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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 5 · Kreisliga C 2010
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Königsspringer Hamburg 5 8 7 56,5 18
2. Hamburger SK 20 5 6 7 5 44,5 14
3. Hamburger SK 21 ½ 3 6 4 5 4 39,0 12
4. SV Eidelstedt 3 4 6 4 35,0 10
5. Barmbeker SK 5 2 2 4 4 5 34,0 8
6. Pinneberger SC 4 1 4 4 4 2 4 31,5 8
7. Schachfreunde Hamburg 5 2 4 6 6 37,5 7
8. Volksdorfer SK 3 0 3 26,5 6
9. SC Rösselsprung 4 4 4 29,0 5
10. Schachfreunde Wedel 2 1 3 3 2 26,5 2
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Spieler
KSH
5
Mannschaftsführer:
Marco Hanssen
A H A H A H A H A
WED
2
VDF
3
HSK
20
RSP
 
BBK
5
SVE
3
SFR
5
HSK
21
PIN
4
41 Rosien, Thomas 1 + ½ ½ 0 ½ 1 ½ ½
42 Seifer, Gregor 1 +   1        
43 Meyer‑Plückthun, Joachim ½                
44 Carl, Jan‑Frederik   + ½ 1 ½ 1   1 1
45 Hanssen, Marco ½ + 0 ½ ½   0 1 ½
46 Schönfisch, Norbert 1 + 1 1 1 1 1 1 ½
47 Bongartz, Florian 1 + ½ 1 1 1 1 + 1
48 Prottengeier, Jens   + 1            
48a Lohse, Marc 1 + 1 + 1 1 1 1 1
49 Schierholz, Sonja                  
65 Blohm, Sebastian       ½   ½ 0    
71 Gette, Viktor 1   1     1      
74 Carl, Dieter             0 1  
75 Bierwald, Martin         ½ ½      
84 Vrana, Jan         1     1 1
85 Böttcher, Michael             ½    
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1. Runde
11.01.2010 Schachfreunde Wedel 2 Königsspringer Hamburg 5 1 : 7
19:00 Uhr, Christuskirche Schulau (Gemeindezentrum), Feldstr. 32–36, 22880 Wedel

1 Andre Vexler Thomas Rosien 0 : 1
2 Werner Kreisz Gregor Seifer 0 : 1
3 Michael Scheinpflug Joachim Meyer‑Plückthun ½ : ½
4 Michael Schwarz Marco Hanssen ½ : ½
5 Michael Lutz Norbert Schönfisch 0 : 1
6 Günter Löschmann Florian Bongartz 0 : 1
7 Alexander Klinkow Marc Lohse 0 : 1
8 Friedrich Möhl Viktor Gette 0 : 1

22.01.2010 Hamburger SK 20 Hamburger SK 21 5 : 3
19.01.2010 Barmbeker SK 5 SV Eidelstedt 3 :
14.01.2010 Schachfreunde Hamburg 5 SC Rösselsprung :
21.01.2010 Pinneberger SC 4 Volksdorfer SK 3 :

Bericht

Zur ersten Runde der neuen Saison führte uns der Weg nach Wedel. Erinnerungen werden wach und zwar an grausige Uhrzeiten, zu denen man erst wieder zu Hause ist. Dieses Mal allerdings waren genug Autos vorhanden und auch dauerte der Kampf nicht so lange, wie befürchtet.

Doch nun zum Kampf. Für Jens war sehr kurzfristig Viktor eingesprungen, meinen Dank dafür. Der Kampf begann gleich erst einmal mit einem kleinen Schrecken, als Thomas’ Gegner Albins Gegengambit spielte und Thomas nicht die beste Fortsetzung wählte. Genau genommen hätte er hier (ca. 19:30 Uhr) bereits verlieren müssen.

Der Schrecken saß allen tief in den Knochen, die Wirkung allerdings war eine positive. Viktor an Brett 8 stand von Beginn an gut und konnte schnell Materialvorteile für sich verbuchen. Norbert hatte auch schnell eine Figur mehr, wie sich aber in der späteren Analyse zeigte, hätte der Gegner bei genauem Spiel die Figur mit Zinsen zurückbekommen. Hier hatten wir also ein wenig Glück. Marc an Brett 7 spielte den nominell stärksten Wedeler schnell an die Wand und gewann mit mehreren Taktiken viel Material und auch die Partie. Das war etwa gegen 20:00 Uhr. Fast zeitgleich sah sich auch Norberts Gegner gezwungen, die Partie aufzugeben, sodass wir sehr schnell mit einer komfortablen 2:0‑Führung spielen konnten.

Nun begann wirklich alles für uns zu laufen. Gregors Gegner opferte eine Figur für drei Bauern, aber der Mattangriff blieb aus und Gregor begann nun, die Minusbauern einen nach dem anderen einzusammeln. Thomas’ Gegner machte einen weiteren ungenauen Zug, woraufhin auch Thomas seine Stellung wohl halten können würde, zudem mit Mehrfigur. Währenddessen erhöhte Viktor auf 3:0.

Eine Stunde später hatte Thomas seine Position konsolidiert und spielte auf Gewinn, genauso wie Gregor. Joachim und ich hatten beide aussichtsreiche Positionen und je einen Mehrbauern. Einzig bei Florian war ich mir nicht sicher, wer eigentlich besser stand.

Im Turmendspiel habe ich mich leider von dem sehr schnellen Spielstil meines Gegners anstecken lassen und meine klar gewonnene Stellung noch ins Remis verdaddelt. Ich wollte aber noch nicht in die Punkteteilung einwilligen, da mein Gegner ja noch Fehler bei der Verteidigung machen konnte. Als dann auch noch Gregor mit einer Springergabel den Gegner zur Aufgabe zwang und Florian durch einen Figurengewinn auf 5:0 erhöhte, willigte ich dann doch ins Remis ein.

