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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 5 · Bezirksliga B 2013
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Pinneberger SC 2 6 3 4 5 8 47,0 15
2. Hamburger SK 12 2 4 7 6 4 48,0 14
3. Königsspringer Hamburg 5 4 4 6 5 6 5 40,5 14
4. SC Schwarz‑Weiß Harburg 4 5 5 37,0 9
5. SV Blankenese 2 4 4 4 3 32,5 9
6. TV Fischbek 2 5 1 1 4 4 31,0 8
7. SV Diagonale‑Harburg 2 4 2 3 4 4 6 35,5 7
8. FC St. Pauli 5 4 2 3 4 4 4 4 35,0 7
9. Hamburger SK 13 3 5 4 6 33,5 7
10. SK Marmstorf 3 0 3 3 2 2 19,0 0
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↓
Spieler
KSH
5
Mannschaftsführer:
Claus Goetz
H A H H A H A H A
MAT
3
FBK
2
STP
5
HSK
12
PIN
2
DIA
2
SWH
 
BLA
2
HSK
13
41 Langmann, Markus ½ 1              
42 Goetz, Claus 1 ½ 1 1   1 1 ½ 1
43 Rosien, Thomas ½ ½ ½ 0 0 1 1 1 0
44 Frontzek, Björn   1 1 0 ½ ½ ½ 0 ½
45 Lohse, Marc 1 1 1 1 ½ 1 1 1 1
46 Schönfisch, Norbert 0 0 0 0 0 0 1
47 Carl, Jan‑Frederik 1 1 1 ½   ½ 1 0
48 Mechelke, Michael + + ½ 1 0 0 1 0 0
49 Meyer‑Plückthun, Joachim     1           1
61 Seemann, Hans‑Siegfried 0     ½ ½        
62 Gette, Viktor         0        
64 Schiffmann, Andreas           1      
66 Bierwald, Martin               ½  
67 Wendel, Melchior         0        
68 Falk, Rolf             0    
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↓
1. Runde
11.01.2013 Königsspringer Hamburg 5 SK Marmstorf 3 5 : 3
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Markus Langmann Sebastian Müller ½ : ½
2 Claus Goetz Lutz Meyer 1 : 0
3 Thomas Rosien Uwe Grove ½ : ½
4 Marc Lohse Gerhard Dahle 1 : 0
5 Norbert Schönfisch Stephan Barz 0 : 1
6 Jan‑Frederik Carl Markus Eschweiler 1 : 0
7 Michael Mechelke Kristin Rosenkranz + :
8 Hans‑Siegfried Seemann Jörg Thies 0 : 1

11.01.2013 TV Fischbek 2 FC St. Pauli 5 4 : 4
11.01.2013 Hamburger SK 12 Hamburger SK 13 :
17.01.2013 Pinneberger SC 2 SV Blankenese 2 :
10.01.2013 SV Diagonale‑Harburg 2 SC Schwarz‑Weiß Harburg :

Ein gutes Pferd …

Marmstorf, das nicht gerade zu unseren Lieblingsgegnern zählt, wenn ich meiner eigenen Statistik traue, hat eine weitere Mannschaft abgemeldet und setzt auf eine riesige Reservebank. Unser Ersatzmann Siegfried bekommt es zu spüren, denn an acht spielt ihr Stärkster. Hätten sie den Ausfall ihres siebten Brettes ähnlich gut kompensieren können, würden wir möglicherweise Probleme bekommen. So muss Michael eine Runde länger auf sein erstes Spiel für unsere Mannschaft warten. Wir bedanken uns für das Gastgeschenk.

Käpt’n Claus knallt seine beiden Läufer in die gegnerische Königsstellung und wird mit ›Matt in Einem‹ belohnt. Das hätte eventuell auch ins Auge gehen können.

Siegfrieds Stellung anzusehen, bereitet leider schnell keine Freude. Schon bald ist ein hoffnungsloses Leichtfigurenendspiel mit einem Bauern weniger entstanden, das dann auch verloren wird.

Genau andersherum geht es bei Marc zu, der den Zwei‑Punkte‑Abstand wieder herstellt.

Norbert scheint noch nicht ganz warm zu sein und verliert, sodass Marmstorf erneut herankommt.

Glücklicherweise haben wir Jan‑Frederik. Er hat sich im Mittelspiel deutliche Vorteile erarbeitet und verwertet diese problemlos.

Markus lässt nichts anbrennen und remisiert im ungleichfarbigen Läuferendspiel zu unserem Sieg. Mehr war vielleicht nicht drin.

