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www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 2 · Landesliga Hamburg 2013/14
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 4 5 39,0 14
2. SK Marmstorf 3 5 4 7 39,5 11
3. Königsspringer Hamburg 2 4 5 5 37,0 11
4. SV Diagonale‑Harburg 3 4 4 5 38,5 10
5. SK Union‑Eimsbüttel 5 5 1 6 37,5 10
6. SK Weisse Dame Hamburg 3 3 3 37,0 10
7. FC St. Pauli 2 5 4 35,5 9
8. SC Diogenes Hamburg 2 4 3 4 3 4 5 33,5 7
9. SV Großhansdorf 3 7 3 4 35,5 5
10. Hamburger SK 5 1 2 4 27,0 3
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Spieler
KSH
2
Mannschaftsführer:
Michael Wolter
H A H A H A H Z Z
DIO
2
STP
2
DIA
 
HSK
4
WDH
 
UNE
 
HSK
5
MAT
 
GHD
 
1 Wagner, Friedrich, Dr.       ½          
2 Harder, Clemens 0 1 0 1 0 ½ 0 0 0
3 Wolter, Michael 1 0 ½ 1 ½ 1 1 0 1
4 Cremer, Jochen 1 0 0 0   ½ 1 1 1
5 Dettmann, Steffen, Dr. 0 1 ½ 1 1 0 ½ 1 ½
6 Chin, Karin 1       1 ½ ½ 0 ½
7 Langmann, Markus 0     0 ½ ½ 1   ½
8 Pfreundt, Jakob + ½   0     ½    
9 Goetz, Claus 1 0 1 0 ½ 1 0 ½ 1
10 Hort, Max     0         0  
11 Schroeter, Baldur   0 +            
12 Raider, Eugen   0 1   + ½   1 0
13 Möhrmann, Marcus                  
14 Knops, Peter         ½        
15 Wiltafsky, Thomas                  
16 Melde, Christian                  
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1. Runde
13.10.2013 Königsspringer Hamburg 2 SC Diogenes Hamburg 2 5 : 3
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Clemens Harder Torben Schulenburg 0 : 1
2 Michael Wolter Christian Laqua 1 : 0
3 Jochen Cremer Thomas Rieling 1 : 0
4 Dr. Steffen Dettmann Ralf Hein 0 : 1
5 Karin Chin Peter Gröppel 1 : 0
6 Markus Langmann Dominik Müller 0 : 1
7 Jakob Pfreundt Ruidi Xin + :
8 Claus Goetz Achim Jürgens 1 : 0

13.10.2013 Hamburger SK 4 Hamburger SK 5 :
13.10.2013 SK Weisse Dame Hamburg SV Diagonale‑Harburg :
13.10.2013 SK Union‑Eimsbüttel FC St. Pauli 2 :
13.10.2013 SK Marmstorf SV Großhansdorf :

Kein Remis

Der Start in die neue Saison beginnt mit einem umkämpften Sieg gegen Diogenes 2. Ein kampfloser Punkt nach einer Stunde sorgt zunächst für eine Scheinsicherheit, danach folgt aber kein einziges (Kurz‑)Remis mehr. Alles lange Partien, die Zeitnot wirbelt dabei einiges durcheinander. Karin gewinnt irgendwie mit sehr wenig Zeit. Jochen gibt die Dame und hofft auf die verbliebenen Bauern am Damenflügel, was auch klappt (sehr zweischneidig das Ganze). Dafür kassieren Steffen und Clemens unnötige Niederlagen, sodass sich an diesen vier Brettern ein gefühlter Punktetausch ergibt.

Claus gewinnt eine normale Partie im Angriff, Markus kann keinen Angriff aufbauen und verliert eine passive Stellung. Das Endspiel mit Mehrbauer an Brett 2 ist dann aber doch unter Mithilfe der gegnerischen Dauerzeitnot gewonnen.

Das 5:3 geht insgesamt in Ordnung, und damit ist die erste Hürde auf dem Weg zum Klassenerhalt genommen.

