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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 1 · Oberliga‑Nord, Staffel Nord 2010/11
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Norderstedt 5 5 5 6 3 48,0 16
2. Hamburger SK 3 5 3 39,5 12
3. Lübecker SV 2 3 4 4 4 5 37,0 11
4. Königsspringer Hamburg 4 5 3 35,0 11
5. SC Diogenes ½ 4 3 5 5 4 7 37,5 10
6. Preetzer TSV 3 3 3 5 6 38,0 8
7. Pinneberger SC 3 3 6 38,0 8
8. Schachfreunde Schwerin 4 5 4 4 4 31,0 6
9. SK Johanneum Eppendorf 2 5 3 3 4 31,0 5
10. Schwarzenbeker SK 5 1 2 2 4 25,0 3
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↓
Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Julian Zimmermann
H H A H A H A H A
PRE
 
LÜB
2
SZB
 
SKJ
 
HSK
3
DIO
 
PIN
 
SSN
 
NOR
 
1 Lamprecht, Frank ½ ½   ½         0
2 Buhr, Carl‑Christian, Dr.             ½    
3 Zimmermann, Julian ½ ½ 1 ½ 0 ½ 1 0 ½
4 Rosmann, Ilja ½ ½ 0 ½ ½ 0 1 ½ 0
5 Hess, Christian ½ 0   ½ 0 1 ½ ½  
6 Schmidt, Jan Peter, Dr. ½ 1 1 ½ 0   1 0 ½
7 Lindner, Daniel           0      
8 Lampe, Jörg, Dr. 1 0 1 1 0 1 0 0 ½
9 Wagner, Friedrich, Dr.           ½      
10 Wilms, Ingo   ½   0          
11 Cremer, Jochen     0       ½ ½ 0
12 Harder, Clemens 0             ½  
13 Dettmann, Steffen, Dr.     1   ½        
14 Chin, Karin         0        
15 Wiltafsky, Thomas                  
16 Conrad, Christian                  
17 Borgmeyer, Max 1 1 0 1 ½ 1 1 1 0
18 Lock, Adrian     ½     1     1
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1. Runde
10.10.2010 Königsspringer Hamburg Preetzer TSV :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Steffen Pedersen ½ : ½
2 Julian Zimmermann Jens Ove Fries Nielsen ½ : ½
3 Ilja Rosmann Andreas Plüg ½ : ½
4 Christian Hess Kai Junge ½ : ½
5 Dr. Jan Peter Schmidt Giso Jahncke ½ : ½
6 Dr. Jörg Lampe Frank Schwarz 1 : 0
7 Clemens Harder Carsten Hamann 0 : 1
8 Max Borgmeyer Dr. Peter Marxen 1 : 0

10.10.2010 Lübecker SV 2 SK Norderstedt 3 : 5
10.10.2010 Schwarzenbeker SK Schachfreunde Schwerin 4 : 4
10.10.2010 SK Johanneum Eppendorf Pinneberger SC :
10.10.2010 Hamburger SK 3 SC Diogenes :

Bericht

Neue Saison, neues Glück! Nachdem wir uns letztes Jahr in der 2.BL achtbar schlugen, lautet dieses Jahr das Ziel selbstverständlich, die Rückkehr zu schaffen. Größter Konkurrent ist dabei wie so oft der SK Norderstedt. Zum erweiterten Favoritenkreis ist noch der Preetzer TSV zu zählen, der auch gleich unser Auftaktgegner war. Elo‑technisch nahmen sich die Teams nicht viel, und so stand ein spannender Fight bevor.

Einige Spieler fighteten dann doch nicht so viel und remisierten bereits im Mittelspiel in etwa ausgeglichenen Stellungen. (Der MF, Christian, Frank und Petsi, der sich allerdings gegen eine Rybka‑Neuerung verteidigen musste und diese Aufgabe mit Bravour [!?] meisterte). Ilja durfte gegen einen sehr soliden Aufbau antreten, schaffte es allerdings das Spiel zu verkomplizieren. Die entstehenden Wirrungen verstand wohl keiner so ganz, auch diese Partie endete irgendwie remis.

Blieben also noch die letzten drei Bretter. Jörg durfte mal wieder gegen Französisch antreten und stand immer angenehm. Clemens fand sich schnell in einem schlechten Endspiel wieder und musste schließlich die Segel streichen. Max entwickelte in einem Abtausch‑Caro‑Kann erstaunlicherweise doch etwas Druck und konnte den Gegner so sehr beschäftigen, dass dieser auf ZÜ verlor.

