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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 3 · Stadtliga A 2013
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Union‑Eimsbüttel 5 7 6 44,0 14
2. FC St. Pauli 3 5 5 3 43,0 14
3. Königsspringer Hamburg 3 4 7 6 46,0 13
4. SV Eidelstedt 5 4 7 5 7 45,0 13
5. Hamburger SK 7 3 4 3 6 5 4 37,5 10
6. Niendorfer TSV 3 3 1 4 2 5 7 34,0 9
7. Hamburger SK 6 1 3 5 6 29,5 6
8. SK Johanneum Eppendorf 2 1 5 3 3 27,5 6
9. SV Blankenese 3 4 2 6 32,5 5
10. Schachfreunde Wedel 2 2 1 1 2 21,0 0
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Spieler
KSH
3
Mannschaftsführer:
Marcus Möhrmann
A H A A H A H A H
UNE
 
WED
 
SVE
 
HSK
6
NIE
 
SKJ
2
HSK
7
BLA
 
STP
3
21 Leiser, Sven 1       ½ ½ 0 1 1
22 Wilms, Ingo 1 ½   1     1    
23 Stanau, Guido 1                
24 Möhrmann, Marcus   1 1 1 ½ 0 0 0 0
25 Raider, Eugen 0 0 0 1 1 1 1 1 0
26 Dave, Shreyas ½ 1              
27 Klink, Otto     0 1 + ½ 1   ½
28 Seifer, Gregor   1       1 1 1 0
29 Knops, Peter 0   ½ ½   1     1
30 Hort, Max 1 ½ ½ 0 +   0   ½
31 Spät, Alexander   1   1       ½  
32 Schroeter, Baldur     0            
34 Bongartz, Florian   1 ½           ½
35 Steinfeldt, Henry               ½  
37 Lemke, Berfîn           ½      
41 Langmann, Markus         1        
42 Goetz, Claus 1         1 0    
43 Rosien, Thomas     0 1 1        
44 Frontzek, Björn               1  
45 Lohse, Marc         1     ½  
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1. Runde
17.01.2013 SK Union‑Eimsbüttel Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Hamburg‑Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg

1 Andreas Förster Sven Leiser 0 : 1
2 Lutz Franke Ingo Wilms 0 : 1
3 Gerrit Voigt Guido Stanau 0 : 1
4 Klaus‑Martin Rehm Eugen Raider 1 : 0
5 Karlheinz Leonardi Shreyas Dave ½ : ½
6 Detlev Voigt Peter Knops 1 : 0
7 Dirk Hasenbank Max Hort 0 : 1
8 Andreas Kuhlmann Claus Goetz 0 : 1

18.01.2013 Hamburger SK 7 Hamburger SK 6 5 : 3
16.01.2013 SV Blankenese SK Johanneum Eppendorf 2 :
15.01.2013 FC St. Pauli 3 Niendorfer TSV 5 : 3
08.01.2013 Schachfreunde Wedel SV Eidelstedt 1 : 7

Vorne spalten, hinten spalten, und in der Mitte Mitmensch sein

Fast zwei Jahre ist es her, dass wir gegen Union‑Eimsbüttel unsere Aufwartung machten. Lang genug, um nicht mehr ganz so zielsicher die Schachspieler im Hamburg‑Haus zu finden: Erst platzte ich in den Seniorentreff herein, um mich dann erneut in einem zu wähnen. Aber nein, es war nur die Theaterspielgruppe und deren Gäste.

Die Bretter, die für uns die Welt bedeuten, fand ich dann aber doch; es wartete dort erst einmal eine erfreuliche Nachricht: Unser Gegner hatte die erfahrenen Haudegen Strobel und Kirschneck geschont, womit wir auf einmal leicht favorisiert waren von den Wertungszahlen her. Na, dann mal ran! Einfach geht anders. Kaum eine Partie war vor der vierten Stunde beendet; einige wurden auch noch in die fünfte geführt. Für Spannung war also reichlich gesorgt.

So recht wurde ich dieses Mal nicht schlau draus, wer hier eigentlich vorne liegt. Na gut, Max hatte bereits in der Eröffnung eine Qualität verhaftet und meinereiner ordentliche Kompensation für einen geopferten Bauern, aber Ingos Figuren standen irgendwie komisch, und Peter wirkte etwas angeschlagen. Guido stand solide, Claus auch, Eugens Igel hatte auch noch alle Stacheln; insofern verbuchte ich den Kampf unter »alles offen, also reinhängen«.

Shreyas war dann als Erster fertig, gefühlt als Einziger vor der vierten Stunde. Remisen dauern halt nicht immer so lang, das Zeitnotgekloppe hat er dann anderen überlassen. Da flogen dann auch nur so die Figuren durch die Gegend: Peter verlor die Übersicht und die Partie, dafür durfte Ingo sogar mattsetzen! Guido überrannte seinen Gegner, Max verwertete die Mehrqualität mit, äh, interessantem Spiel, und Claus machte auch irgendwie den Punkt. 4,5 Punkte, alle Achtung!

Zu guter Letzt verlor dann der Igel doch noch seine Stacheln, sodass sich Eugen wie unser gesamtes Mittelfeld heute mitmenschlich zeigte und den Gegnern Zählbares bescherte.

Meine Partie ergab letztendlich ein gewonnenes Turmendspiel, sodass sich die Überschrift bewahrheiten konnte: »Vorne halten, hinten spalten« ist nicht diesmal, wir spalten halt einfach mal vorne und hinten! Dem Gegner die lange Rochade vorn und die kurze hinten zu bescheren ist schon nicht schlecht. So kann es weitergehen!

Die Parallelergebnisse zeigen aber, dass dieses Mal die Liga sehr ausgeglichen besetzt ist und der Klassenerhalt kein Spaziergang wird. Dennoch, bei der Spiellaune, die die Mannschaft heute an den Tag gelegt hat, mache ich mir wenig Sorgen. Glückauf!

(Sven Leiser)

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2. Runde
25.01.2013 Königsspringer Hamburg 3 Schachfreunde Wedel 6 : 2
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Ingo Wilms Victor Lamzin ½ : ½
2 Marcus Möhrmann Ulrich Timm 1 : 0
3 Eugen Raider Norbert Reimann 0 : 1
4 Shreyas Dave Jürgen Nikodem 1 : 0
5 Gregor Seifer Wolfgang Schmeichel 1 : 0
6 Max Hort Robert Law ½ : ½
7 Alexander Spät Peter Brakelmann 1 : 0
8 Florian Bongartz Ralf Toepfer 1 : 0

01.02.2013 Hamburger SK 6 SV Eidelstedt 1 : 7
25.01.2013 Niendorfer TSV SK Union‑Eimsbüttel 3 : 5
25.01.2013 SK Johanneum Eppendorf 2 FC St. Pauli 3 5 : 3
01.02.2013 Hamburger SK 7 SV Blankenese 4 : 4

Bericht

Es ist kurz vor sieben. Ich wähne mich bei einem Auswärtsspiel, der Gegner ist in Überzahl. Was ist nur los mit dieser Truppe? Letzte Woche war ich selber noch verspätet zum Auswärtskampf. Eine Saison beginnt wie jede andere, mit Disziplinlosigkeit, Egoismen und traditionell viel Spaß am Spiel!