(Michael Wolter)

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2. Runde
10.11.2013 FC St. Pauli 2 Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, Clubheim des FC St. Pauli, Harald‑Stender‑Platz 1, 20359 Hamburg

1 Gisbert Jacoby Clemens Harder 0 : 1
2 Bernd Wronn Michael Wolter 1 : 0
3 Sebastian Prosch Jochen Cremer 1 : 0
4 Torsten David Dr. Steffen Dettmann 0 : 1
5 Andreas Kohtz Jakob Pfreundt ½ : ½
6 Wolf‑Thomas Schütze Claus Goetz 1 : 0
7 Dr. Guntram Knecht Baldur Schroeter 1 : 0
8 Frank Müller Eugen Raider 1 : 0

10.11.2013 Hamburger SK 5 SV Großhansdorf 4 : 4
10.11.2013 SC Diogenes Hamburg 2 SK Marmstorf 4 : 4
10.11.2013 SV Diagonale‑Harburg SK Union‑Eimsbüttel :
10.11.2013 Hamburger SK 4 SK Weisse Dame Hamburg :

Leistungseinbruch zum WM‑Auftakt

Unser erstes Auswärtsspiel der Saison findet am Millerntor statt. Gastfreundlich servieren die St. Paulianer reichlich Brötchen und Kaffee und während Martin Bierwald den Kampf von St. Pauli I in der Oberliga leitet, treten wir gegen ihre im Vergleich zum Vorjahr deutlich verstärkte zweite Mannschaft an. Für Karin und Markus spielen Baldur und Eugen, und so wollen wir gerade an den hinteren Brettern punkten.

Das wird aber nichts. Zunächst remisiert Jakob. Sein Mehrbauer im Turmendspiel verspricht vielleicht nur minimalen Vorteil, aber ein wenig länger kann man die Partie wohl schon noch spielen. Eugen kommt reichlich zu spät, spielt im Diggi‑Angriff des Dies‑Das‑Gambits eine Nebenvariante, opfert ein paar Eiskugeln und verliert folgerichtig. Taktisch war zwischendrin wahrscheinlich sogar was drin, aber die Fans mahnen hier nachdrücklich zu einer solideren Partieanlage. Ich lande nach einigen fraglichen Abtauschaktionen in einem Endspiel mit schlechtem Läufer gegen guten Springer. Kann sein, dass man das noch remis halten kann. Mir gelingt es nicht.

Aber noch ist nichts entschieden. Steffen kann mit bestechend einfachem Schach souverän den ganzen Punkt holen. Clemens verschärft im entscheidenden Moment das Spiel und braucht nicht mal alle Mattmotive auszunutzen um das Endspiel zu gewinnen. Baldur ist riesig aus der Eröffnung gekommen und Jochen hat einen soliden Mehrbauern. Allein Michael steht anrüchig.

Aber unter der tief stehenden Sonne werfen nicht nur die Figuren lange Schatten, auch die Gesichter werden immer länger. Jochen lässt in Zeitnot zu viel gegnerische Aktivität zu und muss schon selber ums Remis kämpfen. Schließlich gelingt auch das nicht. Bei Baldur ist im Turmendspiel ein Bauer verloren gegangen und auch diese Stellung ist irgendwann nicht mehr zu halten. Michael steht extrem gedrückt und stellt alle 20 Züge wichtiges Material ein. Am Ende ein deutliches 2,5:5,5.

Schon in zwei Wochen haben wir zu Hause gegen Diagonale die Gelegenheit zu einer enormen Leistungssteigerung. Ich bin zuversichtlich!

(Claus Goetz)

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3. Runde
24.11.2013 Königsspringer Hamburg 2 SV Diagonale‑Harburg 4 : 4
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Clemens Harder Jonathan Carlstedt 0 : 1
2 Michael Wolter Matthias Wasmuth ½ : ½
3 Jochen Cremer Christoph Kuberczyk 0 : 1
4 Dr. Steffen Dettmann Jens Schmidt‑Wilke ½ : ½
5 Claus Goetz Martin Becker 1 : 0
6 Max Hort Andrei Cotaru 0 : 1
7 Baldur Schroeter Marten Holst + :
8 Eugen Raider David Hernandez 1 : 0

24.11.2013 SK Weisse Dame Hamburg Hamburger SK 5 :
24.11.2013 SK Union‑Eimsbüttel Hamburger SK 4 :
24.11.2013 SK Marmstorf FC St. Pauli 2 :
24.11.2013 SV Großhansdorf SC Diogenes Hamburg 2 3 : 5

Kunterbuntes Schach in der Wochenend‑Hobbyliga

Es ist 10:40 Uhr, als ich im Clubheim ankomme. Michael stellt fest: »Noch zwei Spieler, dann sind wir antrittsberechtigt«. Wenig später treffen Max und Steffen ein, sodass wir die erste Hürde des Tages genommen haben. Zu Spielbeginn fehlt auf gegnerischer Seite noch Marten Holst und bei uns Eugen: »Hat der denn die ganze Nacht durch…?«, fragt sich manch einer, doch um 11:05 Uhr ist Eugen früh am Brett und hat sogar wenig später einen soliden Mehrbauern.

