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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 3 · Stadtliga A 2011
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. FC St. Pauli 3 5 4 5 43,0 15
2. SK Weisse Dame Hamburg 3 6 5 6 4 6 42,5 13
3. Hamburger SK 7 5 5 4 4 4 37,0 11
4. Hamburger SK 6 2 3 6 6 4 40,0 9
5. Niendorfer TSV 3 3 4 2 4 37,0 8
6. Hamburger SG BUE 4 2 2 4 34,5 8
7. SV Blankenese 4 4 2 5 31,5 8
8. Königsspringer Hamburg 3 4 6 32,5 7
9. SK Johanneum Eppendorf 2 3 4 4 3 32,5 6
10. SK Union‑Eimsbüttel 2 2 4 29,5 5
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Spieler
KSH
3
Mannschaftsführer:
Marcus Möhrmann
H A H A H A H H A
WDH
 
STP
3
BLA
 
HSK
6
HSG
 
UNE
2
HSK
7
SKJ
2
NIE
 
21 Herzenstein, Georg                  
22 Leiser, Sven ½ 1 ½ 0   1 ½ ½
23 Wilms, Ingo 1   1   0       0
24 Maiorov, Daniel 0   1 0   0 0 1 0
25 Möhrmann, Marcus 0 ½ 1 0     0 1 0
26 Knops, Peter   1   1 0 0 ½ 1 ½
27 Hagenlüke, Thomas         0        
28 Klink, Otto ½ 0 1 1 ½ 0 1 ½ 0
29 Goetz, Claus ½ 1 ½     1 0 ½ 1
30 Hort, Max 0   0 1 0 ½ 1 0  
41 Rosien, Thomas 0   1   1        
44 Lohse, Marc   0   1   ½      
46 Schönfisch, Norbert       0 0 ½      
51 Spät, Alexander                 0
61 Seemann, Hans‑Siegfried   1     1        
62 Gette, Viktor   0           0  
94 Meyer‑Plückthun, Joachim             ½    
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1. Runde
21.01.2011 Königsspringer Hamburg 3 SK Weisse Dame Hamburg :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Aleksandar Trisic ½ : ½
2 Ingo Wilms Jan Ludwig 1 : 0
3 Daniel Maiorov Peter‑René Mandelbaum 0 : 1
4 Marcus Möhrmann Lars Schiele 0 : 1
5 Otto Klink Alice Winnicki ½ : ½
6 Claus Goetz Wilfried Rühr ½ : ½
7 Max Hort Kilian Fölsing 0 : 1
8 Thomas Rosien Dennis Petru 0 : 1

14.01.2011 Hamburger SK 6 Hamburger SK 7 3 : 5
07.01.2011 Hamburger SG BUE SV Blankenese 4 : 4
13.01.2011 SK Union‑Eimsbüttel 2 FC St. Pauli 3 :
14.01.2011 SK Johanneum Eppendorf 2 Niendorfer TSV 4 : 4

Ein Einstieg nicht nach Maß

Die Dritte hat in den letzten Jahren eine Tradition eingeführt. Sie pflegt sie ohne Wenn und Aber, komme was wolle und wer. Leider ist es keine gute Tradition: Der erste Mannschaftskampf wird – ihr ahnt es schon – verloren; so auch dieses Mal, zum dritten Mal hintereinander.

Eigentlich müsste uns das ja auch schon vor Anpfiff klar sein, denn die weiße Dame auf dem Brett ist nun einmal besser als ein Springer – selbst wenn es der Königsspringer ist.

Na gut, ein bisschen haben wir dann doch noch gespielt. Was gibt es auch Besseres am Freitagabend? Naaa? Naaaa? Seht ihr, ich wüsste es auch nicht.

Zu unserem Erschrecken treten unsere Gegner fast vollzählig an. Das bedeutet: Vorne greift eine Gegnerschaft mit DWZ von über 2000 bis zu knapp 2200 an, und hinten steht üblicherweise auch noch die 9 nach der 1 – »Aufbaugegner« klingt anders.

Ein schnelles Remis an Tisch 5 lässt den Verdacht aufkommen, dass zwei Personen wohl doch noch etwas anderes zum Freitagabend vor haben – vielleicht war es aber ja auch einfach nur ein bisschen Friedenslust, und hey, wer schlägt schon Frauen? Und wenn’s nur am Schachbrett ist.

