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www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Jugendbundesliga‑Nord, Staffel West 2009/10
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 4 4 5 3 5 37,0 17
2. SV Salzgitter 2 6 5 4 5 6 4 41,0 16
3. Königsspringer Hamburg 5 5 33,5 12
4. Segeberger Schachfreunde 2 0 3 3 3 29,0 11
5. SK Nordhorn‑Blanke 1 1 3 4 3 3 26,5 9
6. SV Werder Bremen 3 2 3 26,0 8
7. SK Johanneum Eppendorf 1 1 ½ 3 3 20,5 6
8. Elmshorner SC 3 2 5 23,0 5
9. Wilhelmshavener Schachfreunde 0 ½ 3 3 3 21,5 5
10. SC Diogenes 1 2 1 ½ 3 1 ½ 12,0 1
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Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Daniel Maiorov
H A H H A H A H A
DIO
 
NOH
 
WBR
 
WHV
 
HSK
 
SBG
 
SKJ
 
SZG
 
ELM
 
1 Borgmeyer, Max ½ ½ 1 + 0 0 0 0 1
2 Lock, Adrian   ½ ½ 1 0 0 1 ½  
3 Maiorov, Daniel 1 1   1 0 0 1 0  
4 Stanau, Guido 1 ½ 1 1 1 0 1 1 ½
5 Streich, Justus   1 1 ½ ½ ½ 1 0  
6 Meyer, Ole                  
7 Langmann, Markus       1 1 1      
8 Raider, Eugen 1 0 1       1   1
9 Hort, Max 1               0
10 Akram, Shumon ½   0         0 1
11 Steinfeldt, Henry                 1
12 Spät, Alexander                  
13 Schiffmann, Darius                  
14 Mau, Felix                  
15 Viol, Joshua                  
16 Burneckas, Yunus                  
17 Badura, Christopher                  
18 Hartig, Ruben                  
19 Götze, Tobias                  
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1. Runde
27.09.2009 Königsspringer Hamburg SC Diogenes 5 : 1
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Max Borgmeyer Torben Schulenburg ½ : ½
2 Daniel Maiorov Ruidi Xin 1 : 0
3 Guido Stanau Rebecca Rolfs 1 : 0
4 Eugen Raider Jasmin Dalipovic 1 : 0
5 Max Hort Emir Zehic 1 : 0
6 Shumon Akram Semir Zehic ½ : ½

27.09.2009 SK Nordhorn‑Blanke SV Werder Bremen :
27.09.2009 Wilhelmshavener Schachfreunde Elmshorner SC :
27.09.2009 Hamburger SK SV Salzgitter 4 : 2
27.09.2009 Segeberger Schachfreunde SK Johanneum Eppendorf :
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2. Runde
25.10.2009 SK Nordhorn‑Blanke Königsspringer Hamburg :
10:00 Uhr, Grundschule Blanke, Klarastr. 29, 48529 Nordhorn

1 Jens Schulz Max Borgmeyer ½ : ½
2 Jörn Borrink Adrian Lock ½ : ½
3 Nico Sanning Daniel Maiorov 0 : 1
4 Maarten Hurink Guido Stanau ½ : ½
5 Annika Kleinschmidt Justus Streich 0 : 1
6 Timo Oehne Eugen Raider 1 : 0

25.10.2009 SV Werder Bremen SK Johanneum Eppendorf 3 : 3
25.10.2009 SV Salzgitter Segeberger Schachfreunde 6 : 0
25.10.2009 Elmshorner SC Hamburger SK :
25.10.2009 SC Diogenes Wilhelmshavener Schachfreunde ½ :