Der Mannschaftssieg war sicher. Etwa zu diesem Zeitpunkt kann noch Schlachtenbummler Günter vorbei. Leider war der Kampf hier schon gelaufen, sodass es nicht mehr wirklich spannend war. Einzig die Höhe des Sieges war unklar.

Joachim hat es genau wie ich geschafft, seinen Gewinn zu verspielen, aber Thomas hat eine bereits verloren geglaubte Partie letztendlich doch noch gewonnen. Dennoch darf er fürs »Nicht‑kennen« von Albins Gegengambit zur Strafe für diese Runde keinen Bericht schreiben. Am Ende ein verdienter, wenngleich etwas zu hoher 7:1‑Auftakterfolg.

Sehr gefallen hat mir die Stimmung in der Mannschaft. Mit solch einer geschlossenen Leistung und einer leichten Verbesserung in den wichtigen Situationen sollten noch viele Erfolge folgen. Ich freue mich schon auf den nächsten Kampf mit dieser Truppe.

(Marco Hanssen)

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2. Runde
29.01.2010 Königsspringer Hamburg 5 Volksdorfer SK 3 8 : 0
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Hubert Reimann + :
2 Gregor Seifer Harald Senft + :
3 Jan‑Frederik Carl Peter Benthack + :
4 Marco Hanssen Rolf Brüggemann + :
5 Norbert Schönfisch Karl‑Heinz Schröder + :
6 Florian Bongartz Herwig Zillen + :
7 Jens Prottengeier Andreas Zwicknagl + :
8 Marc Lohse Rolf Becker + :

26.01.2010 SC Rösselsprung Pinneberger SC 4 4 : 4
01.02.2010 SV Eidelstedt 3 Schachfreunde Hamburg 5 6 : 2
29.01.2010 Hamburger SK 21 Barmbeker SK 5 6 : 2
25.01.2010 Schachfreunde Wedel 2 Hamburger SK 20 3 : 5

Das gab’s noch nie!

Ungefähr eine Stunde vor dem vereinbarten Spieltermin sagt Volksdorf ab. Das Schneetreiben sei zu dicht. Unser Angebot, später zu beginnen, wird abgelehnt. Vielleicht protestieren sie mit dieser Aktion dagegen, als Mannschaft aus Hamburgs Osten – und damit eigentlich der D‑Staffel zugeordnet, die jedoch mit der eigenen Vierten besetzt ist – in der West‑Staffel zu spielen und auch noch die weitesten Auswärtsreisen erwischt zu haben. In Pinneberg waren sie schon, nach Eidelstedt und Wedel müssen sie noch. Darüber könnten die Verantwortlichen seitens des Hamburger Schachverbands mal nachdenken, aber nicht über die Volksdorfer Forderung, die Begegnung irgendwann nachzuholen. Damit sind wir nämlich nicht einverstanden. Alle haben ihre Terminplanung darauf abgestimmt, heute Abend Schach zu spielen und einige ebenfalls eine längere Anfahrt hinter sich. Nach einer Stunde wird das kampflose Ergebnis gemeldet.

(Thomas Rosien)

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3. Runde
12.02.2010 Hamburger SK 20 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Wilfried Rühr Thomas Rosien ½ : ½
2 Ricardo Quibael Jan‑Frederik Carl ½ : ½
3 Manfred Mumme Marco Hanssen 1 : 0
4 Werner Haak Norbert Schönfisch 0 : 1
5 Klaus von Bargen Florian Bongartz ½ : ½
6 Wilhelm Graffenberger Jens Prottengeier 0 : 1
7 Stanislaw Frackowiak Marc Lohse 0 : 1
8 Nedzad Ramic Viktor Gette 0 : 1

09.02.2010 Barmbeker SK 5 Schachfreunde Wedel 2 5 : 3
11.02.2010 Schachfreunde Hamburg 5 Hamburger SK 21 :
11.02.2010 Pinneberger SC 4 SV Eidelstedt 3 4 : 4
10.02.2010 Volksdorfer SK 3 SC Rösselsprung :

Ein wichtiger Schritt Richtung Bezirksliga

In der dritten Runde erwartete uns mit dem HSK 20 eines der stärksten Teams in dieser Gruppe. Hier galt es unbedingt zu punkten, da es gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten ging. Wir mussten auf Gregor verzichten, der in Absprache mit Markus Langmann in der vierten Mannschaft aushelfen sollte.

Durch frühzeitige Zusagen der anderen Spieler konnte ich relativ schnell acht Spieler zusammenbekommen. Mein Dank geht abermals an Viktor, der sich als Reservespieler zur Verfügung stellte.

Der Kampf begann auf unserer Seite nur zu siebt, da Jan noch auf sich warten ließ. Ich muss gestehen, dass mich das Warten bis etwa 19:50 Uhr doch arg nervös machte.

Nach der ersten Stunde hatte Norbert bereits eine solide Mehrfigur und der ganze Punkt würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Thomas hatte einen Mehrbauern, aber eine komplizierte Stellung zu verwalten. Jens stand solide, Marc spielte auf Angriff, Florians Position vermochte ich nicht einzuschätzen und Viktor hatte eine Mehrfigur, stand aber arg unter Angriffsdruck mit dem König in der Mitte.

Kurz darauf brachte Norbert uns in Führung. Florian fragte, ob er remis anbieten dürfe und ich willigte ein. Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als ob Viktor dem Angriffsdruck standhalten würde. Jens hatte auch einen Bauern mehr, sodass ich hier mit mindestens 1,5 Punkten rechnete.

