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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Deutsche Vereinsmeisterschaft U20 2012
 26. bis 30. Dezember 2012 in Osnabrück 
Endstand
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP Bhz.
1. SK Bebenhausen 6 1 0 13 32,0 59,0
2. SG Bochum 31 4 3 0 11 26,5 62,0
3. Hamburger SK 5 0 2 10 25,0 62,0
4. TuS Coswig 3 2 2 8 23,0 57,0
5. SC Forchheim 4 0 3 8 22,0 60,0
6. Frankfurter TV 3 2 2 8 21,5 60,0
7. SF Heidesheim 4 0 3 8 21,5 44,0
8. Königsspringer Hamburg 3 1 3 7 21,5 53,0
 

Max Borgmeyer (2½/7)
Guido Stanau (2½/7)
Adrian Lock (4½/7)
Eugen Raider (5/7)
Jakob Pfreundt (3/7)
Justus Streich (1½/4)
Shumon Akram (2½/3)

 
9. Schachfreunde Brackel 3 1 3 7 21,5 44,0
10. Hagener SV 3 1 3 7 19,5 52,0
11. SG Solingen 3 0 4 6 23,0 40,0
12. SV Empor Berlin 3 0 4 6 20,0 40,0
13. Heilbronner SV 2 1 4 5 15,0 36,0
14. SC Heitersheim 2 0 5 4 14,0 38,0
15. SV Schott Jena 1 0 6 2 17,0 39,0
16. SC Vaterstetten 1 0 6 2 13,0 38,0
Bericht

8. Platz: Wieder ohne Tricks und Gaunerei

Vorwort. Es hat inzwischen beinahe etwas von Tradition. Am zweiten Weihnachtsfeiertag treffen sich sieben Spieler mit Boris Bruhn. Die DVM U20 findet wieder statt. Ein viertes Mal in Folge mit dem KSH, zum dritten Mal in Folge in Osnabrück. Dass es allein soweit kommen würde, hätte bei meiner ersten Teilnahme in Chemnitz wohl nicht jeder gedacht.

Und dennoch ist es für uns fast zur Routine geworden. Die Vorbereitung, die vielen Stunden mit Boris und zu Hause, das Verspeisen einer Gyrostasche, der Einkauf im Ratio‑Einkaufszentrum und letzten Endes die Teilnahme an der Vereinsmeisterschaft, dem Wettbewerb unter den 16 besten Vereinen Deutschlands. Was ich sagen will: Eine Tradition auf hohem Niveau. Darüberhinaus stiegen mit den Jahren natürlich auch unsere Erwartungen an das Ergebnis. Während wir im ersten Jahr oft auch gegen schwächere Gegner unter die Räder kamen, bildete sich über die Zeit hinweg eine gewisse Konstanz, doch leider hatte es bisher nie für den ganz großen Erfolg gereicht. Der 6. Platz 2011 war unser bestes Ergebnis.

In diesem Jahr, dem letzten Jugendjahr für Adrian, Max, Justus und mich, wollten wir es zusammen mit Guido, Jakob und Eugen wieder probieren. Ein letztes Mal. Für uns vier zumindest. Ich klinge schon wie der Mensch von der DSJ, deshalb: Vorwort Ende und zurück zum Geschehen. Die Bahnfahrt im Metronom wurde gekonnt durch Skat‑Spielen, eine Reisezeitung, ein YEAH!‑Magazin inklusive YEAH!‑Partykettchen für Guido und ein Schachbuch für Justus überbrückt. In Bremen gab es dann ein tradtitionelles Weihnachtsessen: Gyrostasche. Auch Jakob konnte sich bei seiner ersten DVM U20 dem Geruch nicht widersetzen.

Die zweite Hälfte der Anfahrt vertrieben wir uns mit dem Aufzählen von Tiernamen, wobei Jakob verblüffende Kenntnisse der Ornithologie offenbarte. Schließlich erreichten wir unsere Unterkunft, das Ibis‑Hotel, das wieder überzeugte: Ausreichend Essen sorgte für ein anhaltendes Sättigungsgefühl und die 15‑Minuten‑Servicegarantie bescherte Guido und Justus eine zweite Bettdecke. Ein Hotel ohne Abstriche. Es konnte losgehen.

