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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 6 · Kreisliga A 2009
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 17 4 6 47,5 15
2. SC Schachelschweine 2 5 5 4 43,0 15
3. Hamburger SK 16 3 7 6 42,0 12
4. TV Fischbek 3 3 39,0 12
5. Königsspringer Hamburg 6 3 1 4 7 34,5 11
6. Niendorfer TSV 2 4 5 5 40,0 9
7. Altonaer SK Finkenwerder 2 4 4 3 4 5 3 30,5 5
8. Hamburger SG BUE 2 2 5 1 3 4 3 5 29,0 5
9. SK Marmstorf 4 ½ 2 ½ 3 5 5 25,5 4
10. Königsspringer Hamburg 7 5 3 3 29,0 2
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Spieler
KSH
6
Mannschaftsführer:
Thomas Rosien
A H A H A A H A H
KSH
7
HSK
16
MAT
4
HSG
2
HSK
17
FBK
3
ALT
2
SCS
2
NIE
2
51 Rosien, Thomas 1 ½ 1 + 1 1 0 ½ 1
52 Meyer‑Plückthun, Joachim   0 ½ 1 0 ½ + 0 ½
53 Bongartz, Florian ½ 0   1 ½ 1 1 1 ½
54 Schönfisch, Norbert 1 0 1 1 0 1   ½ 1
55 Prottengeier, Jens 1 ½   1 0 0   ½ ½
56 Hüneke, Tilo   0 ½       0   0
57 Götze, Tobias 0 0   0 0 0      
58 Hartig, Ruben 0 0 0 1 0 0    
59 Schierholz, Sonja         0 1 1 ½ +
60 Badura, Christopher                  
74 Carl, Dieter     ½         0  
76 Bierwald, Martin 0             0  
77 Wendel, Melchior     0       0    
85 Böttcher, Michael 1           1   0
88 Schierholz, Jörg     1            
94 Fischer, Lars       1          
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1. Runde
23.01.2009 Königsspringer Hamburg 7 Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Henry Steinfeldt Thomas Rosien 0 : 1
2 Shumon Akram Florian Bongartz ½ : ½
3 Guido Stanau Norbert Schönfisch 0 : 1
4 Darius Schiffmann Jens Prottengeier 0 : 1
5 Andreas Schiffmann Tobias Götze 1 : 0
6 Christian Chlond Ruben Hartig 1 : 0
7 Joshua Viol Martin Bierwald 1 : 0
8 Hermann Müller Michael Böttcher 0 : 1

23.01.2009 SC Schachelschweine 2 TV Fischbek 3 :
16.01.2009 Niendorfer TSV 2 Altonaer SK Finkenwerder 2 5 : 3
16.01.2009 Hamburger SK 16 Hamburger SK 17 :
16.01.2009 SK Marmstorf 4 Hamburger SG BUE 2 5 : 3

Auftakt nach Maß

Gleich zu Beginn müssen wir mehrere Stammspieler ersetzen. Joachim und Sonja können nicht, Tilo hat frühzeitig abgesagt, und Christopher hat eigentlich gar keine Lust. Na, klasse! Nach ein paar weiteren Telefonaten steht die Mannschaft und im weiteren Saisonverlauf wird noch der eine oder andere prominente Ergänzungsspieler für uns auflaufen. In dieser Runde sind es Martin und Mike.

Martin steht ganz schnell nicht gut, versucht aber, sich zu verteidigen – aussichtslos! Mike muss bis neun was gerissen haben, danach wird er konditionell abbauen. Zum Glück macht es ihm sein Gegner leicht. Mike gewinnt als Erster um halb neun.

Jens kommt als Letzter (Bergedorf, Schneegestöber), hat aber auch sehr schnell Vorteil. Ich glaube, sein Gegner war nicht hundertprozentig konzentriert. Eine sehr taktische Begegnung führt zum 2:0 für uns.

Florian gewinnt noch in der Eröffnung einen Bauern und steht auch positionell sehr gut, spielt aber gleich darauf etwas schnell und stellt seinen Vorteil wieder ein. Später mit etwas Glück: remis.

Martin, Ruben und Tobias verlieren anschließend leider. Tobias steht zwischendurch allerdings sehr aussichtsreich. Mal ein bisschen mutiger sein, bitte!

Superstark der Auftritt von Norbert. Nach mehreren Jahren Pause schiebt er Guido Stanau lustig zusammen. Wer hätte das gedacht?

Zuletzt mal wieder ich! In einer der wenigen mir bekannten Eröffnungen erlange ich Vorteil und kann diesen konsequent ausbauen. In beginnender Zeitknappheit stehe ich binnen weniger Züge nur ausgeglichen und eröffne Henry Steinfeldt tatsächlich die Möglichkeit, ins Remis zu entwischen. Im entscheidenden Moment wählt er eine der Fortsetzungen, die doch noch verlieren.

Gerade noch mal gut gegangen. Zwei Mannschaftspunkte eingefahren. Unsere buntgemischte Truppe hat das gewisse Etwas – das spüre ich!

