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www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 1 · Oberliga‑Nord, Staffel Nord 2012/13
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 5 5 5 4 4 38,0 14
2. Preetzer TSV 3 5 4 5 42,5 13
3. SG Turm Kiel 3 3 4 3 43,5 11
4. Hamburger SK 3 5 4 7 6 42,5 11
5. Königsspringer Hamburg 3 4 3 6 6 39,0 11
6. SC Diogenes Hamburg 4 4 39,5 10
7. Schachfreunde Hamburg 3 5 5 7 38,5 10
8. SSC Rostock 07 2 4 1 1 4 6 26,0 4
9. Schwarzenbeker SK 4 3 2 2 4 4 26,5 3
10. SC Agon Neumünster 2 2 4 24,0 3
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↓
Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Ilja Rosmann
H A H A H A H A H
SZB
 
PRE
 
SRO
2
SKJ
 
HSK
3
TUK
 
DIO
 
NMS
 
SFR
 
1 Lamprecht, Frank ½ 0           ½ 0
2 Pajeken, Wolfgang 1 1 ½ 1     ½    
3 Buhr, Carl‑Christian, Dr.                  
4 Rosmann, Ilja ½ 0 ½ ½ ½ ½ ½ 1 0
5 Zimmermann, Julian   ½ ½   ½ 0 ½ 1 ½
6 Hess, Christian   1 1 ½   ½ ½ ½  
7 Schmidt, Jan Peter, Dr. 1                
8 Lindner, Daniel               1  
9 Stanau, Guido   0 ½ 0 ½ 0     ½
10 Lampe, Jörg, Dr. 1 1 ½ ½ 1 1 1 ½ ½
11 Wagner, Friedrich, Dr.       ½ ½   ½    
12 Bruhn, Boris 0 ½ ½   0 ½ ½   ½
13 Borgmeyer, Max 1   ½ 0 ½   ½   1
14 Cremer, Jochen               1  
15 Wilms, Ingo         1 1   ½ 0
16 Harder, Clemens       0          
17 Pfreundt, Jakob                  
18 Spät, Alexander 1         0      
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1. Runde
14.10.2012 Königsspringer Hamburg Schwarzenbeker SK 6 : 2
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Wolfgang Krüger ½ : ½
2 Wolfgang Pajeken Dennis Wilde 1 : 0
3 Ilja Rosmann Dr. Lars Braubach ½ : ½
4 Dr. Jan Peter Schmidt Joschka Marx 1 : 0
5 Dr. Jörg Lampe Bernd Westphal 1 : 0
6 Boris Bruhn Heiko Kitschke 0 : 1
7 Max Borgmeyer Jörg Zeller 1 : 0
8 Alexander Spät Klaus‑Dieter Kühl 1 : 0

14.10.2012 Hamburger SK 3 Schachfreunde Hamburg :
14.10.2012 SG Turm Kiel SK Johanneum Eppendorf :
14.10.2012 SC Diogenes Hamburg SSC Rostock 07 2 :
14.10.2012 SC Agon Neumünster Preetzer TSV :

Verdienter Sieg

Um 10:25 Uhr betrat Ilja als neuer Mannschaftsführer unsere Spielstätte. Die neuen Pflichten haben ihn zu diesem Schritt bewogen. Sehr zufrieden stellte er jedoch fest, dass kaum was zu tun war. Martin hatte am Vortag die Uhren inklusive einer Ersatzuhr zusammengestellt (Danke!), Tische waren auch schon richtig platziert, sodass das Einschalten der Heizung fast schon die wichtigste Aktion war. Dann kam bereits der Schiedsrichter und hat alle Uhren noch mal überprüft. Boris kam auch sehr früh und kümmerte sich um Kaffee (Danke!). Anschließend haben sie noch den sehr instabilen Tisch von Wolfgang getauscht, der steht jetzt im Spielsaal links vor der Schiebetür. Da müssen wohl paar Schrauben angezogen werden. Gäste waren auch sehr pünktlich, wie auch die restlichen Spieler unserer Mannschaft: 10 vor 11 waren schon alle wichtigen Personen anwesend.

