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Chronik: Archiv
Sonntag, 19. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Jugendbundesliga‑Nord, Staffel West 2012/13
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 3 3 5 4 5 6 41,5 16
2. Stader SV 3 5 4 3 6 4 5 37,0 16
3. Hagener SV 3 1 6 6 5 5 37,5 13
4. SK Doppelbauer Kiel 5 3 31,5 11
5. SV Bargteheide 1 1 0 3 4 6 29,5 11
6. Königsspringer Hamburg 2 2 0 3 3 3 6 28,0 9
7. Delmenhorster SK 1 3 2 3 3 5 25,5 7
8. SC Diogenes Hamburg ½ 0 1 ½ 3 4 17,5 5
9. SK Johanneum Eppendorf ½ 2 1 0 0 2 12,0 2
10. SK Nordhorn‑Blanke 0 1 ½ ½ 1 10,0 0
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Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Henry Steinfeldt
A H A H A H A Z Z
STD
 
BAR
 
DBK
 
DIO
 
DEL
 
NOH
 
HGT
 
HSK
 
SKJ
 
1 Stanau, Guido 0 ½   ½ 0     1
2 Pfreundt, Jakob 0 0 1 0 0 1 + 1
3 Raider, Eugen 1 1 ½ 1 1 ½ 0 1
4 Hort, Max   0 ½ 1 0 1 0 1
5 Spät, Alexander ½ 1 1 1 1 1 1  
6 Steinfeldt, Henry ½ ½   1 ½   0 1
7 Schiffmann, Darius              
8 Lemke, Berfîn       ½   1   0 1
9 Viol, Joshua                  
10 Götze, Tobias     0            
11 Hartig, Ruben                  
12 Pfreundt, Mathis                  
13 Lenz, Finn‑Thore                  
14 Badura, Christopher                  
15 Berger, Hendrik                  
16 Samm, Bastian                  
17 Schön, Annkathrin                  
18 Bals, Gregor                  
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1. Runde
23.09.2012 Stader SV Königsspringer Hamburg 4 : 2
10:00 Uhr, Athenaeum Stade, Harsefelder Str. 40, 21680 Stade

1 Manuel Günnigmann Guido Stanau 1 : 0
2 Matthias Carmesin Jakob Pfreundt 1 : 0
3 Marc Jonas Vogt Eugen Raider 0 : 1
4 Christoph Bauschmann Alexander Spät ½ : ½
5 Tobias Vöge Henry Steinfeldt ½ : ½
6 Alexander Günther Darius Schiffmann + :

23.09.2012 SV Bargteheide SK Johanneum Eppendorf 6 : 0
23.09.2012 SK Doppelbauer Kiel Hamburger SK :
23.09.2012 SC Diogenes Hamburg Hagener SV 1 : 5
23.09.2012 Delmenhorster SK SK Nordhorn‑Blanke 5 : 1
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2. Runde
28.10.2012 Königsspringer Hamburg SV Bargteheide 3 : 3
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Guido Stanau Jonah Krause ½ : ½
2 Jakob Pfreundt Benedict Krause 0 : 1
3 Eugen Raider Jasper Leo Brodmann 1 : 0
4 Max Hort Anton Brodmann 0 : 1
5 Alexander Spät Julian Martens 1 : 0
6 Henry Steinfeldt Simon Schlösser ½ : ½

28.10.2012 SK Nordhorn‑Blanke Stader SV 1 : 5
20.04.2013 Hagener SV Delmenhorster SK :
28.10.2012 Hamburger SK SC Diogenes Hamburg : ½
28.10.2012 SK Johanneum Eppendorf SK Doppelbauer Kiel :

Der erste von fünfzehn Mannschaftspunkten

Es war ein Sonntagmorgen, als ich aufwachte – ein Sonntagmorgen, an dem man sich fragt, wieso überhaupt es die Zeitumstellung gibt. Irgendwann kommt man zu dem Schluss, dass der einzige Grund war diese Zeitumstellung einzuführen, Energie zu sparen, dies jedoch durch neue Berechnungen nie eintraf und unsere ach so tollen Politiker es nur noch nicht durchblicken. Naja, wie auch immer – wir spielten Heim gegen Bargteheide und pünktlich um 10:00 Uhr traf ich auch in den Turniersaal; etwas später begangen wir dann auch, nur Guido kam etwas zu spät.