Ich stehe positionell ziemlich gut und wickle in ein gleichfarbiges Läuferendspiel ab, das bei korrektem Spiel einfach gewonnen ist. Ich sehe auch alle Motive, doch gelingt es mir nicht, sie auf der Suche nach dem richtigen Weg zusammenzufügen. Die schönste Gewinnmöglichkeit fällt mir am Morgen danach sogar im Halbschlaf ein; die einfachste wird mir später am Rechner vor Augen geführt. Es bleibt, wie es war: Für das Verschenken von halben Punkten bin ich zuständig.

Der Auftakt war nach allem erfolgreich, mehr nicht. Um ganz oben mitzuspielen, werden wir uns steigern müssen. Ich weiß, dass wir höher springen können. Aber auf uns warten auch noch sehr hohe Hürden.

(Thomas Rosien)

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2. Runde
25.01.2013 TV Fischbek 2 Königsspringer Hamburg 5 1 : 6
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Manfred Ottow Markus Langmann 0 : 1
2 Manfred Friese Claus Goetz ½ : ½
3 Hubert Kopyto Thomas Rosien ½ : ½
4 Viktor Lochmann Björn Frontzek 0 : 1
5 Norbert Zimpel Marc Lohse 0 : 1
6 Felix Reichhardt Norbert Schönfisch :
7 Dieter Wasserberg Jan‑Frederik Carl 0 : 1
8 Stephan Buzuk Michael Mechelke : +

22.01.2013 FC St. Pauli 5 SC Schwarz‑Weiß Harburg 3 : 5
23.01.2013 SV Blankenese 2 SV Diagonale‑Harburg 2 4 : 4
25.01.2013 Hamburger SK 13 Pinneberger SC 2 3 : 5
01.02.2013 SK Marmstorf 3 Hamburger SK 12 :

Sieg beim Lieblingsgegner

Ich persönlich denke immer wieder gern an unsere Auftritte in Fischbek. An unsere Heimspiele, die vermutlich nicht weniger erfolgreich waren, kann ich mich hingegen beim besten Willen überhaupt nicht erinnern. Falls es den anderen auch so geht, wird es mit der weiten Anreise zu tun haben. Oder sollten die Fischbeker etwa tatsächlich noch nie bei uns gewesen sein?

Auf dem Papier sitzen sich jeweils die ersten acht gegenüber. Tatsächlich fehlen bei uns einer und bei Fischbek sogar zwei. Michael muss (mindestens) eine weitere Runde auf sein erstes Spiel für uns warten. Gähnende Leere hingegen an Brett sechs – nicht jeder hat sie bemerkt. Ich weiß jedenfalls, dass Norbert fehlt und denke nach einer Stunde, dass es 1:1 steht. Als ich bei Claus auf die Karte kucke, steht da »−:−«. Erst jetzt begreife ich, dass auch der Gegner nicht erschienen sein muss; die Stellung hatte ich mir bei dieser »Partie« zuvor nicht angesehen. Richtig lustig wird es beim Blick auf die Karte des gegnerischen Mannschaftsführers: Danach haben wir auch an sechs kampflos gewonnen. Er weiß natürlich, dass sein Mann nicht gekommen ist und weil außerdem auch noch für diesen (als Weißen) die Zeit lief, hatte er nicht weiter darauf geachtet, ob unser Mann überhaupt anwesend ist. Am Ende klärt Claus die Situation auf. Davor liegen vier überzeugende Siege und zwei weniger überzeugende Remis.

Den Anfang macht Jan‑Frederik. Schnell ist ein Turmendspiel mit ganz weit vorgerücktem weißem Freibauern und gegnerischem König auf der Grundreihe entstanden.

Björn gelingt dank mehrerer taktischer Schläge ein beeindruckender Start‑Ziel‑Sieg.

Bei Marc bin ich mir nicht ganz im Klaren. Irgendwann erhält er ein Remis‑Angebot und soll selbst entscheiden, ob er weiterspielen will. Wenige Augenblicke später ist der ganze Punkt eingefahren.

Markus siegt nach einer schönen Angriffspartie, in der der Gegner chancenlos zu sein scheint.

Claus gewinnt schnell einen Bauern und in dem sich ergebenden Doppelturmendspiel tauchen auch Mattmotive auf – allerdings für beide Seiten. Irgendwann verbleibt Claus sogar mit einem Bauern weniger, aber wie gesagt: Es ist ein Turmendspiel – daher remis.

