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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Deutsche Vereinsmeisterschaft U16 2013
 26. bis 30. Dezember 2013 in Lingen 
Endstand
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP Bhz.
1. SK Wildeshausen 5 1 1 11 18,5 57,0
2. SV Lingen 5 1 1 11 18,5 57,0
3. Schachgemeinschaft Leipzig 5 1 1 11 17,0 50,0
4. SG Porz 5 0 2 10 17,0 64,0
5. Stader SV 3 2 2 8 16,5 63,0
6. SC Höchstadt 3 2 2 8 15,5 51,0
7. USV Potsdam 4 0 3 8 14,5 54,0
8. Königsspringer Hamburg 4 0 3 8 14,0 56,0
 

Alexander Spät (3½/7)
Jakob Pfreundt (5/7)
Berfîn Lemke (2/7)
Mathis Pfreundt (2½/4)
Bastian Samm (1/3)

 
9. SG Solingen 3 1 3 7 15,0 35,0
10. Schachfreunde Sasbach 3 1 3 7 14,5 56,0
11. Schachfreunde Brackel 2 3 2 7 14,5 54,0
12. Schachforum Darmstadt 3 1 3 7 14,5 33,0
13. Treptower SV 2 3 2 7 13,0 50,0
14. Sportfreunde Katernberg 2 2 3 6 12,5 45,0
15. SC Bavaria Regensburg 2 2 3 6 12,0 53,0
16. SG Blau‑Weiß Stadtilm 2 1 4 5 12,0 44,0
17. Gütersloher SV 1 3 3 5 11,5 38,0
18. SK Sontheim/Brenz 1 2 4 4 11,5 41,0
19. SC Einheit Bautzen 1 2 4 4 10,5 41,0
20. Heilbronner SV 0 0 7 0 7,0 38,0
Anmerkungen

Nach Mannschaftspunkten, Brettpunkten, Buchholzzahl, der Zahl der Siege und dem direkten Vergleich entschied die Berliner Wertung über den Gesamtsieg. Hier lag Wildeshausen dank des überlegenen Spitzenbretts vorn (47:45½).

Bericht

Nicht auf den Hund gekommen – DVM U16 in Lingen

Es ist schon eine Weile her, dass wir uns für die DVM U16 qualifiziert haben: Im Jahr 2009 hießen die Akteure Eugen, Guido, Max und Henry und belegten den 8. Platz.

In 2013 haben wir es wieder geschafft und das Ziel für die DVM war klar: Alles mitnehmen, gegen starke Gegner spielen und viel dazulernen. Komplettiert wurde unsere NDVM‑Crew (Alexander Spät, Jakob Pfreundt, Berfîn Lemke, Bastian Samm) noch durch Mathis Pfreundt, der sich am 4. Brett mit Basti abwechseln und schon einmal bei den »Großen« schnuppern sollte. Wieder mit dabei: Jule und meine Wenigkeit als Betreuer. So viel zum Hintergrund – und hier der Bericht:

Am 26. Dezember geht’s los: Alle sind mehr als pünktlich am Treffpunkt Hauptbahnhof. Die Fahrt mit der Regionalbahn nach Lingen verläuft reibungslos und mit zweimal Umsteigen in Bremen und Leer. Die Ostfriesische Landschaft entpuppt sich dem Namen des schönen Örtchens entsprechend – laut Basti sind noch dünnere Wortspiele wohl kaum möglich: Schnell stellt er fest, dass er sich da gewaltig irrt und wir gerade erst anfangen.

Die Ausrichter fahren uns freundlicherweise vom Bahnhof zur Herberge, die Zimmer werden bezogen: Die Jungs zu viert, Jule und ich bekommen ein geräumiges Viererzimmer, Berfîn kommt bei den wenigen anderen Mädchen unter und erklärt uns, wie es da so ist und wer da noch so wohnt. Nach einer ersten Runde um den Diecksee stellen wir fest: Davon können wir gar nicht genug bekommen: Spannung, Spiel und Spaß, Abenteuer mit der Tierwelt und Rätsel mit Rollatoren bewegen uns dazu, das ab jetzt täglich zu machen.

Die Auslosung beschert uns in Runde 1 die SG Solingen: Wir sind Favorit, am ersten Brett bekommt Alex (wie in allen Runden) einen starken Gegner. Schnell setzt sich Jakob durch, Alex kommt unter die Räder. In einer schön geführten Angriffspartie besorgt uns Basti die Führung: Berfîn erspielt das Remis zum Mannschaftssieg. Ein toller Auftakt für Basti, der nach der verkorksten NDVM wie ausgewechselt spielt. Da ist die Laune so gut, dass man sich während des Abendessens vor Lachen kaum vom Boden erheben kann.

Vorher gibt’s mit der SG Porz erwartungsgemäß einen starken Gegner: Der Kampf beginnt ordentlich, doch nach ca. 3 Stunden ist absehbar, dass es an den hinteren beiden Brettern nix mehr wird. Bei Alex enteht eine wilde Blitzphase im Schwerfigurenendspiel, Jakob knetet ein Damenendspiel, das wohl höchstens mit Glück zu gewinnen ist. So kommt es dann auch: Am Ende hat Alex an Brett 1 noch das bessere Ende, sodass wir uns gut verkauft haben.

