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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 3 · Stadtliga B 2012
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SC Diogenes 2 3 5 6 7 43,5 16
2. Hamburger SK 8 5 5 4 8 7 47,0 15
3. Königsspringer Hamburg 3 6 2 4 42,0 11
4. SC Concordia 5 3 2 4 5 39,0 11
5. Hamburger SK 7 3 6 3 4 38,5 11
6. Barmbeker SK 3 4 4 6 37,5 8
7. SC Schachelschweine 5 4 7 36,0 7
8. Schachfreunde Hamburg 2 1 5 26,5 4
9. SC Farmsen 2 0 4 4 2 3 25,5 4
10. SV Großhansdorf 2 1 1 3 4 24,5 3
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Spieler
KSH
3
Mannschaftsführer:
Marcus Möhrmann
A H A H A H A A H
CON
 
BBK
 
HSK
8
FAR
 
DIO
2
HSK
7
SFR
2
SCS
 
GHD
2
21 Leiser, Sven ½ 1 0       1 1 0
22 Lampe, Jörg, Dr. 1 1              
23 Chin, Karin 1 ½ 1 0 ½     1 ½
24 Möhrmann, Marcus   1   0 0   1 ½ ½
25 Wilms, Ingo 0   1           ½
26 Knops, Peter 1 0 ½   1   0 0 1
27 Seifer, Gregor 1 1 1   0   ½   1
28 Klink, Otto   0 0 ½   1 1 1 1
29 Hort, Max   1 0     ½   ½ 1
30 Goetz, Claus 1   0 1 1 0 1 1  
45 Steinfeldt, Henry           ½      
47 Götze, Tobias       ½   0      
52 Bongartz, Florian ½       1        
53 Patow, Florian             1    
55 Hartig, Ruben         0        
62 Gette, Viktor       ½   0      
66 Bierwald, Martin       ½   0   ½  
67 Wendel, Melchior           0      
95 Maiorov, Daniel       1 0        
96 Herzenstein, Georg             1    
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1. Runde
19.01.2012 SC Concordia Königsspringer Hamburg 3 2 : 6
19:00 Uhr, Clubheim des SC Concordia, Osterkamp 59, 22043 Hamburg

1 Erich Maahs Sven Leiser ½ : ½
2 Peter Horn Dr. Jörg Lampe 0 : 1
3 Dr. Andreas Liersch Karin Chin 0 : 1
4 Peter Steen Ingo Wilms 1 : 0
5 Rolf Gehrke Peter Knops 0 : 1
6 Dr. Gunter Tiedt Gregor Seifer 0 : 1
7 Dr. Günter Strenzke Claus Goetz 0 : 1
8 Torsten Wehebrink Florian Bongartz ½ : ½

09.01.2012 SV Großhansdorf 2 SC Schachelschweine :
10.01.2012 Barmbeker SK Schachfreunde Hamburg 2 :
20.01.2012 Hamburger SK 8 Hamburger SK 7 5 : 3
09.01.2012 SC Farmsen SC Diogenes 2 2 : 6

Tabellenführung knapp verpasst

Was für ein Mannschaftskampf!

Als es in den wilden Osten ins Clubheim des SC Concordia ging, waren sich alle einig: Oha, das wird schwer. Nur Brett 8 unter 1900 und mit Maahs, Liersch und Horn vorne glänzend besetzt.

Zudem verhieß das Wetter auch kein gutes Omen, Graupelschauer wiesen den Weg, und so trudelte jeder auf höchst eigenen Wegen im Clubheim ein, liegt der Spielort doch weitab jeglicher Bahnhaltestelle, sodass man eher ein gewisses Chaos im Hirn der Königsspringer hätte vermuten können.

Ganz anders gestaltete sich dann überraschenderweise der Spielverlauf!

Gregor war in nullkommanix fertig – mit der Eins im Gepäck verließ er gut gelaunt das Spiellokal.

Meinereiner versuchte, ein wenig taktische Würze in die Partie zu bringen – der Haudegen Maahs aber war voll auf der Höhe, und so löste sich alles in einem gleichen Turm‑Damen‑Endspiel auf, mit einem folgerichtigen Remis.