Ich habe mich im Damenindischen an einen Zug (4. a3) erinnert, mit dem ich mich zuletzt vor über zwanzig Jahren beschäftigt habe. Wenigstens verhilft dieser mir später zu b4. Ansonsten erhalte ich zunächst das Läuferpaar und am Ende zwei Mehrbauern am Rand als verbundene Freibauern im ungleichfarbigen Läuferendspiel. Das ist für meine Begriffe trotzdem zu wenig, um gewinnen zu können. Tatsächlich habe ich es aber wie üblich mal wieder verpatzt. Glücklicherweise ist es heute erneut nicht entscheidend.

(Thomas Rosien)

↑
↓
3. Runde
08.02.2013 Königsspringer Hamburg 5 FC St. Pauli 5 6 : 2
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Claus Goetz Frank Knauer 1 : 0
2 Thomas Rosien Jörg Dinckel ½ : ½
3 Björn Frontzek Thomas Feldhaus 1 : 0
4 Marc Lohse Peter Ridinger 1 : 0
5 Norbert Schönfisch Peter Lasch 0 : 1
6 Jan‑Frederik Carl Karim Malhas 1 : 0
7 Michael Mechelke Jürgen Olschok ½ : ½
8 Joachim Meyer‑Plückthun Albert Walke 1 : 0

08.02.2013 Hamburger SK 12 TV Fischbek 2 7 : 1
07.02.2013 Pinneberger SC 2 SK Marmstorf 3 8 : 0
07.02.2013 SV Diagonale‑Harburg 2 Hamburger SK 13 :
07.02.2013 SC Schwarz‑Weiß Harburg SV Blankenese 2 :

Dritter Pflichtsieg

Auch gegen St. Pauli geben wir uns keine Blöße und erzielen einen leichten Sieg. Nach Markus’ Absage rücken alle anderen ein Brett auf. An acht steigt Joachim ein.

Joachim bringt uns dann auch schnell in Führung. Mühelos schiebt er seinen Gegner zusammen.

Björn hat – nachdem der Gegner vielleicht eine gute Gelegenheit verpasst hat – ebenfalls leichtes Spiel.

Jan‑Frederik ist positionell ins Hintertreffen geraten, entscheidet die Partie aber gerade noch rechtzeitg taktisch zu seinen Gunsten.

Wenig später gewinnt auch Marc. Ähnlich wie bei Joachim scheint mir auch sein Sieg von Anfang an nur eine Frage der Zeit zu sein.

Claus’ Gegner büßt bei der Suche nach aktivem Spiel einiges Material ein. Claus nimmt gelassen alles mit und besorgt den 5:0‑Zwischenstand.

Ich habe gegen unseren ehemaligen Mitstreiter Jörg Dinckel gerade eine supergute Stellung erreicht, in der ich beinahe zwangsläufig eine Figur gewinnen muss, da sehe ich im entscheidenden Moment mal wieder nicht den besten Zug. Zwar verbleibe ich mit dem Läuferpaar und vier Bauern gegen einen Turm und fünf Bauern; angesichts des deutlichen Zwischenstands riskiere ich aber nichts mehr und sichere mir den Spatz in der Hand.

Endlich kommt auch Michael zum Zug. Seine Partie scheint mir recht anspruchsvoll zu sein und hält angesichts entgegengesetzter Rochaden einiges an Brisanz parat. Der Gegner verbraucht aber viel Zeit und muss vielleicht deshalb Material abtauschen. Danach steht Michael mit dem Läuferpaar gegen das Springerpaar positionell sehr gut. Leider geht mittels Springergabel dann doch ein Bauer verloren. Letztlich wird’s remis, auch weil der Gegner am Ende keine Zeit mehr hat.

Norbert rundet unser Ergebnis ab. Seine Niederlage deutet sich schon frühzeitig an, auch wenn es zwischendurch vielleicht Schummelchancen gibt.

Hauptsache, die Mannschaft gewinnt. Und das klappt weiterhin ganz hervorragend. In den nächsten beiden Runden aber erwarten uns mit den bislang ebenfalls verlustpunktfreien Teams zwei wirkliche Bewährungsproben.