Der Rest des Feldes hingegen wehrt sich. Durchaus mit Verve. Daniel an 3 sieht gut aus, Marcus an 4 hat seine übliche Chaosstellung auf dem Brett, das lässt hoffen. Thomas’ Körpersprache an Brett 8 lässt indes nichts Gutes vermuten, und richtig, er beschert den Gegnern einen ganzen Punkt. Dazu steht noch Brett 1 in der Ecke und 2 hat sich eine Qualität weniger eingehandelt.

Bleiben noch Brett sechs und sieben. Am sechsten ist nicht viel los, das Remis die Folge, aber Tisch sieben macht leider nur eines klar, die Eins für unsere Gegner. Die Mittelachse bricht weg, Daniel wird ausgekontert, nachdem er eigener Aussage zufolge hätte gewinnen können, auch Marcus kommt vom Weg ab, und so kommt’s zur kurzen Rochade an 3 und 4: Es droht eine richtige Klatsche.

Dann kam aber der Endspurt! Und der sah Ingo an 2 flugs eine Figur gewinnen mit nunmehr drei Bauern und zwei Leichtfiguren gegen den Turm, und am Schluss den Gegner noch mattsetzen, nicht ohne zu erwähnen, dass der Königsspringer den mattsetzenden Läufer deckte!

Meine Wenigkeit hatte an Tisch 1 dann die Ehre, die »garantiert irgendwie Verluststellung« (Interpretation Mannschaftskameraden) bzw. »kaum verlierbare Auffangstellung« (meine Interpretation) als letzter Spielender zu Ende zu bringen – mit einem Remis, das dem Spielverlauf unterm Strich entsprach, schließlich prangte noch eine 01:00 auf des Gegners Uhr (Minute, nicht Stunde), weswegen am Schluss dann doch beide mit dem Ergebnis zufrieden waren: Es stand 2:5 statt des durchaus möglichen 3,5:3,5, und so siegte bei mir die Fairness vor dem Killerinstinkt mit dem Remisangebot und damit ein gutes Gewissen.

So wurde es ein 2,5:5,5. Ärgerlich, aber traditionsgemäß. Ach ja, hatte ich schon erwähnt, dass wir die zweite Runde letztes Jahr gewonnen hatten? Da könnten wir ja jetzt mal an einer etwas positiveren Tradition arbeiten.

(Sven Leiser)

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2. Runde
25.01.2011 FC St. Pauli 3 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Clubheim des FC St. Pauli, Auf dem Heiligengeistfeld, 20359 Hamburg

1 Wolf‑Thomas Schütze Sven Leiser 0 : 1
2 Victor Antunes Marcus Möhrmann ½ : ½
3 Daniel Richter Peter Knops 0 : 1
4 Michael Welsh Otto Klink 1 : 0
5 Thomas Schüttler Claus Goetz 0 : 1
6 Heinz‑Werner Szudra Marc Lohse 1 : 0
7 Michael Knaak Hans‑Siegfried Seemann 0 : 1
8 Hans‑Joachim Kehr Viktor Gette 1 : 0

28.01.2011 Hamburger SK 7 Niendorfer TSV 4 : 4
28.01.2011 SK Weisse Dame Hamburg SK Johanneum Eppendorf 2 :
26.01.2011 SV Blankenese SK Union‑Eimsbüttel 2 :
28.01.2011 Hamburger SK 6 Hamburger SG BUE 6; : 2

Sieben Siege und ein Break

Zum ersten Mal ging es mit der Dritten ins neue Clubhaus im Südflügel des Stadions des FC St. Pauli. Nicht jeder fand den Weg dorthin sofort, letztlich waren dann aber doch alle vollständig. Wobei »vollständig« dieses Mal durchaus frei interpretiert war: Wir treten »ohne 4« (aus 8) an, das wird von unseren Gegnern aber locker getoppt, die »ohne 7« (aus 10) ans Brett kamen. Anders als wir hat St. Pauli aber auch eine starke Ersatzbank, und so war wieder einmal ein harter Kampf zu erwarten.

Was sich dann aber abspielte glich einem reinen Schlachtfest: Fast alle Weißpartien wurden gewonnen! Sieben Weißsiege in einem Mannschaftskampf, hat es das schon einmal bei Königsspringer gegeben? Ich kann mich nicht erinnern.

Arbeiten wir uns dieses Mal von hinten voran:

Viktor spielte eine scharfe Eröffnung und hatte seinen Gegner eigentlich auch schon im Sack. Leider verpasste er die beste Fortsetzung, und so gingen Figur wie Punkt letztlich an den Gegner. Schade.

