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Chronik: Archiv
Freitag, 24. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Hamburger Jugend‑Mannschaftsmeisterschaften 2009
Landesliga Kreisliga U16‑S U14‑S U12‑S Berichte
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Jugendlandesliga
Termin Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 BP MP Pl.
1 28.09.2008 11:00 H SV Eidelstedt 15 16 12 14 0 21 78 3 6.
2 02.11.2008 11:00 A Hamburger SK 3 17 13 11 11 14 19 85 4 5.
3 07.12.2008 11:00 H SC Diogenes 16 19 16 20 15 19 105 8 2.
4 22.02.2009 11:00 A Bille SC 19 21 16 15 14 22 107 7 4.
5 29.03.2009 11:00 H TV Fischbek 18 21 12 17 14 20 102 8 3.
6 19.04.2009 11:00 A Hamburger SK 2 24 17 17 16 18 19 111 11 1.
7 (spielfrei)
  Königsspringer Hamburg 2 9 12 11 8 10 10 60 0 7.
  Streich, Justus                
Steinfeldt, Henry   ½ 0   0  
Akram, Shumon   ½ ½   1 1  
Stanau, Guido              
Schiffmann, Darius   0   0 0  
Chlond, Christian     ½  
Burneckas, Yunus        
Viol, Joshua ½ ½ ½ 0 1  
Spät, Alexander ½ 0 ½ 0 1    
Hartig, Ruben   1 0 0 0    
Götze, Tobias ½   1 ½   0  
Dibbern, Jonas 0          
Berger, Hendrik   0 0 ½ 0  
Samm, Bastian            
Bremer, Justus 0            
Ouborny, Jan 0            
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Jugendkreisliga B
Termin Mannschaft 1 2 3 4 5 6 BP MP Pl.
1 30.03.2009 16:00 H Niendorfer TSV 12 8 0 8 28 0 5.
2 21.04.2009 16:30 A Schachfreunde Sasel 20 13 19 21 73 6 2.
3 27.04.2009 16:00 H SC Schachelschweine 3 24 19 18 20 81 8 1.
4 25.05.2009 16:00 H Hamburger SK 10 24 13 14 (15) 0 51 2 4.
5 17.06.2009 16:30 A Hamburger SK 7 (16) (0)
  Königsspringer Hamburg 3 22 11 12 24 (24) 69 4 3.
  Samm, Bastian + ½ 0 + +  
Bremer, Justus + 0 0 + +
Lang, Kevin 1   0 +  
Bals, Gregor 0   0    
Schaar, Aurelie 1   0   +
Lenz, Finn‑Thore 1   1 + +
ter Karapetian, Henryk 1 0   + +
Klingenberg, Johannes 1 0     +
Brüssau, Fabian   0 0 + +
Carpan, Berkan     1 +  
Sharif, Kian   0     +
Simon, Rafael   0      
de Mora, Max‑Julian   1   +  
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U16‑Sonderklasse
Termin Mannschaft 1 2 3 4 5 6 BP MP Pl.
1 30.03.2009 17:00 A SV Eidelstedt (6)
2 15.05.2009 16:30 H SC Farmsen 4 4 4 6 18 0 5.
3 13.06.2009 10:00 Z TV Fischbek 12 10 12 8 42 7 1.
4 13.06.2009 15:00 Z SK Marmstorf 12 6 12 8 38 5 3.
5 14.06.2009 11:00 Z Hamburger SK 12 4 0 5 21 2 4.
  Königsspringer Hamburg (10) 10 8 8 11 37 6 2.
  Raider, Eugen 1 1 1 1    
Steinfeldt, Henry 1 1 0   ½
Hartig, Ruben 0 0 0 0 1
Mau, Felix 1 1 1 0 1
Hort, Max       1 1
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U14‑Sonderklasse
Termin Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 BP MP Pl.
1 (spielfrei)
2 16.04.2009 16:30 H SK Weisse Dame Hamburg 10 8 6 4 28 3 4.
3 15.05.2009 16:30 A SK Marmstorf 5 5 (12) 5 6 21 0 5.
4 TV Fischbek
5 13.06.2009 10:00 Z SC Diogenes 8 11 (8) 6 6 31 3 3.
6 13.06.2009 15:00 Z SV Eidelstedt (0) (8)
7 14.06.2009 11:00 Z Hamburger SK 10 11 10 10 41 8 1.
  Königsspringer Hamburg 12 10 10 5 37 6 2.
  Stanau, Guido   1 1   1      
Hort, Max   1          
Schiffmann, Darius   1 0   1   0
Götze, Tobias   1 1   0   0
Viol, Joshua     1   1   1
Bremer, Justus            
↑
↓
U12‑Sonderklasse
Termin Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 BP MP Pl.
1 (spielfrei)
2 17.04.2009 16:30 H SK Weisse Dame Hamburg 10 10 8 5 6 6 45 5 3.
3 15.05.2009 17:00 A SV Eidelstedt 6 6 7 3 4 8 34 1 7.
4 05.06.2009 16:30 H SV Blankenese 5 10 8 6 6 6 41 3 6.
5 13.06.2009 10:00 Z SK Marmstorf 8 8 8 6 3 9 42 5 4.
6 12.06.2009 16:30 H Schachfreunde Sasel 11 12 10 10 4 10 57 10 2.
7 14.06.2009 11:00 Z Hamburger SK 10 12 10 12 12 11 67 12 1.
  Königsspringer Hamburg 10 7 10 6 5 5 42 4 5.
  Spät, Alexander   1 1 ½ 1 ½  
Berger, Hendrik   1 0 1 0 0 0
Samm, Bastian   0 1 0 1 0 0
Bremer, Justus              
Ouborny, Jan            
ter Karapetian, Henryk   1   1      
Lenz, Finn‑Thore     1       0
Kholdi‑Rezaie, Pedram            
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Berichte

