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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 6 · Kreisliga A 2010
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 16 5 5 5 5 8 5 46,5 18
2. Königsspringer Hamburg 6 5 8 5 6 6 7 8 52,0 14
3. SK Marmstorf 3 6 7 44,5 12
4. TV Fischbek 3 3 3 4 5 4 6 41,5 10
5. Langenhorner Schachfreunde 2 3 0 2 4 5 6 33,5 9
6. Niendorfer TSV 2 3 3 1 3 7 34,0 8
7. Hamburger SG BUE 2 3 2 4 3 4 5 32,5 6
8. Altonaer SK Finkenwerder 2 0 2 2 1 3 26,0 6
9. Hamburger SK 17 3 1 4 28,0 5
10. Hamburger Gehörlosen SV 0 ½ 1 3 5 20,5 2
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Spieler
KSH
6
Mannschaftsführer:
Baldur Schroeter
H A H A H A H A H
NIE
2
ALT
2
GEH
 
HSK
16
HSG
2
HSK
17
LGH
2
FBK
3
MAT
3
51 Dave, Shreyas                  
52 Wiltafsky, Thomas 1 1 1 1 ½ 1 1 1 1
53 Schroeter, Baldur ½ ½ 1 0 ½ 1 1 0 1
54 Stanau, Guido 1           1 ½  
55 Hort, Max ½ 1 1 1 ½ ½ 1 0 ½
56 Akram, Shumon ½ 1 1 ½ 1 1 1 1 0
57 Steinfeldt, Henry 1 ½ 1 1 1 1 1 1
58 Schiffmann, Darius 0 ½     ½ 1 1 1  
59 Schiffmann, Andreas     1 0 1 ½ 1 ½ 1
61 Seemann, Hans‑Siegfried ½ ½              
62 Chlond, Christian           1      
63 Spät, Alexander     1 0 1        
66 Viol, Joshua   1 1 0          
77 Falk, Rolf                 0
102 Müller, Hermann                 0
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1. Runde
15.01.2010 Königsspringer Hamburg 6 Niendorfer TSV 2 5 : 3
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Werner Stubbe 1 : 0
2 Baldur Schroeter Hans‑Werner Schaade ½ : ½
3 Guido Stanau Gerhard Wanner 1 : 0
4 Max Hort Edgar Assmus ½ : ½
5 Shumon Akram Niels Hantelmann ½ : ½
6 Henry Steinfeldt Michael Zeides 1 : 0
7 Darius Schiffmann Siegfried Riedel 0 : 1
8 Hans‑Siegfried Seemann Witalij Laber ½ : ½

22.01.2010 Hamburger SG BUE 2 SK Marmstorf 3 :
22.01.2010 Hamburger SK 17 Hamburger SK 16 3 : 5
15.01.2010 Langenhorner Schachfreunde 2 Hamburger Gehörlosen SV :
22.01.2010 TV Fischbek 3 Altonaer SK Finkenwerder 2 6 : 2

Saisonauftakt

Am 15.01.2010 fand für uns das erste Spiel der Saison im Clubheim gegen das Team vom NTSV statt. Da wir im nächsten Jahr wieder mit (mindestens) einer Bezirksligamannschaft antreten wollen, haben wir uns vorgenommen, dieses Mal vorne in der Tabelle mitzumischen. In diesem Sinne schon einmal ein Gruß an unsere 5te, die sich die gleichen Ziele gesteckt hat und den ersten Kampf mit 7:1 gewann! Ob wir das wohl auch so gut hinkriegen würden?

Von unseren Spielern fehlte nur Andreas, für den Siggie als motivierter Ersatzmann einsprang. Pünktlich um 19:00 Uhr begann der Kampf gegen die alteingesessene Truppe vom NTSV. Aus der Eröffnung heraus ergaben sich zügig Vorteile bei Siggie und bei Shumon (wenn ich das richtig gesehen habe …). Thomas stand nach eigenen Angaben nicht besonders doll. Ich musste mich an diesem Tag noch anderen Aufgaben widmen und bot meinem Gegner, gleichzeitig auch der MF von NTSV, in relativ belangloser Stellung remis, was dieser fairerweise annahm. Im nächsten Kampf steige ich dann aber voll ein – versprochen! Voller Vertrauen in die spielerischen Fähigkeiten der Truppe verließ ich für eine Weile den Ort des Geschehens, …

… um nach einen kurzen Zeitsprung zurückzukehren und festzustellen, dass der Kampf bereits gewonnen war! Nur noch Max spielte in höchster Zeitnot ein remisiges Turmendspiel gegen Herrn Assmus, welches mir wahrlich den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hätte, wären da nicht schon unsere 4.5 Brettpunkte gewesen.

Was in der Zwischenzeit geschehen ist, kann ich nur vom Hörensagen berichten. Siggie hatte seine Stellung recht zügig zum Remis verzockt. Siegpartien stammen von Henry, Guido und Thomas, der seiner Stellung drehte und den entscheidenden Punkt schoss.

Max kämpfte indes unverdrossen weiter in einer technischen Remisstellung, die man auch hätte reklamieren können. Aber beide Spieler waren so vertieft, dass sie dies nicht bemerkten, bis dann das Angebot des Gegners kam, als Max noch 10 sek. auf der Uhr hatte.