Siggi gewann so schnell, so schnell kann man gar nicht gucken – ich auch nicht, und so bleibt es hier nur bei einem »Bravo! Gut gemacht!«.

Marc Lohse hatte keinen schlechten Gegner. Das merkte man dann auch, mein Eindruck war, dass Szudra schlicht eine Nummer zu groß für ihn war.

Claus hatte einen gemütlichen Abend: Bauer gewonnen, ins Endspiel abgewickelt, dieses mit guter Technik nach Hause gebracht. Die Partie taugt ohne Frage als Anschauungsmaterial für das Endspiel guter Springer gegen schlechten Läufer.

Otto verlor im Mittelspiel den Überblick und musste so auch den Punkt an seinen Gegner herüber reichen. Na gut, Michael Welsh ist auch kein Schlechter.

Daniel Richter auch nicht, das kümmerte uns Peter Knops aber wenig: Druckstellung entwickelt, ins Turmendspiel gegangen und das auffällig locker gewonnen. Wenn Turmendspiele nur immer so einfach gespielt werden könnten! Es war ein wichtiger Punkt zum 3:3.

Die ersten beiden Bretter mussten es demzufolge richten.

Bei mir sprang ein Start‑Ziel‑Sieg heraus, nach der Eröffnung war eine Qualität mehr entstanden; schlussendlich befand sich mein Gegner im Zugzwang gen Matt, und so war Weißsieg Nummer 7 im Kasten!

Marcus hingegen hat seine gute Stellung aus der Eröffnung heraus leider nicht ins Ziel gebracht, er stand mit einem Bauern weniger und Dame‑Läufer gegen Dame‑Springer mit dem Rücken zur Wand. – Damenschachs können aber ganz schön lästig sein: Der Gegner wurde ob der zielsicheren Damenschachreturns so nervös, dass er letztlich ins Remis einwilligte. Damit hatten wir ein Schwarzbreak geschafft und Marcus den entscheidenden halben Punkt zum Sieg erzielt!

So kann es weitergehen. Zur Abwechslung können wir natürlich auch mal ein paar Schwarzsiege einstreuen. Vielleicht schon nächstes Mal?

(Sven Leiser)

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3. Runde
11.02.2011 Königsspringer Hamburg 3 SV Blankenese 6 : 2
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Ralf‑Dieter Urban ½ : ½
2 Ingo Wilms Tigran Martirosyan 1 : 0
3 Daniel Maiorov Arijit Gupta 1 : 0
4 Marcus Möhrmann Dr. Wolfgang Engelhardt 1 : 0
5 Otto Klink Bernd‑Holger Meister 1 : 0
6 Claus Goetz Detlev Jarnuczak ½ : ½
7 Max Hort Slobodan Obreht 0 : 1
8 Thomas Rosien Holm Schröder 1 : 0

11.02.2011 Hamburger SG BUE Hamburger SK 7 :
10.02.2011 SK Union‑Eimsbüttel 2 Hamburger SK 6 :
11.02.2011 SK Johanneum Eppendorf 2 FC St. Pauli 3 3 : 5
11.02.2011 Niendorfer TSV SK Weisse Dame Hamburg 3 : 5

Wir rollen das Feld von hinten auf!

Was für ein Debakel nach der 1. Runde: Tabellenletzter, geschlagen, abgeschlagen, vernichtet.

Und jetzt? Befürchtet die Zweite schon, dass wir aufsteigen könnten. Tsss …

Nein, wollen wir nicht übermütig werden. Dennoch: Einen so entspannt souveränen Mannschaftskampf sieht die Dritte selten, im ersten Saisondrittel erst recht, und so ist schon frühe Euphorie angesagt, welch ungewohnte Freude!

Und das Ganze kam so:

Zwei Stellungen waren extrem gefährdet: Max Hort musste auf förmlich den letzten zwei Reihen einen Verteidigungswall aufbauen, und meinereiner hatte eine »typische Sven‑Stellung«, wie es Ingo formulierte, sprich: platt wie eine Flunder.

Max verteidigte sich zäh, aber leider nicht zäh genug für einen halben Punkt. Ich ebenfalls, da wurde es aber ein halber, um – mal wieder – festzustellen, dass es auch mal eine Maßnahme wäre zu gucken, ob der Gegner eine »Sven‑Stellung« seinerseits in den Remishafen zu lenken versteht.