(Thomas Rosien)

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2. Runde
06.02.2009 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger SK 16 1 : 7
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Andreas Albers ½ : ½
2 Joachim Meyer‑Plückthun Johann Sander 0 : 1
3 Florian Bongartz Julian Grötzbach 0 : 1
4 Norbert Schönfisch Daniel Grötzbach 0 : 1
5 Jens Prottengeier Lasse Lampert ½ : ½
6 Tilo Hüneke Timm Lampert 0 : 1
7 Tobias Götze Dan Allan Sander 0 : 1
8 Ruben Hartig Jean Louis Sander 0 : 1

06.02.2009 TV Fischbek 3 Hamburger SG BUE 2 3 : 5
06.02.2009 Hamburger SK 17 SK Marmstorf 4 : ½
05.02.2009 Altonaer SK Finkenwerder 2 Königsspringer Hamburg 7 3 : 5
06.02.2009 SC Schachelschweine 2 Niendorfer TSV 2 4 : 4

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Neben ein paar DWZ‑Pünktchen haben wir unserem heutigen Gegner vor allem eines voraus: die Erfahrung (Euphemismus). Aber die alten Säcke bekommen heute richtig einen eingeschenkt.

Norbert steht leider ganz schnell ganz schlecht. An allen anderen Brettern zeichnen sich zunächst höchstens halbe Punkte ab. Jens hat zwar einen Bauern mehr, muss aber erstmal seine Verteidigung organisieren. Bereits hier beschleichen mich negative Gefühle.

Überraschend positiv dann plötzlich die Entwicklung an sieben und acht: Tobias hat die Stellung am Damenflügel geschlossen und zieht am Königsflügel selbst einen Angriff auf. Das könnte was werden. Noch stärker Ruben, der bereits Materialvorteil hat und »nur noch« den Ausmacher finden muss.

Es kommt, wie es kommen muss: Beide lassen sich anscheißen! Jetzt weiß ich: Das gibt heute ein Debakel.

Jens bittet mich, remis machen zu dürfen. Er ist nicht hundertprozentig fit. Weil Jens nach wie vor Materialvorteil hat, nimmt sein Gegner – auch angesichts des Spielstands – gern an. Tilo darf auch remis anbieten, dieses wird aber abgelehnt. Tilo tut einfach zu wenig, da hat der Gegner keine Angst, weiter zu spielen. Später wird dieser mit dem ganzen Punkt belohnt.

Norbert hat nur noch Schummelchancen. Zwischendurch ist tatsächlich noch ein Dauerschach drin! Aber auch hier müssen wir uns letztlich eine Null anmalen.

Der Nächste ist Florian. Er hat ja angekündigt, verschiedene Eröffnungsexperimente zu wagen. Hat es daran gelegen? Naja, heute ist es ohnehin nicht mehr entscheidend.

Joachim hält sich lange gegen einen starken Spieler. Rein menschlich betrachtet würde ich diesen gern als nicht vollkommen bezeichnen. Aber wer ist das heutzutage schon? Mehr will ich hier dazu besser nicht schreiben.

Zuletzt mal wieder ich! (Wie oft …?) Anscheinend erneut die richtige Eröffnungswahl getroffen, muss ich an einer Stelle etwas nachdenken, erhalte anschließend aber immerhin deutlichen positionellen Vorteil (Weniger nachdenken hätte vermutlich zu noch deutlicherem Vorteil geführt!). Zudem habe ich – was selten genug vorkommt – die bessere Zeit, was trotz meiner Konditionsschwäche doch eigentlich irgendwann auch mal für einen ganzen Punkt reichen muss. Aber es ist immer dasselbe: Ein wildes Zeitnotgehacke entbrennt (Bis zum 48. Zug, dann fällt mein Plättchen!), nach beiderseits unnötigem Qualitätsopfer (Vermutlich wollte ich nicht durch seinen Fauxpas gewinnen.) lande ich in einem Turmendspiel mit zwei Mehrbauern. Sein König ist allerdings sehr aktiv, dafür klebt meiner auf der Grundreihe. Na toll! Wir machen noch einige Züge, nach denen ich bereits wieder wenig Zeit habe. Mein fast zu spätes Remisangebot wird erhört.

Wie geht’s jetzt weiter? So schnell wie möglich (am besten bereits nächsten Freitag) zeigen, dass wir auch erfolgreich (Mannschaftspunkte!) Schach spielen können.

(Thomas Rosien)

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3. Runde
13.02.2009 SK Marmstorf 4 Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, Vereinshaus des SV Grün‑Weiss Harburg, Langenbeker Weg 1c, 21079 Hamburg

1 Dr. Michael Peschke Thomas Rosien 0 : 1
2 Bodo Müller Joachim Meyer‑Plückthun ½ : ½
3 Tobias Kolschewski Norbert Schönfisch 0 : 1
4 Michael Brandt Tilo Hüneke ½ : ½
5 Kristin Rosenkranz Ruben Hartig 1 : 0
6 Bernd Kratochvil Dieter Carl ½ : ½
7 Johannes Kalauch Melchior Wendel 1 : 0
8 Markus Eschweiler Jörg Schierholz 0 : 1

20.02.2009 Niendorfer TSV 2 TV Fischbek 3 :
20.02.2009 Königsspringer Hamburg 7 SC Schachelschweine 2 :
20.02.2009 Hamburger SK 16 Altonaer SK Finkenwerder 2 :
20.02.2009 Hamburger SG BUE 2 Hamburger SK 17 2 : 6

Ein Sieg der Willenskraft

Mehrere Spieler müssen ersetzt werden. Noch einen Abend vor der Begegnung werden unzählige Telefonate geführt. Glücklicherweise ist Jörg gerade zurück in Hamburg und einsatzbereit. Das hilft der Mannschaft sehr! Die bereits verpflichtete Hanna muss leider wieder ausgeladen werden; »Danke für dein Verständnis!«. Außerdem gehen beste Genesungswünsche an Lars!

