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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 4 · Stadtliga B 2011
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Bille SC 4 6 4 5 6 46,0 16
2. Schachfreunde Hamburg 2 4 4 3 6 3 40,0 12
3. Barmbeker SK 2 4 6 4 4 4 5 38,0 10
4. SC Diogenes 2 2 4 4 5 33,5 10
5. SC Concordia 4 2 6 5 3 5 36,5 9
6. Königsspringer Hamburg 4 3 4 3 4 6 36,0 8
7. SC Schachelschweine 5 4 4 5 4 4 2 35,0 8
8. SC Farmsen 2 4 4 33,0 8
9. Hamburger SK 8 2 5 4 3 4 4 4 32,0 6
10. Hamburger SK 9 3 3 2 6 4 30,0 3
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↓
Spieler
KSH
4
Mannschaftsführer:
Boris Bruhn
H A H H A H A H A
FAR
 
BSC
 
DIO
2
BBK
 
HSK
9
SFR
2
SCS
 
HSK
8
CON
 
31 Bruhn, Boris 1 ½ ½ 0 1 0 ½    
32 Lock, Adrian   0   ½          
33 Schroeter, Baldur 1 0   ½ ½   0 1 0
34 Seifer, Gregor ½   0 +   ½  
35 Langmann, Markus 0   0 1 0 1 ½ 1 ½
36 Saß, Andreas           1    
37 Raider, Eugen 0 ½ 1 1 1 ½ 1 0 1
38 Scharmacher, Benjamin 1 1 1 0 ½ 0   1 ½
39 Streich, Justus 0              
40 Stanau, Guido     1 0   1 1 1  
42 Frontzek, Björn   ½       0   0  
43 Akram, Shumon 1       1     0  
45 Carl, Jan‑Frederik     0       1 0  
47 Bongartz, Florian   ½ 0   1        
48 Hanssen, Marco   0             1
52 Pfreundt, Jakob         1        
53 Lemke, Berfîn             0    
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1. Runde
21.01.2011 Königsspringer Hamburg 4 SC Farmsen :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Boris Bruhn Oliver Coser 1 : 0
2 Baldur Schroeter Frank Schildt 1 : 0
3 Gregor Seifer Manfred Bolz ½ : ½
4 Markus Langmann Winus Müller 0 : 1
5 Eugen Raider Markus Dimke 0 : 1
6 Benjamin Scharmacher Michael König 1 : 0
7 Justus Streich Horst Grabinski 0 : 1
8 Shumon Akram Ulrich Materne 1 : 0

18.01.2011 Bille SC SC Diogenes 2 :
18.01.2011 Barmbeker SK SC Concordia 6 : 2
14.01.2011 Hamburger SK 9 Hamburger SK 8 4 : 4
06.01.2011 Schachfreunde Hamburg 2 SC Schachelschweine 3 : 5

Shumon Akram bringt Entscheidung zu Gunsten von KSH 4

Der Einstieg in eine sehr schwere Saison begann am 14.01., als zwei Spieler von Farmsen im Spielsaal unseres Clubheims fragten: »Wo spielt die Stadtliga?« Meine Antwort seinerzeit lautete: »Hier, aber nicht jetzt, sondern nächste Woche«. Die beiden zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Und erschienen eine Woche später gegen 18:30 Uhr wieder im Clubheim, welches für beide Kämpfe der Stadtliga (Mannschaften 3 und 4) bereits hergerichtet war.

Leider begannen wir unvollständig, was in den nächsten Kämpfen besser werden muss. Als dann alle angefangen hatten, war allerdings erstmal alles in Ordnung. Baldur hatte seine Eröffnung, Gregors Gegner wählte den Seniorenpass, bei Markus, Eugen und Benjamin waren die Stellungen ebenfalls in Ordnung. Justus bekam an Brett 7 eine Stellung mit unterschiedlichen Rochaden und schien schneller zu sein. Bei Shumon gefiel die Position erst nicht so richtig, bis Shumon aber bewies, dass Dynamik wichtiger ist als die Bauernstruktur. Mein Gegner kannte sich sehr gut aus und spielte eine kritische Variante einfach runter, bis ich abwich und ihn zum Überlegen brachte. Er war schon am Drücker, die Stellung hält aber einiges aus, wenn man cool bleibt. Plusgleich die ganze Zeit.

Bei Markus entstand eine strategische Gewinnstellung, in der er aber ziemlich viel Bedenkzeit verbraten hat mit »den besten Zug suchen«. Bei Baldur entstand eine Chaosstellung, in der er aber ziemlichen Angriff hatte. Benjamins Gegner sorgte für unsere Führung durch Handy. Einmal war kurz Aufregung im Turniersaal, der gegnerische MF war allerdings gleich einsichtig. Da könnte man vermuten, dass der Spieler öfters in solche Situationen verwickelt ist. Als nächster war Gregor fertig, dessen Gegner auf b7 einen Bauern geschlagen hatte und gleichzeitig remis anbot. Ich überließ es Gregor, und der nahm das Angebot an, anstelle des mühsamen Errechnens von Gegenspiel (das es gab). Dann war bei Eugen die Partie alle. Er spielte wieder eine unorthodoxe Eröffnung und stellte einen Turm ein. Justus hatte leider keinen Angriff hinbekommen und bekam nun seinerseits ziemliche »Probleme mit’m Oppa«. Am Ende stand er gegen zwei Freibauern im Zentrum total auf Verlust. Die Führung für die Gäste.