Zum Spielverlauf: In der ersten Runde hatten wir den Schwarzenbeker SK zu Gast. Wir waren auf dem Papier klar favorisiert, vor allem konnten wir mit unserem Alphatier Frank mächtig Eindruck walten lassen. Die Eröffnungsphase verlief sehr klassisch – Schwarz‑Spieler standen etwas gedrückt und verbrauchten Zeit, Weiß‑Spieler dafür alle schnell im Vorteil, zum Teil sogar deutlich. Am schnellsten stand Alex sehr gut – seine Vorbereitung mit Boris während der Herbstreise hat sich ausgezahlt. Alex gewann schnell Qualität und umschiffte anschließend die ihm gestellten Hindernisse. Jan fand sich schnell in einem klassischen und klassisch guten c3‑Siz wieder. Der festblockierte Isolani auf d4 wurde nach dem Springertausch auf c3 in die beweglichen hängenden Bauern transferiert. Der Durchbruch c4 und dann d5 entschied die Partie. Frank erreichte klassische Karlsbader Struktur, wobei sein Gegner einerseits angriffslustig lang rochierte, dies jedoch mit einem Remisangebot verband. Da sich ein gutes Gesamtbild abzeichnete, nahm Frank im Sinne der Mannschaft das Angebot an. Wolfgang nutzte seinen Entwicklungsvorsprung und setzte seinen Gegner im Damen‑losen Mittelspiel unter Druck. Sein Opponent konnte die ihm gestellten Probleme nicht lösen. Etwas tragisch beendete Boris seine Partie. Aus der Eröffnung sehr gut herausgekommen (offener Siz), hat er den Gegner zusammengefaltet, dass Schwarz praktisch nichts Sinnvolles mehr ziehen konnte. Verschiedene Pläne waren möglich, Boris versuchte mit einem Opfer effektvoll zu gewinnen – dabei leider einen einzigen, aber ausreichenden Verteidigungszug übersehen. Wir schieben das auf die seit 1,5 Jahren fehlende Turnierpraxis. Ilja fand sich in einem Franzosen‑Abtausch wieder. Dabei hat er einerseits versucht, mögliche Probleme zu umgehen, und andererseits seinen Gegner vor möglichen Problemen zu stellen. Dies führte zu einem relativ hohen Zeitverbrauch, die Bemühungen spiegelten sich jedoch in der Stellungsbewertung nicht wieder. Schließlich endete die Partie wie wohl die meisten Abtausch‑Franzosen. Jörg entwickelte aus seiner Stellung einen nach menschlichen Gesichtspunkten unhaltbaren Angriff, Max kam mit Hilfe seines Gegners aus der Maroczy‑Zange heraus und gewann anschließend ebenfalls. Alles in allem gerechtes Ergebnis, die richtige Prüfung wartet bereits in der nächsten Runde.

(Ilja Rosmann)

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2. Runde
11.11.2012 Preetzer TSV Königsspringer Hamburg 4 : 4
11:00 Uhr, PTSV‑Sportheim, Lindenstr. 37, 24211 Preetz

1 Steffen Pedersen Frank Lamprecht 1 : 0
2 Karsten Rasmussen Wolfgang Pajeken 0 : 1
3 Rasmus Skytte Ilja Rosmann 1 : 0
4 Frank Schwarz Julian Zimmermann ½ : ½
5 Kai Reinecker Christian Hess 0 : 1
6 Andreas Plüg Guido Stanau 1 : 0
7 Kai Junge Dr. Jörg Lampe 0 : 1
8 Giso Jahncke Boris Bruhn ½ : ½

11.11.2012 Schachfreunde Hamburg Schwarzenbeker SK :
11.11.2012 SSC Rostock 07 2 SC Agon Neumünster 6 : 2
11.11.2012 SK Johanneum Eppendorf SC Diogenes Hamburg :
11.11.2012 Hamburger SK 3 SG Turm Kiel 5 : 3

Ein leistungsgerechtes Unentschieden

Trotz einigem Hin und Her in Aufstellungs‑ und Treffpunktfragen gab es auf der Hinfahrt keinerlei Probleme. Hatten letztes Mal noch ganze Waschmaschinen einfach so auf der linken Spur Richtung Preetz gelegen (kein Scherz, war wirklich so, haben aber rechtzeitig noch die Spur Wechseln können), hat sich mein Navi diesmal einen echt schnellen Weg einfallen lassen. Dass das Auto von Ilja nun einen völlig anderen Weg zum Zielort gewählt hat, mag evtl. an der Einstellung ›kürzester Weg‹ statt ›schnellster Weg‹ gelegen haben …

Am Spielort angekommen, durften wir feststellen, dass die Preetzer mit ihrem nominell fast stärkst möglichem Team aufliefen. Aber es gab auch gratis Kaffee und belegte Brötchen als zweites Frühstück, was mich schonmal sehr zuversichtlich stimmte.

An den Brettern sah es zunächst recht unübersichtlich aus. Frank hatte eine leicht angenehmere Stellung erreicht, es schien aber nicht viel los zu sein. Wolfgangs Caro‑Kann‑Variante war schnell so unübersichtlich, dass ich keine Ahnung hatte, wer eigentlich besser steht, zumal von beiden Seiten eine Menge Zeit investiert wurde. Viel Zeit wurde auch von Ilja an Brett 3 um das Mehr‑Tempo im c3‑Siz in einen andren Vorteil zu transformieren. Jule ist wohl selten so schlecht mit Schwarz (gegen Schwarz mit Weiß) gegen einen Willie‑Aufbau aus der Eröffnung gekommen. Dafür konnte Christian seinen Gegner schnell auf unbekanntes Terrain locken mit einer Art Wolga im Anzug (nicht im doppelten Sinne gemeint). Guido hatte wohl die größte Elo‑Differenz zu seinem Gegner vorzuweisen, davon sah man am Brett allerdings erst mal nicht so viel, eine solide ausgeglichene Stellung wurde erreicht. Mein Gegner ist in der Eröffnung schnell auf einen Bauern losgegangen; da das Schlagen jedoch taktisch gescheitert wäre, entpuppte sich der Versuch als ein Verlust von 2–3 Tempi. Und das ist im Aljechin eine ganze Menge mit Schwarz. Boris hatte schnell ein Endspiel mit zwei Läufern, aber dafür auch eine strukturelle Schwäche als Doppelbauern, erhalten, nachdem im Engländer der Schwarzfelder in der Garage geparkt wurde. Das Endspiel sollte sich dynamisch die Waage halten.