Blieb also noch Jörg, der ein fettes Endspiel hatte. Man hätte es sicher schneller gewinnen können, aber er ließ dafür auch einfach nix anbrennen.

Unterm Strich ein knappes, aber verdientes 4,5:3,5, das auf eine erfolgreiche Saison hoffen lässt.

(Julian Zimmermann)

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2. Runde
24.10.2010 Königsspringer Hamburg Lübecker SV 2 4 : 4
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Sergej Salov ½ : ½
2 Julian Zimmermann Prof. Dr. Ulrich Sieg ½ : ½
3 Ilja Rosmann Artur Kevorkov ½ : ½
4 Christian Hess Michael Ehrke 0 : 1
5 Dr. Jan Peter Schmidt Thilo Koop 1 : 0
6 Dr. Jörg Lampe Dr. Bernhard Weber 0 : 1
7 Ingo Wilms Thomas Thannheiser ½ : ½
8 Max Borgmeyer Andreas Ilgner 1 : 0

24.10.2010 Preetzer TSV SC Diogenes 3 : 5
24.10.2010 Pinneberger SC Hamburger SK 3 :
24.10.2010 Schachfreunde Schwerin SK Johanneum Eppendorf 4 : 4
24.10.2010 SK Norderstedt Schwarzenbeker SK 3 : 5

Bericht

Diesen Sonntag spielten wir gegen die zweite Mannschaft von Lübeck. Da wir letzte Saison gegen deren Erste sensationell gewonnen hatten, waren wir recht zuversichtlich. Neben uns spielte die Jugendlandesliga gegen Marmstorf, sodass das Clubheim gut gefüllt war. Nach kurzer Zeit sah es schon sehr gut für uns aus. Jan Peter, Julian und Jörg standen gut und, da mein Gegner sich in der Eröffnung nicht auskannte, stand ich bereits auf Gewinn.

Nachdem meine Partie zu Ende war, gaben zuerst Ingo, dann Julian und Frank remis. Julian stand in der Endstellung wahrscheinlich besser, doch zu diesem Zeitpunkt sah noch alles nach einem Sieg für uns aus, da Jan Peter inzwischen schon klar besser stand. Iljas Stellung blieb ausgeglichen, doch während Jan Peter gewann, kippten die Stellungen bei Christian und Jörg. Christian hatte eine Figur gegen zwei Bauern weniger, während Jörg in ein schlechteres Endspiel abwickelte. Ilja spielte remis, sodass wir nun mit 4 zu 2 führten, doch bald verlor Christian einen Bauern und bald darauf die Partie. So war es Jörgs Aufgabe ein Leichtfigurenendspiel mit einem Bauern weniger remis zu halten. Doch nach langem Kampf hatte auch er verloren.

Am Ende stand also ein etwas enttäuschendes 4 zu 4, das Frank mit den Worten »Wir hatten eigentlich an keinem Brett Glück.« zusammenfasste.

(Max Borgmeyer)

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3. Runde
14.11.2010 Schwarzenbeker SK Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Klubraum Rathaus, Ritter‑Wulf‑Platz 1, 21493 Scharzenbek

1 Wolfgang Krüger Julian Zimmermann 0 : 1
2 Jörg Zeller Ilja Rosmann 1 : 0
3 Dennis Wilde Dr. Jan Peter Schmidt 0 : 1
4 Thomas Pawlowski Dr. Jörg Lampe 0 : 1
5 Lars Braubach Jochen Cremer 1 : 0
6 Heiko Kitschke Dr. Steffen Dettmann 0 : 1
7 Bernd Westphal Max Borgmeyer 1 : 0
8 Fabian Hundt Adrian Lock ½ : ½

14.11.2010 Lübecker SV 2 Preetzer TSV :
14.11.2010 SK Johanneum Eppendorf SK Norderstedt 2 : 6
14.11.2010 Hamburger SK 3 Schachfreunde Schwerin :
14.11.2010 SC Diogenes Pinneberger SC 5 : 3

Knappes 4,5:3,5 nach wechselvollem Verlauf

Gegen Schwarzenbek mussten wir »ohne drei«, eigentlich sogar »ohne vier« antreten, da neben Carli auch noch Frank, Christian und Friedrich fehlten (an dieser Stelle die Bitte an den kleinen Marvin, dass er seinem Papa künftig ein bisschen mehr Ruhe gönnt!). Jochen, Steffen und Adrian füllten die Lücken auf. Auf dem Papier immer noch klarer Favorit, waren wir trotzdem vorgewarnt, hatte Schwarzenbek doch in der Runde zuvor die scheinbar übermächtigen Norderstedter zu Fall gebracht. MF Jule machte uns Mut mit der Parole: »Wir haben gegen Lübeck (4:4) unser gesamtes Pech, die Schwarzenbeker gegen Norderstedt ihr gesamtes Glück aufgebraucht!« Wie sich zeigen sollte, lag er damit gar nicht mal so falsch.