Die Anreise bei winterlichen Straßenverhältnissen klappt besser als gedacht, und so sind die meisten bereits sehr rechtzeitig am Spielort, was ja die gedankliche Vorbereitung auf das Spiel betreffend nicht unbedingt nachteilig sein muss. Ich habe dadurch allerdings die freie Auswahl an Parkmöglichkeiten und suche mir zunächst zielstrebig eine der am wenigsten geeigneten aus. Der nicht‑motorisierte Norbert kommt etwas später.

Ruben lässt sich noch aus der Eröffnung heraus überrumpeln und gerät sowohl materiell als auch positionell in Nachteil. Diese Partie müssen wir abschreiben.

Bald darauf verliert Melchior eine Figur und gibt auf. So liegen wir erneut 0:2 zurück.

Tilo und Dieter spielen stellungsgerecht unentschieden, bringen uns dadurch aber nicht voran. Weitere Remis‑Angebote dürfen erstmal nicht angenommen werden.

Norbert spielt druckvoll nach vorne und der Gegner weiß sich nur mithilfe eines Figurenopfers zu befreien. Im 40. Zug gewinnt Norbert durch Zeitüberschreitung.

Jörg steht meinem Schachverständnis nach ausgeglichen. Der Gegner tut irgendwie nichts. Dann vernehme ich plötzlich den neuen Spielstand: 3:3! Später erfahre ich: Der Gegner hat was eingestellt.

Ich muss mich gerade mit meiner eigenen Partie befassen, die kurz vor der Entscheidung steht. Ich habe zwar nicht mehr so viel Zeit, führe meinen Angriff aber zielstrebig und nervenstark erfolgreich zu Ende.

Joachim bietet daraufhin remis an und der Gegner nimmt – auch angesichts seiner schlechten Zeit – nach reiflicher Überlegung an.

Mit diesem knappen Sieg sind wir zurück in der Erfolgsspur.

Ich bedanke mich bei den vielen Daumendrückern. Es hat geholfen!

(Thomas Rosien)

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4. Runde
06.03.2009 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger SG BUE 2 7 : 1
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Marcel Sames + :
2 Joachim Meyer‑Plückthun Peter Künne 1 : 0
3 Florian Bongartz Hans‑Heinrich Runge 1 : 0
4 Norbert Schönfisch Alex Prior 1 : 0
5 Jens Prottengeier Rainer Klimanek 1 : 0
6 Tobias Götze Norbert Merke 0 : 1
7 Ruben Hartig Eckard Sakuth 1 : 0
8 Lars Fischer Johann Eusch 1 : 0

06.03.2009 TV Fischbek 3 Hamburger SK 17 :
27.02.2009 Altonaer SK Finkenwerder 2 SK Marmstorf 4 5 : 3
06.03.2009 SC Schachelschweine 2 Hamburger SK 16 5 : 3
06.03.2009 Niendorfer TSV 2 Königsspringer Hamburg 7 :

HSG bei den Eiern gepackt!

Unsere Gäste kommen mit sympathischen älteren Herren und – was sogar noch sympathischer ist – ohne ihr erstes Brett. Ich genieße eine Stunde Vorfreude auf einen kampflosen Punkt.

Allerdings erziele nicht ich die 1:0‑Führung. Die besorgt uns Ruben, der sich auf den Stuhl setzt und eine schöne Stellung aufbaut, in der seine Läufer in Richtung gegnerischer König kucken. Ehe sich der Gegner der Gefahr bewusst wird, droht bereits matt – nach 50 Minuten!

Leider geht es nicht so gut weiter: Tobias, der sich wahrscheinlich für heute auch etwas vorgenommen hat, verliert Material und muss bald darauf aufgeben – »Kopf hoch!«.

Wirklich spannend wird es trotzdem nicht. Norbert steuert einem Start‑Ziel‑Sieg entgegen. Jens lässt seinen Gegner kommen, der irgendwo ohne Kompensation einen Bauern stehen lässt. Lars steht positionell deutlich besser. Ich verstehe gar nicht, weshalb er zwischendurch meint, zu verlieren. Vielleicht habe ich mich aber auch nur verhört. Joachim hat bei ungleichem Material (Turm und zwei verbundene Freibauern gegen Läufer und Springer) angenehmes Spiel. Einzig bei Florian mache ich mir ernsthaft Sorgen. Aber noch ist die Stellung wahrscheinlich nur positionell im Eimer.

Joachim nimmt dann noch ein paar Bauern mit und veranlasst damit seinen Gegner, aufzugeben. »Vorne« haben wir jetzt bereits mehr erreicht, als von mir erwartet.

Jens’ Gegner spielt die gesamte Zeit Turbo‑Schach. Es gelingt ihm dabei sogar, das materielle Gleichgewicht bei eigener aktiver Stellung wiederherzustellen. Nur Sekunden später aber verliert er im Turmendspiel einen oder zwei Bauern und gibt auf. Ebenso »Raketenmann‑mäßig« schnell ist er verschwunden.

Lars spielt derweil ganz abgeklärt eine wirklich schöne Partie und hat irgendwann im Läuferendspiel glatte zwei Bauern mehr. Das lässt sein Gegner sich nicht mehr zeigen.