Ein ganz normaler Jugendlandesligakampf

Hat sich schon mal jemand gefragt, warum es noch keinen Bericht über die Heldentaten der Jugendlandesliga gab? Die Antwort ist denkbar einfach: Es gab (noch) keine. In DIESER Saison sind wir eben mehr Opfer als Täter.

Nun will ich den typischen Ablauf eines solchen Kampfes demonstrieren.

Montagabend 19:00 Uhr: Für den Kampf am Sonntag habe ich schon 7 (!) Zusagen.

Donnerstagabend 19:00 Uhr: Bastian Samm, Christian Chlond, Jonas Dibbern und Jan Ouborny sagen ab.

Freitagabend 19:00 Uhr: Adrian kann nicht JuBL spielen! Folge: Henry fehlt in der JuLL.

Samstagabend 21:30 Uhr: Ich gebe es nach ca. 15 Versuchen – seit Donnerstag – auf, Justus Bremer zu erreichen.

Wer mitgerechnet hat merkt, dass wir also nur zu sechst waren. Na klasse!

Nun aber zum Kampf: Die Fischbeker sind mit einer starken Truppe angereist und wollen zwei Mannschaftspunkte sichern. Wir hingegen haben nur noch verzweifelte Hoffnungen etwas zu reißen. Eigentlich sieht auch alles ganz gut aus. Nach der Eröffnung haben Alexander und ich einen Bauern mehr, Darius und Joshua stehen solide, Ruben und Hendrik haben einen Bauern weniger. Leider verlor Hendrik bald einen zweiten Bauern und die Partie. Auch Joshua musste die Segel streichen. Wenn man die beiden kampflosen Niederlagen dazu zählt, hatten wir wegen der Drei‑Punkte‑Regelung schon verloren. Ruben hatte inzwischen viel Material weniger. Die Konsequenz war ein weiterer Verlust. Mein Gegner versuchte sein »Gambit« mit einem Figurenopfer zu rechtfertigen, stellte eine weitere ein, und gab nach ca. 10 weiteren Zügen auf. Alexander konnte seinen Mehrbauern im Endspiel in einen Punkt ummünzen, während Darius nach einem interessanten Abspiel breit geschoben wurde.

Ein 2:6 ohne Chancen – erwartungsgemäß.

Bleibt nur noch zu sagen, dass bis jetzt alle Kämpfe ähnlich aussahen und wir noch nie mehr als 2,5 Brettpunkte erreicht haben. Vielleicht ändert sich ja noch was. Ein Kampf steht uns gegen HSK 2 schließlich noch bevor, hoffentlich zu acht!