Sowohl wir als auch unsere Gegner spielten in Bestbesetzung. Guido kam rein, spielte schnell ein paar Züge im Königsinder runter und einigte sich bald darauf mit seinem Gegner auf remis, da beide Fußball gucken wollten – kann man mal machen. Jakob spielte an zwei gegen den DWZ‑stärksten des Kampfes und gegen Caro‑Kann‑Hauptvariante. Bei mir an Brett 3 kam Sveshnikov mit Le3 aufs Brett, ich konnte mich nicht mehr so richtig an die Theorie erinnern und es bahnte sich ein spannender und undurchsichtiger Kampf an, doch dazu mehr. An Brett 4 spielte MaxHo gegen ’nen Franzosen. Er spielte leider etwas zu weich, worauf der Königsangriff des Gegners fruchtete und Max aufgab – 0,5:1,5.

An 5, mit Schwarz, stand leider Alex schon nach wenigen Zügen im höheren Sinne auf Verlust, da er einen sizilianischen Igel mit Mehrtempo zuließ, doch da sein Gegner nicht in Igel‑Manier spielte, gewann Alex alsbald Material und bald auch die Partie – 1,5:1,5!

Bei Henry an 6 entwickelte sich eine wirklich interessante Parte (Französisch, nehm’ ich mal an), in der er sehr gut aus der Eröffnung rauskam.

Nun wieder zu mir: Obwohl ich nicht Theorie spielte (naja, immerhin finde ich eine Partie mit meinen Zug, in der ein 27er das auch spielte), stand ich die ganze Zeit zwar komisch, aber irgendwie besser, obwohl ich zwischenzeitlich daran zweifelte; doch nochmal mit Rybka und Fritz durchgecheckt, kann ich dies so sagen. Eine zerstörte Bauernstruktur und Rochade wurden von nettem Gegenspiel kompensiert. Ich konnte den Sack einmal früher zu machen (statt …Ke7 einmal …Kf8, falls mein Gegner dies mitliest) – es wurde forcierter und in der Zeitnot verhaspelte sich mein Gegner und verlor, er konnte stattdessen in ein interessantes Endspiel abwickeln (was keinesfalls verloren war!) – 2,5:1,5!

Jakob verlor irgendwie eine Figur für 2–3 Bauern (veropfert!?), doch verteidigte sich vehement, und machte es seinem Gegner besonders schwer; es reichte leider nicht aus und er verlor. Fast zeitgleich einigten sich Henry und sein Gegner auf remis – wo genau Henrys Fehler war, war nicht ersichtlich, vielleicht hat er etwas zu zaghaft gespielt; das war aber eine interessante und sicher lehrreiche Partie!

3:3 also!

Ich schätze wir können mit dieser Leistung sehr zufrieden sein, die nächste Runde kann also kommen!

(Mr. Mysteriuz‑Twixx)

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3. Runde
18.11.2012 SK Doppelbauer Kiel Königsspringer Hamburg 3 : 3
10:00 Uhr, Max‑Planck‑Schule Kiel, Winterbeker Weg 1–3, 24113 Kiel

1 Oliver Fritsche Guido Stanau + :
2 Lukas Wanner Jakob Pfreundt 0 : 1
3 Mats Beeck Eugen Raider ½ : ½
4 Valentin Rublack Max Hort ½ : ½
5 Alexander Pluska Alexander Spät 0 : 1
6 Florian Lentz Tobias Götze 1 : 0

18.11.2012 Stader SV SV Bargteheide 5 : 1
18.11.2012 SC Diogenes Hamburg SK Johanneum Eppendorf 4 : 2
18.11.2012 Delmenhorster SK Hamburger SK 1 : 5
18.11.2012 SK Nordhorn‑Blanke Hagener SV :

Es hat nicht woll’n sein

Ich hätte die Omen deuten müssen. Doch ich erzähl diese Sage am besten von Anfang an.