Aber egal: Zu schnell stand die Dritte zu gut, als dass irgendwelche Sorgen berechtigt gewesen wären. In der Tat war recht schnell nicht mehr der Sieg, sondern rein dessen Höhe die eigentliche Frage.

Otto spielte gegen einen »Meister« vom Nachnamen her, das aber war er an diesem Abend selbst, denn so einen perfekt vorgetragenen Konterangriff inklusive Mattbild sieht man selten. Es war der verdiente Führungstreffer!

Dem sollten noch einige folgen: Bei Ingo zählte ich die Bauern – »oha, einer weniger« – bis die Figurenzählung dann ein +1 ergab, was nach Adam Riese mindestens zwei Bauerneinheiten Vorsprung verspricht. Die brachte er dann auch ohne große Probleme ins Ziel und zeigte, dass Igelknacken doch möglich ist.

Marcus hatte zwei echte Bauern eingesammelt, die dann auch mal für Argumente gegen »Turmendspiele sind immer remis« sorgten, und Thomas Rosien an 8 hatte ein Bauernendspiel mit gleich vielen Bauern erreicht, das aber mit einem so unverschämt gut stehenden König, dass er das verdiente »4,5‑Entscheidungstor« schießen konnte.

Bleiben noch zwei Partien: Claus lässt seinen Gegner aus seiner »Sven‑Stellung« noch entwischen, Daniel hatte fast eine, konterte in der Zeitnotphase aber seinen Gegner so perfekt aus, dass mit seinem Sieg ein lupenreines 6:2 heraussprang.

Angesichts dessen, dass mit etwas mehr Glück auch ein 7:1 hätte herausspringen können, kann ich nur sagen: Zweite, ihr habt zu Recht Angst. *grins*

(Sven Leiser)

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4. Runde
25.02.2011 Hamburger SK 6 Königsspringer Hamburg 3 4 : 4
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Wolfgang Schulz Sven Leiser 1 : 0
2 Hans‑Jürgen Schulz Daniel Maiorov 1 : 0
3 Stephan Kappus Marcus Möhrmann 1 : 0
4 Michael Kleiner Peter Knops 0 : 1
5 Jörn Debertshäuser Otto Klnik 0 : 1
6 Dr. Afsin Toparlak Max Hort 0 : 1
7 Max Krause Marc Lohse 0 : 1
8 Janina Stejskal Norbert Schönfisch 1 : 0

25.02.2011 Hamburger SK 7 SK Weisse Dame Hamburg 5 : 3
22.02.2011 FC St. Pauli 3 Niendorfer TSV 5 : 3
23.02.2011 SV Blankenese SK Johanneum Eppendorf 2 5 : 3
11.03.2011 Hamburger SG BUE SK Union‑Eimsbüttel 2 :

Schlachtfest mit nur halbem Happy End

Ich hatte es ja im letzten Bericht bereits angekündigt: Ab sofort spielt die Dritte um den Aufstieg.

Genau so verhielt sie sich auch an den Brettern: Obwohl unser Gegner die komplette Stammbesetzung ans Brett bekam, gab es ein Hauen und Stechen, das eindeutig ein einziges Ziel hatte: Ihn niederzuringen.

Ein wenig raus hielten sich Peters Gegner und meine Wenigkeit: Peter hatte mal wieder seine Lieblingseröffnung auf dem Brett, bald eine Figur und nach 18 Zügen den Punkt mehr.

Ich hingegen sah eine Kombination, die ich als »Dauerschach oder Matt für mich, vermutlich Matt« einschätzte und spielte, um dann mit Entsetzen festzustellen, dass sie ein hässliches Loch hat. Gut, 1:1.

Der Rest des Kampfs entzieht sich eigentlich einer weiteren Beschreibung: So einen harten Fight hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Keine einzige Partie stand ausgeglichen! Zudem steckte in allen eine ordentliche Portion Taktik drin, sodass ein Wetten auf den Ausgang des Kampfes ungefähr so sinnvoll war wie darauf, in der derzeitigen Fußballsaison auf Bayern München als Meister zu setzen – also gar nicht.

Daniel an 2 hatte sich in der Eröffnung so sehr verrannt, dass ich die Null im Geiste bereits abgehakt hatte, und Norberts Minusbauer plus Riesenstützpunkt auf d4 für den Springer seiner Gegnerin war mir auch nicht so recht geheuer, auch wenn’s hier ebenfalls stark nach taktischen Möglichkeiten roch.