Als Jan ein Angebot zur Punkteteilung bekam, fragte er, ob er annehmen könne. Ich bejahte das, was Jan allerdings nicht dazu veranlasste, anzunehmen. Hierüber habe ich mich ziemlich gewundert, da es doch gut für uns aussah und der halbe Punkt eher uns half.

Thomas geriet nun zusehends in Zeitnot und auch meine Stellung wurde unklar. Ich hatte Raumvorteil, mein Gegner aber das Läuferpaar, was, wie sich noch zeigen sollte, den Unterschied ausmachte.

Etwa gegen halb zehn sah die Stellung von Viktor nicht mehr schön aus. Er hatte eine Qualität gegen zwei Bauern, aber die Figuren des Gegners harmonierten doch deutlich besser. Hier musste nun mit einer Niederlage gerechnet werden. Thomas’ Zeitnot wurde akut und meine Stellung schwer zu verteidigen. Jan bot seinerseits nun remis, was der Gegner richtigerweise ablehnte. Jan hatte den schlechten Läufer gegen den guten Springer des Gegners. Hier wäre ich mit einem 4:4 hochzufrieden gewesen, da einzig Jens solide stand und Materialvorteil hatte.

Irgendwie ist es Viktor dann aber doch gelungen, das Blatt nochmals zu wenden. Er tauschte einen Turm und drohte daraufhin einen Bauer nach dem anderen abzuholen. Wenig später folgte das 2,5:0,5. Thomas schaffte die Zeitkontrolle so eben gerade auf Kosten seines Mehrbauern und tauschte auch die Türme ab. Im Damenendspiel mit d‑ bis h‑Bauern auf beiden Seiten genügte ein letzter aktiver Zug für den halben Punkt. Skurril hierbei war, das Thomas mit eben diesem Zug remis bot, sein Gegner es aber wohl nicht hörte und selbst mit seinem Antwortzug remis bot.

Auch Jan verteidigte sich genau und konnte den halben Punkt sichern. Ich machte zwei schwache Züge in Folge, worauf meine Stellung nicht mehr zu halten war. Mein Gegner übersah hier sogar ein 4‑zügiges Matt (wahrscheinlich als Einziger im Raum). Das Schlimme war, das selbst nach einem Nullzug des Gegners das Matt nicht mehr abzuwenden war, sodass ich die Hand rüber reichte. In diesem Moment gewann Marc, der Zwischendurch matt drohte, was nur durch Figurenverlust abzuwenden war. Mit der Mehrfigur hat Marc es dann mal wieder souverän gewonnen. Er ist eine echte Verstärkung für das Team.

Der Mannschaftssieg war gesichert, einzig Jens würde nun über die Höhe entscheiden. Eine Stunde später, nach zähem Endspiel und wohl einigen ausgelassenen Chancen auf beiden Seiten stand der 5,5 zu 2,5 Sieg fest.

Einige von uns blieben noch, um den Ausgang des Kampfes unserer vierten Mannschaft zu verfolgen. Der Kampf wurde leider mit 3 zu 5 verloren, dabei aber die wohl schlechteste Blitzphase aller Zeiten zwischen Frank Riedel und Andreas Albers gespielt. Aber darüber lesen wir vielleicht im Bericht der Vierten.

Ich freue mich schon auf den nächsten Kampf gegen Rösselsprung am 5. März. Vielleicht gelingt mir auch mal ein ganzer Punkt, damit ich auch mal was zu den Mannschaftspunkten beitrage.

(Marco Hanssen)

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4. Runde
05.03.2010 Königsspringer Hamburg 5 SC Rösselsprung :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Arnold Paeske ½ : ½
2 Gregor Seifer Dr. Martin Kruse 1 : 0
3 Jan‑Frederik Carl Alf Ertelt 1 : 0
4 Marco Hanssen Jürgen Evers ½ : ½
5 Norbert Schönfisch Jürgen Kröger 1 : 0
6 Florian Bongartz Dietrich Still 1 : 0
7 Marc Lohse Dieter Köhler + :
8 Sebastian Blohm Robert Schnellert ½ : ½

22.02.2010 SV Eidelstedt 3 Volksdorfer SK 3 :
05.03.2010 Hamburger SK 21 Pinneberger SC 4 4 : 4
22.02.2010 Schachfreunde Wedel 2 Schachfreunde Hamburg 5 2 : 6
05.03.2010 Hamburger SK 20 Barmbeker SK 5 6 : 2

Leicht und locker

Rösselsprung stellt uns nicht vor allzu große Probleme. Ich hatte sie – offen gestanden – stärker in Erinnerung. Da sie zudem nicht komplett sind, führen wir nach einer Stunde mit 1:0. Marc kann sich in aller Ruhe das Spielgeschehen ankucken.

Zunächst sieht es nicht ganz so gut aus, als Sebastian ohne Kompensation eine Figur verliert. Norbert hat dafür plötzlich eine Figur gewonnen und sein Gegner gibt schnell auf.

Jan‑Frederik nutzt den Vorteil des Läuferpaars und schafft sich einen ganz entfernten Freibauern. Dagegen ist nichts zu machen. 3:0.

Gregor hat seine Partie vollkommen im Griff. Es sieht so einfach aus, wie er seine positionelle Überlegenheit verwertet und mehrere Bauern gewinnt. 4:0.

Sebastian schafft es, seine Partie remis zu halten und sichert uns den Mannschaftssieg.

Ich selbst habe zwar auch das Läuferpaar, aber die Stellung ist geschlossen und beide haben wir nach 15 Zügen auch noch nicht rochiert. Mein Remisangebot wird angesichts des deutlichen Spielstands angenommen.

Florian hat seinen Gegner dank dessen tatkräftiger Unterstützung noch aus der Eröffnung heraus überspielt und es gelingt ihm leicht und locker, in ein Bauernendspiel mit zwei Mehrbauern überzuleiten. 6:1.