Inzwischen hatte Shumon seine Stellung zu einem gewonnenen Doppelturmendspiel verwandelt, der Gegner hatte aber noch Gegenspiel. Bei Markus tickerte die Zeit unaufhörlich ab und im 36. Zug überschritt er sie. 3,5:1,5 für die Gäste. War das der Abgesang? Nein. Denn Baldur hatte inzwischen in Zeitnot den gegnerischen König über das halbe Feld gejagt und schließlich Material eingesackt und gewonnen. Der Anschluss. Meine Stellung blieb im Plus‑Gleich‑Bereich, als mein Gegner plötzlich Gegenspiel zuließ. Er ließ mich meinen Doppelbauern tauschen und stand hochgradig gefährdet auf e4 mit seinem König, was ihn mindestens einen Bauern kosten würde. Die Gefahr nahm er allerdings nicht wahr und den Bauern wollte er auch nicht geben. So durfte ich seinen König in ein Mattnetz einweben. Die ganze Zeit am Drücker gewesen und plötzlich matt in der fünften Stunde, so kann es gehen.

Der einzige Jugendspieler, der an diesem Tag punkten konnte, war auch gleichzeitig der Matchwinner. Shumon merkte man die Nervosität an, er hatte ein bisschen Lampenfieber, war ein bisschen fertig und gab sich trotzdem richtig Mühe bis nah an Mitternacht. Beim Stande von 3,5:3,5 spielte er sein Endspiel, wickelte in ein Turmendspiel mit einem Bauern mehr ab, sein Glück war, dass der Gegner den Remisweg nicht kannte. Das war das 4,5:3,5! Super, Shumi! Jetz’ ers’ma’ Abi machen, viel Erfolg ihm und den anderen jungen Leuten dabei!

Bei optimalem Verlauf wäre es 4,5:3,5 für die Famsener ausgegangen, wenn mein Gegner mal remis gefragt hätte und Shumis Gegner Turmendspiele gekonnt hätte. Da sieht man mal, wie knapp das war. Dieser Sieg war immens wichtig, wie man evtl. noch sehen wird.

Im Laufe der Saison müssen sich vor allem für die jungen Stammspieler anstrengen und verbessern. Die alten Säcke machen nicht jedes Mal 3,5 aus 4 und die Gegner werden nur noch schwerer. Zum Beispiel Bille I am 01.02.!

(Boris Bruhn)

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2. Runde
01.02.2011 Bille SC Königsspringer Hamburg 4 5 : 3
19:00 Uhr, Begegnungsstätte ›Westibül‹, Friedrich‑Frank‑Bogen 59, 21033 Hamburg

1 Andreas Bertram Boris Bruhn ½ : ½
2 Hans‑Jörg Jantzen Adrian Lock 1 : 0
3 Andreas Bigot Baldur Schroeter 1 : 0
4 Martin Kopisch Eugen Raider ½ : ½
5 Rainer Jess Benjamin Scharmacher 0 : 1
6 Olaf Dörge Björn Frontzek ½ : ½
7 Norbert Kraft Florian Bongartz ½ : ½
8 Philipp Prasse Marco Hanssen 1 : 0

31.01.2011 SC Diogenes 2 SC Schachelschweine 4 : 4
28.01.2011 Hamburger SK 8 Schachfreunde Hamburg 2 5 : 3
03.02.2011 SC Concordia Hamburger SK 9 :
24.01.2011 SC Farmsen Barmbeker SK 4 : 4

Bericht

Bei Bille ist einiges los am Dienstag. Da wuselt es so wie bei uns am Freitagabend, rund zwei Dutzend Jugendliche spielen und trainieren dort, Respekt dafür.

Am Dienstag, den 01.02.2011 konnten wir uns genau davon beim Ortstermin überzeugen, denn wir mussten auswärts beim Bille SC I antreten. So ein Team, das aus der Landesliga abgestiegen ist, um in diesem Jahr wieder aufzusteigen. Schwierige Voraussetzungen für uns: Mit einem DWZ‑Schnitt von über 2000 waren die Gastgeber 130 Punkte über dem Schnitt, den wir an den Start bringen konnten. Darüber hinaus ist der Dienstag für uns ein ungünstiger Spieltag, weil viele Schüler einfach Dienstag nicht bis max. 00:00 Uhr Schach spielen können. Umso erfreulicher, dass wir an diesem Tag zu acht waren und vielen Dank an die Spieler, die vor Ort waren. Hervorzuheben ist Adrians Einsatz, der vom Zivi‑Lehrgang angereist ist, sehr gute Einstellung! Dank geht auch an die drei (!) Ersatzspieler aus der fünften Mannschaft. Ich kann Euch versichern, dass dies nicht die einzigen Einsätze für Euch waren.