Inglourious Basterds – Kein Prinzip heilig

Eigentlich gehört es ja zu einem meiner eisernen Prinzipien. Nimm an keiner Aktion teil, dessen Hin‑ und Rückweg zusammen mehr Zeit in Anspruch nehmen, als das vor Ort stattfindende Ereignis. (Hinweg + Rückweg) (t) ≥ Zeit vor Ort (t) ⇒ Verzicht. Trotzdem gibt es in unserem Leben keine Regel, die keine Ausnahme zulässt. So auch diesmal. Es war nämlich wieder Zeit für einen Jugendbundesliga‑Auswärtskampf in Nordhorn und bekanntlich beträgt die Wegdauer in eine Richtung schon etwa 3,5 Stunden. Bei Gesamtbedenkzeit von 5 Stunden konnte ich mir, bereits um 07:30 Uhr am Treffpunkt Niendorf Markt, sicher sein, dass ich heute mal wieder gegen die eigene Lebensphilosophie handeln würde. Wie auch immer, vielleicht ist es ja notwendig, schließlich hat keiner versprochen, dass die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft U20 2010 ein Spaziergang ohne Opferbringung werden würde. So trafen wir uns also und fuhren dank (großer Dank!!!) den Fahrern Martin Bierwald und Uwe Borgmeyer in Richtung holländische Grenze, Höhe Almelo. Kurz nacheinander und beide pünktlich in der Realschule Nordhorn angekommen, ging es an die Bretter. Wir waren natürlich um einiges stärker aufgestellt, als noch gegen Punktelieferant Diogenes, das war gegen Nordhorn auch unbedingt notwendig. Die Statistik besagt nämlich, dass man hier in den letzten Jahren sehr schlecht bis gar nicht gepunktet habe und dass es diese Saison aber unumgänglich sei, wenn man denn ganz vorne mitspielen wolle. Also, knappen Sieg als Wunschergebnis ausgegeben, begannen die Eröffnungsphasen.

Max hatte eine ihm wohl gut bekannte Schottisch‑Variante auf dem Brett, welche der Gegner aber nicht so sicher herunterspielen konnte. So sahen Max’ Stellung und auch sein Zeitvorteil durchaus vielversprechend aus. Adrian hatte an 2 seine Variante im Vorstoß‑Franzosen aufs Brett gebracht, ich an 3 ebenso meinen Anti‑Najdorf‑Kram. Guido spielte gegen einen positionellen d4‑Spieler und stand von Anfang an ein wenig gedrückt, während Justus nach seinem Grand‑Prix‑Aufbau bereits ziemlich gut stand. Nach … Achso, Eugen. Eugen spielte gegen Trompowski‑Angriff (1.d4 Sf6 2.Lg5) und zauberte wieder irgendeine Scheiß‑Geheimvariante aufs Brett. Da sein Gegner auch noch so ein kleines Kind war, hatte Eugen wohl auch nicht vor, dessen Absichten in Betracht zu ziehen und stellte seine Figuren weiter möglichst hübsch auf seiner Bretthälfte auf. Es endete damit, dass die Stellung krass kompliziert wurde und Eugen nach einiger Zeit was einstellte. Hier ist ein kleiner Zeitsprung, denn als dies geschah, führten wir bereits mit 1,5:0,5.

Was war passiert?!: Justus überrannte seine Gegnerin am Königsflügel und hatte dann nach einigem Materialvorteil bald auch den gegnerischen König in Person erlegt, während Max total super aus seiner Schottisch‑Variante herauskam und in gewonnener Stellung ohne auch nur jemanden zu fragen remis anbot. Der Gegner konnte sein Glück nicht fassen und reichte ihm sofort die Hand. Dieser hatte nämlich aus der Eröffnung heraus ins Endspiel nur die beiden Türme und 5 Bauern mitnehmen können/dürfen, während Max mit Dame, Läufer und 3 Bauern etwas besser bestückt war. So wurde der Kampf noch richtig (unnötig) spannend.

Ich hatte mich so über Eugen und Max aufgeregt, dass meine derbst fette Stellung in hochgradiger Zeitnot vollkommen den Bach runterging. Nach dem 40. Zug fand ich mich in einem remisen Schwerfigurenendspiel wieder und war grad am überlegen, ob ich noch einen Gewinnversuch riskieren sollte, oder gleich Dauerschach des Gegners zulasse. Ich entschied mich fürs Erstere, denn bei einem Remis wär der Mannschaftssieg nicht mehr erreichbar gewesen. Es war nämlich so, dass Adrian eine ganz, ganz schlechte Stellung zu verwalten hatte und erst zum Ende hin sich befreien und in ein ungleichfarbiges‑totremises‑Läuferendspiel abwickeln konnte. Bei Guido hatte sich die Stellung aber verbessert und es schien durchaus realistisch, dass er ebenso einen halben Punkt beisteuert. So machte ich mit 6 Minuten Restzeit auf der Uhr den aktiven Zug und wie bereits in meiner vorherigen Zeitnot, machte mein Gegner den Fehler nicht etwas länger reinzuschauen. Stattdessen zog er schnell und den einzigen Verlustzug zugleich. Danach war es sofort vorbei, Material weg, Bauer durch, Schach, Matt, alles was dazu gehört halt. 2,5:1,5 – wir brauchten noch 2 Halbe. Adrian machte sehr schnell remis, für den Gegner war nichts mehr zu machen.