Zum Schluss spielt noch Marco, der zwischendurch für kurze Zeit einen Bauern weniger hatte. Am Ende ein stellungs‑ und vermutlich auch leistungsgerechtes Remis.

Noch vor elf steht der deutliche Sieg fest, nach dem wir weiter mit weißer Weste an der Tabellenspitze stehen.

(Thomas Rosien)

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5. Runde
06.04.2010 Barmbeker SK 5 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, Stadtteilzentrum ›BARMBEK°BASCH‹, Wohldorfer Str. 30, 22081 Hamburg

1 Harald Ludewig Thomas Rosien 1 : 0
2 Dejan Lazic Jan‑Frederik Carl ½ : ½
3 Oliver Hinz Marco Hanssen ½ : ½
4 Hugo Baier Norbert Schönfisch 0 : 1
5 Lars Jantzen Florian Bongartz 0 : 1
6 Tiago Costa Marc Lohse 0 : 1
7 Srdjan Novovic Martin Bierwald ½ : ½
8 Jascha Sobirey Jan Vrana 0 : 1

25.03.2010 Schachfreunde Hamburg 5 Hamburger SK 20 :
18.03.2010 Pinneberger SC 4 Schachfreunde Wedel 2 :
31.03.2010 Volksdorfer SK 3 Hamburger SK 21 3 : 5
23.03.2010 SC Rösselsprung SV Eidelstedt 3 4 : 4

Starke Bretter 5–8 sichern den Sieg

Die fünfte Runde führte uns zu Barmbek, einer Mannschaft, die bisher gegen die vermeintlich stärkeren Teams gespielt hat und daher mit nur 2 Punkten da steht.

Wir mussten auf Gregor und Jens verzichten, dafür konnten Martin und Jan (Vrana) verpflichtet werden.

Da unsere Reserve bisher immer gut gepunktet hat, machte ich mir auch dieses Mal keine Sorgen. Die Reserve würde, wie gewohnt, Punkte beisteuern.

Nach der ersten Stunde zeichnete sich bei Bongo eine wilde Partie ab, Marc und Jan hatten jeweils einen Bauern mehr. Die übrigen Partien hielten sich die Waage.

Gegen 9 Uhr begann die kritische Phase des Kampfes. Thomas hatte wohl einen Bauern für aktives Spiel gegeben, was sich scheinbar nicht rentierte. Kurze Zeit später fand er sich in einem Figurenendspiel mit 2 Minusbauern wieder.

Jans (Carl) Gegner stand schon recht verdächtig, schmiss dann aber alle Figuren gegen die Königsstellung und es entstand eine sehr unübersichtliche Stellung mit einem Springer auf f7 und zwei Läufern auf h7 und h6.

Hier rechnete ich nicht mehr mit Punkten. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass wir als Verlierer »vom Platz« gehen würden. Zu stark haben sich die hinteren Bretter bisher gezeigt.

Kurze Zeit später konnte Norbert eine Figur gewinnen und den ersten ganzen Punkt verbuchen.

Thomas konnte sich in ein Turmendspiel mit nur einem Minusbauern retten, was aber immer noch nicht angenehm zu spielen war.

Ich gab einen Bauern für aktives Spiel am Damenflügel und rechnete mir durchaus Chancen auf den ganzen Punkt aus.

Marc gewann einen zweiten Bauern und bald darauf die Partie. Nur wenige Minuten später übersah Bongos Gegner eine Taktik und gab mit einem Turm weniger auf.

Kurz vor zehn Uhr konnte Thomas sein Endspiel nicht mehr halten und verlor. Auch die Stellung von Jan (Carl) war höchstwahrscheinlich für ihn verloren.

Martin hatte ein Springerendspiel mit einem Mehrbauern erreicht und wollte remis machen; ich bat ihn jedoch, es noch weiter zu versuchen.

Mein Druck am Damenflügel erwies sich leider als nicht so stark, wie ich gehofft hatte, sodass die Wiederherstellung des materiellen Gleichgewichtes alles war, was ich vorweisen konnte. Kurz darauf bot mir mein Gegner im Doppelturmendspiel bei recht symmetrischer Bauernstellung remis, was ich annahm.

3,5 zu 1,5 mit zwei guten und einer schlechten Stellung sollten doch reichen.

Martin gewann sogar noch einen zweiten Bauern, allerdings auf Kosten seiner Bauernstruktur. Jan (Vrana) quälte seinen Gegner noch etwas, bevor er einen der vielen Ausmacher zog. Der Mannschaftssieg war erreicht.

Jan (Carl) hatte es irgendwie geschafft, die Damen zu tauschen und mit 1–2 Figuren für diverse Bauern zu überleben. Wie, ist mir ein Rätsel, aber sei es drum.

Martin stellte einen Bauern wieder ein und spielte letztendlich doch remis. Er hätte den ganzen Punkt aber verdient gehabt.

Auch Jan (Carl) einigte sich mit seinem Gegner auf remis und somit stand am Ende ein fast nie gefährdeter 5,5 zu 2,5 Sieg fest.

Sehr erfreulich war, dass gleichzeitig die 3. Mannschaft ebenfalls gewann (4,5 zu 3,5) und es ein rundum gelungener Abend war.

Meinen Dank an die Reserve, die sich sehr kurzfristig bereit erklärte, zu spielen.

Nächste Runde werde ich das Amt des Mannschaftsführers an Thomas abgeben, die Aufstellung aber noch selbst organisieren.

Gegen Eidelstedt habt Ihr dann die Chance, bereits fast alles klar zu machen. Ich werde mir die Ergebnisse online anschauen und hoffentlich zufrieden sein.

Weiterhin viel Spaß und Erfolg!