(Thomas Rosien)

↑
↓
4. Runde
22.02.2013 Königsspringer Hamburg 5 Hamburger SK 12 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Claus Goetz Robin Ganser 1 : 0
2 Thomas Rosien Steffen Wiegand 0 : 1
3 Björn Frontzek Bettina Blübaum 0 : 1
4 Marc Lohse Michael Kurth 1 : 0
5 Norbert Schönfisch Leif Goltermann 0 : 1
6 Jan‑Frederik Carl Karen Pump ½ : ½
7 Michael Mechelke Stephanie Tegtmeier 1 : 0
8 Hans‑Siegfried Seemann Jan Rauschning ½ : ½

19.02.2013 FC St. Pauli 5 SV Blankenese 2 4 : 4
22.02.2013 Hamburger SK 13 SC Schwarz‑Weiß Harburg :
01.03.2013 SK Marmstorf 3 SV Diagonale‑Harburg 2 2 : 6
22.02.2013 TV Fischbek 2 Pinneberger SC 2 5 : 3

Auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze

In den ersten drei Runden haben wir gegen zwei Teams aus der unteren Setzlistenhälfte und gegen eine nominell etwa gleich eingestufte Mannschaft sehr ordentliche 6:0 Mannschaftspunkte und 17 Brettpunkte geholt. Tatsächlich reicht das aber bisher nur zum dritten Platz, zwei Mannschaften haben noch höher gewonnen. Tabellenführer HSK 12 – mit schwindelerregenden 20 Brettpunkten – ist heute bei uns zu Gast.

Wir müssen auf Markus und Joachim verzichten, dafür springt Siegfried ein. Am Anfang läuft alles rund: Ich kann in einer zweischneidigen Nowosibirsk‑Sveshnikov‑Partie (ich hab das mal vorbereitet) mein Lieblingsmanöver spielen (immer mit dem Turm über die sechste Reihe kommen!) und im Mattangriff den Führungstreffer erzielen. Siegfried hat deutlichen Zeitvorsprung herausgeholt, muss sich aber immer um eine gefesselte Figur kümmern. Daher kann er kaum Aktivität entwickeln und teilt die Punkte. Bei Michael ist eine Stellung entstanden, die der aus der vorherigen Runde sehr ähnlich sieht. Bei entgegengesetzter Rochadestellung trägt er einen souveränen Angriff vor. Stark!

Es steht zwar erstmal 2,5:0,5, aber ob die fehlenden zwei Punkte da noch hinzukommen, ist nicht so ganz klar. Bei Thomas und Björn scheint mir noch alles offen zu sein. Jan‑Frederik hat in der Eröffnung einen Bauern gegeben, das Material hat sich aber inzwischen erheblich vereinfacht. Norbert hat einen geschwächten Damenflügel und dort einen Bauern eingebüßt. Ich glaube Marc steht gut, aber ob man die eher festgefahrene Stellung gewinnen kann, vermag ich nicht einzuschätzen. Der Kampf geht weiter.

Dann die Entscheidung bei Marc: Ich denke erst, der Gegner gewinnt einen Bauern. Aber Marc hat weiter gerechnet und gewinnt nämlich selber einen. Als statt dessen ein gegnerischer Turm eingestellt wird, erhöhen wir auf 3,5:0,5. Das hält aber nicht lange, denn Thomas sieht sich starkem Druck im Zentrum ausgesetzt. Vielleicht hat sich sein Freibauer zu weit nach vorne gewagt, auf jeden Fall gehen Material und die Partie verloren. Nach überstandener beidseitiger Zeitnot werden Björn seine schwachen schwarzen Felder zum Verhängnis.

Es bleibt spannend und noch besteht Hoffnung: Bei Norbert ist ein Damenendspiel entstanden, in dem er zwar immer noch Material weniger hat, aber beide Könige suchen ein Zuhause – da bestehen vielleicht noch Schummelchancen. Jan‑Frederik hingegen hat seinen Bauern zurückgewonnen und die Fans vermuten, dass er durchaus gewinnen kann. Norberts König verstolpert sich aufs falsche Feld und es steht 3,5:3,5. Fast bis Mitternacht spielt Jan‑Frederik ein komplexes Läuferendspiel. Mutmaßlich war es zwischendrin für seine Gegnerin gewonnen, genauso wird gemutmaßt, dass er kurz vor Schluss selber noch hätte auf Gewinn spielen können. Am Ende remis und somit 4:4.

Was halten wir davon? Klar, 4,5 wäre besser gewesen. Aber wir haben gegen einen starken Gegner hart gekämpft und nach spannendem Verlauf ein wohl leistungsgerechtes Unentschieden erzielt. Unser nächster Gegner Pinneberg hat diese Runde verloren, somit sind wir zusammen mit HSK 12 als einzige noch ungeschlagen. In Sachen Aufstiegskampf bleibt KSH 5 eine Macht, mit der man rechnen muss.

