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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 4 · Stadtliga B 2010
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 8 6 5 5 6 5 5 43,5 14
2. Schachfreunde Hamburg 2 2 6 4 4 2 6 6 5 40,5 12
3. Hamburger SK 7 3 2 3 4 5 35,0 11
4. SC Diogenes 2 3 4 5 3 43,5 9
5. SC Concordia 2 4 5 4 3 4 5 36,0 9
6. SC Schachelschweine 6 4 ½ 4 3 3 34,0 8
7. FC St. Pauli 3 2 5 4 4 5 32,0 8
8. Königsspringer Hamburg 4 3 3 3 5 5 4 4 4 33,5 7
9. Barmbeker SK 2 5 4 4 4 3 32,5 7
10. SV Großhansdorf 2 3 3 ½ 3 3 4 5 28,5 3
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↓
Spieler
KSH
4
Mannschaftsführer:
Markus Langmann
A H A A H A H A H
SFR
2
HSK
8
HSK
7
SCS
 
GHD
2
DIO
2
CON
 
STP
3
BBK
 
31 Stenner, Patrick 1 ½ 1 1 ½ 0 1 ½ 0
32 Lock, Adrian   ½     0 0 1 ½ 1
33 Langmann, Markus 0 ½ 1 0 1 0 ½ 1 0
34 van de Velde, André ½   0 ½ 1   ½ 0 ½
35 Saß, Andreas                 ½
36 Streich, Justus 0 ½ 0 ½ 0 0     1
37 Rahn, Kay         ½ 0   ½  
38 Raider, Eugen 0 ½ 0 1 1 1 ½ ½ 0
39 Riedel, Frank 0 0 0 ½ + 0 1  
40 Fenske, Wolfgang 0     ½          
41 Rosien, Thomas   0   1     ½    
42 Seifer, Gregor   ½ ½            
53 Schroeter, Baldur 1   ½     1      
85 Frontzek, Björn             1 0 1
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1. Runde
14.01.2010 Schachfreunde Hamburg 2 Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, Dreifaltigkeitskirche (Gemeindehaus), Horner Weg 17, 20535 Hamburg

1 Matthias Herrmann Patrick Stenner 0 : 1
2 Florian Kull Markus Langmann 1 : 0
3 Helmut Wiens André van de Velde ½ : ½
4 Wolfgang Jordan Justus Streich 1 : 0
5 Volker Schuldt Eugen Raider 1 : 0
6 Gerrit Oelmeyer Frank Riedel 1 : 0
7 Fritz Fegebank Wolfgang Fenske 1 : 0
8 Günter Semmler Baldur Schroeter 0 : 1

21.01.2010 SC Concordia SC Schachelschweine 4 : 4
05.01.2010 FC St. Pauli 3 SC Diogenes 2 :
12.01.2010 Barmbeker SK SV Großhansdorf 2 3 : 5
05.01.2010 Hamburger SK 8 Hamburger SK 7 5 : 3
↑
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2. Runde
05.02.2010 Königsspringer Hamburg 4 Hamburger SK 8 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Patrick Stenner Jürgen Stanke ½ : ½
2 Adrian Lock Michael Faika ½ : ½
3 Markus Langmann Helge Colpe ½ : ½
4 Justus Streich Sergius Kirsch ½ : ½
5 Eugen Raider Vadym Salenko ½ : ½
6 Frank Riedel Christian Purniel Umpierre 0 : 1
7 Thomas Rosien Eva‑Maria Zickelbein 0 : 1
8 Gregor Seifer Marc Selker ½ : ½