(Marco Hanssen)

↑
↓
6. Runde
23.04.2010 Königsspringer Hamburg 5 SV Eidelstedt 3 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Georg Welz ½ : ½
2 Jan‑Frederik Carl Andreas Lüthje 1 : 0
3 Norbert Schönfisch Herbert Wölfler 1 : 0
4 Florian Bongartz Wolfgang Bremer 1 : 0
5 Marc Lohse Jonathan Bühler 1 : 0
6 Sebastian Blohm Alexander Duhme ½ : ½
7 Viktor Gette Berthold Schmidt 1 : 0
8 Martin Bierwald Tim‑Joakim Manow ½ : ½

16.04.2010 Hamburger SK 21 SC Rösselsprung 4 : 4
12.04.2010 Schachfreunde Wedel 2 Volksdorfer SK 3 :
23.04.2010 Hamburger SK 20 Pinneberger SC 4 7 : 1
13.04.2010 Barmbeker SK 5 Schachfreunde Hamburg 5 4 : 4

Tabellenführung behauptet

Die Wahrheit ist, dass wir selbst bei einer 0:8‑Niederlage noch einen halben Brettpunkt vor den Eidelstedtern bleiben würden. Vom Tabellenstand her verspricht das Duell mit dem ersten Verfolger trotzdem spannend zu werden, zumal wir einige Stammspieler ersetzen müssen. Kurzfristig wird neben Viktor und Martin aus der Achten auch noch Sebastian aus der Siebten verpflichtet. Diese spielt zwar gleichzeitig, ist aber trotzdem komplett, weil all unsere jungen Hoffnungsträger antreten können. Ich vertrete Marco als Mannschaftsführer und befürchte, dass uns ein harter Kampf bevorstehen wird. Der Spielbericht verdeutlicht aber, wie sehr man sich doch irren kann:

Noch während der Eröffnungsphase erlebt Jan‑Frederik eine kurze Schrecksekunde, als der Gegner eine kleine Taktik auspackt und wenigstens einen Bauern gewinnt. Gleich danach stellt dieser aber auch eine Figur ein und gibt schnell auf.

Als ich mich zur nächsten Runde aufmache, hat Marc bereits eine Figur mehr und wenig später gewonnen. Nach noch nicht mal einer Stunde steht es bereits 2:0 für uns.

Florian erhöht auf 3:0, als er einen ambitionierten Königsangriff aufzieht und Material gewinnt.

Zu diesem Zeitpunkt (gegen neun) haben wir den deutlichen Sieg bereits vor Augen (sprich: auf den Brettern). Norbert und Viktor stehen deutlich besser. Da geht es in Ordnung, dass Martin und ich remis machen. Sebastian sichert uns anschließend mit seinem Halben den Mannschaftssieg.

Norbert lässt seinem Gegner keine Chance und sammelt Bauer um Bauer ein. Gegen zuletzt drei verbundene Freibauern ist kein Kraut gewachsen.

Viktor spielt am längsten, was aber hauptsächlich daran liegt, dass sein Gegner sich mit dem Aufgeben sehr viel Zeit lässt. Die Stellung ist schon lange gewonnen.

Gegen zehn ist aber auch die letzte Partie beendet und ein weiterer deutlicher Sieg steht zu Buche. Marco wird stolz auf uns sein.

(Thomas Rosien)

↑
↓
7. Runde
06.05.2010 Schachfreunde Hamburg 5 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, Dreifaltigkeitskirche (Gemeindehaus), Horner Weg 17, 20535 Hamburg

1 Karl‑Heinz Meidlein Thomas Rosien 0 : 1
2 Detlef Schweigert Marco Hanssen 1 : 0
3 Peter Weidmann Norbert Schönfisch 0 : 1
4 Michael Meyer Florian Bongartz 0 : 1
5 Harald Bruck Marc Lohse 0 : 1
6 Volker Bobzin Sebastian Blohm 1 : 0
7 Rudolf Kock Dieter Carl 1 : 0
8 Wilfried Schmidt Michael Böttcher ½ : ½

06.05.2010 Pinneberger SC 4 Barmbeker SK 5 4 : 4
28.04.2010 Volksdorfer SK 3 Hamburger SK 20 :
04.05.2010 SC Rösselsprung Schachfreunde Wedel 2 :
26.04.2010 SV Eidelstedt 3 Hamburger SK 21 :

Ein unverdienter Sieg oder: Das Glück ist mit den Tüchtigen

Die siebte Runde führte uns zu den Schachfreunden. Trotz vieler Absagen war es mir dank rechtzeitiger Planung und etwas Glück möglich, eine anständige Mannschaft aufzustellen. Für Gregor, Jan und Jens spielten Sebastian, Dieter und Mike. Von unserer Mannschaft erhoffte ich mir einen Sieg, was bei der Ausgeglichenheit der Gegner zumindest nicht einfach werden würde. Um kurz nach halb acht waren wir komplett.

An den meisten Brettern war noch nicht viel los, lediglich bei mir und Florian ergaben sich jetzt schon interessante Stellungen. Mein Gegner hatte einen Bauern für Initiative geopfert, Florian hatte in seiner Eröffnung die Züge vertauscht und musste auf 6. Dh5+ den König ziehen.

Gegen neun Uhr hatte Florian bereits einen Bauern weniger in einer total unübersichtlichen und wahrscheinlich schlechten Stellung. Thomas zog einen Angriff gegen den gegnerischen König auf, was gut aussah. Marc hatte bereits durch einen weit vorgerückten Bauern am Damenflügel eine Qualität gewonnen und spielte auf Sieg. Norbert schien mir leicht besser zu stehen, Mike etwas schlechter.