Doch nun zum Kampf: Durch mein Auftreten vor Ort hielten die gegnerischen Spieler uns fälschlicherweise für die Zweite. Aber die gehört ja bekanntlich zur Landesliga Hamburg wie der Dom zu Köln. Dennoch war der Respekt der Gastgeber vor uns merklich. An Brett 4 spielte der MF Martin Kopisch gegen Eugen und verbrauchte Unmengen an Bedenkzeit, obwohl Eugen nicht ganz pünktlich war. Eugens Remisangebot konnte er daher schlecht ablehnen (12 Minuten für 23 Züge). Ein halber Punkt von Eugen, sehr schön, weiter so. An Brett 8 zeichnete sich gleichzeitig schon früh eine schwierige Partie ab, weil Marco ein bisschen Theorie‑Kenntnisse fehlten, sodass er sich komplett eingetütet sah und als Erstes die Segel streichen musste gegen den Jugendspieler Philipp Prasse. An Brett 6 spielte Björn souverän remis, mit Schwarz gegen einen guten Gegner: sehr solide. Wir lagen nach zwei Stunden mit 1:2 hinten, was nicht besonders überraschend war, die anderen Partien waren allerdings spannend: Bei Baldur war die Stellung ausgeglichen, Benjamin stand immer leicht besser, Adrian stand mit der DVM‑Vorbereitung sehr aussichtsreich, nur Bongo und ich hatten jeweils einen Bauern weniger und verwalteten so »hmm‑naja«‑Stellungen. Zum Glück erinnerte sich Benjamin an den »Body‑Check«, sodass er den König von Rainer Jess, der die Stellung ein bisschen überzogen hatte, im Bauernendspiel fernhalten konnte. Der zwischenzeitliche Ausgleich: 2:2. An Brett 3 reichte aber ein bisschen gestiftete Verwirrung aus, um Baldur ins tiefe Rechnen zu bringen und leider fand er nicht die beste Fortsetzung. Das Bauernendspiel musste er aufgeben – 2:3. Bei Adrian spielte sich das Drama des Abends ab: Er hatte mit Schwarz seinen Gegner dermaßen umgetauft, dass im Ausweis schon Hans‑Jürgen Frischlewski stand. Es fehlte nur der amtliche Stempel. Letzterer aber, der Leser ahnt es schon, erreichte nie sein Ziel. Adrian wollte es besonders schön machen. Und das ging schön in die Hose, aber dafür voll. Statt eine hängende Figur zu schlagen, wollte Adrian mattsetzen, was aber zwei Figuren kostete. Auf dem Partieformular steht es neben dem Fehlzug geschrieben wie in Stein gemeißelt: »Nicht schön, sondern effektiv spielen!«. Ich sach ja immer, sach ich: schnöde spielen, und fertig. Aber wer den Schaden hat, …

Nach dem 4:2 mit drei Bauern mehr (einer bei Bongo, zwei bei mir) konnten die Gegner sich entspannen, weil der Mannschaftssieg unter Dach und Fach war. Bongo kämpfte bravourös und sammelte den Mehrbauern des Gegners im Springerendspiel wieder ein, noch’n Halber: sehr schön! Wie beim letzten Mal konnte mein Gegner nach der Zeitkontrolle irgendwie die Konzentration nicht halten. Wieder war ein schlechter Zug dabei und plötzlich ergab sich ein Gemetzel, an dessen Ende er drei Klötzchen von mir und ich fünf von ihm schlagen würde. Übrig geblieben wären König plus Turm bei jedem. Und so bekam ich ein Remis und rutschte bei Blitzeis nach Hause (fiese Sache das).

Das 3:5 ist ein durchaus respektables Ergebnis gegen den Bille SC und macht Hoffnung, dass wir in den nächsten Kämpfen den einen oder anderen Mannschaftspunkt ergattern können. Auffi geht’s.

(Boris Bruhn)

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3. Runde
11.02.2011 Königsspringer Hamburg 4 SC Diogenes 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Boris Bruhn Wolfgang Hohlfeld ½ : ½
2 Gregor Seifer Holger Bartels 0 : 1
3 Markus Langmann Thomas Rieling 0 : 1
4 Eugen Raider Ralf Hein 1 : 0
5 Benjamin Scharmacher Michael Neumann 1 : 0
6 Guido Stanau Joachim Schnoor 1 : 0
7 Jan‑Frederik Carl Torben Schulenburg 0 : 1
8 Florian Bongartz Achim Jürgens 0 : 1

15.02.2011 Barmbeker SK Bille SC 2 : 6
11.02.2011 Hamburger SK 9 SC Farmsen :
17.02.2011 Schachfreunde Hamburg 2 SC Concordia :
11.02.2011 SC Schachelschweine Hamburger SK 8 4 : 4

VLG am Freitag – Niederlage gegen Diogenes 2

Sonntagmorgen, 07:45 Uhr. Das Telefon vibriert, es ist Max Bo, irgendwas mit Jugendbundesliga. Ich schlafe noch, sage 11 Ziffern, »viel Glück in Nordhorn, und tschüss.« Wieder nix mit ausschlafen. Aber betont lässig mit Tee im Wohnzimmer rumlungern, das wird heute doch klappen, endlich ein bisschen Erholung. Gestern waren die letzten Partien der HJET in der Fraenkelstraße. Alle wichtigen Partien sind positiv gelaufen, siehe Bericht. Ein standesgemäßes Essen bei einem Griechen am Tibarg mit Baldur beendete diesen Tag und diese HJET, nach fünf langen Samstagen.