Es war Punkt 7:06 Uhr, als mich ein mysteriöser Windhauch aus meinem dunklen Traum riss – mit anderen Worten: Es war 6:66 …

Um 8:25 Uhr verließ ich das Haus, um mir einen schönen Kaffee am Niendorf Norder Kiosk zu kaufen. Doch auf dem Weg dorthin lief vor mir eine pechschwarze Katze über die Straße. Am Kiosk angekommen, fragte mich ein dortiger Passant nach der Taxinummer. Ich antwortete ihm. 6×6. 666.666 …

Ich stand mit dem Kaffee und einem frischen Lungenbrötchen vor dem U‑Bahn‑Eingang. Ein einzelner großer, schwarzer Rabe schaute warnend mit starrem Blick auf mich. Ich ging in die Bahn. Nachrichten: Krieg eskaliert. Tod.

8:45 Uhr. Treffpunkt. Niendorf Markt. Busbahnhof. Nur Max Hort da. Gingen zum Brunnen. Nur Tobi da. Gingen zurück. Alex kommt. Pfreundts da. Guido nicht. C‑Trainer‑Lehrgang. Henry nicht. Vorabi. Joshua. Verschollen. Warteten viertel Stunde. Fuhren zu fünft los. Plus Vater. Auto. Kiel. Doppelbauer. Kamen an. Ließen Brett 1 frei. 2–5 klarer Favorit. Ganze Sätze beginnen.

Demzufolge fingen wir mit 0:1 Rückstand an. Jakob an zwei kriegte mit Schwarz einen Abtausch‑Caro‑Kann, gewann einen Bauern auf h2 und einen starken Angriff. Des Gegners Gegenspiel pulverisierte er gekonnt und mit voller Coolness, sodass er in ein Endspiel mit um die drei Mehrbauern kam. 1:1!

Bei mir an drei bot sich ein merkwürdiges Bild, doch nicht nur bei mir, dazu später. Ich mit Weiß kriegte schnell eine ganz angenehme Stellung. Dann unterschätzte ich einen Zug und bekam schnell eine unangenehme Stellung. Dann sah ich einen brillanten Zug und bekam eine klar bessere Stellung. Dann kam’s irgendwie komisch und ich stand ziemlich schlecht. Dann ließ mein Gegner Gegenspiel zu. Ich gab Dame für Läufer und Turm, und stand schnell ganz gut. Er bot mir remis. Ich schaute mir die restlichen Stellungen an. Von Jakob erzählte ich schon. So. MaxHo. MaxHo. Kriegte b3‑Colle, kannte sich nicht aus und hatte viele Schwächen mit Schwarz. Opferte irgendwie den Turm. Schwindelchancen auf remis. Alex. Spät. Doch viel zu früh verlor er eine Figur. Geister. Geseh’n. Gegner. Gab Figur zurück. Stand immer noch auf Gewinn. Verlor Faden. Dame. Alex. Spät. Dame gegen Springer und Turm mehr. Konnte mehrfach Turm gewinnen. In Zeitnot. Gegner gab Springer. Baute Festung. Alex. Spät. Doch lang wurschtelte er und übernahm die Festung. Zeit. Gegners. Fiel. Ganze Sätze. Beginnen. Jetzt.

Tobi an sechs lieferte sich sein JuBl‑Debüt, stand am Anfang ganz okay mit Schwarz in irgend so einem Italienisch‑komisch‑gespielt‑Kram, bekam dann jedoch seine Königsbauernstellung ausgeknockt und stand nicht mehr so gut. Nun wieder zu mir.