Florian steht inzwischen echt kritisch. Die gegnerische Dame fuhrwerkt in der unrochierten Königsstellung herum und nimmt den Bauern auf g7 weg. Dank dieser halboffenen Linie kann Florian plötzlich matt auf g2 drohen und der Gegner macht wirklich genau den Zug, der forciert verliert. Florians darauffolgende Geste sagt alles (siehe Überschrift).

Norbert führt zuletzt seine »Start‑Ziel‑Sieg«‑Partie unter tatkräftiger Mithilfe des Gegners erfolgreich zu Ende. Dass solche Partien für gewöhnlich am längsten dauern, weiß vermutlich auch jeder Leser.

Heute lief zur Abwechslung mal alles zu unseren Gunsten. Glück und Pech gleichen sich während der Saison wahrscheinlich doch aus (3 €). Diese Mannschaft, von deren Leistungsvermögen ich nach wie vor voll überzeugt bin, steht jetzt recht weit vorn. Die nächste Begegnung mit dem Favoriten HSK 17, der – wie in dieser Runde erlebt – auch nur mit Wasser kocht (weitere 3 €), wird zeigen, wohin für uns die Reise geht.

(Thomas Rosien)

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5. Runde
03.04.2009 Hamburger SK 17 Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Milton Fernandes Thomas Rosien 0 : 1
2 Julian Müller Joachim Meyer‑Plückthun 1 : 0
3 Sven Prahm Florian Bongartz ½ : ½
4 Sebastian Meinßen Norbert Schönfisch 1 : 0
5 Alexander Hamburg Jens Prottengeier 1 : 0
6 Robin Schimmelpfennig Tobias Götze 1 : 0
7 Roland Bischoff Ruben Hartig 1 : 0
8 Robin Richter Sonja Schierholz 1 : 0

03.04.2009 Königsspringer Hamburg 7 TV Fischbek 3 :
03.04.2009 Hamburger SK 16 Niendorfer TSV 2 :
27.03.2009 SK Marmstorf 4 SC Schachelschweine 2 :
03.04.2009 Hamburger SG BUE 2 Altonaer SK Finkenwerder 2 4 : 4

Ohne Chance beim Aufstiegsaspiranten

Neben den Schachelschweinen ist HSK 17 zweiter Favorit auf einen der beiden Aufstiegsplätze. Wir sind Außenseiter und ergeben uns in unser Schicksal.

Ruben verliert ganz schnell. Irgendwas mit Zugzwang – Scheiße!

Norbert streicht ebenfalls bald die Segel.

Joachim zieht im Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern den Kürzeren.

Jens steht nach meinem Gefühl ausgeglichen bis besser. Das Endspiel mit gleichfarbigen Läufern (Oder war es das Bauernendspiel?) geht dennoch verloren.

Tobias hat die Qualität gewonnen, muss sich aber wegen des aktiven Gegenspiels vorsehen. Leider klappt auch das nicht.

Florian rettet wenigstens einen Halben. Die Auswirkungen des gegnerischen Figurenopfers können in beiderseitiger Zeitknappheit nicht bis ins Detail berechnet werden.

Sonja steht schnell nicht gut und muss ihrer langen Schach‑Abstinenz Tribut zollen.

Ich habe mit meinem Gegner noch eine Rechnung offen, mache mir das Leben aber selbst unnötig schwer. Beide sind wir als Zeitnotkünstler bekannt und seit dem 20. Zug müssen wir uns beeilen. Er opfert einen Bauern für das Läuferpaar und aktiveres Spiel, anschließend noch einen zweiten. Danach könnte es mit Zugwiederholung enden. Ich biete remis, aber er will mehr – und verliert alles. Mit mehr Bedenkzeit hätte er die Gewinnkombination vermutlich gefunden. So ein Pech aber auch! Ergebniskosmetik – für mich persönlich freut’s mich trotzdem. Die Rechnung ist noch lange nicht ausgeglichen.

(Thomas Rosien)

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6. Runde
17.04.2009 TV Fischbek 3 Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Adolf von Fehrn Thomas Rosien 0 : 1
2 Manfred Ottow Joachim Meyer‑Plückthun ½ : ½
3 Viktor Lochmann Florian Bongartz 0 : 1
4 Chris‑Peter Hartmann Norbert Schönfisch 0 : 1
5 Dustin Möller Jens Prottengeier 1 : 0
6 Martin Wincierz Tobias Götze 1 : 0
7 Riko Ukena Ruben Hartig + :
8 Thomas Peters Sonja Schierholz 0 : 1

17.04.2009 Altonaer SK Finkenwerder 2 Hamburger SK 17 4 : 4
24.04.2009 SC Schachelschweine 2 Hamburger SG BUE 2 :
24.04.2009 Niendorfer TSV 2 SK Marmstorf 4 :
24.04.2009 Königsspringer Hamburg 7 Hamburger SK 16 :

Schachmatt – durch die Dame im Spiel!

Leider nur zu siebt treten wir die Reise nach Fischbek an. Ruben scheint in den Ferien zu sein. Sehr spät erkenne ich, dass Tobias dadurch eigentlich die freie Farbauswahl hat, je nachdem, welches Brett (6 oder 7) wir freilassen. Weil er – wie ursprünglich vorgesehen – bereits am sechsten Brett sitzt, will er nun auch mit Schwarz spielen. So soll es sein!