Mein Gegner erscheint indes nicht mehr innerhalb der Karenzzeit, sodass wir nach einer Stunde 1:0 in Führung liegen. Eugens Partie bietet mir als interessiertem Zuschauer genug Grund, mich nicht zu langweilen. Der Vorteil wird wohl zwischendurch vergeben. Wie dann eine Figur gewonnen wird, bekommt keiner mit. Egal: Geschichte wird von den Siegern geschrieben, habe ich gehört – 2:0. Max bekommt schnell eine Gewinnstellung, übersieht jedoch einen Taktikfopp, der eine Qualität kostet.

So viel zur Geschichte der hinteren drei Bretter. In der Zwischenzeit bekommt Jochen ein Bauernopfer auf e6 reingedrückt. Danach ist die Stellung aufgrund zahlreicher Opfermotive und zentralem König schwer zu verwalten. Claus setzt sich mit dem Flügelgambit auseinander: Keine leichte Geschichte, denn schließlich ist jede Eröffnung gefährlich, in der der b‑Bauer geopfert wird. Steffens und Michaels Partien bewegen sich stets im Ausgleichbereich. Michaels Gegner lehnt das Remisgebot wohl aufgrund der Mannschaftskampfsituation zunächst ab. Clemens verbraucht viel Zeit in der Eröffnung und stellt für die Fans recht unvermutet eine Figur ein – 2:1.

Claus’ Stellung geht ziemlich aus dem Leim, nun wird es langsam ungemütlich. Bei Michael und Steffen ist nicht mehr viel zu holen, es erfolgt die Punkteteilung. Während Max für seine Minusqualität wohl zumindest Kompensation hat, verpasst Jochen in unübersichtlicher Stellung und Zeitnot eine gute Abwicklung. Das Damenendendspiel ist aufgrund der gegnerischen verbundenen Freibauern verloren, doch wer Jochen kennt weiß, dass immer zäh bis zum Schluss gekämpft wird.

Als schon fast nichts mehr zu holen ist, setzt Claus unvermittelt Grundreihenmatt! Was sagt wohl der Arbeitgeber dazu? Und gewinnen wir jetzt sogar den Kampf? Leider übersteht Max seine Zeitnot nicht, sonst wäre wohl mehr drin gewesen. Nach längstmöglicher Verteidigung muss auch Jochen die Segel streichen.

Ein spannender Kampf endet so 4:4. Beide Teams lassen am Ende eines langen Landesliganachmittags den Tag beim Griechen ausklingen.

Meine Auftritte in der zweiten Mannschaft habe ich damit vorerst absolviert – viel Erfolg auch weiterhin, Jungs!

(Baldur Schroeter)

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4. Runde
15.12.2013 Hamburger SK 4 Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Anja Hegeler Dr. Friedrich Wagner ½ : ½
2 Norbert Schumacher Clemens Harder 0 : 1
3 Bernhard Jürgens Michael Wolter 0 : 1
4 Dr. Helge Hedden Jochen Cremer 1 : 0
5 Thomas Kastek Dr. Steffen Dettmann 0 : 1
6 Christoph Engelbert Markus Langmann 1 : 0
7 Dr. Torsten Szobries Jakob Pfreundt 1 : 0
8 Wolfgang Schellhorn Claus Goetz 1 : 0

15.12.2013 Hamburger SK 5 SC Diogenes Hamburg 2 :
15.12.2013 FC St. Pauli 2 SV Großhansdorf :
15.12.2013 SV Diagonale‑Harburg SK Marmstorf :
15.12.2013 SK Weisse Dame Hamburg SK Union‑Eimsbüttel :

Viele Chancen, wenig Punkte

Natürlich tritt die gegnerische Mannschaft in Bestbesetzung an. Klar, so ist das immer, wenn man um den Klassenerhalt kämpft. Mit Friedrich an 1 sind wir auch fast in Stammbesetzung unterwegs.

