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www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 6 · Kreisliga A 2013
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SV Eidelstedt 2 6 5 5 44,0 16
2. SC Schachelschweine 2 5 3 6 7 46,5 14
3. Hamburger SK 18 2 4 6 43,0 13
4. Langenhorner Schachfreunde 2 3 5 5 6 41,5 12
5. SC Diogenes Hamburg 4 3 5 6 39,0 10
6. Königsspringer Hamburg 6 3 5 2 5 30,5 8
7. SK Weisse Dame Hamburg 3 4 3 4 6 36,5 6
8. Niendorfer TSV 2 3 3 4 6 33,5 5
9. TV Fischbek 4 3 2 2 2 2 27,0 4
10. Hamburger SK 19 1 ½ ½ 2 17,5 0
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↓
Spieler
KSH
6
Mannschaftsführer:
Shumon Akram
H A H A H A H A H
LGH
2
SCS
2
DIO
4
HSK
19
SVE
2
HSK
18
NIE
2
WDH
3
FBK
4
51 Hanssen, Marco 0 ½   1   ½ 1   1
52 Akram, Shumon ½ ½ + 1 ½ ½ 1 ½ ½
53 Patow, Florian 0                
54 Hartig, Ruben 0 1     0   0    
55 Klawitter, Bernd 0 ½ 0   ½ 0   0 +
56 Badura, Christopher ½       0 ½      
57 Lenz, Finn‑Thore 0 1 0 1 0 0 1 ½ ½
58 Berger, Hendrik ½ 1     1   1 ½ 0
59 Samm, Bastian   ½ 0 0   0 1 1 0
60 Schön, Annkathrin     0     0 0 0  
60a Bals, Gregor   0 0 0       1 0
62 Gette, Viktor     1 1          
66 Bierwald, Martin       ½          
67 Wendel, Melchior       0   0      
68 Falk, Rolf     0           ½
69 Brunnemann, Hans‑Peter         0        
74 Pfreundt, Mathis         1   0 1  
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1. Runde
18.01.2013 Königsspringer Hamburg 6 Langenhorner Schachfreunde 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Marco Hanssen Rolf Marquardt 0 : 1
2 Shumon Akram Hanno Keuneke ½ : ½
3 Florian Patow Jamshid Ghassemzadeh 0 : 1
4 Ruben Hartig Holger Blanck 0 : 1
5 Bernd Klawitter Hugo Schulz 0 : 1
6 Christopher Badura Eckart Thom ½ : ½
7 Finn‑Thore Lenz Abbdulaziz Ahmad 0 : 1
8 Hendrik Berger Marko Oevermann ½ : ½

11.01.2013 SV Eidelstedt 2 TV Fischbek 4 5 : 3
18.01.2013 Hamburger SK 18 Hamburger SK 19 :
18.01.2013 Niendorfer TSV 2 SC Diogenes Hamburg 4 :
18.01.2013 SK Weisse Dame Hamburg 3 SC Schachelschweine 2 :

Ausgelassene Chancen

Die erste Runde der neuen Saison sollte für KSH 6 eine Herausforderung werden, denn die Schachfreunde aus Langenhorn waren trotz Bestbesetzung unsererseits ab Brett drei favorisiert. Bereits nach kurzer Zeit stand es an kaum einem Brett ausgeglichen. Mein Gegner fand sich in der Pirc‑Verteidigung schnell in einer furchtbaren Stellung wieder, doch leider ließ ich einige Möglichkeiten ungenutzt, sodass nur ein gefährdeter Mehrbauer heraussprang. Christopher hatte, ebenfalls gegen Pirc, irgendwie den e4 eingestellt, Finn‑Thore hatte nach äußerst guter Eröffnung auch Material eingebüßt und Hendrik konnte sein Morra‑Gambit nicht wirklich rechtfertigen. Hoffnung auf ganze Punkte hatte ich an den Brettern drei und vier. Florian hatte schnell eine Qualität mehr und Rubens Gegner wählte eine schlechte Evans‑Gambit‑Variante. Bernd hingegen versuchte sich in gedrückter Stellung mit Minusbauer noch zu wehren, was jedoch erfolglos blieb. Einzig an Marcos Brett schien eine solide Partie zu verlaufen, doch bald schlug ein gegnerischer Turm im schwarzen Lager ein und sorgte für Wirbel. Nachdem Finn‑Thore verloren hatte, wendeten sich auch Florians und Rubens Partien zu unseren Ungunsten, sodass es bereits 0:4 stand und der Kampf so gut wie entschieden war. Wenigstens konnte Christopher seinem Gegner im Turmendspiel noch einen halben Punkt abnehmen. Dies gelang Marco nicht mehr, der Angriff war zu stark. Bei mir hatte sich derweil viel getauscht und es kam zu einem Turmendspiel, das ich noch weiterspielte, bis es nicht mehr zu gewinnen war. Hendrik hatte inzwischen irgendwie ein gewonnenes Endspiel gezaubert, in dem er sich jedoch mit remis begnügte, was angesichts der Möglichkeiten symptomatisch für den Kampfverlauf war. Aus vier sehr guten bis gewonnenen Stellungen bei Florian, Ruben, Finn‑Thore und mir waren 0,5 erzielte Punkte zu wenig. Dennoch zeigt der Kampf auf, dass wir auch gegen stärkere Gegner mithalten können, wenn wir denn unsere Chancen nutzen.