(Shumon Akram)


Kreisliga, 30.03.2009: Königsspringer 3 – Niendorfer TSV 1

Eine erwartungsvolle Stimmung herrschte im Raum C unseres Clubheims bereits eine Viertelstunde vor Beginn des ersten Mannschaftskampfes von Königsspringer 3, einer neuformierten Jugendmannschaft mit einem Durchschnittsalter von neuneinhalb Jahren. Alle Königsspringer waren bereits anwesend. So konnten wir noch ein Gruppenfoto machen, uns gegenseitig mit aufmunternden Worten lockern und zum Beispiel noch zu Schachuhr und Bedenkzeit informieren.

Der Kampf begann pünktlich. Leider fehlten an den ersten beiden Brettern die gegnerischen Spieler. So kam unsere Mannschaft zu kampflosen Punkten; schade für Bastian und Justus, die die Punkte lieber durch Spielen einer Partie beigesteuert hätten. Unsere beiden Spieler trugen die Situation jedoch gelassen und verfolgten ineressiert den Kampf an den übrigen Brettern.

Insgesamt gingen alle mit großem Eifer an die Sache. Leider wurde an fast allen Brettern noch viel zu schnell gespielt. Das hatte ich (leider) auch so erwartet. Es bedarf eines längeren Prozesses dieses impulsive Verhalten abzubauen und stattdessen die reichlich verfügbare Zeit für Stellungseinschätzungen und Variantenberechnungen zu nutzen. Wir arbeiten daran mit pädagogischer Geduld.

Henryk und Finn‑Thore gewannen ihre Partien recht schnell. So stand es im Mannschaftskampf bereits 4:0. Am längsten kämpfte Kevin am 3. Brett. Sein Gegner verlangte ihm auch schon einiges ab. Zug um Zug verbesserte Kevin seine Stellung und konnte mit seinem Sieg den Endstand von 7:1 (HSJB‑Wertung 22:8) herstellen.

Wir bedanken uns bei unseren Gegnern für den fairen Kampf. Vielleicht gelingt es ja dem NTSV in der nächsten Begegnung mit uns alle Bretter zu besetzen.

Erstes kleines Fazit: Alle haben gezeigt, dass sie erneut deutliche Fortschritte gemacht haben. Es hat sich gezeigt, dass es sinnvoll und gerechtfertigt ist, mit dieser jungen Mannschaft schon in der Kreisliga statt in der U12‑Basisklasse anzutreten. Alle Spieler können ohne Erwartungsdruck ihre Kenntnisse umsetzen und damit experimentieren.

Etwas Positives hatte dennoch das Schnellspielen und das damit verbundene frühe Ende des Mannschaftskampfes: Wir konnten am Demonstrationsbrett Henryks Partie noch gemeinsam analysieren. Eine Stellung aus dieser Partie, in der Henryk die Chance zu einem schnellen Matt hatte, wird diesem Bericht angefügt. Henryk war am Zug und hatte Schwarz.

Dennis Schmidt – Henryk ter Karapetian










Schwarz kann in 3 Zügen mattsetzen

Nach dem Kampf ist vor dem Kampf! Am 21. April spielen wir auswärts gegen die 1. Mannschaft der Schachfreunde Sasel. Der Gegner wird uns mehr fordern als der NTSV. Wir sind gegen Sasel Außenseiter. Aber wir werden uns nicht verstecken!

(Günter Schierholz)


Sonderklassen‑Bericht

Mittlerweile sind auch die Sonderklassen in die HJMM eingestiegen. Königsspringer ist in allen Altersklassen vertreten. Während in der U12 Erfahrung gesammelt werden soll, spielen die U14‑ und U16‑Teams um die Qualifikation zur Norddeutschen Meisterschaft.

Die U16‑Mannschaft (Henry, Eugen, Ruben, Felix) bestritt ihren ersten Kampf gegen die starken Eidelstedter erfolgreich und durfte erste Erfahrungen mit der neuen Fischer‑Bedenkzeit machen. Auf Hamburger Ebene wurden nämlich die Bedenkzeiten an die Meisterschaften auf Norddeutscher/ Deutscher Ebene angepasst, damit die Spieler schon einmal Erfahrungen damit sammeln können. Im Klartext bedeutet das: Man hat 90 min für 40 Züge plus 30 sek. pro Zug und bekommt dann noch einmal 30 min extra nach 40 Zügen plus 30 sek. pro Zug.