Den Tag vor der HJET haben wir in der Stadtliga gegen Diogenes 2 verloren. Und das kam so: Um 19:00 Uhr sitze ich im Turniersaal und alles ist aufgebaut. Die Gegner sind da. Leider fehlen sehr viele Spieler von uns (beklagenswert). Die Runde wird angepfiffen von Marcus (KSH 3 gewinnt im Parallelkampf). Wir sind zu fünft, kurz danach zu sechst. Diogenes 2 hat alles aufgeboten, was nicht gesperrt ist. Nach einer ewig scheinenden halben Stunde mit Anrufen und allem Trara kommen dann noch zwei Spieler von uns, immerhin treten wir vollständig an (begrüßenswert). Bereits eine Stunde später beende ich meine Partie als Zweiter mit einem Ünöntschüdön. Vorher hat Guido gewonnen, sehr schön! Auch Eugen stand zu diesem Zeitpunkt sehr aussichtsreich. Ebenso Bongo am achten Brett. Bei unserem unverzichtbaren Topscorer Benjamin entwickelte sich eine spannende Schlacht, von der er den Verlauf kennt. Bei Gregor ist alles in ausgeglichenem Fahrwasser und Jan‑Frederik steht einen Hauch schlechter. Nur Markus an Brett 3 steht schon nach der Eröffnung auf dem Acker, was ihm aber gegönnt sei, hatte er doch gerade Abi fertig gemacht und spielte dennoch. Alles zusammen stimmte mich zuversichtlich. Dann ging es entscheidend bergab. Es spricht sehr für Markus, dass er noch alles probiert hat und die Partie doch bis »Viertel vor Ölf« gedauert hat. So lange wie Markus kann Bongo nicht durchhalten, er übersieht in totaler Gewinnstellung Taktik (ein Sidestep von c1 nach b1 wäre vonnöten gewesen). 1,5:2,5. Dann gewinnt Eugen, ebenfalls sehr schön! Der Ausgleich. Gregor hat einfaches Gegenspiel des Gegners übersehen und steht nun mehr als bedenklich. Schließlich greift Jan‑Frederik fehl in der Zeitnot und in ausgeglichener Stellung. Benjamin kann seine Stellung in ein gewonnenes Endspiel abwickeln, sehr überzeugend! Dennoch verlieren Jan‑Frederik und Gregor: 3,5:4,5.

Die Jugendspieler haben gut gespielt, Benjamin ist der große Rückhalt der Mannschaft. Und das lässt für die folgenden Runden hoffen, in denen wir unbedingt Punkte gegen den Abstieg sammeln müssen. Bevor nämlich alle möglichen Spieler gesperrt sind aufgrund ihrer Einsätze in Landes‑ und Oberliga. Zum Glück sind die Dios keine direkten Konkurrenten, deswegen ist es halb so tragisch, aber irgendwie eben doch.

Das Aufräumen an diesem Abend überlasse ich den anderen und nehme den Bus Richtung zu Hause. Besser isses. Wie heißt es im One‑Hit‑Wonder of the decade: You had a bad day. Sowas kommt vor, und in der nächsten Runde gegen Barmbek kann das alles wieder anders aussehen. Schauma mal, und das Handtuch nicht vergessen.

(Boris Bruhn)

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4. Runde
25.02.2011 Königsspringer Hamburg 4 Barmbeker SK 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Boris Bruhn Michael Ewaldt 0 : 1
2 Adrian Lock Norbert Becker ½ : ½
3 Baldur Schroeter Jens‑Erik Rudolph ½ : ½
4 Gregor Seifer Thomas Sachs + :
5 Markus Langmann Thomas Kuckelkorn 1 : 0
6 Eugen Raider André Bigalke 1 : 0
7 Benjamin Scharmacher Raymond Schröder 0 : 1
8 Guido Stanau Rolf Sander 0 : 1

28.02.2011 SC Diogenes 2 Hamburger SK 8 4 : 4
10.03.2011 SC Concordia SC Schachelschweine 3 : 5
21.02.2011 SC Farmsen Schachfreunde Hamburg 2 2 : 6
22.02.2011 Bille SC Hamburger SK 9 :

Leistungsgerechtes Unentschieden gegen Barmbek

Am Freitag spielten wir zu Hause gegen Barmbek I, die allerdings nur zu siebt erschienen waren. Daher konnten sie an diesem Tag nicht gewinnen. Wir spielten insgesamt nicht gut, und konnten daher an diesem Tag nicht gewinnen. Dementsprechend spielten wir 4:4 unentschieden.

Die ersten Nullen dieser Saison zogen Benjamin, der einmal falsch getauscht hatte, und ich, in einer sehr schlechten Partie, die bereits nach eineinhalb Stunden entschieden war. Auch unser Youngster Guido an Brett 8 verlor, allerdings stand er schon deutlich besser, ehe ihm die Partie entglitten war.

Besser machte es das Mittelfeld: Gregor bekam den kampflosen Punkt, Eugen spielte eine hervorragende Angriffspartie, Markus kämpfte bravourös am fünften Brett und konnte in der Zeitnot den weißen König bei noch gut gefülltem Brett auf h5 matt setzen mit einem feinen Manöver.

Baldur spielte eine sehr anstrengende Partie mit ungleichen Materialverhältnissen, die sein Gegner dann in einem Dauerschach ausklingen ließ. Adrian spielte eine gute Partie, die am Anfang komisch aussah. Im Mittelspiel konnte Adrian Material gewinnen und ins vorteilhafte Bauernendspiel abwickeln, ehe er in einer dramatischen Blitzphase um Mitternacht remis spielte.

Positiv zu bemerken ist, dass wir ohne Ersatzspieler ausgekommen sind, außerdem der Kampfgeist der jungen Spieler, wobei das Nervenkostüm noch besser sein könnte und der letzte Biss noch fehlt. Bleibt abzuwarten, ob wir noch Punkte für den Verbleib in der Stadtliga sammeln können. Zum Beispiel nächsten Monat, wieder am 25., dann beim HSK 9.