29.01.2010 SC Schachelschweine Hamburger SK 7 4 : 4
25.01.2010 SV Großhansdorf 2 Schachfreunde Hamburg 2 3 : 5
01.02.2010 SC Diogenes 2 Barmbeker SK 3 : 5
28.01.2010 SC Concordia FC St. Pauli 3 :
↑
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3. Runde
12.02.2010 Hamburger SK 7 Königsspringer Hamburg 4 5 : 3
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Jamshid Atri Patrick Stenner 0 : 1
2 Ulrich Stock Markus Langmann 0 : 1
3 Swen Dunkelmann André van de Velde 1 : 0
4 Frank Palm Justus Streich 1 : 0
5 Lars Janzen Eugen Raider 1 : 0
6 Andreas Albers Frank Riedel 1 : 0
7 Robin Stellwagen Gregor Seifer ½ : ½
8 Martin Obst Baldur Schroeter ½ : ½

09.02.2010 FC St. Pauli 3 SC Schachelschweine 5 : 3
09.02.2010 Barmbeker SK SC Concordia 4 : 4
11.02.2010 Schachfreunde Hamburg 2 SC Diogenes 2 4 : 4
09.02.2010 Hamburger SK 8 SV Großhansdorf 2 5 : 3
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4. Runde
26.02.2010 SC Schachelschweine Königsspringer Hamburg 4 3 : 5
19:00 Uhr, Villa Finkenau (Hintereingang), Finkenau 42, 22081 Hamburg

1 Artur Reuber Patrick Stenner 0 : 1
2 Benjamin Scharmacher Markus Langmann 1 : 0
3 André Schulz André van de Velde ½ : ½
4 Christian Walter Justus Streich ½ : ½
5 Felix Cahillane Eugen Raider 0 : 1
6 Pascal Simon Frank Riedel ½ : ½
7 René Gralla Wolfgang Fenske ½ : ½
8 Björn Lengwenus Thomas Rosien 0 : 1

22.02.2010 SV Großhansdorf 2 Hamburger SK 7 :
22.02.2010 SC Diogenes 2 Hamburger SK 8 3 : 5
25.02.2010 SC Concordia Schachfreunde Hamburg 2 4 : 4
23.02.2010 FC St. Pauli 3 Barmbeker SK 4 : 4

Venimus, Vidimus, Vicimus!!!

Endlich! Wir sind wieder dabei! Am 26. Februar ist es nun endlich geschehen: Unsere Mannschaft KSH 4 hat sich beim Auswärtskampf SC Schachelschweine – Königsspringer Hamburg 4 den ersten (bzw. die ersten zwei) Punkt(e) geholt! Mit einem eindeutigen 5:3 haben wir gewonnen!

Und das unter gar nicht so uninteressanten Bedingungen: Aus mir persönlich völlig unklaren Gründen gewann nämlich Eugen, besser bekannt als Twixx, am Brett 5 nach etwa einer halben bis dreiviertel Stunde gegen Cahillane, Felix. Man munkelt, es hätte von Seiten Cahillanes ein nicht wirklich sinnvolles Quallen‑Opfer gegeben. Schon hier spürte man den allgemein positiv‑konstruktiven Tenor des Kampfes.

Nach diesem positiv überraschenden Ereignis spielte sich der Kampf so dahin, bis plötzlich noch etwas völlig Unerwartetes geschah: Wie aus dem Nichts tauchten plötzlich Steffen, Boris, Marcus de ›Möhre‹ und Clemens auf, um uns als Fans unterstützend beizustehen – hier schon mal ein Dankeschön dafür ;) .

Übrigens: Laut mathematischer Analyse (by Boris Bruhn) – besser als »Zählen« bekannt ;-) war unsere Fankurve 4‑mal so groß wie die der Schachelschweine (!), was ja irgendwie bei einem Auswärtskampf schon interessant ist. Eine andere Analyse (by Steffgü) – dieses Mal eine der bekannten ›Dettmannschen Rekonstruktionen‹ – ergab (im Nachhinein natürlich), dass wir bei jedem unserer Bretter, auf dem wir besser gestanden hatten, gewonnen (Patrick Stenner & Thomas Rosien → danke für die Blumen) und bei allen anderen unklareren Brettern remis gespielt haben!

