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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 2 · Landesliga Hamburg 2009/10
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 5 4 5 4 7 5 7 48,0 16
2. Schachfreunde Hamburg 3 6 5 5 47,5 16
3. SV Großhansdorf 5 5 5 5 40,5 14
4. FC St. Pauli 4 2 4 5 37,5 12
5. Königsspringer Hamburg 2 3 3 5 5 36,5 10
6. SK Union‑Eimsbüttel 5 31,0 6
7. SV Eidelstedt 4 3 3 5 5 33,0 5
8. SK Marmstorf 1 3 4 3 3 3 5 5 29,5 5
9. Bille SC 3 3 3 3 3 3 30,5 4
10. Hamburger SK 4 1 3 3 26,0 2
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↓
Spieler
KSH
2
Mannschaftsführer:
Dr. Steffen Dettmann
H A H A H H A Z Z
GHD
 
SKJ
 
SFR
 
SVE
 
MAT
 
UNE
 
BSC
 
STP
 
HSK
4
1 Wolter, Michael 0 ½ ½ 0 ½ ½ ½ 1
2 Chin, Karin 0 0   0 0 1 0 0 1
3 Cremer, Jochen ½ ½ ½ ½ 1 0 ½ 1 1
4 Bruhn, Boris ½ 0 ½ 1 ½ ½ ½ 0 0
5 Conrad, Christian     0 1 1 1   0 0
6 Harder, Clemens ½ ½ ½ 1 ½ 1 ½ 1 ½
7 Dettmann, Steffen, Dr. 1 0   ½ 1 ½ 1 ½ 1
8 Melde, Christian 0 ½ ½ ½ ½   1   0
9 Wiltafsky, Thomas                  
10 Schroeter, Baldur                  
11 Lock, Adrian ½                
12 Saß, Andreas                  
13 Langmann, Markus                  
14 Knops, Peter   1 0            
15 Stanau, Guido     1     0      
16 Maiorov, Daniel             1 1  
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1. Runde
18.10.2009 Königsspringer Hamburg 2 SV Großhansdorf 3 : 5
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Wolter Anita Gara 0 : 1
2 Karin Chin Ticia Gara 0 : 1
3 Jochen Cremer Roland Storm ½ : ½
4 Boris Bruhn Dirk Grote ½ : ½
5 Clemens Harder Ernst‑Helmuth Varain ½ : ½
6 Dr. Steffen Dettmann Wolfgang Labahn 1 : 0
7 Christian Melde Joachim Felten 0 : 1
8 Adrian Lock Bastian Baldauf ½ : ½

18.10.2009 Schachfreunde Hamburg SK Marmstorf :
18.10.2009 SV Eidelstedt SK Johanneum Eppendorf 4 : 4
18.10.2009 SK Union‑Eimsbüttel Hamburger SK 4 3 : 5
18.10.2009 Bille SC FC St. Pauli :

Schade!

Fast in Bestbesetzung traten wir an – die Gegner leider auch! Nominell sollten wir diesen Kampf daher verlieren und tatsächlich kam es auch so. Lediglich ein früher Sieg des Mannschaftsführers, gefolgt von 2 Remisen durch Boris und Clemens ließen etwas hoffen. Bei Christian war indes die Qualität verlorengegangen und Adrian, Karin und Michael hatten allesamt schwierige Stellungen zu verwalten. Jochen hatte sich gut entwickelt und konnte am Ende das Läuferpaar für sich verbuchen. Die Stellung war aber nicht zu gewinnen. Karin geriet in eine komplizierte taktische Stellung. Als diese gerade harmlos wurde und sich ein remises bis besseres Endspiel für Karin abzeichnete, stellte sie die Figur ein. Ein Fall von Schachblindheit! Ähnlich schnell kippte die Stellung von Michael. Eben noch einen Stellungshaufen geschickt verteidigt, lag dieser nach einem aktiven Zug von Michael in Trümmern. Nur Adrian machte es etwas besser. Im 40. Zug einen Bauern und damit die Stellung verloren, verteidigte er sich zäh und konnte – am Ende etwas glücklich – noch einen halben Punkt retten. Insgesamt ein leistungsgerechtes 3:5, die Gegner waren heute einfach besser. Anschließend gab es ein gemütliches Essen zu zehnt beim Griechen. Ein schöner Abschluss des Tages, das sollten wir mal wieder häufiger machen! Bleibt der Ausblick auf die nächsten Runden, es warten der SKJE und die Schachfreunde auf uns.

(Steffen Dettmann)

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2. Runde
15.11.2009 SK Johanneum Eppendorf Königsspringer Hamburg 2 5 : 3
11:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Hendrik Schüler Michael Wolter ½ : ½
2 Rüdiger Zart Karin Chin 1 : 0
3 Frank Behrhorst Jochen Cremer ½ : ½
4 Wesal Moshtael Boris Bruhn 1 : 0
5 Martin Fischer Clemens Harder ½ : ½
6 Christoph Schröder Dr. Steffen Dettmann 1 : 0
7 Bernd Kussin Christian Melde ½ : ½
8 Andrej Zobel Peter Knops 0 : 1

15.11.2009 SK Marmstorf FC St. Pauli 4 : 4
15.11.2009 Hamburger SK 4 Bille SC :
15.11.2009 SV Großhansdorf SK Union‑Eimsbüttel :
15.11.2009 Schachfreunde Hamburg SV Eidelstedt 5 : 3

Fehlstart

Nach der Niederlage gegen die starken Großhansdorfer sollten nun unbedingt Punkte her! Mit dem SKJE hatten wir einen vermeintlich gleich starken Gegner. Also war alles drin!