(Boris Bruhn)

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5. Runde
25.03.2011 Hamburger SK 9 Königsspringer Hamburg 4 2 : 6
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 André Hold Boris Bruhn 0 : 1
2 Leon Tscherepanov Baldur Schroeter ½ : ½
3 Christoph Bohn Markus Langmann 1 : 0
4 Oliver Leube Eugen Raider 0 : 1
5 Dr. Rolf Puster Benjamin Scharmacher ½ : ½
6 Dr. Hanns Schulz‑Mirbach Shumon Akram 0 : 1
7 Udo Figger Florian Bongartz 0 : 1
8 Reiner Basteck Jakob Pfreundt 0 : 1

22.03.2011 Barmbeker SK SC Diogenes 2 :
31.03.2011 Schachfreunde Hamburg 2 Bille SC 4 : 4
25.03.2011 SC Schachelschweine SC Farmsen 4 : 4
25.03.2011 Hamburger SK 8 SC Concordia 3 : 5

Youngster Jakob Pfreundt brilliert – hoher Sieg für KSH 4 bei HSK 9

Kanarienvögel haben vor zwei Jahrhunderten die Kumpel unter Tage begleitet, damit sie rechtzeitig merkten, wenn mit der Atemluft irgendwas nicht stimmte. Am letzten Freitagabend waren wir gemeinsam mit KSH 6 zum Auswärtskampf beim HSK. Unser Kanarienvogel hieß Jakob Pfreundt und nahm zur Warnung so eine »violette« Gesichtsfarbe an. Immer, wenn das passiert ist, ging ich für Minuten vor die Tür.

In den ersten Minuten unseres Mannschaftskampfes in der Stadtliga B ging es allerdings noch, weil unsere Leute in einem U‑Bahn‑Schlamassel waren und später kamen. Schlamassel hatten wir auch mit der Aufstellung, weil mehr Spieler gesperrt oder verhindert waren, als wir Bretter zu besetzen hatten (merke: MF Abk. f. ›Menge AuFwand‹). Dank geht an die Ersatzspieler Shumon, Florian und eben Jakob, die uns an diesem Abend echt aus der Patsche geholfen haben (3 aus 3, perfekt). Aber auch den anderen Spielern war bewusst, dass es in diesem Kampf drauf ankam.

Angefangen hat es bei Florian, dessen Gegner kompliziert, unübersichtlich und unter hohem Materialeinsatz spielte. Schnell war abzusehen, dass hier der erste Punkt auf unsere Habenseite kommen würde. Praktisch zeitgleich konnte Eugen Vorteil erlangen, dessen Leistung ich hier mal hervorheben möchte: bislang sehr gute 3,5 aus 5 am Brett 4. Weiter so!

Mit dem 2:0 im Rücken konnte Baldur nach zwei Stunden entspannt in ein Remis einwilligen, damit unseren Vorsprung festigen und sich um die andere KSH‑Mannschaft kümmern. Danach fragte mich Benjamin, ob er remis machen dürfte. Da sich auch bei Shumon die Anzeichen eines Sieges mehrten, nickte ich das ab, ebenso wir Benjamins starker Gegner.

Beim Stand von 4:1 für uns entspannte ich mich langsam, weil Jakob in einer feuersprühenden Partie langsam die Oberhand bekam bei gleichzeitig wachsender Zuschauertraube. Bravourös, wie cool er geblieben ist und seinen Freibauern auf h2 zuerst verwandelte, um dann mit seiner Dame den gegnerischen Freibauern auf a7 abzuholen und die Partie zu gewinnen. Was für ein Debüt in der Stadtliga!

Beim Stand von 5:1 musste Markus die Segel streichen, was aber nach dem Partieverlauf nicht unbedingt hätte sein müssen. Ebenfalls unnötig waren meine Schwierigkeiten im Endspiel Turm und ungleichfarbige Läufer plus Bauern: Als ich den gegnerischen König in ein Mattnetz einweben wollte, wäre meiner fast selber dabei draufgegangen. Immerhin konnte ich die Komplikationen dank korrekter Berechnung überstehen und damit gegen 23:50 Uhr den Endstand herstellen.

Justus kam noch vorbei und da zeitgleich neben den Gastgebern noch ein paar Eidelstedter am Start waren, könnte man das auch Endrunden‑Nachtreffen nennen. Wie man hört, ging das heitere Treffen noch ziemlich lange im Schachzentrum und so weiter (07:00 Uhr?!?). Für unsere Mannschaft sieht es erstmal wieder ganz gut aus in der Stadtliga B. Nachlassen dürfen wir in den Folgerunden allerdings nicht! Gruß aus Berlin.