Während ich noch fleißig am Analysieren war, purzelten dann nur so die Punkte: Claus überrannte aus unklarer Stellung heraus seinen Gegner, Karin stand gedrückt, verteidigte sich aber so aufmerksam, dass ihr Gegner zermürbt die Partie überzog, und Peters, eigener Aussage zufolge, Bauerneinsteller mutierte zum Bauernopfer mit mächtig viel Initiative, der der Gegner nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Noch vor der Zeitnotphase 4,5 Punkte auf dem Konto, wann hatte es das das letzte Mal in der Dritten gegeben? Ich kann mich nicht erinnern.

Es ging auch munter weiter im Takt: Jörgs Gegner hatte eine Figur geopfert für zwei Bauern und Angriffspotenzial, er verteidigte sich aber ebenfalls glänzend, und nachdem er in starker Zeitnot mit dem 40. Zug noch zusätzlich einen Turm verhaftete, war der fünfte Sieg in trockenen Tüchern. Abgerundet wurde das Ganze durch ein Remis von Florian – bei knapp 130 DWZ‑Punkten weniger darf man auch das als veritablen Erfolg verbuchen.

Weswegen es dann doch nicht zur Tabellenführung reichte, lag an einem sehr unglücklichen Vorfall: Ingo hatte ein deutlich besseres Endspiel auf dem Brett, allerdings ein immer noch sehr kompliziertes mit vielen möglichen guten Plänen. Sein Gegner bewies Cleverness, bot ihm im 40. Zug remis an, und … Ingo vergaß während des Grübelns über Weiterspielen oder nicht und wenn dann wie darüber völlig die Zeit!

So standen nun »nur« 6:2 statt möglicher 7:1 zu Buche.

Die Rückfahrt gestaltete sich dann ebenso aufwendig wie die Hinfahrt – ich sage nur »mit der Kirche ums Dorf fahren« und »nachts hat man ja Zeit« und so, es tat der guten Laune aber natürlich keinen Abbruch.

Ich bin mir sicher, dass sich Ingo von dem Malheur gut erholen wird, denn eines kann man hier nun mit Fug und Recht behaupten: Die Mannschaft ist heiß! Auf Punkte nämlich, viele davon.

Barmbek ist freilich noch ein bisschen stärker anzusiedeln und bewies mit seinem 6,5:1,5‑Erfolg gegen die Schachfreunde 2, dass sie auch sehr gut drauf sind. Da ist unsere volle Konzentration gefordert.

Nach dieser fantastischen 1. Runde bin ich um uns aber nicht bange. In dieser Form müssen wir niemanden fürchten.

(Sven Leiser)

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↓
2. Runde
03.02.2012 Königsspringer Hamburg 3 Barmbeker SK :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Michael Ewaldt 1 : 0
2 Dr. Jörg Lampe Ferdinand Kaye 1 : 0
3 Karin Chin Norbert Becker ½ : ½
4 Marcus Möhrmann Thomas Kuckelkorn 1 : 0
5 Peter Knops Thomas Sachs 0 : 1
6 Gregor Seifer Sönke Stiemer 1 : 0
7 Otto Klink Raymond Schröder 0 : 1
8 Max Hort André Bigalke 1 : 0

03.02.2012 SC Schachelschweine SC Diogenes 2 :
03.02.2012 Hamburger SK 7 SC Farmsen :
26.01.2012 Schachfreunde Hamburg 2 Hamburger SK 8 :
23.01.2012 SV Großhansdorf 2 SC Concordia 3 : 5

Ein würdiges Spitzenduell!

In der zweiten Runde hatten wir Barmbek zu Gast – neben dem HSK 8 wohl der heimliche Aufstiegskandidat und aktueller Tabellenführer vor uns, der auch ganz offensichtlich nicht nur zum Plaudern erschienen ist, sie haben ihre Bestbesetzung mitgebracht. Nun denn, dann mal ran ans Werk, in der Hoffnung, den Concordia‑Fahrtwind noch ein wenig im Rücken zu spüren.