Nach ca. zwei Stunden Spielzeit war das Kampfgeschehen noch sehr unübersichtlich: Adrian stand nach ungenauer Eröffnung etwas gedrückt, Ilja hatte einen Bauern für Kompensation geopfert und bei Steffen war gerade krachend ein weißer Läufer mit Schach auf h7 eingeschlagen. Die vier J’s (Jule, Jan, Jörg und Jochen) standen dafür leicht bis klar besser. Bei Max schien die Stellung unklar, falscher Anfangsbuchstabe eben.

Als Erster beendete Adrian seine Partie. Er hatte die Stellung durch solides Spiel langsam ausgleichen können und kam so zur verdienten und im Nachhinein sehr wichtigen Punkteteilung. Kurz danach reichte mein Gegner in hoffnungsloser Stellung (zwei verbundene Freibauern auf der sechsten Reihe) die Hand rüber. Vorausgegangen war flottes Angriffsspiel von meiner Seite, nachdem ich in der Eröffnung zu einem Bauernopfer gezwungen worden war. Wenig später offerierte ich noch einen Springer, den mein Gegner aber schon nicht mehr gut nehmen konnte, und dann auch noch eine Qualle, die er nehmen musste. Ganz klar die schönste Partie des Tages, so viel Eigenlob sei mir nach den bitteren zwei abgelaufenen Saisons gestattet (noch ein Remis, und ich habe meine Punktausbeute aus diesen verdoppelt!).

Wenig später punktete auch Jule, unser neuer Turnier‑Kannibale (Er gibt sich nur noch mit ersten Plätzen zufrieden, siehe Breslau und Stockholm; folgt in Trave der Hattrick?). Ein lockerer Weißsieg mit hübscher Schlusskombi. Der Gegner war mit der Stellung sichtlich überfordert.

An den anderen Brettern begannen sich nun allerdings unerfreuliche Dinge abzuspielen. Ilja versuchte nach einer Fehlkalkulation noch etwas im Trüben zu fischen, konnte seinen Gegner aber nicht mehr aus der Ruhe bringen. Jochen hatte seinen Minivorteil bis ins Springerendspiel hinübergerettet, wo die Frage eigentlich nur noch lautete: »Sieg oder Remis?« Wie man weiß, sind Bauern‑ und Springerendspiele allerdings besonders tückisch, und ein grobes Versehen kostete Jochen nicht nur den halben, sondern gleich den ganzen Punkt. Bitter und unverdient; ich weiß nur zu gut, wie sich das anfühlt. Und auch bei Jörg war die Stellung plötzlich gekippt, ich wähnte ihn zwischendurch sogar schon zweizügig matt (zu Unrecht, aber Dauerschach wäre es immerhin gewesen). Nachdem der Gegner diese Gelegenheit hatte verstreichen lassen, war Jörg aber wieder klar am Ruder und brachte den Punkt sicher nach Hause. Beeindruckend ist, mit welcher Seelenruhe Jörg inzwischen in Zeitnot agiert, der Increment‑Modus ist ihm wirklich in Fleisch und Blut übergegangen.

Beim Stand von 3,5:2,5 spielten nun noch Steffen und Max. Steffen hatte den Königsangriff überstanden und sich glänzend erholt. In einem Endspiel mit Turm und ungleichen Läufern wurde Zug um Zug deutlicher, wer der stärkere Spieler war (der Weiße schien die Partie nach Lxh7+ etwas verfrüht abgehakt zu haben). Am Ende sicherte ein kurioser Läuferfang den Gesamtsieg. Dass Max sein schwieriges Endspiel, in das er nach kraftloser Eröffnung langsam hineingeschlittert war, am Ende nicht halten konnte, spielte somit zum Glück keine Rolle mehr.

MF Jule schickte anschließend die erfolglosen Spieler in einem 0,5‑Punkte‑Auto sofort nach Hause, während das 4‑Punkte‑Auto noch zum Essen gehen durfte. Für Frank bzw. das Protokoll: Ich aß einen Flammkuchen für 6,90 Euro, obwohl das argentinische Rumpsteak natürlich hochverdient gewesen wäre!