Nun schauten wir auf Guido, der erstmal einen Bauern einstellte und sich nun gegen die Freibauern (2) des Gegners verteidigen musste. Dank einer krass schlechten Spielweise des Gegners, aber auch dank guter Gegenfopps von Guido mussten beide in die Zeitnot. Während es dem verteidigenden Spieler bekanntlich nichts ausmacht, war der Angreifer, von der Siegespflicht und den verrinnenden Sekunden nervös gemacht, völlig aus der Spur. Er kam zu keinem aktiven Zug und stellte auch noch beim Tausch der restlichen Figuren beide Freibauern ein. Am Ende hatte er einen Randbauern + König gegen Guidos König, der aber bereits nach einer langen Reise übers ganze Brett in der warmen Umwandlungsecke eingetroffen war. So trennte man sich mit der Punkteteilung, der knappe Mannschaftssieg war endlich geschafft.

Schnell alles unterschrieben ging es zurück in die Heimat, Martins Auto mit Eugen und Justus war schon aufgrund wichtiger Termine Martins bereits losgefahren. Auf dem Rückweg noch bei Schalke – HSV in der Bundesliga‑Show mitgefiebert, einigen ungeduldigen Fans unser Ergebnis mitgeteilt (Danke für euer Interesse!) und das Problem des 6. Brettes besprochen.

Am Wochenende 21./22.11 geht es dann 2 Mal zu Hause um die Wurst. Besonders am Samstag gegen Salzgitter steht unserer Mannschaft die Meisterprüfung bevor. Davor wird es aber sicher noch einige Trainingseinheiten zur Einstimmung geben. Bis dahin!

(Daniel Maiorov)

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3. Runde
22.11.2009 Königsspringer Hamburg SV Werder Bremen :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Max Borgmeyer Simon Bart 1 : 0
2 Adrian Lock Arthur Szczap ½ : ½
3 Guido Stanau Fabius Sasse 1 : 0
4 Justus Streich Dimitrij Kollars 1 : 0
5 Eugen Raider Nabil Ismail 1 : 0
6 Shumon Akram Dersim Aslan 0 : 1

22.11.2009 Wilhelmshavener Schachfreunde SK Nordhorn‑Blanke 3 : 3
22.11.2009 Hamburger SK SC Diogenes 5 : 1
22.11.2009 Segeberger Schachfreunde Elmshorner SC 3 : 3
22.11.2009 SK Johanneum Eppendorf SV Salzgitter 1 : 5