Kurios endet die Partie an Brett 3 schon nach 14 Zügen. Noch ist nichts abgetauscht, aber eine schwarze Figur geht verloren.

Michael Wolter – Bernhard Jürgens










Die Weißpartien entwickeln sich gut und sind alle Gewinn‑Kandidaten. Die Schwarzpartien sind deutlich schlechter, nur Clemens steht ausgeglichen. Claus steht definitiv auf Verlust, der Qualitätsverlust lässt sich nicht vermeiden.

In der Zeitnotphase sechs knappe Partien: Steffen ist mit einem spekulativen Figurenopfer der einzige Weißspieler, der »durchkommt«. Lange Zeit rochierte der Gegenspieler nicht und durfte sich nach erfolgter Rochade durchaus sicher füllen, doch endet die Partie mit einem schwarzen König völlig offen in der Mitte umgeben von weißen Angriffsfiguren.

Ein Tempoverlust kostet Friedrich den Sieg und bei Jakob geht ein wichtiger Bauer verloren. Dafür bekommt Jochen noch einen Zug lang eine Ausgleichschance, stellt aber eine Figur ein. Clemens nimmt dafür die eingestellte Figur mit. Markus kann sich befreien und steht aktiver, setzt die Figuren aber mehr zur eigenen Verteidigung ein und auch diese Partie kippt.

Königsspringer 2 »überwintert« nun auf einem Abstiegsplatz. Ein Blick in die Oberliga Nord, Gruppe Nord zeigt eine »milde« Variante für die Hamburger Landesliga: Nur zwei Hamburger Mannschaften stehen auf den Abstiegsplätzen. Theoretisch können aus der Oberliga vier Mannschaften absteigen und es können durchaus vier Hamburger Mannschaften werden (das sind dann fünf Absteiger aus der Landesliga und damit sind alle Mannschaften noch im Abstiegstopf drin).

(Michael Wolter)

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5. Runde
19.01.2014 Königsspringer Hamburg 2 SK Weisse Dame Hamburg 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Clemens Harder Aleksandar Trisic 0 : 1
2 Michael Wolter Peter‑René Mandelbaum ½ : ½
3 Dr. Steffen Dettmann Jan Ludwig 1 : 0
4 Karin Chin Lars Schiele 1 : 0
5 Markus Langmann Sebastian Kuhle ½ : ½
6 Claus Goetz Alice Winnicki ½ : ½
7 Eugen Raider Dennis Petru + :
8 Peter Knops Dustin Opasiak ½ : ½

19.01.2014 SK Union‑Eimsbüttel Hamburger SK 5 6 : 2
19.01.2014 SK Marmstorf Hamburger SK 4 :
19.01.2014 SV Großhansdorf SV Diagonale‑Harburg 3 : 5
19.01.2014 SC Diogenes Hamburg 2 FC St. Pauli 2 4 : 4

Gewonnen, aber weiter abstiegsgefährdet

Kurz vor dem Doppel‑Heimkampf wurden die Mannschaftsaufstellungen mächtig durcheinandergewirbelt. Jakob und Jochen spielten in der 1. Mannschaft und Eugen und Peter in der 2. Mannschaft. Die (eventuell vorhandene) Vorbereitung war damit natürlich weg, dafür durften fast alle mit der Lieblingsfarbe spielen.

Nach einer Stunde der dritte kampflose Punkt, der wieder einen zusätzlichen Mannschaftspunkt einbringen sollte. Nach knapp 2 Stunden wurde am 2. Brett ein Kurzremis in sehr ausgeglichener Stellung nachgeschoben. Da nur Karin schlechter stand, war ein Endergebnis von bis zu 5:3 zu erwarten.

Claus hatte einen Mehrbauern und stand vor der Wahl, den unwichtigen schwarzen Läufer oder den gefährlichen schwarzen Springer zu tauschen. Es wurde der Läufer, was aktives Gegenspiel zuließ, auch wenn diese Stellung später fast noch gewonnen wurde.

Danach konnte Markus der Zugwiederholung nicht ausweichen. Clemens hatte die schwerste Aufgabe und stellte leider in nicht mehr so einfacher Stellung die Qualität ein. Peter steuerte ein gefühlt knappes Remis bei. Dabei sah es nach der Eröffnung deutlich besser aus.