Joachim und Sonja sind noch gar nicht anwesend, da zeichnet sich durch Florian und Norbert bereits ein für uns günstiger Spielverlauf ab. Florian wickelt mit tatkräftiger Unterstützung aus der Eröffnung ins gewonnene Bauernendspiel ab und Norbert lässt die Puppen tanzen, wie es sein Gegner wahrscheinlich lange nicht erlebt haben dürfte.

Duplizität der Ereignisse dann bei Joachim und Sonja (ebenfalls noch in der Eröffnungsphase): Beiden gelingt es durch dasselbe einzügige Manöver (Dd8 – a5+) Material zu gewinnen. Joachim muss mit dem Mehrbauern später leider ins Turmendspiel abwickeln, das bekanntlich nur sehr schwer – meistens aber gar nicht – zu gewinnen ist. Sonja ist mit einem Läufer im Vorteil und schafft es routiniert, das Spielgeschehen zu kontrollieren.

Nach einer Stunde liegen wir durch die kampflose Niederlage zurück. Sehr bald darauf gleicht Florian für uns aus. Dann bringt uns Norbert mit der Partie des Abends in Führung:

Chris‑Peter Hartmann – Norbert Schönfisch

1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Le2 O‑O 6.f4 c5 7.Sf3 cxd4 8.Sxd4 Sc6 9.Sb3 a5 10.a4 Db6 11.Sd5 Sxd5 12.cxd5 Sd4 13.Sxd4 Lxd4 14.Lb5 f5 15.exf5 Lxf5 16.De2 Tac8 17.g4 Tc2 18.Df3 Tf2 19.Dg3 Le4 20.Tf1 Tg2 21.Dh4 Tc8 22.Ld2










Schwarz hat überwältigenden positionellen Vorteil. Fritz rechnet hier bereits an Mattbildern (beginnend mit 22… Le3).
22… Txd2 23.Kxd2 Le3+ 24.Ke1 Tc2 25.Td1 Dc5 26.Ld3 Db4+
0:1

Mit Guido Stanau (U14) in der ersten Runde und jetzt Chris‑Peter Hartmann (U16) hat Norbert zwei aktuelle Hamburger Meister eindrucksvoll zerlegt. Klasse!

Tobias gerät bereits in der Eröffnung positionell und materiell in Nachteil. Auch das Bemühen um einen Teilerfolg ist aussichtslos. Schade: Im Gegensatz zur letzten Saison ist dieses Jahr der Wurm drin.

2:2, und die noch laufenden Partien lassen einen knappen Sieg möglich erscheinen: Sonja dürfte demnächst den Punkt einfahren, wenn sie die Übersicht behält. Jens hat bei ausgeglichenem Material (Dame, Springer und einige Bauern) die passive Stellung – unangenehm. Joachim quält sich im Turmendspiel mit Mehrbauern.

Ich habe mir als Vorbereitung nochmal die Partie von vor ein paar Jahren angekuckt. Im zweiten Zug weicht er ab – gemein! So wird’s etwas ganz anderes. Ich fühle mich etwas unbehaglich, obwohl ich objektiv betrachtet (Fritz) besser stehe. Dann startet er die von mir erwartete ungestüme Attacke. Sein Spielstil ist nämlich unverändert offensiv. Er opfert einen Bauern, damit er anschließend mittels Qualitätsopfer meine Rochadestellung kaputt machen kann. Danach werden Dame, Läufer und Springer meinen König bedrohen. Ein Angriff wie aus dem Lehrbuch?

Als Joachim und ich uns vor der Tür treffen, meint er, dass wir vorn (also er und ich) anderthalb Punkte für den Mannschaftssieg holen müssen. Mein Unbehagen hat er ebenfalls registriert. Ich hoffe natürlich, dass Joachim den ganzen Punkt beisteuern wird. Zu meiner Stellung bemerke ich, dass entweder mein Gegner oder ich etwas übersehen haben müssen. Mit einem Remis rechne ich auch noch bei Jens. Zusammen mit Sonjas Sieg würde dann ja alles in Butter sein.

Sonja gewinnt auch bald und bei meiner Partie zeichnet sich mehr und mehr ab, dass sein Angriff nicht erfolgreich sein wird. Fritz sieht das später natürlich sofort, ich muss aber am Brett mehrere Züge lang immer genau den einzig richtigen finden. Am Ende bleiben mir zwei Türme, ein Läufer und zwei Bauern gegen die Dame und vier Bauern. Außerdem steht mittlerweile er kurz vorm Matt, das er nur unter Damenverlust verhindern kann. Er gibt deshalb auf und wir führen 4:2.

Daraufhin quält Joachim seinen Gegner und sich selbst nicht länger. Der Sieg!

Jens hat inzwischen leider einen Bauern verloren und das Springerendspiel dürfte nicht zu halten sein. Er fragt mich, ob er aufgeben darf. Was soll ich dazu sagen? Da wir bereits gewonnen haben, tut es der Mannschaft nicht weh. Immerhin stand Jens lange ausgeglichen, was uns zusätzliche Sicherheit gegeben hat.

Noch vor der ersten Zeitkontrolle sind alle Partien beendet und wir machen uns mit unserem Lieblingsergebnis im Gepäck auf die Heimreise nach »Hamburg« (kleiner Scherz).