Nach etwa 1 Stunde gefielen mir die Stellungen insgesamt nicht ganz so gut. Aber dann opferte Peter, unser Ersatzmann, die Qualität für einen Bauern und starke Initiative. Das Läuferpaar setzte sich dann schnell durch, 1:0 für uns. Relativ gleichzeitig opferte Karin ambitioniert eine Figur, während mir die übrigen Stellungen wieder mehr ausgeglichen schienen. Folglich waren die Remisen von Michael und Clemens taktisch sinnvoll.

Jochen hatte eine unklare Stellung, bei 4 Bauern hatte er einen entfernten, der konnte aber nicht laufen, da die gegnerischen Figuren allesamt doch etwas aktiver standen. Aber alles war noch drin.

Ich selbst hatte eine Nebenvaraiante im 4‑Springer‑Spiel auf dem Brett, die ich mir vor Jahren mal selbst überlegt hatte und zu der ich kein Material gefunden hatte. Mein Gegner spielte ungewöhnlich schnell dafür, dachte ich. Nach der Partie erzählte er mir dann, dass er das als Theorie kannte. Na toll, dachte ich, wieviele Spieler in Hamburg kennen diese Variante wohl als Theorie? Immerhin ein Trost – ich fand die richtigen Züge, bis er selbst einen schlechten machte. Ich hatte dann die Wahl zwischen dem Ausmacher (den ich gar nicht richtig gewürdigt hatte) und einem Zug, der mir immerhin deutlichen Vorteil brachte. Ich nahm den deutlichen Vorteil mit, um dann ein unnötiges Zwischenschach zu geben und den vorteilbringenden Läufer abzutauschen. Anschließend konnte ich meinen Zentrumsbauern nicht mehr halten und musste im Schwerfigurenendspiel versuchen zu foppen. Das gelang auch. Wir erhielten ein spannendes Turm‑Endspiel mit jeweils 3 verbundenen Freibauern auf verschiedenen Flügeln

Mittlerweile hatte Karin verloren und Boris auch. Was hier genau passiert war, weiß ich nicht. Den anderen nach ging das Opfer von Karin wohl doch nicht und warum Boris verlor, bekam keiner so richtig mit. Es spielten also noch Christian mit Bauer weniger aber guten Remischancen und Jochen und ich in unklaren Stellungen. Ich riskierte nun alles und versuchte zu gewinnen. Hätte ich die offensichtlichen Züge gespielt, wäre aber auch nur Remis drin gewesen. So aber verlor ich am Ende sogar, nachdem mein Gegner das Endspiel sehr exakt spielte.

Jochen und Christian spielten beide remis, insgesamt hieß es am Ende also 3:5. Schade, da war mehr drin. Insgesamt erzielten wir 4 Weiß‑Remisen (deutlich zu wenig!) und bei 3 Schwarz‑Niederlagen und einem Sieg kann man natürlich keinen Mannschaftskampf gewinnen.

Nächste Runde kommen die Schachfreunde zu uns, sodass ein 0:6‑Punktestand in Reichweite scheint. Dennoch – die Saison ist noch nicht vorbei! Die Konkurrenten im Abstiegskampf kommen noch und in der Signal Iduna holen wir ja standesgemäß 4 Punkte!

(Steffen Dettmann)

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3. Runde
29.11.2009 Königsspringer Hamburg 3 Schachfreunde Hamburg :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Wolter Dr. Jan‑Paul Ritscher ½ : ½
2 Jochen Cremer Christian Zacharias ½ : ½
3 Boris Bruhn Falko Meyer ½ : ½
4 Christian Conrad Marco Jaeckle 0 : 1
5 Clemens Harder Knut Seidel ½ : ½
6 Christian Melde Jürgen Dietz ½ : ½
7 Peter Knops Jens Fransson 0 : 1
8 Guido Stanau Florian Kull 1 : 0

29.11.2009 SV Eidelstedt SK Marmstorf 5 : 3
29.11.2009 SK Union‑Eimsbüttel SK Johanneum Eppendorf :
29.11.2009 Bille SC SV Großhansdorf 3 : 5
29.11.2009 FC St. Pauli Hamburger SK 4 5 : 3

Zu viele Remis für meinen Geschmack

Die 1. Mannschaft brauchte wieder mal ein paar Spieler und vor allen Dingen brauchten beide Mannschaften einen Sieg, sodass ich zu meiner Landesligapremiere kam. Um 11:00 Uhr begann dann nun der Kampf von der 1. und unserer Kampf und es gab Kaffee umsonst. Boris hatte im Drachen nach 2h einen Bauern gewonnen, aber ich glaube, wir standen an allen anderen Brettern schon aus der Eröffnung heraus etwas schlechter. Peter hatte zum Beispiel einen Siz, der etwas komisch war, glaube ich, und ich kam schlecht aus einer Französich‑Variante, da ich die Variante, die mein Gegner spielte, nicht kannte. Nach ca. 2,5h Spielzeit hatte sich das Blatt eigentlich gewendet. Michael und sein Gegner hatten beide einen Springer und eine Dame und diese Partie wurde remis gegeben (0,5:0,5). Boris konnte seinen Bauern nicht behaupten und hat deswegen auch remis angeboten, sowie Jochen kurz danach, sodass der Spielstand 1,5:1,5 war. Christian C. hatte 1 Turm plus 2 Bauern gegen 2 Leichtfiguren und stand auch recht gut. Christian M. hatte am 6. Brett reichlich zu tun mit seinem Gegner, da der eine Qualität gegen einen Bauern mehr hatte, aber auf dem Damenflügel hatte Christian noch Druck, sodass diese Partie auch Remis ausging. Peter hatte etwas eingestellt und hat aufgegeben. Zwischenstand: 2:3. Clemens hatte ein Endspiel mit 4 Bauern gegen 4 Bauern auf einem Flügel, dass diese Partie auch Remis ausging. Die Gegner brauchten nur noch einen Punkt um zu gewinnen, den sie dann leider auch bekamen, denn Christian C. hatte einen Fehler gemacht, der nicht mehr auszugleichen war. Wir hatten also nun schon verloren und es stand 2,5:4,5. Ich hatte meine Türme auf die 3. Reihe gestellt um auf dem Königsflügel anzugreifen. Mein Gegner wollte eine Figur gewinnen, doch ich bekam zuviel Spiel. Der letzte Einschlag auf e6 brachte meinen Gegner zum Aufgeben und ich feierte meine geglückte Landesligapremiere. Der Kampf ging nun 4,5:3,5 für die Schachfreunde aus, aber nächstes mal gewinnen wir bestimmt gegen Eidelstedt!