Die Entscheidung fiel – an Brett 4: Karin stand zwar schlechter, spielte aktiv gegen einen an sich unangreifbaren König, schaffte Mattdrohungen, beiderseitige Zeitnot, im 40. Zug kippte die Stellung, im 41. Zug war sie gewonnen.

Steffen stand im Springerendspiel etwas besser, ein Remis hätte schon gereicht. In der Zeitnotphase wurde der gegnerische Isolani erobert und der Mehrbauer anschließend sehr sicher zum 5:3 verwertet.

Wieviele Mannschaften steigen aus der Landesliga Hamburg ab? Das ist abhängig davon, ob Schachfreunde Schwerin in die 2. Bundesliga aufsteigt oder nicht und natürlich wieviele Hamburger Mannschaften aus der OLNN absteigen. Wenn Schwerin aufsteigt, steigt Schwerin 2 in die OLNN auf. Dann gibt es drei Absteiger aus der OLNN und mindestens drei Absteiger aus der LLHH.

(Michael Wolter)

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6. Runde
09.02.2014 SK Union‑Eimsbüttel Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, Hamburg‑Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg

1 Lutz Franke Clemens Harder ½ : ½
2 Holger Henrich Michael Wolter 0 : 1
3 Andreas Förster Jochen Cremer ½ : ½
4 Gerrit Voigt Dr. Steffen Dettmann 1 : 0
5 Markus Winter Karin Chin ½ : ½
6 Ralf Adloff Markus Langmann ½ : ½
7 Dr. Erich Kirschneck Claus Goetz 0 : 1
8 Detlev Jarnuczak Eugen Raider ½ : ½

09.02.2014 Hamburger SK 5 FC St. Pauli 2 :
09.02.2014 SV Diagonale‑Harburg SC Diogenes Hamburg 2 4 : 4
09.02.2014 Hamburger SK 4 SV Großhansdorf :
09.02.2014 SK Weisse Dame Hamburg SK Marmstorf 3 : 5

Zwischen Komfortzone und Gefahrengebiet

Mit 5:5 Mannschaftspunkten und 20:20 Brettpunkten könnte man meinen, wir wären nach fünf Runden im gesunden Mittelfeld. Von so viel Ausgeglichenheit will MF Michael aber nichts hören, Landesliga ist immer große Not. Und während Union sich einigermaßen unbekümmert gibt, ist KSH 2 mal wieder auf Abstiegskampf geeicht. Geschadet hat es nicht.

Union spielt in Bestbesetzung, wir haben Jakob an die Erste ausgeliehen und dafür Eugen geholt. Pünktlich gelangen alle durch den Hintereingang ins Hamburg‑Haus und ein zähes Ringen kann beginnen.

Gerade an den hinteren Brettern läuft alles rund: Eugen steht solide und kann den gegnerischen Druck ohne allzu große Probleme abfedern. Sein Gegner (bisher 5/5!) bietet remis, aber Eugen soll und will weiterspielen. Bei Markus entsteht aus einem Abtausch‑Franzosen eine überraschend lebhafte Partie. Isolierte Damenbauern kommen und gehen, schließlich folgt nach dem Generalabtausch der Friedensschluss. Ich kann einen starken Angriff am Königsflügel aufbauen, während mein Gegner am Damenflügel expandiert. Karin hat die ganze Zeit die etwas bequemere Stellung und kann sich so der Frage widmen, ob Jochen wohl Handcreme dabei hat (hat er nicht ganz unerwartet nicht).

Vorne gestaltet sich das Ganze etwas schwieriger. Steffen findet nach unkonventioneller Eröffnung (»Er hat angefangen!«, erklärt Steffen später) einen zumindest optisch starken taktischen Einschlag, gerät dann aber in ein verlorenes Turmendspiel. Jochen scheint mir gut zu stehen, aber bei dem ungleichen Material (Figur und zwei Bauern für Jochen, Turm für Andreas Förster), sind noch alle drei Resultate drin. »Volles Risiko!«, raunt mir Michael nach seiner Entscheidung einen Bauern mitzunehmen zu. Irgendwie brenzlig, zumindest kompliziert, sieht es auch aus. Am Schluss können König, Läufer, Springer und Bauer gegen König und Läufer ein elegantes Mattnetz weben. Clemens hat ein ungleichfarbiges Läuferendspiel, das er konsequent auf Gewinn spielt.