(Shumon Akram)

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2. Runde
25.01.2013 SC Schachelschweine 2 Königsspringer Hamburg 6 3 : 5
19:00 Uhr, Villa Finkenau (Hintereingang), Finkenau 42, 22081 Hamburg

1 Florian Severin Marco Hanssen ½ : ½
2 René Gralla Shumon Akram ½ : ½
3 Fabian Thiele Ruben Hartig 0 : 1
4 Norbert Antlitz Bernd Klawitter ½ : ½
5 Giuseppe Russo Finn‑Thore Lenz 0 : 1
6 Johannes Karrasch Hendrik Berger 0 : 1
7 Felix Cahillane Bastian Samm ½ : ½
8 Daniel Zillmer Gregor Bals 1 : 0

25.01.2013 TV Fischbek 4 Langenhorner Schachfreunde 2 2 : 6
25.01.2013 SC Diogenes Hamburg 4 SK Weisse Dame Hamburg 3 :
01.02.2013 Hamburger SK 19 Niendorfer TSV 2 2 : 6
01.02.2013 SV Eidelstedt 2 Hamburger SK 18 6 : 2

Genutzte Chancen

Leicht ersatzgeschwächt und ordentlich durchgefroren kamen wir gerade so pünktlich in der Villa Finkenau an und stellten erfreut fest, dass mit Anwohner Martin sogar ein Fan auf uns wartete. Bei guter kulinarischer Verpflegung in Form von Nudelsalat, Kuchen und Muffins wurden die Partien gegen die Schachelschweine begonnen. Bei Hendrik zeichnete sich schnell ein ganzer Punkt ab, da er schnell zwei Bauern und später einen Turm gewann. Ein souveräner Sieg, bei dem die Eröffnungsunsicherheit des Gegners gnadenlos ausgenutzt wurde. Am ersten Brett konnte Marco seinem Gegner im Zwei‑Springerspiel im Nachzug zu Leibe Rücken und gewann in ca. 17 Zügen eine Figur und einen Bauern, was jedoch nach langem Überlegen mit scharfem Gegenspiel beantwortet wurde. Neben dieser Partie rechnete ich auch bei Finn‑Thore mit einem Ganzen, gegen seinen Gegner hatte er bereits letztes Jahr gewonnen. Ich sollte mich nicht täuschen, denn schon in der Eröffnung hatte er einen soliden Mehrbauern. Diesen transferierte er in eine Qualität, opferte einen Springer und gewann das Endspiel durch einen starken Freibauern. Alles richtig gemacht! Das gilt auch für Bernd, der sich nicht aus der Ruhe bringen ließ und seinem 300 Punkte stärkeren Gegner mit solidem Defensivspiel von der Punkteteilung überzeugte. Sogar 600 DWZ mehr hatte der Gegner von Bastian und erst sah es so aus, als könnte er diese auch aufs Brett bringen. Im Mittelspiel wendete sich allerdings das Blatt und Basti konnte an einer Stelle gewinnen. Mit nur noch wenigen Minuten auf der Uhr ließ er stattdessen ein Dauerschach zu, was trotzdem zu einem ganz starken halben Punkt führte. Diese Vorstellung genoss auch Florian Bongartz, der nach einem schnellen Stadtligasieg als Kiebitz eingetroffen war und bis zum Ende blieb. Einen Verlust mussten wir an Gregors Brett hinnehmen. Einen frühen Figurenverlust aufgrund eines Zwischenzuges konnte er leider nicht kompensieren. Figurenverlust war auch das Thema meiner Partie, in der ich einem ausgeprägten Fall von Schachblindheit zum Opfer viel. Ich rechnete ungefähr 30 Minuten lang einen Zug und fasste die Figur an. Erst in diesem Moment sah ich, dass der Läufer auf g4 einzügig hing. Leider hatte dieser auch kein anderes Feld und konnte nicht einmal einen Bauern schlagen. Dann musste es wohl Lh3 gefolgt von gxh3 sein. Die meisten, die auf diese Stellung blickten, schienen verwundert. Zu Recht, denn mit einem kleinen Pseudoangriff hatte ich nur noch Schummelchancen. Aus diesem Grund konnte ich mich, während mein Gegner überlegte, warum der Läufer auf h3 nicht einfach hing, von meiner Partie abwenden und zum Nachbarbrett linsen. Ruben und sein Gegner hatten beide fleißig die Bauern vor ihren Königen vorgezogen und etwas unverhofft konnte Ruben mit einem Läuferopfer bei offener h‑Linie den schwarzen König erlegen. Mein Gegner erlag indes einem Irrtum und stellte einzügig eine Figur zurück ein. Solche groben Fehler auf beiden Seiten habe ich schon sehr lange nicht mehr gesehen. Da es trotzdem nicht null Punkte für beide geben kann, einigten wir uns auf remis. Inzwischen spielte nur noch Marco, der in der gegnerischen Zeitnot zusehends unter Druck geriet. Am Ende blieb von einer guten Partie lediglich ein Remis übrig. Das ist zwar schade, in Anbetracht des Gesamtergebnisses von 5:3 jedoch sicherlich zu verschmerzen. Einen so deutlichen Sieg hatten wir mit einem fast 200 Punkte geringeren DWZ‑Schnitt nicht erwartet. Umso schöner war der Sieg, mit dem wir zwei wichtige Mannschaftspunkte im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt haben. Bei nur einer Verlustpartie macht die ausgezeichnete Teamleistung Lust auf mehr.

