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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 2 · Landesliga Hamburg 2008/09
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Pinneberger SC 6 4 44,5 15
2. Königsspringer Hamburg 2 3 3 6 5 5 40,0 12
3. Bille SC 4 4 6 4 38,5 11
4. SK Johanneum Eppendorf 2 4 5 5 6 38,0 11
5. FC St. Pauli 5 4 3 5 4 37,0 10
6. SV Eidelstedt 3 5 4 4 3 35,0 8
7. Hamburger SK 5 4 5 3 3 4 5 3 5 34,5 8
8. SK Marmstorf 2 2 4 4 3 4 32,5 7
9. SC Diogenes 2 3 4 5 32,0 5
10. Hamburger SK 4 3 2 5 3 4 28,0 3
↑
↓
Spieler
KSH
2
Mannschaftsführer:
Steffen Dettmann
A H A H A A H Z Z
DIO
2
HSK
4
STP
 
BSC
 
HSK
5
PIN
 
SVE
 
MAT
 
SKJ
 
1 Wolter, Michael ½ 1 ½ 0 0     ½ ½
2 Jacoby, Gisbert ½ ½ ½ ½ 0 1 0    
3 Cremer, Jochen ½ 1 1 1 ½ 0   ½ 1
4 Conrad, Christian ½ ½ 0     ½ ½ ½ 0
5 Wilms, Ingo                  
6 Dettmann, Steffen ½ 0 0 ½ + 1   1 1
7 Chin, Karin ½ 1 1 ½ 1     ½  
8 Harder, Clemens 1 0 0 ½ 0 0 0 1  
9 Weiss, Siegfried 1 1 0 ½ ½ 1 1 1 1
10 Bruhn, Boris             ½   ½
11 Saß, Andreas             + 1 ½
12 Lock, Adrian           1      
13 Melde, Christian       1 0      
14 Schroeter, Baldur                 1
15 Hagenlüke, Thomas             0    
16 Maiorov, Daniel             ½    
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1. Runde
05.10.2008 SC Diogenes 2 Königsspringer Hamburg 2 3 : 5
11:00 Uhr, Altentagesstätte der LAB‑Gemeinschaft Hamm, Fahrenkamp 27, 20535 Hamburg

1 Dr. Sven Schulze Michael Wolter ½ : ½
2 Daniel Kuehn Gisbert Jacoby ½ : ½
3 Thomas Rieling Jochen Cremer ½ : ½
4 Ralf Hein Christian Conrad ½ : ½
5 Kai Schoenwolff Steffen Dettmann ½ : ½
6 Torben Schulenburg Karin Chin ½ : ½
7 Peter Groeppel Clemens Harder 0 : 1
8 Joachim Schnoor Siegfried Weiss 0 : 1

05.10.2008 SK Marmstorf Pinneberger SC :
05.10.2008 SK Johanneum Eppendorf SV Eidelstedt 5 : 3
05.10.2008 Hamburger SK 4 Hamburger SK 5 3 : 5
05.10.2008 FC St. Pauli Bille SC 4 : 4

Saisonstart geglückt!

Zum Auftakt wurde uns dieses Jahr eine lösbare Aufgabe zugeteilt. Zudem konnten wir uns bei unserer Ankunft gleich ein Bild davon machen, mit wem die Diogenesen denn nicht antreten würden. Fabian Schulenburg und Michael Neumann saßen nämlich schon für Diogenes I an den Brettern. Da wir in Bestbesetzung aufliefen, war klar: Ein Sieg muss her! MF Steffen schwörte uns 10 Minuten vor Spielbeginn nochmals ein und ließ die Worte folgen, dass jeder selbst über ein Remisgebot entscheiden solle, was im Folgenden auch das ein oder andere Mal genutzt wurde. Lobenswert zu erwähnen: Zu dieser Zeit waren wir schon komplett beisammen. Nachdem dankenswerterweise von den Gastgebern Äpfel und Kaffee zur freien Verfügung deklariert wurden, konnte der Kampf auch beginnen.

Die Anfangsphase verlief recht unspektakulär. Nach 3,5 Stunden stand es 2,5:2,5. Was war passiert? Nacheinander einigten sich Gisbert, Michael, Steffen, Jochen und Karin mit ihren Gegnern auf eine Punkteteilung. Einzig Karins Partie bot dabei Spannung. Im Königsinder ergab sich mal wieder eine taktische Stellung, in der wohl beide korrekt spielten und somit keiner zwingend einen Vorteil erlangen konnte.