Karin verpasst den Quartgriff (Kmoch‑Leser kennen ihn) und die Partie endet im Dauerschach. Wahrscheinlich wurde die Remiszone aber zwischendrin auch nicht ernsthaft verlassen. Bei Eugen werden ebenso die Punkte geteilt. Ich finde bei schwindender Bedenkzeit keinen direkten Gewinn, übersehe eine Verteidigungsressource und lande in einem Turmendspiel mit Mehrbauern. Dank wenig energischer Gegenwehr ist das dann aber auch mit meinen begrenzten Mitteln zu gewinnen.

Jochen hat die viel bessere Bedenkzeit und eine Stellung, die man noch ernstgemeint auf Gewinn spielen kann. Mannschaftsdienlich macht er remis, um Clemens zu signalisieren, dass dieser jetzt mal per Remisschluss das 4,5 klarmachen sollte. Dass Clemens, dessen Endspiel mit mittlerweile Dame und Läufer gegen Dame und Bauer man höchstens noch mit Vorsatz verlieren könnte, sich damit noch etwas Zeit lässt, führt im Analyseraum zu einer leichten Aufgeregtheit bei Jochen.

Mit 7:5 Punkten ist der Klassenerhalt zwar noch nicht ganz in trockenen Tüchern, aber wir sind auf einem guten Weg. Allerdings haben führende Bedenkenträger alles unterhalb von acht Punkten zum Gefahrengebiet erklärt, und weil unsere restlichen Gegner auch noch Punkte sammeln müssen um da rauszukommen, stehen uns voraussichtlich noch drei hart umkämpfte Begegnungen bevor. Aber mit einer so geschlossenen Leistung wie gegen Union bin ich zuversichtlich: Wir sind nicht in Gefahr, wir sind die Gefahr.

(Claus Goetz)

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7. Runde
23.02.2014 Königsspringer Hamburg 2 Hamburger SK 5 :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Clemens Harder Julian Grötzbach 0 : 1
2 Michael Wolter Jan Hinrichs 1 : 0
3 Jochen Cremer Lars Hinrichs 1 : 0
4 Dr. Steffen Dettmann Jade Schmidt ½ : ½
5 Karin Chin Johann Sander ½ : ½
6 Markus Langmann Jürgen Bildat 1 : 0
7 Jakob Pfreundt Daniel Grötzbach ½ : ½
8 Claus Goetz Teodora Rogozenco 0 : 1

23.02.2014 SK Marmstorf SK Union‑Eimsbüttel 3 : 5
23.02.2014 SV Großhansdorf SK Weisse Dame Hamburg :
23.02.2014 SC Diogenes Hamburg 2 Hamburger SK 4 :
23.02.2014 FC St. Pauli 2 SV Diagonale‑Harburg :

Unschlagbar dank Handcreme

Wer heute seinen Sonntag opferte, um zu Hause zu kiebitzen, der bekam einiges geboten: Ein Doppelheimkampf unserer ersten beiden Mannschaften gegen die Dritte und Fünfte des HSK. Bevor es losgeht, schweift mein Blick durch den Spielsaal und an Karins Brett sehe ich die demonstrativ aufgebaute, in der letzten Runde so schmerzlich vermisste Handcreme. Der aufmerksame Leser wird sich noch an ihre missliche Situation beim letzten Auswärtskampf erinnern :-). Dann kann ja dieses Mal nichts mehr schiefgehen.

Dann geht’s los, an den meisten Brettern einigermaßen unspektakulär. Nach guten drei Stunden sind dann die ersten beiden Partien zu Ende: Claus hat sich gegen die Tochter unseres neuen Bundestrainers nicht so ambitioniert aufgebaut und fand nie so richtig in die Partie. Dem Angriff in der g‑Linie gibt es nichts entgegen zu setzen, sodass der Punkt an die Gäste geht. Den Ausgleich holt Markus, dessen Gegner in der Zeitnot den Überblick verliert und dann in Verluststellung die Uhr abtickern lässt.