(Guido Stanau)

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4. Runde
13.12.2009 SV Eidelstedt Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, SVE‑Vereinsheim (Tanzsaal), Steinwiesenweg 30, 22523 Hamburg

1 Dusan Nedic Michael Wolter 1 : 0
2 Gisbert Jacoby Karin Chin 1 : 0
3 Carsten Dumjahn Jochen Cremer ½ : ½
4 Jörg Müller Boris Bruhn 0 : 1
5 Roland Kammer Christian Conrad 0 : 1
6 Johnny Kjetsae Clemens Harder 0 : 1
7 Siegfried Weiss Dr. Steffen Dettmann ½ : ½
8 Jakob Goepfert Christian Melde ½ : ½

13.12.2009 SK Marmstorf Hamburger SK 4 5 : 3
13.12.2009 SV Großhansdorf FC St. Pauli :
13.12.2009 SK Johanneum Eppendorf Bille SC 5 : 3
13.12.2009 Schachfreunde Hamburg SK Union‑Eimsbüttel :

Ein heißer Tanz

Eidelstedt, 3. Advent, kurz nach 17.00 Uhr: Steffen streckt Michael und mir den waagerechten Daumen entgegen und signalisiert damit ein nicht mehr für möglich gehaltenes Remis. Endstand 4,5:3,5 für uns, erster Saisonsieg, es geht wieder aufwärts. Fast schon ein denkwürdiger Kampf, der in die Kategorie ›Marmstorf 2004‹ oder ›Großhansdorf 2007‹ passt.

Eine Premiere: unsere Gastgeber spielten erstmals im ›Tanzsaal‹, also den Räumlichkeiten der Tanzsportler des SVE (was der Autor in der Folge für ein paar launige Wortspielchen nutzen wird). Etwas verloren drängten sich acht Bretter an die Seite eines Raumes, in dem man getrost auch ein mittelgroßes Open austragen könnte. Nachdem die Heizung in Gang gesetzt und für Brett sechs nach mehreren Versuchen eine funktionierende Uhr aufgetrieben war, konnte es losgehen. Beide Teams hatten die Ranglistennummer 1–8 aufgeboten, das habe ich auch schon lange nicht mehr erlebt.

Wir erlebten sechs Paare in Standardformation. Karin hatte sich gegen Ex‑KSHler Gisbert hingegen für eine Art Engtanz entschieden – bezogen auf eine wohl zu passive Partieanlage und zunehmenden schlimmen Raumnachteil. Boris und sein Gegner Jörg Müller brachten eher einen flotten Pogo aufs Brett, in dessen Verlauf unser Mann aber einige gegnerische Bauern erfolgreich von der Tanzfläche rempeln konnte.

Die Sonderwertung für effektive Vorbereitung gebe ich mir ausnahmsweise selbst. Wenn der Gegner immer dieselbe zweifelhafte(?) Variante gegen das angenommene Damengambit spielt, reicht auch eine halbe Stunde am Samstagabend. Jedenfalls kam ich erstaunlich leicht in Vorteil und konnte nach gut 3,5 Stunden den ersten Punkt abliefern. Die Haltungsnote 10 geht an Clemens, der mit den eleganten Ausfallschritten Lc5 – f2! und Tf7 – f3!! scheinbar aus dem Nichts heraus undeckbar matt in 5 drohte und den Gegner zur sofortigen Aufgabe veranlasste. Christian machte danach im Damenendspiel Feierabend durch Dauerschach, was eine scheinbar komfortable 2‑Punkte‑Führung bedeutete.

Vorne gerieten wir jedoch bald in Bedrängnis: Zu Karins erwähnten Problemen mit der Stellung kam eine immer schlechter werdende Bedenkzeit und wir ahnten schon, dass die Partie nicht mehr zu halten war. Michael musste sich wieder einmal mit einem Gegner der 2300er‑Klasse auseinandersetzen und geriet aus einem damenindischen Igel heraus positionell unter Druck. Der mit einem Remisangebot verbundene Befreiungsversuch endete mit einem kurzen taktischen Intermezzo und Schachmatt auf g4.