Es spielten also noch Connie, Siggi und ich. Zu diesem Zeitpunkt standen wir alle auf Gewinn. Connie schaffte es mit Schwarz in einem Skandinavier im Mittelspiel taktisch einen Bauern zu gewinnen und in ein super Turmendspiel abzuwickeln. Diese sind ja wie bekannt oft etwas komplizierter und daher dauerte diese Partie auch noch ziemlich lange.

Siggi verteidigte sich in einem holländisch anmutenden Aufbau tapfer und konnte in ein Figurenendspiel guter Springer gegen schlechten Läufer übergehen. Trotz mehrmaligen Hinweises um den Achtzigsten Zug herum, dass ein Remis reichen sollte, wurde hier mutig weitergekämpft.

Meine Partie verlief recht einseitig. Mein Gegner verweigerte sich fast jeglicher Aktivität, sodass ich zur Offensive gezwungen wurde. Schließlich wurde mir eine Qualität überlassen, die ich in ungefährdeter, aber nicht optimaler Weise in einen Sieg ummünzte. Die 3,5:2,5‑Führung!

Siggi schaffte es in der Folge immer wieder eine Siegidee zu entwickeln und brachte seinen Gegner in die Zeitnot, in welcher er dann ein nettes Manöver startete, seinen Springer als Opfer darbot, um einen Bauern durchzubringen und ansonsten einen spielentscheidenden einzusammeln. Das war dann auch das 4,5:2,5. Der Sieg! Leider musste in der Analyse festgestellt werden, dass ein Springeropfer zwar der richtige Weg, aber hier auf die falsche Art angewandt wurde. Bei korrektem Spiel hätte es hier Remis heißen können. Aber Glück gehört dazu und verdient war der Sieg.

Spielte also noch Connie, der sich auch alle Mühe gab, aber es irgendwie nicht schaffte. Schade drum. So dürfen wir uns aber zumindest mit dem SKJE und HSK V den Platz an der Sonne teilen und sind als einzige Mannschaft noch ohne Partieverlust. Die Devise »Vorne klammern – hinten beißen« wurde wieder in exzellenter Manier umgesetzt, kamen doch die beiden Siege an den Brettern 7 und 8!

Der Auftakt lässt hoffen, dass vielleicht vorm Schluss‑Wochenende der Abstieg kein Thema mehr sein muss. Und dann kann ja bekanntlich viel passieren …

(Clemens Harder)

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2. Runde
26.10.2008 Königsspringer Hamburg 2 Hamburger SK 4 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Wolter Anja Hegeler 1 : 0
2 Gisbert Jacoby Christoph Engelbert ½ : ½
3 Jochen Cremer Thomas Kastek 1 : 0
4 Christian Conrad Dr. Frithjof Boog ½ : ½
5 Steffen Dettmann Wolfgang Schellhorn 0 : 1
6 Karin Chin Regina Berglitz 1 : 0
7 Clemens Harder Joachim Kossel 0 : 1
8 Siegfried Weiss Uwe Kröncke 1 : 0

26.10.2008 Pinneberger SC Bille SC :
26.10.2008 Hamburger SK 5 FC St. Pauli 3 : 5
26.10.2008 SV Eidelstedt SC Diogenes 2 :
26.10.2008 SK Marmstorf SK Johanneum Eppendorf :

Auf dem Weg nach oben

So prächtig, wie es in der letzten Runde bei Diogenes begann, so prächtig sollte es gegen HSK IV auch gleich weitergehen: Wie schon in der Vorrunde konnten wir in Bestbesetzung antreten und waren um 10:45 Uhr auch schon fast vollzählig im KSH‑Vereinsheim.

Nicht vollzählig um 11:00 Uhr anwesend waren allerdings unsere Gegner, sodass Steffen an Brett 5 gleich erstmal 1. e4 ausführte, um sich dann nochmal aufs stille Örtchen zu begeben. Nun wird dem aufmerksamen Leser nicht entgangen sein, dass an Brett 5 immer die Gastmannschaft Weiß hat, sodass Steffen nach seiner Rückkehr zwar immer noch 1. e4 auf dem Brett sah, jedoch sich selbst auf der anderen Seite des Brettes. Aber dank der souveränen Leistung von Hauke Reddmann war auch dies schnell ausgebügelt.