Wie unser U16‑Team feststellen durfte, kann so ein Sonderklassenkampf nun mitunter ziemlich lange dauern (22:00 Uhr), was in der Woche für Schüler gerade bei einem weiten Auswärtskampf nicht wünschenswert ist.

Dementsprechend »fürchtete« ich auch für die U14‑Mannschaft einen ähnlich langen Kampf zuhause gegen Weisse Dame. Gerade an den ersten beiden Brettern erwartete ich lange, ausgekämpfte Partien. Es sollte alles anders kommen: Guido blitzte eine Theorievariante runter und hatte eine Gewinnstellung erreicht, in der er skurrilerweise mehr Zeit als zu Beginn der Partie auf der Uhr hatte. Das darauffolgende Opfer sah gut aus, ging aber tatsächlich nicht. Die Widerlegung wurde nicht gefunden, womit die Partie entschieden war.

Während wir an den beiden hinteren Brettern erwartungsgemäß souverän gewannen, spielte Max Hort an Brett 2 ein völlig unseriöses Opfer und wurde mit einem Sieg in 11 Zügen belohnt. Hier die Partie:

Max Hort – Dennis Petru

1. e4 Sf6 2. e5 Sd5 3. d4 d6 4. Sf3 Sc6 5. Lc4 Sb6 6. Lxf7+?! Kxf7 7. Sg5+ Kg8 8. e6 Sd5? 9. Sf7 De8 10. Dg4










Die Fans ahnen jetzt, wie es zuende ging. Somit endete der Kampf recht zügig und wir haben mit einem 4:0 einen guten Einstand.

Der nächste Kampf führt das U14‑Team zum Auswärtskampf nach Marmstorf. Vielleicht hält der jetzige Trend ja an.

(Baldur Schroeter)


Ihr dürft verlieren!

Letztlich wird jeder von euch gewinnen. Bleibt entkrampft! Behaltet eure Motivation! Lernt bewusst auch und gerade aus Verlustpartien! Keiner setzt euch unter Druck! Ein Mannschaftskampf oder ein Einzelturnier sind nur eine Station in einem längeren Prozess. Und: Stützt und beratet euch gegenseitig im Trainingsprozess!

Jetzt aber zum konkreten Geschehen.

Mit 4 Autos und 9 Spielern starteten wir pünktlich in Richtung Sasel. Finn‑Thore setzte diesmal aus und fuhr dennoch aus Solidarität mit der Mannschaft mit. Zur Information für nicht eingeweihte Leser dieses Berichts: Vor Beginn der Saison haben wir vereinbart, dass alle 13 Spieler zum Zuge kommen. Das bedeutet dann allerdings auch, dass selbst sehr erfolgreiche Spieler auch mal pausieren müssen. Alle sollen sich zur Mannschaft zugehörig fühlen und ihren Beitrag leisten können.

Die gegnerische Mannschaft war hoch favorisiert. An den ersten 4 Brettern spielten Spieler(innen) mit Meisterschafts‑Endrundenerfahrung: Fabian Tobianski (9. Platz U12), Oskar Otto Ollenhauer (12. Platz U12), Karina Tobianski (7. Platz Mädchen‑Endrunde) und Laura Lüders (5. Platz Mädchen‑Endrunde). An den Brettern 5 bis 8 waren die Gegner um einige Jahre im Durchschnitt älter.

(Foto)

Wie verlief der Kampf? Nach 45 Minuten stand es 1:1 (bzw. 4:4 nach HSJB‑Wertung). Rafael, immer voller Ideen, spielte impulsiv zu schnell und hatte leider schon verloren. Konzentriert und planvoll spielte Max in seinem Mannschaftsdebüt und konnte für die Königsspringer den ersten (und leider auch einzigen) Sieg vermelden. Seine Partie (Jan Stoffregen – Max‑Julian de Mora) und die von Bastian sind diesem Bericht beigefügt.