(Claus Goetz)

↑
↓
5. Runde
21.03.2013 Pinneberger SC 2 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, Kirchengemeinde St. Michael, Fahltskamp 16, 25421 Pinneberg

1 Gerd Kuhn Thomas Rosien 1 : 0
2 Oliver von Wersch Björn Frontzek ½ : ½
3 Björn Hachmann Marc Lohse ½ : ½
4 Volker Griwenka Norbert Schönfisch + :
5 Jürgen Hochreiner Michael Mechelke 1 : 0
6 Thomas Iwanow Hans‑Siegfried Seemann ½ : ½
7 Wolfgang Retzlaff Viktor Gette 1 : 0
8 Roland Schmidt Melchior Wendel 1 : 0

22.03.2013 Hamburger SK 12 FC St. Pauli 5 4 : 4
21.03.2013 SV Diagonale‑Harburg 2 TV Fischbek 2 :
21.03.2013 SC Schwarz‑Weiß Harburg SK Marmstorf 3 5 : 3
27.03.2013 SV Blankenese 2 Hamburger SK 13 3 : 5

Kurz und schmerzlos

Claus ist nicht da und lässt mir die zweifelhafte Ehre des Mannschaftsführeramts zukommen. Vorher kümmert er sich noch um unsere Aufstellung, mit der wir in diesem »Spitzenkampf« aber nicht konkurrenzfähig sind. Außerdem wird sich Shumon ärgern, denn Viktor darf jetzt nicht mehr in der Sechsten spielen.

Während wir noch auf Norbert warten, hat Melchior bereits verloren. Der Gegner war zu gut.

Norbert kommt nicht, jedenfalls nicht am Brett.

Michael hat eine Figur »geopfert« für eine Kombi, die nicht funktioniert.

Ich verschlechtere meine Stellung Zug um Zug und übersehe zuletzt eine Taktik, an die ich kurz vorher noch gedacht habe.

0:4 nach zwei Stunden, und jetzt hagelt es Remis‑Angebote. Zuerst für Björn und Marc, dann schickt Siegfried auch noch eines hinterher.

Der arme Viktor. Er steht schlecht und verliert dann auch.

Nach zweieinhalb Stunden ist der Spuk vorbei. Wir sind wie ein Abstiegskandidat aufgetreten.

(Thomas Rosien)

↑
↓
6. Runde
12.04.2013 Königsspringer Hamburg 5 SV Diagonale‑Harburg 2 5 : 3
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Claus Goetz Marten Holst 1 : 0
2 Thomas Rosien Dr. Rainer Laugwitz 1 : 0
3 Björn Frontzek Dr. Leonardo Zuñiga Vargas ½ : ½
4 Marc Lohse Jens Finkhäuser 1 : 0
5 Norbert Schönfisch Gerd Wasmuth 0 : 1
6 Jan‑Frederik Carl Rainer Jonasson ½ : ½
7 Michael Mechelke Detlef Menges 0 : 1
8 Andreas Schiffmann Jürgen Schulz 1 : 0

02.04.2013 FC St. Pauli 5 Hamburger SK 13 4 : 4
12.04.2013 SK Marmstorf 3 SV Blankenese 2 :
12.04.2013 TV Fischbek 2 SC Schwarz‑Weiß Harburg 4 : 4
05.04.2013 Hamburger SK 12 Pinneberger SC 2 2 : 6

Bericht

Nach einem unglücklichen Zwischenspiel in Pinneberg waren wir zwischenzeitlich auf den vierten Platz zurückgerutscht und wollten nun zu Hause gegen Diagonale 2 den Abstand zur Tabellenspitze wieder verkürzen.

Leider kam Michael erheblich zu spät, machte ein paar schnelle Züge und verlor noch bevor er richtig in der Partie angekommen war. Aber das kann passieren. Kopf hoch! Den Ausgleich konnte Andreas herbeiführen. Bei Rochade zu unterschiedlichen Flügeln spielte er eine schöne Angriffspartie und gewann überzeugend.

Jan‑Frederik stand etwas unangenehm, konnte aber das entstehende Turmendspiel relativ problemlos zum Remis führen. Norberts komplizierte Stellung schien mir chancenreich, aber dann kostete ein taktischer Einschlag auf h5 die Partie. Schade, ich dachte, Norbert könnte diesmal die Negativserie durchbrechen. Aber auch da kommen bestimmt wieder bessere Zeiten.

