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www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 5 · Bezirksliga A 2012
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 3 6 5 5 49,0 18
2. Langenhorner Schachfreunde 4 5 5 5 4 7 40,5 12
3. SK Marmstorf 2 2 4 5 5 36,5 11
4. Bille SC 2 3 3 4 38,0 9
5. Hamburger SK 9 5 2 4 34,0 9
6. Hamburger SK 10 3 3 3 5 35,5 8
7. Königsspringer Hamburg 5 3 3 5 5 35,5 8
8. TV Fischbek 2 3 3 4 6 3 5 35,5 7
9. SK Wilhelmsburg 4 4 3 3 33,5 6
10. SC Schachelschweine 2 ½ 1 22,0 2
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Spieler
KSH
5
Mannschaftsführer:
Baldur Schroeter
H A H A H H A H A
BSC
2
HSK
10
SKJ
3
HSK
9
MAT
2
LGH
 
FBK
2
WBG
 
SCS
2
41 Schroeter, Baldur ½ 1 0 1 0 1 1 0 1
42 Streich, Justus   0 ½ 0 0 ½    
43 Spät, Alexander ½ ½ 0     ½ 0 1 1
44 Pfreundt, Jakob 1 1 1 0 ½ 1 1   ½
45 Steinfeldt, Henry 0 ½ ½ ½ ½   1 ½ 1
46 Lemke, Berfîn 0 0 0 0 1 0 0   0
47 Götze, Tobias 1 ½ 0 0 1 0   0  
48 Schiffmann, Andreas 1   +   0 0   0  
49 Schiffmann, Darius                  
51 Hanssen, Marco                 1
52 Bongartz, Florian         ½        
54 Viol, Joshua       0   0 1    
55 Hartig, Ruben             1    
61 Seemann, Hans‑Siegfried 1 1              
65 Carl, Dieter               0  
68 Falk, Rolf               1 0
72 Saß, Andreas               1  
90 Lenz, Finn‑Thore                 1
95 Maiorov, Daniel       1          
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1. Runde
13.01.2012 Königsspringer Hamburg 5 Bille SC 2 5 : 3
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Franz Indinger ½ : ½
2 Alexander Spät Frank Verbic ½ : ½
3 Jakob Pfreundt Ulrich Peschke 1 : 0
4 Henry Steinfeldt Marek Glodowski 0 : 1
5 Berfîn Lemke Alexander Indinger 0 : 1
6 Tobias Götze Raphael Metz 1 : 0
7 Andreas Schiffmann Viktor Remboldt 1 : 0
8 Hans‑Siegfried Seemann Hauke Folger 1 : 0

13.01.2012 SK Johanneum Eppendorf 3 SK Marmstorf 2 6 : 2
13.01.2012 Hamburger SK 9 Hamburger SK 10 5 : 3
13.01.2012 Langenhorner Schachfreunde SC Schachelschweine 2 7 : 1
13.01.2012 TV Fischbek 2 SK Wilhelmsburg 5 : 3

Erfolgreicher Saisonstart

Am 13.01.2012 fand der erste Mannschaftskampf der Saison von KSH 5 zuhause gegen Bille 2 statt.

Im Kern setzt sich das Team aus vielen Spielern zusammen, die im letzten Jahr in der Kreisliga angetreten sind. So soll insbesondere den Jugendspielern eine neue Herausforderung eine Liga höher geboten werden: Mit Spannung kann erwartet werden, wie sie sich gegen die zumeist nominell etwas stärkeren Gegner behaupten werden.

Für Justus sprang bei uns Siggi ein, aber auch bei unseren Gegnern drehte sich das Ersatzkarussell: Sie traten ohne ihre Bretter 1 und 2 an. Die Partie, bei der ich als erstes Vorteil auf unserer Seite vermutete, war auch am schnellsten zu Ende: Alexanders Gegner sicherte seinen König nach einem Einschlag auf f7 dank künstlicher Rochade. Das folgende Remisangebot bei zweischneidiger Stellung durfte Alex dann annehmen, da er an dem Abend nicht besonders fit war und der Rest der Partien recht erfreulich aussah.