Von Dieters Partie habe ich nicht so viel mitbekommen. Irgendwann war Material und damit auch der Punkt weg. Mike erreichte kurze Zeit später das bereits im Vorfeld angestrebte Remis.

Sebastians Gegner gab die Dame für beide Türme und es entstand eine unklare Stellung, in der sich Sebastian nicht wohl zu fühlen schien. Ich hatte meinen Mehrbauern zurückgegeben, um mich vom gegnerischen Druck etwas zu befreien, was mir aber nur zum Teil gelang.

Etwa gegen zehn Uhr gewann Marc, jedoch verlor Sebastian, sodass wir mir 1,5:2,5 in Rückstand gerieten. Norbert hatte einen Bauern weniger, dafür aber einen gefährlichen Freibauern auf der sechsten Reihe in einem Schwerfigurenendspiel. Hier war noch alles drin. Thomas’ Angriff gegen den König führte nicht, wie erhofft, zum Matt. Aber Thomas konnte einen Bauern einheimsen und auch die Qualität gewinnen. Der Gewinn schien nur eine Frage der Zeit. Ich konnte mich nicht richtig befreien und fand mich kurz vor der Zeitnot in einem schlechten Endspiel mit T+T+S gegen T+T+L wieder. Florian hatte bereits zwei Bauern weniger, keine Stellung und kaum noch Zeit.

Norbert gab einen zweiten Bauern, tauschte die Türme, zog seinen Freibauern voran und zwang den Gegner in eine passive Verteidigungsstellung. Ein schwacher Zug genügte, und Norbert konnte sich eine zweite Dame holen. Nach einigen Racheschachs geriet der Gegner selbst ins Schach und zog erneut die Dame. Nach dem Hinweis, dass er im Schach stände, gab er auf.

Florian schaffte die Zeitkontrolle mit gefühlten fünf Sekunden auf der Uhr. Seine Stellung war allerdings kaum noch spielenswert. Er hatte eine Qualität mehr, der Gegner jedoch vier Bauern dafür; zwei davon: verbundene Freibauern.

Mir gelang es, einen Turm zu tauschen, leider auf Kosten eines Bauern, sodass mein Gegner einen gefährlichen Freibauern auf d6 hatte. Thomas gewann indes, da sein Mehrbauer, von den übrigen Figuren unterstützt, sich anschickte, eine neue Dame zu werden.

Was bleibt also? Eine 3,5:2,5‑Führung und zwei schlechte Stellungen.

Jetzt kommt eben das zum Tragen, was ich anfangs erwähnte, nämlich: Das Glück ist mit den Tüchtigen. Weder Florian noch ich dachten daran, die Partien verloren zu geben, und so wurde bis weit in die fünfte Stunde gekämpft.

Mir gelang es, mittels einer Taktik den gefährlichen Freibauern zu tauschen und auch die Leichtfiguren vom Brett zu bekommen. Im Turmendspiel mit einem gegen zwei Bauern machte ich mir Hoffnung auf den halben Punkt.

Florian hatte es geschafft, einen Turm gegen die beiden Leichtfiguren des Gegners zu tauschen. Jetzt hatte er immerhin bereits eine Figur gegen vier Bauern. Also hatte es sich hier auch schon bezahlt gemacht, weiter zu spielen.

Florian musste auf etliche Schachs und Bauernvorstöße noch genau reagieren, um nicht doch noch zu verlieren. Mein Turmendspiel erwies sich als verloren, da mein König zu weit abgeschnitten war. Mein Remisangebot wurde zu Recht abgelehnt. Florian ließ nichts mehr anbrennen und holte einen Bauern nach dem anderen ab. Am Ende, als beide Spieler unter fünf Minuten hatten, wurde der Rest runtergebitzt. T+L+Randbauer mit dem Umwandlungsfeld der Läuferfarbe bedeuteten den Sieg. So konnte ich getrost aufgeben und mich dennoch über den 4,5:3,5‑Sieg freuen.

Besonders gefreut hat mich das Remis von Mike, was letztendlich mit ausschlaggebend für den Sieg war.

Nun, Ihr mögt selbst urteilen, ob es ein unverdienter Sieg war oder ob das Glück am Ende doch dem (den) Tüchtigen hold ist.

In diesem Sinne freue ich mich jetzt schon auf den Kampf gegen den HSK. Da wollen wir nochmal mit einer Hammertruppe an den Start gehen.

Ich erwarte Eure Unterstützung.

(Marco Hanssen)

↑
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8. Runde
11.06.2010 Königsspringer Hamburg 5 Hamburger SK 21 : ½
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Martin Hoos ½ : ½
2 Jan‑Frederik Carl André Fack 1 : 0
3 Marco Hanssen Olaf Voss 1 : 0
4 Norbert Schönfisch Andreas Kölblin 1 : 0
5 Florian Bongartz Astrid von Holten + :
6 Marc Lohse Werner Krause 1 : 0
7 Dieter Carl Arthur Hofmeier 1 : 0
8 Jan Vrana Moritz Gadewoltz 1 : 0

31.05.2010 Schachfreunde Wedel 2 SV Eidelstedt 3 :
11.06.2010 Hamburger SK 20 SC Rösselsprung :
25.05.2010 Barmbeker SK 5 Volksdorfer SK 3 :
03.06.2010 Schachfreunde Hamburg 5 Pinneberger SC 4 6 : 2

Aufstieg in Siebeneinhalbmeilenstiefeln

Im Vorfeld dieser für den Aufstieg entscheidenden Begegnung, bei der es für unsere Gegner – und im sehr ungünstigen Fall auch für uns – wenigstens darum geht, bester Dritter aller Kreisliga‑Staffeln zu werden, lassen Gerüchte vermuten, dass beide Mannschaften kräftig aufrüsten wollen. Die Aufstellungen zeugen davon, dass entsprechende Bemühungen nicht besonders erfolgreich gewesen sein können. Der HSK ist nur zu siebt und lässt die Spitzenbretter zu Hause (oder wo auch immer – beim Public‑Viewing vielleicht). Florian erlebt einen entspannten Freitagabend.