(Boris Bruhn)

↑
↓
6. Runde
15.04.2011 Königsspringer Hamburg 4 Schachfreunde Hamburg 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Boris Bruhn Volker Schuldt 0 : 1
2 Gregor Seifer Michael Keuchen : +
3 Markus Langmann Oliver Steinmetz 1 : 0
4 Andreas Saß Fritz Fegebank 1 : 0
5 Eugen Raider Tim Schröder ½ : ½
6 Benjamin Scharmacher Thorsten Jäger 0 : 1
7 Guido Stanau Soner Topuz 1 : 0
8 Björn Frontzek Detlef Schweigert 0 : 1

11.04.2011 SC Diogenes 2 SC Concordia 2 : 6
04.04.2011 SC Farmsen Hamburger SK 8 :
12.04.2011 Bille SC SC Schachelschweine :
05.04.2011 Barmbeker SK Hamburger SK 9 5 : 3

Knapp daneben ist auch vorbei – KSH 4 verliert gegen Schachfreunde 2

3,5:4,5 ist ein saublödes Ergebnis, wenn man nur zu siebt angetreten ist. Allerdings ereilte mich als MF eine Absage erst einen Tag zuvor und die von mir ausgedachte Taktik: »Zu siebt sind unsere Chancen ja besser, wenn alle einen weiter unten spielen, denn da kriegen wir vor allem an den hinteren Brettern bessere Chancen zu punkten«, erwies sich an diesem Tag als Trugschluss. Denn zwei Weißpartien gingen hinten verloren, während wir mit Schwarz Punkte sammelten.

Doch der Reihe nach: Am Donnerstag vor dem Kampf erhielt ich von Gregor eine SMS und eine E‑Mail, dass er leider arbeiten müsse und nicht spielen könne. Einen Ersatzspieler auf die Schnelle zu finden war nicht einfach, ein paar Absagen kassierte ich, weswegen ich letztendlich halt darauf verzichtete. Auch wäre die Vorbereitung von 6 der 8 Spieler hinfällig gewesen. Also traten wir zu siebt an, und ich war zuversichtlich, dass wir im Falle von vielen Ersatzleuten bei den Schachfreunden auch zu siebt punkten können.

Und diese kamen dann auch nicht in ihrer besten Besetzung: Es fehlten das nominelle Brett 1 und 3. Fritz Fegebank war der gegnerische MF, der sich völlig zu Recht über die Beschallung vom Fußballplatz beschwerte, was inzwischen dazu geführt hat, dass die Lautsprecher zumindest vor die Umkleiden »umgezogen« sind und dadurch nur noch die Lautstärke von normalem Straßenlärm haben (akzeptabel). An dem Abend haben wir es jedoch noch einmal voll mitbekommen. Da könnte ich mich glatt mit dem Gedanken beschäftigen, es wie die Siebte Mannschaft zu machen und an einem anderen Wochentag als dem Freitag die Heimkämpfe auszutragen.

Der April ist ein Monat mit viel wechselndem Wetter, ein Monat der Erkältungen. Eugen war erkältet, ich war erkältet. Darum bat mich Eugen, nachdem er wieder ein halbe Stunde zu spät gekommen war, auch ziemlich flott remis bieten zu dürfen, was der Gegner auch annahm. Mein Gegner wollte allerdings kein Remis und so spielte ich eine nicht so dolle Partie (von dann insgesamt drei inklusive Landesliga), die nach der Zeitnot verloren ging.

Noch vor der Zeitnot konnte Guido seinen Gegner sehenswert in die Knie zwingen, und auch Andreas hatte mächtigen Druck aufgebaut gegen die Stellung seines Gegners, was sich später in Material und dem ganzen Punkt auszahlte. So stand es also ausgeglichen bis dahin und es liefen noch die Partien von Björn, Benjamin und Markus. Markus stand die ganze Zeit mit dem Rücken zur Wand, bis sich sein Gegner komplett veropferte und Markus den ganzen Punkt einstrich, was sehr begrüßenswert war und unerwartet kam. Bei Benjamin und Björn sah es eher nach einem halben Punkt oder sogar einem Ganzen aus, leider verloren beide und am Ende stand das 3,5:4,5.

An diesem Tag kam alles gegen uns zusammen und aus zwei oder wenigstens einem Mannschaftspunkt wurde keiner. Jetzt stehen wir ganz tief hinten drin und müssen sehen, ob wir es da wieder raus schaffen.

(Boris Bruhn)

↑
↓
7. Runde
06.05.2011 SC Schachelschweine Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, Villa Finkenau (Hintereingang), Finkenau 42, 22081 Hamburg

1 Artur Reuber Boris Bruhn ½ : ½
2 Andre Schulz Baldur Schroeter 1 : 0
3 Florian Buntin Gregor Seifer ½ : ½
4 Sönke Wendt Markus Langmann ½ : ½
5 Christian Walter Eugen Raider 0 : 1
6 Pascal Simon Guido Stanau 0 : 1
7 Felix Cahillane Jan‑Frederik Carl 0 : 1
8 Maximilian Schrader Berfîn Lemke 1 : 0

06.05.2011 Hamburger SK 9 SC Diogenes 2 3 : 5
05.05.2011 Schachfreunde Hamburg 2 Barmbeker SK 4 : 4
06.05.2011 Hamburger SK 8 Bille SC 2 : 6
05.05.2011 SC Concordia SC Farmsen :

Ersatzspielern und Jugend sei Dank: KSH 4 gewinnt auswärts bei den Schachelschweinen

Generell ist ja der MF‑Posten eigentlich ganz okay: E‑Mails schreiben, Partien schicken, die Karte ausfüllen, spielen, die Karte unterschreiben, dann ins Internet gehen und das Ergebnis melden.

In diesem Jahr ist das nicht so einfach: Absage, Sperrung, Absage, Absage. So wurden aus zehn Spielern ganz schnell mal sechs. So auch vor dem Kampf gegen die Schachelschweine am 06.05.2011. Hinzu gesellten sich mehrere Absagen der geplanten Ersatzspieler und so stehen die acht Spieler erst einen Tag vor dem Spieltag fest. Vielen Dank an Berfîn und Jan‑Frederik!