Dafür sahen die Partien bei Max an 6 und Marc an 7 sehr vielversprechend aus, während Ottos Stellung »beiderseitige Chancen« zuzulassen schien, Ausgang ungewiss. Marcus stand schlecht, aber was heißt das bei Marcus schon, schließlich ist es mal wieder hochtaktisch.

Der Kampf schritt voran: Die Zeitnotphase war interessant, denn so wirklich interessierte die niemanden – selbst bei 30 Sekunden für 2 Züge zog man noch seelenruhig. Kein Wunder, zu diesem Zeitpunkt lichtete sich das Feld bereits: Daniel konnte sein Figurenknäuel am Königsflügel nicht mehr entwirren und ließ die Hand zur Aufgabe hinüberfliegen. Ebenso erging es Max’ Gegner, den er mit einem schönen Springermanöver in die Knie zwang. Otto spielte ein großes Endspiel mit Mehrbauern das ihn allmählich für höhere Aufgaben als die Stadtliga empfiehlt. Auch Marc holte seinen verdienten Punkt zum durchaus leistungsgerechten 4:2.

Vorwegnehmen kann ich, dass Marcus dieses Mal keine Fuddelchancen mehr bekam, bzw. sein Gegner auf der Hut war und die Mehrqualität und Bauernplus souverän über die Ziellinie brachte. 0:3 vorne, das hatten wir in der Dritten auch schon lange nicht mehr.

Eigentlich hätte Tisch 8 auch schon längst zu unseren Ungunsten fertig sein müssen, schließlich hatte Norbert seiner Gegnerin nach einer verpassten taktischen Chance eine Figur überlassen und dazu noch einen nicht aufzuhaltenden a‑Freibauern. Just diese Partie zeigt aber sehr schön, wie hart gefightet wurde, denn mit etwas Glück hätte diese Partie auch Unentschieden enden können! Man sehe:










Weiß hatte eben auf c5 einen Mehrspringer zurückgegeben, um den Bauern durchlaufen zu lassen. So einfach ist die Partie indes nicht. Norbert spielte 52… Tc8 und verlor in der Folge die Partie.

Interessanter wird’s aber, wenn er erst einmal ein Zwischenschach auf der c‑Linie gibt: Dann muss sich Weiß entscheiden, ob der König nach oben ausweicht (um sich den schwarzen Freibauern zu nähern) oder auf die d‑Linie geht. Nur ein Weg gewinnt! Und auch dieser ist technisch etwas anspruchsvoller als jener in der Partie – Fuddelchancen für Schwarz inklusive.

(52… Tc2+ 53.Ke3 Tc3+ 54.Kd2 (54.Ke4? {wäre ein Reinfall gewesen:} Tc8 55.a8D Txa8 56.Txa8 h4 57.Ta3+ Kh2 58.Ta1 g3 59.Kf3 g2 60.Kf2 h3 61.Td1 g1D+ 62.Txg1 =) 54… Tc8 55.a8D Txa8 56.Txa8 h4 57.Ke2 Kg2 (57… h3 58.Kf1 Kh2 59.Ta2+ Kg3 (59… Kh1 60.Kf2 Kh2 61.Ta3 Kh1 62.Kg3 h2 63.Ta1#) 60.Kg1 Kh4 61.Ta4 Kg3 62.Ta3+ Kh4 63.Kh2 +−) 58.Ta4 h3 59.Txg4+ Kh1 60.Kf3 h2 61.Te4 Kg1 62.Te1#)

Unterm Strich ist das schlussendliche 4:4 leistungsgerecht, denn alle 8 Spieler nutzten die sich ihnen bietenden Chancen, alle gingen ein hohes Risiko und schenkten sich nichts.

Nun gibt es die kuriose Situation, dass zwei Mannschaften sechs Punkte und bei einem möglichen Sieg der HSG sagenhafte fünf (!) jeweils fünf Punkte haben können. Angesichts dessen, dass wir noch gegen die drei letztplatzierten Mannschaften spielen müssen ist es nur konsequent, uns nun nach oben zu orientieren und ein Wörtchen um den Stadtligasieg mitsprechen zu wollen. Ob wir das dann auch tun, wird sich gegen die doch recht stark einzuschätzende HSG in der nächsten Runde bereits zeigen. Glückauf!