Also: Etwas Entertainment für die Zuschauer am Ende und ein recht ungefährdeter 5:3‑Sieg stehen zu Buche. Leicht steigern sollten wir uns in den nächsten Runden dennoch, da noch einige nominell härtere Gegner auf uns warten. Ich freue mich auf das nächste Spiel mit dem Team, bei dem wir dann in Finkenwerder antreten werden.

(Baldur Schroeter)

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2. Runde
29.01.2010 Altonaer SK Finkenwerder 2 Königsspringer Hamburg 6 2 : 6
19:00 Uhr, Elternschule Finkenwerder, Norderschulweg 7, 21129 Hamburg

1 Jan‑Philipp Oehlke Thomas Wiltafsky 0 : 1
2 Gerhard Bissinger Baldur Schroeter ½ : ½
3 Reinhard Putz Max Hort 0 : 1
4 Branko Kobilarov Shumon Akram 0 : 1
5 Friedrich Uhlmann Henry Steinfeldt ½ : ½
6 Harry Henselin Darius Schiffmann ½ : ½
7 Andreas Chow Hans‑Siegfried Seemann ½ : ½
8 Marcello Tommasi Joshua Viol 0 : 1

29.01.2010 SK Marmstorf 3 Niendorfer TSV 2 7 : 1
29.01.2010 Hamburger Gehörlosen SV TV Fischbek 3 :
05.02.2010 Hamburger SK 16 Langenhorner Schachfreunde 2 5 : 3
29.01.2010 Hamburger SG BUE 2 Hamburger SK 17 4 : 4

Eine Schifffahrt, die ist lustig …

Wer kennt es nicht: Ein Auswärtskampf weit, weit entfernt vom heimischen Niendorf. Es ging gegen Altona‑Finkenwerder, aber nicht im Altonaer, sondern im Finkenwerderaner Spiellokal. Wir trafen uns bei dichtem Schneetreiben um 17:00 Uhr an der Bushaltestelle.

Captain Baldur hatte sich kurzfristig für die Fähre entschieden. Obwohl er eine halbe Stunde Puffer eingeplant hatte, nutzten wir die zwei Stunden bis zum Kampf für die Anreise mit Bus, Bahn, nochmal Bahn und Fähre. Letztere war für Henry und Baldur ein neues Erlebnis, man lernt immer dazu! Auf der behaglichen, gut geheizten Fähre stellte Henry noch einmal fest worum es ging: »Ich fahr doch nicht nur so zum Spaß nach Finkenwerder!«.

Eine besondere Brisanz wurde dem Kampf noch durch einen Vorfall aus dem letzten Jahr verliehen. Dort wurde Darius von einem Gegner als das erste Stück Sch… betitelt, welches jener heute angefasst hätte.

Zu unserer Überraschung haben wir dann doch noch die Elternschule erreicht, in der wir spielen sollten. Wenig später konnte der Kampf begonnen werden. Joshua spielte gegen einen sehbehinderten Spieler und musste dementsprechend seine Züge ansagen. Es stellte sich als etwas schwierig heraus, da Joshua mit Rücksicht auf die anderen versuchte dies möglichst leise zu gestalten, während sein Gegner ihn dazu aufforderte lauter zu sprechen. An diesem Brett konnte durch eine hübsche Schachtaktik recht schnell gewonnen werden. Der Unterlegene regte sich danach in mindestens zwei Sprachen auf. Die Konzentration wurde auch noch durch ein durchdringendes Piepen gestört, dass sich im Verlauf jedoch als Siggis Hörgerät entpuppte und behoben werden konnte. Währenddessen spielte Baldur eine sehr belanglose Partie und einigte sich mit seinem Gegenüber irgendwann auf Remis. Zuvor konnte ich meinen Gegner noch davon überzeugen, dass ein Doppelbauer im Endspiel manchmal zum Verlust reicht und einen ganzen Punkt einfahren.

Die wohl verrückteste Partie an diesem Abend spielte Siggi, der sich einen soliden Vorteil herausspielte, dann einen Turm mehr hatte, ihn wieder hergab (oder geben musste) und dann in einer verlorenen Stellung noch einen Randbauern‑Fopp auspackte, der remis hielt. Thomas musste zur Abwechslung mal auf seinen Gegner warten (und nicht umgekehrt). Als dieser dann kam, konnte (wollte) er Thomas’ aktivem Spiel nur noch mit einem Bauernverlust begegnen und ließ sich im gleichfarbigem Läuferendspiel dann auch souverän niederringen. Darius hatte es geschafft ausnahmslos alle Linien am Damenflügel und im Zentrum mit Bauern zu verriegeln, sodass nur noch er etwas machen konnte, selbst wenn der Gegner zehn Freizüge (ohne Schlagen) hätte. Da Darius jedoch erschöpft war, durfte er ins Remis einwilligen. Gemeinsam mit Joshua probierte er nun die in der Elternschule vorhandenen Kleinkindspielzeuge aus und veranstaltete anschließend draußen Quatsch mit Schneebällen. Drinnen verflachte Henrys Partie und endete mit Punkteteilung.