An jenem sonnigen Freitagabend waren wieder alle so einigermaßen pünktlich (diesmal 20 Minuten), und unsere Gegner waren nicht in ihrer besten Besetzung angetreten: es fehlten Nr. 3 und 5, allerdings spielte an Brett 8 mit Ranglisten‑Nr. 10 auch kein Ersatzspieler.

Der erste Rundgang ergab nichts besonderes: Baldur stand ein bisschen komisch, aber ebenso hellgelber Alarm wie bei Berfîn, die sich ein bisschen hat foppen lassen in der Eröffnung, aber noch lange nicht bedenklich stand.

Bei Gregor ergab sich eine geschlossene Eröffnung, bei Markus ein »laaangweilig«, bei Eugen ein »Das Brett brennt«. Guido stand schon absehbar gut, weil sein Gegner Bedenkzeit und Material investierte, aber die Eröffnung nicht kannte. Bei Jan‑Frederik erinnere ich noch sowas Geschlossenes mit ’ner Prise Dynamik bei unterschiedlichen Rochaden.

Nach rund anderthalb Stunden hatte ich gegen eine Theorie‑Variante einen kleinen, aber schwer verwertbaren Vorteil erreicht und bot remis, was auch schnell angenommen wurde. Ein erster halber Punkt, fehlten noch vier Ganze. Fortgesetzt wurde allerdings zu unseren Ungunsten, weil Baldur nach zweieinhalb Stunden die Segel streichen musste. Wurde es doch so’n knappes Ding. Die Uhren liefen und als nächster war Guido fertig, dessen Gegner mit einem wilden Angriff noch alles versuchte, aber erfolglos blieb. Bei Berfîn war inzwischen roter Alarm, weil sie in Zeitnot geriet und leider etwas einstellte, dennoch eine gute Premiere in der Stadtliga mit nachfolgendem Pokalgewinn beim U14‑Turnier am nächsten Tag! Eugen hatte in der Zwischenzeit schlechter gestanden oder auf Verlust, aber im großen Chaos doch eine Figur gewonnen und spielte mit Dame plus Läufer und Springer auf der Grundreihe gegen Dame plus schlechten Läufer des Gegners mit ganz vielen vorgerückten Bauern. Das war noch ein bisschen unklar. Als nächstes nahm Gregor ein Remis‑Angebot an in einer besserer Stellung, allerdings war das total okay, denn die restlichen Stellungen waren vielversprechend: Eugen rechnete so vor sich hin und Jan‑Frederik schien schneller zu sein als sein Gegner.

Als nächster war dann Eugen fertig: Während des 20‑minütigen Rechnens hatte er »den Plan« gefunden und sein Gegner gab auf, der Ausgleich zum 3:3. Jan‑Frederik hatte die Ehre, seine Partie mit einem Damenopfer zu krönen und uns erstmalig in Führung zu bringen.

Es spielte also noch Markus, dessen Gegner sehr fair nach einer halben Stunde mit Gewinnversuchen im Springerendspiel doch remis angenommen hatte, obwohl das die Niederlage für seine Mannschaft bedeutete.

Ein sehr wichtiger Sieg, schon die halbe Miete auf dem Weg zum Klassenerhalt, aber eben erst die halbe. Bis zum nächsten Kampf am 20.05. im Clubheim.

(Boris Bruhn)

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8. Runde
20.05.2011 Königsspringer Hamburg 4 Hamburger SK 8 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Robin Stellwagen 1 : 0
2 Markus Langmann Michael Kurth 1 : 0
3 Eugen Raider Steffen Wiegand 0 : 1
4 Benjamin Scharmacher Helge Colpe 1 : 0
5 Guido Stanau Simon Meyer 1 : 0
6 Björn Frontzek Jade Schmidt 0 : 1
7 Shumon Akram Johann Sander 0 : 1
8 Jan‑Frederik Carl Carsten Patjens 0 : 1

23.05.2011 SC Diogenes 2 SC Farmsen :
17.05.2011 Bille SC SC Concordia 4 : 4
24.05.2011 Barmbeker SK SC Schachelschweine 4 : 4
20.05.2011 Hamburger SK 9 Schachfreunde Hamburg 2 :

Den Vorletzten beißen die Hunde – KSH 4 erkämpft ein 4:4 gegen HSK 8

Am 20.05. kam es zum Abstiegsgipfel im Clubheim: KSH 4 gegen HSK 8. KSH 4 mit drei Ersatzspielern aus der Bezirksliga (vielen Dank für Euren Einsatz!), HSK 8 ersatzgestärkt durch Topkräfte, was sich auch am DWZ‑Schnitt ablesen ließ. Unsere Gegner ließen also nix unversucht, den Kampf zu gewinnen.

Allerdings war KSH 4 auch arg gerupft worden von den oberen Mannschaften, sodass es gerechtfertigt war, die beste 8 an den Start zu bringen (Peter‑Knops‑Theorem). 3 Mannschaftspunkte aus den letzten beiden Kämpfen wollen die HSKler holen, um den Klassenerhalt sicher zu stellen. Unser Team hingegen hatte »schon« 7 Punkte und wollte eigentlich mit einem Mannschaftspunkt den Klassenerhalt sichern (mehr dazu weiter unten).