Der Ausgleich für die Gastgeber nach der Zeitkontrolle war also absehbar, aber zu verkraften. Steffen hatte zwischendurch gegen Ex‑KSHler Siggi eine komplizierte, aber vorteilhafte Stellung mit Mehrbauer erreicht und Jochens eher dröges Endspiel wurde auf einmal wieder für uns interessant, da der Gegner konsequent einen Bauern nach dem anderen auf die Feldfarbe des eigenen Läufers stellte. Zusammen mit Boris’ Partie sollte das eigentlich für den Sieg reichen.

Leider musste Steffen seiner schwindenden Bedenkzeit Tribut zollen: In der Blitzphase vor dem 40. Zug verpasste er wohl eine Gelegenheit zum Materialgewinn, ließ im 41sten einen Bauern stehen und Siggi konnte sich durch ein Qualitätsopfer entlasten. Auf einmal walzten sich drei verbundene schwarze Freibauern bedrohlich Richtung Grundreihe, während Steffens Bedenkzeit auch zur zweiten Zeitkontrolle hin immer schlechter wurde.

Boris lieferte wie erwartet den dritten Sieg ab, bei Jochen reichte es trotz zahlreicher Versuche bis weit in die sechste Stunde hinein offenbar nicht mehr zum ganzen Punkt. Es sollte also an Steffen liegen, der mit ca. 5 gegen 20 Minuten eine kritische, wahrscheinlich auch verlorene Stellung verteidigen musste. Es drohte ein ungenügendes 4:4 und ein harter Winter auf einem Abstiegsplatz.

Da Landesliga ohne KSH 2 aber in der Choreographie nicht vorgesehen ist, wendete sich das Blatt noch in den letzten Minuten. Steffen machte in der (Zeit‑)Not das einzig Richtige: einfach den eigenen Freibauern vor und das Nachdenken dem Gegner überlassen. Beide holten sich eine neue Dame (sozusagen abgeklatscht), Siggi wandelte zuerst um, hatte aber kein Schachgebot parat und musste erst einmal an die Sicherheit seines eigenen Königs denken. Wahrscheinlich stand Steffen immer noch schlechter oder auf Verlust, aber er baute seinen psychologischen Vorteil aus, indem er einfach einen weiteren Freibauern ins Rennen schickte. Mittlerweile hatte auch Siggi seine Bedenkzeit fast aufgebraucht und forcierte selbst anscheinend eine Zugwiederholung. Am Schluss glücklich für uns, aber da wir hier selbst einige Chancen ausgelassen hatten, möchte ich unseren Sieg einfach mal als verdient bezeichnen.

Dank der besseren Brettpunkte überwintern wir auf dem 8. Platz. Da wir die Begegnungen gegen die drei führenden Mannschaften bereits hinter uns haben, sollten wir optimistisch in die verbleibenden fünf Runden gehen!

(Christian Conrad)

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5. Runde
24.01.2010 Königsspringer Hamburg 2 SK Marmstorf 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Wolter Holger Hebbinghaus ½ : ½
2 Karin Chin Dr. Jeronimo Hawellek 0 : 1
3 Jochen Cremer Jan Hendrik Müller 1 : 0
4 Boris Bruhn Jens Diekmann ½ : ½
5 Christian Conrad Rainer Schmidt‑Brauns 1 : 0
6 Clemens Harder Tobias Müller ½ : ½
7 Dr. Steffen Dettmann Michael Hohlbein 1 : 0
8 Christian Melde Christoph Rammé ½ : ½

24.01.2010 SK Union‑Eimsbüttel SV Eidelstedt :
24.01.2010 Bille SC Schachfreunde Hamburg 3 : 5
24.01.2010 FC St. Pauli SK Johanneum Eppendorf 4 : 4
24.01.2010 Hamburger SK 4 SV Großhansdorf :

Souverän

»Ein heißer Tanz«, titelte Conni völlig zurecht über das Drama gegen Eidelstedt in der letzten Runde. Verglichen damit war es diesmal wie ›Lindenstraße, Folge 453‹, also vergleichsweise langweilig und unspektakulär.

Aber der Reihe nach: Beide Teams sind in der Landesliga in der unteren Hälfte angesiedelt. Marmstorf hat bisher 3:5 Punkte, also einen Zähler mehr als wir, aber dafür das härtere Restprogramm. Zum Beispiel uns! Beide Teams treten in Bestbesetzung an.

Ich habe in meiner Partie noch nicht einmal die Eröffnung gespielt, da sehe ich aus meinem Augenwinkel einen rosa Zettel auf meinem Tisch. Sie haben es wieder getan! Holger Hebbinghaus und Michael haben tatsächlich 8 Züge geschafft, bevor sie die Friedenspfeife rauchen. Dazu gesellt sich wenig später Boris, der immerhin einen Zug mehr geschafft hat. Halten wir unserem vorsichtigen Weißspieler zugute, dass er sich mit der Annahme immerhin eine halbe Stunde Zeit ließ und er zu diesem Zeitpunkt völlig zurecht erkennt, dass der Kampf bereits recht gut für uns steht. Der dritte im Bunde ist schließlich Christian M., bei dem ich mir nie ganz sicher war, ob er denn nun besser oder schlechter steht.

