärtskämpfe wie diesen haben wir zum Glück diese Saison nicht mehr. Und wie jedes Mal, wenn ich da war, sage ich mir: »Nie wieder nach Marmstorf.« Mal sehen, wie lange dieser gute Vorsatz diesmal hält.

Vielleicht sollten wir im nächsten Jahr prophylaktisch die Staffel wechseln, um auf Nummer sicher zu gehen.

(Baldur Schroeter)

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7. Runde
09.05.2014 Königsspringer Hamburg 4 TV Fischbek 2 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Jörg Schwarzkopf ½ : ½
2 Detlef Lemke Peter Schausten 0 : 1
3 Henry Steinfeldt Manfred Friese ½ : ½
4 Florian Bongartz Hubert Kopyto 1 : 0
5 Jakob Speck Dirk Thomzik 0 : 1
6 Joshua Viol Bodo Wichert 0 : 1
7 Hans Schulz Jannis Niemann 0 : 1
8 Dieter Carl Alexander Schneider 1 : 0

09.05.2014 Bille SC 2 SK Weisse Dame Hamburg 2 5 : 3
09.05.2014 Hamburger SK 10 SV Eidelstedt 2 6 : 2
09.05.2014 Hamburger SK 11 Langenhorner Schachfreunde 4 : 4
25.04.2014 Hamburger SG BUE SK Marmstorf 2 :

Ohne zwei, spiel drei

Das letzte Drittel dieser Saison ist angebrochen. Die siebte Runde bringt zwei Heimkämpfe für die Mannschaften KSH 6 und KSH 4. Während für die Sechste der Abstieg so gut wie besiegelt ist, befinden wir uns im Mittelfeld. Wie schon vor zwei Jahren, wird die Ersatzspielersituation zum Saisonende hin knapper. Bei uns fehlen Tobi und Berfîn, die sechste braucht alle Spieler. Anrufe bei Hans und Dieter bringen schnell und motiviert Zusagen – so wünscht man sich das als Mannschaftsführer!

Dieter führt dann auch eine reine Angriffspartie. Offene Linien gegen den gegnerischen Damenflügel bieten bei ungleichseitigen Rochaden reichlich Angriffschancen. Leider hat zu diesem Zeitpunkt Jakob schon verloren: Eine Figur und die Partie waren bereits nach einer Stunde weg. Dieser Beginn lässt nichts Gutes ahnen, zumal Joshuas König anrüchig im Zentrum steht und auch Hans alsbald eine Minusfigur aufweist. Bei Detlef schaut es ausgeglichen aus, während Henry sich zunächst mit der aktiven Eröffnungswahl seines Gegners schwertut. Einzig Florian verzeichnet einen schnellen Vorteil, da der Gegner statt sich zu entwickeln den merkwürdigen Plan h5–h4 findet.

Ich gehe etwas abgelascht recht zügig auf eine Remisvariante ein. Hm, naja. Leider hat sich Florians Vorteil wieder aufgelöst, Hans verliert und schon steht es 0,5:2,5 gegen uns. Wenigstens Joshuas Stellung verspricht wenig später viel Aktivität. Zu viel, da diese zu einem Opfer verleitet, welches am Ende eine glatte Minusfigur bedeutet. Nachdem Dieter den gegnerischen König wohl etwas länger als notwendig über das ganze Brett treibt, kann er ihn am Ende erlegen. Ganz raus sind wir also noch nicht.

Henry hat in der Zwischenzeit mit etwas Zeitaufwand alle Probleme gelöst. Leider sind die weiteren Nachrichten nicht die besten. Florian gewinnt zwar doch, allerdings büßt Detlef eine Qualität und wenig später die Partie ein. Henry kommt zum Abschluss über ein Remis nicht hinaus.

Diese Niederlage fühlt sich etwas unnötig an – eigentlich können wir das doch besser! Also: Zum Saisonende heißt es noch einmal Zähne zeigen – schon in der nächsten Woche geht es weiter in Langenhorn.

(Baldur Schroeter)

↑
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8. Runde
16.05.2014 Langenhorner Schachfreunde Königsspringer Hamburg 4 4 : 4
19:00 Uhr, Langenhorner Bürgerhaus (1. OG), Tangstedter Landstr. 41, 22415 Hamburg

1 Gerhard Schröder Baldur Schroeter ½ : ½
2 Ulrich Thießen Detlef Lemke 1 : 0
3 Michael Weithart Henry Steinfeldt 0 : 1
4 Thomas Becker Berfîn Lemke 1 : 0
5 Hanno Keuneke Florian Bongartz 0 : 1
6 Uwe Neumann Jakob Speck 0 : 1
7 Eckart Thom Joshua Viol ½ : ½
8 Abbdulaziz Ahmad Dieter Carl 1 : 0

23.05.2014 SK Weisse Dame Hamburg 2 SK Marmstorf 2 5 : 3
16.05.2014 TV Fischbek 2 Hamburger SG BUE :
23.05.2014 SV Eidelstedt 2 Hamburger SK 11 4 : 4
16.05.2014 Bille SC 2 Hamburger SK 10 2 : 6

Im Langenhorner Bürgerhaus – Reloaded

Beim Durchschauen unseres Archivs stelle ich fest: Drei Jahre ist es inzwischen her, dass ich einen Auswärtskampf in Langenhorn betreute. Damals als non‑playing Captain von KSH 6 in der Kreisliga. Mit Detlef, Berfîn und Joshua sind noch drei weitere der damaligen Protagonisten dabei. Der Bericht dazu wurde in der korrekten chronologischen Reihenfolge verfasst. So sei es auch dieses Mal.