(Shumon Akram)

↑
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3. Runde
15.02.2013 Königsspringer Hamburg 6 SC Diogenes Hamburg 4 2 : 6
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Shumon Akram Alexander Krüger + :
2 Bernd Klawitter Stefan Haack 0 : 1
3 Finn‑Thore Lenz Semir Zehic 0 : 1
4 Bastian Samm Malte Eggert 0 : 1
5 Annkathrin Schön Jasmin Dalipovic 0 : 1
6 Gregor Bals Klaus Dräger 0 : 1
7 Viktor Gette Murat Öztürk 1 : 0
8 Rolf Falk Waldemar Heinz 0 : 1

15.02.2013 Hamburger SK 18 TV Fischbek 4 6 : 2
08.02.2013 Niendorfer TSV 2 SV Eidelstedt 2 :
15.02.2013 SK Weisse Dame Hamburg 3 Hamburger SK 19 : ½
15.02.2013 Langenhorner Schachfreunde 2 SC Schachelschweine 2 :

Lehrgeld an den Favoriten

357 Punkte DWZ‑Unterschied im Schnitt zeigen auf, dass wir als ganz klarer Außenseiter in den Mannschaftskampf gegen Diogenes 4 gingen, die laut Marco »unverschämt stark« aufgestellt sind.

Das größte Problem unseres Gegners war in den ersten Runden die Vollständigkeit und auch bei uns traten sie nur zu siebt an, weshalb ich im Spielsaal umhertigern und die Partien beobachten konnte. Was ich sah, gefiel mir jedoch nicht wirklich: Finn‑Thore und Annkathrin kannten sich in der schottischen Eröffnung nicht ausreichend aus und veloren beide bereits in der ersten Stunde entscheidenes Material. Während bei Annkathrin in der Lc5‑Variante die Figur kompensationslos fehlte, hatte Finn‑Thore für einen Turm weniger zumindest Schummelchancen. Bernd, Rolf und Gregor, dessen Gegner im übrigen über 800 DWZ mehr verfügte, kamen solide aus den Eröffnungen, doch Viktor musste sich von einer Figur verabschieden. Erfreuliches tat sich hingegen auf Bastians Brett, da sein Gegner einen hübschen taktischen Gegenschlag übersah. Eine Mehrfigur für Bastian gegen zwei Bauern ließen auf einen ganzen Punkt hoffen.

Nach etwas mehr als zwei Stunden hatte Bernd eine Qualität und Viktor die Figur zurückgewonnen und Bastian einen dritten Bauern für die Figur gegeben. Insbesondere bei Viktor rechnete ich mit einem ganzen Zähler, da ein starker Freibauer auf der dritten Reiher das gegnerische Lager unter Druck setzte. Neben diesen drei guten Stellungen mühte sich Rolf gegen einen starken Angriff seines Gegners und Gregor musste dem Spielstärkeunterschied Tribut in Form von zwei Figuren zollen. Das war zu viel, sodass Bernd beim Stand von 1:3 ein Remisangebot ablehnen musste, obwohl die Stellung inzwischen unübersichtlich war. Rolf verlor leider wenig später und auch bei Bernd hatte sich ein nachteilbehaftetes Damenendspiel ergeben, das sein stärkerer Gegner sich nicht mehr nehmen ließ. Als ob das noch nicht genug gewesen wäre, verlor auch Bastian zunächst einen vierten Bauern und die Partie. Zumindest konnte Viktor seinem Namen alle Ehre machen und den einzigen erspielten Punkt für uns holen. 2:6 ist ein Ergebnis, das insgesamt nicht ungerechtfertigt ist und deutlich macht, warum unsere Gegner in der Staffel so weit vor uns gesetzt sind. In der nächsten Runde erwartet uns dann gegen den HSK wieder ein Kampf auf Augenhöhe.

(Shumon Akram)

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4. Runde
01.03.2013 Hamburger SK 19 Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Jascha Kolster Marco Hanssen 0 : 1
2 Olaf‑Hubertus Türck Shumon Akram 0 : 1
3 Thomas Wenzel Finn‑Thore Lenz 0 : 1
4 Jürgen Kellner Bastian Samm 1 : 0
5 Uwe Harms Gregor Bals 1 : 0
6 Malte Schacht Viktor Gette 0 : 1
7 Christian Wolters Martin Bierwald ½ : ½
8 Dr. Dieter Floren Melchior Wendel 1 : 0

01.03.2013 TV Fischbek 4 SC Schachelschweine 2 2 : 6
22.02.2013 SC Diogenes Hamburg 4 Langenhorner Schachfreunde 2 5 : 3
22.02.2013 SV Eidelstedt 2 SK Weisse Dame Hamburg 3 :
01.03.2013 Hamburger SK 18 Niendorfer TSV 2 :

Bericht

Ein Hauch von Spannung liegt in der Luft. Acht Mannschaften haben sich beim HSK eingefunden, darunter unsere Dritte und Sechste, sämtliche Fenster konnten schon zu Spielbeginn ansteigende Temperaturen kaum verhindern.

Dieser Kampf würde wohl wegweisend für die restliche Saison sein, denn mit HSK 19 hatten wir einen der wenigen Gegner, bei denen wir favorisiert sein könnten. Außerdem galt es sich von dem Tabellenende zu distanzieren. Aus verschiedenen guten Gründen von Abitur bis Klassenreise mussten leider unsere Bretter 3–6 absagen, sodass unsere recht junge Mannschaft durch die Erfahrung von Viktor, Martin und Melchior ergänzt wurde.

Ein Blick auf die Mannschaftskarte verriet, dass unsere Gegner ebenso ersatzgeschwächt auftrat. An 1, 2, 6 und 7 hatten wir deutliche DWZ‑Vorteile, an den übrigen Brettern war jeder halbe Punkt gern gesehen. So lautete zumindest mein Plan.