Die Zusammenstellung der Truppe ist super. Der E‑Mail‑Verteiler wird schnell zum Spamfach, die Ergebnisse stimmen, die Leistungen dürfen gerne nachziehen. Voller positiver Energie betraten die Wedelesen unser Clubheim. Die gute Laune schwappte über auf die Neuankömmlinge und bestens gelaunt lief auch der Mö‑Man ein. Diesmal doch etwas ersatzgeschwächt, böse Zungen reden von Schonung, tritt KSH 3 zuhause an, um die Mission Stadtliga weiter überzeugend fortzusetzen.

Das 5,5:2,5 gegen Union war ein rauschendes Fest und genauso ging es weiter. Gregor sah man nach wenigen Minuten an, dass er gewinnen würde. Mö‑Man konnte an Brett 2 dem Gegner nochmal fundamentale Eröffnungshinweise mit auf den Weg geben und auch bei Bongo war die Partie vorbei, bevor ich das erste Mal zum Zuschauen rumging. Alles in allem war recht schnell klar, dass wir unsere Überlegenheit nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf den Brettern realisieren würden. Oder um es in Wolter‑Michis Worten auszudrücken. Die Mission ›Nicht‑Abstieg‹ ist mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel bestens angelaufen. Vorbild Zweite!

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Ingo jemals in einem Mannschaftskampf mit mir an Brett 1 gespielt hat. Dabei sind wir die ganzen Jugendteams zusammen durchgelaufen. Schön, wieder gemeinsam in einem Team Punkte einzufahren. Flankiert von einigen Jungtalenten wie Eugene und Max stimmt die Mischung. Ich gehe davon aus, dass die Dritte dieses Jahr ihren Weg gehen wird …

Schachlich gibt es nicht viel zu berichten. Der Gegner war geschätzt 200 Punkte schlechter an jedem Brett und wird es sehr schwer haben, Mannschaftspunkte einzufahren. Nichtsdestotrotz war ich vom rund um positiven Auftreten der Gegnerschaft begeistert und begrüße die Gäste auch gerne wieder im nächsten Jahr zu einem Kampf :)

Richtig interessant erschien mir keine Partie bei unserem letztlich ungefährdeten 6:2‑Sieg. Ingo hatte sofort Ausgleich, Mö direkt eine Gewinnstellung, Eugen stand riesig, aber die Zeit ist sein größter Feind, ich tat mich schwer, aber realisierte einen kleinen Vorteil immer weiter, Gregor siegte komplett ungefährdet, ebenso chillig sah es bei Max und Alex Spät aus, komisch, dass Ersterer nicht gewonnen hat. Bei Bongo habe ich nichts gesehen, war doch der Punkt gefühlt in der ersten Stunde schon eingefahren.

Ich fühle mich ein wenig an meine Jugendzeit erinnert, wenn ich Eugen Raider spielen sehe. Interessante Stellung, komplex, vielfältig, alle Optionen offen. Es kostet Zeit und diese sollte nicht nur bei einem selber abtickern, sonst wird es schwer, am Ende das bessere Ende für sich zu haben. So kam es auch zum zweiten Mal, dass er eine sehr gute Stellung allmählich vermasselte. 0/2 sollten jetzt nicht für Trübsal sorgen, wo doch das Team so relax gewonnen hat bisher, aber nächste Runde gegen die starken Eidelstedter wünsche ich mir den Eintritt ins Scoreboard. »Eugen, du kannst es!«

Ich hoffe, dass die Truppe wieder in besserer Besetzung antreten kann. Ich selber verabschiede mich leider erstmal von der Bildfläche – Richtung Indien!

(Shreyas Dave)

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3. Runde
15.02.2013 SV Eidelstedt Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Stadtteilschule Eidelstedt (Schulrestaurant), Niekampsweg 25, 22523 Hamburg

1 Carsten Dumjahn Marcus Möhrmann 0 : 1
2 Jakob Goepfert Eugen Raider 1 : 0
3 Andy Fleischer Otto Klink 1 : 0
4 Johnny Kjetsae Peter Knops ½ : ½
5 Mirko Kurzynsky Max Hort ½ : ½
6 Jörg Müller Baldur Schroeter 1 : 0
7 Volker Melde Florian Bongartz ½ : ½
8 Jan Stenzel Thomas Rosien 1 : 0

06.02.2013 SV Blankenese Hamburger SK 6 2 : 6
12.02.2013 FC St. Pauli 3 Hamburger SK 7 5 : 3
14.02.2013 SK Union‑Eimsbüttel SK Johanneum Eppendorf 2 7 : 1
05.02.2013 Schachfreunde Wedel Niendorfer TSV 1 : 7

Das hätte auch gutgehen können

Es ist Donnerstag, 14. Februar 2013 – Valentinstag. Um 22:45 Uhr denkt Marcus Möhrmann an mich: Kannst Du morgen spielen? Sven hat sich kurzfristig mit aufziehendem grippalen Infekt für kampfunfähig erklärt, gute Besserung!

Also auf nach Eidelstedt, zu einer den Zahlen nach haushoch favorisierten Mannschaft. Gleich zu Beginn zwei Überraschungen: Eugen ist vor mir da, obwohl ich nur fünf Minuten zu spät im Spiellokal eintreffe. Es hätten auch nur zwei Minuten Verspätung sein können, wenn ich etwas energischer an ausgerechnet der Tür gerüttelt hätte, die mich den Spielort zunächst wieder verlassen lässt. Man entscheidet sich dann für den Rest des Abends, die Tür geöffnet zu halten, da sich dieses kleine Hindernis zum Glück nicht nur mir stellte sondern auch allen Rückkehrern aus dem Wellness‑Bereich.

Zum Schachlichen: Soweit ich das beurteilen kann, sieht die Lage etwa 1,5 Stunden nach Anpfiff noch sehr angenehm für uns aus. Marcus an Brett 1 hat sich gegen Carsten Dumjahn äußerst aktiv aufgebaut. Sein Gegner braucht einige Kunstgriffe, um einigermaßen heil aus der Eröffnung rauszukommen. Wie es dann aber genau zu Ende ging, habe ich wegen meiner eigenen wehrhaften Versuche, gegen Volker Melde zu bestehen, nicht mehr mitbekommen. 0:1 – doch das ist nicht die schnellste Partie des Abends gewesen. Otto Klink hat offenbar absolut jenseits meiner Wahrnehmungsgrenze zunächst unglücklich gegen Andy Fleischer verloren und dann einen »Polnischen Abgang« vollzogen. Als ich dachte, es stünde 0:1, lautete der Punktestand also in Wahrheit 1:1. Na gut.

Auf meinem eigenen Brett stehen die Zeichen zu diesem Zeitpunkt auf remis. Wie mir Baldur während der Analyse mitteilte, sei ich wohl ganz gut aus der Eröffnung gekommen – Tango im Anzug – aber ein durch Fehlkalkulation eingestellter Bauer macht zunächst den Wunsch zunichte, die Partie auf Gewinn weiterzuspielen. Stattdessen gerate ich selbst in eine etwas unangenehme Stellung, die in meinen Augen ein Qualitätsopfer rechtfertigt. Denn danach, so meine Vermutung, bestünde aufgrund von vierzehn für mich günstig verteilten Bauern kein Durchkommen mehr, um den Materialvorteil zu verwirklichen. Ob wir das alles so korrekt gespielt haben, sei dahingestellt, am Ende steuere ich unerwartet einen halben Punkt bei.