17:30 Uhr – Niendorf Markt

Bei bestem Wetter sitze ich vorm ›Asia‑Quick‹. Die Hoffnung, meine große Müdigkeit mit einem noch größeren Berg Nudeln zu kurieren, treibt das Essen rein. Okay, ganz gut schmecken tut es auch. Die allgegenwärtigen Straßenmusiker komplettieren das Niendorf‑Markt‑Flair. Die Zeit steht nicht still und 18:15 Uhr ist Treffpunkt vor der U2. Nicht nur für uns – also in diesem Fall Jakob und mich – sondern auch für KSH 6 mit den Kipkes, Basti, Mathis und Hanssen, die sich auf die Mission begeben, ein paar Ehrenpunkte beim HSK zu sammeln.

18:15 Uhr – Im Bus

Von Jakob erfahre ich, wer denn so in der Hamburger Jugendschachszene mit wem an welchem Ort feiert. Er wäre eingeladen, spielt natürlich lieber mit uns gegen Langenhorn. So wie es sich gehört. Dann sind wir auch schon am Spielort angekommen.

18:45 Uhr – Vorm Langenhorner Bürgerhaus

Nach Jakob und mir trifft Joshua ein. Dieser präsentiert zunächst stolz seine neueste Errungenschaft: Ein pink‑weiß gefärbtes Kartenspiel. Ein weiterer Schritt auf seiner Karriere zu einem verdammt ausgebufften Kartentrickser. Auch die Langenhorner trudeln allmählich ein und schon wird der erste Skandal festgestellt: Die Fahrradständer vor dem Gebäude wurden entfernt. Als auch Dieter und Henry eintreffen, betreten wir erwartungsvoll die Spielstätte.

19:00 Uhr – Im Langenhorner Bürgerhaus

Ernüchterung: Im Gegensatz zum Kampf vor drei Jahren wurde modernisiert (oder einfach nur aufgeräumt) und all die hübschen Gemälde abgehängt. Naja, dann eben Schach spielen. Mein Gegner wird kurz vor der Partie als Langenhorner Vereinsmeister geehrt und kassiert den nicht gerade kleinen Pokal ein. Zumindest ich habe also am heutigen Abend eine echte Herausforderung …

19:01–23:05 Uhr – Mannschaftskampf

… und bekomme einen so guten Entwicklungsvorsprung wie lange nicht mehr aufs Brett. Einige normale Züge später stehe ich sehr komfortabel, kassiere einige Bauern ein, verrechne mich und verbleibe mit einem Mehrbauern am Damenflügel, sowie geringerer Aktivität. In der Zwischenzeit übersieht Detlef einen Abzugsfopp, der voraussichtlich die Partie kosten wird. Berfîn denkt nach … und zieht auch manchmal. Unterdessen herrscht bei Florian mal wieder besonders zauberhaftes Chaos. Dieter steht gedrückt, Henry und Jakob ausgeglichen und Joshua nimmt das Remisgebot seines Gegners an. Nicht die besten Voraussetzungen für uns. Da ich allmählich in Zeitnot gerate und meinen Mehrbauern nicht halten kann, schließe ich ebenfalls Frieden. Detlef und Dieter verlieren ihre Stellungen erwartungsgemäß und schon liegen wir 1:3 hinten. An den übrigen Brettern wird echtes Feierabendschach geboten. Als Zuschauer kommt man da nicht ganz mit, aber spannend ist es auf jeden Fall. Jakob kann sich im Turmendspiel durchsetzen und Henry gewinnt souverän. Bongos Partie lasse ich ihn besser selber beschreiben: »… der unverdienteste Sieg aller Zeiten. Die Eröffnung war sogar noch okay, dann dünn abgewickelt und die ganze Partie −2 und weniger. Dann zwischendrin einen Fopp zum Ausgleich nicht gesehen. Dann lauter Einsteller, alle nicht gesehen vom Gegner – und am Schluss halt der Megapatzer (−10) … don’t mention the war …«. Für Florian läuft’s einfach in dieser Saison und das Ergebnis gibt schließlich dem Sieger recht. Oder? Nach 1:3 also 4:3 und Berfîn spielt noch. Allerdings eher noch pro forma – nachdem die Zeitkontrolle geschafft war, will man ja schließlich auch noch ein paar Züge machen. 4:4 heißt es am Ende. Und irgendwie können beide Mannschaften damit zufrieden sein.

(Baldur Schroeter)

↑
↓
9. Runde
06.06.2014 Königsspringer Hamburg 4 SV Eidelstedt 2 6 : 2
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter David Krüger 0 : 1
2 Detlef Lemke Andreas Bergsträßer 1 : 0
3 Henry Steinfeldt Ferdinand Gaschin 1 : 0
4 Tobias Götze Valentin Krön 1 : 0
5 Florian Bongartz Detlev Frank 1 : 0
6 Jakob Speck Lasse Weißhorn ½ : ½
7 Joshua Viol Hans Kummerfeld ½ : ½
8 Daniella Wagner Domenic Jonasson + :

20.06.2014 Hamburger SK 10 SK Weisse Dame Hamburg 2 :
20.06.2014 Hamburger SK 11 Bille SC 2 4 : 4
06.06.2014 Hamburger SG BUE Langenhorner Schachfreunde 7 : 1
20.06.2014 SK Marmstorf 2 TV Fischbek 2 :
Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/14-ksh4.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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