Kurz vor der Zeitkontrolle gelingt mir die Führung: Nach einer langen Theorievariante fühle ich mich in der Stellung pudelwohl und die weit vorgerückten Bauernschwächen auf g5 und d5 machen sich bemerkbar, der Zeitverbrauch meines Gegners spricht Bände. Ich brauche nichts weiter zu tun, als in das Endspiel zu gehen und drei Bauern einzusammeln, 2:1. Clemens opfert gegen den »großen Grötzi« in der Zeitnotphase eine Figur, um danach mindestens Dauerschach zu haben. Allerdings wäre Sxg3 statt Lxg3 richtig gewesen, sodass es wieder ausgeglichen steht.

Michael hat nach, nun ja, zurückhaltender Eröffnung durch einen netten taktischen Fopp ein Bauern gewonnen, zu dem sich noch ein zweiter hinzugesellt. Da brennt nichts mehr an, 3:2. Aber es bleibt spannend, denn obwohl Steffen im Turm‑ + Springer‑Endspiel am Königsflügel drei Freibauern hat, ist der weit vorgerückte a‑Freibauer seiner Gegnerin gefährlich. Höchst gefährdet steht vor allem Jakobs König am Jugendbrett gegen den »kleinen Grötzi«. Obwohl noch Dame, Turm und Leichtfigur auf dem Brett sind, muss sich der schwarze König nach h5 verkrümeln und steht dort im Kreuzfeuer der gegnerischen Figuren. Da trifft es sich ganz gut, dass Karins Gegner in einer relativ ruhig geführten Partie remis annimmt – 3,5:2,5.

Aber Jakob gelingt das Wunder: Sein König überlebt das Massaker dank freundlicher gegnerischer Hilfe unbeschadet und er kann sogar in ein klar besseres Endspiel abwickeln, das dann aber nach der Aufregung schnell remis gegeben wird. Steffen hat derweil seinen Springer für den gegnerischen Bauern gegeben und versucht nun einen Bauern durchzubringen. Am Ende wird es auch hier remis, also 4,5:3,5.

Mit nunmehr 9:5 Punkte haben wir den zweiten Tabellenplatz erobert, der sodann mit einem netten Essen beim »Stinko‑Griechen« abgerundet wurde. Schön war‘s!

(Jochen Cremer)

↑
↓
8. Runde
12.04.2014 Königsspringer Hamburg 2 SK Marmstorf :
14:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Clemens Harder Holger Hebbinghaus 0 : 1
2 Michael Wolter Dr. Jeronimo Hawellek 0 : 1
3 Jochen Cremer Jan Hendrik Müller 1 : 0
4 Dr. Steffen Dettmann Tobias Müller 1 : 0
5 Karin Chin Christoph Rammé 0 : 1
6 Claus Goetz Matthias Peschke ½ : ½
7 Max Hort Jens Diekmann 0 : 1
8 Eugen Raider Andres Peschke 1 : 0

12.04.2014 Hamburger SK 5 SV Diagonale‑Harburg :
12.04.2014 Hamburger SK 4 FC St. Pauli 2 :
12.04.2014 SK Weisse Dame Hamburg SC Diogenes Hamburg 2 :
12.04.2014 SK Union‑Eimsbüttel SV Großhansdorf 1 : 7

Ein Kampf von der traurigen Gestalt

Alljährlich finden sich die Mannschaften der Hamburger Landesliga zu einem Abschlusswochenende in der City Nord ein. Die zehn Mannschaften tragen am Samstag und Sonntag die letzten beiden Runden in angenehmer Atmosphäre aus, um Auf‑ und Absteiger zu ermitteln. Eigentlich sollte sich dies positiv auf den Kampf auswirken, doch ich will dem geneigten Leser hier nichts vormachen, leider ist davon wenig zu spüren.

Bereits nach einer halben Stunde sind die Partien an den hinteren beiden Brettern bei Max und Eugen mehr oder weniger entschieden, jeweils ein Punkt geht in der Folge an uns und einer an die Marmstorfer. Steffens Gegner zieht bereits im zweiten Zug seine Dame, ebenso scheint Michaels Eröffnungsbehandlung recht zurückhaltend zu sein. Meine eigene Partie ist derart langweilig, dass ich mir bereits sehnlichst eine Entscheidung der Schachgöttin Caissa herbei wünsche, die diese Partie qua göttlicher Autorität für remis erklären möge – leider vergeblich, sodass ich weiterspielen muss. Clemens steht etwas gedrückt. Lediglich bei Karin und Claus sind interessante und vielversprechende Stellungen zu sehen.