Der aber war bei mir selbst erst einmal eine steife Brise: Erst zehn Minuten später am Brett erschienen, dann noch gepennt in der Eröffnung, und so fanden sich mein König im Zentrum und die schwarzen Felder in des Gegners Hand wieder. Oha, das wird schwer.

Mein Rundgang indes stimmte mich optimistisch: Hier war ein echter Spitzenkampf zu sehen! Verwickelte Stellungen, taktisch wie strategisch allesamt sehr interessant, da blieben keine Wünsche offen. Erst recht nicht, nachdem zu sehen war, dass es ganz gut für uns aussah: Jörg hatte kolossalen Raumvorteil, Marcus einen Bauern mehr für rein gar nix, Peter hat seine geliebte Taktikstellung auf dem Brett, und auf den restlichen Brettern wurde auch ordentlich dagegengehalten.

Der Kampf schritt voran. Meine Wenigkeit dachte sich »na gut, Remis kannst du abklammern, ist doch ’was«, Karin dachte sich ungefähr dasselbe in ihrer gedrückten Stellung. Otto fand sich in seiner ersten Turnierpartie seit gefühlten Äonen in komplizierter Position nicht so zurecht und verlor, das machte aber nichts, da Gregor nahezu zeitgleich seine Partie beendete – erneut mit einem überzeugenden Sieg.

Die Zeitnotphase naht. Aufregung? – Nicht bei uns! Die Angriffsambitionen meines Gegners enden mit einem Mehrbauern für mich im Turmendspiel, und so wurde selbst hier der ganze Punkt geerntet. Jörg steht immer noch sehr bequem, ob es zum Sieg reicht? Eine Frage, die Marcus nicht mehr stellen muss, auch bei ihm entschied der Mehrbauer zu seinen Gunsten.

Peter fühlt sich inzwischen nicht mehr so recht wohl. Müssen wir um Mannschaftspunkte zittern? Mal rechnen: Es steht 3:1. Halt nein, bereits 4,5:1,5! Denn Karin gelang der halbe Punkt, erneut eine zähe Verteidigungsleistung, und Max hatte eigentlich zu viel Holz für die Dame hergegeben, aber den besseren Durchblick als sein Gegner, und sorgte damit für den entscheidenden Punkt.

Der Rest ist schnell erzählt: Peter kann seine Stellung leider nicht mehr halten, das gleicht Jörg aber durch seinen Sieg aus, ihm gelang es dann doch, des Gegners Festung zu stürmen.

Und so steht nun erneut ein satter Sieg zu Buche. Die Aufgaben werden aber leider nicht leichter, denn der HSK 8 hat dieses Jahr bedauernswert stark aufgestellt, sodass wir uns in der nächsten Runde nicht wirklich auf diesem 4‑Punkte‑Polster ausruhen können. Die können was! Wir aber auch: 11,5 Brettpunkte nach zwei Spieltagen können nicht lügen, nicht wahr?

(Sven Leiser)

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3. Runde
17.02.2012 Hamburger SK 8 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Michael Faika Sven Leiser 1 : 0
2 Johann Sander Karin Chin 0 : 1
3 Eva‑Maria Zickelbein Ingo Wilms 0 : 1
4 Andreas Albers Peter Knops ½ : ½
5 Jean Louis Sander Gregor Seifer 0 : 1
6 Lars Hinrichs Otto Klink 1 : 0
7 Steffen Wiegand Max Hort 1 : 0
8 Helge Colpe Claus Goetz 1 : 0

09.02.2012 SC Concordia SC Schachelschweine :
14.02.2012 Barmbeker SK SV Großhansdorf 2 :
06.02.2012 SC Farmsen Schachfreunde Hamburg 2 3 : 5
13.02.2012 SC Diogenes 2 Hamburger SK 7 :
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↓
4. Runde
02.03.2012 Königsspringer Hamburg 3 SC Farmsen 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Karin Chin Oliver Coser 0 : 1
2 Marcus Möhrmann Till Abicht 0 : 1
3 Otto Klink Heiner Sudmann ½ : ½
4 Claus Goetz Dr. Markus Dimke 1 : 0
5 Tobias Götze Ulrich Materne ½ : ½
6 Viktor Gette Horst Grabinski ½ : ½
7 Martin Bierwald Peter Schwenn ½ : ½
8 Daniel Maiorov Steffen Neutsch 1 : 0