Ich sah also die Gesamtsituation und beschloss mich daher des Gegners Remis‑Angebot abzulehnen. Die Stellung, die ich hatte, konnte im schlimmsten Fall eigentlich, trotz Dame weniger, nur remis werden – meine Türme dominierten erst f‑, dann die h‑Linie. Mein Läufer und mein Springer standen aktiv. Doch in anfänglicher Zeitnot kam eine schöne Remis‑Schaukel meines Gegners – Qualle opfernd, Figurenkonstellation ausnutzend, etc. ‑ ich hatte diese Schaukel nur in anderer Zugreihenfolge berechnet. Ich hätte in ein etwas besseres, materiell ausgeglichenes Endspiel gehen müssen. Nun, ja, 2,5:1,5 also.

MaxHo schaffte es noch, den Gegner zu beschwindeln und gewann den Minusturm zurück – ausgeglichenes Damenendspiel – 3:2.

Tobi konnte in der Zeitnot vieles machen, darunter eine Figur gewinnen oder mehr oder weniger, sein Gegner aber auch und so sah sich Tobi in einem Turmendspiel mit zwei Minusbauern wieder. War wohl an ein bis drei Stellen remis zu halten, jedoch auch nicht so einfach. 3:3!

Es war einfach ein Tag, an dem es viele schlechte Omen gab. Es war einfach ein Tag, an dem das Schicksal es verdarb. Es war einfach ein Tag, an dem die Hoffnung sich verbarg …

Doch Schluss mit diesem Melodram! Es hat einfach nicht wollen sein, solche Tage gibt es einfach, müssen mal kommen, damit sie nicht später dann kommen – mit gewaltigeren Ausmaßen. Natürlich hat es auch etwas Gutes – wir haben was wett zu machen, und auf dem Weg dorthin, von diesem Tage angespornt, siegen wir – nur auf Irrwegen findet man zum Glauben. Ein großer Dank geht hier natürlich an Jakobs Vater, der uns netterweise fuhr und natürlich auch an die Kieler Gastfreundschaft, die uns kostenfreie Laugenstangen, Kekse und Getränke servierte!

Auto. Bahn. Hamburg. Meer der untergehenden Sonne. Ich wandte mich ab. Der Rabe sich auch.

(Eugen. Raider. Der.)

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4. Runde
16.12.2012 Königsspringer Hamburg SC Diogenes Hamburg :
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Jakob Pfreundt Ruidi Xin 0 : 1
2 Eugen Raider Emir Zehic 1 : 0
3 Max Hort Jasmin Dalipovic 1 : 0
4 Alexander Spät Semir Zehic 1 : 0
5 Henry Steinfeldt Aaron Bernstengel 1 : 0
6 Berfîn Lemke Mark Gorbach ½ : ½

16.12.2012 Hagener SV Stader SV :
16.12.2012 Hamburger SK SK Nordhorn‑Blanke 6 : 0
16.12.2012 SK Johanneum Eppendorf Delmenhorster SK :
16.12.2012 SV Bargteheide SK Doppelbauer Kiel :
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5. Runde
20.01.2013 Delmenhorster SK Königsspringer Hamburg 3 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Lukas Heyne Guido Stanau ½ : ½
2 Dmitrij Kollars Jakob Pfreundt 1 : 0
3 Keno Lübsen Eugen Raider 0 : 1
4 Joel Theurich Max Hort 1 : 0
5 Stefan Schwenke Alexander Spät 0 : 1
6 Mattis Trätmar Henry Steinfeldt ½ : ½

27.01.2013 Stader SV SK Doppelbauer Kiel :
27.01.2013 SC Diogenes Hamburg SV Bargteheide ½ :
10.02.2013 SK Nordhorn‑Blanke SK Johanneum Eppendorf :
27.01.2013 Hagener SV Hamburger SK 3 : 3