Die erste Runde brachte uns mit Vaterstetten einen weit hinter uns gesetzten Gegner, sodass folgende Marschroute ausgegeben wurde: Ungefährdeter Sieg mit möglichst geringem Aufwand. Eine gute Voraussetzung dafür war auch die Tatsache, dass Guido nicht mit einigen U20w‑Spielerinnen im Allando war. Das Erwachen durch sanfte Ukulele‑Klänge, hervorgebracht von Star‑Ukulelist Boris Bruhn, stellte das Highlight des Morgens dar. So konnte die Runde nur gut verlaufen. Adrian brachte der gegnerischen Stellung empfindliche Schwächen bei und sein Gegner gab nach nicht einmal 20 Zügen auf. Eugen und ich konnten durch hübsche Taktiken Material gewinnen, sodass es schnell 3:0 stand. Da war es nicht so schlimm, dass Max verlor. Guido hatte ebenfalls Probleme mit seinem Gegner, konnte jedoch durch genaues Spiel im Endspiel einen halben Punkt sichern. Bei Jakob sah es nach einem etwas überambitionierten Opfer lange nach remis aus, doch auch hier setzte sich die Spielstärke von Jakob noch durch. 4,5:1,5 – ein Auftakt nach Maß und in weniger als vier Stunden. Daher konnten wir schnell ein gewohnt gutes Mittagessen zu uns nehmen. Wie geplant stieß Jan Peter ›Petsi‹ Schmidt zu uns, extra aus Hildesheim oder London oder so angereist. Das war auf jeden Fall »derbe dege«.

Die gewonnene Zeit zwischen der 1. und 2. Runde wurde zur Vorbereitung auf eventuelle Gegner genutzt. Aufgrund von überraschenden Erstrundenergebnissen, ging es dann gegen Bochum. Am ersten Brett lieferte sich Max mit Konstantyn Tkachuk einen chaotischen Kampf, in dem der Bochumer einige Chancen liegen ließ und in komplizierter Stellung auf ein Remisangebot einging. Ebenfalls einige Chancen liegengelassen hat Adrian, der viele Züge in Zeitnot spielen musste. Am Ende kam es auch hier zur Punkteteilung. Unsere Gewinnversuche an den Brettern 4 und 6 blieben leider auch erfolglos. Justus offener Siz funktionierte nicht gut und Eugen ließ sich in einem klar besserem Endspiel foppen. Neben diesen vier Remisen verloren Jakob und Guido. Insgesamt ein 2:4, die typische zweite Runde gegen einen Favoriten.

In Runde 3 fiel uns dann wieder die Favoritenrolle zu. Empor Berlin sollte jedoch nicht unterschätzt werden, immerhin hatten sie gegen Solingen in der ersten Runde überraschend gewonnen. Wie in fast jeder Runde entstand auf Max’ Brett ein unübersichtliches Gewirr nach dem Motto »Rochade ist überbewertet«. Das reichte für einen starken halben Punkt. Guido hingegen konnte seinem Gegner, der zu Rundenbeginn erstmal übernächtigt frühstücken ging, den Schneid nicht abkaufen und verlor im Endspiel. Ähnlich wie in der Runde gegen Vaterstetten nutzte Adrian einen Eröffnungsfehler aus, diesmal im sizilianischen Feuerlöscher, um schnell großen Vorteil zu erlangen. Dies gelang auch Eugen, unter anderem deswegen, weil sich sein Gegner vergriff und der ›berührt‑geführt‹‑Regel zum Opfer fiel. Nach 24 und 22 Zügen war es ihren Gegenübern auch schon zu viel. Zusammen mit einem jeder Zeit ungefährdeten Remis von Jakob und einem Sieg durch eine kleine Taktik bei Justus gewannen wir souverän mit 4:2.

Inzwischen wurde fleißig eingekauft: Die Zeitschrift ›Disney‑Prinzessin‹, nicht zu verwechseln mit der Traumprinzessin. Als Extra in diesem Heft waren sieben Ringe mit aufgeklebten Schönheiten von Ariel bis zu Prinzessin Jasmin zu finden. Wir waren sieben Spieler. Was passiert ist, könnt ihr euch sicherlich denken.