Bei Tobi und Siggi waren bereits leichte Vorteile zu verzeichnen, die übrigen Stellungen waren zu diesem Zeitpunkt wohl mehr oder weniger ausgeglichen. Der erste ganze Brettpunkt der Saison ging jedoch nicht an einen der beiden, sondern an Andreas: Sein Gegner hatte zunächst 50 Minuten in einen planlosen Zug investiert, um bald darauf einen Bauern und dann auch die Partie einzustellen. Während Siggi und Tobi ihre Vorteile immer weiter ausbauten, stand Berfîn wohl eher leicht gedrückt, verteidigte sich jedoch stets umsichtig und mit guter Zeiteinteilung. Klarer Vorteil war indes bei Jakob zu sehen, der mit Turm, Springer und einem starkem Freibauern der gegnerischen Dame keine Chance ließ, aktiv zu werden. Nachdem Siggi den Sack souverän zugemacht hatte, trennte ich mich alsbald von meinem Gegner mit einem Unentschieden. Nach zunächst seichtem Dahindümpeln hatte ich wohl leichten Endspielvorteil erreicht, den ich jedoch nicht nutzen konnte.

Für mich überraschend hatte Henry verloren: Seine Stellung hatte ich nur zwischendurch kurz betrachtet und stets als angenehm empfunden. Die 4:2‑Führung erzielte Tobi, der in zum Schluss scharfer Position stets die Übersicht gewahrt hatte.

Jakob und Berfîn waren also die letzten Spieler an den Brettern: Damit ist eine Tradition aus dem Vorjahr erhalten geblieben. Während Berfîns Partie für beide Parteien allmählich in die Zeitnotphase ging, wurde Jakob zusehends müde und übersah mehrere Züge lang eine eindeutige Gewinnchance. Gerade als ich anfing mir Sorgen zu machen, kam die beruhigende Siegesmeldung. Die ersten beiden Mannschaftspunkte waren also sicher und eine weitere Tradition gewahrt: Nämlich dass uns Teams aus Bille liegen ;-)

Dass Berfîns harter Kampf in einem schlechteren Endspiel nicht belohnt wurde, war schade; das Verhalten eines gegnerischen Spielers zu diesem Zeitpunkt nicht gerade höflich.

Gut gefallen hat mir die Einstellung im Team: Alle gingen sehr konzentriert an die Sache, es wurden kaum kurze Partien gespielt. Das wird uns sicher bei den nächsten Kämpfen weiterhelfen – vielleicht ja schon beim nächsten am 27.01. gegen HSK 10.

Ich freue mich schon!

(Baldur Schroeter)

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2. Runde
27.01.2012 Hamburger SK 10 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Thomas Stark Baldur Schroeter 0 : 1
2 Jan Meder‑Eggebrecht Justus Streich 1 : 0
3 Lars Hinrichs Alexander Spät ½ : ½
4 Alexander Baberz Jakob Pfreundt 0 : 1
5 Valentin Chevelevitch Henry Steinfeldt ½ : ½
6 Jan Zierott Berfîn Lemke 1 : 0
7 Hans‑Joachim Müller Tobias Götze ½ : ½
8 Mathias Grimme Hans‑Siegfried Seemann 0 : 1

03.02.2012 SK Marmstorf 2 SK Wilhelmsburg :
27.01.2012 SC Schachelschweine 2 TV Fischbek 2 :
27.01.2012 Bille SC 2 Langenhorner Schachfreunde 3 : 5
03.02.2012 SK Johanneum Eppendorf 3 Hamburger SK 9 :

Schach in Eilbek I

Der zweite Kampf der Saison führt uns nach Eilbek: Gegen beide HSK‑Team in unserer Staffel spielen wir auswärts. Und wer eine Reise tut, der kann auf der Fahrt interessante Gespräche führen und so manches darüber erfahren, wie alles so funktioniert. Besonders wenn derjenige mit Henry unterwegs ist. Tobi, Jakob, Siggi und ich lernen jedenfalls schon einiges auf der Hinfahrt.

Zum Beispiel, dass es IMMER einen Grund gibt, sich hinreichend zu beschweren. Warum man das U‑Bahn fahren lieber meiden sollte. Und das S‑Bahn fahren erst recht. Die hat nämlich »so hässliche Flecken außen dran«.

Am Spielort angekommen trifft auch der Rest der Mannschaft alsbald ein: Alexander etwas später, da direkt vom Praktikum kommend. Das bedeutet einiges an Aufwand, weswegen die Einstellung an dieser Stelle einmal lobend erwähnt werden soll! Unsere Gegner treten wie wir fast mit Stammbesetzung an: Nominell ist ein knapper Kampf zu erwarten.