Plötzlich liegt ein Mannschaftssieg in der Luft. Schließlich steht es bereits 1,5:1,5 und sowohl bei Baldur, der seiner Nemesis aus der Vorsaison begegnet ist und trotz knapper Zeit mit solidem Materialvorteil unterwegs ist, als auch Max Hort äußerst gut aus. Die fehlenden Zähler würden wohl Peter und Thomas beisteuern, jeweils etwa durch Punkteteilung. Zumindest ist dies meine Einschätzung. Bei Eugen dagegen ist keine seriöse Einschätzung möglich. Gegen Jakob Goepfert liefert er sich eine großartige Taktik‑Schlacht, in dessen Verlauf Damen auf die jeweilige Grundreihe des Gegners eindringen. Die Verwicklung ist so kompliziert, dass beide Spieler eine beachtliche Anzahl Restzüge bis zur Zeitkontrolle mit nur wenigen Minuten, am Schluss sogar mit nur wenigen Sekunden absolvieren. Dabei lässt Eugen zwischenzeitlich aus Versehen seine Dame stehen, doch Kommissar Zufall macht anschließend eine Springergabel möglich – nach der Zeitkontrolle allerdings steht fest, dass Jakobs Freibauer unbeschadet durch das Gemetzel gekommen ist. Eugen muss aufgeben. Immerhin hat er einmal mehr die Partie mit dem größten Unterhaltungswert für die Zuschauer geliefert.

Apropos Springergabel: Baldur muss offenbar ebenfalls in Zeitnot auf diese Weise seinen Turm eingestellt haben, denn der Blick auf den Endstand bezeugt, dass er seinen schön herausgespielten Vorteil nicht verwandelt hat. Ärgerlich, wie er mir am Samstag bei den HJET erzählte, denn die nach seiner Aussage sehr anstrengende Partie gegen Jörg Müller sollte die Scharte aus der Vorjahressaison auswetzen. Also am Ende eine Konditionsfrage, die wohl nach vier Wochen HJET‑Dauereinsatz über Wohl und Wehe in dieser Partie entschieden hat.

Ich bin übrigens bereits vor Ende des Kampfes abgereist, da die Sache dann doch überraschend deutlich gegen uns entschieden war. Thomas gab sich gegen Jan Stenzel geschlagen als zahlreiche Vereinfachungen zu einem Mehrbauern führten, den Thomas leider nicht mehr aufhalten konnte. Peter steuerte gegen Johnny Kjetsae ein weitgehend ungefährdetes Remis bei, obwohl gegen Partieende immerhin ein Minusbauer zu kompensieren war. Wie genau die Punkteteilung zustande kam und ob das alles so mit rechten Dingen zugegangen ist, weiß ich nicht. Das gilt auch für Max, dessen Partie ich nur zu Beginn kurz mitgeschnitten habe. Tatsache ist, dass auch hier ein halber Punkt zu Buche steht – und wenn man bedenkt, dass bei Baldur und Eugen das Pendel durchaus auch zu unseren Gunsten hätte ausschlagen können, erscheint das 5,5:2,5 deutlich knapper als die nackten Zahlen zunächst vermuten lassen.

Kurz bevor ich gehe, fragt Marcus noch, ob ich einen Bericht schreiben würde. Wie Ihr seht, habe ich rein schachlich kaum etwas mitzuteilen; aber Marcus wäre es wohl genauso gegangen wie er meinte. Kurz rekapitulieren: Zwei hohe Siege und durchaus Chancen gegen die mit Recht Erstplatzierten in dieser Liga. Da geht sicher noch was. In diesem Sinne wünsche ich weiterhin viel Erfolg und bedanke mich für bisher zwei Gastauftritte, die meine eher mittelmäßige Performance im eigenen Team in etwas milderem Licht erscheinen lassen.

(Florian Bongartz)


Das konnte nicht gutgehen

Im Gegensatz zu Florian wurde ich nicht gebeten, einen Bericht zu schreiben. Ich tue es trotzdem, auch wenn oder gerade weil es hier so manchem wieder nicht passen wird.

›Petra’s Sportsbar‹ heißt jetzt ›Gaby’s‹ (Sportsbar & Biergarten) und der Musiksaal heißt jetzt ›Schulrestaurant‹. Ein Klavier (Pianino) steht da aber auch noch rum.

Die Eidelstedter wie immer in Bestbesetzung, wir – ebenfalls wie immer – müssen mehrere Ausfälle verkraften. Eigentlich unverständlich, dass ausgerechnet in der wichtigsten Begegnung der Saison die Stammspieler reihenweise absagen. Baldur und ich erhalten so wenigstens die Gelegenheit, uns für unsere letztjährigen Niederlagen zu revanchieren, Baldur sogar am gleichen Brett und gegen denselben Gegner.

Die Eidelstedter nutzen den Heimvorteil auf eine weitere Weise, wie ich beim Analysieren der Sitzordnung feststelle. Sie haben so eine Art Kreis gebildet mit den Uhren zur Mitte hin. So weit, so gut. Die Bretter sind allerdings – scheinbar – chaotisch ausgerichtet: Mal sitzen wir links, mal rechts. Das kann nur den Grund haben, dass jeder Eidelstedter die Uhr auf der für ihn angenehmen Seite haben will. Ich habe so etwas in über 30 Jahren noch nicht erlebt. Als bekannt schlechter Verlierer zweifle ich die Zulässigkeit dieser Maßnahme stark an. ;-)

An den Brettern sieht es schnell nicht nach einem Mannschaftssieg für uns aus. Einzig Marcus steht gut und gewinnt auch. Otto hat da bereits eine Figur eingestellt und sich davongestohlen. Max und Florian erzielen jeweils ein mehr oder weniger ungefährdetes Remis. Nun sind alle unsere Weiß‑Partien beendet und es steht 2:2.

Ich stehe gerade ziemlich aussichtsreich, da verpasse ich eine günstige Gelegenheit und lasse stattdessen die Vereinfachung zu, bei der ich durch schlechtes Spiel auch noch einen Bauern verliere. Im Turmendspiel begehe ich dann den letzten Fehler, indem mein König seinen Freibauern aus den Augen verliert. Ich selbst will anschließend ebenfalls nur noch schnell den polnischen Abgang machen.

Zu diesem Zeitpunkt steht Eugen bereits auf Verlust. Er hat sehr optimistisch auf Angriff gespielt, was meiner bescheidenen Meinung nach schon frühzeitig nicht korrekt war. Danach gab es vermutlich kein Zurück mehr. Sein Gegner (meiner vom letzten Jahr) behält anscheinend die Nerven und fährt den ganzen Punkt ein.

Peter meint dann noch zu mir, dass er ebenfalls verlieren wird, aber wahrscheinlich will er mich nur aufmuntern, was zumindest sein Resultat vermuten lässt.

