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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Norddeutsche Blitz‑Mannschaftsmeisterschaft 2013
 3. März 2013 in Wittenberge 
Endstand
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 MP BP
1. SK König Tegel 3 2 4 3 4 3 4 4 4 3 4 4 49 83,5
2. SK Norderstedt ½ 3 2 3 2 3 2 3 3 3 3 3 4 4 4 43 71,5
3. Hamburger SK ½ 2 3 2 2 3 3 3 4 3 3 4 41 72,0
4. SF Schwerin 1 1 2 3 3 2 4 1 ½ 3 3 3 4 4 4 3 4 4 40 70,0
5. Schachfreunde Berlin 2 2 ½ 2 1 3 2 3 3 2 4 3 4 3 4 3 4 2 4 3 38 69,0
6. Königsspringer Hamburg 0 1 1 2 2 3 4 3 2 4 3 3 4 35 60,0
7. SC Diogenes Hamburg ½ 2 ½ 1 ½ 2 2 3 2 3 2 2 3 2 3 2 4 3 4 4 32 58,0
8. SC Kreuzberg ½ ½ 2 3 2 1 3 2 3 2 3 ½ ½ 4 4 3 4 30 58,0
9. TSG Oberschöneweide 1 2 1 1 2 3 1 3 3 2 ½ 3 4 4 29 57,0
10. SSC Rostock 07 1 1 0 2 3 1 3 4 1 3 3 2 3 1 28 54,5
11. Hannover 96 ½ 2 2 3 1 1 1 3 1 2 2 3 2 3 2 2 4 2 28 53,0
12. Greifswalder SV ½ 2 1 0 2 2 3 4 2 2 1 3 3 3 27 53,0
13. SF Nord‑Ost Berlin ½ ½ 1 2 1 1 ½ 3 1 3 2 2 4 27 51,5
14. SV Bargteheide ½ ½ ½ 1 0 1 2 2 1 3 1 ½ 2 3 3 3 3 23 45,0
15. USV Potsdam 1 1 1 2 1 1 0 1 2 4 3 2 4 3 19 47,5
16. SK Nordhorn‑Blanke ½ ½ 1 1 0 1 ½ 3 2 0 ½ 2 3 1 4 0 1 1 3 2 19 40,5
17. SSG Lübbenau 0 1 1 ½ 1 2 1 2 1 2 3 3 1 3 3 1 2 4 18 44,0
18. Empor Potsdam ½ 1 ½ 0 0 1 1 2 3 1 0 1 2 3 3 4 18 42,5
19. SF Schwerin II 1 1 0 0 1 2 ½ 1 2 2 1 1 4 3 2 ½ 2 2 2 17 42,0
20. Schwarzenbeker SK 0 1 0 0 0 1 0 2 1 2 0 3 1 ½ 2 2 ½ 2 4 17 36,0
21. Hamelner SV 0 ½ 1 2 ½ 2 1 2 ½ 1 ½ 1 2 3 3 2 2 2 15 40,5
22. Lübecker SV 0 0 1 1 0 ½ ½ 2 3 2 3 1 ½ ½ 1 2 2 14 36,0
23. FC St. Pauli 1 0 ½ 0 0 1 1 0 1 3 2 1 1 1 2 1 2 1 2 14 34,5
24. Queer‑Springer SSV 0 0 1 ½ ½ ½ 0 0 1 0 3 ½ 2 2 ½ 2 13 33,0
25. TuS Makkabi Berlin 0 ½ ½ ½ ½ 0 1 0 ½ 2 ½ 2 1 ½ 2 2 1 2 2 2 2 3 2 13 31,5
26. SV Gryps ½ ½ 0 0 1 0 0 0 ½ ½ ½ 1 0 ½ 1 0 0 2 0 2 ½ 2 ½ 3 16,0
Königsspringer Hamburg

1 Julian Zimmermann (17) · 2 Wolfgang Pajeken (15½) · 3 Ilja Rosmann (10½) · 4 Jochen Cremer (17)

Bericht

Von Hamburger Zangen, Berliner Massagen und sonstigen obskuren Begebenheiten

Es war mal wieder soweit: Am Sonntag, den 03.03.2013 fand mal wieder die Norddeutsche Mannschaftsmeisterschaft im Blitzen statt. Ein wahrer Festtag für Blitzfreaks, wahrscheinlich hat man bei keinem anderen Turnier die Gelegenheit, in so kurzer Zeit gegen so viele starke Mannschaften zu spielen. Außer natürlich bei der Deutschen Meisterschaft und genau die wollten wir, also Julian, Wolfgang, Ilja und ich, erreichen.