Unsere nächste Herausforderung stellte Coswig dar. An fast allen Brettern zumindest leicht favorisiert, war ein knapper Sieg das gewünschte Ergebnis. Allerdings sollte es nicht dazu kommen. Während Guido sehr starkes Schach spielte und seinem stärkeren Gegner arge Probleme bereitete, waren an allen anderen Brettern ungefähr augeglichene Stellungen meist mit leichtem Vorteil für uns zu betrachten. So endeten zwei wenig spektakuläre Partien von Adrian und mir mit Punkteteilungen. Eugen bekam schnell ein Endspiel mit leichtem Vorteil durch sein Läuferpaar. Wenig später missverstand er Petsi und bot remis an. Der dachte, dass Eugen nach meinem Ergebnis gefragt hatte. Das Remis war trotzdem stellungsgerecht und auch Max einigte sich mit seinem Gegner in leicht vorteilhafter Stellung friedlich in der Hoffnung, dass Guido gewänne. Selbiger kam leider nach äußerst starkem Spiel durch eine Ungenauigkeit über den halben Punkt nicht hinaus und gab Dauerschach. Jakob durfte auch das Angebot seines Gegners annehmen, da er seine Stellung bei Gewinnversuchen eher noch verlieren als gewinnen konnte. 3:3 ohne Gewinnpartie ist ein ernüchterndes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass wir viel mehr Möglichkeiten hatten und Coswig an keinem Brett jemals echte Gewinnchancen hatte.

Mund abwischen, weitermachen. Das war auch bitter nötig, denn in der 5. Runde warteten die Titelfavoriten aus Bebenhausen auf uns. Bis spät am Abend wurde vorbereitet. Am nächsten Morgen sollte sich dann nach Erwachen durch Boris’ Ukulele zeigen, ob die Vorbereitung gefruchtet hatte. Fazit: »Derbe dege«. An allen sechs Brettern kamen die von Petsi und Boris ausgetüftelten Varianten. Guidos Gegner war sichtlich frustriert, denn zum einen starrte ihn das neue, im Ratio erworbene Amsel‑Maskottchen an und zum anderen spielte Guido die französische Fort‑Knox‑Variante. Max bekam sein geliebtes Chaos in einer Französisch‑Nebenvariante, in der er lange gut stand. Unglücklicherweise fehlte ihm die Übersicht und sein Gegner gewann. In der Caro‑Kann‑Hauptvariante spielte Adrians Gegner einen schlechten Zug, den Adrian jedoch nach reiflicher Überlegung seinerseits ungenau beantwortete und in starken Angriff geriet, der sich durchsetzte. Auch Eugen geriet durch eine Eröffnungsungenauigkeit in entscheidenden Nachteil und verlor bereits nach 21 Zügen. Es wurde schnell klar, trotz guter Vorbereitung war Bebenhausen einfach zu stark für uns. So verloren auch Justus und Jakob. Dafür hielt wenigstens Fort‑Knox auch noch nach über vier Stunden.

Das Maskottchen wurde verbannt, die Stimmung durch 20 Minuten Hellboy aufgebessert, der Mund abgewischt und auf den nächsten Gegner gewartet. Das Turnier hielt für uns gleich den nächsten harten Brocken bereit. Forchheim war direkt vor uns gesetzt. Leon Mons nutzte seinen großen Spielstärkevorsprung gegenüber Max, um in komplizierter Stellung zunächst die Oberhand und dann die Dame zu gewinnen. Genau andersherum lief es bei Eugen, der seinem Gegner die Dame abnahm. Am dritten Brett hatte Adrian im angenommenen Damengambit größere Probleme, die er mit Mühe und Not gerade so lösen konnte. Dem Inhaber des schönen deutschen Namens Robert Wagner gelang es, Justus immer wieder vor Probleme zu stellen und letztendlich in ein gewonnenes Bauernendspiel abzuwickeln. Trotz seiner reichlichen Erfahrung im c3‑Siz unterliefen Guido einige entscheidende Fehler. Dass sein Gegner direkt nach der Partie äußerte, dass er selbst ja doch noch gewinnen könne und fragte, ob Guido eigentlich die Eröffnung kenne, veranlasste Guido dazu wütend den Turniersaal zu verlassen. In einer langen Partie konnte sich Jakob noch zum 2,5:3,5 gegen den »lustigen Hut«‑Mann durchsetzen.