Baldur hingegen steht supergut und sollte doch wenigstens einen persönlichen Erfolg erzielen, auch wenn es der Mannschaft dank Ottos, Eugens und meines Gepatzes nicht mehr helfen wird. Dass ihm dann anscheinend noch ein Fehler unterläuft, kann angesichts der Vorgeschichte nur noch als tragisch bezeichnet werden.

Letztlich tatsächlich eine zumindest unnötig hohe Niederlage, wenn sie aus mehreren Gründen nicht sogar gänzlich vermeidbar gewesen wäre. Unsere Dritte ist meiner Meinung nach so stark, dass sie jederzeit in die Landesliga aufsteigen könnte. Dieses Jahr wird es unserem heutigen Gegner gelingen.

(Thomas Rosien)

↑
↓
4. Runde
01.03.2013 Hamburger SK 6 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Hans‑Jürgen Schulz Ingo Wilms 0 : 1
2 Wolfgang Schulz Marcus Möhrmann 0 : 1
3 Michael Kleiner Eugen Raider 0 : 1
4 Jörn Debertshäuser Otto Klink 0 : 1
5 Rolf Sander Peter Knops ½ : ½
6 Florian Lezynski Max Hort 1 : 0
7 Manfred Prager Alexander Spät 0 : 1
8 Ernst Kunz Thomas Rosien 0 : 1

22.02.2013 Niendorfer TSV SV Eidelstedt 4 : 4
22.02.2013 SK Johanneum Eppendorf 2 Schachfreunde Wedel :
01.03.2013 Hamburger SK 7 SK Union‑Eimsbüttel :
27.02.2013 SV Blankenese FC St. Pauli 3 :

Bericht

Die vierte Runde führte uns zum HSK in die Schellingstraße. Gregor steckte laut Mail in NYC (NYC = Niendorfer Yoga Center?) fest und sagte kurzfristig ab. Dafür rückte Thomas spontan nach (danke!).

Beim HSK liefen mindestens sechs Mannschaftskämpfe parallel! Es ist schon was ganz Besonderes und Schönes, mit so vielen alten Bekannten aus ganz Schach‑Hamburg plötzlich in einem Raum zu sein (nebenbei entsteht dabei auch eine ganz witzige Geräuschkulisse).

Es waren so viele, dass Eugen und ich beim Eintreten in den Spielsaal vor lauter bekannter Gesichter unsere Mannschaft nicht fanden und völlig reizüberflutet erst wieder ins Erdgeschoss gingen, um nach ihr zu suchen.

Gegen unsere Gegner von HSK 6 waren wir auf dem Papier favorisiert. Jedoch lagen Heimvorteil und Erfahrung deutlich auf der Seite unserer Gegner.

Lange nach Anpfiff passierte nichts Ungewöhnliches. Beim Rumlaufen stieß ich unten auf Christian Zickelbein, der mich fragte, ob wir gerade deren Sechste verhauen würden. Dem konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht zustimmen. Es war alles noch offen.

Es ging damit los, dass Thomas unser Jugendtalent Alexander zurechtwies, er möge doch bitte aufhören, so an seinem Tee zu schlürfen (Anm. d. WM: Und ich dachte schon, es wäre Kaffee! Außerdem saß ich direkt daneben. Dass diese Unart bei uns zur psychologischen Kriegsführung eingesetzt wird, ist mir längst klar. Es gehört sich nicht!). Die Stimmung bei Alexander war danach sichtlich abgekühlt und er schien nur noch weg zu wollen. Jedenfalls schob er daraufhin seinen Gegner schnell zusammen und verschwand in die dunkle Nacht. 1:0.

Eugen hatte bereits angekündigt, dass er nach dreimal Schwarz und einer großen Rochade auf dem Punktekonto heute nun endlich mit Weiß mal einen ganzen Punkt einfahren würde. Das tat er dann auch. Mit einer netten taktischen Kombination konnte er seinen Vorteil in einen Sieg an Brett 3 gegen Michael Kleiner ummünzen. 2:0.

Derweil hatte Peter ein Remis‑Angebot von Rolf Sander, was er mit Blick auf den Punktestand gerne annahm. 2,5:0,5.

Ich hatte inzwischen Hans‑Jürgen Schulz zwei Bauern abgenommen und an Brett 2 hatte Marcus’ Gegner 2 Bauern für Initiative in einem scharfen Spanier geopfert. Otto stand optisch auf matt, dafür hatte Jörn Debertshäuser vermutlich zurecht einen Turm investiert, aber die Zeit und Ottos König liefen ihm davon. 3,5:0,5.

An meinem Brett konnte die drohende Bauernumwandlung im Damenendspiel den ganzen Punkt erzwingen. 4,5:0,5. Evtl. bringe ich die Chronologie hier auch gerade etwas durcheinander. Es war glaube ich Otto, der das 4,5 sicherte.

An Brett 6 musste zwar Max kurz darauf gegen Florian Lezynski die Segel streichen, nachdem Springer + Turm gegen Dame einfach zuwenig war, aber dennoch waren die 2 MP sicher und beim Spielstand von 4,5:1,5 konnte ich guten Gewissens die Kurve kratzen (hatte noch Besuch). An Brett 8 hatte Thomas mit Mega‑Läuferpaar und der Kontrolle seiner Schwerfiguren über die h‑Linie eine Traumstellung hergezaubert und bei Marcus hatten sich inzwischen die Damen getauscht und er schien sich einen entfernten Freibauern bilden zu können. Am Samstag las ich dann das Endresultat: 6,5:1,5. Sicherlich etwas hoch, aber der Sieg war in jedem Fall verdient. So lässt sich die Klatsche gegen Eidelstedt doch ganz gut verschmerzen.

In der nächsten Runde darf Alex gegen unsere Nachbarn aus Niendorf gerne wieder seinen Tee schlürfen (Anm. d. WM: … ‽).

(Ingo Wilms)

↑
↓
5. Runde
22.03.2013 Königsspringer Hamburg 3 Niendorfer TSV 7 : 1
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Gerd Putzbach ½ : ½
2 Marcus Möhrmann Heinz Türk ½ : ½
3 Eugen Raider Michael Raddatz 1 : 0
4 Otto Klink Kurt Krotofil + :
5 Max Hort Eggert Lindschau + :
6 Markus Langmann Matthias Weiß 1 : 0
7 Thomas Rosien Erhard Pohl 1 : 0
8 Marc Lohse Ralph Gebel 1 : 0

26.03.2013 FC St. Pauli 3 Hamburger SK 6 :
28.03.2013 SK Union‑Eimsbüttel SV Blankenese :
26.03.2013 Schachfreunde Wedel Hamburger SK 7 :
22.03.2013 SV Eidelstedt SK Johanneum Eppendorf 2 :

Ein wichtiger, aber zu hoher Sieg

Dieser Kampf wurde bereits vor Beginn quasi entschieden: NTSV, die immerhin Eidelstedt einen Punkt abgerungen hatten, baten um Verlegung des Kampfes um eine Woche aufgrund massiver Personalprobleme. Da wir dann aber jene Woche später dasselbe Problem gehabt hätten, hatte Marcus (der mit ›c‹) das Angebot ablehnen müssen. Und so ergab sich der unglückliche Umstand, dass der Niendorfer TSV nur zu sechst antreten konnte und damit die Luft im Prinzip bereits raus war, bevor die Uhren überhaupt angestellt wurden.