Nach der Eröffnung war die Tendenz etwas uneinheitlich: Michael hatte gegen Anja Hegeler durch Druck auf der offenen Linie bereits die Chance einen Bauern zu gewinnen, aber klar war die Sache noch lange nicht. Gisbert hatte gegen Christoph Engelbert bequemen Raum‑ und Stellungsvorteil. Ich selbst hatte die Eröffnung sträflich ungenau behandelt und stand nach zwei bis drei ungenauen Zügen bereits kritisch. Conni und Steffen waren beide ordentlich aus der Eröffnung gekommen. Karins Gegnerin Regina Berglitz hatte im reinen Frauenduell sehr zu meiner Freude die scharfe Hauptvariante im Skandinavier zugelassen, sodass Karin schon sehr ordentlich stand. Clemens stand leicht gedrückt und Siegfried – na ja, was soll man groß sagen, eine typische »Siegfried Weiss«‑Stellung halt.

Der HSK ging an Brett 7 in Führung, denn nachdem Clemens sich auf Kosten eines höheren Zeitverbrauchs befreit hatte, ließ er in Zeitnot leider einen Turm stehen. Für den Ausgleich sorgte ich dann selbst: Nachdem mein Gegner nach 20 Zügen bereits zwei Mehrbauern ohne auch nur die Spur von Kompensation mehr hatte, musste auch er leidvoll erfahren, dass nur 3 Minuten für 14 Zügen leider zu wenig sein können – er ließ sich von mir gehörig beschwindeln und überschritt im 37. Zug die Zeit. Als Dritter machte Gisbert remis – er hatte die ganze Zeit über Vorteil und befürchtete gerade, dass der Schwarze sich mit Se8–d6 konsoldieren könne. Leider fiel ihm erst später auf, dass nach Td1×d6 c7×d6 c6–c7 sein Freibauer zur Dame laufen könnte – sonst hätte er sicherlich weitergespielt – 1,5:1,5.

Karin brachte uns dann erstmals in Führung – falls jemand mal sehen möchte, wie man diese Variante so richtig auseinander nimmt, bitte bei Karin melden. Steffen hatte im Mittelspiel leider eine Abwicklung falsch eingeschätzt und musste eine Qualität spucken. Da sein Gegner mit 3 Sekunden auf der Uhr den 40. Zug schaffte, hatte der HSK den 2,5:2,5‑Ausgleich gemacht. Siegfried hatte seinen Gegner nach insgesamt sehr lebhaftem Verlauf in der Zeitnotphase überspielt und brachte uns wieder in Führung. Da Michael und Conni jeweils 1 bzw. 2 Mehrbauern in ihren Turmendspielen hatten, konnte auch nicht mehr viel schief gehen.

Und so gewann Michael auch ein feines Turmendspiel – Mehrbauer zurückgegeben, dafür König aktiviert, Bauern durchgebracht – fertig. Connis Gegner hatte für seine 2 Mehrbauern einiges Gegenspiel, ob es tatsächlich volle Kompensation war oder nicht, wird uns das Elektronenhirn erklären müssen, aber auch dieses Endspiel ging remis aus und der 5:3‑Sieg war unter Dach und Fach.

Nach der 2. Runde steht die Mannschaft hinter Absteiger Pinneberg auf einem sehr guten 2. Platz. Dafür müssen wir uns in der nächsten Runde mit dem anderen Absteiger, St. Pauli, messen, sodass uns sicherlich ein heißer Tanz erwarten wird.

(Jochen Cremer)

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↓
3. Runde
30.11.2008 FC St. Pauli Königsspringer Hamburg 2 5 : 3
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Schütze Michael Wolter ½ : ½
2 Andreas Mitscherling Gisbert Jacoby ½ : ½
3 Bernd Wronn Jochen Cremer 0 : 1
4 Thorsten Stelting Christian Conrad 1 : 0
5 Torsten David Steffen Dettmann 1 : 0
6 Dr. Guntram Knecht Karin Chin 0 : 1
7 Mario Becker Clemens Harder 1 : 0
8 Djamschid Hedayat‑Nassab Siegfried Weiss 1 : 0

30.11.2008 SK Johanneum Eppendorf Pinneberger SC 2 : 6
30.11.2008 SC Diogenes 2 SK Marmstorf :
30.11.2008 Hamburger SK 4 SV Eidelstedt 5 : 3
30.11.2008 Bille SC Hamburger SK 5 :