(Sven Leiser)

↑
↓
5. Runde
25.03.2011 Königsspringer Hamburg 3 Hamburger SG BUE :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Ingo Wilms Christian Joecks 0 : 1
2 Peter Knops Hajo Leminski 0 : 1
3 Thomas Hagenlüke Amran Mojo Pahit Parindra 0 : 1
4 Otto Klink Klaus‑Dieter Meyer ½ : ½
5 Max Hort Helmut Amara‑Sellack 0 : 1
6 Thomas Rosien Michael Harasim 1 : 0
7 Norbert Schönfisch Dr. Friedrich Becker‑Bertau 0 : 1
8 Hans‑Siegfried Seemann Peter O’Hanlon 1 : 0

24.03.2011 SK Union‑Eimsbüttel 2 Hamburger SK 7 4 : 4
25.03.2011 SK Johanneum Eppendorf 2 Hamburger SK 6 :
25.03.2011 Niendorfer TSV SV Blankenese :
25.03.2011 SK Weisse Dame Hamburg FC St. Pauli 3 :
↑
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6. Runde
07.04.2011 SK Union‑Eimsbüttel 2 Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Hamburg‑Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg

1 Jörg Nielsen Sven Leiser 0 : 1
2 Thomas Jung Daniel Maiorov 1 : 0
3 Klaus‑Martin Rehm Peter Knops 1 : 0
4 Volker Papenbrock Otto Klink 1 : 0
5 Dirk Hasenbank Claus Goetz 0 : 1
6 Stefan Wolff Max Hort ½ : ½
7 Roland Gehn Marc Lohse ½ : ½
8 Peter Freitag Norbert Schönfisch ½ : ½

08.04.2011 Hamburger SK 7 FC St. Pauli 3 :
06.04.2011 SV Blankenese SK Weisse Dame Hamburg 4 : 4
08.04.2011 Hamburger SK 6 Niendorfer TSV 6 : 2
08.04.2011 Hamburger SG BUE SK Johanneum Eppendorf 2 :

Viel angegriffen und doch nicht gewonnen

Dass dies ein sehr interessanter Mannschaftskampf werden würde, bemerkte ich erstmals anlässlich des Remisangebots meines Gegners zum 17. Zug: Ich schlenderte dann mal so herum, sah an jedem Brett ein heilloses taktisches Durcheinander aufziehen. Na, das kann ja heiter werden – also weiterspielen. Logisch.

Als sich in meiner Partie ein Spiel auf ein Tor andeutete, die zweite Erkundungstour: Okay, Otto hat Probleme, aber an allen anderen Brettern gibt es zünftige Angriffe unsererseits. 7:1? Nee, nicht wirklich, oder? Na gut, weiterspielen, mein Gegner hat grade wieder einen Zug gemacht.

Kurz vor der Zeitnot: Mein Gegner ist in einer, ich nicht, also kann man ja noch mal guckn gehn, ne?

Mit dem Ergebnis, dass die Gegner unser Bretter 6–8 offenbar hart verteidigten und allesamt Punkteteilungen einstrichen, Otto tatsächlich verlor, aber ja ansonsten immer noch alles im grünen Bereich lag, schließlich stand der Rest der Belegschaft allesamt noch auf »mindestens Remis«.

Nach der Zeitnot fuhr ich meinen Start‑Ziel‑Sieg in Zug 46 ein, nicht ohne zu meinem Entsetzen festzustellen, dass Daniel an 2 verlor, dafür zu meiner Beruhigung Claus an 5 tatsächlich gewann.

3,5:3,5. Wie steht Peter? Wie jetzt, er hat einen Bauern weniger? Was ist denn aus seiner Traumangriffsstellung geworden?

Auch er verlor letztendlich seine Partie, und so stand eine Niederlage zu Buche, die nicht einmal ansatzweise das reale Kräfteverhältnis an den Brettern widerspiegelte. Offenbar war unsere Mannschaft nicht so gut in Form wie sonst, denn normalerweise lässt sie sich dieses ohne Weiteres mögliche 6:2 nicht durch die Finger gleiten.

Na gut, jeder hat mal einen Durchhänger. Zwei Niederlagen hintereinander reichen dann aber ja jetzt mal, so einen Drei‑Siege‑Schluss‑Spurt kriegen wir schon hin, denn gut genug ist unsere Mannschaft diese Saison dafür allemal!