(Thomas Rosien)

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7. Runde
15.05.2009 Königsspringer Hamburg 6 Altonaer SK Finkenwerder 2 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Gerhard Bissinger 0 : 1
2 Joachim Meyer‑Plückthun Jan‑Philipp Oehlke + :
3 Florian Bongartz Reinhard Putz 1 : 0
4 Tilo Hüneke Branko Kobilarov 0 : 1
5 Ruben Hartig Willi Elfers 0 : 1
6 Sonja Schierholz Harry Henselin 1 : 0
7 Melchior Wendel Marcello Tommasi 0 : 1
8 Michael Böttcher Karl Wüsthoff 1 : 0

08.05.2009 Hamburger SK 16 TV Fischbek 3 :
08.05.2009 SK Marmstorf 4 Königsspringer Hamburg 7 5 : 3
15.05.2009 Hamburger SG BUE 2 Niendorfer TSV 2 3 : 5
08.05.2009 Hamburger SK 17 SC Schachelschweine 2 :

Vier Spieler gewinnen einen Mannschaftspunkt

Vor dieser richtungweisenden Begegnung melden sich leider mehrere Spieler ab. Sehr ärgerlich! Mit Müh’ und Not gelingt es, acht Spieler zu verpflichten. Dass ein Mannschaftssieg doppelt wichtig ist, hat offenbar nur die Hälfte begriffen!

Altona erscheint zu siebt, und sofort erinnere ich mich an Thomas Wiltafsky’s Ausspruch. Keine guten Voraussetzungen! Joachim darf sich über einen kampflosen Punkt freuen und bemerkt, dass wir nach einer Stunde in Führung liegen werden. Ich erwidere, dass er eventuell nur den Ausgleich erzielt. Es kommt schlimmer!

Ruben und Melchior, die sich beide verspätet zu uns gesellen, gehen nach Zügen schnell in Führung. Ruben verkackt nach vierzig Minuten, Melchior kaum fünf Minuten später. So kommt es, dass Joachim sogar nur der Anschluss‑Treffer gelingt.

Inzwischen ist auch Tilo anwesend, der meiner Meinung nach passabel aus der Eröffnung kommt, danach aber leider »Tilo‑mäßig« weiterspielt. (Natürlich auch meiner Meinung nach.)

Ich verbrauche im sechsten Zug viel Zeit und entscheide mich für eine wahrscheinlich sehr schwache Fortsetzung, was mir auch bewusst ist, aber ich bin mittlerweile gedanklich total blockiert und mit den Nerven völlig am Ende.

Sehenswert trumpfen Mike und Florian auf, die uns zwischenzeitlich sogar in Führung bringen.

Sonja spielt auch stark, und wenn sie alles gesehen hat, erhöhe ich mein Urteil auf großmeisterlich! Nach überstandener Zeitnotphase spielen sich dort kurzzeitig tumultartige Szenen ab. Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt haben, erkennt wahrscheinlich jeder außer Sonjas Gegner, dass Sonja total auf Gewinn steht.

Inzwischen ist Tilo sang‑ und klanglos eingegangen. Diese Entwicklung in seiner Partie vorherzusehen, ist richtig scheiße.

Ich verkacke auch gerade. Wie ich eine derart schlechte Stellung aufs Brett zaubern konnte, könnte ich vielleicht versuchen zu erklären. Ich will es aber nicht.

Beim Stand von 3:4 spielt also noch Sonja, und sie lässt sich echt Zeit beim Gewinnen. Ich stehe daneben und mein Gefühl sagt mir, dass Sonja ziemlich erleichtert ist, als der Gegner einen Zug vorm Matt endlich aufgibt.

Wir haben also einen Punkt gerettet, aber natürlich war heute eigentlich mehr drin. Der Siebten haben wir zumindest die theoretische Rettungschance erhalten. Unsere Aufstiegshoffnungen sollten wir hingegen endlich begraben.

(Thomas Rosien)

↑
↓
8. Runde
29.05.2009 SC Schachelschweine 2 Königsspringer Hamburg 6 5 : 3
19:00 Uhr, Villa Finkenau (Hintereingang), Finkenau 42, 22081 Hamburg

1 Florian Severin Thomas Rosien ½ : ½
2 Peter‑Thomas Cabelström Joachim Meyer‑Plückthun 1 : 0
3 Fabian Thiele Florian Bongartz 0 : 1
4 René Gralla Norbert Schönfisch ½ : ½
5 Steven Meininger Jens Prottengeier ½ : ½
6 André Ventura Sonja Schierholz ½ : ½
7 Michael Geißler Dieter Carl 1 : 0
8 Ronald Rittmeyer Martin Bierwald 1 : 0

12.06.2009 TV Fischbek 3 Altonaer SK Finkenwerder 2 :
12.06.2009 Niendorfer TSV 2 Hamburger SK 17 :
29.05.2009 Königsspringer Hamburg 7 Hamburger SG BUE 2 3 : 5
12.06.2009 Hamburger SK 16 SK Marmstorf 4 6 : 2

Aus die Maus!

Vor der Begegnung sorge ich für viel Aufregung, als ich die glück‑ und erfolglosen Tilo, Tobias und Ruben auswechseln will. Ich glaube zu diesem Zeitpunkt noch, eine schlagkräftige Truppe aufbieten zu können. Das klappt leider nicht, sodass ich selbstkritisch zugeben muss, nicht alles richtig gemacht zu haben.