(Jan Peter Schmidt)

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4. Runde
12.12.2010 Königsspringer Hamburg SK Johanneum Eppendorf :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Hendrik Schüler ½ : ½
2 Julian Zimmermann Christoph Schröder ½ : ½
3 Ilja Rosmann Frank Behrhorst ½ : ½
4 Christian Hess Rüdiger Zart ½ : ½
5 Dr. Jan Peter Schmidt Martin Fischer ½ : ½
6 Dr. Jörg Lampe Bernd Kussin 1 : 0
7 Ingo Wilms Andrej Zobel 0 : 1
8 Max Borgmeyer Paul Meyer‑Dunker 1 : 0

12.12.2010 Preetzer TSV Pinneberger SC :
12.12.2010 Schachfreunde Schwerin SC Diogenes 4 : 4
12.12.2010 SK Norderstedt Hamburger SK 3 :
12.12.2010 Lübecker SV 2 Schwarzenbeker SK :

Zitter, Zitter

Die Überschrift beschreibt es schon ganz gut, wir haben uns mal wieder zu 2 Mannschaftspunkten gezittert! Aber der Reihe nach. Der MF schreibt diesen Bericht, weil er mal wieder (!) die Züge verwechselte und so die Vorteilsvariante direkt in ein leicht schlechteres Endspiel überging; glücklicherweise wollte der Gegner auch nur remis. Danach war Jan fertig, sein Gegner spielte Willie‑Aufbau und Jan dachte, er steht schlecht. 1:1. Der Rest ist auch schnell erzählt: Frank spielte ziemlich mau, bekam aber remis. Ingo spielte noch mauer und verlor. Max gewann souverän das Jugendspieler‑Duell gegen Paul Meyer‑Dunker und Jörg zeigt einmal mehr, dass die b6‑Variante im c3‑Siz für Schwarz zu gefährlich ist. Christian hatte zwar die ganze Zeit leichten Vorteil, aber auch nicht mehr, remis. 4:3 also. Wer spielte noch? Ilja! Mal wieder mit Schwarz, probierte er sich gegen Frank Behrhorst am Benoni. Laut Ilja spielte sein Gegner unglaublich stark, und folglich hatte Ilja im Endspiel bei ungleicher Materialverteilung eine schwere Verteidigungsaufgabe vor sich, die er zwar studienartig löste, aber ohne Mithilfe des Gegners wäre das wohl nix geworden. 4,5 Punkte also mal wieder erzittert, 2 Punkte behalten. Wir müssen uns sicherlich noch steigern, denn jetzt warten die härteren Gegner, ein Blick auf die Tabelle verrät: Wir haben gegen alle von hinten gespielt. Naja, vielleicht passen wir uns einfach wie immer dem Niveau des Gegners an und machen dann wieder 4,5 Punkte. Jetzt geht’s erstmal in die verdiente Weihnachtspause!

(Julian Zimmermann)

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5. Runde
16.01.2011 Hamburger SK 3 Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Wolfgang Pajeken Julian Zimmermann 1 : 0
2 Markus Lindinger Ilja Rosmann ½ : ½
3 Hartmut Zieher Christian Hess 1 : 0
4 Malte Colpe Dr. Jan Peter Schmidt 1 : 0
5 Björn Bente Dr. Jörg Lampe 1 : 0
6 Norbert Sehner Dr. Steffen Dettmann ½ : ½
7 Jonas Lampeert Karin Chin 1 : 0
8 Bernhard Jürgens Max Borgmeyer ½ : ½

16.01.2011 Schwarzenbeker SK Preetzer TSV 2 : 6
16.01.2011 SK Johanneum Eppendorf Lübecker SV 2 3 : 5
16.01.2011 SC Diogenes SK Norderstedt ½ :
16.01.2011 Pinneberger SC Schachfreunde Schwerin :