Der Kampf selbst hatte dann aber doch jede Menge wechselhafter Partien zu bieten. Wer jetzt liest »7:1, wow, wir haben sie ja richtig weggefegt!«, wird die Partien nicht gesehen haben, die sprachen nämlich eine reichlich andere Sprache. Es gab nur wenige Start‑Ziel‑Siege.

Meine Partie an Brett 1 war zuerst fertig. Beide waren nicht so recht in Form, erst übersah Putzbach eine gute Möglichkeit um mich in Schwierigkeiten zu bringen, dann umgekehrt ich. Die Partie endete so, wie es viele dieser Art tun: In einer dreimaligen Stellungswiederholung und einem Remis. Hätte aber auch ins Auge für mich gehen können.

Bei Thomas sah es ähnlich aus, die Partie waberte zwischen alles und gar nichts hin und her. Am Ende traf Thomas’ Konter ins Schwarze, und so kam er zu seinem zweiten Punkt im dritten Spiel. Auf die hinteren Bretter können wir uns diese Saison wunderbar verlassen; bis auf den »Ausrutscher« gegen Eidelstedt punkten wir bislang an 7 und 8 doppelt! So auch dieses Mal, denn Marc landete an Tisch 8 einen lupenreinen Angriffssieg.

Übrig blieben drei komplizierte Endspiele: Markus (der mit ›k‹) an Tisch 6 hatte ein scheinbar leicht gewonnenes Turmendspiel, Marcus (der mit ›c‹) an Tisch 2 schien Türks Angriff abgewehrt zu haben und in Richtung Figur bis Turm mehr die Partie zu entscheiden. Der Lazaretttisch war an 3 zu finden; sowohl Eugen als auch sein Gegner waren alles andere als fit, opferten sich aber für diesen Kampf auf. Sie hätten sich wohl auch eine einfachere Stellung gewünscht, denn diese hier war hochtaktisch, voller Möglichkeiten und Chancen, verlangte beiden die volle Konzentration ab. Ausgang unklar.

Im Nebenraum ging es dann auch sehr lebhaft zu: »Du, ich glaube Marcus’ Partie wird wieder unklar.« – »Meinst du den mit ›c‹ oder den mit ›k‹?« – »Ähh, den mit ›c‹.« – »Achso.« So bürgerte sich ein, dass es nun weder Marcus noch Markus ohne zusätzliche Buchstabennennung gab.

Der mit ›c‹ jedenfalls hatte nun tatsächlich eine Figur mehr, aber in einem »Turm+Läufer gegen Turm«‑Endspiel nur noch einen Randbauern, blöderweise den mit der falschen Eckfarbe. Es bleibt kompliziert. Bei dem mit ›k‹ fliegen wiederum auf einmal viele eigene Bauern weg und machen das Turmendspiel wieder spannend. Aber da ist doch ein Freibauer auf e6 schon, das muss doch reichen? Niemand blickt mehr durch, alle hoffen.

Mister ›C‹ fügt sich dann, leicht zähneknirschend, ins Remis. Respekt an den Gegner, das war aber auch gut verteidigt! Und gut gemacht von Mister ›K‹, dessen übrig gebliebener Freibauer tatsächlich die Partie zu seinen Gunsten entschied.

Nachdem Mister ›C‹ und ›K‹ schon längst Feierabend hatten, gingen ausgerechnet die beiden Angeschlagenen nahezu über die volle Distanz, weiterhin mit einer Stellung, in der irgendwie alles und nichts zu hängen schien. Chuck Norris hat Angst vor ihnen. Auch hier mit einem guten Ende für uns, obwohl auch hier ein Remis durchaus keine Überraschung gewesen wäre.

Auch wenn es die Burschen unserer Zweiten nicht hören wollen: Wir kämpfen nun um den Aufstieg, denn bei 8 Punkten und einem ganzen Haufen Brettpunkten gibt es da kein Vertun, der Klassenerhalt ist schließlich damit bereits sicher. Ich freue mich schon auf den nächsten Mannschaftskampf, denn in dieser Mannschaft macht es einfach Spaß zu spielen!

(Sven Leiser)

↑
↓
6. Runde
05.04.2013 SK Johanneum Eppendorf 2 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Michael Jürgensen Sven Leiser ½ : ½
2 Mark‑Finn Müller Marcus Möhrmann 1 : 0
3 Daniel Wahl Eugen Raider 0 : 1
4 Carsten Israel Otto Klink ½ : ½
5 Peter Bergfeld Gregor Seifer 0 : 1
6 Malte Kröpsch Peter Knops 0 : 1
7 Thomas Schiller Berfîn Lemke ½ : ½
8 Matthias Biermann‑Ratjen Claus Goetz 0 : 1

12.04.2013 Hamburger SK 6 Niendorfer TSV :
12.04.2013 Hamburger SK 7 SV Eidelstedt 3 : 5
10.04.2013 SV Blankenese Schachfreunde Wedel 6 : 2
09.04.2013 FC St. Pauli 3 SK Union‑Eimsbüttel :

Von Gewinn‑ und Verluststellungen und so

In der sechsten Runde versammelte sich unsere Mannschaft bei SKJE II im altehrwürdigen Wilhelm‑Gymnasium, seines Zeichens Elitegymnasium. So war dann auch das Ambiente, zum Wohlfühlen, wozu unsere Gastgeber zusätzlich beitrugen, indem sie eine rundum angenehme Atmosphäre schufen.

Nicht ganz so angenehm war dann aber unser Spiel für die Pumpe: Eugen landete aus der Eröffnung heraus in einer vermeintlichen Verluststellung, so wie die gegnerischen Türme und Läufer das Brett beherrschten. Marcus’ Stellung indes sah nicht nur so aus, sondern war auch prompt verloren, nachdem er in der Eröffnung Züge verwechselte und sein Gegner einfach mal eine Figur einkassierte. 0:1.

Marcus sagte später dann noch: »Naja, ich wollte dass sich unser Gegner in Sicherheit wiegen wird«, nicht ohne ein Augenzwinkern, dass das ja nur ein Scherz war. Nur, vielleicht war dem wirklich so? Denn auf einmal besserten sich unsere Stellungen spürbar, allenthalben wurde die Gegnerschaft in Verteidigungspositionen gezwungen.

Mein Gegner machte das auch recht gut, sodass ich zwar optisch schön stand, mehr aber auch nicht. Da ich mich an unsere letzte Begegnung erinnerte, in der ich auch optisch schön stand, mehr aber auch nicht, dann überzog und verlor, war ich durchaus zufrieden mit dem mit Marcus’ Erlaubnis eingeholten Spatz in der Hand, sprich halben Punkt.