Um sieben Uhr waren sieben unserer Bretter besetzt, Melchior musste noch einen Parkplatz finden. Er war es auch, der die zweite Partie beendete, mit einer Niederlage. Sein wesentlich stärkerer Gegner sammelte seine Schwerfiguren für einen Angriff, dem Melchiors König hilflos ausgeliefert war. Hilflos fand sich auch der König von Viktors Gegenüber in der Mitte wieder. Mit zusätzlicher Mehrfigur hatte Viktor den ersten Zähler für uns zu verbuchen. Ein gutes Gefühl hatte ich auch bei Marco, dessen Gegner in einer Eigenkreation im Evans‑Gambit (4. … d5?!) nicht gut aussah und bei Finn‑Thore, der aktives Figurenspiel entfalten konnte. Bei Gregor hingegen ging schnell entscheidenes Material verloren. Bastian gewann im Drachen einen Bauern, dafür bekam sein Gegner etwas Angriff. Da Bastian sich nur stiefmütterlich darum kümmerte, nistete sich ein weißer Springer auf f6 ein. Als der König ins offene Feld getrieben wurde, musste Bastian aufgeben. Bei mir ergab sich nach relativ langweiliger Eröffnung ein für mich besseres Endspiel mit einem Vorposten‑Läufer auf d5. Als ich zum ersten Mal etwas drohte, einen einfachen Spieß, stellte mein Gegner eine Qualität ein. Wenige Züge später steht es 2:3. Den Ausgleich schoss Marco mit einem Start‑Ziel‑Sieg, denn sein Gegner hatte bei dem Versuch sein Eröffnungsexperiment zu rechtfertigen auch noch Material geopfert.

Um zehn liefen also noch zwei Partien. Martin hatte nach gut gelaufener Eröffnung einen gedeckten gegnerischen Freibauern zugelassen und geriet in geschlossener Stellung außerdem zunehmend unter Druck. Mit wenig Restbedenkzeit nahm er das Remisangebot des Gegners dankend an. Finn‑Thore fand sich in der heiklen Situation wieder, in der sein Ergebnis das Mannschaftsergebnis war. Inzwischen zeichnete sich bei ihm ein Schwerfigurenendspiel mit Mehrbauer ab, das natürlich weitergespielt werden musste. Es zeugt von Finn‑Thores gewachsener Spielstärke, dass er in diesem Endspiel kleinere Pläne zum Vorankommen fand, im richtigen Augenblick den Mehrbauern für einen starken Freibauern hergab und mit einer kleinen Taktik gewann. Martin und Finn‑Thore waren somit in den letzten zwei Partien bärenstarke 1,5/2 gelungen, was für 2 Mannschaftspunkte und einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt reicht.

(Shumon Akram)

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5. Runde
22.03.2013 Königsspringer Hamburg 6 SV Eidelstedt 2 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Shumon Akram David Krüger ½ : ½
2 Ruben Hartig Detlev Frank 0 : 1
3 Bernd Klawitter Ferdinand Gaschin ½ : ½
4 Christopher Badura Chaoran Chen 0 : 1
5 Finn‑Thore Lenz Valentin Krön 0 : 1
6 Hendrik Berger Robert‑Thomas Domeyer 1 : 0
7 Hans‑Peter Brunnemann Lasse Weißhorn 0 : 1
8 Mathis Pfreundt Fereydoon Chaichi‑Tehrani 1 : 0

22.03.2013 Niendorfer TSV 2 TV Fischbek 4 :
22.03.2013 SK Weisse Dame Hamburg 3 Hamburger SK 18 4 : 4
22.03.2013 Langenhorner Schachfreunde 2 Hamburger SK 19 :
22.03.2013 SC Schachelschweine 2 SC Diogenes Hamburg 4 5 : 3

Wenigstens Brettpunkte gesammelt

Die 5. Runde bestritten wir beruhigenderweise mit acht Spielern. Beruhigenderweise, weil am Vorabend noch zahlreiche Telefonate geführt werden mussten und Marco die Vierte unterstützte. Naja, es standen zumindest acht Spieler auf der Karte, Ruben ließ noch ein paar Minuten auf sich warten.

Da mein Gegner sich im angenommenen Damengambit nicht so gut auskannte, konnte ich relativ häufig an den anderen Brettern kiebitzen:

Während sich bei Bernd schnell viele Figuren tauschten, konnten sich Finn‑Thore und Hendrik solide aufbauen und Hendrik konnte außerdem einen deutlichen Zeitvorteil erreichen. Der kurzfristig eingesprungene Hans‑Peter hatte leider relativ schnell seine Dame geben müssen und verlor in der Folge. Christopher investierte viel Bedenkzeit in der Eröffnung, was jedoch auch zu einer druckvollen Stellung führte. Derweil mühte Ruben sich zu zeigen, warum erstens a6 mit Schwarz keine gute Idee ist. Soweit sah alles ganz gut aus, zumal meine Stellung nach den ersten Zügen deutlich besser schien. Nachdem Bernd zu einem starken Remis kam, entfachte Mathis, der zunächst zwei Bauern verlor, ein kleines Feuerwerk und konnte in ein Endspiel mit Turm für Springer und zwei Bauern abwickeln. Die Kontrahenten waren ebenso ungleich wie das Material. Mathis Gegner war nämlich deutlich älter und größer und hatte außerdem nur wenig mehr als eine halbe Stunde für die Partie verbraucht, während Mathis zwei Stunden nachdachte. Wohlgemerkt für ca. 60 Züge. Da viele Zuschauer dachten, dass Mathis nur noch 18 Sekunden hatte, wobei die 30 Minuten Zuschlag vergessen wurden, zog die Partie zahlreiche Blicke auf sich. Am Ende setzte Mathis sich durch und konnte damit ein grandioses Debüt feiern, denn es war sein erster Erwachsenenmannschaftskampf.