Wieder 4,5 – nur andersherum

Am 22.11. spielten wir morgens gegen Werder Bremen. Der Vortag war eher erfolglos verlaufen, um es mal hübsch auszudrücken (siehe Salzgitter‑Bericht). Heute gegen die nominell viel schlechteren Bremer musste ein hoher Sieg her. Unsere einzige Sorge war, dass Peter Lichmann diesmal besser spielen würde, als letztes Jahr. Als die Bremer kamen, stellten wir überrascht fest, dass besagter Lichmann nicht spielte. So waren nun auch Adrian und Max favorisiert. Meine Hoffnungen wurden in der Anfangsphase prompt bestätigt: Eugen konnte viel Raum am Damenflügel gewinnen und Justus hatte im Karin‑Chin‑Aufbau gegen Siz eine äußerst komfortable Stellung. Hier wurde auch souverän und ungefährdet (ob dieses Adverb jetzt nötig war?) der erste Punkt eingefahren. Das einzige Problem, das Justus während der Partie hatte, war der Vater von Justus Gegner, der für Justus’ Geschmack entschieden zu lange und zu oft zuschaute. Max stellte leicht erheitert fest, dass sein Gegner nach 1.e4 e5 2.Sf3 d6 nicht mehr weiter wusste und erst einmal in die Stellung guckte. Bei Adrian wurde wieder b3‑Siz gespielt und die Partie ohne Höhen und Tiefen endete, teils durch Adrians knappe Zeit bedingt, remis. Erwähnenswert ist aber der Nachname von Adrians Gegner: Szczap, noch nie ist mir ein Name mit einem derart gestörten Vokal‑Konsonanten‑Verhältnis untergekommen. Begeistern hingegen konnte wieder einmal Guido Stanau, der geschickt von 1.Sf3 in Drachen überleiten konnte und das Unwissen seines Gegners zunächst einmal mit einem gewonnenen Bauern und starker Initiative strafte. Ich selbst hatte im Skandinavischen meine Probleme und habe mich irgendwie komisch hingestellt, doch noch ist alles im Rahmen. Guidos Gegner opfert eine Figur um dann immer noch weniger Aktivität zu haben. Bald heißt es hier 0:1 – Gratulation an Guido, der an diesem Wochenende mit der VM‑Partie 3/3 machte (naja, zwei waren fast geschenkt, aber trotzdem)! Ich spiele wieder eine grausame Partie und verrechne mich in der besten Verteidigungsvariante, sodass ich die Variante verwerfe. Die Folge ist Dxf2+ und dass dies nicht gut ist, merkt man auch ohne die Reststellung. Zum Glück kann Max seinen Gegner mit einer geschickten und ansehnlichen Kombi bezwingen, sodass der Sieg schon feststeht. Nachdem ich mich noch einmal verrechne, gebe ich meine Partie auf. Dieses Wochenende war wohl schachlich eines der schlechtesten, die ich je hatte. Später erfahre ich, dass Eugen, dessen einziges Problem zwischendurch die Zeit war, auch gewinnen konnte. Endergebnis ist ein glanzloser 4,5:1,5‑Pflichtsieg, aber gewonnen ist gewonnen!

(Shumon Akram)

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4. Runde
20.12.2009 Königsspringer Hamburg Wilhelmshavener Schachfreunde : ½
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Max Borgmeyer Nikolas Lubbe + :
2 Adrian Lock Finn Hilgendorff 1 : 0
3 Daniel Maiorov Jan‑Hendrik Heyne 1 : 0
4 Guido Stanau Lukas Heyne 1 : 0
5 Justus Streich Ian Hilgendorff ½ : ½
6 Markus Langmann Florian Neumann 1 : 0

20.12.2009 SV Werder Bremen SV Salzgitter 2 : 4
20.12.2009 Elmshorner SC SK Johanneum Eppendorf :
20.12.2009 SC Diogenes Segeberger Schachfreunde ½ :
13.02.2010 SK Nordhorn‑Blanke Hamburger SK 1 : 5

Ein eigentlich perfekter Tag

Wir schreiben den 20.12. Ein Tag, der über unsere Zukunft entscheiden sollte. Ein Tag, an dem wir erfahren würden, ob wir zwischen Weihnachten und Neujahr die Chance haben sollten auf der Deutschen U20‑Meisterschaft mitzuwirken – und zwar sowohl im Jahre 2009, als auch 2010! Mehr dazu später.

Der Kampf gegen Wilhelmshaven war für uns von großer Bedeutung, hatten wir doch bereits gegen Salzgitter verloren und durften eigentlich keine Punkte mehr abgeben, wenn wir unser Saisonziel Platz 1 oder 2 und damit die (potentielle) Teilnahme an der Deutschen Vereinsmeisterschaft U20 2010 erreichen wollten bzw. überhaupt erst ein Endspiel darum gegen den HSK erreichen wollten. Leider steht das durchaus interessante Ergebnis des HSK gegen Nordhorn‑Blanke noch aus. Rein nominell sollte sich ein interessanter Kampf entwickeln, da die Wertungszahlen der Stammspieler relativ ausgeglichen waren. Wir traten mit unseren vermutlich besten 6 an (Markus kam zu seinem ersten Einsatz), die Wilhelmshavener erschienen zum einen nur zu fünft (Lubbe 2200 war nicht an Bord) und auch sonst nicht in ihrer Bestbesetzung, jedoch waren wir an Brett 2, 3 und 4 rein DWZ‑technisch nicht favorisiert.