Dann bringt uns Steffen in Führung. Ausgangs der Eröffnung hatte er bereits mit einer Kombination einen Bauern gewonnen und dann schließlich ein Doppelturm‑Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und sicherem Mehr(frei)bauern erreicht. Die technische Verwertung bereitet ihm keine Probleme und man hatte nicht gerade das Gefühl, dass er sich für diesen Punkt überanstrengen musste. Conni hat sich unterdessen guten Vorteil herausgearbeitet. Die Entscheidung seines Gegners für die Abtauschvariante mit einhergehendem Damentausch mag angesichts seines bisherigen Scores von 0,5 aus 4 verständlich sein, aber so einfach kann man seinen Score nicht verdoppeln. Fünf Züge nach dem Damentausch hat Conni bereits Vorteil, weitere fünf Züge später kassiert er einen Bauern ein. Als der Gegner in Zeitnot noch einen einstellt, gibt er sogleich auf. Clemens spielt eine solide Partie. Im Mittelspiel kann er sich etwas Vorteil sichern und dann einen Bauern einkassieren. Als sich abzeichnet, dass er den Bauern wieder verliert, sichert er uns einen halben Punkt.

Und so bleibt es schließlich mir überlassen, uns den Mannschaftssieg zu sichern. Jan Hendrik Müller wählt eine scharfe Theorievariante gegen mich, kennt sich jedoch nicht besonders gut aus. Der Turmschwenk Tf1 – f3 – h3 erweist sich als Rohrkrepierer und schließlich kollabiert sein Zentrum. Gegen die unkoordinierten weißen Figuren bereitet es mir keine Mühe, den ganzen Punkt einzufahren. Karin sieht sich an Brett 3 der schwersten Aufgabe des heutigen Tages gegenüber. Jeronimo Hawellek hat die Nimzowitsch‑Eröffnung (1.e4 Sc6) gewählt und eine kritische Variante kommt aufs Brett. Karin kann sich zwar das Zentrum sichern, gerät dafür aber am Königsflügel unter Druck. Schließlich kann Jeronimo in ein gutes Turmendspiel einleiten und sichert sich nach knapp 6 Stunden den ganzen Punkt.

Mit einem nie gefährdeten 5:3 sichert die Zweite also den Anschluss ans Mittelfeld. Langweilig bedeutet ja nicht unbedingt immer etwas Schlechtes. Ein Blick auf die Tabelle verrät Ungewöhnliches. Mit 4:6 belegt die 2. Mannschaft Platz 5! Das liegt an den drei Manschaften an der Spitze, die bisher sehr stark gepunktet haben. Sowohl die Schachfreunde wie auch Großhansdorf haben 10:0 Punkte und der SKJE immerhin noch 8:2 Punkte. Entsprechend eng wird es im Tabellenkeller. Gleich 6 Mannschaften haben ein negatives Score. Der Klassenerhalt in der Landesliga ist alles andere als ein Kindergeburtstag, da die Liga in den letzten Jahren eher stärker geworden ist. Wenn wir allerdings in der nächsten Runde noch gegen den punktgleichen SK Union Eimsbüttel gewinnen, sollte dem Klassenerhalt nichts im Wege stehen.

(Jochen Cremer)

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↓
6. Runde
07.02.2010 Königsspringer Hamburg 2 SK Union‑Eimsbüttel :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Wolter Hans‑Rudolf Kreutzkamp ½ : ½
2 Karin Chin Andreas Förster 1 : 0
3 Jochen Cremer Lutz Franke 0 : 1
4 Boris Bruhn Till Moser ½ : ½
5 Christian Conrad Thomas Byl 1 : 0
6 Clemens Harder Dr. Erich Kirschneck 1 : 0
7 Dr. Steffen Dettmann Ralf Adloff ½ : ½
8 Guido Stanau Jens Göttsche 0 : 1

07.02.2010 SK Marmstorf SV Großhansdorf 3 : 5
07.02.2010 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK 4 7 : 1
07.02.2010 Schachfreunde Hamburg FC St. Pauli 6 : 2
07.02.2010 SV Eidelstedt Bille SC 5 : 3

Siegesserie hält an!

Dieser Heimkampf gegen Union Eimsbüttel bescherte der 2. Mannschaft erneut ein spannendes Match gegen den Abstieg. Nachdem wir erneut fast in Bestbesetzung antreten konnten (Nur Christian M. fehlte und wurde durch Guido ersetzt.), waren wir wohl nominell leicht favorisiert.

Die Anfangsphase bescherte auch gleich den ersten Paukenschlag. Mein Gegner patzte gleich in der Eröffnung, sodass ich trotz ungenauer Eröffnungsbehandlung nach 14 Zügen einen Mehrturm und den Partiegewinn verbuchen konnte. Ermutigt von diesem Ereignis spielten auch alle anderen mehr oder minder strikt nach vorne, sodass sich schnell gute bis sehr gute Stellungen herauskristallisierten. Steffen nutzte diese Tatsache, um ein »positionelles Rumgeschiebe« in eine Punkteteilung umzuwandeln. Zu diesem Zeitpunkt sah es auch nach einem ungefährdeten Sieg aus. Am ersten Brett spielte Michael eine ambitionierte Angriffspartie, in der es durchaus so aussah, als ob er in Vorteil gelangen könnte. Leider tauschten sich all seine aktiven Figuren und es entstand ein optisch leicht schlechteres Endspiel, was ebenfalls in einer Punkteteilung mündete.

An den restlichen Brettern ging es nicht so friedlich einher. Karin gewann im frühen Mittelspiel einen Bauern. Ihr Läufer konnte einfach mal den f5, welcher vom g6 gedeckt wurde, stiebitzen. Wonach der schwarze König kein sicheren Unterschlupf mehr finden konnte. Jochen (»Wir schaffen sicher noch 12:6 MP!«) knallte in einer guten Ausgangsposition einfach mal einen Läufer in die gegnerische Königsstellung. Leider übersah er eine starke Verteidigungsressource. In der Folge stemmte er sich mit Figur weniger aber mit zwei Mehrbauern gegen die drohende Niederlage und zeigte mal wieder, wie zäh er doch ist. Doch seine Versuche blieben ohne Erfolg.