Außer unserem finden im Spielsaal noch drei weitere Kämpfe statt: Ein volles Haus also. Von Shumon konnten wir im letzten JuBl‑Bericht erfahren, dass »irgendetwas ja bekanntlich immer ist«. In diesem Fall handelt es sich um die Tür zum Turniersaal, die – sobald zu weit aufgestoßen – ein lautes Quietschen verursacht. Das Anbringen eines Zettels mit der Aufschrift »nicht zu weit öffnen« auf einer Seite der Tür halbiert immerhin die Quietschrate.

Der Kampf entwickelt sich schnell gut für uns: Siggi hat die schwarzen Steine im Zweispringerspiel im Nachzug (Variante mit 4. Sg5 d5 5. exd5 Sa5 6. Df3) und für einen Bauern viel Initiative. Ein Spiel, welches ihm liegt: Bald gewinnt er eine Leichtfigur und die Partie. Die Stellungen von Henry und Jakob wirken zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich vorteilhaft. Auch an den ersten beiden Brettern stehen Justus und ich wohl sehr ordentlich und achten auch auf unsere Versorgung mit ausreichend Flüssigkeit. Er ist mit ›Elitess Mediterran‹‑Mineralwasser ausgerüstet, während ich mit Kohlensäure versetztes Hamburger Leitungswasser aus dem »Soda‑Club‑Automaten« aufwarten kann.

Während Berfîn gedrückt steht, verflachen die Stellung bei Alexander und Tobias. Mit Blick auf die übrigen Partien bieten beide ihren Gegnern die Punkteteilung an, die diese auch annehmen. Meine Stellung spielt sich angenehm: Mein Gegner hat die Bauernstruktur e5, d6, c5, b6 (gegen meine b3, c3, c4, e4) und einen entsprechend schwachen Schwarzfelder. So kann ich relativ beruhigt möglichst viele Springer über f1 nach g3 und e3 umgruppieren, während seine Zeit knapper wird. Die nächste Partie gewinnt Jakob: Bei verschiedenseitiger Rochade konnte er seinen Angriff gegen die gegnerische Rochadestellung in einer (soweit ich es mitbekommen habe) wirklich souveränen Partie sauber umsetzen.

An einigen Brettern wendet sich nun das Blatt: Henry hat irgendwann etwas eingestellt und bei Justus brennt das Brett. Leider hat er keinen Feuerlöscher dabei und so fliegt ihm die Stellung um die Ohren. Ich berechne eine Variante falsch, sodass mein Gegner positionellen Ausgleich erzielen kann: In dem Augenblick fällt bei ihm die Zeit. Berfîn muss die Segel streichen, sodass Henry mindestens ein Remis zum Mannschaftssieg schaffen muss. Nachdem die Zeitnotphase überstanden ist, verbleibt er im Damenendspiel mit 2 Bauern weniger. Diese nützen dem Gegner allerdings nichts, da der König Henrys Schachs nicht entkommen kann. Da es um die Mannschaftswertung geht, wird noch eine Weile weitergespielt.

Auf der Rückfahrt diskutieren wir die Wichtigkeit von Flüssigkeitsaufnahme bzw. den Verbrauch während der Partien. Auch hier erwärmt sich besonders Henry für das Thema: Schach müsse ja aufgrund des Energieverbrauchs zum Abnehmen geeignet sein. Eine Eigenschaft, die vermarktungsfähig sein sollte. Erst nach ca. 15 Minuten Fahrt stellt er die entscheidende Frage: »Wie haben wir eigentlich gespielt?« Stimmt: Wir haben 4,5:3,5 gewonnen, und das war ganz gut!

(Baldur Schroeter)

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3. Runde
10.02.2012 Königsspringer Hamburg 5 SK Johanneum Eppendorf 3 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Dennis Johannsen 0 : 1
2 Justus Streich Karl‑Ömer Tosunoglu ½ : ½
3 Alexander Spät Wolfgang Thormann 0 : 1
4 Jakob Pfreundt Mika Seidel 1 : 0
5 Henry Steinfeldt Mihail Topalov ½ : ½
6 Berfîn Lemke Daniel Fahs 0 : 1
7 Tobias Götze Maurizio Palladini‑Thiermann 0 : 1
8 Andreas Schiffmann Johannes Gräfe + :

17.02.2012 Hamburger SK 9 SK Marmstorf 2 :
10.02.2012 Langenhorner Schachfreunde Hamburger SK 10 :
10.02.2012 TV Fischbek 2 Bille SC 2 4 : 4
17.02.2012 SK Wilhelmsburg SC Schachelschweine 2 :

Brei

In der dritten Runde geht es gegen die starke Truppe SKJE 3. Wir spielen mit unseren Brettern 1–8, während unsere Gegner etwas ersatzgeschwächt antreten, sodass für uns einiges drin sein sollte. Das dachte ich zumindest zu Kampfbeginn. Diese Tendenz verfestigt sich nach einer Stunde sogar noch, als feststeht, dass Andreas’ Gegner nicht mehr auftauchen würde und wir einen kampflosen Punkt verbuchen.