Eine Stunde nach Kampfbeginn (unsere Gäste kamen 20 Minuten zu spät, wir stellten die Uhr jedoch noch nicht an) lagen wir nicht nur 1:0 sondern gleich 2:0 in Führung. Mit dem kampflosen Punkt von Max im Rücken spielte Markus stark auf und gewann leicht und locker mit einer wirklich sehr ansehnlichen Taktik. Bereits zu diesem Zeitpunkt war der Sieg eigentlich schon greifbar. Guido hatte mal wieder seine Lieblingsvariante im c3‑Siz auf dem Brett, der bisher kaum einer seiner Gegner widerstehen konnte. Auch in diesem Fall sollte sich das nicht ändern. Eine wirklich sehr schöne Partie! Der ganze Punkt war in keiner Weise gefährdet!

Zur gleichen Zeit konnte ich nach vermutlich nicht ganz korrekter Eröffnung ebenfalls einen taktischen Schlag landen und gewann nach einem Figurenopfer diese inklusive Zinsen (einen Bauern) und sehr komfortabler Stellung zurück. Unnötigerweise tauschte ich jedoch die Damen und wickelte in ein Endspiel mit jeweils 2 Türmen und einer Leichtfigur mit Mehrbauern ab, das ich eigentlich nur noch zu gewinnen brauchte. In der Zwischenzeit gewann Daniel eine Qualität, die er letzten Endes souverän umsetzte. Der 6:0‑Sieg schien greifbar, einzig Justus hatte nach vermutlich guter Eröffnung zwei Bauern eingestellt, und es ergab sich ein Turmendspiel mit eben zwei verbundenen Minusfreibauern auf dem Brett. Nachdem ich dann meinen Sieg eingefahren hatte, schaute ich abermals auf das Brett von Justus und auf einmal waren es noch gleich viele Bauern, die sich alle an einem Flügel befanden – remis!

Ein verdienter 5,5:0,5‑Sieg, der vor allem unserer taktischen Stärke zuzuschreiben ist und natürlich dem Fakt, dass Lubbe nicht anwesend war – aber wer weiß, vielleicht hätte Max ja wie letztes Jahr gewonnen?!

Als alle fertig waren ertönte dann die zweite noch bessere Nachricht an diesem Tage: Unser Freiplatzantrag ist durchgekommen!!! Das bedeutet: Wir dürfen an der Deutschen U20 Vereinsmeisterschaft bereits in diesem Jahre mitwirken!

Außerdem konnten wir das spannende HSV‑Spiel im Radio mitverfolgen, wobei hier 3 Punkte, also einer mehr als bei uns, an die Hansestadt gingen. Einziger Wermutstropfen war die Niederlage des FC St. Pauli, was jedoch der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Am Ende des Tages wurden dann noch die letzten Reste Glühwein verzehrt, einige gesellige Spiele gespielt und sich vor allem einfach nur über diesen wunderbaren Tag gefreut!

Trotzdem möchte ich zur Halbzeit der Saison ein kleines Zwischenfazit ziehen: Insgesamt kann man mit der Saison bisher zufrieden sein. Zwar wurde der Kampf gegen den direkten Konkurrenten verloren, jedoch auch gegen Nordhorn‑Blanke und Wilhelmshaven gewonnen. Es läuft demnach alles mehr oder weniger nach Plan. Ich denke, inzwischen ist auch bei allen angekommen, dass wir eine gute Chance haben, in dieser Saison etwas zu reißen. Herausheben möchte ich derzeit niemanden, denn die Toten werden erst am Ende des Krieges gezählt und heute haben wir zwar eine Schlacht gewonnen, aber keinen Krieg!

(Adrian Lock)

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5. Runde
10.01.2010 Hamburger SK Königsspringer Hamburg :
10:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Jonathan Carlstedt Max Borgmeyer 1 : 0
2 Malte Colpe Adrian Lock 1 : 0
3 Haroutioun Dalakian Daniel Maiorov 1 : 0
4 Sebastian Meinßen Guido Stanau 0 : 1
5 Julian Grötzbach Justus Streich ½ : ½
6 Dan Allen Sander Markus Langmann 0 : 1