Auch Boris startete aus besserer Position einen Angriff gegen den König unter Materialinvestition. Nachdem viele Zuschauer schon fest an einen Sieg glaubten, fand sein Gegner die raren Verteidigungszüge, welche die Niederlage abwehrten und Boris zwangen ein Dauerschach zu geben. Connie stand lange Zeit sehr ausgeglichen, bis sein Gegner plötzlich all seine guten Figuren abtauschte, eine Qualität geben musste und dem folgenden konsequenten Druck nicht mehr standhalten konnte. Das Ende besiegelte ein souverän ausgeführter Mattangriff. Auch unser junger Ersatzspieler Guido konnte sich vorerst eine vorteilhafte Stellung verschaffen. Leider fehlt seinem Spiel noch die Konstanz. Heute war leider kein guter Tag für ihn. Irgendwann fehlte eine Figur und auch diese Stellung musste verlorengegeben werden. Spielstand 3,5:3,5! Demnach entschied Karins Partie darüber, wieviele Mannschaftspunkte im Clubheim bleiben. Nachdem sie die erste Zeitkontrolle mit immerhin 3 Sekunden auf der Uhr geschafft hatte, brachte sie das gewonnene Endspiel sicher nach Hause und besiegelte mit ihrem ersten Saisonerfolg den nun schon dritten Sieg der 2. Mannschaft in Folge. Dieser ist Gleichbedeutend mit einem Sprung auf Platz 4 der Tabelle und der Möglichkeit schon im nächsten Spiel beim Bille SC den Klassenerhalt zu sichern!

(Clemens Harder)

↑
↓
7. Runde
28.02.2010 Bille SC Königsspringer Hamburg 2 3 : 5
11:00 Uhr, Begegnungsstätte ›Westibül‹, Friedrich‑Frank‑Bogen 59, 21033 Hamburg

1 Andreas Bigot Michael Wolter ½ : ½
2 Andreas Bertram Karin Chin 1 : 0
3 Rainer Jess Jochen Cremer ½ : ½
4 Martin Kopisch Boris Bruhn ½ : ½
5 Hans‑Jörg Jantzen Clemens Harder ½ : ½
6 Siegfried Wölk Dr. Steffen Dettmann 0 : 1
7 Wolf‑Dieter Paust Christian Melde 0 : 1
8 Nijaz Selman Daniel Maiorov 0 : 1

28.02.2010 SK Union‑Eimsbüttel SK Marmstorf 5 : 3
28.02.2010 FC St. Pauli SV Eidelstedt :
28.02.2010 Hamburger SK 4 Schachfreunde Hamburg :
28.02.2010 SV Großhansdorf SK Johanneum Eppendorf :

Landesliga 2011 gesichert!

Motiviert nach drei Siegen in Folge machten wir uns auf den Weg zu Bille. Ich hatte unser Team als leicht favorisiert eingeschätzt, obwohl wir nicht in Bestbesetzung antraten. Für Conni sprang Daniel ein. Die Anfangsstellungen ließen gleich einen wilden Kampf vermuten:

Karin spielte gegen Andreas Bertram und dieser bot früh einen Bauern an, den Karin gleich doppelt schlagen konnte. Alternativ kam auch ein ruhiger, positioneller Zug in Frage. Karin nahm den Bauern mit.

Ich erlaubte meinem Gegner den Einschlag mit der Dame auf g7 nachdem sich mein Springer nach c3 »durchgefressen« hatte. Mit Mehrbauern, aber Entwicklungsnachteil hatte ich wohl lange Zeit leichten Vorteil, der aber nicht einfach zu verwirklichen war.

Jochen spielte eine zweischneidige Variante gegen Rainer Jess. Diesem stand ich schon dreimal in Begegnungen gegen Bille gegenüber, ein zäher Gegner! Jochen brachte zwar einen gedeckten Freibauern bis nach e6, aber die Figuren standen insgesamt zu passiv, um den Druck weiter ausbauen zu können.

Clemens spielte mit Weiß und erlangte etwas Raumvorteil. Der Gegner beherrschte den Stellungstyp allerdings gut und fand Wege zum Ausgleich.

Christian spielte von Anfang an druckvoll und die Stellung war die einzige von allen acht, die mir wirklich gefiel!

Daniel versuchte indes am Königsflügel zu spielen, mit f7 – f5 – f4 brach er auf. Allerdings war bereits ein Läufer getauscht und die gegnerische Stellung schien mir stabil genug.

Ich rechnete zu diesem Zeitpunkt mit drei bis höchstens vier Brettpunkten, hatten doch mittlerweile Michael und Boris beide ein frühes Remis gespielt.