Unser Man of Destruction (Patrick) hat mal wieder seinen Gegner auseinander genommen und führt mit seinen gefühlten 7 (effektiv sind es 3,5) Punkten aus 4 Partien die Brettpunkterangliste an.

Vielen Dank gilt es vor allem an Wolfgang zu richten, der netterweise kurzfristig noch eingesprungen ist!

Alles in allem bin ich sehr zufrieden und möge der Abstiegskampf beginnen!

(Justus Streich)

↑
↓
5. Runde
26.03.2010 Königsspringer Hamburg 4 SV Großhansdorf 2 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Patrick Stenner Ulrich Spindel ½ : ½
2 Adrian Lock Torsten Limbach 0 : 1
3 Markus Langmann Jens Buhlmann 1 : 0
4 André van de Velde Anatoly Paul 1 : 0
5 Justus Streich Dr. Günter Strenzke 0 : 1
6 Kay Rahn Dr. Andreas Möck ½ : ½
7 Eugen Raider Hans Krieger 1 : 0
8 Frank Riedel Holger Schenk : +

23.03.2010 Barmbeker SK SC Schachelschweine :
25.03.2010 Schachfreunde Hamburg 2 FC St. Pauli 3 6 : 2
23.03.2010 Hamburger SK 8 SC Concordia 6 : 2
09.04.2010 Hamburger SK 7 SC Diogenes 2 :
↑
↓
6. Runde
19.04.2010 SC Diogenes 2 Königsspringer Hamburg 4 5 : 3
19:00 Uhr, Altentagesstätte der LAB‑Gemeinschaft Hamm, Fahrenkamp 27, 20535 Hamburg

1 Wolfgang Hohlfeld Patrick Stenner 1 : 0
2 Michael Neumann Adrian Lock 1 : 0
3 Holger Bartels Markus Langmann 1 : 0
4 Thomas Rieling Justus Streich 1 : 0
5 Ralf Hein Kay Rahn 1 : 0
6 Peter Gröppel Eugen Raider 0 : 1
7 Alexander Krüger Frank Riedel : +
8 Detlef Niemann‑Bode Baldur Schroeter 0 : 1

23.04.2010 SC Schachelschweine SV Großhansdorf 2 :
15.04.2010 SC Concordia Hamburger SK 7 5 : 3
13.04.2010 FC St. Pauli 3 Hamburger SK 8 :
13.04.2010 Barmbeker SK Schachfreunde Hamburg 2 2 : 6

Ein Schritt – in die falsche Richtung!

Da die Staffel B in Fachkreisen auch »›Es ist uns doch egal, ob manche nur freitags können‹‑Staffel« heißt, hatten wir das große Glück, an einem Montagabend spielen zu dürfen! Nachdem auch die letzten unserer Königsspringer (die sich verlaufen gehabt haben) in die Altentagesstätte eingetrudelt waren, begann der Mannschaftskampf gegen Diogenes pünktlich um kurz nach sieben.

Mein Gegner holte sich die Erlaubnis von Laxxmann, unserem Mannschaftsführer (muhaha – heute ist der 21.04., na wer versteht den!? ^^), ob er denn zwischenzeitlich telefonieren gehen durfte, da er heute Geburtstag hatte. So etwas sah ich zum ersten Mal, aber man lernt halt jeden Tag aufs Neue etwas! Mein Gegner spielte 1.d4, worauf mein Widerlegungsversuch mit Wolga‑Gambit aufs Brett kam. Mein Gegenüber bündelte seine Gedanken in die recht interessante 5.b6 Variante, die er aber ungenau weiterspielte: 5…g6! (richtige Zugfolge) 6.a4?! – diese Variante wurde ihm zum Verhängnis.