02.03.2012 SC Schachelschweine Hamburger SK 7 5 : 3
01.03.2012 Schachfreunde Hamburg 2 SC Diogenes 2 :
27.02.2012 SV Großhansdorf 2 Hamburger SK 8 1 : 7
01.03.2012 SC Concordia Barmbeker SK :
↑
↓
5. Runde
19.03.2012 SC Diogenes 2 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Altentagesstätte der LAB‑Gemeinschaft Hamm, Fahrenkamp 27, 20535 Hamburg

1 Fabian Schulenburg Karin Chin ½ : ½
2 Wolfgang Hohlfeld Marcus Möhrmann 1 : 0
3 Holger Bartels Peter Knops 0 : 1
4 Thomas Rieling Gregor Seifer 1 : 0
5 Kai Schoenwolff Claus Goetz 0 : 1
6 Ralf Hein Florian Bongartz 0 : 1
7 Ruidi Xin Ruben Hartig 1 : 0
8 Alexander Gorbach Daniel Maiorov 1 : 0

27.03.2012 Barmbeker SK SC Schachelschweine 4 : 4
30.03.2012 Hamburger SK 8 SC Concordia 5 : 3
19.03.2012 SC Farmsen SV Großhansdorf 2 :
30.03.2012 Hamburger SK 7 Schachfreunde Hamburg 2 :
↑
↓
6. Runde
20.04.2012 Königsspringer Hamburg 3 Hamburger SK 7 2 : 6
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Otto Klink Claus Czeremin 1 : 0
2 Max Hort Theo‑Heinz Gollasch ½ : ½
3 Claus Goetz Frank Palm 0 : 1
4 Henry Steinfeldt Swen Dunkelmann ½ : ½
5 Tobias Götze Ulrich Stock 0 : 1
6 Viktor Gette Joachim Kossel 0 : 1
7 Martin Bierwald Ralph Bernhard 0 : 1
8 Melchior Wendel Martin Obst 0 : 1

20.04.2012 SC Schachelschweine Schachfreunde Hamburg 2 7 : 1
16.04.2012 SV Großhansdorf 2 SC Diogenes 2 1 : 7
12.04.2012 SC Concordia SC Farmsen 4 : 4
17.04.2012 Barmbeker SK Hamburger SK 8 4 : 4
↑
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7. Runde
26.04.2012 Schachfreunde Hamburg 2 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Dreifaltigkeitskirche (Gemeindehaus), Horner Weg 17, 20535 Hamburg

1 Michael Keuchen Sven Leiser 0 : 1
2 Volker Schuldt Marcus Möhrmann 0 : 1
3 Gerrit Oelmeyer Peter Knops 1 : 0
4 Fritz Fegebank Gregor Seifer ½ : ½
5 Tim Schröder Otto Klink 0 : 1
6 Oliver Steinmetz Claus Goetz 0 : 1
7 Thorsten Jäger Florian Patow 0 : 1
8 Robert Wilms Georg Herzenstein 0 : 1

11.05.2012 Hamburger SK 8 SC Schachelschweine :
23.04.2012 SC Farmsen Barmbeker SK 2 : 6
23.04.2012 SC Diogenes 2 SC Concordia 3 : 5
11.05.2012 Hamburger SK 7 SV Großhansdorf 2 4 : 4

Zu hoch oder zu niedrig gewonnen? Beides!

Die Dritte hat ja bekanntlich die letzten Spieltage so einige Stammplatzsorgen gehabt. Und so kam es, dass zum sechsten Spieltag die »B‑Mannschaft« ran durfte (bei nur drei Stammkräften) und leider verlor, sodass wir uns auf einmal unerwartet im Abstiegskampf wiederfanden! Denn die Schachfreunde verbuchten bislang zwar nur zwei Punkte auf dem Konto und wir fünf, aber ein Sieg gegen uns, dann wäre der Abstand zum Abstiegsplatz auf einmal auf einen Punkt geschrumpft.