Karin verlor, da das Gegenspiel für den Bauern zu heftig wurde und die Entwicklung viel zu langsam war. Noch vor der Zeitnotphase machte Jochen remis, ein gerechtes Ergebnis zweier zäher Spieler, meine ich! Am Ende war ich ganz froh darüber, hier hätte vielleicht auch eine Null draus resultieren können! Daniel hatte eine Figur geopfert, was m. E. nicht ging. Der gegnerische Antwortzug ging m. E. aber auch nicht, wonach ich Daniel klar im Vorteil sah. Weiteres von Daniels Partie bekam ich kaum mit, da sich bei mir auch die Zeitnot anbahnte. Clemens bekam ein Remis‑Angebot, ich wies ihn aber an, weiterzuspielen. Christian hatte inzwischen seine Druckstellung in einen gegnerischen Doppelbauern umgemünzt, allerdings war der Gewinn noch entfernt. Als der Gegner nun aber seinerseits versuchte, Druck aufzubauen, ging Material verloren und damit dann schnell die Partie. Das war der Ausgleich und nun kam bei mir die Zeitnot, 18 Züge in vier Minuten. Mein Gegner und ich hatten beide viel Zeit in die Stellung investiert. In häuslicher Analyse fand ich eine Fortsetzung für Siegfried Wölk, die ihm Gewinn versprochen hätte. In der Partie hatte ich diesen Zug auch gesehen, aber unterschätzt. Zum Glück fand er eine andere Fortsetzung. Ich kam dann doch noch zur Rochade, auf beiden Seiten flogen Bauern weg. Mein Gegner drohte einen hübschen taktischen Einschlag, was ich zum Glück sah und einen Gegenschlag vorbereitete. So kam es dann aufs Brett, schnell die Damen getauscht und ich befand mich nach der Zeitnotphase in einem Endspiel mit Turm plus 3 Bauern gegen Läufer plus 2 Bauern wieder. Zwar waren seine Bauern nicht ganz ungefährlich, liefen die Bauern doch auf unterschiedlichen Flügeln. Aber so ein Turm ist ja bekanntlich ganz schön stark und nach der Zeitkontrolle war ich mir sicher, diese Stellung zu gewinnen. Gleichzeitig hatte Daniel auf Zeit gewonnen, angeblich wurde nicht alles optimal gespielt, aber Punkt ist Punkt. So führten wir plötzlich 3,5:2,5 und da ich klar auf Gewinn stand, machten Clemens und sein Gegner remis. Mein Gegner ließ sich noch weitere sechs Züge zeigen, um zu prüfen, ob ich die Stellung verstanden hatte, dann gab er auf.

Mit einem 5:3 in der Tasche fuhren wir noch beim Blockhouse vorbei und konnten bei Speis und Trank den Kampf Revue passieren lassen. Insgesamt sicherlich etwas glücklich, das hätte auch genauso andersherum ausgehen können. Aber zur Zeit haben wir einen Lauf, vier Siege in Folge machen Lust auf mehr! Natürlich waren wir gegen Bille auch psychisch klar im Vorteil, denn unsere bis dato erzielten sechs Mannschaftspunkte würden vermutlich dieses Jahr bereits zum Klassenerhalt reichen.

Zwei Runden vor Schluss gibt es nun folgende Ausgangslage: der HSK ist mit 0 Punkten vermutlich erster Absteiger. Marmstorf (3P) und Bille (2P) spielen in der letzten Runde gegeneinander und machen vermutlich den zweiten Absteiger unter sich aus. Eidelstedt (5P) ist vielleicht schon durch, ungewöhnlich für die Landesliga! Nachdem Pinneberg in der Oberliga gewonnen und sich etwas von den Abstiegsrängen entfernt hat, wird es wohl nicht nur bei nur zwei Absteigern bleiben, sondern voraussichtlich wird es auch noch einen dritten Aufsteiger aus der Stadtliga geben. Für unsere Stadtliga‑Teams bedeutet das, dass voraussichtlich jeweils der 8. Platz zum Klassenerhalt reicht.

In der oberen Tabellenhälfte führen die Schachfreunde (14P), spielen aber noch gegen SKJE (12P) und Großhansdorf (12P). Sehr spannend dieses Jahr, für die Mittelfeldmannschaften wird es indes eine entspannte Schlussdoppelrunde in der City Nord geben. Mal was anderes!

Fazit: So früh haben wir lange nicht mehr den Klassenerhalt sichern können, nach dem Saison‑Start (0:6) um so ungewöhnlicher. Jetzt haben wir erst mal einen Monat Zeit, um unseren Erfolg zu genießen. Landesliga 2011, wir sind wieder dabei!

(Steffen Dettmann)

↑
↓
8. Runde
10.04.2010 Königsspringer Hamburg 2 FC St. Pauli :
14:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Michael Wolter Thomas Wolloner : +
2 Karin Chin Andreas Mitscherling 0 : 1
3 Jochen Cremer Bernd Wronn 1 : 0
4 Boris Bruhn Maik Richter 0 : 1
5 Christian Conrad Dr. Guntram Knecht 0 : 1
6 Clemens Harder Torsten David 1 : 0
7 Dr. Steffen Dettmann Carsten Kluth ½ : ½
8 Daniel Maiorov Luis Martin‑Sommerfeldt 1 : 0

10.04.2010 SK Marmstorf SK Johanneum Eppendorf 1 : 7
10.04.2010 Schachfreunde Hamburg SV Großhansdorf :
10.04.2010 SV Eidelstedt Hamburger SK 4 :
10.04.2010 SK Union‑Eimsbüttel Bille SC :
↑
↓
9. Runde
11.04.2010 Hamburger SK 4 Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Karl‑Heinz Nugel Michael Wolter 0 : 1
2 Bernhard Jürgens Karin Chin 0 : 1
3 Martin Sechting Jochen Cremer 0 : 1
4 Michael Kleiner Boris Bruhn 1 : 0
5 André Hold Christian Conrad 1 : 0
6 Dr. Torsten Szobries Clemens Harder ½ : ½
7 Claus Czeremin Dr. Steffen Dettmann 0 : 1
8 Florian Held Christian Melde 1 : 0