Bericht 5. Runde

12.12.2010
Frank gibt bekannt, dass er am 16.01.2011 leider nicht spielen kann.

16.01.2011
Ich betrete den Spielraum eine Minute vor elf. Zu meiner Überraschung waren schon alle da, offensichtlich zeigt die neue Null‑Toleranz‑Regel bei den notorischen Open‑Spielern Wirkung. Da sich der Schiedsrichter eine ganze Sitzreihe für sich reserviert hatte und noch zwei weitere Spiele stattfanden, mussten wir uns etwas zusammenquetschen, sodass die Atmosphäre eines gut besetzten Opens wieder voll zu Geltung kam. Ziemlich pünktlich ging es schon los. Wolfgang erwiderte Julians 1. e4 mit 1. … Sc6, während ich von Markus mit 1. c4 unter Druck gesetzt wurde. Christian eröffnete ebenfalls wie gewohnt mit 1. c4, und Jan zauberte eine schöne Nimzowitsch‑Verteidigung aufs Brett. Das war die erste Spielreihe. Bekanntermaßen ist 1. … e5 die wohl stärkste Fortsetzung, wobei Markus danach überraschend 2. g3?! zog. Zuerst dachte ich, er wollte meine Partie gegen Jonny Carlstedt verbessern. Es folgte 2. … d5! 3. cd Dd5 4. Sf3 Sc6 5. Sc3 Da5! mit meiner Meinung nach völligem Ausgleich. Es würde jedoch jetzt den Rahmen sprengen, in die Finessen dieser Stellung einzutauchen. Zwischenzeitlich bot Wolfgang, der etwas angeschlagen aussah, am 1. Brett remis an, wobei Julian selbstbewusst und auch zu Recht energisch ablehnte. Nach wenigen weiteren Zügen hat mein Gegner eingesehen, dass Weiß nichts hat und er erzwang eine Zugwiederholung, in die ich einwilligte. Zu diesem zugegebenermaßen frühen Zeitpunkt sah es noch ganz gut für uns aus. Einzig ein hässliches Loch auf d6 bei Max bereitete mir kleine Sorgen. Karin beschloss, der theoretischen Diskussion im Najdorf aus dem Weg zu gehen und hat sich stattdessen für eine Abart des c3‑Sicilianers entschieden, in dem sie schnell schlechter stand; aber nicht so schlecht, wie sie selbst dachte. Jörg übte mit Weiß den Panow‑Angriff im Caro‑Kann, worauf eine ihm vertraute Stellung mit dem Isolani auf d4 entstand. Max fummelte sich heraus, tauschte gekonnt den weißen Vorposten auf e5 gegen seinen f‑Bauern und erreichte eine etwa ausgeglichene Stellung. Steffens Partie habe ich nicht wirklich mitbekommen, ich habe nur gesehen, dass er konzentriert und gleichzeitig zufrieden aussah. Kurzzeitig sah es aus, als ob er mit Schwarz die entscheidende Initiative übernimmt, doch fand sein Gegner noch im Dunkel die Notbremse. Julian griff am Damenflügel an, wurde jedoch klassisch im Zentrum ausgekontert, worauf sein Rochaderecht flöten ging und der Turm auf h1 lange Zeit ausgesperrt blieb. Jörg spielte etwas optimistisch, die ungedeckte Dame bot seinem Gegner zahlreiche taktische Motive, die Schwarz erlaubten, eine gewonnene Stellung zu erreichen. Karin hat sich weiter leicht geschwächt, lud den Gegner ein, der sich jedoch etwas gefräßig zeigte. Das eröffnete ungeahnte Gewinnchancen, die leider nicht genutzt wurden.

Der weiße Bauer auf d7,
ein Zug entfernt von seinem Glück.
Erschreckter Blick von Karin’s Gegner:
Was mach’ ich jetzt, sie zieht zurück?

Natürlich war d8 blockiert, aber womit?
Die weiße Dame stand doch da.
Und wer war dran?
Sie ahnen ja.

Ein Schwung zur Seite war geplant,
und auf d7 Kandidat – er wäre durch.
Der Leser hat bereits geahnt – sie blieb dort stehen,
ewig lang. Der Bauer fiel – ein Abgesang auf die Partie
anschließend fand im Parterre statt.

Christian spielte druckvoll und solide, bis ich ihn irgendwann im Erdgeschoss gesehen habe. Jan – eine Meisterleistung mit Schwarz – sein junger Gegner hat die Eröffnung noch nicht verstanden. Der alte Nimzowitsch wäre sehr zufrieden gewesen. Jans unwiderstehlicher Drang nach Perfektionismus endete leider sehr abrupt und unverdient. Bleibt festzuhalten, dass die wir ohne Frank wie eine »Tomatengroupe« ausgesehen haben. Die einzige IM im Saal hat nicht einmal zu uns geblickt – so schwach haben wir gespielt. Ist schon bitter. Die Niederlage ist etwas zu hoch ausgefallen, geht aber sicherlich in Ordnung. Wenn wir das erste Brett bloß freigelassen hätten – wer weiß, wer weiß. Früher mussten die Ersatzspieler in die Bresche einspringen, d. h. keiner rückte auf, wobei dadurch u. a. auch die Farbenkontinuität garantiert wurde – vielleicht könnten wir uns für die Wiedereinführung »politisch« stark machen?