Zu diesem Zeitpunkt sind auch alle Stellungen ganz in Ordnung: Ein Bild, das sich in der Folge leider schnell ändert. Tobias, Berfîn und ich schaffen es erfolgreich, unseren Gegner schöne Geschenke zu machen: So schenkt Tobias seinen König, Berfîn ihre Zeit und ich spiele nur Brei. Und zwar ziemlich sabschigen.

Henry steht unter Druck, verteidigt sich jedoch umsichtig und erreicht ein remisiges Endspiel. Bei Justus zeichnet sich ein schlechteres Endspiel mit gleichfarbigen Läufern ab, als auch Alexander aufgibt: Nun ist der Kampf schon gelaufen. Lichtblick des Abends ist die Partie von Jakob, der auf 2,5:4,5 verkürzen kann. Justus muss noch lange kneten, bevor er sich ein Remis erkämpft.

3:5 am Ende also: Eine Niederlage, die gegen sieben Gegner ein bisschen zu souverän zustande kam: Irgendwie standen wir uns an diesem Abend auch selbst im Weg. Macht aber nix: Getreu dem Motto »Mund abwischen, weitermachen« geht es in zwei Wochen wieder zum HSK. Mal schauen, was dann geht!

(Baldur Schroeter)

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4. Runde
24.02.2012 Hamburger SK 9 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Jürgen Bildat Baldur Schroeter 0 : 1
2 Erich Scholvin Justus Streich 1 : 0
3 Marcus Rockel Jakob Pfreundt 1 : 0
4 Michael Elbracht Henry Steinfeldt ½ : ½
5 Kevin Weidmann Berfîn Lemke 1 : 0
6 Pauls Plate Tobias Götze 1 : 0
7 Robert Raschka Joshua Viol 1 : 0
8 Boriss Garbers Daniel Maiorov 0 : 1

24.02.2012 SK Marmstorf 2 SC Schachelschweine 2 :
02.03.2012 Bille SC 2 SK Wilhelmsburg :
02.03.2012 Hamburger SK 10 TV Fischbek 2 :
24.02.2012 SK Johanneum Eppendorf 3 Langenhorner Schachfreunde :

Schach in Eilbek II

Im zweiten Auswärtskampf in Folge beim HSK ging es gegen deren 9te. Diese Mannschaft ist ähnlich konzipiert wie unsere: Einige erfahrene Erwachsene spielen an den ersten Brettern, während ansonsten Jugendspieler antreten.

Bei uns fielen Andreas und Alexander aus: Dafür sprangen Joshua und Daniel ein. Natürlich ist Daniel ein sehr starker Ersatzspieler am 8en Brett; die Nachmeldung in der Reserve (statt a‑Nummer) erfolgte, damit er zu so vielen Ersatzeinsätzen wie möglich kommt.

Der Kampf begann angenehm für uns: Joshua erreichte zügig eine Druckstellung, Jakob gewann eine Qualität und bei Daniel war absehbar, dass er in ein deutlich besseres Endspiel abwickeln würde. Auch meine Stellung war zufriedenstellend – nur Justus stand etwas gedrückt.

So war ich doch unangenehm überrascht, als ich das nächste Mal die Stellungen begutachtete: Zwar hatte Daniel den Punkt nach Hause gebracht, jedoch Joshua und Jakob ihren Vorteil eingestellt. Tobi verwaltete indes ein Endspiel, das nicht mehr zu halten war. So schnell können Kämpfe kippen! Mit der Beendigung von Berfîns Partie zu unseren Ungunsten war klar, dass es heute nix mehr werden würde. Justus wehrte sich noch ein wenig, genauso wie Joshua vergebens. Henry konnte dann in die Punkteteilung einwilligen.