Nach einer Stunde führen wir mit 1:0 und Marc und Jan V. haben bereits Materialvorteil. Jan‑Frederik versucht, einen Angriff aufzuziehen. Nach meinem Gefühl steht er aber keinesfalls gut, und der Gegner scheint durchaus nicht chancenlos zu sein. Da gibt dieser wie aus heiterem Himmel auf. Er hat anscheinend noch etwas anderes vor.

Jan V. besorgt das 3:0 und sichert uns damit den Aufstieg, da wir aufgrund der bereits erzielten Brettpunkte nicht mehr vom zweiten Platz verdrängt werden können. Wir wollen noch mehr!

Norbert behält seine weiße Weste und erhöht auf 4:0.

Ich habe einen Bauern mehr, muss mich aber um meinen unrochierten König kümmern, schon übersehe ich etwas und gerate schwer unter Beschuss. Das wird Material kosten. Dankenswerterweise lässt er mich mit nur zwei Bauern weniger und ungleichfarbigen Läufern noch am Leben. Als er kurz darauf einen seiner Springer ungünstig am Rand postiert, sodass ich drohe, ihn mit meinem König abzuholen, biete ich remis an. Diese Partie noch zu gewinnen, habe ich nicht verdient. Eine günstige Gelegenheit aber, den Mannschaftssieg sicherzustellen. Er überlegt jedoch so lange, dass inzwischen Marc das 5:0 erzielt.

Bei Marco hat sich früh ein gegnerischer Läufer auf h7 verirrt, der im geeigneten Zeitpunkt mittels g6 gefangen wird und sich gegen zwei Bauern opfern muss. Problemlos wickelt Marco anschließend ins leicht gewonnene Endspiel ab. Sein erster Sieg für unsere Mannschaft – endlich!

Jetzt spielt nur noch Dieter – und wie! Druckvolles Bauern‑ und Figurenspiel schafft Raumvorteil und schnürt den Gegner zunehmend ein. Bald hat Dieter eine Qualität gewonnen. Und er lässt nicht locker: Die Schwerfiguren besetzen die offenen Linien in der ansonsten geschlossenen Stellung. Des Gegners Läufer deckt nur die eigenen Bauern und wird schließlich von Dame und Turm zur Strecke gebracht. Einwandfrei!

Nach diesem grandiosen Sieg über den Tabellendritten unserer Staffel haben wir jetzt 51 Brettpunkte und damit nach beendeten acht Runden der diesjährigen HMM mehr als jede andere Mannschaft. Für ein erspieltes 8:0 hat es wieder nicht gereicht. Wer weiß, was wäre, wenn … (… Volksdorf zur zweiten Runde angetreten wäre).

(Thomas Rosien)

↑
↓
9. Runde
25.06.2010 Pinneberger SC 4 Königsspringer Hamburg 5 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Dietrich Grothkopp Thomas Rosien ½ : ½
2 Siegfried Tornier Gregor Seifer + :
3 Dr. Alexander Marx Jan‑Frederik Carl 0 : 1
4 Joachim Kaland Marco Hanssen ½ : ½
5 Christian Stoephasius Norbert Schönfisch ½ : ½
6 Arne Metzner Florian Bongartz 0 : 1
7 Hendrik Lüttig Marc Lohse 0 : 1
8 Jens‑Uwe Mungard Jan Vrana 0 : 1

23.06.2010 Volksdorfer SK 3 Schachfreunde Hamburg 5 :
15.06.2010 SC Rösselsprung Barmbeker SK 5 :
21.06.2010 SV Eidelstedt 3 Hamburger SK 20 :
25.06.2010 Hamburger SK 21 Schachfreunde Wedel 2 :

Auswärtsspiel am Riekbornweg

Pinneberg hat sein altes Spiellokal noch nicht wieder und bittet uns um Hilfe. Gern stellen wir unser Clubheim und unseren Spieltag zur Verfügung, sodass die Saison an grünen Tischen ausklingen kann.

Leider sind wir nur zu siebt, weil Gregor beruflich bedingt einmal mehr nicht rechtzeitig in Hamburg sein wird. Ein kurzfristiger Ersatz für das zweite Brett ist nicht zu erreichen, also bleibt dieses unbesetzt. Nach einer Stunde liegen wir zurück.

Pinneberg bereitet uns im weiteren Spielverlauf keine großen Probleme. Die schaffen wir uns allenfalls selbst.

Norbert steht riesig, stellt dann aber eine Figur ein und muss plötzlich kämpfen. Bevor noch größere Nachteile entstehen können, wird sich auf remis geeinigt. Trotzdem: ein kleiner Schönheitsfleck auf einer ansonsten makellosen Serie.

Jan besorgt uns den Ausgleich, und spätestens jetzt sind wir wieder in der Spur und der KSH5‑Express rollt seinem letzten Ziel, dem neunten Sieg in dieser Saison entgegen.

Marc bringt uns in Führung. Erneut gelingt ihm mit seiner offensiven Spielweise ein überzeugender Sieg. Eine bärenstarke Saison nach 18‑jähriger Abstinenz vom Vereinsschach. Wir alle sind auf seine erste DWZ gespannt, in die insgesamt 10½ aus 11 eingehen. Den Halben hat ihm übrigens Viktor Gette in der VM abgeknöpft.