Nicht lange darauf machte ich meine Runde und war auch recht zufrieden: An unserem 8. Brett hatten wir einen Joker mit auf den Tisch gelegt, denn Baldur spielte dort. Nach einem e5‑Skandinavier (1.e4 d5 2.e5?!) stand Baldur mit Schwarz recht angenehm und ich erhoffte mir hier einen ganzen Punkt. Am 5. Brett, dem Brett neben mir, spielte Kay mit Weiss gegen 1.d4 (schon hier hat der Gegner recht lange reingeguckt, was mir irgendwie komisch vorkam, denn ich wusste, dass er über 1900 DWZ hatte und auch schon recht viele Auswertungen) d5 2.Sf3 h6?! (erscheint mir doch zu passiv). Für Interessierte sei angemerkt, dass dies Tower‑Defense heißt. Aber bevor das jemand zu spielen anfangen versucht, sei gesagt, dass nach dem recht natürlichen Zug 3.c4, den auch Kay gezogen hat, Weiss nicht umsonst gigantische 73,7 % holt (nach 3.e3 und 3.Lf4 sogar noch mehr!). Er holte auch schnell einen Bauern auf a7 ab, was meiner Meinung nach auch ging, nur musste er wohl in einem gut getimten Zeitpunkt diesen auch wiedergeben, später dazu mehr. An Brett 4, wo Jussi spielte, sah es nicht so rosig aus, denn Jussi hat sich wohl noch nicht so genau den Jugoslawischen Angriff gegen Pirc angeguckt (er war Schwarz), was man auch deutlich merkte. Nicht allzu lange darauf musste er nach einem Rechenfehler auch ganz die Segel streichen, in der Zwischenzeit gewann auch Frank am 7. Brett kampflos. 1:1 also.

An Brett 3 spielte Laxxmann, die Eröffnung hab ich leider vergessen, bzw. hab’ nicht drauf geachtet, jedoch holte er eine recht geile Stellung raus, mit aktivem Läuferpaar, etc. Hier also war ich recht zuversichtlich. Am 2. Brett konnte Addy noch etwas aus seiner schlechten Eröffnungswahl anstellen (Französisch) – er stand recht gut fand ich (zu der Zeit).

Patrick spielte mit Weiss so’ne »1.d4«‑Geschichte, von der ich keine Ahnung hab’, hierzu später mehr. Ich ging also wieder zu meinem Brett und stand immer besser und besser. Irgendwann hab ich unnötig viel zu scharf gespielt (konnte anders leichter gewinnen), wo sogar Fritz erstmal ’ne Zeit braucht bis er die Stellung einigermaßen versteht. Zwischendurch dachte ich, ich verlier’ das sogar noch, bis ich einen scheinbaren Hammerzug (e3) ausgepackt hatte (nach etlichen Hammerzügen), der sich jedoch als Patzer erwies, der 6‑zügig (!) eine Figur einstellt – war auch recht schwer zu seh’n, was mein Gegner ja auch nicht tat, sondern selber ’ne Qualle, nach einem zu optimistischen Angriffsversuch, einstellte. Bald darauf gewann ich dann auch durch eine recht hübsche Kombi. 2:1.

Zwischendurch überraschten uns noch Steffen, Boris, Shreyas und Dave (^^) mit einem Besuch. Auch Karin war da, jedoch vom Anfang an. Die Fangemeinde bei den Diogenesen war auch recht groß. Nun weiter zum Schachlichen: Kay stellte irgendwie seinen Mehrbauern und einen zusätzlichen Bauern ein, zauberte dann aber eine Stellung, in der sein Gegner nur noch hin‑ und herziehen kann hin, in der Kay eine Remisschaukel gehabt hätte. Jedoch verrechnete Kay sich in einer anderen Variante und verlor alsbald. Kurz davor oder kurz danach, ich weiß es nicht mehr so genau, gewann Baldur nach überzeugender Angriffsführung. 3:2.