Zur Krönung verdaddelte ich noch meine gute Stellung zu einem unklaren (wahrscheinlich schlechten) Endspiel: Ich hatte die Dame für Turm und Läufer gegeben. Ob meine Figurenaktivität gegen den gegnerischen König durchgeschlagen hätte, bleibt zu bezweifeln. Zum Glück musste ich es in der Partie nicht mehr herausfinden. Es erwies sich mal wieder, dass Springer verdammt gefährliche Figuren sind, die Damen und Könige gleichzeitig angreifen können. In der letzten Partie des Abends wehrte sich Jakob noch lange, aber chancenlos.

Insgesamt wurden dieses Mal leider zu viele leicht vermeidbare Fehler gemacht. Jetzt geht es für die Jugendspieler zur Endrunde. Danach spielen wir gegen Marmstorf 2: Wenn wir nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben wollen, sollten wir dann wieder auf 2 Mannschaftspunkte zielen!

(Baldur Schroeter)

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↓
5. Runde
30.03.2012 Königsspringer Hamburg 5 SK Marmstorf 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Matthias Peschke 0 : 1
2 Justus Streich Holger Fabig 0 : 1
3 Jakob Pfreundt Ralf Böhme ½ : ½
4 Henry Steinfeldt Björn Undritz ½ : ½
5 Berfîn Lemke Prof. Dr.‑Ing. Thomas Willner 1 : 0
6 Tobias Götze Lutz Meyer 1 : 0
7 Andreas Schiffmann Uwe Grove 0 : 1
8 Florian Bongartz Stephan Barz ½ : ½

30.03.2012 Langenhorner Schachfreunde Hamburger SK 9 :
30.03.2012 TV Fischbek 2 SK Johanneum Eppendorf 3 :
23.03.2012 SK Wilhelmsburg Hamburger SK 10 3 : 5
23.03.2012 SC Schachelschweine 2 Bille SC 2 :

Auszeit

Nun ist schon eine Weile seit dem letzten Kampf vergangen – einen kurzen Bericht soll es dennoch geben. Dunkel entsinne ich mich, dass wir ziemlich unnötig verloren haben. Ansonsten hilft mir selektive Verdrängung dabei, mich ansonsten vor allen Dingen an die positiven Ereignisse des Abends zu erinnern.

Da wäre z. B. Berfîns Partie, die diese ziemlich schnell und sauber gewonnen hat. Außerdem konnte Tobi eine große Kampfpartie zeigen, zwischendurch wurde mit den verbleibenden drei Sekunden auf der Uhr noch ausreichend Züge gemacht, um den 40sten zu schaffen. Am Ende reichte es dann im Endspiel. Hervorzuheben ist außerdem Jakobs Kampfgeist, der in einem remisigen Endspiel lange auf Gewinn spielen musste, um noch etwas für Mannschaftspunktekonto zu tun.

Und Ansonsten? Der Vereinsabend war richtig klasse: Schön auch, dass alle aus dem Team bis zum Schluss dabei waren – das hat richtig Stimmung gemacht!

Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass wir Mannschaftspunkte mal wieder ganz gut gebrauchen könnten. Beim nächten Heimkampf am 13. April haben wir eine neue Chance uns welche zu holen.

(Baldur Schroeter)

↑
↓
6. Runde
13.04.2012 Königsspringer Hamburg 5 Langenhorner Schachfreunde 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Michael Weithart 1 : 0
2 Justus Streich Thomas Becker ½ : ½
3 Alexander Spät Gerhard Schröder ½ : ½
4 Jakob Pfreundt Ulrich Thießen 1 : 0
5 Berfîn Lemke Peter Schmidtke 0 : 1
6 Tobias Götze Uwe Neumann 0 : 1
7 Andreas Schiffmann Hanno Keuneke 0 : 1
8 Joshua Viol Joachim Melchert 0 : 1

13.04.2012 SK Marmstorf 2 Bille SC 2 :
13.04.2012 Hamburger SK 10 SC Schachelschweine 2 :
20.04.2012 SK Johanneum Eppendorf 3 SK Wilhelmsburg :
13.04.2012 Hamburger SK 9 TV Fischbek 2 2 : 6

Bericht

Am 13.04. traten wir gegen das deutlich favorisierte Team Langenhorn 1 an. Justus forderte vor dem Kampf einen Mannschaftskreis. Gesagt, getan: Das hatte was, vielleicht sollten wir das ab jetzt immer machen?