__.__.2010 Wilhelmshavener Schachfreunde SV Werder Bremen :
06.03.2010 Segeberger Schachfreunde SK Nordhorn‑Blanke 3 : 3
10.01.2010 SK Johanneum Eppendorf SC Diogenes :
10.01.2010 SV Salzgitter Elmshorner SC :
↑
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6. Runde
14.02.2010 Königsspringer Hamburg Segeberger Schachfreunde :
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Max Borgmeyer Julian Schwarzat 0 : 1
2 Adrian Lock Rico Huhnstock 0 : 1
3 Daniel Maiorov Mirko Neitzel 0 : 1
4 Guido Stanau Steffen Wrage 0 : 1
5 Justus Streich Inga Marx ½ : ½
6 Markus Langmann Tammo Bansen 1 : 0

20.02.2010 SV Werder Bremen Elmshorner SC :
14.02.2010 SC Diogenes SV Salzgitter 2 : 4
27.02.2010 SK Nordhorn‑Blanke SK Johanneum Eppendorf : ½
14.02.2010 Wilhelmshavener Schachfreunde Hamburger SK :
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↓
7. Runde
07.03.2010 SK Johanneum Eppendorf Königsspringer Hamburg 1 : 5
10:00 Uhr, Johanneum (Pavillon), Maria‑Louisen‑Str. 114, 22301 Hamburg

1 Wesal Moshtael Max Borgmeyer 1 : 0
2 Paul Meyer‑Dunker Adrian Lock 0 : 1
3 Tilman Stellfeld Daniel Maiorov 0 : 1
4 Philipp Schaeffer Guido Stanau 0 : 1
5 Maurizio Palladini‑Thiermann Justus Streich 0 : 1
6 Daniel Ried Eugen Raider 0 : 1

07.03.2010 Hamburger SK SV Werder Bremen 3 : 3
07.03.2010 Segeberger Schachfreunde Wilhelmshavener Schachfreunde 3 : 3
07.03.2010 SV Salzgitter SK Nordhorn‑Blanke 5 : 1
07.03.2010 Elmshorner SC SC Diogenes 5 : 1

Es geht um nichts mehr

Unter dem Motto »Lasst uns die Saison einfach nur noch zu einem Ende bringen« stand unser vorletztes Spiel der diesjährigen JuBl‑Spielzeit. Spätestens nachdem wir gegen Segeberg verloren hatten, war klar, dass nach vorne nichts mehr zu reißen war und auch mit dem Abstieg sollten wir eigentlich nichts mehr zu tun haben. Dennoch spielten wir in einer sehr starken Besetzung, auch wenn es uns natürlich lieber wäre, wenn SKJE nicht absteigen würde. Dies scheint inzwischen jedoch unvermeidbar.

Pünktlich um 10:00 Uhr begann der Kampf, d. h. eine Stunde vor der eigentlich vorgeschlagenen Spielzeit von MF Daniel. Genützt hat es SKJE trotzdem nichts.

Nach den ersten beiden Stunden Spielzeit sah es an allen Brettern durchaus sehr gut aus. Bei Max hatte sich eine unübersichtliche Stellung entwickelt, in der vor allem Wesal viel Zeit verbrauchte. Ich selbst hatte nach einer nicht ganz optimalen Eröffnung ebenfalls viel Rechenarbeit vor mir. Bei Daniel kristallisierte sich nach Zugumstellung eine Theoriestellung von Caro‑Kann heraus, die Daniel nach eigener Aussage »als einzige Variante auswendig kann«. Da liegt die Frage nahe, warum trotzdem so viel Zeit seinerseits verbraucht wurde. Mich würde interessieren, inwiefern ihn dieses Mal wieder andere Fragen beschäftigt haben (»5‑ oder 6‑farbig, der Teppich«). Guido hatte eine vorteilhafte Drachenstellung, Justus bereits einen Bauern mehr und Eugen zuerst einen Bauern geopfert und dann später eine Figur dafür erhalten. Der Sieg schien also schon zum Greifen nahe.

Nacheinander gewannen dann auch Eugen, Justus und Guido, wobei die beiden ersten auch sehr schnell verschwanden. Hoffen wir, dass sie nicht noch einen Wochenenddienst zu verrichten hatten …

Auch ich hatte inzwischen eine Qualle gewonnen, bei jedoch nicht zu unterschätzendem Gegenspiel und auch Daniel sammelte diverse Bauern ein.