Nun, Laxxmann verlor dann noch durch die Summe mehrerer Kleinigkeiten. Patrick hatte zwischenzeitlich ’ne Qualle und paar Bauern weniger, reduzierte dann aber unfreiwillig dies in ein verlorenes Damenendspiel mit 3 Bauern weniger, was vielleicht nur noch durch einen dünnen Fopp ins Remis enden könnte. Addy gab, nachdem er einfach mal 3 Bauern genommen hatte, obwohl er in tiefster Verteidigungsnot war, eine Qualle. Vorher denke ich konnte sein Gegner ’nen Springer auf f5 reintöpfern, bin mir aber recht unsicher. Mehr und mehr kristallisierte sich die Stellung als verloren für Schwarz, verloren für Addy.

Später dann also 3:5 …

Bevor ich noch die letzten zwei endgültigen Niederlagen mitbekam, fuhr ich mit Shreyas (der Fahrer), Steffen und Baldur wieder dahin wo unsere Häuser wohnen. Erstaunlicherweise hatte man hinter Shreyas weniger Platz im Auto zu sitzen als hinter Jochen. Ich kann es immer noch kaum fassen!

Also im Fazit heißt es dann: Nächstes mal lieber ohne Gummi, dafür aber knallhart!

(The mysterious Grandmaster Twixx)

↑
↓
7. Runde
30.04.2010 Königsspringer Hamburg 4 SC Concordia 5 : 3
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Patrick Stenner Erich Maahs 1 : 0
2 Adrian Lock Peter Horn 1 : 0
3 Markus Langmann Peter Steen ½ : ½
4 André van de Velde Dr. Gunter Tiedt ½ : ½
5 Eugen Raider Rolf Gehrke ½ : ½
6 Frank Riedel Torsten Wehebrink 0 : 1
7 Thomas Rosien Olaf Hanf ½ : ½
8 Björn Frontzek Charly Hemachet 1 : 0

29.04.2010 Schachfreunde Hamburg 2 SC Schachelschweine 2 : 6
04.05.2010 Hamburger SK 8 Barmbeker SK :
30.04.2010 Hamburger SK 7 FC St. Pauli 3 :
03.05.2010 SV Großhansdorf 2 SC Diogenes 2 ½ :

Totgesagte leben länger!

Unter diesem Motto spielte am 30.04. unsere vierte Mannschaft um den drohenden Abstieg vielleicht doch noch zu verhindern. Es sollte ein heißer Freudentanz in den Mai werden!

Nachdem der Kampf zehn Minuten später angepfiffen wurde, war um 19:15 Uhr auch gleich die erste Partie entschieden: remis. Thomas’ Gegner, der zuvor schon öfters ein 4:4 angeboten hatte und dessen Lust zu spielen demnach auch nicht sonderlich groß schien, bot bereits im ersten Zug die Punkteteilung an. Thomas nahm dieses Angebot nach kurzem Nachdenken und in Absprache mit Markus auch an. Auch André einigte sich mit seinem Gegner relativ schnell auf ein Unentschieden in ausgeglichener Stellung, sahen doch auch die anderen Partien gut für uns aus.

Patrick stand druckvoll und es wirkte, als ob sich ein Spiel auf ein Tor entwickeln könnte; entschieden war es aber noch lange nicht. Ich selbst hatte nach sehr komischer Eröffnungswahl meines Gegners (1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sd2 Sc6) eine wohl nicht ganz so optimale Abwicklung gewählt und stand etwas merkwürdig mit einem gefesselten Läufer auf h7, jedoch war hier eine von mir gewünschte scharfe Stellung entstanden. Markus an Brett 3 stand nach einem Damenbauernspiel auch eher suboptimal und hatte die deutlich schlechtere Zeit. Bei Eugen war es mal wieder so eine kunterbunte Partie, die dann jedoch auch nach einer taktischen Abwicklung ins Endspiel remis gegeben wurde – das wohl objektiv gesehen unwahrscheinlichste Ergebnis. In Franks Partie gab es beiderseitig Chancen bei einem Spiel auf zwei entgegengesetzten Flügeln und Björn gelang es nach guter Eröffnung einen Bauern zu gewinnen.