Wir lagen zwar erst mal 1,5:2,5 hinten, aber zum Glück lief an den vorderen Brettern alles rund. Ich war mit meiner Eröffnungsbehandlung zunächst einigermaßen unzufrieden, konnte dann aber mit einer kleinen Taktik in der a‑Linie in Vorteil kommen. Statt ein trostloses Damenendspiel zu verwalten, ließ mein Gegner mich zum ersten Mal in meiner Turnierschachkarriere die klassische Kombination zum ersticken Matt durchführen. Faire Geste!

In Führung brachte uns dann Marc: Nachdem er konsequent Druck gemacht hatte, gewann er das Springerendspiel mühelos. Stark! Nach einem Qualitätsgewinn für Thomas schien es zunächst so, als ob schwache Bauern und aktives Figurenspiel des Gegners zur Kompensation reichen könnten. Aber Thomas fand eine elegante Gewinnmöglichkeit, indem er unter Ausnutzung der schwachen Grundreihe einen Freibauernvorstoß und das Zurückgeben der Qualität sehenswert kombinierte.

Da der Kampf somit gewonnen war, einigten Björn und sein Gegner sich auf remis und bereits um 21:50 Uhr waren wir zurück auf Platz zwei der Tabelle.

(Claus Goetz)

↑
↓
7. Runde
18.04.2013 SC Schwarz‑Weiß Harburg Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, AWO‑Seniorentreff Heimfeld, Heimfelder Str. 41, 21075 Hamburg

1 Hans‑Jürgen Steiner Claus Goetz 0 : 1
2 Günter Schmidt Thomas Rosien 0 : 1
3 Frank Barghausen Björn Frontzek ½ : ½
4 Ante Filipovic Marc Lohse 0 : 1
5 Reinhard Decker Norbert Schönfisch 1 : 0
6 Lothar Welsch Jan‑Frederik Carl + :
7 Duy Nguyen Michael Mechelke 0 : 1
8 Timm Linnebuhr Rolf Falk 1 : 0

18.04.2013 Pinneberger SC 2 FC St. Pauli 5 :
18.04.2013 SV Diagonale‑Harburg 2 Hamburger SK 12 2 : 6
17.04.2013 SV Blankenese 2 TV Fischbek 2 :
19.04.2013 Hamburger SK 13 SK Marmstorf 3 6 : 2

Big Point in Heimfeld

Am Mittwochabend ist die Stimmung bei mir im Keller. Nachdem drei Stammspieler ausfallen und ca. 10 Reservespieler absagen (zusätzlich zu den sechs, die ohnehin nicht mehr bei uns spielen können), habe ich mich damit abgefunden, dass wir zu sechst antreten und uns nur um Schadensbegrenzung bemühen können.

Doch dann treffe ich am Donnerstag Marc an der Bushaltestelle in Heimfeld. »Spielst Du etwa doch?« – »Vor sechs Stunden lag ich noch auf dem OP‑Tisch. Aber dann habe ich dem Arzt Deine E‑Mail gezeigt und ihm erklärt, dass ich doch spielen muss.« Bei so viel Hingabe für die Mannschaft bin ich zunächst ganz sprachlos und langsam keimt in mir die leise Hoffnung, dass heute vielleicht doch noch etwas geht.

Aber wir sind trotzdem nur zu siebt und liegen entsprechend nach einer Stunde 0:1 hinten. Vielleicht hat Björn leichten Vorteil, aber als sein Gegner die Punkteteilung anbietet, entscheidet er sich, lieber nicht zu überreißen und willigt ins Remis ein. Das wird sich später als goldrichtig erweisen.

Marcs Gegner lässt die Dame stehen und wir gleichen aus. Nochmal vielen Dank für den Einsatz! Michael behält in einer taktisch anspruchsvollen Partie den Überblick, gewinnt Material und bringt uns in Führung. Bei Norbert gelingt das leider nicht. Trotz zumindest optisch guter Stellung gehen eine Qualität und die Partie verloren.

Nach zähem Spiel in einer geschlossenen Stellung büßt Rolf eine Figur ein und muss später die Segel streichen. Ich komme komfortabel aus der Eröffnung und als ich versuche das Spiel zu verschärfen, verteidigt mein Gegner sich unvorsichtig. Mit einer hübschen Mattkombination kann ich den erneuten Ausgleich herbeiführen.

Beim Stand von 3,5:3,5 spielt Thomas bis weit nach 23:00 Uhr. Er ist zwar stark unter Druck geraten, aber der Gegner überzieht seine Gewinnversuche. Thomas verteidigt sich hartnäckig und kann den Gegner schließlich in eine Falle locken, die entscheidend Material kostet.