Nach der Zeitkontrolle wurden dann bei Daniel zuerst jegliche Dauerschachversuche abgewehrt und gewonnen und auch ich gewann. Bei Max entstand ein Doppelturmendspiel, dass letzten Endes aufgegeben werden musste.

Ein alles in allem ungefährdeter 5:1‑Sieg. Passend hierzu noch ein Zitat von Hendrik Schüler: »Wir (SKJE) haben mit halb so vielen Chancen doppelt so viele Punkte gemacht«. Na dann kann er sich ja auch über diese Niederlage freuen?

(Adrian Lock)

↑
↓
8. Runde
21.11.2009 Königsspringer Hamburg SV Salzgitter :
16:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Max Borgmeyer Marcel Kyas 0 : 1
2 Adrian Lock Stephan Bradler ½ : ½
3 Daniel Maiorov Olaf Langenfeld 0 : 1
4 Guido Stanau Norwin Sauer 1 : 0
5 Justus Streich Philipp Kyas 0 : 1
6 Shumon Akram Fabian Wolff 0 : 1

18.04.2010 SV Werder Bremen SC Diogenes :
18.04.2010 SK Nordhorn‑Blanke Elmshorner SC 4 : 2
18.04.2010 Wilhelmshavener Schachfreunde SK Johanneum Eppendorf 3 : 3
18.04.2010 Hamburger SK Segeberger Schachfreunde 4 : 2

Die Parabel f(x) = −(x − 3)² + 9

Das war ein Tag, der 21.11. Es ging gegen Salzgitter. Der Kampf begann um 16:00 Uhr, Salzgitter hatte verlegt. Daniel schloss um 15:53 Uhr auf. Als Dankeschön für die Verlegung gab es für jeden von uns freundlicherweise Lebkuchen, das brachte uns in Verlegenheit. Zum Kampf:

Adrians Gegner kennt keinen b3‑Siz mit völligem Wirrwarr als Ergebnis. Justus spielt souverän das Steffen‑Dettmann‑System runter. Ich überrasche meinen Gegner mit einer ebenfalls von Steffen entwickelten/empfohlenen Philidor‑Variante. Guidos Gegner kennt keinen c3‑Siz. Max kommt gut raus. Fazit: Wir haben bei Guido und mir deutlichen Zeitvorteil (mehr als 30 Minuten), bei Max und Justus kleineren Zeitvorteil (ca. 15–20 Minuten). Meine Stellung ist gut, Guidos Gegner braucht 90 Minuten um eine Theorievariante zu finden. Justus stellt einen Bauern ein, kann jedoch dann eine gute Stellung mit zwei Figuren für Turm herausarbeiten. Daniels Partie verläuft ziemlich flach ohne Höhen und Tiefen und endet in einem gleichfarbigen Läuferendspiel, doch Daniels Zeit ist knapp. Dies ist der Höhepunkt. Jetzt geht es runter und zwar steil. Nach ca. 4 Stunden gewinnt Guido zwar, doch Justus hat inzwischen einfach zwei Bauern weniger. Bei Max brennt das Brett, am Ende hat er nur noch 3 Bauern mehr Gegen einen Springer. Die Bauern sind verteilt und es heißt am Ende 1:1. Justus verliert: 1:2. Meine Partie verläuft komisch. Nach Abweichen meines Gegners von Steffens guter Vorbereitung kommt mir die Stellung irgendwann wieder bekannt vor. Ich erkenne Parallelen zu einer Variante aus NCO und spiele diesen Plan. Ich stehe sehr aktiv und ziemlich gut. In seiner Zeitnot kann er die Damen und vieles weitere tauschen. Ich habe einen Bauern weniger, doch sehe eine Taktik. Sie geht nicht. Fast alles wird getauscht: Springerendspiel. Adrians Partie endet remis. Daniel hat weniger Zeit und verliert irgendwann. Ich bin mir sicher, dass Springer gegen Dame remis ist, das stimmt aber nicht und meine gewählte Abwicklung verliert nach 4 Stunden und 56 Minuten.