Dann ging es auch schon hoch her. Frank konnte wohl recht einfach einen gegnerischen Mittelbauern mitnehmen, was aber beide Spieler am Brett einfach nicht gesehen hatten. Danach gab’s ein Remis‑Angebot von Pedersen, aber Frank lehnte guter Dinge ab. Wolfgangs undurchsichtiger Caro‑Kann entpuppte sich als ausgezeichnetes Spiel für Schwarz, der wohl zum einen die Theorie ein wenig präsenter als der Gegner hatte als auch einen kleinen Fopp landen konnte. An Iljas Brett schien es eine klare Angelegenheit zu werden, Skytte war völlig im Sack, ob nun langsam positionell oder hier oder da ein Figurenopfer, in der nachträglichen Analyse schien einfach alles für Weiß zu gewinnen. Jules Stellung hat sich von total unterentwickelt zu strukturell gedrückt mit schlechtem Läufer gewandelt, ohne Chancen auf irgendein Gegenspiel in den nächsten 30 Zügen. Christian brachte noch ein paar nette Ideen mehr aufs Brett und sah sich mit einer äußerst angenehmen Stellung belohnt. Bei Guido war immer noch nicht so viel los, während die Stellung von meinem Gegner immer weiter den Bach runterging. Boris hatte in der Zwischenzeit ein wenig zu viel gegnerischen Raumgewinn zugelassen, zumal Giso’s Springer sich nun auf einem starken Feld behaupten konnte.

Dann ging alles recht fix, ich habe nicht genau mitbekommen in welcher Reihenfolge die Ergebnisse fielen. Frank hatte irgendwie verloren, stand aber vorher eigentlich ganz gut. Wolfgang konnte den Sack auch schön zumachen, kein Dauerschach war für den Gegner mehr drin, und hat seinen zweiten Punkt eingetütet. Ilja hat ein paar Züge zu spät zum Figurenopfer angesetzt, das ging leider einfach nicht, und so gab es an diesem Brett eine Null. Christian hat den Punkt auch sicher nach Hause gefahren. Guido hat in ausgeglichener Stellung leider in Zeitnot einen Turm und damit die Partie eingestellt. Dafür konnte ich meinen Gegner niederringen, der nach den anfänglichen Tempo‑Verlusten eigentlich nie mehr ins Spiel gekommen ist. Genau zwei fehlen noch, Boris und Jule, beim Stand von 3:3, beide Stellungen eher eine Ecke schlechter. Jule wurde für seine zähe Verteidigungsleistung mit einem halben Zähler belohnt, aber ob »Ah, jetzt weiß ich endlich, was ich gegen Willie‑Aufbau spielen muss …« die Quintessenz dieser Partie ist, sei einmal dahingestellt. Boris’ Finish habe ich nicht gesehen, aber die Stellung schwankte wohl von remis auf jeden Fall, total verloren, total gefoppt, auf einmal ’nen Bauern mehr, und dann remis, ich denke ein faires Ergebnis – wie dann auch der Ausgang des Mannschaftskampfes mit 4:4.

Auf der Rückfahrt wurde noch über verschiedene Motivationen im Mädchenschach diskutiert, Dauerschachs weganalysiert, sich auf die Schulter geklopft; abschließend im Hopi gespeist und spannende Themen wie attraktive Open, zweite Bundesliga, sowie hungrige Jung‑Senioren im Allgemeinen gestreift.

(Jörg Lampe)

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3. Runde
25.11.2012 Königsspringer Hamburg SSC Rostock 07 2 :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Wolfgang Pajeken Max Weber ½ : ½
2 Ilja Rosmann Gunnar Engel ½ : ½
3 Julian Zimmermann Viktor Pererva ½ : ½
4 Christian Hess Dr. Ingolf Hodl 1 : 0
5 Guido Stanau Jörg Sonnenberger ½ : ½
6 Dr. Jörg Lampe Kirsten Jeske ½ : ½
7 Boris Bruhn Ole Celmer ½ : ½
8 Max Borgmeyer Thomas Mangold ½ : ½

25.11.2012 SG Turm Kiel Schachfreunde Hamburg 3 : 5
25.11.2012 SC Diogenes Hamburg Hamburger SK 3 4 : 4
25.11.2012 SC Agon Neumünster SK Johanneum Eppendorf :
25.11.2012 Schwarzenbeker SK Preetzer TSV 3 : 5

Nochmal gut gegangen – ein dreckiger Zweier am Totensonntag

Am Vortag fand die Jugendvereinsmeisterschaft im Clubheim statt, daher waren schon alle Bretter und Uhren aufgebaut für den Kampf der ersten Mannschaft gegen die Zweite vom SSC Rostock.

Entsprechend beschäftigungslos war Mannschaftsführer Ilja, aber er fand ein neues Aufgabenfeld in der Küche, indem er den Kühlschrank abschaltete, er war also gewissermaßen unser »Abtaun‑Boy«.

Pünktlich um 10:45 Uhr waren alle Gegner schon da, von uns fehlten noch die Hälfte der Spieler, das könnte noch besser werden. Spätestens 11:00 Uhr sollten doch alle da sein, hoffentlich.

Die Gegner waren im Schnitt deutlich jünger als unser Team und vom DWZ‑Schnitt waren wir klar favorisiert. Leider führte das zu so einer Art Fahrlässigkeit unsererseits, die fast bestraft worden wäre. Außerdem spielten viele der Gegner den »Catenaccio«, also solide auf remis. Diese Taktik hätte uns fast Mannschaftspunkte gekostet.

Zum Verlauf also: Nach mir war ziemlich fix Guido fertig, der mit kreativer Eröffnungsbehandlung anrüchig stand, aber es tauschte sich eine Menge Material und es endete remis. Und auch bei Jörg an Brett 6 gab es nach einigen Versuchen von Jörgs Seite eine Punkteteilung. 1,5:1,5 also. Denn: In meiner Partie war nicht viel los, bei ungleichfarbigen Läufern hatte ich mit Schwarz nach zwei Stunden die Punkteteilung angeboten.