Mit schlechter Zeit entschied ich mich inwzischen für einen schlechten Plan und geriet aus einer Stellung mit Mehrbauer in eine etwa ausgeglichene Stellung. In der anschließenden Analyse darf ich mir unter anderem dafür vom Publikum viele »Ratschläge« anhören. Da Ruben auf einmal eine Dame weniger hatte und Christopher nach einem misslungenen Opfer die Segel streichen musste, glaubte ich gewinnen zu müssen. Mit sieben Minuten Restbedenkzeit opferte ich eine Qualität für eine interessante Stellung. Leider übersah ich eine einfache Verteidigung, die mich zum Dauerschach zwang. Dafür spielte Hendrik stark auf, als wolle er die vergebenen Partien auf der Endrunde wettmachen. Mit zwei Mehrbauern bei wenigen Figuren auf dem Brett gelang ihm ein Sieg. Der Zwischenstand war nun 3:4 gegen uns. Daher musste Finn‑Thore gewinnen, das kannte er schon aus der letzten Runde. An diesem Tag sollte es aber nicht sein und er verlor. Dass der Kampf so knapp verlief wunderte mich, denn die Gegner waren von der DWZ her wieder deutlich besser, nämlich ca. 200 Punkte. Drei Brettpunkte sind gegen den Tabellenführer ein durchaus respektables Ergebnis und mit etwas Glück oder stärkerer Aufstellung wäre mehr möglich gewesen.

(Shumon Akram)

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↓
6. Runde
05.04.2013 Hamburger SK 18 Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Luis Engel Marco Hanssen ½ : ½
2 Annica Garny Shumon Akram ½ : ½
3 Boriss Garbers Bernd Klawitter 1 : 0
4 Christian Elbracht Christopher Badura ½ : ½
5 Adrian Widdermann Finn‑Thore Lenz 1 : 0
6 Jan Rieve Bastian Samm 1 : 0
7 Åke Fuhrmann Annkathrin Schön 1 : 0
8 Diana Garbere Melchior Wendel 1 : 0

12.04.2013 TV Fischbek 4 SC Diogenes Hamburg 4 :
05.04.2013 Hamburger SK 19 SC Schachelschweine 2 1 : 7
12.04.2013 SV Eidelstedt 2 Langenhorner Schachfreunde 2 :
05.04.2013 Niendorfer TSV 2 SK Weisse Dame Hamburg 3 4 : 4

Ein belegtes Brot mit Ei

Die Anfahrt zum HSK war für Finn‑Thore, Bastian und mich diesmal äußerst komfortabel. Florian Bongartz hatte sich dazu bereiterklärt, uns mit seinem Auto zu chauffieren, um den Großteil seiner ehemaligen Trainingsgruppe beim Spielen zu beobachten. Auch sein »Nachfolger« Björn war vor Ort. Leider konnte den Fans kein besonders erfolgreicher Kampf geboten werden.

Zuerst verlor Melchior in gewohnt scheller Art durch eine Springergabel und dann spielte Bernd auch noch ein Opfer, das bedauerlicherweise mit dem Prädikat »Geht gar nicht« versehen werden musste. Obwohl Bernd noch lange kämpfte, war die Stellung hoffnungslos. Auch die anderen Bretter boten nicht viel Anlass zur Euphorie. Finn‑Thore hatte aus seinem Flügelgambit eine Stellung mit zwei kompensationslosen Minusbauern erreicht und bei Bastian zeichneten sich mal wieder Zeitprobleme ab. Hoffnungsschimmer konnten hingegen an Marcos und Annkathrins Brettern vernommen werden.

Beide erreichten aus ihren Eröffnungen mit Weiß vorteilhafte Stellungen mit aktivem Figurenspiel, im Falle von Marco gab es sogar einen Mehrbauern. An Brett vier einigte sich Christopher derweil in einem Schwerfigurenendspiel mit offenen Königen auf remis. Mehr als Remis war bei mir auch nicht drin, da meine Gegnerin die langweiligste Russischvariante aller Zeiten mit frühem Damentausch aufs Brett zauberte und durch weiteren Abtausch auch meine Gewinnversuche zunichte machen konnte. Mein Highlight an diesem Abend blieb somit ein Ei‑Brötchen, das ich ausschließlich mit 10‑Cent‑Stücken bezahlte.

Der restliche Kampf verlief danach denkbar ungünstig. Zunächst verlor Bastian, der aus einer angenehmen Stellung, bei fünf Minuten für achtzehn Züge, einige Bauern spucken musste, außerdem kam Marco auch nur zu einem halben Punkt, da seine Aktivität verpuffte und der Mehrbauer nicht zu halten war. Noch bedauerlicher war der Verlust der Partie von Annkathrin. Aus einer druckvollen Stellung mit Vorpostenläufer auf e6 und zahlreichen taktischen Motiven wurde nach fast vier Stunden aufgrund einer Ungenauigkeit ein verlorenes Endspiel mit Qualität weniger, das dann noch etwas weitergespielt wurde. Zuvor konnte auch Finn‑Thore, der zwischendurch noch seinerseits ein paar Bauern einsammeln konnte, seine Partie nicht mehr ins Remis retten. Zusammenfassen lässt sich sagen: Wir haben die Chancen, die wir hatten, nicht genutzt und sind somit verdient unter die Räder gekommen. Das soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir mit der Saison als Gesamtheit bisher durchaus zufrieden sein können: Ein DWZ‑Gewinn von 100 Punkten in der Summe sowie ein bisher ungefährdeter achter Platz sind Anzeichen dafür, dass wir solide dem Ziel Klassenerhalt entgegensteuern.