Max war mal wieder ›the last man standing‹ und versuchte sich in einer aktiven, aber nicht gewonnen Stellung durchzusetzen. Ich bereitete mich auf meine Lehrprobe vor, die ich inzwischen erfolgreich absolviert habe. Max’ Mutter, die sich dankenswerter Weise dazu bereiterklärt hatte die Jüngeren mit dem Auto nach Hause zu fahren, kam und irgendwann stellte der Gegner seine Dame ein. Insgesamt ein sehr befriedigendes 6:2 ohne Verlustpartie.

Doch die Geschichte ist noch nicht zu Ende: Wähend Max, Joshua, Darius und Siggi im warmen Auto sitzen, warten Baldur, Thomas, Henry und ich auf die Fähre Richtung Landungsbrücken. Es ergeben sich eine Menge tiefgründiger Gespräche, mit Themen wie dem HVV‑Fahrgastfernsehen, Curling und Poker im Fernsehen. Beim Warten auf die Bahn gibt ein Plakat mit der Aufschrift »Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen« Anlass zur Diskussion über Animationsfilme. Um 00:40 Uhr bin ich wieder zu Hause angekommen. Aber es hatte sich gelohnt. Im Gegensatz zu Volksdorf haben wir trotz des ungünstigen Wetters einen erfolgreichen Mannschaftskampf bestritten!

(Shumon Akram)

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3. Runde
19.02.2010 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger Gehörlosen SV 8 : 0
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Alois Kwasny 1 : 0
2 Baldur Schroeter Günter Burgau 1 : 0
3 Max Hort Ronald Jachinski 1 : 0
4 Shumon Akram Jan Nendza 1 : 0
5 Henry Steinfeldt Jürgen Gielnik 1 : 0
6 Andreas Schiffmann Hanno Zestermann 1 : 0
7 Alexander Spät Günther Heitmann 1 : 0
8 Joshua Viol Djamshid Pashai 1 : 0

12.02.2010 Hamburger SK 17 SK Marmstorf 3 :
19.02.2010 Langenhorner Schachfreunde 2 Hamburger SG BUE 2 5 : 3
19.02.2010 TV Fischbek 3 Hamburger SK 16 3 : 5
19.02.2010 Niendorfer TSV 2 Altonaer SK Finkenwerder 2 :

8:0 an grünen Tischen

Heute steht das Ergebnis schon im Titel des Berichtes. Schließlich ist ein 8:0‑Sieg auch nichts Alltägliches. Grund genug für mich jedenfalls, einmal einen Blick in unsere Chronik zu werfen und zu schauen, wann das letzte Mal ein KSH‑Team 100 % machte, und dabei auch an allen Brettern gespielt wurde.

In der Saison nach der Gründung hat das eine Mannschaft gleich dreimal in einer Saison geschafft (Damals mit Günter als MF, in der D‑Klasse, was mir schon gar nichts mehr sagt). Von heute aus gesehen ist es inzwischen sechs Jahre her, dass es fast geklappt hätte. Claus spielte in seinem Team in der Bezirksliga C gegen Eidelstedt remis. Die höchste Liga mit 8:0 ist die Stadtliga: Mit MF Wolter im Jahr 2000. Allerdings siegten Michael und Jörg (Dinckel) kampflos. Kurzum: Den letzten komplett ausgespielten 8:0‑Sieg gab es vor 16 Jahren (1994) und zwar mit MF Olaf Ahrens gegen HSK 9 in der Bezirksliga.

Zum Kampfgeschehen:

Am letzten Brett mutete der Partieauftakt von Joshua eher wie eine Blitzpartie an. Ein Verhalten, welches ich normalerweise nicht guthieße, krönte er es nicht ebenso zügig mit einem Erfolg (Gruß an Shumon!). Ansonsten kristallisierten sich zügig Vorteile bei Shumon und Andreas heraus. Beide nutzten diese souverän und punkteten als nächstes.

Max unternahm zunächst alle Anstrengungen, wieder die längste Partie zu spielen, wickelte dann aber in ein gewonnenes Springerendspiel ab. Ich hatte bereits deutlichen Vorteil, während die übrigen Stellungen als eher ausgeglichen gewertet werden konnten.

Thomas’ Kontrahent machte es ihm dann leicht, indem er eine Qualität liegen ließ, während es für mich gleich einen ganzen Turm gab. Beim Stand von 6:0 kneteten also noch Henry und Alexander. Beide spielten ihre unklaren Stellungen auf Gewinn. Nachdem Alexander seine Zeitnot überstanden hatte, endete auch diese Partie mit einem Turmverlust beim Gegner. So war es an Henry, das Ergebnis »rund« zu machen. Dazu wurde alles auf die f‑Linie gestellt und die Bauern am Königsflügel vorwärtsgebracht. Ob dieses Unterfangen bei korrekter Verteidigung Erfolg versprach, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls sammelte Henry auf einmal einen Verteidigungsbauern nach dem anderen ein. Einen Zug vor dem Matt ließ der Gegner dann die Zeit abtickern. So feierten wir unseren Sieg schon einmal, bevor wir dann kurz vor 00:00 Uhr das Ergebnis festhalten konnten.