Geschenktes Heimrecht, aber keine geschenkten Punkte

Als ich am Donnerstagmorgen meine E‑Mails checkte, erwartete mich eine Überraschung. Die St. Paulianer hatten keines ihrer beiden gewohnten Spiellokale, also weder die Domschänke noch das Schmidt’s Theater für den Sonntag bekommen können, sodass der Kampf in unser Vereinsheim verlegt wurde. Immerhin kamen wir so in den seltenen Genuss, gleichzeitig mit der Ersten ein Heimspiel austragen zu können. Leider sollte sich dies als einzige Größzügigkeit unserer Gegner erweisen.

Am Sonntagmorgen traten beide Teams nahezu in Bestbesetzung an. St. Pauli war zudem ja im Vorjahr gerade erst aus der Oberliga abgestiegen und hatte ohnehin schon einen Punkt gegen Bille abgegeben. Es erwartete uns also ein heißer Tanz.

An unserem Spitzenbrett traf Michael – von mir bestens eröffnungstheoretisch gebrieft – auf seinen Namensvetter Michael Schütze. Leider wich der Gegner bereits vorzeitig ab, sodass Michael ausgangs der Eröffnung den Remishafen ansteuerte und auch gewohnt zielsicher erreichte. Gisbert hatte einen sehr starken Gegner bekommen und entschied sich für einen sehr soliden, aber auch etwas passiven Aufbau. Mein Gegner ließ in einer Caro‑Kann‑Variante das bereits aus der berühmten Partie Deep Blue – Kasparov bekannte Springeropfer auf e6 zu, das als schlecht für Schwarz gilt und so griff ich dann auch gleich zu. Es entwickelte sich gleich eine spannende Partie, denn obwohl ich für die Figur nichts konkretes vorweisen konnte, war die Kompensation doch spürbar. Connis Stellung gefiel mir nicht so richtig, denn er musste sich frühzeitig von seinem schwarzfeldrigen Läufer trennen, sodass genau diese Felder in seinem Lager auch ein wenig schwach wurden. Steffens Gegner hatte an Brett 5 bereits frühzeitig den Übergang in ein seeehr ungünstiges Endspiel mit Maroczy‑Struktur zugelassen, in dem er sich zusätzlich noch einen verdoppelten f‑ und einen isolierten d‑Bauern einhandelte. Sehr suspekt war die Stellung an Karins Brett, denn der Gegner spielte so eine Art Holländisch Leningrader System, gegen den sich Karin wie im geschlossenen Sizlianer aufbaute. Clemens hatte den Wolga‑Gambit‑Mehrbauern eingesackt und musste sich nun erstmal verteidigen. Und bei Siegfried an Brett 8 entwickelte sich mal wieder so eine »Siegfried Weiss«‑Stellung – etwas abseits aller Theorie, sicherlich positionell korrekt, aber irgendwie auch ein bisschen suspekt.

Clemens musste als erster die Segel streichen, er hatte nach eigenem Bekunden vier Tempi eingestellt. Das passive Spiel wurde leider mit der ersten Null für Königsspringer bestraft. Den Ausgelich konnte ich dann selber markieren, denn Bernd Wronn konnte seine Stellung trotz Mehrfigur nie wirklich konsolidieren. Schließlich konnte ich auf der b‑Linie eindringen und trotz immer noch 2 Minusbauern und starker Zeitnot die Partie gewinnen. Gisbert konnte schließlich seinen angestrebten halben Pukt ohne allzu große Probleme nach Hause fahren, ohne wirklich aktiv gespielt zu haben, aber auch ohne wirklich in Verlustgefahr geraten zu sein. Kurz danach verlor Siegfried, da sein Angriff am Könisflügel nicht durchschlug und er schließlich ausgekontert wurde. Karin hatte inzwischen 2 Mehrbauern eingesammelt und den Angriff ihres Gegners abgewehrt, sodass es 3:3 stand. Leider war Steffen in Zeitnot geradewegs in einen Läuferspieß geraten, der ihn die Qualität kostete. Bei genauem Spiel wäre noch ein Remis dringewesen, aber das klappte leider auch nicht mehr. Schließlich konnte Conni sein Damenendspiel mit Minusbauern auch nicht mehr remis halten, sodass St. Pauli beide Punkte aus dem Riekbornweg entführen konnte.