Meine Einschätzung der restlichen Bretter zu diesem Zeitpunkt, »Viereinhalb, mit viel Luft nach oben«, kam dann auch hin, aber wie so oft anders als gedacht: Otto stand so fett auf Angriff, dass ich, alle im Raum und er selbst dachten: »Jep, Gewinnstellung, geht klar«. Nur, Gewinnstellungen sind manchmal halt doch nicht immer gewonnen, wenn man den Gewinnzug nicht findet, hmpf … ärgerlich für ihn, angenehm für seinen, allerdings wirklich außerordentlich zäh verteidigt habenden, Gegner, sodass auch hier der Punkt geteilt wurde.

Manchmal sind Gewinnstellungen dann aber doch gewonnen. Und so war Claus außerordentlich schnell fertig, er hatte schlicht matt auf dem Brett und damit den ganzen Punkt. Auch Peter hatte einen entspannten Abend, das Materialplus wurde immer mehr, da gab es nix zu meckern.

Wer fehlt noch? Genau, Gregor! Sein Gegner opferte eine Figur für zwei Bauern, aber ohne Kompensation. Gewinnstellung? Ja, dachten alle, Klotz ist Klotz und so. Er gewann, die Analyse des Endspiels sorgt aber nun dafür, dass Frank sicher viel Freude daran haben wird es auseinanderzupflücken. Ob das hätte ins Auge gehen können, war zur späten Stunde nicht mehr zuverlässig zu klären, dass es spannend hätte werden können aber auf jeden Fall.

Die ruhigste Partie hatte Berfîn. Die Angriffsversuche des Gegners erstickte sie im Keim, stand immer etwas besser, und machte dann auch remis. Bei ca. 100 Punkten DWZ‑Rückstand darf man das ja wohl nun wirklich als ordentliches Ergebnis verbuchen, Glückwunsch!

Einer fehlt noch: Genau, Eugen! Seine Verluststellung endete im … Sieg. Jawohl, Sieg! Die Zeitnot des Gegners half sicher mit, die Partie beweist dennoch bestens, dass Gewinnstellungen hin und wieder sogar verloren sein können.

Unterm Strich kann man da nur sagen: Ein verrückter Mannschaftskampf war das. Angesichts des wirklich sympathischen Auftretens der Gastgeber ist es ein wenig schade, sie dem Abstieg damit etwas näher gebracht zu haben. Auf der anderen Seite geht es für uns nun einmal darum, nach oben zu gucken. Also hilft’s nix, zwei wichtige Punkte mitgenommen, erneut mit einer guten Brettpunktausbeute.

So kann es gerne weitergehen!

(Sven Leiser)

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7. Runde
26.04.2013 Königsspringer Hamburg 3 Hamburger SK 7 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser André Hold 0 : 1
2 Ingo Wilms Henning Fraas 1 : 0
3 Marcus Möhrmann Norbert Schumacher 0 : 1
4 Eugen Raider Dr. Madjid Emami 1 : 0
5 Otto Klink Raimund Klein 1 : 0
6 Gregor Seifer Uwe Kröncke 1 : 0
7 Max Hort Dr. Tonio Barlage 0 : 1
8 Claus Goetz Michael Kurth 0 : 1

25.04.2013 SK Union‑Eimsbüttel Hamburger SK 6 :
16.04.2013 Schachfreunde Wedel FC St. Pauli 3 :
19.04.2013 SV Eidelstedt SV Blankenese 5 : 3
19.04.2013 Niendorfer TSV SK Johanneum Eppendorf 2 5 : 3

Unentschieden und doch nicht gewonnen

Unser direkter Aufstiegskonkurrent Eidelstedt hatte es ja eigentlich schon vorgemacht: Einfach 3:3 spielen, während zwei der Gegner nicht erscheinen, und damit dann doch noch zwei Zähler einfahren.

Anfangs schien uns dasselbe »Schicksal« zu blühen, waren doch drei HSK‑Bretter verwaist, während wir nur eines frei ließen zu Beginn des Kampfes. Es fanden sich dann aber doch alle Spieler ein, und so begann ein außerordentlich interessanter Kampf.

Der mit zwei Eröffnungssiegen eingeläutet wurde: Ich »fand« im 9. Zug zwei Fragezeichen, später in bereits sehr schlechter Stellung weitere zwei. Angriffssieg für Hold, genauso wie Eugen unsererseits, der ebenfalls einen Start‑Ziel‑Sieg einfuhr. Ebenso eindeutig schien Marcus’ Partie zu sein, die Schlussstellung jedenfalls suggeriert, dass er ebenfalls überrannt wurde. 1:2 also. Es gibt schönere Zwischenstände.

Alle anderen Partien standen auf Messers Schneide. Tatsächlich erzählte mir nahezu jeder Mannschaftskollege, dass die Partie auch andersherum hätte ausgehen können! Na dann …

Ingo meinte, dass er eigentlich »platt stand«. Merkte man nicht viel davon, zwei Figuren gegen einen Turm sprangen beim »Plattstehen« heraus, er verwertete es auch gut für den 2:2‑Ausgleich. Gregor hatte eine entspannte Partie, wie sein Sieg heraussprang, kann ich leider grade nicht eruieren. Sei’s drum, Punkt ist Punkt. 3:2.

Blieben noch unsere »Bank« Brett 7 und 8 – man erinnere sich, bislang waren das fast ausnahmslos zwei Einsen – und Otto übrig. Max quälte sich in seiner Partie sichtlich. Er stand immer etwas schlechter, verteidigte sich durchaus gut, um dann aber leider in der Zeitnotphase etwas zu übersehen und den ganzen Punkt herüber reichen zu müssen. 3:3.

Die letzten beiden Partien laufen dann eindeutig unter »Schaaade«.

Denn Ottos Stellung war zwar ob ungleichfarbiger Läufer remisverdächtig, aber letztlich dann doch verhältnismäßig problemlos gewonnen. Super abgeschätzt und gespielt! Für mich die Partie des Tages!

Claus, unser harter Aufschlag an Brett 8, war leider nur bis kurz vor Schluss seiner Partie einer: Im Bauernendspiel für einen anderen Bauernzug entschieden, und schon ging es andersherum. Ärgerlich. Für ihn, für uns, für alle. Denn das bedeutete das 4:4 und einen liegengelassenen Punkt.

Aber, wie sagt man so schön? – Shit happens! Da der beste Zweite beider Staffeln ebenfalls aufsteigt, ist damit noch gar nichts passiert: Wir haben schließlich im Vergleich zur Weissen Dame in der anderen Staffel zwei Brettpunkte Vorsprung!

Also heißt es, in den nächsten beiden Kämpfen noch einmal richtig zu beißen und ordentlich ’was zu wollen, dann klappt das schon.

Es braucht ja schließlich nicht jeder Kampf so unglücklich zu verlaufen wie dieser hier.

(Sven Leiser)

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8. Runde
29.05.2013 SV Blankenese Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Vereinshaus THCC Rot‑Gelb, Hemmingstedter Weg 140, 22609 Hamburg

1 Berthold Riering Sven Leiser 0 : 1
2 Stefan Wolff Marcus Möhrmann 1 : 0
3 Slobodan Obreht Eugen Raider 0 : 1
4 Holm Schröder Gregor Seifer 0 : 1
5 Marcus Scheele Alexander Spät ½ : ½
6 Bernd‑Holger Meister Henry Steinfeldt ½ : ½
7 Volker Schilling Björn Frontzek 0 : 1
8 Alfred Manke Marc Lohse ½ : ½

31.05.2013 Hamburger SK 6 SK Johanneum Eppendorf 2 5 : 3
31.05.2013 Hamburger SK 7 Niendorfer TSV 6 : 2
28.05.2013 FC St. Pauli 3 SV Eidelstedt :
30.05.2013 SK Union‑Eimsbüttel Schachfreunde Wedel 6 : 2

Tabellenführung!