Ich danke allen Spielern, die Einstellung war hervorragend! Insgesamt haben wir uns jetzt nach drei Kämpfen gegen nominell schwächere Teams der Liga eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Die entscheidenden Spiele folgen jetzt. Nächste Woche geht es gegen den Tabellenzweiten HSK 16. Hier wollen wir zwei wichtige Punkte für den Aufstieg machen!

(Baldur Schroeter)

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4. Runde
26.02.2010 Hamburger SK 16 Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Finn Gröning Thomas Wiltafsky 0 : 1
2 Jan Meder‑Eggebert Baldur Schroeter 1 : 0
3 Yevgen Blank Max Hort 0 : 1
4 Andreas Schild Shumon Akram ½ : ½
5 Mathias Grimme Henry Steinfeldt 0 : 1
6 Ralph Bernhard Andreas Schiffmann 1 : 0
7 Lars Hinrichs Alexander Spät 1 : 0
8 Valentin Chevelevitch Joshua Viol 1 : 0

05.03.2010 SK Marmstorf 3 Altonaer SK Finkenwerder 2 :
26.02.2010 Hamburger Gehörlosen SV Niendorfer TSV 2 1 : 7
05.03.2010 Hamburger SG BUE 2 TV Fischbek 3 4 : 4
26.02.2010 Hamburger SK 17 Langenhorner Schachfreunde 2 :

Tag der Einzüger

26.02.2010: Heute ist der Kampf gegen HSK 16 um die Tabellenspitze. Im Turniersaal finden insgesamt drei Kämpfe der Kreisliga und ein Kreisklassenkampf statt. Die Luft ist zum anbeißen. Hm, naja. Da wir angeblich Favorit sind, werden wir besonders herzlich willkommen geheißen. Immerhin. Dann geht es los.

Nach ca. zehn Minuten stellt Joshua (bisher Top‑Ersatzspieler) im Franzosen den h7 und den König gleich mit ein. Er spielt noch weitere 30 Minuten pro forma.

Weiter geht’s: Thomas lehnt ein Remisangebot des Gegner ab, schaut tief in die Stellung und stellt alsbald einzügig eine Qualität ein. Er begibt sich auf die Suche nach der Kompensation.

Ich verpasse einen direkten Gewinn und habe nur noch eine viel bessere und viel zu komplizierte Stellung.

Henry hat nach kurzer Zeit die gegnerische Dame abgeräumt (keine Ahnung, was da plötzlich los war) und gewinnt. Ein Hoffnungschimmer, denn Alexander hat – einzügig – eine Figur eingestellt. Das Motiv: Fesselung. Auch diese Partie endet bald.

Ich schieße den Vogel des Abends ab und stelle – einzügig – meinen König ein. Den Rest darf ich beobachten. Max steht die ganze Zeit über aktiver als sein Gegner. Die Aktivität wird in einen Figurengewinn umgewandelt. Anschließend wird sehr vorsichtig bis zum Gewinn gespielt.

Gar nicht vorsichtig spielt Thomas (wie auch, mit Qualle weniger?). Er erweist sich als zu zäh für seinen jungen Gegner. Das Material wird zurückgeholt, die Zeitnot knapp überstanden und dann das Endspiel gewonnen. Sehr schön!

Jetzt wäre alles gut, hätte Shumon nicht eine ›Shumon‑Stellung‹ mit hoher Remisbreite und Andreas eine Verluststellung (stand die ganze Zeit nicht doll). Andreas versucht zwar noch alles, aber es ist nix zu holen. Es knetet also nur noch Shumon beim Stand von 3:4 gegen uns.

Ob die vermeintlichen Vorteile seines Endspiels wirklich nutzbar sind, müssen andere beurteilen. Jedenfalls steht am Schluss der halbe Punkt. Und ein recht unnötiges 3,5:4,5 gegen uns.

Auf der Heimfahrt fasst Shumon die Essenz des Abends zusammen: »Wenigstens fahren wir mit dem Auto nach Hause.«

(Baldur Schroeter)

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5. Runde
09.04.2010 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger SG BUE 2 6 : 2
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Marcel Sames ½ : ½
2 Baldur Schroeter Peter Künne ½ : ½
3 Max Hort Hans‑Heinrich Runge ½ : ½
4 Shumon Akram Norbert Merke 1 : 0
5 Henry Steinfeldt Alex Prior 1 : 0
6 Darius Schiffmann Rainer Klimanek ½ : ½
7 Andreas Schiffmann Eckard Sakuth 1 : 0
8 Alexander Spät Johann Eusch 1 : 0

26.03.2010 Langenhorner Schachfreunde 2 SK Marmstorf 3 2 : 6
09.04.2010 TV Fischbek 3 Hamburger SK 17 :
26.03.2010 Niendorfer TSV 2 Hamburger SK 16 3 : 5
26.03.2010 Altonaer SK Finkenwerder 2 Hamburger Gehörlosen SV 3 : 5

Entspannter Heimsieg

Im Clubheim gegen HSG/BUE 2 sollte ein deutlicher Sieg her, dachte ich zumindest kurz vor Kampfbeginn. Dabei hatte ich mich bei meiner Einschätzung nur von der Tabellenlage beeinflussen lassen. Thomas klärte mich wenig später auf: Tatsächlich waren die HSGler in den hinteren Tabellenregionen zu finden, hatten allerdings nie deutlich verloren und den starken Fischbekern einen Punkt abgenommen.