Obwohl die Mannschaft nach den beiden Auftaktsiegen doch etwas unsanft wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet ist, können wir optimistisch in den nächsten Kampf gehen, denn wir haben gegen eines der sicherlich besseren Teams der Landesliga nur knapp verloren. An mangelndem Teamgeist hat es sicher nicht gelegen.

(Jochen Cremer)

↑
↓
4. Runde
14.12.2008 Königsspringer Hamburg 2 Bille SC :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Wolter Andreas Bigot 0 : 1
2 Gisbert Jacoby Andreas Bertram ½ : ½
3 Jochen Cremer Hans‑Jörg Jantzen 1 : 0
4 Steffen Dettmann Rainer Jess ½ : ½
5 Karin Chin Martin Kopisch ½ : ½
6 Clemens Harder Siegfried Wölk ½ : ½
7 Siegfried Weiss Lothar Windt ½ : ½
8 Christian Melde Vladislav Voronin 1 : 0

14.12.2008 Pinneberger SC Hamburger SK 5 4 : 4
14.12.2008 SV Eidelstedt FC St. Pauli 5 : 3
14.12.2008 SK Marmstorf Hamburger SK 4 4 : 4
14.12.2008 SK Johanneum Eppendorf SC Diogenes 2 :
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5. Runde
18.01.2009 Hamburger SK 5 Königsspringer Hamburg 2 5 : 3
11:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Klaus‑Günter Besenthal Michael Wolter 1 : 0
2 Malte Colpe Gisbert Jacoby 1 : 0
3 Haroutioun Dalakian Jochen Cremer ½ : ½
4 Jamshid Atri Steffen Dettmann : +
5 Martin Sechting Karin Chin 0 : 1
6 Michael Lucas Clemens Harder 1 : 0
7 Michael Kleiner Siegfried Weiss ½ : ½
8 Claus Czeremin Christian Melde 1 : 0

18.01.2009 SC Diogenes 2 Pinneberger SC :
18.01.2009 Hamburger SK 4 SK Johanneum Eppendorf 2 : 6
18.01.2009 FC St. Pauli SK Marmstorf 4 : 4
18.01.2009 Bille SC SV Eidelstedt :

Bild berichtet: Skandalöser Mannschaftskampf – Stellungen wurden misshandelt und vergewaltigt. Pilot kann Bruchlandung nicht verhindern.

10:45 Uhr. Souveräne Zeitplanung. Gisbert lotste pragmatisch in die Schellingstraße.

11:00 Uhr. Alles da. Außer Siegfried, Jamshid und dem Schiri. Hauke Reddmann übernimmt den Schiri‑Posten und sichert sich damit ein üppiges Frühstück.

11:05 Uhr. Schweigeminute für Leo Meise.

11:06 Uhr. Hauke Reddmann gibt die Uhren frei und zieht los, sein Frühstück zu besorgen. Seine Tageslektüre ›616 – die Hölle ist überall‹ liegt derweil auf dem Schiri‑Pult.

11:10 Uhr. Komische Partien zeichnen sich an den Brettern ab.

11:15 Uhr. Atri, Jamshid noch nicht da. Siegfried auch nicht. Wir haben einen Vorteil – wir wissen, unser Mann kommt noch!

Im HSK‑Büro derweil hektische Anrufe von MF Lucas bei Fam. Atri: »Doch, du musst kommen!« – »Wie, krank?« – »Du, oder Deine Mutter?« – »Gib mir Deine Schwester!!!« – »Sag ihm, er muss kommen!!!« – »Mit dem Taxi!!!« – »Nicht mit der Bahn!!!«.

11:20 Uhr. Siegfried kommt, wir sind komplett.

11:30 Uhr. Karin hat eine Karin‑Stellung, Clemens hat ’ne Clemens‑Stellung. Christian hat ’ne Melde‑Stellung, Gisbert ’ne Siegfried‑Stellung. Siegfried hat ’ne Wolter‑Stellung und Wolter ’ne Gisbert‑Stellung.

11:35 Uhr. Boris trifft ein.

11:45 Uhr. Steffen hat ’ne Jamshid‑Atri‑Stellung – also immer noch kein Gegner in Sicht.

11:50 Uhr. Boris und Steffen beschließen zu blitzen – falls Jamshid nicht kommt.