Je länger die Partien dauerten, desto spannender wurden die einzelnen Partien. So gewann ich mit noch zehn Minuten auf der Uhr, da mein Gegner (noch eine Stunde) bei einer kleinen Taktik einen Zug zu kurz gerechnet hatte: 2,5:1,5. Auch Patricks Stellung wurde zunehmend besser, sodass auch hier um kurz vor elf der ganze Punkt eingefahren werden konnte. Nun sollten wir doch eigentlich endgültig auf der Siegerstraße sein.

Doch Markus hatte nur noch ca. 30 Sekunden für zehn Züge und eine Figur gegen einen Bauern weniger und auch Frank war bereits zwei Bauern im Nachteil. Sein dafür entstandener Angriff schien jedoch nicht zwingend genug zu sein. Außerdem hatte Björn in ein Damenendspiel mit Mehrbauern abwickeln müssen, das doch relativ eine große Remisbreite zuließ, was es bei korrektem Spiel sicherlich auch geworden wäre.

Markus gelang das Kunststück in seiner Zeitnot zum einen aktiv zu spielen und einen zweiten Bauern zu gewinnen, zum anderen mit drei Sekunden auf der Uhr die Zeitkontrolle zu schaffen.

So, das Ende ist nun relativ schnell erzählt: Franks Angriff verpuffte und er musste sich geschlagen geben, Björn schaffte es irgendwie doch seinen Mehrbauern zu einer weiteren Dame umzuwandeln und Markus’ Gegner willigte nach langer Überlegungsphase nach dem 40. Zug in ein Dauerschach ein.

Endlich wurden die Chancen in diesem Kampf zumindest größtenteils genutzt! Trotzdem muss für den Klassenerhalt nochmal eine Schippe draufgelegt werden, dann schaffen wir es auch in den zwei letzten Runden gegen die direkten Konkurrenten die nötigen Punkte zu holen!

In diesem Sinne: Lasst uns noch ein Stück näher ans rettende Ufer schwimmen!

(Adrian Lock)

↑
↓
8. Runde
01.06.2010 FC St. Pauli 3 Königsspringer Hamburg 4 4 : 4
19:00 Uhr, Clubheim, Auf dem Heiligengeistfeld, 20359 Hamburg

1 Thomas Schüttler Patrick Stenner ½ : ½
2 Heinz‑Werner Szudra Adrian Lock ½ : ½
3 Jörg Dinckel Markus Langmann 0 : 1
4 Marco Biemann André van de Velde 1 : 0
5 Christian Jöhnk Kay Rahn ½ : ½
6 Frank Wiekhorst Eugen Raider ½ : ½
7 Jürgen Olschok Frank Riedel 0 : 1
8 Andreas Kohtz Björn Frontzek 1 : 0

04.06.2010 SC Schachelschweine SC Diogenes 2 ½ :
03.06.2010 SC Concordia SV Großhansdorf 2 5 : 3
08.06.2010 Barmbeker SK Hamburger SK 7 :
03.06.2010 Schachfreunde Hamburg 2 Hamburger SK 8 2 : 6
↑
↓
9. Runde
18.06.2010 Königsspringer Hamburg 4 Barmbeker SK 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Patrick Stenner Michael Ewaldt 0 : 1
2 Adrian Lock Ferdinand Kaye 1 : 0
3 Markus Langmann Norbert Becker 0 : 1
4 André van de Velde Thomas Sachs ½ : ½
5 Andreas Saß Thomas Kuckelkorn ½ : ½
6 Justus Streich Matthias Baumann 1 : 0
7 Eugen Raider Stefan Hein 0 : 1
8 Björn Frontzek Gerd Potztal 1 : 0

22.06.2010 Hamburger SK 8 SC Schachelschweine :
18.06.2010 Hamburger SK 7 Schachfreunde Hamburg 2 2 : 6
21.06.2010 SV Großhansdorf 2 FC St. Pauli 3 3 : 5
14.06.2010 SC Diogenes 2 SC Concordia :