Zunächst gestaltete sich der Kampf ausgeglichen: Einzig Darius sammelte gleich in der Eröffnung einen Bauern ein. Shumon kam etwas später: Sein Gegner produzierte dann mit seinem Aufbau (Bauern auf b5, c6, e6, g6) die wohl maximale Anzahl schwarzer Felderschwächen nach acht Zügen.

Darius spielte seine Partie in Hobbyspielermanier so runter: Das erreichte Endspiel war wohl deutlich besser – der Bauer ging unterwegs dann doch verloren und das erste Remis stand.

Wenig später hatten auch Thomas und ich Remisangebote unserer Gegner, die wir jedoch zunächst nicht annahmen, da (außer bei Shumon) an den anderen Brettern noch nichts Deutliches zu sehen war.

Nachdem mein schlechteres Endspiel dann verflachte, konnte ich das zweite Friedensangebot dann annehmen, denn: Andreas hatte dank einer kleinen Taktik mit Turmgewinn den ersten Punkt des Abends gemacht. Zudem waren bei Alexander und Henry inzwischen deutliche Vorteile zu sehen. Auch Thomas willigte wenig später ein: Vor der Annahme des Angebots hatte er noch lange nach Plänen gesucht, gab er doch damit den ersten halben Punkt in dieser Saison ab!

Max hatte ein scharfes Mittespiel, welches erfolgreich in ein wohl leicht besseres Endspiel abgewickelt wurde. Ausnahmsweise kämpfte Max heute nicht voll aus, sodass auch hier bald der halbe Punkt stand.

Der Rest ist schnell erzählt: Henry, Shumon und Alexander gewannen ihre Stellungen souverän. Dabei konnte Shumon schon fast beliebig agieren, da der Gegner quasi die ganze Zeit über mit zwei Figuren weniger spielte (die am Damenflügel zwischenzeitig das eine oder andere Umgruppierungsmanöver durchführten).

Wie das gemeint ist, verdeutlicht die Endstellung, in der Shumon mit 45. Se6 die Partie zu einem netten Abschluss führte.










Am Ende stand dann also doch das erhoffte deutliche Ergebnis. Mein Dank geht an Ersatzspieler Alexander und an Henry: Beide sind an diesem Tag bereits in der Jugendstadtliga angetreten.

Wenig Pause gibt’s auch für den Rest des Teams: Schon am nächsten Freitag geht es beim HSK weiter!

(Baldur Schroeter)

↑
↓
6. Runde
16.04.2010 Hamburger SK 17 Königsspringer Hamburg 6 1 : 7
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Udo Radeloff Thomas Wiltafsky 0 : 1
2 Christoph Anders Baldur Schroeter 0 : 1
3 Martin‑Oliver Torkel Max Hort ½ : ½
4 Jascha Kolster Shumon Akram 0 : 1
5 Thomas Wenzel Henry Steinfeldt 0 : 1
6 Olaf Türck Darius Schiffmann 0 : 1
7 Fernando Salm Andreas Schiffmann ½ : ½
8 Dr. Ullrich Marwitz Christian Chlond 0 : 1

16.04.2010 SK Marmstorf 3 Hamburger Gehörlosen SV : ½
16.04.2010 Hamburger SK 16 Altonaer SK Finkenwerder 2 8 : 0
23.04.2010 Hamburger SG BUE 2 Niendorfer TSV 2 :
23.04.2010 Langenhorner Schachfreunde 2 TV Fischbek 3 4 : 4

Und wieder einmal zum HSK

Als ich am Spielort ankam, war ich völlig entnervt. Die Geschichte hierzu ist lang. Zunächst schloss die Bahn nach meinem Schluss‑Spurt doch noch die Türen vor meiner Nase, und dann erfuhr ich am Jungfernstieg nach 15 min. Wartezeit, dass die U1 nicht fuhr, aufgrund irgendeines Vorfalls am Stephansplatz. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, die U1 am Hauptbahnhof und an der Lübecker Straße doch noch zu erreichen (angeblich sollte sie nur zwischen Jungfernstieg und Kellinghusenstraße nicht fahren), nahm ich mir kurzerhand ein Taxi zum Spielort, denn ich hatte nicht mehr so viel Zeit. Gegen 19:40 Uhr kam ich dann auch an, doch mein Gegner war selbst 20 min. zu spät, sodass wir mit gleicher Bedenkzeit spielten. Die Eröffnung verlief bei mir sehr erfolgreich. 1.e4 Sf6 2.d4 Sxe4 …

Wenig später hatte Darius, der am Knie verletzt war und unter Schmerztabletten spielte, gewonnen, super Einsatz! Baldur hatte eine hochkomplizierte Stellung aufs Brett gebastelt, in der er eine Figur gegen zwei Bauern hatte und wohl deutlich besser stand. Während Thomas aktives Spiel entfalten konnte, dümpelten die meisten anderen Partien noch vor sich hin. Andreas beendete als nächster seine Partie mit einem Remis, weil Darius dieses Wochenende konformiert wurde und dementsprechend nicht bis Mitternacht bleiben sollte.