11:55 Uhr. Michael: »Kann ich remis machen?« – Ich: »Ja.« – Michael: »Ich werte das als ›nein‹!«

12:00 Uhr. Jamshid nicht da. Michael Lucas weist mich fair darauf hin, dass ich damit die Partie gewonnen habe. Direkt an diese Aussage knüpft er die Frage an, ob ich nicht so fair sein wolle, auf mein Reklamationsrecht zu verzichten und noch zu spielen, falls Jamshid noch kommt. Ich lehne dieses aber fair ab und Hauke verzeichnet ein Plus für Königsspringer.

12:05 Uhr. Jamshid betritt das Clubheim. Er hat die U‑Bahn genommen!!! So’n Shid!

12:10 Uhr. Boris und Steffen blitzen Kraut und Rüben.

Ab 12:30 Uhr. Die Stellungen verschlechtern sich zusehends. Webmaster Thomas trifft ein und hat auch keinen besseren Eindruck von den Stellungen als ich. Clemens überlegt 45 Minuten und weicht dann von seiner Clemens‑Stellung ab und gerät in fürchterlichen Angriff, am Ende 0:1. Karin behält die Nerven spielt eine echte Karin‑Partie und gewinnt, 1:0. Die weiteren Partien und Stellungen könnten mit Überschriften der Bildzeitung kommentiert werden: Vergewaltigung, Misshandlung, Fahrlässigkeit, Verletzung der Aufsichtspflicht und »verunfallt«.

Michael sieht Gespenster. Kommt mir entgegen: »Irgendwas auf der Risikoskala von 1 bis 10«. Ich frohlocke und zähle nach – und sehe eine Figur weniger. Figurenopfer statt Gewinnvariante. Figurenopfer ging nicht nur nicht, sondern war auch noch vlg. 0:1, weil Figur weniger.

Gisbert hat der Vorbereitung Colpes nichts entgegenzusetzen. Möglicherweise war die Variante schlecht. Ratloser Gisi Gisbert.

Christian verwaltet einen Schrotthaufen. Irgendwie doch eindrucksvoll, wie lange er das schafft! Aber am Ende 0:1.

Siegfried spielt remis. Ohne Wenn und Aber, keine Höhen, keine Tiefen. Einfach remis!

Jochen knetet. In Zeitnot verpasst er den Übergang ins gewonnene Endspiel. Mit Mehrbauern im Turmendspiel kennt er Vancura nicht. Oder verpasst Vancura. Oder überhaupt. Immerhin konnte ich an diesem Tage Jochen das Wasser reichen. Remis.

15:30 Uhr. 3:5. Auf zum Patz. Dann doch in den Feuervogel. Zum ersten Mal mit Gisi und Sigi (agronym). Californication mit Pizza und Souflaki.

15:45 Uhr. Jochen kommt nach. »Ja, es war remis!« Das wussten die anderen aber schon …

16:00 Uhr. Gisbert schmeißt zwei Messer runter.

16:15 Uhr. Wir reklamieren, dass zwei Messer fehlen. Dafür hat Gisi ein Mineralwasser zu viel.

16:30 Uhr. Ich kriege Wolters Oliven.

16:35 Uhr. Alle beschwören Wolter. Keine Auszeit. Auszeit abgelehnt. Schachwart Jochen spricht ein Machtwort. »Nein!«

16:40 Uhr. Michael ist noch nicht überzeugt. »… b4, ja – das wär’s gewesen …«

17:00 Uhr. Ein Eis geht noch rein.

17:15 Uhr. Heimweg. Irgendwie sind wir unter die Räder gekommen …

(Steffen Dettmann)

↑
↓
6. Runde
01.02.2009 Pinneberger SC Königsspringer Hamburg 2 :
11:00 Uhr, Altentagesstätte (DRK‑Heim), Berliner Str. 9, 25421 Pinneberg

1 Uwe Bokelbrink Gisbert Jacoby 0 : 1
2 Hans Hermesmann Jochen Cremer 1 : 0
3 Marc Klünger Christian Conrad ½ : ½
4 Thomas Nonnenmacher Steffen Dettmann 0 : 1
5 Dietrich Hawranke Clemens Harder 1 : 0
6 Gerd Kuhn Siegfried Weiss 0 : 1
7 Klaus van Riesen Adrian Lock 0 : 1
8 Ingo Rubach Christian Melde + :

01.02.2009 SV Eidelstedt Hamburger SK 5 4 : 4
01.02.2009 SK Marmstorf Bille SC 2 : 6
01.02.2009 SK Johanneum Eppendorf FC St. Pauli :
01.02.2009 SC Diogenes 2 Hamburger SK 4 :

Pinneberg empfängt KSH II – Heimvorteil?!