Dieser Sieg war ganz wichtig! Bei so viel Kampfgeist bin ich zuversichtlich, dass wir bis zum Schluss ganz oben mit dabei sein werden. Die nächsten beiden Male aber trotzdem bitte zu acht.

(Claus Goetz)

↑
↓
8. Runde
17.05.2013 Königsspringer Hamburg 5 SV Blankenese 2 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Claus Goetz Wolfgang Engelhardt ½ : ½
2 Thomas Rosien Volker Schilling 1 : 0
3 Björn Frontzek Valeriya Kotyk 0 : 1
4 Marc Lohse Jörg Bartens 1 : 0
5 Norbert Schönfisch Uwe Frenzel 0 : 1
6 Jan‑Frederik Carl Michael Gutschmidt 1 : 0
7 Michael Mechelke Gerhard Kraft 0 : 1
8 Martin Bierwald Holger Ziehm ½ : ½

14.05.2013 FC St. Pauli 5 SK Marmstorf 3 :
31.05.2013 TV Fischbek 2 Hamburger SK 13 :
17.05.2013 Hamburger SK 12 SC Schwarz‑Weiß Harburg :
16.05.2013 Pinneberger SC 2 SV Diagonale‑Harburg 2 4 : 4

Einen Punkt verloren oder einen Punkt gewonnen

Nur wer hautnah dabei gewesen ist, wird diese Frage beantworten können. Immerhin geht es für unser Team zumindest vor der Begegnung vielleicht noch darum, wenigstens bester Zweiter aller Bezirksligen zu werden. Vielleicht aber auch nicht. Um gegen die nicht zu unterschätzenden Blankeneser bestehen zu können, müssten wir vielleicht auch mal wieder wenigstens einen unserer Männer an eins und neun aufbieten, was uns aber erneut nicht gelingt.

Nichts gegen Martin! Er bemüht sich um ein Remis und erreicht es auch. Danach verliert jedoch Norbert, dessen rabenschwarze Saison nun langsam wirklich nicht mehr zu unterbieten sein dürfte.

Bei Michael wird schnell viel abgetauscht und Michael steht mit verbleibenden Turm und Springer supergut. Den König aktivieren und ins gewonnene Bauernendspiel abwickeln, denke ich. Wenig später ist tatsächlich ein Bauernendspiel erreicht, aber das ist für Michael ganz bestimmt nicht mehr zu gewinnen. Hat er einen Zug ausgelassen oder ging das alles gar nicht? Jedenfalls verliert er kurze Zeit später, und jetzt müssen wir uns schon mächtig strecken, wenn wir heute noch was Zählbares erreichen wollen.

Wir wollen!

Jan‑Frederik biegt eine für ihn typische Partie noch um und erzielt aus dem Nichts einen ganzen Punkt.

Claus muss bereits in der Eröffnung irgendwas übersehen haben und steht richtig schlecht. Er kreiert ein paar eigentlich nicht mehr vorhandene Schummelchancen und kommt tatsächlich zu einer Art Gegenspiel, was letztlich den Gegner bewegt, remis anzubieten. Das wird natürlich angenommen. Toll gekämpft!

Beim Stand von 2:3 sieht es angesichts der übrigen Partien eigentlich fast schon wieder ganz gut für uns aus. Wenn da nicht diese offenherzige Frau wäre.

Björn hat das zweifelhafte Vergnügen! Allen anderen und bestimmt auch ihm selbst fällt es schwer, sich auf seine Partie zu konzentrieren, die sich möglicherweise im Remisbereich bewegen könnte. Björn will offenbar irgendwann die Tortur beenden und auf Kosten einer Figur mattsetzen oder zumindest ein Dauerschach erzwingen, worin sich möglicherweise seine Verzweiflung widerspiegelt. Allerdings ist danach auch schon mal ein Mannschaftspunkt weg.

Marc erspielt souverän einen ganzen Punkt für uns. Wie er das wieder geschafft hat, weiß ich nicht. Er steht positionell gut und gewinnt seine Partien. Eine größere Hochachtung kann es für einen Schachspieler nicht geben.

Zum Schluss noch ich: In seiner Lieblingseröffnung habe ich ein paar vernünftig erscheinende Züge gemacht. Er opfert einen Bauern für vermeintlichen Angriff, aber das geht gar nicht. Zwangsläufig verliert er die Qualität und dazu noch einen oder zwei Bauern. Ich will danach natürlich vereinfachen, was ihm wiederum tatsächlich noch einige Möglichkeiten lässt. Nach meinem 40. Zug geht mein Puls (und der der Kiebitze) ganz kurz nochmal auf 180, aber danach ist es auch überstanden.