So ein Abstiegskampf will gewürdigt sein. Also taten wir unserem Gegner nicht den Gefallen, wie im Vorkampf einen DWZ‑Schnitt von 1613 an die Bretter zu bringen, sondern erhöhten um satte 330 DWZ‑Punkte auf einen Mannschaftsschnitt von 1943!

Aber, wie sagt man so schön? Es reicht nicht ein guter Spieler zu sein, man muss auch gut spielen.

Das gelang unseren beiden DWZ‑Besten dann auch prompt erst einmal nicht: Georg Herzenstein und meinereiner schienen unter die Räder zu geraten, er sah sich trotz Mehrqualität einem unangenehmen Angriff ausgesetzt, während meine Kompensation für einen in der Eröffnung geopferten Bauern kaum mehr zu sehen war. Zwei Nullen lagen hier sehr im Bereich des Möglichen.

Dem gegenüber stand Peters Position: Während sich alle restlichen Bretter in komplizierten Positionskämpfen befanden, brachte er einfach mal ein thematisches sizilianisches Opfer auf b5 und hatte für die Figur eine angenehme 3‑Freibauernwalze am Start. Hier schien der Sieg nur eine Frage der Zeit.

Auch wenn »verteilte Chancen&laqauo; das Bild der Stellungen der restlichen Kämpfer recht gut widerspiegelt, war doch die eine oder andere Sorgenfalte in den Gesichtern zu sehen: Ein 4:4 vielleicht, gar ein 4,5:3,5‑Sieg für unsere Gegner? Oha.

Prognosen während des Spiels sind so eine Sache: Sie stimmen häufig nicht. So auch diesmal.

Gregor handelte nach russischem Prinzip und streute nach seiner Niederlage in seinem letzten Einsatz jetzt erst einmal ein Remis ein. Es sollte der einzige halbe Punkt dieses Wettkampfs bleiben.

Dann ging es ganz schnell: Marcus konterte aus einer anfangs recht gedrückten Stellung seinen Gegner erfolgreich aus und erfreute sich dann an einem Endspiel Turm plus drei Bauern gegen Turm, das er gewohnt sicher in einen ganzen Punkt verwandelte.

Claus schien einen gestrandeten Turm und der Gegner Angriff zu haben: Beides täuschte. Die Partie war wieder mal ein gutes Beispiel dafür, dass ungleichfarbige Läufer im Mittelspiel bei gefährdeten Königen jederzeit Partien kippen lassen können. Endlich mal wieder ein Schwarzsieg von ihm, klasse!

Ottos und Florians Partien habe ich nicht gesehen, weswegen ich nur für die Statistik ergänzen mag, dass beide recht schnell fertig waren, beide ebenfalls mit ganzen Punkten. Wie man hörte, waren diese auch genau in Ordnung so.

Und was ist nun mit den drei eingangs Genannten?

Georg biegt seine Partie noch um und sammelt ebenfalls den Ganzen ein.

Ich nicht, kann aber zumindest noch genug Probleme stellen, damit mein Gegner gerade mal 59 Sekunden für zehn Züge hat – dann noch vier für drei, um … im 39. Zug dann die Zeit zu überschreiten! Und so kommt es, dass der Zwischenstand deutlich höher zu unseren Gunsten ausfällt als es hätte sein können: Statt eines knappen 4,5:2,5‑Vorsprungs haben wir nun sechseinhalb Punkte eingesammelt.

Klingt viel? War aber trotzdem zu wenig! Denn Peter spielte eine glänzende Partie, hatte nur noch drei Züge bis zum Gewinn der Partie die er auch sah, wollte es aber noch »genauer« machen und griff daneben. Eine für ihn mit Sicherheit sehr ärgerliche Niederlage.

Auf der anderen Seite: Ein 7,5:0,5‑Erfolg wäre wirklich etwas des Guten zu viel gewesen. Die Schachfreunde kämpften beherzt, ihnen fehlte aber jenes Quäntchen Glück, das wir selbst die letzten Spieltage ein wenig vermisst hatten.