Die Partien begannen jedenfalls recht ordentlich: An keinem Brett gerieten wir schnell in Nachteil. Initiative hatten sowohl Justus als auch Jakob, Tobi und Joshua zu verzeichnen. Tobi spielte in der Folge zu weich, während bei Berfîn in einem ihr unbekanntem Eröffnungssystem die Zeit immer knapper wurde. Meine Partie ging in völliges Chaos über: Der Zug, den ich »gefühlt« machen musste, traute ich mich am Brett nicht zu ziehen, da ich ihn nicht berechnen konnte. Stattdessen spielte ich den vermeintlich »sicheren« Zug, der mir einen sofortigen Qualitätsverlust mit verbleibenden Foppchancen einbrachte. Unterdessen waren Justus’ Angriffsbemühungen gestoppt worden: Bei geschlossener Stellung einigte er sich mit seinem Gegner auf remis.

Erst nach einer Weile konnte ich nun einen Blick auf die anderen Bretter werfen: Die Tendenz zeigte, dass Jakob seinen Gegner nach Strich und Faden auseinandernahm und Tobi eine Figur eingestellt hatte. Beide Partien gingen dann auch dementsprechend aus. Berfîn konnte ihre Stellung in Zeitnot nicht halten, während sich bei mir die Foppchancen zum Sieg verdichteten: Laut Jochen »sooooo dünn«, aber auch »erwartungsgemäß«.

Andreas’ Partie hatte sich bisher wohl stets im ausgeglichenem Rahmen bewegt: Nun war ein unklares Turmendspiel entstanden. Bei Alex waren hingegen noch fast alle Figuren auf dem Brett: Auch bei ihm wurde allmählich die Zeit knapp.

Plötzlich verlor dann Joshua, womit der Kampf auch gelaufen war: Es war absehbar, dass Andreas nun verlieren würde. So konnte Alex remis bei komplizierter Stellung und ca. 2 Minuten für 10 Züge machen.

Das Endergebnis von 3:5 gegen eine starke Mannschaft ist durchaus in Ordnung. Eindeutig war dieses Mal die Brettpunkteverteilung. An den ersten 4 Brettern schafften wir 3/4, während die Bretter 5–8 mit 0/4 zu Buche schlugen.

Nun folgen die für den Klassenerhalt entscheidenden Kämpfe. Sowohl Wilhelmsburg wie auch die Schachelschweine sollten wir hinter uns lassen, wenn wir die Klasse halten wollen.

(Baldur Schroeter)

↑
↓
7. Runde
11.05.2012 TV Fischbek 2 Königsspringer Hamburg 5 3 : 5
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Denis Schermer Baldur Schroeter 0 : 1
2 Philip Reichhardt Justus Streich + :
3 Thomas Peters Alexander Spät 1 : 0
4 Jörg Schwarzkopf Jakob Pfreundt 0 : 1
5 Knud Schulenburg Henry Steinfeldt 0 : 1
6 Jakob Kneip Berfîn Lemke 1 : 0
7 Andreas Wanke Joshua Viol 0 : 1
8 Klaus Düwel Ruben Hartig 0 : 1

27.04.2012 Langenhorner Schachfreunde SK Marmstorf 2 4 : 4
27.04.2012 SK Wilhelmsburg Hamburger SK 9 4 : 4
11.05.2012 SC Schachelschweine 2 SK Johanneum Eppendorf 3 ½ :
27.04.2012 Bille SC 2 Hamburger SK 10 :

Bigpoints in Süderelbe

In Runde 7 begann der »K(r)ampf« schon vor dem Kampf: Zum ursprünglich angesetzten Termin konnten gleich mehrere Spieler nicht. Ersatzspieler zu bekommen wird zum Ende der Saison hin ja immer schwieriger, zumal KSH 6 die letzten drei Runden parallel zu uns austrägt: Irgendwie ungünstig. Ein großer Dank geht an die Fischbeker, die auf mein Ersuchen einer Verlegung auf den 11.05. zustimmten.

Doch auch am Ersatztermin brauchten wir drei Spieler: Mit Ruben und Joshua bekamen wir immerhin zwei. Obgleich unsere Gegner nominell deutlich stärker als wir aufgestellt waren und wir nur zu siebt, wollte ich gerne wenigstens einen Mannschaftspunkt aus Fischbek entführen, damit wir uns nicht in einen knappen Abstiegskampf begeben müssen.