(Shumon Akram)

↑
↓
7. Runde
19.04.2013 Königsspringer Hamburg 6 Niendorfer TSV 2 5 : 3
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Marco Hanssen Werner Stubbe 1 : 0
2 Shumon Akram Hans‑Werner Schaade 1 : 0
3 Ruben Hartig Edgar Assmus 0 : 1
4 Finn‑Thore Lenz Siegfried Riedel 1 : 0
5 Hendrik Berger Andreas Fieron 1 : 0
6 Bastian Samm Witalij Laber 1 : 0
7 Annkathrin Schön Paul Schauer 0 : 1
8 Mathis Pfreundt Dirk Hammerschmidt 0 : 1

19.04.2013 SK Weisse Dame Hamburg 3 TV Fischbek 4 6 : 2
26.04.2013 Langenhorner Schachfreunde 2 Hamburger SK 18 :
19.04.2013 SC Schachelschweine 2 SV Eidelstedt 2 :
26.04.2013 SC Diogenes Hamburg 4 Hamburger SK 19 : ½

Klassenerhalt durch Derbysieg

Mit den Worten »Ich wollte nicht kurzfristig absagen und hab’ mich hier hergeschleppt.« begrüßte mich Marco, als er als das Clubheim betrat. Auch Ruben trudelte ziemlich genau gegen sieben mit selbstmitgebrachtem Abendessen ein, sodass wir pünktlich starten konnten. Wir schienen wie so oft in dieser Saison mit ca. 120 Punkten Differenz im DWZ‑Schnitt der Außenseiter zu sein, aber Zahlen sind bekanntlich Schall und Rauch.

Die Partie Assmus – Hartig schien in diesem Jahr friedlicher auszugehen als noch im letzten Jahr, denn Assmus bot früh remis an. In Anbetracht der Tatsache, dass Annkathrin in einer Art Falkbeer‑Gegengambit schnell mit dem Rücken zur Wand stand, riet ich ihm in der leicht besseren Stellung weiterzuspielen, zumal sich bei Bastian trotz besserer Stellung große Zeitprobleme anbahnten und Hendrik schnell eine Qualität verloren hat. Leider mündeten Rubens Gewinnversuche in einem Figurenverlust durch Fesselung. An diesem Abend sollte es auch an keinem anderen Brett zur Punkteteilung kommen. Die zweite Niederlage mussten wir an Brett sieben hinnehmen, denn Annkathrins Gegner konnte zunächst das Zentrum mit drei Bauern besetzen und später zwei Figuren gewinnen. Noch eindeutiger verlief meine Partie, die ich quasi in sieben Zügen gewinnen konnte:

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Le7 4.d4 d6 5.dxe5 Sxe5 6.Sxe5 dxe5 7.Dh5 Lb4+ 8.c3.

Diese Partie dauerte zwar noch insgesamt vier Stunden, bis die Partie ungefährdet gewonnen wurde, da mein Gegner der Meinung war, weil er Mannschaftsführer war, müsse er ja eh bleiben. Naja, wenn es ihm Spaß gemacht hat. Einen weiteren wichtigen Sieg fuhr Bastian ein, auch wenn der Partieverlauf ebenso Anderes zugelassen hätte. Kurzversion: In der Eröffnung einen Bauern mehr, Endspiel mit zwei Mehrbauern, in Zeitnot Figur eingestellt, Bauerndurchbruch mit Umwandlung, gewonnen.

Hendriks Stellung verbesserte sich zunehmend und wurde in ein Endspiel mit zwei Mehrbauern und Läufer für Turm überführt, das jedoch allerhöchstens remis zu sein schien. Irgendwann ereilte mich dann die Nachricht, dass Hendrik gewonnen hatte. Der erste Mannschaftspunkt wurde von Finn‑Thore gesichert, der die passive Stellung seines Gegners mit einem Bauernsturm knacken konnte und durch taktische Finesse eine Figur gewann. Den zweiten brachte dann Marco in Sicherheit, indem er in ausgeglichener Stellung mit seinen Türmen ins gegnerische Lager eindringen konnte und Bauer um Bauer einsammelte. Da war es zu verschmerzen, dass Mathis aufgeben musste, nachdem ihm die dynamische Partie entglitten war.

Am Ende ist ein überzeugender 5:3‑Sieg im Lokalderby mit ausgekämpften Partien auf der Mannschaftskarte vermerkt, der uns gleichzeitig den Klassenerhalt sichert, womit das Saisonziel bereits erreicht ist. Gegen Weisse Dame und Fischbek dürfen trotzdem noch Mannschaftspunkte folgen.

(Shumon Akram)

↑
↓
8. Runde
31.05.2013 SK Weisse Dame Hamburg 3 Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, Emilie‑Wüstenfeld‑Gymnasium (Schulpavillon), Gustav‑Falke‑Str. 21a, 20144 Hamburg

1 Till Habermann Shumon Akram ½ : ½
2 Lennert Parnitzke Bernd Klawitter 1 : 0
3 Jakob Speck Finn‑Thore Lenz ½ : ½
4 Anton Engst Hendrik Berger ½ : ½
5 Anton Schellin Bastian Samm 0 : 1
6 Luca Liebe Annkathrin Schön 1 : 0
7 Dierk Jensen Gregor Bals 0 : 1
8 Lukas‑Santo Puglisi Mathis Pfreundt 0 : 1

31.05.2013 TV Fischbek 4 Hamburger SK 19 :
31.05.2013 SV Eidelstedt 2 SC Diogenes Hamburg 4 :
31.05.2013 Hamburger SK 18 SC Schachelschweine 2 :
17.05.2013 Niendorfer TSV 2 Langenhorner Schachfreunde 2 3 : 5

Fast noch schiefgelaufen

Sogar überpünktlich wurde die achte Runde bei Weisse Dame um 18:56 Uhr gestartet und schnell sah alles recht gut aus, denn schon um zehn Uhr trafen Spieler der Mannschaft im Clubheim ein und verkündeten eine 3:0‑Führung. Was war geschehen?