Es ging ganz gut los, so nach anderthalb Stunden stand es immer noch 0:0. Der erste Rundgang ergab, dass sich die Bretter von Björn, Shumon und Jan ganz gut angingen. Also bei den Ersatzleuten noch kein Punktverlust, also auch kein Rückstand, was psychologisch sehr wichtig war. An Brett 5 spielte Guido so solide, wie man es zu diesem Zeitpunkt von ihm erwarten konnte. Bei Benjamin tickerte die Zeit des Gegners eigentlich die ganze Zeit. Eugen wollte aus den Theorie‑Defiziten seines Gegners Kapital schlagen, allerdings ging der Schuss absehbar nach hinten los. Markus hatte mal einen Bauern geopfert für Angriff auf den lang rochierten König des Gegners und auf Baldurs Brett war das Chaos.

Als Erster war dann Guido fertig, der so einen Freibauern hatte, der weit weg war und der immer vor ging, bis Material weg war – 1:0. Baldur konnte seine komplizierte Stellung mit dem Motto »Ich zieh mal, was gut aussieht, rechnen kann mein Gegner« weiter verbessern, der unrochierte König des Gegners stand dabei fast immer verkehrt. Nach etwas mehr als drei Stunden konnte Baldur sehr sehenswert abwickeln und sein Endspiel gewinnen. Glückwunsch zu diesem wichtigen Sieg! 2:0. Jetzt begann also die vierte Stunde und die Routine setzte sich an den hinteren Brettern durch. Auch Eugen musste einsehen, dass sein Gegner besser war. Zuerst reichte Shumon seinem Gegner die Hand. Dann hatte leider auch Jan Material verloren und Eugen wie erwähnt ebenso – 2:3. Doch bei Benjamin zeichnete sich in einer schön vorgetragenen und einseitigen Angriffspartie bei schwindender Zeit des Gegners ein Sieg ab – 3:3. Als dann Björns König in einen Angriff geriet von zwei Türmen und einem Springer bei wenigen Verteidigungsfiguren stand es 3:4. Doch Markus konnte inzwischen seinen Angriff in eine Mehrfigur verwandeln, was sich sein Gegner bis zwei Minuten vor Mitternacht und bis zum Matt zeigen ließ – 4:4.

Die Mannschaft hat toll gekämpft und gegen DWZ‑Schnitt 2001 ein bravouröses Match gezeigt!

Vor der letzten Runde liegen wir auf Platz 4, allerdings sind wir praktisch noch nicht gesichert. Nur für vier Mannschaften steht fest, was diese Saison passiert: Bille steigt auf, HSK 9 steigt ab, Schachfreunde 2 und Diogenes 2 halten die Klasse. Die Plätze 4 bis 9 spielen um den vorletzten Platz (und der bedeutet den Abstieg). Unser Vorteil: Wir spielen den allerletzten Kampf der Staffel am 23.06. Bis dahin können wir abwarten, ob sich einer der Konkurrenten ein wenig verzettelt. In der letzten Runde wissen wir dann ganz genau, ob und wie viele Brettpunkte wir zum Klassenerhalt benötigen. Nochmal meinen Glückwunsch! Und bis denn!

(Boris Bruhn)

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9. Runde
23.06.2011 SC Concordia Königsspringer Hamburg 4 5 : 3
19:00 Uhr, Clubheim des SC Concordia, Osterkamp 59, 22043 Hamburg

1 Erich Maahs Baldur Schroeter 1 : 0
2 Peter Steen Gregor Seifer + :
3 Peter Horn Markus Langmann ½ : ½
4 Dr. Andreas Liersch Andreas Saß + :
5 Dr. Gunter Tiedt Eugen Raider 0 : 1
6 Rolf Gehrke Benjamin Scharmacher ½ : ½
7 Olaf Hanf Justus Streich + :
8 Otokar Karel Marco Hanssen 0 : 1

09.06.2011 Schachfreunde Hamburg 2 SC Diogenes 2 :
10.06.2011 SC Schachelschweine Hamburger SK 9 2 : 6
10.06.2011 Hamburger SK 8 Barmbeker SK :
20.06.2011 SC Farmsen Bille SC :

Letzte Runde und Abschlussbericht – KSH 4 bleibt drin

Am Donnerstag war Auswärtskampf beim SC Concordia. Schön war, dass fünf Spieler gespielt haben. Das gefällt mir. Ebenfalls war schön, dass an den fünf Brettern drei Brettpunkte erkämpft wurden. Das gefällt mir. Die Gastgeber waren sehr freundlich, es ging praktisch nur noch, so der MF von Concordia: »um die berühmte Goldene Ananas«. Der Kampf war um 21:50 Uhr zu Ende. Das gefällt mir. Am Ende wird Königsspringer 4 Tabellensechster und hält sicher die Klasse. Das gefällt mir. Eugen ist einer der fleißigsten Punktesammler mit 6 aus 9 und der einzige Spieler, der alle neun Runden bestritten hat. Darum wird er in der kommenden Saison für höhere Aufgaben berufen. Das gefällt mir. Die Spieler von KSH 4 und ebenso die Ersatzspieler wollten die ganze Saison über den Klassenerhalt und haben dieses Ziel auch erreicht. Das gefällt mir.

Gut zu wissen, dass nicht jeder Bericht nach dem Gesichtsbuch‑Muster geschrieben werden muss. Und ebenfalls gut, dass dieser Bericht hier, genau wie die Saison 2011, zu Ende ist. Das gefällt Euch vielleicht auch.

(Boris Bruhn)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/11-ksh4.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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