Zitat: »3:3 – ist doch gut!«

Es war ein etwas anderer Tag. Und doch auch einer, wie jeder andere. Ich wachte auf, früher als sonst – nutzen: Fernseher an. Geil. Sonntagmorgens, da laufen Sachen, die hab ich schon Jahre nicht mehr gesehen: Batman, Green Lantern, Detektiv Conan und zu guter Letzt – Dragonball. Geil. Demzufolge war ich gezwungen zu spät zu kommen. Doch es waren nur 12,5 Minuten – statt meinen eingeplanten 25. Dick. Doch beim ganzen TV‑Fest hatt’ ich ganz vergessen, dass ich noch essen musste. Einzige Lösung: Brötchen, Packung Salami, Packung Käse, Packung Margarine, Packung Zisen mit zur Runde zu bringen. Also. Ich kam etwas zu spät, Guido paar Sekunden zuvor. Die Gegner auch nur 5 Minuten vorher. Dick. Ich kam ans Brett und spielte. Ach ja, wir spielten gegen Delmenhorst – sie verlegten netterweise den Spielort zu uns, sowie den angesetzten Termin. Geil. Wie schon erwähnt, kam ich ans Brett und spielte. Und ich spielte gut. Dick. Die ersten Züge geblitzt, kam McCutcheon mit 8. … g6 aufs Brett. Dickerweise hab ich dies auf der Deutschen mit Boris vorbereitet. Es kam 9. Lc1 und mein Gegner überlegte. Ich ging in die Küche, schmierte ’n Brötchen, machte mir ’n Kaffee und ging rauchen. Ich kam wieder und schaute mir die anderen Stellungen an. An eins spielte Guido gegen Modern Defense. Er stand ziemlich dick. An zwei hatte Jakob seinen Caro‑Kann, demnach etwas besser für seinen Gegner. An drei spielte ich, an vier Alex. Ne, doch nicht, Max spielte an vier. Bei ihm war’s so ’ne Stellung. An fünf hatte Alex im 6. Zug eine Figur mehr – ihr fragt euch wie? Schwarz brachte Neuerung, Weiß widerlegte sie. Ok, ok, hier sind die Züge:

1. e4 e6 2. d4 d5 3. Sc3 Sc6 4. e5 Lb4 5. Sf3

Nun, Blindschachaufgabe: Wie kann Schwarz in dieser Stellung eine Figur einstellen? (Hinweis: Der besagte Zug hatte eine Idee.)

Lösung: 5. … Sxd4!!N mit der Idee: … c5 nebst … d4 und Figur ist wiedergewonnen (die anderen, in Frage kommenden 5. Züge von Schwarz, die eine Figur einstellen, haben keine – vergleichbare – Idee). Doch Alex, nach minutenlangem Rechnen, fand die Widerlegung dieser brillanten Neuerung, ließ nichts anbrennen und gewann – 1:0!

An sechs spielte Henry so den Dettmann‑Style runter (auf 1. d4) und stand ausgeglichen.

Bei mir, da gab ich munter zwei Bauern, bekam einen wieder, gab noch einen, den mein Gegner nicht nehmen durfte, da ich viel Aktivität bekomme, die ich eh schon hatte. Demzufolge, nachdem ich einen Bauern wiederbekam, fesselte ich seinen König an die Brettmitte und brachte meinen Gegner in Zugzwang (ab Zug 20). Grund: Kf8 war an den Se7 gefesselt. Mein Gegner hat noch so das Beste gemacht, aber am Ende musste er doch irgendwann Kg7 ziehen (hier: 32. Zug, hätte auch 10–20 Züge später sein können). Am Ende durfte ich noch durch ein Turmopfer schön matt setzen – 2:0!

Zu diesem Zeitpunkt stand Guido irgendwie ziemlich dünn. Schummelchancen – mal gucken. Auch Jakob, nach ein paar Ungenauigkeiten im entstandenen Mittelspiel, stand nicht so dolle. Sein Gegner spielte das sehr überzeugend weiter und so verlor Jakob nach zäher und langer Verteidigung das Endspiel. 2:1!