Zunächst konnte Mathis gewinnen, indem er einen Turm gewann und schnell alle Schummelchancen des Gegners eliminierte. Den zweiten Punkt fuhr dann Gregor ein, der in einer Art Philidor die gegnerische Königsstellung schwächen konnte und dann etwas unerwartet einzügig matt setzte. Das bedeutet für Gregor seinen ersten Punkt und bereits 50 DWZ Zuwachs. So konnte es weiter gehen und das tat es auch, denn Bastian zeigte wieder einmal, dass er seit Saisonbeginn viel dazugelernt hat und zerlegte in überzeugender Weise Anton Schellin mit einigen hübschen taktischen Schlägen.

Auch die übrigen Stellungen ließen keine Sorgen aufkommen. Finn‑Thore hatte soliden Ausgleich, der Gegner von Bernd schien sich nicht wirklich mit Französisch auszukennen, Annkathrin hatte den viel stärkeren Angriff bei Rochaden auf unterschiedliche Seiten und auch ich stand etwas besser. Einzig die Stellung von Hendrik war etwas bedenklich, da er am Königsflügel ein großes unbewegliches Figurenknäuel aufgestaut hatte. Auf der anderen Seite hatte er einen Vorpostenspringer auf b3, sodass die Stellung als höchst unklar beschrieben werden darf. Als Hendrik dann doch eine Figur gewann und mindestens eine Qualität mehr gewinnen konnte, bot ich, nachdem sich meine Stellung etwas verschlechtert hatte, remis an, was überraschend sofort ohne Rücksprache angenommen wurde. Auch Finn‑Thore bekam sein verdientes Remis, sodass es einen Zwischenstand von 4:1 gab. Bernd hatte in geschlossener Stellung einen Bauern weniger und die geringere Aktivität, sodass sich hier eine Niederlage abzeichnete, doch Hendrik und Annkathrin standen weiter beide deutlich besser, Hendrik ja sogar auf Gewinn. Dann nahm das Unheil seinen Lauf: Annkathrins Gegner versuchte den letzten Trick und drohte matt auf h7 und Annkathrin nahm die Drohung erst wahr, als es schon zu spät war und brachte sich somit selbst um den Lohn ihrer Mühen und die gute Stellung. Das wäre ja alles noch nicht so schlimm gewesen, hätte Hendrik nicht Gespenster gesehen und die Qualität nicht gewonnen. Stattdessen ist er in einen einfachen Spieß gelaufen, sodass aus der gewonnenen Stellung ein Endspiel mit Bauer weniger geworden ist. Zum Glück konnte er dieses relativ einfach remis halten, sodass wir, nachdem Bernd trotz tapferen Kampfes verlor, mit einem knappen 4,5:3,5‑Sieg die Heimreise antreten konnten, die sich für die Bahnfahrer aufgrund von ausfallenden Zügen und nervigen Fahrgästen etwas anstrengend gestaltete.

So blieb aber ein wenig Zeit, nochmal in sich zu gehen und festzustellen, dass wir mit inzwischen 8:8 Mannschaftspunkten ein famoses Zwischenergebnis zu verzeichnen haben und somit unseren Setzplatz und die Erwartungen, die man vor der Saison haben konnte, deutlich übertroffen haben. Am Freitag gegen die bisher wenig erfolgreichen Fischbeker haben wir sogar die Chance, eine positive Gesamtbilanz zu erreichen. Das wär doch mal was!

(Shumon Akram)

↑
↓
9. Runde
07.06.2013 Königsspringer Hamburg 6 TV Fischbek 4 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Marco Hanssen Adolf von Fehrn 1 : 0
2 Shumon Akram Ingo Beran ½ : ½
3 Bernd Klawitter Jürgen Kohlstädt + :
4 Finn‑Thore Lenz Hartmut Hillmer ½ : ½
5 Hendrik Berger Klaus Düwel 0 : 1
6 Bastian Samm Hartmut Döring 0 : 1
7 Gregor Bals Helmut Herrmann 0 : 1
8 Rolf Falk Marvin Machalitza ½ : ½

07.06.2013 Langenhorner Schachfreunde 2 SK Weisse Dame Hamburg 3 5 : 3
14.06.2013 SC Schachelschweine 2 Niendorfer TSV 2 :
14.06.2013 SC Diogenes Hamburg 4 Hamburger SK 18 :
14.06.2013 Hamburger SK 19 SV Eidelstedt 2 :

Schaulaufen

Während die Dritte um den Aufstieg spielte, ging es für uns »nur« darum eine schon gelungene Saison zu einer noch gelungeneren zu machen.