Ilja hatte die Eröffnung etwas mausgrau behandelt aus meiner laienhaften Sicht, er verbrauchte eine Menge Zeit und kam in ein gutes Endspiel, das aber ebenfalls remis endete. Julian hatte sich in der Eröffnung selbst gefoppt oder foppen lassen. Das Ergebnis war eine Theoriestellung mit Bauer mehr, aber der Weiße hat einen Sack voll Initiative. Die angebotene Punkteteilung wurde rasch angenommen.

Bisher waren das nur Remise, manche davon klar, andere glücklich, und das Zwischenfazit lautete: 2,5:2,5. Auf welcher Basis nun passierte das? Auf Basis von dünnem Eis, nämlich nur der Stellung von Christian, der am Brett 4 immer Druck gemacht hatte und am Ende den ganzen Punkt einfahren konnte. Der einzige souveräne Spieler heute. Zwischenstand 3,5:2,5.

Wer spielte noch? Max an 8 und Wolfgang an 1: Max hatte einen Philidor, in dem er mehrfach entgegen seinem »Naturell« nicht abwickelte, sondern eine gedrückte Stellung mit vielen Grundreihenproblemen und Springergabeln wählte. Max dachte zu allem Überfluss noch, dass er gewinnen musste (Fehlinfo). Ilja als MF allerdings riet ihm zu einem Remisangebot, dass ebenfalls angenommen wurde.

Bei Wolfgang war lange Eröffnungsgeplänkel, dann ging es ziemlich schnell: Läuferpaar‑Endspiel mit Bauer weniger für Wolfgang, das noch bis nach 16:00 Uhr geknetet wurde. Am Ende aber auch hier remis.

3,5 Punkte für die »Zweite« aus Rostock, das ist ein mehr als achtbares Ergebnis. Der Mannschaftssieg steht am Ende für uns, jedoch war dies eine Vorstellung ohne Glanz. Aber an manchen Tagen braucht man eben einen Arbeitssieg.

Beim anschließenden Griechen‑Besuch freute sich Ilja schon auf das Autorennen in Brasilien, das auch gerade noch mal gut gegangen ist. Und wir erfuhren aus dem Internet vom Sieg der Zweiten bei St. Pauli I: Glückwunsch!

Aber nochmal zusammenfassen aus Sicht der Mannschaftsführers: Vettel hat seine dritte WM gewonnen, der Kühlschrank ist abgetaut und KSH I hat 5:1 Mannschaftspunkte. Insofern alles in Ordnung.

Die nächste Runde spielt die Erste in zwei Wochen beim SKJE!

(Boris Bruhn)

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4. Runde
09.12.2012 SK Johanneum Eppendorf Königsspringer Hamburg 5 : 3
11:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Rüdiger Zart Wolfgang Pajeken 0 : 1
2 Christoph Schröder Ilja Rosmann ½ : ½
3 Hendrik Schüler Christian Hess ½ : ½
4 Wesal Moshtael Guido Stanau 1 : 0
5 Birger Wenzel Dr. Jörg Lampe ½ : ½
6 Volker Ahmels Dr. Friedrich Wagner ½ : ½
7 Martin Fischer Max Borgmeyer 1 : 0
8 Bernd Kussin Clemens Harder 1 : 0

09.12.2012 Schachfreunde Hamburg Preetzer TSV :
09.12.2012 SSC Rostock 07 2 Schwarzenbeker SK 4 : 4
09.12.2012 Hamburger SK 3 SC Agon Neumünster :
09.12.2012 SG Turm Kiel SC Diogenes Hamburg 4 : 4

KS‑Express verfährt sich beim schlechten Wetter

Die vierte Runde bescherte uns SK Johanneum Eppendorf als Gegner, und so machten wir uns auf den Weg nach Wilhelm‑Gymnasium, das in der Nähe von der U1‑Haltestelle Hallerstraße liegt. An sich günstig zu erreichen, stellte sich heraus, dass die Meisten von uns dort zum ersten Mal auftraten, sodass das Finden des seitlichen Eingangs über den Alfred‑Beit‑Weg uns bereits leichte Probleme bereitete. Ganz andere Probleme mussten auf dem Weg dorthin gelöst werden – beispielweise hatte mein Bus teilweise erhebliche Schwierigkeiten, von den Haltestellenbuchten loszufahren. Ich kam dann knapp 25 Minuten später als geplant. Zum Glück war Wolfgang rechtzeitig da und konnte somit unsere Aufstellung dem Schiedsrichter übergeben.