Max, wahrscheinlich noch völlig fertig von der Partie aus der HJET gestern, dünnte es völlig ein – Turmendspiel mit Minusbauer und König weit weg – davor gab es vielleicht Remis‑Chancen und davor stand er gar nicht mal so schlecht. 2:2!

Schlecht aus der Eröffnung rausgekommen, stand auch Henry ganz schön unschön. Aber irgendwie knetete er das und knetete, bis ein für ihn besseres Endspiel bei rauskam. Er knetete und knetete und dann war die Knete alle. Schade! 2,5:2,5.

Fast gleichzeitig war auch Guido fertig – remis! Mit einer perfekten Mischung aus Glück, Schlafmangel und Können schaffte er es, seine Foppchancen auszunutzen. 3:3!

Hier sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Kampf hohe Prominenz anlockte: 4 Titelträger (IM Jugelt, der Trainer von Delmenhorst, FM Jule, FM Petsi und GM Twixx), Boris, Baldur, Martin und Mathis. Letzterer, auch ein zukünftiger Titelträger, fragte: »Na, wie ’s es ausgegang’?» Ich antwortete ihm: »3:3.« Er zögerte keinen Augenblick und sagte: »Ist doch gut!« – »Jo, besser als verlieren, ne.«

Und so isses! Es war ein guter Kampf, es war ein spannender Kampf. Es war – ein Kampf!

Man muss nicht jeden Kampf gewinnen, um den Krieg zu seinen Gunsten zu entscheiden – es reicht ein entscheidender.

Also erst mal Augen zu, dann sehen wir weiter: 17.02. gegen Nordhorn, auch Heim. Geil. Da einfach gewinnen und dick is’.

Allen, die ihr Abitur oder Klausuren schreiben, wünsch ich noch viel Erfolg – immer dran denken: Chill like rill for billy drill!

(Eugen Raider. Dick.)

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6. Runde
17.02.2013 Königsspringer Hamburg SK Nordhorn‑Blanke :
09:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Guido Stanau Julian Aldegeerds 0 : 1
2 Jakob Pfreundt Ann‑Christin Thole 1 : 0
3 Eugen Raider Wiebke Veelders ½ : ½
4 Max Hort Sven ter Stal 1 : 0
5 Alexander Spät Benedikt Helmes 1 : 0
6 Berfîn Lemke Niklas Brinkers 1 : 0

17.02.2013 Hamburger SK Stader SV 3 : 3
17.02.2013 SK Johanneum Eppendorf Hagener SV 1 : 5
10.02.2013 SV Bargteheide Delmenhorster SK 4 : 2
10.02.2013 SK Doppelbauer Kiel SC Diogenes Hamburg :

Rosen sind rosa,
Haare sind blau.
Der Kampf ist zu früh,
der Morgen ist grau.

Der letzte Teil des Titels machte den Kampf zum Müdigkeitswettstreit. Köpfe an Brettern, auf den Armen, auf Händen tragend. All dies war gang und gäbe am heutigen Tag. Denn am heutigen Tag spielten wir heim gegen Nordhorn – um neun. Was? Sie dachten um zehn? Nein, um neun! NEUN! Zum ersten Mal in meiner Jugendbundesligakarriere. Naja, einfach aufstehen und spielen.