Bereits auf der zweistündigen Fahrt nach Wittenberge machte sich der Professionalismus meiner Mitstreiter bemerkbar – jeder hatte sich bereits seine eigene Erklärung für ein mögliches Scheitern zurecht gelegt: Wolfgang hatte leichte Kopfschmerzen, Ilja war zwei Stunden gefahren (danke!) und Julian hatte gleich zwei Erklärungen parat: Er hatte nur wenig geschlafen und würde außerdem nach der Mittagspause einbrechen, weil er erst seinen Rhythmus wiederfinden müsse. Nur mir fiel irgendwie nichts Passendes ein – ich musste also gut spielen.

Zum Turnierstart gibt es meistens nicht viel Spannendes zu berichten: nur 26 der 30 Teams sind da, man trifft ein paar bekannte Gesichter, aha, St. Pauli und Diogenes sind auch da, und schüttelt ein paar Hände. Nur vom HSK sind nur Rasmus Svane und Merijn van Delft zu sehen – tja, Steve Berger und Felix Meißner steckten eine Stunde im Zug aus Berlin fest, sodass der HSK die ersten Runden zu zweit spielen musste.

Gleich in der erste Runde spielen wir gegen Norderstedt und es kommt mir vor, als habe sich einer verlaufen: IM Michail Kopylow mit ELO 2470 nimmt nicht gegen Julian (Brett 1), sondern gegen Ilja (Brett 3) Platz – ein lockerer Einstand ins Turnier sieht ja anders aus! Der Kampf geht dann auch mit 3:1 recht klar an Norderstedt. Bis zur Mittagspause in der 10. Runde spielen wir gegen ein paar ganz starke und etliche schwächere Teams mit entsprechenden Resultaten. Vor der Pause sind wir zwar auf einem der ersten 7 Plätze, der uns die Qualfikation zur Deutschen Meisterschaft einbringen würde, aber es ist immer knapp und eine echte Standortbestimmung haben wir bis dahin nicht. Außer vielleicht der Tatsache, dass Julian wie entfesselt spielt und in der zweiten bis achten Runde 7 Partien am Stück gewinnt.

Nach der Mittagspause kommt ein Phänomen, dass jeder kennt, der schon einmal eine Norddeutsche mitgespielt hat und dass ich hier die »Berliner Massage« taufen möchte. Durch die geniale Auslosung des Turnierleiters (hüstel) bekommt man es mit allen starken Berliner Mannschaften direkt hintereinander zu tun. Wer das hinter sich gebracht hat, der hat meist das Schlimmste hinter sich – und entsprechend viele Punkte im Kampf um die Qualifikation abgegeben. Zuerst kommen wir halbwegs unbeschadet durch: 2:2 gegen Kreuzberg (mit GM Kalinitschew an 3!), sogar 2,5:1,5 gegen die Schachfreunde Berlin – aber gegen den späteren Sieger König Tegel kassieren wir zum ersten und einzigen Mal ein 0:4 und verlieren zwei weitere Kämpfe gegen schwächer eingeschätzte Berliner Mannschaften. Es wird also knapp, zumal Julian nach der Mittagspause ein wenig einbricht. Mir hingegen hat sie richtig gut getan, sodass ich schon hier zum langen Endspurt ansetzen kann.

In der 18. Runde kommt es, um es mit Markus Hochgräfe zu sagen, zur »Mutter aller Schlachten« – Königsspringer gegen Diogenes! Schließlich steht es 1,5:1,5 und ich kann in totaler verlorener Stellung Tsung Chen durch einen netten Patttrick noch einen halben Punkt abluchsen – 2:2! Jeder Punkt wird gebraucht, als es in die entscheidenden letzten 7 Runden geht. Wir stehen zwar noch auf einem Qualifikationsplatz, aber wie Ilja es so schön sagt: »Nach oben geht nichts mehr, nur nach unten …«

Und in dieser entscheidenden Phase zeigt die Mannschaft, was sie kann: Wir gewinnen Runde um Runde – manchmal überlegen, meistens ganz knapp – gegen St. Pauli, Lübbenau, Empor Potsdam, USV Potsdam, Hameln, Hannover und Nordhorn alle 7 Kämpfe, davon alleine 5 Mal mit 2,5:1,5. Einige Teams werden so in die »Hamburger Zange« genommen, Julian gewinnt vorne an eins, ich hinten an vier und Wolfgang und Ilja steuern den letzten Halben bei. Eine Runde vor Schluss sind wir tatsächlich durch – Quali geschafft!

Es hat einfach einen Riesenspaß mit Euch gemacht, Jungs. Auf zur Deutschen Meisterschaft!

(Jochen Cremer)

Foto

(Foto)
v. l. n. r.: Jochen Cremer, Ilja Rosmann, Wolfgang Pajeken, Julian Zimmermann

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/13nbmm.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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