Unsere Lokomotive mussten wir krankheitsbedingt am Vortag ersetzen. Wolfgang stieg somit zum Zugführer auf. Er meisterte seine Aufgabe souverän und »überrollte« formlich seinen Gegner. Christian fühlte sich nicht wohl, bekam eine nicht vorbereitete Stellung und machte schnell remis. Anschließend fieberte er bis zuletzt mit und bereicherte die Analysen mit frischen Ideen. Zum ersten Mal war Friedrich dabei. Dies war jedoch ebenfalls eine kurzweilige Partie, da sein Gegner fast alle Figuren getauscht hatte und eine Punktteilung somit unausweichlich wurde. Auf Grund der Kürze des Einsatzes wurden uns weitere in Aussicht gestellt! Guido hatte es am 4. Brett gegen Moshtael mit Schwarz sehr schwer, allerdings konnte keiner sagen, warum er in eine Benoni‑Stellung abwickelte, ohne sie zu kennen. Benoni ohne Ahnung ist bekanntlich nicht empfehlenswert, uns so entschied am Ende ein profaner Doppelangriff die Partie. Max und Clemens spielten angriffslustig und sehr engagiert. Max opferte eine Leichtfigur für paar Bauern und langfristige Initiative, während Clemens einen Angriff auf dem Königsflügel startete, der allerdings die Entwicklung nicht konventioneller Ideen erforderte. Beide spielten engagiert und mutig, es wurden wohl zu bestimmten Zeitpunkten nicht die besten Fortsetzungen gefunden uns so lagen wir mit 2 Punkten hinten. Und es liefen noch zwei Partien. Jörg bekam mit Weiß seinen geliebten Schotten und eine Monstervorbereitung des Gegners mit dazu. Die Partie befand sich lange Zeit im Gleichgewicht, soweit ich das beurteilen kann, und nachdem keine Gewinnversuche mehr zu verzeichnen waren, endete sie kurz vor der zweiten Zeitkontrolle remis. Meine Partie (geliebter Franzose mit Schwarz) pendelte lange Zeit zwischen +0,10 und −0,20. Zwei Springer gegen zwei Läufer im geschlossenen Mittelspiel waren sicherlich gut, da sich jedoch abzeichnete, dass es nicht gut für uns ausgehen könnte, öffnete ich langsam die Stellung. Bevor ich mich jedoch selbst umbrachte, beendete Jörg seine Partie, sodass das Ergebnis meiner Partie keinen Einfluss mehr auf die Verteilung der Mannschaftspunkte hatte.

Bei Dunkelheit in einer märchenhaften Gegend verließen wir das Spiellokal. Jörg fand sein verschneites Fahrrad wieder und so latschten wir durch den Matsch nach Hause. Das war leider keine Weihnachtsbescherung für uns, aber für einen oder anderen doch eine gute Lektion. Wir freuen uns jedenfalls auf das neue Jahr!

(Ilja Rosmann)

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↓
5. Runde
13.01.2013 Königsspringer Hamburg Hamburger SK 3 :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Ilja Rosmann Jonas Lampert ½ : ½
2 Julian Zimmermann Markus Lindinger ½ : ½
3 Guido Stanau Hartmut Zieher ½ : ½
4 Dr. Jörg Lampe Julian Kramer 1 : 0
5 Dr. Friedrich Wagner Florian Kugler ½ : ½
6 Boris Bruhn Kevin Högy 0 : 1
7 Max Borgmeyer Björn Bente ½ : ½
8 Ingo Wilms David‑Geffrey Meier 1 : 0

13.01.2013 SC Diogenes Hamburg Schachfreunde Hamburg :
13.01.2013 SC Agon Neumünster SG Turm Kiel :
13.01.2013 Schwarzenbeker SK SK Johanneum Eppendorf 4 : 4
13.01.2013 Preetzer TSV SSC Rostock 07 2 :

Geballte KSH‑Power im Clubheim

Unter diesem Motto stand der heutige Sonntag, denn neben der Dritten vom HSK, die unser Gegner war, gastierte der SK Marmstorf bei unserer Zweiten, sodass das Haus voll war. Während die 2te aus dem Vollen schöpfte, fehlten bei uns mit Frank, Wolfgang und Christian gleich drei starke Spieler. Dementsprechend gingen wir Elo‑technisch gegen die Topbesetzung des HSK als Außenseiter ins Rennen. Zunächst war nix besonderes los, mal wieder ein paar c3‑Sizis (Jörg mit Weiß, Max mit Schwarz), Französisch (ich mit Weiß, Ilja mit Schwarz) ein bisschen Willie‑Aufbau bei Ingo, mir unbekanntes Zeug bei Boris, Guidos Gegner kennt Drachen nicht so gut und Friedrich wie immer mit Slawisch. Max konnte durch einen taktischen Schlag schnell ein Remis durch Zugwiederholung erreichen und Friedrich hatte ebenfalls keine Probleme, remis abzusaven. Jörg spielte wie schon letztes Jahr gegen HSK‑Talent Kramer und konnte in der gleichen Variante diesmal eine Verbesserung anbringen. Schnell kam er in Vorteil, den sein Gegner bereitwillig vergrößerte, 2:1. Guido hatte leider früh ein paar schwache Züge gemacht und fand sich in einem schlechten Endspiel wieder, ebenso Boris, der wohl nicht ganz korrekt in der Eröffnung reagierte, immerhin war ich mir dort des Remis trotzdem relativ sicher ebenso wie bei Ilja, der im Leben‑oder‑Tod‑Franzosen ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern erreichte. Aus meiner Sicht blieben also noch Ingos und meine Partie über. Ich hatte nix rausgeholt wenn nicht sogar weniger, aber immerhin die bessere Zeit. Als Ingo im Tal‑Stile eine Kombi ansetzte, die nur halb ging aber erfolgreich war, entschloss ich mich, remis anzubieten. Nachdem der gute alte Linde das akzeptiert hatte, hatten wir somit 3,5 Punkte und kurz darauf konnte Ilja Punkt Nummer 4 klarmachen, auch wenn das Endspiel wohl doch viel komplizierter war als es schien. Nun war es an Guido und Boris, 2 Mannschaftspunkte zu sichern. Guidos Gegner hatte zum Glück den Tausch von einigen Bauern zugelassen, während er einen gewann. Guido verteidigte sich zäh, sodass der eine Mehrbauer zwar am Ende überblieb, aber nicht zum Gewinn reichte. Geschafft! Boris wurde noch lange im Turmendspiel geknetet und musste schließlich die Waffen strecken, egal! Ein schöner Sieg, und die Zweite tat es uns gleich!