Nach dem kleinen Rückschlag gegen den HSK 7 zuvor schien es zuerst einmal auch dieses Mal eine schwierige Aufgabe zu werden, mussten wir doch gleich vier Stammkräfte ersetzen.

Der Spielverlauf sprach dann aber eine gänzlich andere Sprache: Nach nicht einmal 2 Stunden waren bereits drei Bretter beendet, mit einem 3:0 für uns! Eugen und Gregor führen mit Kurzsiegen ihre phänomenale Serie von 5 Siegen am Stück bzw. bislang 100 % am Brett fort, während ich nach einer Ungenauigkeit meines Gegners in der Eröffnung bereits im 5. Zug ebenfalls einen entspannten Abend hatte.

Beinahe hätte es zu diesem Zeitpunkt sogar 4:0 gestanden, wenn Alexander nicht (Achtung, schlechter Wortwitz!) zu Spät (was ein Brüller, nicht?) ein ärgerliches Zwischenschach des Gegners gesehen hätte. So wurde aus der Kurzpartie eine lange, die dann im Remis endete.

Kleine Sorgenfalten entfleuchten mir dann noch, als ich den Rest der Partien betrachtete: Marcus’ Figurenopfer schien er dieses Mal ohne Kompensation ausprobieren zu wollen, aber na gut, er wehrt sich. Ebenso hinten stand Marc, irgendwas zwischen Damenfang und Matt schien sich abzuzeichnen, aber auch er wehrt sich. Björn braucht sich nicht zu wehren, er stand gut, dafür zeichnete sich körpersprachlich ein wenig ab, dass er keine Idee hat, wie er da durchkommen soll.

Die beiden letztgenannten Partien fanden dann ein unerwartet schnelles Ende: Marcs Partie endete im Dauerschach, während Björns Gegner tatsächlich noch eine Remisstellung aufs Brett zaubern konnte, dafür dann aber im 39. Zug doch ’n Sekündchen mehr als erlaubt nachgedacht hatte und Björn trocken »Zeit« flüsterte.

Mir tat unser Kapitän Marcus ein wenig leid, dass sich seine Untertanen allesamt von dannen machten, während er sich noch mit der Minusfigur im Endspiel quälte, zumal er es dann doch bei aller Zähigkeit verlor. Aber er weiß nun erneut, dass er sich auf uns verlassen kann, denn mit diesem Sieg haben wir nichts weniger als die Tabellenführung zurückerobert!

Die nächste Runde kann man nun mit Fug und Recht als »High Noon« bezeichnen: Wer den nächsten Kampf gewinnt, wir oder St. Pauli 3, der hat den Aufstieg sicher (na gut, St. Pauli braucht trotzdem noch ein bisschen Schützenhilfe), wer verliert erntet mit großer Wahrscheinlichkeit nur Blech. Sollte UNE gegen Wedel gewinnen, haben zur letzten Runde nicht weniger als vier Mannschaften eine Chance auf den direkten Aufstieg!

Wir haben zwar die besten Karten aller vier, reicht uns doch ein 4:4. Ha, reimt sich! Aber, wer bitte will hier denn kleinlich sein? Alles geben, Blut, Schweiß und Tränen möchte ich die nächste Runde sehen, Freudentränen gefälligst! Lasst uns dran glauben und auch so spielen, dass wir es packen, wir schaffen das! Auf Landesliga nächstes Jahr mit dieser wunderbaren Mannschaft, in der es mir eine Ehre ist, in ihr zu spielen. Glückauf!

(Sven Leiser)

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9. Runde
07.06.2013 Königsspringer Hamburg 3 FC St. Pauli 3 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Alvaro Perez de Miguel 1 : 0
2 Marcus Möhrmann Jörg Bathke 0 : 1
3 Eugen Raider Victor Antunes 0 : 1
4 Otto Klink Andreas Verweyen ½ : ½
5 Gregor Seifer Günter Schroeter 0 : 1
6 Peter Knops Hans‑Joachim Kehr 1 : 0
7 Max Hort Gisbert Jacoby ½ : ½
8 Florian Bongartz Rüdiger Breyther ½ : ½

11.06.2013 Schachfreunde Wedel Hamburger SK 6 :
07.06.2013 SV Eidelstedt SK Union‑Eimsbüttel :
07.06.2013 Niendorfer TSV SV Blankenese :
07.06.2013 SK Johanneum Eppendorf 2 Hamburger SK 7 :

Satz mit x, aber erhobenen Hauptes – 9. Runde mit Saisonrückblick

Der Aufstiegskampf gegen St. Pauli 3 am letzten Spieltag durfte sich auch fürwahr so nennen: Dafür sorgte alleine schon unser Gegner, der neben dem Spanier Perez de Miguel an 1 noch an 7 und 8 die Granaten Jacoby und FM Breyther aus dem Hut zauberte. Hat es überhaupt schon einmal in der Stadtliga an Tisch 8 einen Fide‑Meister gegeben? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern.

Demzufolge war unsere Marschrichtung auch vorgegeben: An den genannten Brettern irgendwie, wenn überhaupt, überleben, an den restlichen müssen die Punkte her. Unentschieden reicht schließlich für den Aufstieg, also Augen zu und durch. Auch wenn wir im Schnitt 127 (!) DWZ‑Punkte Rückstand zu beklagen hatten, Bangemachen galt nicht!

Der einzige Spieler mit DWZ‑Vorsprung unsererseits war Peter. Er löste diese Aufgabe auch souverän und brachte uns mit 1:0 in Front.

Das war’s dann aber auch mit der Herrlichkeit: Marcus sah noch gut aus, ansonsten verspürten wir alle ordentlichen Gegenwind. Was Wunder. Als Marcus dann nach eigentlich für ihn glänzend verlaufener Eröffnung in einen verheerenden Gegenangriff lief und verlor, sah es mindestens so finster aus wie seine Miene: Dass er den Minustrend der zweiten Hälfte der Saison auch in der letzten Runde nicht stoppen konnte, wird ihn selbst sicher am meisten wurmen. Schade, dass Ingo nicht spielen durfte, er hätte Marcus die eigentlich wirklich wohlverdiente Pause geben können, denn Marcus hat uns als Mannschaftsführer absolut vorbildlich betreut, da hätte er sie auch durchaus verdient gehabt. Vielen Dank an ihn, seine große Ruhe und sein Engagement dabei, selbst kurzfristige Ausfälle noch ersetzt zu bekommen, war aller Ehren wert! Marcus ist der Chef bei uns, und das ist auch gut so. Ohne Wenn und Aber.

Nun ja, hätte, wäre, könnte. Wir hatten einen starken Gegner und der lehrte uns Mores.