Endstand: 1,5:4,5

Fazit: Komplett unnötig

Ich gehe zur Bushaltestelle und esse die Lebkuchen. Ich sehe den Bus wegfahren. Ich fahre mit dem nächsten Bus und überlege mir zwei Dinge: Zunächst frage ich mich, wann ich mich das letzte Mal derart über eine Partie geärgert habe. Antwort: Als ich einzügig den sonst sicheren Hamburger U18‑Titel eingestellt habe. Dann frage ich mich, wie ich den Bericht nennen soll. Ich hatte viel Hoffnung zwischendurch und nichts ist draus geworden. Stichwort: Parabel. Ich überlege weiter, wie die Parabel verschoben werden muss um den Kampfverlauf darzustellen. Die Antwort könnt ihr im Titel sehen.

Anmerkung: Sollte euch der Artikel irgendwie so erscheinen, als wäre er von einem schlecht gelaunten, aggressiven und völlig genervtem Autor geschrieben worden, dann habt ihr Recht.

(Shumon Akram)

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9. Runde
02.05.2010 Elmshorner SC Königsspringer Hamburg :
10:00 Uhr, Haus der Begegnung, Hainholzer Damm 11, 25337 Elmshorn

1 Isaak Falke Max Borgmeyer 0 : 1
2 Emil Powierski Guido Stanau ½ : ½
3 Patrick Rohde Eugen Raider 0 : 1
4 Thorben‑Börge Koop Max Hort 1 : 0
5 Moritz Otto Shumon Akram 0 : 1
6 Alex Kossinz Henry Steinfeldt 0 : 1

02.05.2010 Segeberger Schachfreunde SV Werder Bremen :
02.05.2010 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK :
02.05.2010 SV Salzgitter Wilhelmshavener Schachfreunde 6 : 0
02.05.2010 SC Diogenes SK Nordhorn‑Blanke 3 : 3

Bericht

Am Sonntag machten wir uns um 10:15 Uhr auf den Weg nach Elmshorn zur letzten Runde der JBL. Steffen und Frau Hort hatten sich freundlicherweise bereit erklärt zu fahren. Wir waren zwar ersatzgeschwächt, aber dennoch zuversichtlich den Kampf für uns entscheiden zu können, da wir mit Eugen, Max Ho., Shumon und Henry als Ersatzspielern immer noch gut aufgestellt waren. Der Kampf war ohnehin relativ unbedeutend, da sich unsere Tabellensituation nicht mehr ändern konnte. Für unsere Gegner ging es hingegen um den Klassenerhalt, den wir ihnen aus Rücksichtnahme auf SKJE nicht gönnen wollten (Das Johanneum ist viel besser an öffentliche Verkehrsmittel angeschlossen).

Nachdem uns Eugen wirre Geschichten über Zufälle und Münztelefone erzählt hatte, kamen wir dann auch pünktlich in Elmshorn an. Dort stellten wir fest, dass unsere Gegner ähnlich ersatzgeschwächt wie wir waren. Kaum hatte der Kampf begonnen, gewann Shumon mittels Doppelangriff eine Figur, blitzten Guido und sein Gegner gefühlte 30 Züge Theorie runter und spielte Eugen seinen Gegner an die Wand, dann zog Max Ho. seinen 6. Zug. Bei mir kam eine normale Schottischstellung aufs Brett und mein Gegner verbrauchte eine Menge Zeit. Kurz darauf hatte Shumon gewonnen und Guido hatte im Mannschaftssinne Remis angenommen. Eugen zog seine Figuren weiter in Richtung des gegnerischen Königs, wobei der Gegner wohl einige Kontermöglichkeiten übersah. Max Ho. hatte Probleme mit seinen schwarzen Feldern und ich stand leicht besser.

Falls ihr aufmerksam gelesen habt sollte euch aufgefallen sein, dass ich Henry noch nicht erwähnt habe. Das liegt daran, dass seine Partie bis hierhin sehr ereignislos verlaufen war. Sein Gegner hatte einen Doppelbauern und Henry tauschte alle Figuren.

Nun siegte Eugen und Max Ho. musste aufgeben. Es stand also 2,5:1,5. Henry knetete weiter während ich einen Bauern einstellte. Henry gewann das inzwischen gewonnene Bauernendspiel und mein Gegner stellte alles ein, sodass wir mit 4,5:1,5 gewinnen konnten.

Ein versöhnliches Ende einer insgesamt enttäuschenden Saison.

(Max Borgmeyer)

Quelle: Niedersächsischer Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/10-jbl.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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