2 Königsspringer standen auf Gewinn: Kilian und Johannes. Leider ließ ihre Konzentration nach und sie verloren noch gegen ihre bedeutend älteren Gegner, die über mehr Ausdauer verfügten. Schade! Macht aber nichts. So stand es jetzt 1:3. Leider hatte Justus am 2. Brett zwischenzeitlich seine Dame verloren. Er wehrte sich noch tapfer. Doch gegen Oskar Otto Ollenhauer – 12. der Hamburger U12‑Meisterschaft – konnte er solch einen Materialnachteil nicht mehr ausgleichen. Jetzt stand es 1:4.

(Foto)

An den Brettern 1, 3 und 5 wurde noch gekämpft. Unsere Spieler (Bastian, Henryk und Fabian) nutzten ihre Bedenkzeit gegen ihre endrundenerfahrenen Gegner(innen) schon sehr gut aus. Es waren interessante Stellungen zu sehen. Nach zähem Ringen mussten Fabian und Henryk doch die Segel streichen. Beide haben jedoch ihren Gegnerinnen alles abverlangt.

Einen riesigen Kampf lieferte Bastian seinem favorisierten Gegner. Zum Schluss schenkte Bastian sogar seinem Gegner das Remis. Da war wohl zu viel Respekt im Spiel. Bastian hat einen großartigen Kampf am Spitzenbrett (Bastian Samm – Fabian Tobianski) geliefert und einen nicht erwarteten halben Punkt beigesteuert. Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit stand das Endergebnis von 11:21 fest.

Fazit: Alle waren mit Freude in einem von beiden Seiten fair geführten Kampf dabei; auch die Niederlagen wurden ohne ein Vergießen von Tränen verkraftet. Am kommenden Montag geht es im Königsspringer‑Clubheim schon mit dem Mannschaftskampf gegen Schachelschweine weiter. Dann wird es wieder eine veränderte Mannschaftsaufstellung geben.

(Günter Schierholz)


Jugendkreisliga, 3. Runde

Wieder war die Mannschaft eine Viertelstunde vor Spielbeginn im Clubraum C versammelt. So konnten wir noch kurz und komprimiert am Demobrett anhand eines konkreten Partieanfangs das Auslassen von Chancen bereits in der Eröffnung erörtern. Grundlage war Johannes’ Partie im Kampf gegen Sasel, in der Johannes bereits im 3. Zug klaren Vorteil hätte erlangen können. An dieser Minidemonstration sollte mal wieder das Prinzip bewusst gemacht werden, dass nach jedem Zug Ausschau nach taktischen Möglichkeiten gehalten wird. Es ist ein langer Prozess, bis dieses Prinzip verinnerlicht und in die Handlungskompetenz aufgenommen wird.

Die Gegner hießen diesmal ›SC Schachelschweine 3‹, eine muntere und freundliche Truppe, die unseren letzten Gegner Sasel in der 1. Runde deutlich besiegt hatte. Entsprechend waren unsere Erwartungen. Wir wollten uns mit unseren derzeit verfügbaren schachlichen Möglichkeiten so gut wie möglich schlagen. Alle wussten, dass jeder Einzelne wahrscheinlich an seine Grenzen geführt werden würde. Doch nur wer auf Grenzen stößt, lernt auch diese zu überwinden.

Der Kampf begann. An den ersten drei Brettern waren die Gegner hoch favorisiert. Ab Brett 4 gab es Hoffnung vielleicht für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.

(Foto)

Für eine Überraschung – aber nicht ganz unerwartet nach seinem Trainingseifer in den letzten Monaten – sorgte als erster Finn‑Thore. Er nutzte einen schwachen Zug seiner Gegnerin im 8. Zug für einen planvollen Angriff am Königsflügel. Diese Partie ist in ihrer Klarheit im übrigen geeignet als anschauliches, praxisnahes Trainingsmaterial im Kindertraining (Finn‑Thore Lenz – Esther Agyemang‑Prempeh).

Wie stand es inzwischen in den anderen Partien? Bastian und Justus kämpften tapfer an den ersten beiden Brettern. Bastians Gegner Maximilian Schrader spielte mit Spanisch eine anspruchsvolle Eröffnung. Kevin hielt sich am 3. Brett recht gut, verlor jedoch im Verlauf der 48 Züge dauernden Partie den einen und anderen Bauern. Remischancen waren zwischendurch durchaus gegeben.

