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Chronik: Archiv
Sonntag, 19. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Deutsche Ländermeisterschaft 2010
 15. bis 20. November 2010 in Stuttgart 
Endstand
Pl. Mannschaft TWZ g. u. v. MP BP Bhz.
1. Hessen I 2046 6 0 1 12 40,5 55,0
2. Niedersachsen 1989 5 1 1 11 38,0 56,0
3. Württemberg I 1971 5 1 1 11 36,5 42,0
4. Württemberg II 1883 4 1 2 9 28,0 47,0
5. Hessen II 1849 4 0 3 8 28,0 44,0
6. Nordrhein‑Westfalen 1888 3 1 3 7 30,5 49,0
7. Baden 1926 3 0 4 6 30,5 54,0
8. Saarland 1665 1 1 5 3 18,5 44,0
9. Hamburg 1725 1 1 5 3 16,5 52,0
 

Malte Colpe (2½/7)
Max Borgmeyer (2½/7)
Tobias Müller (3½/7)
Julian Grötzbach (2/7)
David Krüger (3/7)
Berfîn Lemke (2½/7)
Jeanette Hölzer (½/7)
Maria Ludwig (0/7)

 
10. Mecklenburg‑Vorpommern 1635 0 0 7 0 13,0 47,0
Bericht

Viele Reime und Abstriche – Die DLM 2010 Stuttgart

Am 16.11. vormittags gegen 11 Uhr trafen sich 8 Hamburger Schachspielerinnen und Schachspieler mit mir am Hamburger Hauptbahnhof, um in Richtung Stuttgart zu reisen. Schon Monate zuvor hatte ich per Gruppe&Spar 70 bei der Deutschen Bahn eine zweistellige Anzahl Fahrkarten gesichert. Leider fand sich trotz intensiver Suche kein zweiter Betreuer für diese Reise, sodass die Teilnehmer einige Abstriche in Kauf nehmen mussten (Liste wurde geführt).

Keine Abstriche mussten wir bei der Anreise und der Abreise machen. Die Direktverbindung Hamburg Stuttgart war tadellos. Jeweils pünktlich, direkt und bequem waren die Hinfahrt mit Team Niedersachsen und Team MeckPomm zusammen und die Rückfahrt mit ›Kakerlakensuppe‹ und ›Nicht Lustig 5‹.

Zwischen An‑ und Abreise passierte Folgendes: Angekommen in Stuttgart besichtigten wir zuerst den Schlossgarten, weil der sowieso auf dem Weg zur Herberge lag. Dort trugen die Bäume Namen und waren mit bunten Plastiktüten behangen. Von so vielen Eindrücken verwirrt fiel den Teilnehmern gar nicht so auf, dass der Weg zwar von der Distanz her kurz war, aber etwa 350 Stufen zu bewältigen waren. Umso besser: waren alle müde abends. Und ein Erlebnis war es, Zeitgeschichte zu sehen.

Angekommen in der Herberge, die recht malerisch liegt, aber eben relativ weit oben, bekamen wir die Zimmer zugeteilt. Sehr verwirrend war anfänglich, dass es vier Wohnblocks gab: A, B, C und D. Alle relativ stattlich voneinander entfernt. Das war erstmal kein Problem. Eher ungünstig war es aber, dass die acht Kinder in drei verschiedenen Blocks wohnten, in unterschiedlichen Stockwerken auch noch. Äh, ja, so viel zum Thema Aufsichtspflicht. Und der nächste Abstrich: Die Mädchen hatten komplett ihre Ruhe, die großen Jungs auch, auf die kleinen Jungs konnte ich ein bisschen einen Blick haben. Aber da kannste nix machen. Lobend erwähnt werden kann, dass alle sehr vernünftig waren bis zum letzten Abend.

In Sachen Schach lief das so: Die Bretter 1, 2 und 3 sollten sich selbst vorbereiten (Abstrich), das waren Malte Colpe, Max Bo und Tobi Müller. Mit Julian Grötzbach (4), David Krüger (5) und Berfîn Lemke (6) würde ich Vorbereitung machen, sofern möglich und sinnvoll.

Komm zum Frühstück mal vorbei, wir trinken dann Kakao,
denn ich find Dich total super, ich find Dich sogar wow!

Genau so lautete einer der Texte, der auf der DLM verwendet wurde, um sogenannte ›Traumboys‹ zu umgarnen. So war es das feste Vorhaben von Ginette Hölzer (7) und Maria Ludwig (8), das hatten die beiden bereits als oberste Priorität der Reise festgelegt. Als Dauerratgeber hatten Sie das Fachmagazin ›Mädchen‹ dabei. Da konnten Sie der Bildergeschichte entnehmen, dass Tobi ›nur ein süßer Player‹ ist. Somit war Tobi Müller automatisch unten durch, obwohl er gar nichts dafür konnte (kein Traumboy, nur Player). Die Liste der Traumboys wurde auf der Reise lang und länger, auch beim Ausflug zur Schlittschuhbahn am Schlossplatz. Viele Briefchen wurden geschrieben, viele Herzchen gemalt, bis sich endlich die Party‑Formation für den letzten Abend gefunden hatte.

Das Turnier endete auf den 9. Platz von 10 (auch so’n Abstrich), was aber nicht so schlimm ist, weil wir sowieso an 8 gesetzt waren und gegen 5 Mannschaften des Turniers wenige bis keine Chancen hatten. Gegen eines der beiden anderen Teams, MeckPomm, gelang der einzige Sieg mit 5:3. Gegen das Saarland ging es nur 4:4 aus, was allerdings auch der Wettfreudigkeit einzelner Spieler geschuldet ist. Gelernt haben dürften auch einige was, zum Beispiel David und Berfîn.

Die Küche war prima! Immer frischer Salat, zum Frühstück Rohkost (auch Lauch), zweimal warm pro Tag, reichhaltiges Frühstück. Nur die weniger bekannten lokalen Spezialitäten, die uns in der Herberge angeboten wurden, kann ich nicht weiterempfehlen (alle getestet).

Vor der Rückfahrt, bei der wir dicken Support aus dem Saarland bekommen haben (dafür nochmal Danke!), konnten wir die Plakate am Bauzaun des Stuttgarter Bahnhofs bewundern. Bildung, Zeitgeschichte, Party, Schach und Gute Laune, da kann man schon so ein paar Abstriche vertragen. Alles in allem war die Reise sehr schön, in 2011 findet die DLM in NRW statt, mal sehen, ob Hamburg teilnimmt und ob es mehr als 1 Betreuer gibt.

(Boris Bruhn)

Quelle: Deutsche Schachjugend
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/10djlm.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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