Deutschland verliert ein Spiel – wir gewinnen

»Was für ein scheiß Tag!«. Dies waren meine Gedanken am Morgen des 18.06., als ich meine Englischlehrerin auf dem Weg zur Schule traf und mit einem künstlichen »Hallo« versuchte, nicht noch mehr Minuspunkte zu erlangen. Gepisst war ich außerdem auch, als ich beim so tollen Sportfest aufhelfen durfte! Dabei ist mir mal wieder aufgefallen, dass ich es nie begreifen werde, wie einige Lehrer ihr Studium geschweige sogar Abitur geschafft haben. Als es dann anfing zu regnen, wusste ich schon, es wird ein verdammter scheiß Tag! (Betonung auf »scheiß« und nicht »verdammt«!). Als ich mich entschied, als die Lehrer keine Ahnung über wie wo was – ach einfach über alles nichts wussten, mich auf zu Hagens Wohnung zu machen, wurde ich immer gepisster, da der Bus nicht wie ich geplant zum Deutschlandspielanfang pünktlich ankam, sondern mit 20‑minütiger Verspätung am Norbert‑Schmid‑Platz eintraf! Nun konnte ich noch eine Weile zu Fuß meine Aggressionen abbauen um dann um 14:06 Uhr die nächsten aufzubauen! Ja richtig, es war die Zeit als Klose vom Platz geflogen ist! Wer das Spiel gesehen hat weiß, dass es kurz danach das Tor Serbiens, noch einen Lattentreffer Deutschlands, viele vergebene Chancen, viele gelbe Karten (für Deutschland) und einen verschossenen Elfmeter gab!

»Na toll!«, dachte ich mir nur. So wie dieser Tag gelaufen ist, verlieren wir bestimmt auch noch den Kampf heute.

Falsche Vermutung! Zum Glück eine falsche! Der Kampf war, wie schon vor zwei Wochen absehbar, der wichtigste Mannschaftskampf, den wir in der ganzen Saison haben sollten. Kurzer Überblick: Wir 6. Platz mit sechs Mannschaftspunkten; dahinter folgen Barmbek und Pauli mit gleich vielen, aber schlechteren Brettpunkten. Ganz abgeschlagen war Großhansdorf, die schon sicher abgestiegen waren.

Nun der 18.06. – letzter Spieltag KSH4 – Barmbek und Großhansdorf – Pauli. Dies heißt, wir dürfen nicht verlieren! »Verlieren verboten!«, wie man so schön sagt! Daher habe ich mir auch diesmal doppelt so viel Arbeit gemacht, um eine gute Mannschaft zusammenzubekommen. Es hat sich gelohnt! Wir konnten mit der wohl stärksten Mannschaft in der ganzen Saison auflaufen.

Gut, nun zum Kampf: Um sieben begann er also 3,5 Stunden nach dem Deutschlandspiel. Meine Einstellung zu dem Zeitpunkt: Es kann nur besser werden – also lass den Gegner töten! So beschloss ich, eine aggressive Variante zu wählen. Als ich gerade g5 zog, war eine Partie schon vorbei. Justus, das Talent im Formtief, konnte seine ganze Stärke aufs Brett bringen und den Gegner vernichten. Dies alles, bevor Eugen seine Partie sogar einstellen konnte! Sagen wir nach gut einer Stunde (aufgerundet[!]) stand es 1:1 und Björn hatte zwei Bauern mehr, Andreas eine angenehme positionelle, Patrick und ich leicht vorteilhafte Stellungen. André bekam eine sichere Stellung und Adrians konnte ich dabei zu dem Zeitpunkt nicht wirklich beobachten und folgerichtig auch nicht einschätzen. Alles im allem eine gute Ausgangslage für uns.