Mein Gegner spielte eine tot verlorene Stellung weiter, denn er hatte einen weiteren Bauern verloren und ins Endspiel abgewickelt. Deswegen konnte ich gerade nicht mit dem Auto mitfahren. Nun drehten sich die Partien zu unseren Gunsten. Christian hatte bereits einen Bauern mehr und nachdem er den gegnerischen Turm elegant fing, ließ dieser es sich nicht mehr zeigen. Henry spielte eine ziemlich unspektakuläre Partie und sie wäre schon fast mit einem leistungsgerechten Remis besiegelt worden, hätte Henrys Gegner nicht im Bauernendspiel den einzigen falschen Bauernzug gemacht. Also konnte Henry mit dem entfernten Freibauern gewinnen. Thomas konnte seinen Gegner schließlich auch zermürben und Baldur setzte seinen Gegenüber in der Mitte sehenswert schachmatt. Mal wieder spielte Max als letztes. Schließlich wurde sich hier dann doch auf ein Unentschieden geeinigt, sodass ein weiterer hoher Sieg (7:1) auf unserem Konto verbucht wurde. Hätten wir mal die gesamten Verlustpartien, nur fünf an der Zahl, besser aufgeteilt und nicht vier davon gegen HSK 16.

Als wir zurückfuhren, war auch die U1 wieder in Betrieb und gegen gegen halb eins waren wir dann auch schon wieder da. Gegen Marmstorf, Langenhorn und Fischbek müssen wir noch einmal unser Können unter Beweis stellen und dann kann die Bezirksliga kommen!

(Shumon Akram)

↑
↓
7. Runde
07.05.2010 Königsspringer Hamburg 6 Langenhorner Schachfreunde 2 8 : 0
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Jamshid Ghassemzadeh 1 : 0
2 Baldur Schroeter Hugo Schulz 1 : 0
3 Guido Stanau Peter Vogel 1 : 0
4 Max Hort Claus Brandau 1 : 0
5 Shumon Akram Ralf Becker 1 : 0
6 Henry Steinfeldt Eckart Thom 1 : 0
7 Darius Schiffmann Werner Manowski 1 : 0
8 Andreas Schiffmann Hans‑Helmut Muhs 1 : 0

07.05.2010 TV Fischbek 3 SK Marmstorf 3 :
07.05.2010 Niendorfer TSV 2 Hamburger SK 17 :
07.05.2010 Altonaer SK Finkenwerder 2 Hamburger SG BUE 2 :
23.04.2010 Hamburger Gehörlosen SV Hamburger SK 16 :

Keine Party ohne Schiffmann

In der 7ten Runde konnten wir erstmals in Bestbesetzung antreten. Unsere Gäste aus Langenhorn traten hingegen mit vielen Ersatzspielern an, sodass wir als klare Favoriten in den Kampf gingen.

Während Max, Henry und ich zügig in Materialvorteil kamen, wollten es auch beide Schiffmänner gleich wissen: Es wurden Stellungen mit Rochaden an verschiedenen Flügeln hergestellt und munter nach vorne gespielt. Laut den Zuschauern ging das bei Darius nicht gerade seriös zu, allerdings gibt das Ergebnis ja immer dem Sieger recht. Darius schoss das 1:0 und konnte sich den weiteren abendlichen Ereignissen widmen (siehe Überschrift).

Die drei Partien mit Materialvorteil wurden problemlos gewonnen, sodass wir recht schnell 4:0 führten. Was war bei den anderen in der Zwischenzeit geschehen? Thomas hatte eine ziemliche Wurststellung: Jedoch hat er solche Stellungen in dieser Saison auch immer gewonnen. Shumon hatte zunächst seine Bauernmajorität am Damenflügel gut in Bewegung gesetzt, um diese dann einzustellen und in ein schlechtes Springerendspiel abzuwickeln. Um dieses erfolgreich verwalten zu können, musste er sich erst einmal emotionalen Rückhalt bei den Fans in der Küche zu holen. Guidos Partie habe ich die ganze Zeit über nicht so recht verstanden, bei ihm wurde allmählich die Zeit knapp. Andreas brachte ein spektakuläres Turmopfer auf h7, übersah allerdings in seinen Berechnungen einen gegnerischen Zwischenzug. Der Gegner musste dann trotz Mehrturm wohl noch einige Vorsicht bei der Verteidigung seines Königs walten lassen.

So dauerte es eine ganze Weile, bis die nächsten Partien entschieden wurden. Guido schaffte es taktisch, sich einen unaufhaltbaren Freibauern zu bilden. Damit stand der Mannschaftssieg fest. Andreas wurde für sein Angriffsspiel belohnt und konnte den gegnerischen König in der wohl interessantesten Partie des Abends im Zentrum erlegen. Zu guter Letzt vernachlässigte Shumons Gegner Grundsätze im Endspiel, sodass seine Mehrbauern dem aktiveren König zum Opfer fielen und auch Thomas konnte seine Stellung wieder einmal drehen.

Schon das zweite Mal 8:0 in dieser Saison: Ein Sieg, mit dem ich während des Kampfes in der Höhe nicht gerechnet hatte. Nun haben wir einen Monat Pause, bevor das Saisonfinale beginnt.