Martin wird zum Einsatz kommen, weil ich ihm diesen Wunsch erfüllen will. Er hat als Mannschaftsführer in seiner eigenen Mannschaft oft selbst nicht gespielt und wohnt in unmittelbarer Nähe. Dankenswerterweise sagt kurzfristig auch Dieter zu, womit wir wenigstens schonmal zu acht sind. Ein unvollständiges Team wäre für mich natürlich der Super‑GAU.

Nach acht Zügen erhalte ich ein Remisangebot, das ich nach kurzem Zögern annehme. Sonja spielt unmittelbar darauf ebenfalls remis. Jeder halbe Punkt kann wichtig sein.

Ein anschließender Blick auf die übrigen Bretter lässt mich nicht gerade in Jubel ausbrechen: Joachim verliert gleich eine Figur und Jens hat einen Bauern weniger. Dafür stehen Norbert und vielleicht auch Florian ganz gut.

Dieter versteckt sich nicht und bereitet seinem Gegner, der schnell auch nicht mehr viel Zeit hat, einige Probleme. Fast zwangsläufig erhält Dieter plötzlich die Gelegenheit zu einer erfolgversprechenden Kombination, die er leider erst mit einem Zug Verzögerung ergreift und deshalb nicht mehr ganz so wirkungsvoll ist. Er gewinnt zwar die Qualität, muss dafür aber seinen wichtigen weißfeldrigen Läufer hergeben.

Martin hat positionellen Vorteil. Aber wie soll’s weitergehen? Martin bietet remis an, was leider abgelehnt wird. Er spielt zu passiv und verliert durch eine kleine Taktik einen Bauern. Danach kann der Gegner zielstrebig ohne große Gegenwehr ins Bauernendspiel abwickeln.

Mittlerweile hat Jens aus seiner sehr schlechten eine fast ausgeglichene Stellung gemacht. Auch Joachim schummelt noch ein bisschen, zumal der Gegner bald in Zeitnot ist. Florian steht kritisch, Dame und beide Läufer bedrohen seinen König. Bei Norbert werden die Schwerfiguren getauscht und sich auf remis verständigt.

Joachim fühlt sich dann fast schon wieder zu wohl in seiner Haut und lässt in einem Moment der Unachtsamkeit seine Dame hängen.

Jens, der als Erster auf dem Acker stand, rettet sich ins Remis. Toll gekämpft!

Bei Florian ereignet sich Unglaubliches: Eigentlich ist die Stellung völlig hinüber, als der Gegner – anstatt den König zur Strecke zu bringen – sich mit Material begnügt. Florian droht nun seinerseits immerhin Dauerschach, was letztlich auch gar nicht mehr zu verhindern ist. Dem Gegner gelingt es trotzdem – auf Kosten seiner Dame.

Es steht 3:3, und wahrscheinlich sind wir mit diesem Zwischenresultat gut bedient. Bei diesen drei Brettpunkten für uns wird es leider bleiben.

Bei Martin ist nichts mehr zu retten. Der Gegner holt sich eine neue Dame, was Martin – einen Zug vor der Umwandlung – nicht gelingen wird.

Dieter hat dem gegnerischen Druck nicht standhalten können und inzwischen Material verloren. Trotz des Gegners knapper Bedenkzeit: aussichtslos.

Kurz nacheinander geben beide auf. Sie haben bravourös gekämpft, aber Punkte gibt es dafür nicht.

(Thomas Rosien)

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9. Runde
19.06.2009 Königsspringer Hamburg 6 Niendorfer TSV 2 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Rosien Werner Stubbe 1 : 0
2 Joachim Meyer‑Plückthun Gerhard Wanner ½ : ½
3 Florian Bongartz Edgar Assmus ½ : ½
4 Norbert Schönfisch Hans‑Werner Schaade 1 : 0
5 Jens Prottengeier Michael Zeides ½ : ½
6 Tilo Hüneke Günther Pichler 0 : 1
7 Sonja Schierholz Andreas Ziege + :
8 Michael Böttcher Horst Schwirz 0 : 1

26.06.2009 SK Marmstorf 4 TV Fischbek 3 ½ :
19.06.2009 Hamburger SG BUE 2 Hamburger SK 16 :
26.06.2009 Hamburger SK 17 Königsspringer Hamburg 7 :
19.06.2009 Altonaer SK Finkenwerder 2 SC Schachelschweine 2 :

Versöhnlicher Saisonausklang

Das Lokalderby mit unserem Ortsnachbarn weckt in einigen von uns Erinnerungen an alte Zeiten: Immerhin waren Mike, Joachim und ich vor 25 Jahren selbst Spieler der damals großen und erfolgreichen Schachabteilung des NTSV. Heute tritt Niendorfs Zweite gegen unsere Sechste an und ist leider nur zu siebt, sodass Sonja sich nach einer Stunde einen Ganzen anmalen wird.

Nicht zuletzt deshalb biete ich meinem Gegner nach sieben Zügen remis an. Er lehnt ab und stellt mit seinem nächsten Zug einen Bauern ein. Bemerkenswert: Mein Königsspringer zieht in den ersten zwanzig Zügen allein achtmal (Sg8 – f6 – g4 – e5 – d7 – f6 – e8 – d6 – f5), bevor er sich geschlagen gibt und ich einen weiteren Bauern mitnehmen kann.

Tilo hat leider schnell einen Bauern verloren. Dem Gegner gelingt es, das Materal zu reduzieren und bald ist ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit Minusbauern entstanden. Das wird wieder nichts.