Gegen Blau‑Weiß Stadtilm setzten wir uns in Runde 3 souverän durch: An den ersten beiden Brettern ist relativ schnell alles klar. Basti schnürt seinen Gegner allmählich ein. Berfîn lässt sich für »normale« Züge extrem viel Zeit und muss ca. 20 Züge lang mit wenigen Minuten spielen. Zu wenig Zeit für die entscheidende und etwas unübersichtliche Phase, aber das Remis hält wieder einmal den Mannschaftssieg fest. Ebenfalls mit sehr wenig Zeit ist Basti unterwegs, der so in Gewinnstellung einen schönen Abschluss übersieht und sich mattsetzen lässt: Schade, ging doch die Partie bis dahin wieder nur in eine Richtung.

Eine Runde um den Diecksee später und mit 4:2 Punkten auf dem Konto bekommen wir mit SF Katernberg einen Gegner auf Augenhöhe zugelost. Der Kampf beginnt ziemlich ungünstig: Zwar gibt es an einigen Brettern unsere Vorbereitung/Abweichung, Mathis gerät jedoch zügig einen Bauern in Rückstand. Nachdem Berfîn zweizügig eine Figur einstellt und Jakob ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern weiterspielen muss, das objektiv remis ist, sieht es nicht gut aus. Hoffnung macht, das Mathis Gegnerin keinen Gewinnplan entwickelt und ca. 2 Stunden nur hin und herzieht. Mathis macht es abgezockt und hält die Stellung möglichst kompliziert: Das wird mit dem Rückgewinn eines Bauern belohnt. Alex setzt sich im Endspiel durch, Mathis kann in Zeitnot nach 4,5 Stunden remis machen. Jakobs Partie entscheidet also und er knetet und knetet, lehnt zwei Remisgebote ab, bis der schon etwas genervte Gegner etwas einstellt – der Mannschaftssieg! »Das war antrengend«, stellt Mathis am Ende fest. Zum Glück kann er sich am nächsten Vormittag ausruhen, für den Rest geht’s weiter gegen starke Gegner.

Gegen Wildeshausen ist schnell festzustellen, dass der Zeitverbrauch an den hinteren beiden Brettern sehr hoch ist. Alex lässt eine Strukturschwäche im C3‑Siz zu und bekommt ein schlechtes Endspiel, das er auf Dauer nicht halten kann. Berfîn kennt ihren Gegner schon. Leider ist der Zeitverbrauch und der Druck hoch: Es wird lange Widerstand geleistet, aber die eingeschnürte Königsstellung lässt wenig Hoffnung aufkommen. Nach und nach gehen zwei Bauern und die Partie verloren. Basti hat es im Mittelspiel ganz gut gemacht, schafft jedoch auch seine Zeitnotphase nicht. Den Ehrenpunkt schafft Jakob, der nach der letzten Runde anscheinend Gefallen am Kneten gefunden hat.

Nach vier langen und antrengenden Partien wartet der nächste starke Gegner auf uns. Gegen die SG Leipzig ist kaum Zeit für Vorbereitung: Mathis Gegner hat 4/4 und ist nominell deutlich überlegen. Die ausgedachte Foppvariante im geschlossenen Siz (Lh6 nebst schnellem h4, h5) kommt tatsächlich und wenig später bringt Mathis den Angriff sehenswert zuende und uns in Führung. Leider läuft an den anderen Brettern dieses Mal gar nichts rund: Die Erschöpfung ist jetzt manchem anzumerken. Besonders Berfîn ist unzufrieden: Nach dem schweren »Ins‑Turnier‑Kommen« gab’s noch härtere Gegner und keinen Punkt. In der letzen Runde hoffen wir auf einen versöhnlichen Abschluss.

So kommt es dann auch gegen Bavaria Regensburg: Berfîn zieht ihren Gegner sauber im Angriff ab und bringt uns in Führung. Alex steht ebenfalls auf Gewinn, während es bei Jakob sehr ungünstig und bei Mathis ausgeglichen ausschaut. Jakob entkommt ins ungleichfarbige Läuferendspiel und schafft remis. Alex lässt diverse Gewinne aus: Hier macht sich wohl die Müdigkeit nach sechs langen Runden bemerkbar. Unruhe braucht jedoch nicht aufzukommen, denn Mathis hat im (gleichfarbigen) Läuferendspiel die Bauern auf die richtige Farbe gestellt und setzt sich wenig später durch. Alex kommt über ein Unentschieden nicht hinaus, aber was soll’s: Das war ein guter Abschluss!

Mit 100 km/h geht es am nächsten Tag zurück zum Bahnhof und um 20:43 Uhr kommen wir planmäßig in Hamburg an.

8:6 Mannschaftspunkte stehen zu Buche: Die 6 wurden gegen nominell überlegene Gegner abgegeben, alle anderen Teams wurden besiegt. Mit dem 8. Platz landeten wir knapp über unserem Setzlistenplatz. Zwar wurde kein »Break« geschafft, aber das Hauptziel der Meisterschaft erreicht: Gegen die guten Mannschaften zu spielen und viel dazuzulernen. Hierfür zeigte sich häufig Jule mit vielen Analysen und Vorbereitungen zuständig.

Zu loben ist der Einsatz aller Spieler: Immer mit dem Willen zu analysieren, auszukämpfen und vorzubereiten. Es hat wieder einmal viel Spaß gebracht mit Euch!

(Baldur Schroeter)

Foto

(Foto)
v. l. n. r.: Berfîn Lemke, Bastian Samm, Alexander Spät, Mathis Pfreundt, Jakob Pfreundt

Quelle: Deutsche Schachjugend
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/13dvm.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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