11.04.2010 Bille SC SK Marmstorf 3 : 5
11.04.2010 FC St. Pauli SK Union‑Eimsbüttel :
11.04.2010 SV Großhansdorf SV Eidelstedt 5 : 3
11.04.2010 SK Johanneum Eppendorf Schachfreunde Hamburg 5 : 3

Saisonabschlussbericht

April bedeutet für die Landesliga immer Doppelwochenende in der City Nord. Zum ersten Mal allerdings konnten wir ganz entspannt dort hinfahren, weder Auf‑ noch Abstieg waren mehr möglich. Am Samstag, spielten wir arbeitgeberfreundlich nur zu siebt gegen St. Pauli. Das 4,5 war nahe, als Conni wie paralysiert seinen 40. Zug nicht ausführte und auf Zeit verlor. Ein simpler Zug hätte klaren Vorteil und damit wohl auch den ganzen Punkt garantiert. Am Ende also etwas unglücklich verloren wir 3,5:4,5. Stark aufgespielt hatten dabei Daniel, Jochen und Clemens, die allesamt schöne Gewinnpartien herausspielten.

Am Sonntag in Bestbesetzung spielten wir nochmals gegen den Tabellenletzten, ein Sieg musste eigentlich her. Während ich nach 12 Zügen bereits Figur, 2 Bauern und Stellung mehr hatte (Unglaubliches war passiert), konnte ich wenig später entspannt die übrigen Partien verfolgen. An den vorderen Brettern sah es gut aus, an den hinteren weniger, in der Mitte war alles möglich. Am Ende konnten Michael, Karin und Jochen zum ersten Mal alle 3 gewinnen und das Remis durch Clemens reichte zum knappen 4,5:3,5‑Sieg. An den anderen Brettern wurde hart gekämpft, aber irgendwie sollte es an diesem Wochenende nicht so hohe Siege für uns geben, wie in den letzten Jahren. Vielleicht fehlte hier einfach die Spannung, weil es um nichts ging.

Spannender hingegen war der Aufstiegskampf. Wer auf den SKJE vor dem Wochenende gesetzt hätte, hätte sicherlich äußerst hohe Quoten bekommen. Und er wäre belohnt worden! Die Ausgangslage war, dass Eppendorf 2 Mannschaftspunkte und 3 Brettpunkte aufholen musste. Dabei spielten die Schachfreunde am Samstag sogar einen 5,5:2,5‑Sieg heraus! Aber – Eppendorf erzielte gar einen 7:1‑Sieg, sodass ein 5:3 gegen die Schachfreunde direkt zum Aufstieg reichen würde. Wer es am Ende war ist unklar, aber irgendwie kippten etliche der Stellungen, die für die Schachfreunde erst gut aussahen. Besonders Hendrik Schülers Remis gegen keinen geringeren als Jan‑Paul Ritscher war die Folge großen Einsatzes!

Insgesamt ein für mich unglaublicher Schluss‑Spurt, an dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch an den SKJE!

Auch im Abstiegskampf gab es eine direkte Begegnung. Am Ende konnte sich Marmstorf durch einen 5:3‑Sieg gegen Bille retten.

Insgesamt also sowohl ein entspanntes als auch spannendes Wochenende, das viel Schach geboten hat! Am Ende gingen wir zum Saisonausklang noch gemeinsam Essen und konnten den HSV‑Sieg live miterleben. Ein gelungenes Wochenende, die Saison 2010/2011 kann kommen!

Einzelbewertungen:

Miachael war wie immer stark, auch wenn nur eine 1 dabei herauskam.

Karin kam mit einem blauen Auge davon, viele schöne Partien, wenige Punkte und die Erkenntnis, dass das richtige Zeitmanagement trainiert werden muss!

Jochen spielte souverän. Mit kompletter Spielanlage war hier immer mit Punkten zu rechnen.

Boris spielte solide und lieferte die Punkte in den entscheidenden Kämpfen. Am Ende etwas unglücklich mit der Doppel‑Null.

Ähnlich solide spielte Conni, 3 Ganze, 3 Nullen. Als MF war mir das viel lieber als 6 Mal Remis! Wichtige Punkte mit schönem Spiel nach vorne und gegen Eidelstedt mit geheimnisvoller Quelle zur Vorbereitung.

Clemens zeigte, weshalb er Königsspringer Vereinsmeister ist! Als einziger Spieler ungeschlagen, ist Brett 6 wohl zu niedrig für ihn!

Ich erzielte als einziger 4 Siegpartien und fühlte mich recht wohl an den hinteren Brettern. Insgesamt war ich mit meiner Leistung zufrieden.

Christian spielte solide, auch wenn mehr möglich gewesen wäre. Aber – immer zuverlässig und kämpferisch!

Die Ersatzspieler waren mal wieder hervorragend, vielen Dank an alle! Mit 2 aus 2 stach besonders die Leistung von Daniel hervor.

Insgesamt eine merkwürdige Saison, in der dem 0:6‑Start ein 10:2‑Finish folgte und am Ende sogar 5 Punkte locker zum Klassenerhalt gereicht hätten. Ich hatte das Gefühl, dass das Niveau der Landesliga in dieser Saison besonders hoch war, immerhin bekam ich an Brett 7 noch einen Gegnerschnitt von DWZ 2040. Die Stimmung in der Mannschaft hat mir sehr gefallen, es gab wenige Ausfälle, alle kamen regelmäßig pünktlich und stets motiviert und gut gelaunt! Ich bedanke mich bei allen aus der 2. Mannschaft – so kann es nächste Saison weitergehen!

(Steffen Dettmann)

Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/10-ksh2.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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