08:52 Uhr. Meine Augen öffnen sich. Stille. Ich denke über einen Traum nach. Verwirrung breitet sich in mir aus. Ich gucke auf die Uhr. Geil, noch ’ne Stunde Zeit! Nein! Ich erinnere mich: neun. NEUN. Galant gleite ich aus meinem Bett ins Badezimmer. 09:08 Uhr. Fertig geduscht, fertig angezogen, gegessen. Bus kriege ich nicht mehr. Nächster kommt erst um 09:30 Uhr – selbst die Busfahrer wollen nicht zu dieser unchristlichen Stunde aufstehen. Laptop. Internet. E‑Mails. Guido. Empfangen: 08:36 Uhr. Nur eine Zusammensetzung undefinierter Wörter. Ich gehe aus dem Haus, steige in den Bus ein, steige wieder aus und kriege einen Anruf: Guido. »Wo bist du?«, fragt er mich. Ich antworte ihm: »Oldesloer Straße.« – »Dick!«, sprach er auch meinen Gedanken aus. Ich komme zum Clubheim, Guido und Alex stehen vor der Tür – Guido scheint auch erst paar Minuten zuvor gekommen zu sein. Ich komme ans Brett. Ich sehe eine Rose. Ich betrachte sie genauer: Sie ist rosa. Meine Gegnerin kommt ans Brett. Sie hat blaue Haare. Sie sieht meinen verwirrten Blick und lächelt charmant. Fantasierend machte ich meinen ersten Zug als Schwarzer: 1. c4 c5. Alles nachmachen. Zwölf Minuten später gewinnt Alex an fünf. Er gewann irgendwie eine Figur und nach 17 Zügen die Partie. Mehr darüber erfahre ich nicht – es ging mir für so einen trüben, grauen Sonntagmorgen viel zu schnell. Rundgang. Jakob übersieht früh Figurengewinn, steht aber immer noch ziemlich gut. Deshalb gewinnt er auch bald die Figur – zwar durch einen Quasi‑Einzüger, aber egal! Seine Gegnerin, die auch eine rosa Rose mitbrachte, kämpft noch lange und wacker und vergebens – 2:0! Guido steht super, keine Probleme, Felderkontrolle. MaxHo’s Stellung erahnt ein baldiges Ende durch Figurenopfer am Königsflügel. Berfîn an sechs steht deutlich besser: sie dominiert die d‑Linie, was den Gegner langsam, aber ungemütlich sicher einschnürt. Zurück am Brett, findet meine Gegnerin im dreizehnten eine Neuerung. Interessante Stellung. Ich gehe rauchen. Draußen höre ich tolle Geschichten über einen gestrigen sturzbesoffenen Überraschungsgast des Clubheims und die daraus entstehenden Abenteuer und Verwicklungen. Lustig. Lange nicht mehr so eine dicke Geschichte gehört. Wieder am Brett, sehe ich, dass sowohl MaxHo als auch Berfîn gewannen – 4:0! Nur noch ich und Guido. Der letzte Satz ist mit der zugehörigen Faustregel vereinbar. Guido steht immer noch ziemlich dick, aber immerzu mehr und mehr lässt er Gegenspiel zu und verliert das Ding. Schade! Yolo! Neues Wort! 4:1!

Also nur noch ich. Ich ziehe alle meine Bauern vor meinem König. Die Stellung wird unklarer und verwegener. Sie macht keine Fehler. Ich kann einmal klar besser abwickeln. Zwei starke und zwei brillante Züge muss ich spielen. Ich sehe den letzten nicht. Daher verwerfe ich diese Variante und verschärfe das Ding weiter. Dann kann und muss ich eigentlich ausgleichen. Zeitnot. Rosa Rosen (möchte sie mir etwa einen Antrag stellen?), blaue Haare, niedliche Schmolllippen, große Augen, eine schön geformte Nase und ein leiser, aber hörbarer Schlag ihrer langen, schwarzen Wimpern vernebeln meine Sinne und lassen mich die Stellung weiter gewinnen wollen. Mein König läuft Meilen. Manöver, so wie die Schachgeschichte sie noch nie sah, berauschten die Zuschauer. Meine Gegnerin sieht den Gewinn nicht. Ich rieche so was. Ein süßlicher Duft von Rosen dringt in meine Nase. Ein süßlicher Duft von Rauch in ihre. Symbiose nennt man so etwas. Sie sieht, wie sie remis hält. Ein kaum sichtbares Lächeln lässt ihren Mund kurz zucken. Ich lächle zurück. Unsere Hände streiften sich zur friedvollen Punkteteilung. Ihre großen Augen blicken mich lange an. Ich frage sie nach den Rosen und was es mit ihnen auf sich hat. Sie erzählt mir eine Geschichte. Ich höre kaum zu. Ich blicke ihre Lippen an. Aus ihnen kommen viele Wörter. Zu viele. Zu schnell. Einfach zu schnell für mich. Ich bin erschöpft. Müde. Schlaf …