(Baldur Schroeter)

↑
↓
8. Runde
04.06.2010 TV Fischbek 3 Königsspringer Hamburg 6 3 : 5
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Manfred Friese Thomas Wiltafsky 0 : 1
2 Adolf von Fehrn Baldur Schroeter 1 : 0
3 Riko Ukena Guido Stanau ½ : ½
4 Dieter Wasserberg Max Hort 1 : 0
5 Thies Taube Shumon Akram 0 : 1
6 Martin Wincierz Henry Steinfeldt 0 : 1
7 Stephan Buzuk Darius Schiffmann 0 : 1
8 Heinrich Werner Andreas Schiffmann ½ : ½

11.06.2010 SK Marmstorf 3 Hamburger SK 16 :
28.05.2010 Hamburger SG BUE 2 Hamburger Gehörlosen SV 5 : 3
11.06.2010 Hamburger SK 17 Altonaer SK Finkenwerder 2 :
11.06.2010 Langenhorner Schachfreunde 2 Niendorfer TSV 2 :

Diskussionen in Fischbek

Die Vorletzte Runde führte uns noch einmal nach Süderelbe: Dieses Mal nach Fischbek. Sollten wir heute zwei Punkte mitnehmen, wäre der Aufstieg so gut wie sicher!

Auf verschiedenen Anfahrtswegen schafften es alle halbwegs pünktlich zum Spielort. Der Kampf begann dann gleich gut für uns. Darius brachte uns zügig in Führung. Inzwischen sind das drei Siege in Folge: Eine starke zweite Saisonhälfte des jungen Schiffmanns. Shumon hatte aus der Eröffnung ebenfalls sehr viel Aktivität herausgeholt, die er souverän in einem Endspiel ummünzte, welches er alsbald gewann. Daraufhin durfte Andreas ins Remis einwilligen.

Bis dahin sah alles nach einem klaren Sieg für uns aus, da wir an keinem Brett schlechter standen. Als dann auch noch Thomas’ Gegner im 39. Zug die Zeit ablaufen lies, schien die Sache klar zu sein. Ein Vorfall, der übrigens zu ordentlich Diskussionsstoff im Turniersaal führen sollte. Die Anzeige auf der Digitaluhr, ›29:__‹, führte jedenfalls zu gehöriger Verwirrung bei den Gastgebern. Nachdem geklärt war, dass alles mit rechten Dingen zuging, konnte weitergespielt werden.

Und siehe da: Auf einmal schien die Sache doch noch knapp zu werden. Guido veropferte sich und stand auf Verlust. Auch Max stand nicht doll und ich geriet in höchste Zeitnot. Diese überstand ich nur so halb, indem ich zwar die Zeitkontrolle schaffte, aber meine Partie im 40. Zug einstellte. Nachdem meine Zeit dann im 41. Zug fiel, ging’s jedoch erst richtig los: Da war sie wieder, die ›29:__‹!

Anlass jedenfalls für eine erneute 10‑Minuten‑Diskussion – Bei den Gastgebern herrschten unterschiedliche Meinungen zum Thema und mehrfach erschallte der Ruf: »Wäre doch nur Kohlstädt hier!«.

Im Turniersaal hatte Henry sich in der Zwischenzeit sinnvoll betätigt und aus seiner unklaren Stellung ein gewonnenes Bauernendspiel rausgeholt: Der Siegpunkt! Guido bekam dann noch ein Dauerschach vom Gegner geschenkt, während Max und ich noch eine Weile unsere verlorenen Turmendspiele kneteten.

Insgesamt stand also ein wohl leistungsgerechtes 5:3 zu Buche, welches uns schon fast zum Aufstieg reicht. Sollte am nächsten Freitag HSK XVI gegen Marmstorf III gewinnen, wären wir durch. Im umgekehrten Fall könnten wir ein echtes Endspiel gegen die Marmstorfer bestreiten und hätten die Chance, den ersten Platz zu erreichen.

Apropos Diskussionen: Am Ende stand dann noch die Frage, wer alles bei Andreas im Auto die Rückfahrt bestreiten dürfte. Alle Argumente wurden ausgereizt, hatten wir das Diskutieren heute doch schon geübt. Henry’s »Ich habe keine Fahrkarte – nö, ich werde auf keinen Fall mit der Bahn fahren, nee, auf keinen Fall, da weigere ich mich!« wurde vehement genug vorgetragen, um durch Max »Ich schenke dir meine Tageskarte« nicht ausgehebelt zu werden. So hatten Shumon und ich am Ende genug Zeit auf der Rückfahrt mit Bus und Bahn die bereits auf der Finkenwerder‑Rückfahrt besprochenen Themen zu vertiefen.

Gut, dass wir gegen Marmstorf in der letzten Runde einen Heimkampf haben!

(Baldur Schroeter)

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↓
9. Runde
25.06.2010 Königsspringer Hamburg 6 SK Marmstorf 3 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Lutz Meyer 1 : 0
2 Baldur Schroeter Uwe Grove 1 : 0
3 Max Hort Gerhard Dahle ½ : ½
4 Shumon Akram Claus Jark 0 : 1
5 Henry Steinfeldt Stephan Barz : +
6 Andreas Schiffmann Michael Brandt 1 : 0
7 Rolf Falk Susanne Peschke 0 : 1
8 Hermann Müller Nicolai Sakel 0 : 1

25.06.2010 Niendorfer TSV 2 TV Fischbek 3 3 : 5
18.06.2010 Altonaer SK Finkenwerder 2 Langenhorner Schachfreunde 2 1 : 6
18.06.2010 Hamburger Gehörlosen SV Hamburger SK 17 :
25.06.2010 Hamburger SK 16 Hamburger SG BUE 2 5 : 3

Auf Wiedersehen, Kreisliga!