4:4 – ich glaube, wir müssen zufrieden sein. Im Bemühen, der für den Aufstieg in die Stadtliga bedeutsame beste Tabellenzweite zu werden, haben wir allerdings den vermutlich entscheidenden Rückschlag erlitten. Schade. (Staffelsieger reicht natürlich immer noch.)

(Thomas Rosien)

↑
↓
9. Runde
07.06.2013 Hamburger SK 13 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Andreas Albers Claus Goetz 0 : 1
2 Philipp Müller Thomas Rosien 1 : 0
3 Claus Langmann Björn Frontzek ½ : ½
4 Klaus von Bargen Marc Lohse 0 : 1
5 Manfred Mumme Norbert Schönfisch 0 : 1
6 Sebastian Springer Jan‑Frederik Carl 1 : 0
7 Carsten Wiegand Michael Mechelke 1 : 0
8 Helge Peter Cramer Joachim Meyer‑Plückthun 0 : 1

13.06.2013 SV Diagonale‑Harburg 2 FC St. Pauli 5 4 : 4
06.06.2013 SC Schwarz‑Weiß Harburg Pinneberger SC 2 :
05.06.2013 SV Blankenese 2 Hamburger SK 12 :
14.06.2013 SK Marmstorf 3 TV Fischbek 2 :

Bericht

Da Pinneberg und HSK 12 bereits gespielt haben, steht schon vor Partiebeginn fest: Wir belegen am Saisonende den dritten Platz. Damit können wir ganz entspannt spielen, während unsere Gegner noch mindestens einen Mannschaftspunkt brauchen, um den Klassenerhalt sicherzustellen.

Und es geht gut los für uns: Ausgerechnet Norbert bringt uns in Führung. Dass er nach einer rabenschwarzen Saison noch einmal sein wahres Können zeigt, freut mich besonders. Kurz darauf erhöht Joachim relativ mühelos auf 2:0.

Auch der Rest sieht gut aus: Michael hat viel Druck auf schwache gegnerische Bauern, Thomas auch. Björn steht ziemlich aktiv und bei Marc kann man dieses Saison ohnehin immer mit einem Punkt rechnen. Einzig Jan‑Frederik steht wackelig. Ich biete einfach mal remis, aber das wird abgelehnt, denn die Stellung ist gar nicht so ausgeglichen, wie ich dachte.

Dann kommt eine schwierige Phase: Erst verliert Jan‑Frederik. Was bei Michael passiert, bekomme ich nicht ganz mit, aber beim Übergang ins Bauernendspiel muss ein Missgeschick geschehen sein. Als es so aussieht, als würde sich sein Druckspiel endlich bezahlt machen, übersieht Thomas ein Grundreihenmatt. Ich muss mittlerweile ein ziemlich schlechtes Endspiel verwalten. Björn und Marc stehen aussichtsreich, aber ob man beide Partien gewinnen kann?

Auf Marc ist Verlass, er besorgt den Ausgleich zum 3:3. Ich bin in ein Damenendspiel mit einem Bauern weniger entkommen. Das sollte immer noch verloren sein, aber bei schwindender Bedenkzeit läuft der gegnerische König auf eines der ganz wenigen Felder, die Schach mit Bauerngewinn für mich zulassen. Bevor mir klar ist, was das jetzt genau für die Stellung bedeutet, gibt Schwarz auf. Auch solche Punkte nimmt man mit.

Björn versucht noch eine Weile, sein Endspiel zu gewinnen. Vielleicht wäre da mehr möglich gewesen, aber dass es am Ende remis ausgeht, sichert uns einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Dritter Platz mit 14:4 Mannschaftspunkten ist ein sehr ordentliches Ergebnis. Wir wollten im Aufstiegskampf ein Wörtchen mitreden, das ist uns gelungen. Pinneberg und HSK 12 haben am Ende gerade in Sachen Brettpunkte einen riesigen Vorsprung herausgespielt, das müssen wir neidlos anerkennen. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Marc, der mit 8,5/9 ein fast perfekte Saison spielte. Meine 7/8 waren auch ganz gut, wenn ich das mal ganz unbescheiden feststellen darf.

Es war mir eine große Freude, in dieser Mannschaft zu spielen.

(Claus Goetz)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/13-ksh5.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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