Bis dann Patrick plötzlich einen von ihm in der ganzen Saison nicht gekannten Fehler gemacht hat. (Davor wusste er nicht einmal, wie man das nennt, etwas einzustellen!). Nun wurde es doch noch einmal eng. Glücklich stellte mich, dass Björn eine klare Siegstellung durch langsames Zermahlen des Gegners erklimmen konnte und André in ein Remis einwilligte. Zu diesem Zeitpunkt stand es laut Rechnung 2,5:2,5. Es spielten noch Andreas, Adrian und ich. Andreas hatte einen Bauern mehr und versöhnte mich positiv, da ich sehr optimistisch war, dass er dies gewinnen wird, falls Adrian nur remis spielen würde und meine Stimmung hat sich in eine ruhigere Lage versetzt, sodass ich gar nicht mehr das harte Schach spielen wollte. So entstand dann auch der Fehler alles zuzumachen und dem Gegner so eine klare Gewinnstellung zu schenken. Ich verlor, aber dies machte nichts, da Adrian zwei Quallen opferte um die Dame des Gegners vom Spielfeld in einen schönen Karton einzupacken und vielleicht meinem Gegner noch mit ein, zwei Schleifchen versehen zu überreichen. Nach einer nicht allzu langen Blitzphase gewann er es und Andreas verwaltete das Remis. Endstand 4:4! D. h.: NICHTABSTIEG! Klassenerhalt! Stadtligaverbleib oder was auch immer! So kam ich am Ende des Tages auf den Entschluss – Auch wenn Deutschland verloren hat, wir haben gewonnen!!

Nun noch zu den Einzelkritiken:

Patrick ›the killer‹ Stenner, wie wir ihn schon unter vorgehaltener Hand nannten. Spielte motiviert, stark, einzigartig – einfach nur unglaublich! Mit seinen 5,5/9 Punkten hat er seine Leistung übertroffen. Seine neugeborenen Zwillinge dürfen stolz auf ihren Papi sein!

Adrian Lock spielte konstant seine Zahl und konnte so 3/6 Punkte holen. Man of the Match! Dank ihm haben wir zum Schluss das 4:4 erreicht!

Markus Langmann schaffte es nach zuerst schwankender Leistung und fehlender Konstanz sich am Ende der Saison zu fangen und auf 4/8 zu kommen.

André van de Velde konnte nicht immer seine remis Sicherheit abrufen, schaffte jedoch auch anerkennenswerte 3/7.

Andreas Saß konnte leider nur in der letzten Runde, aber dazu auch in der wichtigsten. Hier bewies er sich als ein großer Teamspieler, der zum Schluss mehr Zeit an Adrians Partie verbrachte als an seiner. Dies führte dazu, dass er das letzte Remis nach Adrians Sieg machen durfte!

Justus Streich, für mich eines der größten Talente des Vereins, ist dieses Jahr leider in ein Formtief gefallen und biss sich so zu 2/7 Punkten. Leider nur in der letzten Runde konnte man seine Stärken erkennen.

Kay Rahn holte 1/3 gegen fast gleichstarke Gegner. Okay.

Eugen Raider fällt jede Runde durch seine eigenartige Spielweise auf. Diese führte am Anfang nicht zu Punkten, aber dann konnte er durchstarten und übertraf seine Leistung mit 4,5/9.

Frank Riedel spielte jede Runde bis auf die letzte. Dabei hatte er es häufig undankbar mit starken Reservespielern zu tun. Er erkämpfte sich trotzdem 2,5/8.

Wolfgang Fenske, eine starke Stütze der letzen Jahre, mit der wir vor zwei Jahren auch aufgestiegen sind, bricht leider weg und wird nächstes Jahr nicht mehr in der Mannschaft spielen. Wir wünschen ihm alles Gute und danken ihm für die 0,5/2 Punkte.

Sonst danke ich noch Thomas Rosien, Gregor Seifer, Baldur Schroeter und Björn Frontzek, die insgesamt auf 7/11 kommen!

(Markus Langmann)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/10-ksh4.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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