(Sven Leiser)

↑
↓
7. Runde
06.05.2011 Königsspringer Hamburg 3 Hamburger SK 7 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Swen Dunkelmann ½ : ½
2 Daniel Maiorov Frank Palm 0 : 1
3 Marcus Möhrmann Jan Hinrichs 0 : 1
4 Peter Knops Martin Obst ½ : ½
5 Otto Klink Holger König 1 : 0
6 Claus Goetz Robert Suntrup 0 : 1
7 Max Hort Gregory McClung 1 : 0
8 Joachim Meyer‑Plückthun Armin Meibauer ½ : ½

13.05.2011 SK Johanneum Eppendorf 2 SK Union‑Eimsbüttel 2 :
06.05.2011 Niendorfer TSV Hamburger SG BUE :
06.05.2011 SK Weisse Dame Hamburg Hamburger SK 6 6 : 2
19.04.2011 FC St. Pauli 3 SV Blankenese :

Ab jetzt wird’s eng!

Gegen die siebte Mannschaft des HSK wollen wir den ersten Matchball in Sachen Klassenerhalt verwandeln. Die HSKler treten mit gezählten zwei Stammspielern an, wir müssen nur auf Ingo verzichten. Klingt nach guten Voraussetzungen, oder?

Ein recht zügiges Remis am achten Brett scheint dann auch noch vernünftig, denn wir kommen fast überall gut aus den Startlöchern. Max bringt uns nach überzeugendem Spiel in Führung. Kurz darauf folgt bei Peter die Punkteteilung. Sven fehlt laut eigenen Angaben selbst die Übersicht in seiner verworrenen Stellung. Als die Fans glauben, so langsam sollte sich Klarhheit einstellen, endet die Partie unentschieden. Vielleicht hätte sich hier oder da weiterspielen gelohnt, denn wie Daniel richtig feststellt, brauchen wir von vielen Brettpunkten schon lange nicht mehr träumen. Auf 4,5 zu kommen wird schon schwer genug.

Erstmal geht es noch erfreulich weiter, denn Otto macht konsequent Druck und kann den zweiten Sieg für uns verbuchen. Mir aber fehlt in einer scharfen Najdorf‑Partie die Rechentiefe (und ‑breite) um eine taktische Möglichkeit im Zentrum zu bewerten. Danach werde ich klassich am Damenflügel ausgekontert. Das Ende kann man sicherlich noch gut als Trainigsmaterial verwenden.

Marcus’ Eröffnungsvorteil ist auf einmal hinfällig, als eine Taktik Material kostet. Es bleibt bei Daniel hängen, den Ausgang des Kampfes zu bestimmen. Zu später Stunde entscheidet eine Ungenauigkeit im Bauerendspiel zu unsern Ungunsten.

Wir haben es in den meisten Partien einfach nicht geschafft, unseren DWZ‑Vorsprung aufs Brett zu bringen. Nach dieser unnötigen 3,5:4,5‑Niederlage (auch wenn es gar keine nötigen gibt) bleiben noch zwei Spiele gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Am 20.05. kommt SKJE 2 zu uns, gegen die es eigentlich immer kanpp ausgeht. Zuschauer sind herzlich willkommen.

(Claus Goetz)

↑
↓
8. Runde
20.05.2011 Königsspringer Hamburg 3 SK Johanneum Eppendorf 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Karl‑Ömer Tosunoglu ½ : ½
2 Daniel Maiorov Daniel Wahl 1 : 0
3 Marcus Möhrmann Carsten Israel 1 : 0
4 Peter Knops Peter Bergfeld 1 : 0
5 Otto Klink Viktor Kurbangulov ½ : ½
6 Claus Goetz Mika Seidel ½ : ½
7 Max Hort Mihail Topalov 0 : 1
8 Viktor Gette Achim Soltau 0 : 1

20.05.2011 Hamburger SK 7 SV Blankenese :
20.05.2011 Hamburger SK 6 FC St. Pauli 3 :
27.05.2011 Hamburger SG BUE SK Weisse Dame Hamburg 2 : 6
19.05.2011 SK Union‑Eimsbüttel 2 Niendorfer TSV :

Hinten halten, vorne spalten!

Zur vorletzten Runde empfingen wir die Zweite von SKJE, und es war nichts weniger als ein nacktes Abstiegsspiel: Wer gewinnt, würde vermutlich gerettet sein, wer verliert, steht schon mit mindestens einem Bein im Abstiegsgrab.

Entsprechend nervös verliefen dann auch die Partien: Allen voran meine Wenigkeit zeigte mal wieder, dass ein Schwarzrepertoire nicht wirklich vorhanden ist, und so gipfelte nach nicht einmal 20 Zügen das Ganze in einer Totremisstellung und einem halben Punkt beiderseits. Auch Otto hatte solch eine Position, da er aber noch Fuddelchancen hatte, spielte er eben einfach mal ein bisschen weiter. Man weiß ja nie, nicht wahr?