Die genaue Abfolge des Kampfes lässt sich nicht mehr rekonstruieren, vielleicht ist es auch besser so. Clemens verliert trotz zäher Verteidigung erst zwei Bauern und dann die Partie. Steffen trägt am Königsflügel einen schönen Angriff vor, öffnet die f‑Linie und dringt dann entscheidend ein. In meiner Partie behalte ich in der Zeitnotphase den besseren Überblick und kann die Partie mit einer netten Springergabel für mich entscheiden. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass man diese Partie auch bei gleichem schachlichem Niveau im Schnellschach hätte produzieren können. Michaels und Karins Könige werden schließlich zum Opfer der gegnerischen Figuren, bei Letzterer trotz Handcreme.

Sollten Claus und sein Gegner es den sieben anderen Begegnungen gleich tun und eine achte entschiedene Partie produzieren und uns so das Unentschieden bringen? Ach nein, auch das gelingt heute nicht. Es ist zwar die ganze Zeit ein Spiel auf ein Tor, doch schließlich kann der Letzte der Mohikaner bzw. Marmstorfer ins Remis entwischen und seinem Team den Sieg einbringen.

Wie gut, dass es endlich vorbei ist.

(Jochen Cremer)

↑
↓
9. Runde
13.04.2014 SV Großhansdorf Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Anita Gara Clemens Harder 1 : 0
2 Enno Heyken Michael Wolter 0 : 1
3 Bastian Baldauf Jochen Cremer 0 : 1
4 Ronald Storm Dr. Steffen Dettmann ½ : ½
5 Anatolij Paul Karin Chin ½ : ½
6 Ernst‑Helmuth Varain Markus Langmann ½ : ½
7 Joachim Felten Claus Goetz 0 : 1
8 Ulrich Spindel Eugen Raider 1 : 0

13.04.2014 SK Marmstorf Hamburger SK 5 7 : 1
13.04.2014 SC Diogenes Hamburg 2 SK Union‑Eimsbüttel 3 : 5
13.04.2014 FC St. Pauli 2 SK Weisse Dame Hamburg 5 : 3
13.04.2014 SV Diagonale‑Harburg Hamburger SK 4 3 : 5

Abschluss gegen Großhansdorf

Großhansdorf trat fast in Bestbesetzung an. Einen DWZ‑Schnitt von über 2100 hatte die Liga bis dahin noch nicht gesehen.

Nach etwa einer Stunde war die Partie an Brett 2 praktisch verloren:

Enno Heyken – Michael Wolter










In Analogie zur Diagrammstellung aus Runde 4 lässt sich hier Materialverlust nicht vermeiden.

Clemens und Eugen kamen ordentlich aus der Eröffnung heraus, die Partien gingen aber schnell verloren. Einfach Material wiedernehmen hätte zum Ausgleich gereicht. Dafür kam Claus mit einem direkten Königsangriff zum Erfolg.

Markus baute Schritt für Schritt eine Gewinnstellung auf und bei Jochen ging immer mehr Material verloren. Steffen und Karin verblieben im Remisbereich.

In der Zeitnotphase kippten dann die Partien an Brett 2 und 3: Enno Heyken wollte die Zugwiederholung nicht und verlor. Jochen gewann durch Zeitüberschreitung. Markus und Steffen machten remis.

Karin sorgte nach 5 1/2 Stunden für das glückliche 4,5:3,5.

Dieses Mal reichten 9 Punkte für den Klassenerhalt, weil LSV 1 gegen Norderstedt in der Schlussrunde der 2. Bundesliga Nord 4:4 spielte. Damit konnten sich die Schachfreunde Hamburg in der Oberliga Nord Gruppe Nord halten. Bei 4 Hamburger Absteigern hätte man zusätzlich viele Brettpunkte oder besser noch 10 Mannschaftspunkte benötigt. Zeiten in denen 4 Punkte (KSH 1) oder 6 Punkte (KSH 2 mehrfach) reichten, sind wohl vorbei.

Der Zwischenspurt in Runde 5 bis 7 sorgte letztlich doch für ein relativ entspanntes Abschlusswochenende.

(Michael Wolter)

Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/14-ksh2.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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