Draußen sehen wir uns zum letzten Mal. Ein schüchternes »Tschüs« höre ich sie in meine Richtung sagen. Ich erwidere ihren Abschied. Man sieht sich zwei Mal im Leben! Also keine Angst, Wiebi!

4,5:1,5! Ein wichtiger Sieg! Später blitzen wir noch viel und viel Tandem gibt es auch. Alles in allem ein gelungener Tag! Bis Mittwoch zum Alsterufer‑ und Ehemaligenturnier dann! Yolo!

(Genau! Gen‑Eu! Rai‑der!)

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↓
7. Runde
03.03.2013 Hagener SV Königsspringer Hamburg 6 : 0
11:00 Uhr, Altes Pfarrhaus, Martinistr. 9, 49170 Hagen am Teutoburger Wald

1 Kilian Böhning Jakob Pfreundt + :
2 Nikita Rau Eugen Raider + :
3 Lukas Beinke Max Hort + :
4 Balint Balazs Alexander Spät + :
5 Florian Pappert Henry Steinfeldt + :
6 Jannis Vogel Darius Schiffmann + :

03.03.2013 Stader SV SC Diogenes Hamburg 6 : 0
03.03.2013 Delmenhorster SK SK Doppelbauer Kiel :
23.02.2013 SK Nordhorn‑Blanke SV Bargteheide ½ :
03.03.2013 Hamburger SK SK Johanneum Eppendorf : ½
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8. Runde
20.04.2013 Königsspringer Hamburg Hamburger SK 2 : 4
13:00 Uhr, Altes Rathaus, Hökerstr. 2, 21682 Stade

1 Jakob Pfreundt Florian Kugler + :
2 Eugen Raider Martin Grünter 0 : 1
3 Max Hort Julian Kramer 0 : 1
4 Alexander Spät Jan Hinrichs 1 : 0
5 Henry Steinfeldt Lars Hinrichs 0 : 1
6 Berfîn Lemke Michael Elbracht 0 : 1

20.04.2013 SK Johanneum Eppendorf Stader SV 2 : 4
20.04.2013 SV Bargteheide Hagener SV 0 : 6
20.04.2013 SK Doppelbauer Kiel SK Nordhorn‑Blanke : ½
20.04.2013 SC Diogenes Hamburg Delmenhorster SK 3 : 3
↑
↓
9. Runde
21.04.2013 SK Johanneum Eppendorf Königsspringer Hamburg 0 : 6
10:00 Uhr, Altes Rathaus, Hökerstr. 2, 21682 Stade

1 Johannes Gräfe Guido Stanau 0 : 1
2 Lenard Neander Jakob Pfreundt 0 : 1
3 Alex Ryll Eugen Raider 0 : 1
4 Johann Niklas Gutte Max Hort 0 : 1
5 Robin Keyser Henry Steinfeldt 0 : 1
6 Philipp Keyser Berfîn Lemke 0 : 1

21.04.2013 Delmenhorster SK Stader SV 3 : 3
21.04.2013 SK Nordhorn‑Blanke SC Diogenes Hamburg :
21.04.2013 Hagener SV SK Doppelbauer Kiel 1 : 5
12.04.2013 Hamburger SK SV Bargteheide 5 : 1
Quelle: Niedersächsischer Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/13-jbl.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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