Am 4. Brett stand Gregor auf Gewinn. Doch wie heißt es so treffend? »Nichts ist schwieriger als eine Gewinnstellung zu gewinnen!« So kam es dann auch, dass Gregor leider mit einem Fehlzug seiner endrundenerfahrenen Gegnerin Pia Wachowiak noch den Sieg schenkte. »Schade, Gregor! Aber du bist auf einem guten Weg.«

Am 5. Brett stellte Aurelie leider schnell eine Figur ein. Anschließend gab es den Dominoeffekt und die Partie war nicht zu halten.

Stand des Kampfes: 1:2 (HSJB‑Wertung 5:7).

(Foto)

Am 8. Brett stand Berkan auf Gewinn. Die Gegnerin hatte die Dame eingestellt. Berkan ließ nichts anbrennen; er tauschte Figuren ab und strebte dann gezielt das Schachmatt an. Sieg für Berkan! Da zwischenzeitlich nicht unerwartet unsere beiden tapferen Spieler an den Brettern 1 und 2 verloren hatten, stand es jetzt 10:14.

Kevin kämpfte immer noch. Nach einer weiteren halben Stunde musste er sich geschlagen geben. Kevin zeigte für mich in dieser Partie einen deutlichen Zuwachs in seiner Spielstärke. Sein Trainingsfleiß macht sich in seiner Partiebehandlung bemerkbar.

(Foto)

Spannend verlief die Partie am 7. Brett. Auch wenn Fabian die Partie zum Schluss noch verlor, so zeigte er deutliche Fortschritte in seiner Spielweise. Besonders erfreulich ist Fabians Einteilung der Bedenkzeit gewesen. Fabian schöpfte seine Bedenkzeit bis auf eine Minute (!) voll aus. Auch der Partieverlauf war voller Dramatik. Durch eine Unachtsamkeit hatte Fabian zunächst eine Leichtfigur verloren. Durch planvolles Spiel holte er sich diese Figur nicht nur zurück, sondern konnte sogar noch eine Figur gewinnen. Gewinnstellung für Fabian! Auch die Gegnerin ließ sich Zeit zum Überlegen. So kam es zu einem spannenden Finale, in dem die Kondition zugunsten der endrundenerfahrenen Spielerin gegen den Achtjährigen entschied. Siggi hätte am liebsten diese Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten noch analysiert. Doch beiden Kontrahenten war das im Erschöpfungszustand nicht mehr zuzumuten. Wir werden die Analyse jedoch nachholen. Hier haben wir genau den Fall vorliegen, dass eine Verlustpartie letztlich einen Gewinn bedeutet. Weiter so, Fabian! Vor allem: Bleibe bei deiner überlegten Zeiteinteilung. Besser mal in Zeitnot als durch einen Patzer durch Schnellspielen verlieren!

Endstand um 18:45 Uhr nach zweidreiviertel Stunden Spielzeit: 20:12 für die sympathischen ›Schachelschweine‹.

(Günter Schierholz)


Turnierpraxis sammeln – Fehlanzeige

Hier ein Kurzbericht über die 4. Runde in der Kreisliga zwischen Königsspringer 3 und Hamburger SK 10.

Warum ein Kurzbericht? Weil sich am Brett nichts abspielte. Nach einer Stunde Warten hatte die Mannschaft kampflos gewonnen. Die Wartezeit wurde zwar mit einigen kleinen Trainingsaufgaben und kleinen Geschichten aufgelockert, doch das kompensierte nicht die gewünschte Turnieratmosphäre.

Ab 17:00 Uhr wurde dann konzentriert trainiert.

Wie gut die Stimmung trotz allem die ganze Zeit über war, mag das Mannschaftsfoto ausdrücken, das kurz vor dem angesetzten Spielbeginn gemacht wurde.

(Foto)
stehend von links: Berkan Carpan, Finn‑Thore Lenz, Kevin Lang, Bastian Samm, Justus Bremer
hockend von links: Fabian Brüssau, Henryk ter Karapetian, Max‑Julian de Mora

(Günter Schierholz)

Quelle: Hamburger Schachjugendbund
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/09hjmm.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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