0:4 Mannschaftspunkte, da hatten wir uns am 3. Tag mehr erhofft. Der während der Reise durchgehend guten Stimmung tat das jedoch kaum einen Abbruch. Ein paar halbe Hähnchen und ein wenig frische Luft später standen die Paarungen der letzten Runde fest. Für uns bedeutet das den auf Platz 16 gesetzten SC Heilbronn. Die kurze Gruppenvorbereitung mit allen Spielern entwickelte sich bald zu einer kleinen Chess‑Party mit Schachfilmchen von den Grötzbachs und Karsten Müller, dessen Video zum abgelehnten Königsgambit nicht nur die Basis meiner Vorbereitung war, sondern übrigens auch ein erstklassiges Sample für Highway to Hell abgibt. Während ich die Varianten ansah, blitzte Jakob auf dem Bett gegen Petsi, natürlich mit mehrspurigen Livekommentaren der Meute und Guido erzählte Eugen Eugens Lebensgeschichte. Was das genau sollte, blieb unverstanden. Nach langem Hin und Her ging es für manche noch ins Allando oder ins Bett, andere wiederum lauschten Eugens geistigen Ergüssen, die leider nicht niedergeschrieben wurden. Als Eugen erklärte, warum man seine eigene Unterschrift gemeinsam mit einem »Graphontologen« aus Lauenburg fälschen sollte, dabei aber auf jeden Fall Millionen verliert, beschloss ich schlafen zu gehen.

Die letzte Runde begann schon um 8:30 Uhr. Das schafften wir im Gegensatz zu manchen anderen alle pünktlich. Nach ungefähr drei Stunden waren alle Partien fast gleichzeitig beendet. Max gewann schnell eine Figur und erreichte ein schönes Matt, was auch Eugen gelang. Meine Vorbereitung hat sich gelohnt, denn ich erreichte mühelos ein Turmendspiel mit Mehrbauer, das sich dank einiger gegnerischer Fehler leicht gewinnen ließ. Adrians Gegner brachte sich im ruhigen Italiener durch gewagte Züge selbst in Nachteil und musste bald einsehen, dass das Öffnen seiner Königsstellung kein guter Einfall war. Guido gewann die Dame, Jakob stellte seine ein. 5:1 war das gerechte Ergebnis.

Nach einigen Wizard‑Runden und einem ausgiebigen Mahl fand die Siegerehrung statt. Mit von der Partie war der Osnabrücker Bürgermeister, der ähnlich wie der Ausrichter wegen der Kuh‑Mütze, die Boris trug, reichlich verdutzt dreinblickte. Die Rückfahrt verging dank Partieanalysen und Schlaf relativ schnell und in Bremen blieb dank guter Anbindung nicht einmal Zeit für eine Gyrostasche. Außerdem konnten wir ein kleines Kind mit einem Lied namens ›Addy the Earthworm‹ unterhalten. Am Hamurger Hauptbahnhof trennten sich dann unsere Wege. Der Sticker des Ariel‑Ringes klebte inzwischen in einer U‑Bahn und es wurde Zeit für ein Resümee.

Wir sind Achter geworden mit 7:7 MP. Verloren haben wir nur gegen vor uns gesetzte Mannschaften. Gegen Forchheim war mehr drin, Bebenhausen und Bochum waren zu stark. Das Unentschieden gegen Coswig war unglücklich. Gegen den Rest haben wir souverän gewonnen. Insgesamt also eine grundsolide Teamleistung ohne die erhofften Überraschungen und mit etwas Pech. Dafür haben alle Spaß gehabt, das ist ja auch viel wert. Kaum eine andere Mannschaft saß so regelmäßig gemeinsam am Frühstückstisch und hat dabei noch so viel gelacht. Das ist das, was uns als Team und Verein ausmacht. Wir sind mehr als sieben jugendliche Schachspieler, die zufällig nebeneinander am Brett sitzen. Wir sind über viele Jahre hinweg echte Freunde geworden.

Auf keinen Fall vergessen sollte man Boris und Petsi, die natürlich auch zur Mannschaft gehören. Petsi, extra aus London angereist, und Boris, inzwischen auf der DVM U20 zur Institution geworden, sorgten für phänomenale Vorbereitung und Partieanalysen, was jedoch nur die Spitze des Eisberges ist. Auch im Vorfeld hat sich vor allem Boris in unzähligen Stunden mit den Spielern hingesetzt, Eröffnungen ausgearbeitet, Taktikzettel entworfen und Organisatorisches geklärt. Ein großartiges Geschenk für den Verein.