Der erste Punkt ging nach einer Stunde kampflos an Bernd, doch die restlichen Stellungen verhießen nicht nur Gutes. So hatte Basti schnell viel Zeit verbraucht um eine normale, Pirc‑ähnliche Stellung zu erhalten und Hendrik hatte mit Springern am Rand und gefallenen Zentrumsbauern schnell einen Tümmerhaufen zu verwalten. Marco hingegen hatte von einer fixen Idee seines Gegners profitiert und spielte mit zwei Figuren für einen Turm. Einen weniger guten Einfall hatte auch Gregor, der ein sehr interessantes, aber eben nicht lückenloses Springeropfer spielte. Am Ende ging ihm das Material aus. Meine Stellung wandelte sich von vorteilhaft zu grausam, da ich nach einigen Figurentäuschen auf meinem Isolani hängen blieb, der sich mehr schlecht als recht halten ließ. Wäre ich mal bei Jörgs Training gewesen! Zum Glück war mein Gegner zu weich und ließ mich in ein Schwerfigurenendspiel entkommen, in dem er trotz Vorteil mit remis zufrieden war. So ähnlich könnte man auch den Ausgang von Rolfs Partie beschreiben, der zwischenzeitlich eine Dame gegen Turm und Bauer weniger hatte. Die Endstellung wurde dann vom Gegner zurecht remis gegeben. Inzwischen hatte Basti in arger Zeitnot verloren und auch Hendrik musste die Segel streichen. Marco bewies gute Technik und gewann, sodass es zwischenzeitlich 3:4 gegen uns stand. Finn‑Thore kam somit einmal mehr die Ehre zu teil die entscheidene Partie zu spielen, in der er auch aussichtsreich stand. Leider konnte der Gegner mit einem Turm auf die Grundreihe eindringen und einen Figurengewinn forcieren, zumindest hatte Finn‑Thore zwei Bauern dafür. Am Ende gab es wieder ein für uns glückliches Remis, sodass es zu einem Endstand von 3,5:4,5 kam.

Fazit: Das schachliche Ergebnis kann sich sehen lassen. Trotz der Niederlage stehen immer noch acht Mannschaftspunkte auf dem Papier. An neun gesetzt haben wir einige Teams schlagen können und den sechsten Platz belegt. Nur in der ersten Runde konnten wir aber mit 1–8 antreten, für die neun Kämpfe wurden siebzehn Spieler benötigt, die größtenteils aus der siebten Mannschaft rekrutiert wurden. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an alle Ersatzspieler.

Nochmal ein paar Worte zu den Spielern:

Marco Hanssen (4/6): Marco hat am Anfang angesagt, an welchen Terminen er nicht kann, alle anderen wahrgenommen und insgesamt gutes Schach gespielt. Souverän!

Shumon Akram (6/9): Die Mehrbelastung durch das Geben von Training am Freitag hat man meinem Spiel deutlich angemerkt. So kam ich oft nicht über remis hinaus und rechnete unpräzise. In der nächsten Saison wird das hoffentlich besser.

Florian Patow (0/1): Leider nur ein Einsatz, nächste Saison gerne öfter!

Ruben Hartig (1/4): Ruben musste gegen starke Gegner spielen und kämpfte jede Partie aus. Der Sieg gegen die Schachelschweine zum ersten Saisonsieg war ganz wichtig.

Bernd Klawitter (2/7): Auch Bernd musste gegen bessere Gegner ran und schlug sich meist wacker, zwei schöne Remis sind dabei herausgesprungen.

Christopher Badura (1/3): Hatte in diesem Jahr viel mit anderen Dingen zu tun, dafür sind zwei Remis und Plus 60 DWZ recht ordentlich.

Finn‑Thore Lenz (4/9): Finn‑Thore hat alle Runden durchgesielt, oft sogar an Brett drei, und sehr gut gepunktet. Drei mal spielte er die letzte kampfentscheidende Partie. Gegen HSK 19 behielt er den Überblick und führte uns zum Sieg. Über 100 DWZ sind der verdiente Lohn.

Hendrik Berger (4/6): Hendrik hat eine richtig gute Saison gespielt und wurde dafür oft mit Punkten belohnt. Eine Stütze für das Team.

Bastian Samm (2,5/7): Auch wenn sich das Ergebnis nicht unbedingt so liest, konnte man feststellen, wie groß die Fortschritte sind, die Basti in diesem Jahr gemacht hat. Davon zeugt zum Beispiel der ungefährdete Sieg gegen Weisse Dame oder das Remis gegen die Schachelschweine. In der nächsten Saison wird der Knoten dann spätestens platzen.

Annkathrin Schön (0/4): Nach einem frühen Fehlgriff in ihrer ersten Partie spielte Annkathrin in den späteren Runden relativ lange und entwickelte auch einige Pläne. Für Siege hat es in dieser Saison, möglicherweise aufgrund von Abistress, nicht gereicht.

Gregor Bals (1/5): Gregor sammelte erste Erfahrungen bei den HMM und konnte gegen die deutlich erfahreneren Spieler nicht immer viel ausrichten. Ein schöner Sieg gegen Weisse Dame und 45 DWZ lassen einen jedoch nicht unbedingt unzufrieden auf die Debütsaison zurückblicken.

Mathis Pfreundt (2/3): Sammelte ebenfalls erste Erfahrungen und schlug sich sehr beachtlich. Vielleicht kann er ja in der nächsten oder übernächsten Saison ins Team einsteigen.

Viktor Gette, Martin Bierwald, Hans‑Peter Brunnemann, Melchior Wendel, Rolf Falk (3/8): Die Senioren unterstützten uns oft, falls nötig auch sehr spontan, und konnten ein paar Punkte beisteuern. Vielen Dank insbesondere auch an Martin, der immer gern bei der Suche von Ersatzspielern geholfen hat. Diese Einsätze haben die Schwankungen der Saison sehr schön ausgeglichen.

(Shumon Akram)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/13-ksh6.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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