Nun haben wir noch zwei Kämpfe gegen die Schachelschweine und Großhansdorf II vor uns, in denen es um nichts mehr geht: Der Aufstieg ist nicht einmal mehr theoretisch drin, der Abstieg ebenfalls nicht mehr. Bleibt also nur noch ein Saisonziel übrig, nennt sich »Bronze«, also Platz 3 dieser starken Staffel, der durchaus realistisch ist. Und, wer weiß, vielleicht werden wir ja am Ende sogar Brettpunktsieger? Der hohen Niederlage aus der letzten Runde haben wir jetzt ja wieder einen hohen Sieg entgegengesetzt, sodass es sogar möglich sein könnte.

Dann könnten wir uns »Aufsteiger der Herzen« nennen. Wäre doch auch mal was, nicht wahr?

(Sven Leiser)

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8. Runde
25.05.2012 SC Schachelschweine Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Villa Finkenau (Hintereingang), Finkenau 42, 22081 Hamburg

1 André Schulz Sven Leiser 0 : 1
2 Florian Buntin Karin Chin 0 : 1
3 Steffen Giehring Marcus Möhrmann ½ : ½
4 Lennart Colpe Peter Knops 1 : 0
5 Maximilian Schrader Otto Klink 0 : 1
6 Pascal Simon Max Hort ½ : ½
7 René Gralla Claus Goetz 0 : 1
8 Simon Thiele Martin Bierwald ½ : ½

21.05.2012 SV Großhansdorf 2 Schachfreunde Hamburg 2 :
24.05.2012 SC Concordia Hamburger SK 7 :
22.05.2012 Barmbeker SK SC Diogenes 2 3 : 5
25.05.2012 Hamburger SK 8 SC Farmsen 8 : 0

Knapper Sieg und so

In der achten Runde einen Mannschaftskampf hinter sich zu bringen, bei dem es für beide Mannschaften um nichts mehr geht, ist so eine Sache: Wo die Motivation hernehmen?

Zuerst einmal kamen Gedanken auf, den Kampf ins Freie zu verlegen. Hätte ich ernsthaft begrüßt, schließlich stand in der zu spielenden Halle groß und fett: »Nur mit Turnschuhen betreten!«. Hatte aber keine an. Mist.

Na gut, es ging auch so. Unsere Motivation war da, schließlich ist ein Bronzeplatz dieser Staffel angepeilt, und überhaupt, wir haben ja fast Stammbesetzung, unter 6 Brettpunkten geht ja wohl gar nichts hier, kapiert?

Anfangs offensichtlich, denn nach gut einer Stunde hatten wir sage und schreibe an jedem Brett Vorteile. Dann begriffen aber auch unsere Gegner, dass sie doch noch ein bisschen Härte zeigen könnten und packten hier und da unangenehmen Gegenwind aus. Peter spürte ihn als Erster, er fühlte sich in seiner Stellung sichtlich nicht wohl, Martin an Acht wähnte sich ebenso in einer steifen Brise und bot in klar besserer Stellung remis an. So fett, wie der Rest der Truppe stand, war das natürlich völlig in Ordnung.

Mit fortschreitender Zeitdauer schien doch der eine oder andere zu bedauern, kein Tageslicht mehr im Raum zu haben: Auf einmal alles hochkompliziert, optisch standen alle gut, aber taktisch explosiv war es auch überall. Man kennt das ja, wenn man vorne die Tore nicht macht, kriegt man irgendwann hinten eins rein.

Ottos Gegner wähnte sich dann auch prompt am Ziel, knallte eine Kombi hin. Tja, leider eine Verlustkombi. So ein Pech aber auch, tsss … 1:0 für uns nach Siegen, Otto freut sich über seinen Hattrick und darüber, dass die Zeitnotphase ohne ihn stattfindet.

Claus freut sich auch, er steigt in des Gegners Stellung ein und hat eine phänomenale weiße Weste im wahrsten Sinne des Wortes mit vier zu null als Anziehender. Passt!