Für mich persönlich und sicherlich auch die anderen war es so trotz etwas durchwachsenen Schachs eine schöne Meisterschaft und wer weiß, vielleicht gibt es früher als mancher erwarten würde wieder eine DVM U20 mit Königsspringerbeteiligung.

Zum Abschluss noch etwas Einzelkritik und Einzellob:

Max (2,5/7):
Nach Startschwierigkeiten in der ersten Runde hat Max mit drei Remisen in Folge eine solide Form gefunden, gegen die sehr starken Gegner in Runde fünf und sechs reichte es nicht. Max spielte fast ausnahmslos sehr unübersichtliche Partien mit viel Dynamik, sodass das Zuschauen zwar interessant war, doch auch für einige graue Haare gesorgt haben dürfte.

Guido (2,5/7):
Nach schwachem Einstieg (0,5/3) konnte sich Guido im Verlauf des Turniers steigern und in der zweiten Hälfte deutlich besser abschneiden (2/4). Es war ihm anzumerken, dass er mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden war. Gegen Coswig, Bebenhausen und Heilbronn spielte er jedoch sehenswertes Schach.

Adrian (4,5/7):
Adrian hat vor der DVM nochmal richtig Gas gegeben und das schlägt sich auch im Ergebnis nieder. Bei nur einer Verlustpartie war er stets ein sicherer Rückhalt für die Mannschaft.

Eugen (5/7):
Mit 5 Punkten hat Eugen die beste Punktausbeute erreicht und ebenfalls nur einmal verloren. Wie das bei solchen Schlafgewohnheiten möglich ist, bleibt mir zwar ein Rätsel, doch Eugen zeigte wieder einmal, dass er schwächeren Spielern keine Chance lässt.

Jakob (3/7):
Jakob blieb insgesamt etwas unter seinen Möglichkeiten, was eventuell an der mangelnden Erfahrung in solchen doppelrundigen Turnieren lag. In der U20 sind selbst die schwächeren Gegner sehr zäh, weswegen Jakob teilweise über ein Remis nicht hinaus kam. Eine sehr schöne Caro‑Kann‑Partie gegen Forchheim zeigte, was in ihm steckt. Außerdem hat er sehr viel gelächelt und erste DVM‑Luft geschnuppert.

Justus (1,5/4):
Trotz intensiver Vorbereitung mit neuem Repertoire ging die längere Schachabstinenz nicht spurlos an Justus vorbei, sodass ihm teils ungewohnte Fehler unterliefen. Für die Stimmung im Team war Justus stets ein großer Gewinn und konnte am letzten Abend nochmal alles geben.

Ich (2,3/3):
Ich habe zwei leichte Siege eingefahren und bin gegen Coswig über ein Remis leider nicht hinausgekommen. Insgesamt in Ordnung, denke ich.

Boris:
Er weiß einfach, was die Masse will, ob YEAH!‑Magazin, Gummi‑Frösche, Marvel‑Verfilmungen, Kuh‑Mütze oder Eröffnungsfiles. Sowohl seine Erfahrung im schachlichen Gebiet als auch sein Beitrag zur gelungenen Gruppendynamik machten ihn zu einem sehr wichtigen Teil der Veranstaltung. Nebenbei gelang es ihm sogar, seine Fertigkeiten an der Ukulele enorm zu verbessern. Vielleicht kann man ihn sogar für die nächste Weihnachtsfeier buchen. Zusammengefasst: Ganz große Klasse.

Petsi:
Petsi konnte sich sofort nach Ankunft im Ibis‑Hotel einleben und lieferte sehr fundierte Vorbereitungen. Des Weiteren zeigte er viel Präsenz im Turniersaal und analysierte gekonnt Partien. Er sorgte für heitere Atmosphäre und wäre sogar fast am letzten Abend im Allando gelandet. Zusammen mit Boris bildete er ein super Betreuerteam. Ich hoffe, dass ihm die Meisterschaft mit uns so viel Spaß gemacht hat wie uns mit ihm. Insgesamt: »Derbe dege«.

(Shumon Akram)

Bilder von der DVM U20
Quelle: Deutsche Schachjugend
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/12dvm.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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