(Julian Zimmermann)

↑
↓
6. Runde
03.02.2013 SG Turm Kiel Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Vereinsheim ›Gaby’s Sportsbar & Biergarten‹, Vaasastr. 45, 24109 Kiel

1 Klaus Berg Ilja Rosmann ½ : ½
2 Mads Boe Julian Zimmermann 1 : 0
3 Dr. Ralph Junge Christian Hess ½ : ½
4 Matthias Budzyn Guido Stanau 1 : 0
5 Rolf Luckow Dr. Jörg Lampe 0 : 1
6 Thomas Böhm Boris Bruhn ½ : ½
7 Ferdinand Voelzke Ingo Wilms 0 : 1
8 Kurt Voelzke Alexander Spät 1 : 0

03.02.2013 Schachfreunde Hamburg SSC Rostock 07 2 7 : 1
03.02.2013 SK Johanneum Eppendorf Preetzer TSV 5 : 3
03.02.2013 Hamburger SK 3 Schwarzenbeker SK 6 : 2
03.02.2013 SC Diogenes Hamburg SC Agon Neumünster :

Auswärtsfluch setzt sich fort – knappe Niederlage bei Gaby’s

Abends, 18:34 Uhr. Das Wetter hat sich das Prädikat ›widerlich‹ redlich verdient. Gerade kommen wir vom Auswärtskampf bei der TSG Kiel. Wie im Vorjahr haben die Gastgeber (siehe unten) 4,5:3,5 gewonnen gegen uns. Im Unterschied zur Vorsaison waren wir diesmal auf dem Papier klarer »Underdog«. Bei uns fehlen wieder einige Spitzenkräfte, sodass Alex und Ingo einspringen (Danke!).

Die Anreise klappt problemlos in den Mobilen von Jörg und Ilja (Danke fürs Fahren!); wir sind pünktlich da. Zu unserer Überraschung heißt Petra’s Sportsbar jetzt ›Gaby’s‹. Ansonsten gilt die alte Kieler Regel vom »wir geben Euch ein paar Brötchen aus, aber Getränke müsst Ihr hier käuflich erwerben«. Denn Gastgeber (siehe oben) sind nicht die Kieler von der Schachgemeinschaft, sondern der Sportsbar‑Betrieb, und der macht nur auf, wenn es Umsatz gibt.

Als es neben dem Turniersaal übertrieben laut wird, fragt Ilja beim Schiri nach. Der erklärt dem gegnerischen MF: »So geht das nicht.« Und dieser antwortet (offenbar schon in Routine): »Es kann ja nicht jeder ein eigenes Clubheim haben, wie die Königsspringer.« Können wir mal froh sein, und sind wir auch. In Kiel gibt es offenbar wenig Schulen, die Schachclubs beherbergen, das ist schade.

Auf den Brettern sieht es anfangs gut aus: Jörg nimmt seinem Gegner einen Bauern ab und steht sehr aussichtsreich. Ingos Gegner spielt den KIA (Königsindischen Angriff) vorschriftsmäßig runter, aber bekommt gar keinen Angriff. Bei Alex kommt die vorbereitete Variante, aber schon in in den Zügen 8, 9 und 10 passieren Ungenauigkeiten, die später den ganzen Punkt kosten. Auch bei Guido an Brett 4 ist nach der Eröffnung schon Material flöten gegangen.

Bei Christian an Brett 3 wird eine Qualität investiert gegen 2 Bauern und Läuferpaar, Christian steht gut und strahlt Zuversicht aus. An den Spitzenbrettern der Kieler spielen zwei Dänen: IM Berg und FM Boe. Ilja an 1 investiert viel Zeit in die Eröffnung und erhält ein schwer einzuschätzendes Endspiel. Julian bekommt den Torre‑Angriff und Boe muss nach gutem Aufbau von Julian zähneknirschend e4 spielen, was den Springer d2 und Läufer d3 etwas bedröppelt dastehen lässt, außerdem wird auf f4 ein Springerfeld frei. Also mindestens Ausgleich.

Darüber kann ich so ausführlich berichten, weil ich gegen Thomas Böhm (letztes Aufeinandertreffen in der JBL 1995/1996) schon früh ausgleichen kann nach der Eröffnung. Statt einer erneuten ›0‹ streue ich lieber ein Remisangebot ein, das prompt angenommen wird.

Zu diesem Zeitpunkt stehen Ingo, Jörg und Christian gut, und bei Julian und Ilja ist alles in Ordnung. Dann gibt Alex auf, wie oben angedeutet; die Kieler gehen also in Führung. Kurze Zeit danach gewinnt Ingo sehenswert, nachdem er die Dame für Turm, Figur und Initiative geopfert hat. Der Ausgleich. Ilja remisiert und hadert damit, dass er vielleicht besser stand.

Jörg steht derweil immer noch gut, allerdings steht nun ein Turmendspiel 3 gegen 2 auf dem Programm. Guido gibt mit Qualität weniger auf, und Christian spielt remis, mehr war wohl nicht drin. 3,5:2,5 für Kiel.