Die ersten Minuten konnte ich zuschauen, da mein Gegner etwas später erschien. Besonders aussichtsreich schienen mir Alexanders und Rubens Stellungen zu sein, während Joshuas Partie zügig unübersichtlich wurde.

Dann ging»s auch bei mir los: Zügig blitzte mein Gegner die ersten Züge runter. Da konnte ich mitmachen, denn endlich bekam ich das bei einigen von uns als »Peter‑Knops‑Variante« bekannte Abspiel aufs Brett. Gut, dass ich die Theorie einen Zug länger kannte: So verblieb mein Gegner schon nach 16 Zügen mit einer Minusfigur. Nachdem ich die Gewinnstellung umsetzen konnte, vermeldete Ruben gleich einen weiteren Brettpunkt für uns: Er hatte seine Anweisung »heute draufhauen« in einer guten Partie sauber umgesetzt. Während der Analyse stieß Joshua zu uns: Hier rechnete ich eher mit einem Punkt für die Gegner, aber in einer Chaosstellung hatte Joshua das glücklichere Ende. Glückwunsch zum Sieg gegen einen ca. 400 Punkte stärkeren Gegner!

Verkürzen konnten dann die Fischbeker nach Berfîns Niederlage: Sie hatte lange über einen ganz guten Plan nachgedacht, den sie sich dann nach dem ersten Zug leider nicht getraut hatte, weiterzuspielen. 3:2, aber der Rest der Partien sah sehr ordentlich aus. Alex konnte seine Initiative leider nicht umsetzen und verlor, zum Glück hatte Henry kurz vorher den vierten Brettpunkt beigesteuert, sodass unser Mindestziel schon erreicht war.

Spielte noch Jakob in einem leicht besseren Endspiel: Die Umsetzung beider Spieler haben ich und die interessierten Zuschauer zwar nicht ganz verstanden, am Ende stand jedoch der ganze Punkt!

Das 5:3 verschafft uns natürlich riesig Luft und ist schon die halbe Miete für den Klassenerhalt. Ein herzlicher Dank geht dieses Mal vor allen Dingen an unsere Ersatzspieler Ruben und Joshua, die heute entscheidend am Gewinn des Kampfes beteiligt waren und an alle Fahrer! Nun können wir deutlich entspannter in die letzten Runden gehen.

(Baldur Schroeter)

↑
↓
8. Runde
25.05.2012 Königsspringer Hamburg 5 SK Wilhelmsburg :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Dr. Hauke Reddmann 0 : 1
2 Alexander Spät Jörg Kempe 1 : 0
3 Henry Steinfeldt Kai Uwe Schröder ½ : ½
4 Tobias Götze Uwe Kiausch 0 : 1
5 Andreas Schiffmann Peter Jacobi 0 : 1
6 Dieter Carl Jörn Werner 0 : 1
7 Rolf Falk Thorsten Fellberg 1 : 0
8 Andreas Saß Andreas Will 1 : 0

25.05.2012 SK Marmstorf 2 Hamburger SK 10 5 : 3
25.05.2012 SK Johanneum Eppendorf 3 Bille SC 2 :
18.05.2012 Hamburger SK 9 SC Schachelschweine 2 :
18.05.2012 Langenhorner Schachfreunde TV Fischbek 2 5 : 3
↑
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9. Runde
08.06.2012 SC Schachelschweine 2 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, Villa Finkenau (Hintereingang), Finkenau 42, 22081 Hamburg

1 Florian Severin Baldur Schroeter 0 : 1
2 René Gralla Alexander Spät 0 : 1
3 Ronald Rittmeyer Jakob Pfreundt ½ : ½
4 Steven Meininger Henry Steinfeldt 0 : 1
5 Norbert Antlitz Berfîn Lemke 1 : 0
6 Marcel Misera Marco Hanssen 0 : 1
7 Jannik Hinsch Rolf Falk 1 : 0
8 Giuseppe Russo Finn‑Thore Lenz 0 : 1

08.06.2012 TV Fischbek 2 SK Marmstorf 2 3 : 5
08.06.2012 SK Wilhelmsburg Langenhorner Schachfreunde 4 : 4
08.06.2012 Bille SC 2 Hamburger SK 9 :
08.06.2012 Hamburger SK 10 SK Johanneum Eppendorf 3 3 : 5

Saisonfinale

In der vorletzten Runde hatten wir eine Niederlage gegen Wilhelmsburg hinnehmen müssen, die sich zumindest etwas unnötig anfühlte. Nun hieß es also noch einmal Zähne zusammenbeißen und 2 Mannschaftspunkte ergattern, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu sichern.