(Ilja Rosmann)

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6. Runde
06.02.2011 Königsspringer Hamburg SC Diogenes 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Julian Zimmermann Dr. Markus Hochgräfe ½ : ½
2 Ilja Rosmann Tsung Chen 0 : 1
3 Christian Hess Holger Mach 1 : 0
4 Daniel Lindner Roman Korba 0 : 1
5 Dr. Jörg Lampe Dirk Legahn 1 : 0
6 Dr. Friedrich Wagner Stefan Gottuk ½ : ½
7 Max Borgmeyer Christian Laqua 1 : 0
8 Adrian Lock Fabian Schulenburg 1 : 0

06.02.2011 Preetzer TSV Schachfreunde Schwerin :
06.02.2011 SK Norderstedt Pinneberger SC 5 : 3
06.02.2011 Lübecker SV 2 Hamburger SK 3 :
06.02.2011 Schwarzenbeker SK SK Johanneum Eppendorf :

Höchster Saisonsieg!

An diesem Sonntag hatten wir den SC Diogenes zu Gast, der in der vorigen Runde gegen Norderstedt ordentlich unter die Räder gekommen war. Wir hofften natürlich, dass dies noch Nachwirkungen zeigen würde. Bei uns fehlten Jan und Frank, dafür kamen Friedrich und Daniel zu ihrem jeweils ersten Einsatz. Daniel konnte die Theorie auch gleich viel weiter als sein Gegner und hatte alsbald einen Bauern und eine Stunde Bedenkzeit mehr. Ex‑Königsspringer Markus Hochgräfe bot mir nach 20 Zügen in ausgeglichener Stellung Remis. Mit dem sicher gewähnten Punkt im Rücken nahm ich an, sahen doch die meisten Bretter recht ordentlich aus. Ein packendes Zeitnotduell an 6 Brettern entwickelte sich, nur Ilja in seiner ersten Weißpartie dieser Saison hatte schon vorher den Kürzeren gezogen. Postwendend schoss uns dafür die Jugendachse an 7 und 8 in Führung. Max hatte seit geraumer Zeit die Stellung seines Gegners belagert, und dieser hielt dem Druck mit immer knapper werdender Bedenkzeit nicht stand. Adrian spielte in der Eröffnung zwar komisch, zeigte danach aber seine taktischen Fähigkeiten und kombinierte seinen Gegner einfach aus. Christians Gegner hatte Remis abgelehnt, musste aber Material geben, auch wenn die Stellung leicht unklar aussah. Friedrich hatte mal wieder seine Friedrich‑Stellung und stand eher gefährdet. Die Partie des Tages spielte Jörg. Nach 10 Zügen »out of book«, fand er noch 10 Züge die Vorbereitung seines Gegners, der dann aber erstmal ’ne Qualle opferte, wo es nicht so richtig ging. Jörg gab sie später zurück und bekam ein besseres Endspiel, dass er sofort durch einen gegnerischen Einsteller gewann. Damit stand es 3,5:1,5. Der sicher gewähnte Punkt von Daniel war nun aber doch nicht mehr so sicher, eine Unachtsamkeit bot dem Gegner starkes Gegenspiel. Zu allem Überfluss ging auf einmal ein Damenopfer, das gewann. Schade! Christian ließ aber nichts mehr anbrennen und brachte sein Endspiel souverän nach Hause, sodass auch Friedrichs Gegner die Gewinnversuche (!?) einstellte. 5:3! Unser höchster Saisonsieg in einem komischen Kampf war letztendlich verdient. Besonders gefreut hat mich, dass 2 Nachwuchsspieler den Sieg sicherten.

(Julian Zimmermann)

↑
↓
7. Runde
27.02.2011 Pinneberger SC Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Altentagesstätte (DRK‑Heim), Berliner Str. 11, 25421 Pinneberg

1 Uwe Bokelbrink Dr. Carl‑Christian Buhr ½ : ½
2 Hans Hermesmann Julian Zimmermann 0 : 1
3 Frank Sawatzki Ilja Rosmann 0 : 1
4 Marc Klünger Christian Hess ½ : ½
5 Gerd Kuhn Dr. Jan Peter Schmidt 0 : 1
6 Thomas Nonnenmacher Dr. Jörg Lampe 1 : 0
7 Klaus van Riesen Jochen Cremer ½ : ½
8 Helge Delion Max Borgmeyer 0 : 1