Ich habe sowas Ähnliches wie bei den Schachfreunden auf dem Brett und komme auch erneut durch eine Ungenauigkeit des Gegners zu starkem Angriff, was aber schon seit Jahren nicht mehr so ganz meinem Spielstil entspricht. Als ich eigentlich einen Bauern opfern müsste, um seine Königsstellung völlig kaputt zu machen, traue ich mich nicht. Stattdessen forciere ich weiteren Figurentausch, wonach er sich zu Ende entwickeln kann. Gleichzeitig schiebt er ein Remisangebot rüber, das ich angesichts des Spielstands nicht ablehnen kann. Na ja, …

Die drei noch laufenden Partien verheißen allesamt kein Ungemach. Florian wird gleich gewinnen, und auch bei Marco und Jan‑Frederik sind Punkte zu erwarten.

Florian erhöht dann auch auf 4:2 für uns, nachdem er starken Figurendruck auf die gegnerische Königsstellung ausgeübt hat.

Marco hat derweil ein leicht besseres Endspiel mit Turm und gleichfarbigen Läufern erreicht. Das Remis sichert uns den Mannschaftssieg.

Zuletzt spielt noch Jan‑Frederik, der einen Bauern mehr hat. Bei entgegengesetzten Rochaden übt der Gegner Figurendruck auf Jan‑Frederiks Königsstellung am Damenflügel aus, während Jan‑Frederik im Zentrum dagegenhält und gerade die F‑Linie öffnen will. Neben den Schwerfiguren haben beide Parteien jeweils noch einen Springer; Jan‑Frederiks steht schön zentral auf d4. Die Stellung ist objektiv betrachtet besser, als Jan‑Frederik offenbar denkt. Er macht erstmal einige passive Züge. Als dann endlich doch fxe6 geschieht, schlägt der Gegner in einem Anflug von Schachblindheit mit der Dame zurück, die nach Sxe6 weg ist.

Das war am Ende doch erneut recht einfach. Ich glaube, all unsere Gegner erstarrten angesichts unserer für die Kreisliga beeindruckenden DWZ bereits vor dem ersten Zug in Ehrfurcht. Oder waren wir tatsächlich so stark?

Der an dieser Stelle gewohnte Blick auf die Einzelergebnisse mit meiner persönlichen Einschätzung der Resultate:

Ich (der Esel) an eins hatte eine entspannte Saison, was angesichts meiner Remisfreudigkeit für mein persönliches Ergebnis nicht gerade förderlich war. Als es darauf ankam, war ich aber da: Gegen meinen alten Bekannten Wilfried Rühr vom HSK erspielte ich einen halben Punkt gegen seine Leib‑ und Mageneröffnung (Wolga‑Gambit) und stand am Ende positionell deutlich besser. Bei den Schachfreunden überzeugte ich mit einem sauber herausgespielten Angriffssieg. Ansonsten streute ich oft genug heftige Patzer ein, die eine durchaus mögliche bessere Punkteausbeute verhinderten. Ganz schlimm natürlich meine Fehler zum Saisonauftakt in Wedel und später in Barmbek.

An zwei spielte Gregor. Leider konnte er zuletzt aus beruflichen Gründen nicht mehr. Zuvor überzeugte er mit klaren Siegen und sehr gutem Stellungsgefühl. Er hat nichts verlernt!

An drei war Joachim gemeldet. Er holte einen halben Punkt aus einer Partie. Ab der zweiten Runde wollte er nicht mehr mitspielen.

Jan‑Frederik holte viele Punkte. Einige wurden ihm regelrecht hinterhergeworfen. Ich glaube, dass er selbst sein Ergebnis am besten einschätzen kann. Für die Mannschaft war es jedenfalls außerordentlich wichtig.

Marco war mit seinem Job als Mannschaftsführer gut ausgelastet. Trotz zehn Spieler im Kader benötigten wir fortwährend Ersatz, was sich eventuell negativ auf Marco’s Leistung am Brett auswirkte. Die war – gelinde gesagt – ausbaufähig.

Norbert haute bis auf die letzte Runde alles weg. Sein gutes Stellungsgefühl bewies er vor allem in der Partie bei den Schachfreunden.

Florian gab ebenfalls nur einen Halben ab. Sein aggressiver Eröffnungsstil führte oftmals zu sehenswerten Partien. Gegen die Schachfreunde half ihm seine Zähigkeit.

Jens konnte beruflich bedingt kaum spielen. Gegen den HSK war er gewohnt solide mit einem Sieg zur Stelle.

Marc wurde, nachdem er im Herbst nach langer Schachpause zu uns zurückkehrte, nachträglich in die Mannschaft aufgenommen. Welch ein Glücksgriff: sowohl schachlich als auch menschlich ein Volltreffer! Seine Partien hat er mit traumwandlerischer Sicherheit gewonnen. Ich hatte das Gefühl, dass er jede Stellung jederzeit unter Kontrolle hatte. Wie schafft das jemand, der 18 Jahre keinen Mannschaftskampf bestritten hat? Wahrscheinlich nicht nur für mich: der Spieler der Saison!

Sonja wurde aus guter Tradition gemeldet, hatte aber meines Wissens nicht vor, zu spielen. Das tat sie dann auch nicht.

Von den Ersatzspielern (insgesamt 9½ aus 14) überzeugten besonders Viktor Gette und Jan Vrana mit jeweils 3 aus 3.

Unser größter Fan, der uns auch auswärts (beim HSK) unterstützte, war Björn Frontzek.

Der Erfolg verbindet, natürlich. Das Saisonziel Aufstieg hatte jeder von Anfang an fest im Visier und zu keiner Phase aus dem Auge verloren. Zudem haben wir aber auch menschlich von Anfang an sehr gut harmoniert. Selten habe ich mit derart viel Freude in einer Mannschaft gespielt.

Danke!

(Thomas Rosien)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/10-ksh5.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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