Vorweg gesagt war dieser heutige Mannschaftskampf einer der spektakulärsten, die ich in der Landesliga bislang erlebt habe – gleich nach dem sensationellen 4,5:3,5 gegen Marmstorf in der Meister‑Saison 2004/05. Conni nebst 13 Kiebitze werden sich erinnern …

Und was war nun so spektakulär am heutigen Tage? Nun, es waren gar nicht mal die Partien an sich, die es in sich hatten. Nein, vielmehr das Drumherum, das Wann, mit wem, wo und vor allem wie viel hatte es heute in sich. Oder anders gefragt – wie wird Jochen sich gefühlt haben, als er um 11:15 Uhr der einzige (!) Königsspringer im Pinneberger Spiellokal war?

Aber was war passiert? Gegen 10:33 Uhr kamen vier Königsspringer planmäßig am Bahnhof Pinneberg an, darunter unsere Haudegen Gisi und Sigi und die Flop‑Scorer Clemens und ich.

Clemens hatte sich am Vorabend den Fußweg vom Bahnhof zum Spiellokal eingeprägt. Dachte Clemens! Dachten wir! Daher verzichtete ich auf meinen Vorschlag, den Bus zu nehmen, der uns ja zur Berliner Straße 11 gebracht hätte. Der Bus wäre 5 Minuten gefahren, Clemens berichtete von 10 Minuten Fußweg, wir gingen also zu Fuß.

Seinem Gedächtnis war zu trauen und tatsächlich kamen wir pünktlich am Ziel an. Als Clemens dann sagte: »Hier muss es sein«, wunderte ich mich doch darüber, dass der Straßenname nicht Berliner Straße, sondern Feldstraße war. Clemens meinte, das wäre ’ne aktuelle Spiellokaländerung, diese wäre auf der Homepage von PSC und sogar auf unserer aktualisiert worden.

Wir klopften dann mal vorsichtig das Damenkränzchen aus der Kirche heraus. »Ja hier wird Schach gespielt.« – »Auch sonntags?« – »Ne, sonntags eigentlich nie.«

Fünf ältere Damen fielen sich dann gegenseitig ins Wort und versuchten uns den Fußweg zur Berliner Straße zu erklären: »Zu Fuß? Ui, dat is weit, dat is weit, nech?« – »Links, links, rechts, links und dann sind sie in der Elmshorner Straße« – »Wir müssen aber in die Berliner Straße!« – »Berliner Straße?« – »Hmmmm« – »Ui, dat is weit, dat is weit!« – »Durch den Tunnel, hinten, der Schleichweg, damit sie um die Brücke kommen.« – »Immer geradeaus, also rechts und dann immer geradeaus, also nicht rechts, rechts« … »Elmshorner Straße?« …

Wir gingen dann gerade nach rechts, als Conni zu uns stieß. Aha, also zu fünft am falschen Spielort. Nach 100 Metern rechts konnten wir uns dann nicht entscheiden, auf welche Dame wir hören sollten und so wollten wir gerade Passanten fragen, als Adrian mit seiner Mutter vorfuhr. Also schon zu sechst! Familie Lock hat für solche Fälle zum Glück einen Multivan parat, sodass wir dann zu siebt mit Navi‑Hilfe in Richtung Berliner Straße steuerten. Conni und Adrian quetschten sich in den Kofferraum und Gisbert ermahnte zur Ruhe, damit er das Navi hören konnte. Siegfried indes lauschte gebannt den Navi‑Angaben. »Zauberei!« – »Boah, hast Du das gehört? Jetzt spricht er wieder!« Clemens und ich versuchten es inzwischen mit der altmodischen Variante, nämlich dem Stadtplan den Weg zu entlocken. Zwischendurch hielten wir noch orientierungslos in der Bismarckstraße. Dann setzte der MF sich gegen das Navi durch und wies mit Verweis auf den Plan nach rechts, während das Navi nach links wollte. Hätten wir mal auf das Navi gehört … Naja, irgendein guter Weihnachtswichtel führte uns dann doch noch zur Berliner Straße, wo wir um etwa 11:15 Uhr eintrafen. Jochen war schon völlig entnervt und sprach von »echtem Heimvorteil« der Gegner; Christian Melde war auch noch nicht da. Immerhin waren die Pinneberger so fair und verzichteten auf die Reklamation der 15 Minuten nicht abgegebener Mannschaftsaufstellung. So begannen wir den Kampf also zu siebt und jedem wurden nur die 18 Minuten Anwesenheitsverspätung abgezogen. Ärgerlich besonders für Jochen, der diesmal pünktlich war und sich viel vorgenommen hatte.