Julian erhält bei knapper Zeit ein Remisangebot, das er zu unserem Pech ablehnt in dem Glauben, wir könnten nur noch 4 Brettpunkte erreichen, wenn er gewinnt. Später in der Zeitnot wird nun aber sein verbliebener Läufer gefangen. Jörg knetet sein Endspiel zum Sieg – das war sehr streng und stark gespielt. Julian hat aber keine Chance mehr. Wir müssen mit 3,5 Punkten und als Tabellensechster nach Hause fahren. Sehr ärgerlich, denn es war ein 4:4 drin, obwohl die Gegner nominell an jedem Brett besser waren, über alle 8 Bretter im Schnitt um 70 Punkte (2187 gegen 2117).

Wenn wir für noch mehr unfreiwillige Slapstick‑Einlagen sorgen, können wir fernerhin noch froh sein, wenn die Zweite die Landesliga gewinnt und Hamburger Mannschaftsmeister wird. Die Zeichen dafür verdichten sich, dass es so kommen wird und ein erneuter Glückwunsch geht an KSH II (by the way: heute DWZ‑Schnitt 2026)! Aber so weit wird es die Erste nicht kommen lassen, da bin ich mir ziemlich sicher.

Gratulationen gehen noch an den SKJE, der heute Tabellenführer Preetz besiegen konnte und somit nach Mannschaftspunkten aufschließen konnte und derzeit den 3. Platz belegt.

Weiter geht es für unsere Erste am 24.02. gegen den SC Diogenes, dann wieder im KSH‑Clubheim :-)

(Boris Bruhn)

↑
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7. Runde
24.02.2013 Königsspringer Hamburg SC Diogenes Hamburg :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Wolfgang Pajeken Martin Voigt ½ : ½
2 Ilja Rosmann Dr. Markus Hochgräfe ½ : ½
3 Julian Zimmermann Tsung Chen ½ : ½
4 Christian Hess Dr. Holger Mach ½ : ½
5 Dr. Jörg Lampe Roman Korba 1 : 0
6 Dr. Friedrich Wagner Stefan Gottuk ½ : ½
7 Boris Bruhn Christian Laqua ½ : ½
8 Max Borgmeyer Torben Schulenburg ½ : ½

24.02.2013 SC Agon Neumünster Schachfreunde Hamburg :
24.02.2013 Schwarzenbeker SK SG Turm Kiel :
24.02.2013 Preetzer TSV Hamburger SK 3 :
24.02.2013 SSC Rostock 07 2 SK Johanneum Eppendorf 4 : 4

Viele alte Gesichter und Dr. Tarrasch als Hauptfigur

Unter diesem Motto stand der Großspieltag im KSH‑Clubheim. Mit Martin Voigt und Markus Hochgräfe waren 2 Ex‑Königsspringer am Start, ansonsten natürlich viele Diogenesen, gegen die man schon über Jahre immer wieder gespielt hat. Ich durfte gegen Tsung Chen antreten, gegen den ich vor einigen Jahren am letzen Spieltag durch ein Remis den Aufstieg sichern konnte. Diesmal stand der Feuerlöscher zur Debatte, ich kannte zum Glück irgendeine richtige Partie und nach 15 Zügen wurde Remis vereinbart. Ansonsten? Puuh, nicht viel los, bei Ilja und Wolfgang mache ich mir ganz leichte Sorgen, Friedrich steht überlegen, Max hat mit Weiß eher einen dünnen Franzosen, Christian mal wieder Mini‑Vorteil. Tja, ich bin schnell fertig, kiebitze hier und da und sehe, was passiert. Erstmal nix. Boris, Ilja und Christian steuern den Remishafen an, bei Wolfgang rechne ich ebenfalls mit remis. Max steht schlecht, Friedrich hat ein gutes Endspiel, aber der Gegner ein paar Mattchancen auf der Diagonale. Nun beginnt eine dramatische Zeitnot. Die Entscheidung scheint mir an Jörgs Brett zu fallen. Jörg (auch als Dr. Tarrasch bekannt) hat Vorteil, nun geht es Schlag auf Schlag, er gewinnt einen Bauern, dann mit einer Kombi eine Figur, der Gegner droht sich 2 verbundene Freibauern zu bilden, die gefährlich werden könnten. Der sofortige Angriff mit Mehrfigur sollte gewinnen, aber mit 2 Minuten auf der Uhr versucht Dr. Tarrasch lieber zu saven. Ich halte es kaum noch aus zuzusehen, mein Herzschlag ist schneller als nach einem 100‑Meter‑Sprint; Max opfert ein Qualle, sieht mir so aus, als ob es verliert, ob jemand die Stellung wirklich versteht? Wer weiß. Friedrichs Gegner droht matt, und die Zeit ist unter einer Minute. Jörg übersieht einen Fopp, zufällig hat er noch einen Zug, der remis hält, Jörg findet ihn und behält eine Sekunde, sein Gegner will gewinnen und überschreitet mit dem Ausführen des Zuges die Zeit!! Friedrich verliert seinen Mehrbauern, Max kann irgendwie remis forcieren, weil der gegnerische König schlecht steht. Zeitnot vorbei, Friedrich macht remis, 4:3. Wolfgang hat einen Minusbauern bei ungleichfarbigen Läufern, aber bei Sahara‑Voigt ist mal wieder Sand im Getriebe, am Ende kann Wolfgang gewinnen, aber nur Dr. Tarrasch sieht die Gewinnvariante. Wolfgang ärgert sich wahrscheinlich jetzt noch, am Ende stehen aber 4,5 Punkte, die 2te gewinnt zudem gegen Diagonale. Schlusswort von Dr. Tarrasch: »Alles Relax!«