27.02.2011 SK Johanneum Eppendorf Preetzer TSV 3 : 5
27.02.2011 Hamburger SK 3 Schwarzenbeker SK :
27.02.2011 SC Diogenes Lübecker SV 2 4 : 4
27.02.2011 Schachfreunde Schwerin SK Norderstedt :

Höchster Saisonsieg gegen Pinneberg

Der KSH1‑Achter kommt rechtzeitig zum Saisonende immer besser in Fahrt und macht den Kampf um Platz 1 weiter spannend. Gegen Pinneberg, beileibe kein Leichtgewicht, wurde mit einem souveränen 5,5:2,5 der höchste Saisonsieg eingefahren und so auch unser miserables Brettpunktekonto etwas aufgebessert (obwohl es darauf am Ende kaum ankommen wird).

So geschah es: Max an acht hatte wohl den größten DWZ‑Vorsprung von allen und ließ daran auch keine Zweifel aufkommen. Ein sauber berechnetes taktisches Handgemenge brachte ihm erheblichen Materialvorteil und einen schnellen Sieg. Etwas mehr Zeit, aber noch weniger Züge (nicht einmal 20!) brauchte Ilja, um den starken Sawatzki zu überrennen. Unser Mann hatte sich vor der Partie offenbar an eine seiner ersten Schachlektionen erinnert, nämlich dass f7 der schwächste Punkt im schwarzen Lager ist. Mit geradlinigem Spiel nahm er ihn praktisch vom ersten Zug an unter Beschuss und provozierte so einen groben Schnitzer seines Gegners, nach dem es sofort vorbei war. Simple Chess! Christian lieferte derweil ein grundsolides Schwarzremis im Slawen ab, das Erinnerungen an die jüngsten WM‑Kämpfe weckte. Jochen, der sich bekanntlich einen Platz in der ersten Mannschaft dadurch ergattert hat, dass er in der Landesliga seine Sperre provozierte (erinnert mich irgendwie an den Fall Frank »Otze« Ordenewitz; war auch hier der Ruf des Trainers »Mach et, Jochen!« vorausgegangen?), war mit schönem Endspielvorteil aus seinem c3‑Sizilianer gekommen. Leider verpasste er aber verschiedene Male die strengste Fortsetzung und musste schließlich ins Remis einwilligen. Ich selbst war als Weißer in einem Benoni mit Mehrtempo gelandet. Da auch mein Gegner solche Stellungen normalerweise nicht spielt, war es aber eine faire Sache. Nach einigen Ungenauigkeiten von Schwarz konnte ich das typische Spiel am Damenflügel aufziehen und sich mein g2‑Läufer zum unbestrittenen Herrscher über die weißen Felder aufschwingen. Die Weis(s)heit, dass ungleichfarbige Läufer im Endspiel dem Verteidiger, im Mittelspiel dagegen dem Angreifer nützen, ist offenbar auch im 21. Jahrhundert noch gültig, und mit einer kleinen Schlusskombi konnte ich auf 4:1 erhöhen.

Kurzeitig noch einmal spannend wurde es, als Jörg seinem Gegner in Verluststellung netterweise das Mattsetzen erlaubte. Die Umstehenden fragten sich, wie der Weiße nach einer derart anspruchslosen Eröffnungsbehandlung plötzlich einen so gefährlichen Angriff herbeizaubern konnte. Jörg hatte bei seinen Versuchen, der müden Stellung etwas Leben einzuhauchen, offensichtlich überzogen. Jule ließ sich davon aber nicht beirren: Er hatte als Schwarzer einen »echten« Benoni gespielt, war allerdings gegen den gut vorbereiteten Hermesmann zunächst gehörig unter Druck geraten. In der hochkomplexen Stellung verlor Weiß dann aber nach und nach den Faden und sah plötzlich nur noch tanzende schwarze Figuren vor seinen Augen. Stilgerecht brachte Jule mit ein paar gezielten taktischen Schlägen den Punkt nach Hause und lieferte insgesamt ein schönes Beispiel für dynamisches Spiel ab (ja Jule, ich weiß, davon verstehe ich eigentlich nichts!). Als Letzter beendete »Special Guest« Carli seine Partie. Bei seinem ersten (und hoffentlich nicht letzten) Saisoneinsatz war er in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischt und als Weißer schnell in die Defensive gedrängt worden. Dank zäher Verteidigung geriet die Partie aber wohl nie ernsthaft aus dem Gleichgewicht, und im Damenendspiel konnte Carli das erlösende Dauerschach geben.

Nun noch ein Sieg gegen Schwerin, und das große Finale gegen Norderstedt kann kommen!