Allerdings anders als gedacht: Fide‑Meister an Tisch acht? War Florian doch egal! Er remisierte, und das bei satten 549 DWZ‑Punkten Rückstand. Das soll ihm jemand erst einmal nachmachen. Max hatte »nur« derer 251 Rückstand zu beklagen, sein Unentschieden aus nicht eben einfacher Stellung heraus sorgte aber, zu Recht, ebenfalls für Hoffnung.

Ausgerechnet unsere beiden Topscorer erwischten aber leider einen rabenschwarzen Tag: Gregor verwechselte eine Variante, stand mit dem Rücken zur Wand, kam wieder einigermaßen heraus, um dann dem Druck des Gegners doch Tribut zu zollen, während Eugen nach einem durchgekommenen Sturmangriff des Gegners deprimiert konstatierte, dass er nun doch »richtige Eröffnungen« lernen wolle. Na, dann bin ich mal gespannt.

Otto fand sich in einem totremisen ungleichfarbigläuferigen Endspiel wieder. Zwar musste er sich von seinen Mannschaftskollegen noch anhören lassen, dass er mindestens 100 Züge zu früh remis gemacht hätte angesichts dessen, dass es der Sieghalbpunkt für die Gegner war, aber ich glaube dann doch mal dran, dass das Ergebnis, so bitter es für uns auch ist, schon in Ordnung ging.

Tja, und ich? Stand erwartungsgemäß aus der Eröffnung heraus unter Druck, musste haufenweise »einzige Züge« finden die mir auch gelangen, sodass ich »nur« mit einem Minusbauern inklusive Kompensation im Endspiel landete. Eine Unachtsamkeit meines Gegners in Zeitnot erlaubte mir einen garstigen Konter, den ich gerne zur Taktiktraining‑Schulung weiterreiche, jedenfalls gewann ich die Partie gegen den bis dato Überflieger der Liga! Hat mir viel Schulterklopfen beschert, freut mich natürlich. Aber nicht wirklich, weil ich gerne mit dieser wirklich sympathischen Dritten aufgestiegen wäre! Glückwunsch aber an unseren Gegner, der als bester Zweiter der Stadtligen nun aufsteigen wird, er hat es sich gegen uns redlich erkämpft. Da sieht man mal wieder, dass alles anders kommen kann als man denkt, weder Eidelstedt noch wir haben es geschafft, obwohl immer eine von beiden Mannschaften die Saison über ganz oben stand.

Zum Saisonrückblick, sortiert von hinten nach vorne.

Unsere Ersatzbank hat sich dieses Jahr sehr gut gemacht: Wenn alle Ersatzspieler zusammengenommen ein DWZ‑Plus von knapp 300 Punkten verbuchen, kann die Saison nicht so schlecht gewesen sein. Herausragend Alexander Spät und Florian Bongartz, auch Claus Goetz und Marc Lohse werden sicher ein Lächeln im Gesicht unterm Strich ob ihrer Ergebnisse bei uns haben. Björn Frontzek, Berfîn Lemke und Henry Steinfeldt spielten bei uns nur eine Partie, die aber überaus ordentlich, da gibt’s nix zu meckern! Baldur denkt sicher eher ungern an seinen Einsatz zurück, Thomas an seinen ersten sicher auch, die zwei weiteren waren aber ein wichtiger Puzzleteil unserer Demonstration der Stärke an den hinteren Brettern. Vielen Dank noch einmal an alle für ihren Einsatz, Ihr habt uns sehr geholfen!

Max wie Peter haben eine eher durchwachsene Saison zu beklagen: Eigentlich lief es ja gar nicht mal schlecht, in der letzten Runde zeigten sie noch einmal beide, was sie drauf haben, aber der Gegnerschnitt zuvor war leider ernüchternd. Eine Saison, die in Ordnung war, keine Frage – aber ich glaube bei beiden: Da geht noch was. Nächstes Jahr, nächstes Glück.

Tja, Gregor und Otto. Was soll ich dazu sagen? Gregor hatte leider ganz am Schluss und Otto im wichtigen Kampf gegen Eidelstedt jeweils einen schwarzen Tag, ansonsten waren und sind sie aber wichtige Stützen der Mannschaft! Ohne sie wären wir erst gar nicht in die »Verlegenheit« gekommen, um den Aufstieg mitzuspielen. Ich hoffe, beide nächstes Jahr wieder an Bord begrüßen zu dürfen (ja, auch du, Otto!).

Kurz mal ein wenig die »Chronologie« aufgebrochen: Sowohl Shreyas als auch Guido spielten wirklich wichtige Partien für uns. Mehr als drei für beide insgesamt können es nächste Saison aber gerne werden, dann wird es nämlich was mit dem Aufstieg nächstes Jahr! So!

Eugen und Marcus werden sich beide fragen, was da eigentlich dieses Jahr passiert ist: Marcus startete unglaublich, ich dachte tatsächlich, dass er diese Saison einfach mal alle umpflügt da oben. Dass den 3,5/4 gegen nicht mal eben schlechte Gegner eine Nullrunde folgt, wird er selbst am wenigsten fassen können. Schade für ihn, aber na und, manchmal gibt es halt so einen »Minuslauf«. Bei Eugen war es genau umgekehrt, nach der großen Rochade hatte ich schon Angst um ihn, dann machte er Punkt um Punkt, irre! Wer jetzt sagt »Hey, aber gegen St. Pauli hast du doch nicht …«, der kriegt es mit mir zu tun, fünf am Stück, also »five in a row« muss erst einmal jemand hinkriegen, basta!

Bleiben noch Ingo und ich.

Ingo spielte bärenstark, ohne Wenn und Aber. Bin dafür, dass er nächste Saison erst gar nicht im Ersatz irgendwo weiter oben aufgestellt ist, damit er uns die ganze Zeit erhalten bleibt, denn mit ihm an 2 muss sich jeder unserer Gegner warm anziehen, die steife Brise unsererseits hätte ich gerne an dem Brett!

Ich selbst kann ebenfalls auf eine recht gute Saison zurückblicken. Es hat mir große Freude bereitet, mich erfolgreich mit so erfahrenen Haudegen wie Förster, Putzbach, Jürgensen oder Perez de Miguel zu messen. Einzig die Pleite gegen Hold passt da ins gute Ergebnis nicht so recht hinein, aber irgendwas ist ja immer, ne?

Unterm Strich kann ich mich nur wiederholen: Es hat mir großen Spaß gemacht, in dieser Mannschaft zu spielen. In ihr passt einfach die Stimmung, egal wen wir aufgestellt haben. Die Aufstiegsambitionen ergaben sich fast wie von selbst, wir spielten wunderbar gelassen mit großer Freude auf und freuten uns über jeden Sieg, als wäre es unser erster der Saison. Toll.

Wer so entspannt und dennoch hochmotiviert jeden Kampf angeht, der darf auch gerne aufsteigen. Was wir nächste Saison dann auch tun werden. Ihr seid doch sicher derselben Meinung, nicht wahr?

Insofern: Auf eine tolle nächste Saison, mit genauso viel Freude am Schach! Es ist und bleibt mir eine Ehre, in dieser Mannschaft spielen zu dürfen.

(Sven Leiser)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/13-ksh3.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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