Dass der Kampf nicht einfach würde, wurde nach ca. 2 Stunden klar: Max fand keinen vernünftigen Plan in französischer Auffangstellung, sein Gegner aber schon, und so lagen wir dann einen hinten. Na gut, gegen einen Mann namens ›Topalov‹ darf man mit Schwarz auch mal verlieren, wenn man nicht gerade Kamsky heißt.

Viktor an Tisch 8 hatte eine richtig fette Stellung mit Mattaussichten, aber leider hatte die Siegeskeule keine Lust zuzuhauen, und so wurde er nach allen Regeln der Kunst ausgekontert. Minus zwei, na das kann ja heiter werden …

Heiter wurde es dann auch, aber nicht mehr im ironischen Sinne! Peters Gegner gab schnell mal eine Figur vor. Ein Paul Morphy seinerzeit mag zwar noch mit dieser Vorgabe gewonnen haben, gegen uns Peter aber ist es eine andere Nummer, und so zerlegte er recht entspannt des Gegners Stellung. 1,5:2,5 – irgendwie klingt das schon mal besser.

Claus und sein Gegner langweilen sich mittlerweile immer noch in ihrer Remisstellung, aber was tut man nicht für seine Mannschaft alles, nicht wahr? Das ist Aufopferung par excellence und gehört an dieser Stelle mal ausdrücklich gelobt. An den anderen Brettern hängen schließlich haufenweise Figuren herum, also mal abwarten, wo dann in der Zeitnotphase wer wieviel davon einschnauft.

Marcus hat im Anschluss daran das Läuferpaar. Nein, nicht gegen L+S, sondern einfach mehr. Grund genug für seinen Gegner, aufzugeben.

Claus hätte eine Qualität plus Angriffstellung mehr haben können, entschied sich aber für Dame gegen Turm, Läufer und Springer, in dem Glauben, eine Figur der gegnerischen Armada noch erlegen zu können. Dem war nicht so, und so endete die Partie in einem für ihn sicher enttäuschenden Rettungsdauerschach. Dazu kann ich aber nur sagen: »Hey, es war ein wichtiger halber Punkt!«

Wie wichtig er wurde, zeigte sich dann im Anschluss: Nach gefühlten 9 Stunden hatten sich Otto und sein Gegner dann doch entschlossen die Remis‑Friedenspfeife zu rauchen.

Wer nun mitgerechnet haben sollte: Genau! Es steht unentschieden und eine Partie läuft noch. Daniels Partie. Endspiel.

Endspiel? O weh, da ging doch zuvor einiges schief bei uns, das heißt doch Angst haben … oder?

Genau. Oder. Denn erst waren da zwei, dann drei Bauern mehr, es hieß nicht viel später vier Bauern gegen null Bauern bei T+L gegen T+S, und als der Gaul des Gegners auch noch zerlegt wurde, war klar: Daniel kann Endspiele gewinnen! Dieses nämlich, womit fette 3,5 aus 4 vorne standen und damit der verdiente knappe Sieg für uns zu Buche stand.

Nun sonnen wir uns auf dem 6. Platz der Liga. Theoretische Abstiegschancen bei einer Niederlage in der letzten Runde gibt es zwar noch, aber wer redet denn von so etwas bitte? Wir hauen selbstverständlich unseren Lokalrivalen weg! Alles andere wird hier erst gar nicht akzeptiert. So.

(Sven Leiser)

↑
↓
9. Runde
17.06.2011 Niendorfer TSV Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Ortsamt Lokstedt, Garstedter Weg 13, 22453 Hamburg

1 Gerd Putzbach Sven Leiser + :
2 Heinz Türk Ingo Wilms 1 : 0
3 Michael Raddatz Daniel Maiorov 1 : 0
4 Klaus‑Peter Schneider Marcus Möhrmann 1 : 0
5 Eggert Lindschau Peter Knops ½ : ½
6 Kurt Krotofil Otto Klink 1 : 0
7 Matthias Weiß Claus Goetz 0 : 1
8 Erhard Pohl Alexander Spät 1 : 0

10.06.2011 SK Johanneum Eppendorf 2 Hamburger SK 7 4 : 4
17.06.2011 SK Weisse Dame Hamburg SK Union‑Eimsbüttel 2 6 : 2
21.06.2011 FC St. Pauli 3 Hamburger SG BUE 4 : 4
15.06.2011 SV Blankenese Hamburger SK 6 :
Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/11-ksh3.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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