(Jan Peter Schmidt)

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8. Runde
20.03.2011 Königsspringer Hamburg Schachfreunde Schwerin 3 : 5
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Julian Zimmermann Henrik Danielsen 0 : 1
2 Ilja Rosmann Dieter Hasselmann ½ : ½
3 Christian Hess Arvid Grahl ½ : ½
4 Dr. Jan Peter Schmidt Bernd Wandel 0 : 1
5 Dr. Jörg Lampe Ralph Wagner 0 : 1
6 Jochen Cremer Sven Helms ½ : ½
7 Clemens Harder Wilfried Heinsohn ½ : ½
8 Max Borgmeyer Christian Hüneburg 1 : 0

20.03.2011 Preetzer TSV SK Norderstedt 3 : 5
20.03.2011 Lübecker SV 2 Pinneberger SC :
20.03.2011 Schwarzenbeker SK SC Diogenes 1 : 7
20.03.2011 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK 3 5 : 3

Vermasselt!

Der vorletzte Spieltag bescherte uns die Schachfreunde Schwerin als Gegner. Ein Sieg hätte ein Aufstiegsendspiel am letzten Spieltag gegen Norderstedt bedeutet. Aber wir waren einfach zu doof. Und zu schlecht. Außer Youngster Max konnte niemand auch nur annähernd beweisen, dass wir besser sind als die restlichen Oberliga‑Teams. Ich bekam total auf die Mütze. Keine wirkliche Gegenwehr. 0:1 nach zwei Stunden. Auch Jörg stand nach einigen Zügen mit großem Zeitnachteil sehr unangenehm. Ilja wiederholte nach 15 Zügen die Züge. Christian so ähnlich. Jochen versuchte seinen Gegner unter Druck zu setzen, bekam aber nicht mehr als remis. Jan spielte komische Züge, ließ sich foppen, kämpfe sich zurück und stellte im 40sten ein. Clemens kämpfte bravourös, ließ den Gegner aber ins Remis entwischen. Jörg konnte dem Druck nicht standhalten. Da half auch unser obligatorischer Max‑Punkt nicht. 3:5! Schade! Glückwunsch an Norderstedt.

(Julian Zimmermann)

↑
↓
9. Runde
10.04.2011 SK Norderstedt Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Rathaus Norderstedt (Klubräume 212 und 202), Rathausallee 50, 22846 Norderstedt

1 Mihail Kopylov Frank Lamprecht 1 : 0
2 Aljoscha Feuerstack Julian Zimmermann ½ : ½
3 Wiktor Polischtschuk Ilja Rosmann 1 : 0
4 Oliver Zierke Dr. Jan Peter Schmidt ½ : ½
5 Christian Michna Dr. Jörg Lampe ½ : ½
6 Arne Jochens Jochen Cremer 1 : 0
7 Falko Meyer Max Borgmeyer 1 : 0
8 Thomas Kahlert Adrian Lock 0 : 1

10.04.2011 Hamburger SK 3 Preetzer TSV 5 : 3
10.04.2011 SC Diogenes SK Johanneum Eppendorf :
10.04.2011 Pinneberger SC Schwarzenbeker SK 6 : 2
10.04.2011 Schachfreunde Schwerin Lübecker SV 2 4 : 4

Abschlussbericht

Der letzte Spieltag führte uns zum bereits als Aufsteiger feststehenden SK Norderstedt. Die Stärke der Norderstedter bekamen wir zu spüren, und es setzte eine verdiente 2,5:5,5‑Niederlage. Highlight des Kampfes war, dass Jochens Gegner Jochens hieß! Am Ende der Saison stehen 11:7 Mannschaftpunkte und der 4. Platz zu Buche. Das ist sicherlich etwas enttäuschend, aber nicht weiter verwunderlich, wenn man selten in Bestbesetzung antritt. Den einzig starken Score erzielte Max mit 6,5/9, damit hat er sich für höhere Aufgaben als das Jugendbrett empfohlen. Auch Adrian mit 2,5/3 ist hervorzuheben. Schwach war vor allem die Ausbeute der etatmäßigen Bretter 1–6, insgesamt −3 stehen dort zu Buche, so kann man mit dem 4ten Platz zufrieden sein, immerhin haben wir uns die Brettpunkte gut aufgeteilt. Sicherlich erwischte nicht jeder seine beste Saison, aber das kann sich nächstes Jahr wieder ändern. Bedanken muss ich mich bei allen Ersatzspielern, die stets einsprangen, wenn Not am Mann war.

(Julian Zimmermann)

Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/11-ksh1.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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