Joachim geht seine Partie vielleicht etwas optimistisch an, bevor er frühzeitig ein Remisangebot erhält. Das wird ohne große Umschweife angenommen.

Florian hat seinen Mehrbauern schnell zurückgeben müssen, und die sehr offene Stellung ist vermutlich ausgeglichen. Wenn ich so etwas sehe, befürchte ich immer gleich, dass da irgendwann versehentlich eine Figur hängt. Ich vernehme dann das gegnerische Remisangebot und empfehle Florian, es anzunehmen. Er tut’s auch und teilt mir danach mit, dass es gestern sehr spät und feuchtfröhlich geworden wäre und er deshalb auch Kopfschmerzen habe. Ich bin ihm sehr dankbar und erzähle besser nicht, dass ich mich an eineinhalb Stunden des Vorabends kaum erinnern kann und mich nach vier Stunden Schlaf wie gerädert fühle.

Tilo verliert dann und Mike steht langsam, aber sicher schlecht. Diesen Punkt müssen wir ebenfalls abschreiben.

Norbert hat wieder eine schöne »Schönfisch‑Stellung« aufs Brett gebracht (geschlossenes Stellungsbild, Raumvorteil, Druck am Königsflügel). Wenn er den Überblick behält – und in dieser Saison bin ich davon überzeugt – wird’s was werden.

Bei Jens bin ich mir nicht so sicher. Der Gegner hat einen weit vorgerückten Bauern, aber die Schwerfiguren können vielleicht durch Dauerschach das Remis retten.

Norberts Gegner (Schaade, der alte Haudegen) opfert einen Turm, um Norberts König auf offenem Feld zur Strecke zu bringen. Aber Norbert behält die Übersicht – und den Punkt.

Obwohl ich eigentlich angenehmes Spiel habe, gerate ich auf der Suche nach einem Gewinnplan zeitlich wieder arg in Bedrängnis. Mein Gegner (Stubbe, der alte Haudegen) opfert verzweifelt eine Qualität, wonach er aktives Spiel erhält und ich aufpassen muss, nicht irgendwo eine Figur stehen zu lassen. Zudem habe ich immer auch meine Kondition zu berücksichtigen.

(Foto)

Dann nehme ich hinter mir eine Geräuschkulisse wahr – Jens hat offenbar das Remis geschenkt bekommen. Dem Beweisfoto nach muss Weiß Dauerschach zulassen, um nicht Pleite zu gehen, aber die richtige Fortsetzung muss Schwarz in seiner Zeitnot auch erstmal finden. Jedenfalls steht es 3½:3½.

(Foto)

Ich schaffe es, seine Drohungen abzuwehren, dann stellt er auch noch einen seiner Läufer ein – aber er gibt einfach nicht auf! Mit Dame und Läufer will er mich Dauerschach setzen. Ich habe einen Turm und einen fetten Freibauern mehr, aber nur noch vier Minuten. Glücklicherweise ist mein König nicht schutzlos: Meine Dame und sein eigener Läufer schirmen ihn vor weiteren Damenschachs ab, sodass meine Mattdrohung die Partie entscheidet. Puh!

Beim Analysieren mit Fritz bin ich richtig stolz. Beinah jeder meiner Züge ist auch in seiner Vorschlagsliste, auch wenn es manchmal vielleicht nur der Dritt‑ oder Viertbeste ist. Dass ausgerechnet der Schluss, der nun wirklich nichts Besonderes war (Damentausch unter Rückgabe der Qualität), für einen mir namentlich bekannten Kiebitz bemerkenswert ist, ärgert mich schon sehr; gerade dort gab es nämlich eine hübsche Pointe, die ich bei etwas mehr Bedenkzeit vielleicht auch entdeckt hätte. Das wäre dann wirklich das i‑Tüpfelchen einer fehlerfreien Partie gewesen.

Nach diesem versöhnlichen Abschluss einer durchwachsenen Saison mit vielen Höhen, aber auch einigen Tiefpunkten sind wir mit 11:7 Punkten immerhin deutlich im Plus. Besonders hervorheben will ich Florian und Norbert, die mit jeweils 5½/8 und einer super Einstellung ganz wesentlich zum Erfolg beigetragen haben. Joachim und Jens blieben im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Sonja war uns in der zweiten Saisonhälfte eine wertvolle Stütze. Mike hat als erfolgreichster Ersatzspieler 2/3, und über das Wiedersehen mit Jörg und Lars – jeweils mit einem Punkt gekrönt – habe ich mich auch gefreut. Tilo und Dieter trugen zum knappen Erfolg gegen Marmstorf bei. Überhaupt war das 4½:3½ unser Standardergebnis. Ich halte solche Siege ohnehin für die schönsten, weil sie die Wichtigkeit jedes einzelnen Spielers unterstreichen. Mit meiner eigenen Leistung als Mannschaftsführer und dem Ergebnis am Spitzenbrett bin ich auch zufrieden. Leider hatte ich ausgerechnet beim 4:4 gegen Altona einen völligen Black‑out.

Für die nächste Saison ist mein Ziel spätestens nach dem unerwarteten Abstieg der Fünften klar: Aufstieg in die Bezirksliga. Dafür werden genau acht einsatzbereite und erfolgshungrige Spieler benötigt; einer davon will ich sein.

(Thomas Rosien)

Quelle: Hamburger Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/09-ksh6.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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