(Julian Zimmermann)

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8. Runde
17.03.2013 SC Agon Neumünster Königsspringer Hamburg 2 : 6
11:00 Uhr, Haus Gadeland, Senioren‑Café, Segeberger Str. 65, 24539 Neumünster

1 Ralf Menzel Frank Lamprecht ½ : ½
2 Frank Hagenstein Ilja Rosmann 0 : 1
3 Michael Kosak Julian Zimmermann 0 : 1
4 Jörg Maaß Christian Hess ½ : ½
5 Joachim Neumann Daniel Lindner 0 : 1
6 Jörg Harm Dr. Jörg Lampe ½ : ½
7 Wolfgang Grohde Jochen Cremer 0 : 1
8 Andreas Hein Ingo Wilms ½ : ½

17.03.2013 Schachfreunde Hamburg SK Johanneum Eppendorf 3 : 5
17.03.2013 Hamburger SK 3 SSC Rostock 07 2 7 : 1
17.03.2013 SG Turm Kiel Preetzer TSV 3 : 5
17.03.2013 SC Diogenes Hamburg Schwarzenbeker SK :

Aufstellungen für Fortgeschrittene oder »Wie führe ich meine Mannschaftskameraden in die Irre?«

So so, die Erste mal wieder. Zum ersten Mal seit gefühlten Jahren darf/kann/muss ich in der Ersten Ersatz spielen. Es ist irgendwie auffällig, dass es immer Auswärtsspiele in Neumünster beim Tabellenletzten sind, zum dritten Mal schon. Noch dazu an 8 mit Schwarz, wie die Mail in der Woche vorher verrät. Na ja, was soll’s.

Am Zielort stellt Ilja fest, dass wir ja schon um 10:25 Uhr in Neumünster sind. Ja Mensch, war doch gar nicht so weit. Mein beiläufig eingestreuter Hinweis, dass das bei der Abfahrtszeit von 9:50 Uhr und einer geplanten Fahrtzeit von 35 Minuten auch nicht anders zu erwarten war, bleibt unkommentiert. Nach und nach trudeln alle im Spiellokal ein. Ich habe mich bereits an mein Brett gesetzt, als ich nochmal auf die Spielberichtskarte schaue: »Brett 7 Cremer, Brett 8 Wilms«. Hä? Das stand doch in der Mail anders rum! Eine kurze Nachfrage bei Ilja, und Ingo und ich tauschen die Bretter. Das war’s dann also mit meiner Vorbereitung. Tja, so ein Mannschaftsführerjob ist halt nicht leicht.

Der Kampf beginnt zunächst wenig spektakulär. Frank nutzt den verhaltenen Aufbau seines Gegners und steht nach der Eröffnung riesig. Christian sackt den Gambitbauern seines Gegners ein und verteidigt sich erst mal. Ilja hat im 5. Zug in einer bekannten Eröffnung schon eine halbe Stunde verbraucht. »Mensch, nun zieh doch endlich …c5«, denke ich – Ilja rochiert. Gut, kann man auch machen. Daniel (extra aus London angereist, danke!) kommt gut aus der Eröffnung. Bei allen anderen passiert nicht viel. Relativ früh machen Jörg und Ingo remis, 1:1.

Nach und nach brechen die Neumünsteraner dann ein. Julian versteht die Stellung aus dem offenen Sizilianer besser als sein Gegner und gewinnt im Angriff. Ich selbst kann in einer komplizierten Partie einen a‑Freibauern bilden, der vom Läuferpaar kräftig unterstützt wird. Nach 41. a6–a7 ist der Bauer durch, 3:1 für uns. Schließlich punktet auch Ilja, dessen Gegner in Zeitnot zwar seinen eigenen Gewinnweg sieht, sich dann aber doch nicht traut, eine Figur zu opfern, 4:1.

Christian hat seinen Mehrbauern konsolidiert und spielt nun im Turmendspiel auf Gewinn. Da aber bekanntlich eh alle Turmendspiele remis sind, stellt er lediglich unseren Mannschaftssieg sicher. Schließlich streicht auch Daniel den ganzen Punkt ein, nachdem er seinen Gegner souverän überspielt hat. Leider kann Frank seine Partie am Ende doch nicht gewinnt und murmelt irgendwas von »… fünfmal gewonnen …« – egal! Unterm Strich steht ein verdientes 6:2.

(Jochen Cremer)

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9. Runde
14.04.2013 Königsspringer Hamburg Schachfreunde Hamburg 3 : 5
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Dusan Nedic 0 : 1
2 Ilja Rosmann Dr. Jan‑Paul Ritscher 0 : 1
3 Julian Zimmermann Marco Jäckle ½ : ½
4 Guido Stanau Florian Kull ½ : ½
5 Dr. Jörg Lampe Jürgen Dietz ½ : ½
6 Boris Bruhn Knut Seidel ½ : ½
7 Max Borgmeyer Matthias Hermann 1 : 0
8 Ingo Wilms Robert Wilms 0 : 1

14.04.2013 Schwarzenbeker SK SC Agon Neumünster 4 : 4
14.04.2013 Preetzer TSV SC Diogenes Hamburg :
14.04.2013 SSC Rostock 07 2 SG Turm Kiel :
14.04.2013 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK 3 :
Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/13-ksh1.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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