3 Absagen sorgten für einigen Aufwand: Da es für uns noch um etwas ging, erklärte sich Marco freundlicherweise bereit, bei uns einzuspringen, obwohl seine eigene Mannschaft am gleichen Tag einen Kampf hatte. Weitere Ersatzspieler für diesen Kampf waren Finn‑Thore und Rolf, von dem ich noch im letzten Augenblick eine Zusage erhalten konnte.

Unsere Gegner waren zwar abgeschlagen Tabellenletzter, doch gleich zu Kampfbeginn war festzustellen, dass sie ihren letzten Kampf in der Bezirksliga nicht willenlos angehen würden. An einigen Brettern ging es dann auch gleich ordentlich zur Sache: Finn‑Thore wurde mit Evansgambit konfrontiert und Rolf semmelte gleich mal eine Figur auf f7 rein. In der Folge konnte er diese noch zurückgewinnen: Das erhaltene Endspiel erwies sich leider als zu schlecht, sodass wir 0:1 in Rückstand gerieten. Es folgten einige Remisgebote der Gegner, die zu diesem Zeitpunkt alle abgelehnt werden mussten. Für den Ausgleich konnte ich dann sorgen: Mittelgambit hatte sich als die richtige Eröffnungswahl erwiesen.

Nun geschah eine lange Zeit nichts greifbares und dann war es auf einmal soweit: Nahezu zeitgleich wurden 4 Stellungen von uns gewonnen. Der Klassenerhalt!

Marco hatte seinen Gegner in einer belanglosen Französisch‑Abtausch‑Partie solange im Bauernendspiel geknetet, bis der Fehler doch noch kam. Henry beendete seine Partie mit einem einzügigen Matt im Turmendspiel. Von Alex’ Partie hatte ich wenig mitbekommen, ausser dass ein weiterer Sieg für uns heraussprang. Also muss die Partie gut gewesen sein. Finn‑Thore hatte sich umsichtig verteidigt, den gefährlichen gegnerischen Lc4 abgetauscht und im Konterangriff Material eingesammelt.

Spielten also noch – wir kennen es ja nun schon – Jakob und Berfîn. Berfîns Partie ging in der Zeitnotphase gegen ihren sehbehinderten Gegner verloren. Sicher eine stressige Situation: Wie hier das richtige Vorgehen ist, muss ich auch noch einmal herausfinden. Bleibt noch festzuhalten, dass Herr Anlitz von den 11 Gewinnpartien, die unsere Gegner in der gesamten Saison erzielt haben, ganze 5 auf seinem Konto verbuchen kann!

Jakob wollte die Saison dann noch so lange wie möglich auskosten: Deswegen spielte er auch noch bis 0:00 Uhr ein Turm‑gegen‑Springer‑Endspiel. Letzlich wurde sich dann in beiderseitiger Zeitnot doch auf remis geeinigt.

Insgesamt meine ich, dass es mit dieser Mannschaft eine gute Saison war: Wir haben unsere sportlichen Ziele erreicht (Lerngewinn und Klassenerhalt), alle gingen motiviert an die Kämpfe heran. Zwei vermeidbaren Niederlagen gegen Marmstorf und Wilhelmsburg stehen schöne Siege gegen Fischbek und HSK 10 gegenüber. Am Ende gab es einige Ausfälle, die so gerade kompensiert werden konnten.

Da hatten es einige unserer Mannschaftsführer deutlich schwieriger (ich denke da insbesondere an KSH 4 und KSH 6). Insgesamt denke ich, dass wir als Verein eine sehr anstrengende Saison haben, waren doch einige Spieler z. T. deutlich seltener am Brett als angekündigt oder erwartet.

Am Ende geht noch ein herzliches Dankeschön raus an unsere »Stammfahrer« Detlef und Jürgen sowie unsere Ersatzspieler und an Marco. Ohne die gute Zusammenarbeit wäre mein Job sicher deutlich anstrengender gewesen.

Ansonsten bleibt mir, allen »KSH5ern« zu sagen: Es hat Spaß gemacht, mit euch zu spielen! Ich hoffe, dass wir in der nächsten Saison in einer ähnlichen Besetzung wieder die Bezirksliga unsicher machen können!

(Baldur Schroeter)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/12-ksh5.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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