Auch Karin grinste über beide Ohren, kein Matt gefunden, dafür die Mehrdame, die der Gegner in Zeitnot ihr übergab. Ihr Sieg war dennoch absolut verdient, sie drückte so lange auf des Gegners Krug, äh Stellung, bis er brach. Für die Dritte ist sie eine echte Bereicherung; jemanden, der an Brett Zwei volle Punkte holt, kann man nun wirklich gut gebrauchen.

Ich freute mich auch, ergab sich doch eine kuriose Schluss‑Stellung: Ich stehe auf matt, er ist es – mit dem schwarzen König auf a3. Rahme ich mir ein und hänge ich mir übers Bett.

Das war es dann aber leider auch mit der guten Laune: Nix mit Gegner überrollen! Peter wurde nämlich nahezu schulbuchmäßig überspielt und sorgte dann mal für Freude auf des Gegners Seite. Ist eindeutig nicht Peters Saison dieses Mal. Gut dass noch eine Runde zu spielen ist, Schadensbegrenzung ist in Sicht.

Max quält sich in einer komplizierten Stellung, in der nie so recht klar ist, wer eigentlich wen angreift. Mein Eindruck war, dass Fritz wohl beide mattgesetzt hätte, insofern war das Remis absolut folgerichtig und verdient.

Wer fehlt? Unser Mannschaftsführer Marcus! Er hatte Angriff, aber einen zähen Verteidiger auf des Gegners Seite und in Zeitnot zu spüren bekommen, dass Dame plus Springer tatsächlich besser als Dame und Läufer sind. Gut, dass er zwei Bauern mehr hatte. Zwei? Oh, nur noch einer! Und nun keiner mehr … bei knapper Zeit beiderseits war das Remisangebot des Gegners für ihn sicher schon beinahe eine Erlösung.

Was bleibt? Ein für unsere Fast‑Stammbesetzung beinahe schon unverschämt niedriger Erfolg von 5,5:2,5 Punkten. Ob wir uns so noch ins Clubheim trauen können? Na, ich weiß ja nicht …

Spaß beiseite: Der Kampf zeigte mal wieder ausgezeichnet, dass diese Mannschaft in ihrer Stammbesetzung absolut aufstiegsverdächtig wäre. Die Mischung aus gieriger Jugend und gelassener Erfahrung passt perfekt; es macht einfach Spaß in dieser Mannschaft zu spielen, sie ist so wunderbar entspannt und holt selbst gegen recht starke Mannschaften scheinbar mühelos ihre Punkte.

Es ist kein Wunder, dass der HSK 8 ganz oben steht: Es war die einzige Mannschaft, die uns in sehr guter Besetzung bezwingen konnte.

Was bleibt ist das Ergebnis, dass wir nun den Bronzeplatz inne haben und ihn jetzt aus eigener Kraft verteidigen können. Wenn uns das gelänge, sollten wir auf jeden Fall im Anschluss an die neunte Runde noch einmal drauf anstoßen! Denn sie macht Mut fürs nächste Jahr: Sollten wir so zusammenbleiben und nächstes Jahr dann auch häufiger in Stammbesetzung spielen, dann ist das Thema ›Aufstieg‹ nicht nur irgend eine wilde Träumerei, sondern sonnige Realität.

Ich freue mich drauf! Auch ohne Turnschuhe.

(Sven Leiser)

↑
↓
9. Runde
15.06.2012 Königsspringer Hamburg 3 SV Großhansdorf 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Ulrich Spindel 0 : 1
2 Karin Chin Jerry Ryan ½ : ½
3 Marcus Möhrmann Holger Schenk ½ : ½
4 Ingo Wilms Dr. Andreas Möck ½ : ½
5 Peter Knops Claus‑Peter Glied 1 : 0
6 Gregor Seifer Heiko Diekmann 1 : 0
7 Otto Klink Hans‑Peter Böhm 1 : 0
8 Max Hort Erich Müller 1 : 0

04.06.2012 SC Farmsen SC Schachelschweine :
11.06.2012 SC Diogenes 2 Hamburger SK 8 :
15.06.2012 Hamburger SK 7 Barmbeker SK :
14.06.2012 Schachfreunde Hamburg 2 SC Concordia :
Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/12-ksh3.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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