Diese Überschrift könnte für beide Teams gelten, die am heutigen Tag gegeneinander angetreten sind. Während wir schon sicher aufgestiegen waren, ging es für die Marmstorfer in diesem Kampf noch darum, den besten dritten Platz zu belegen und so den Aufstieg zu sichern. Allerdings waren die Gegner ersatzgeschwächt und mussten schauen, ob sie bei uns was reißen konnten.

Der letzte Spieltag sollte sich jedoch auch für uns als sehr schwierig erweisen: Neben uns spielte parallel die Fünfte zuhause, während die Siebte auswärts antrat. Im Vorfeld musste viel getan werden, da alle Teams Ersatzspieler brauchten und aus der Siebten niemand in der Kreisliga aushelfen konnte.

Zunächst schien es, dass wir vollständig antreten könnten (An dieser Stelle schon einmal Dank an Rolf und Hermann!), dann sagte jedoch Henry am Abend vorher krankheitsbedingt ab. Zu siebt und mit zwei Ersatzspielern waren wir also dieses Mal von unserer Bestbesetzung weit entfernt. Der Kampf sollte trotzdem spannend werden.

Die ersten Ergebnisse gab es an den hinteren Brettern. Rolf musste nach einer Königswanderung die Waffen strecken und Hermann gab sein verlorenes Endspiel zu Recht auf. Beim Stand von 0:3 sah es an den anderen Brettern allerdings nicht schlecht aus – bis Shumon unerwartet einfach einen Turm stehen ließ! Auch so etwas passiert eben mal: 0:4 also.

Die Anschlusstreffer erfolgten durch Andreas, der kurzfristig für Darius eingesprungen war und sich nach einem anstrengenden Tag (Vorabend?) mit literweise Cola über Wasser hielt. Nach einem Qualitätsgewinn hatte der Gegner laut Andreas wohl noch einmal Ausgleich geholt – dies allerdings nicht bemerkt und eine Verlustvariante gewählt.

Thomas gewann eine Stellung, in der nicht so viel los war, indem er einfach schneller spielte als sein Gegner und dieser die Zeit fallen ließ. Unsere Aufholjagd sollte ich dann weiterführen: Nachdem ich eine Gewinnstellung verdödelt hatte, konnte ich die hohe gegnerische Zeitnot nutzen, um in ein gewonnenes Endspiel zu gelangen.

3:4 also, und wer spielte noch? – Richtig: Wie so oft durfte Max als Letzter spielen. Auch er hatte schon eine heiße Zeitnotphase hinter sich und auch wenn die gegnerische Stellung keine Angriffspunkte bot, knetete er noch lange, bis er ins Remis einwilligte. Erlösend natürlich für die Marmstorfer, die damit den Aufstieg in letzer Sekunde ebenfalls geschafft hatten.

Beliebt im letzten Bericht: Die Spielereinzelkritik, die auch hier nicht fehlen soll.

1) Thomas: Unsere ›Wand‹ an Brett 1. Ließ in dieser Saison nur einen halben Brettpunkt liegen (inklusive Ersatzeinsätze)! Auch wenn die Stellungen zwischenzeitlich oft kritisch aussahen, hat es am Ende immer gereicht. Er wird wahrscheinlich in der nächsten Saison in einer deutlich höheren Liga spielen.

2) Baldur: Ich bin mit meiner schachlichen Leistung nicht zufrieden, da ich einige Chancen leichtfertig liegen ließ. Aber es kommen auch wieder andere Zeiten … ;-)

3) Guido: Spielte nicht so häufig, aber dann ganz gut.

4) Max: Hatte oft richtig schön lange Kampfpartien: Für sein Schachspiel hat sich die Saison sicher gelohnt. Dabei kam auch die Punkteausbeute nicht zu kurz.

5) Shumon: Bis auf den Patzer in der letzen Runde ist seine Weste makellos. Dabei halfen allerdings auch die Gegner kräftig mit: In der nächsten Saison wird es härter werden!

6) Henry: Gewann einige Male aus der Eröffnung heraus. Für ihn gilt wie für Shumon: Brett 6 (5) in der Kreisliga war zu niedrig für ihn. Mal schauen, wie es dann in der Bezirksliga laufen wird.

7) Darius: Spielte in der zweiten Saisonhälfte locker auf und nutzte mit bedingungslosem Angriffsschach die taktischen Schwächen der Gegner aus. Das hätte eigentlich nicht immer funktionieren können, aber so läuft halt Hobbyschach.

8) Andreas: Auch Andreas suchte häufig taktisch anspruchsvolle, offene Stellungen. Dabei verlor er nur eine Partie und kann sehr zufrieden mit seinem Gesamtergebnis sein.

Bei allen Stamm‑ und Ersatzspielern bedanke ich mich für eine schöne Saison 2010!

(Baldur Schroeter)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/10-ksh6.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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