Meine Vorbereitung bestand darin, dass ich mir vorgenommen hatte, schneller als sonst zu spielen. Nach 15 Zügen hatte ich daher schon beide Läufer gegen Springer getauscht. Dafür hatte ich aber noch acht Bauern auf dem Brett und kaum Raum. Mein Vorteil war, ich hatte immer nur einen sinnvollen Zug und so fiel es mir leicht, schneller zu spielen. Objektiv war die Stellung aber bestimmt nicht so doll.

Als ich meine erste Runde drehte, gefielen mit die Stellungen überraschend gut! Gisbert, Jochen und Conni waren alle dynamisch entwickelt, Clemens hatte in einer Sysmmetriestellung den Anzugsvorteil und Siegfried und Adrian standen voll okay.

Um 11:50 Uhr frohlockten wir, als Christian doch noch eintraf. Dieser war aber alles andere als begeistert, mehr entgeistert. Nach einer Stunde umherirren in Pinneberg (Er war am dritten Spielort – Fahltskamp – gelandet.) und durchgefroren meinte er begrüßend: »Sonntag ist der Tag, an dem man sich entspannen soll und keinen Stress braucht. Ein Stunde ist mir zu wenig! Ich spiel’ nicht mehr!« Jochen und ich schauten uns an. »Demotivierender geht’s kaum«, dachten wir. Aber okay, wir respektierten die Entscheidung und so verlor Christian trotz noch rechtzeitiger Ankunft kampflos, −:+.

Also zu siebt gegen den Tabellenführer. Dass wir eh ersatzgeschwächt waren (wir mussten auf Michael und Karin verzichten), spielte jetzt schon keine Rolle mehr. Immerhin war auch Pinneberg nicht in Bestbesetzung.

Dann nach etwas über einer Stunde zeichnete sich doch ein Trend ab: Gisbert schob Bokelbrink platt! Aber wie! 1:0 nach weniger als 1,5 Stunden!!! Respekt!

Jetzt konnte man schon mal rechnen – Conni und Jochen standen ausgeglichen, ich stand gedrückt, witterte aber schon Morgenluft. Clemens spielte wie zuletzt – nicht sooo exakt und wurde folglich mehr und mehr überspielt. Adrian stand komisch, aber mit weit besserer Zeit.

Siegfried hatte m. E. ’ne gute Stellung und stellte dann urplötzlich einen Bauern ein. Nur zwei Züge später hatte er ’ne Figur mehr. »Zauberei!«, dachte ich nur.

Also konnte man schon mal mit dem zweiten Punkt liebäugeln. Ich ahnte jetzt schon den möglichen Sieg, hatte sich doch auch an meinem Brett die Wende abgezeichnet. Während mein Gegner mühevoll nach einem Plan suchte, die 8‑Bauern‑Kette von mir zu durchbrechen, setzte er aufs falsche Pferd (bzw. den falschen Läufer). Mit Kf8! konnte ich alle Drohungen leicht abwehren, was mein Gegner möglicherweise nicht gesehen hatte. Da er für sein Manöver fünf Züge benötigte, konnte ich 5 (fünf!) Gratiszüge machen und tatsächlich Gegenspiel vorbereiten. Jetzt wollte ich auch auf Gewinn spielen.

Adrian trichterte ich ein, dass er ’nen Ganzen zu machen habe, obwohl er gerade mit Qualität weniger da stand. Aber seine Stellung hatte es in sich. Gute Entwicklung mit Läuferpaar und Druck gegen den König bei gravierender Zeitnot seines Gegners. In der Zeitnotphase brachte Adrian den ganzen Punkt daher sicher nach Hause.

Nach meiner Zeitnotphase hatte ich T + S + 4 Bauern vs. T + L + 3 Bauern und guten Aussichten, die festgelegten Bauern des Gegners abholen zu können. Wenn jetzt noch Sigi gewann, sollte es ja schon reichen, denn Conni hatte noch einen weiteren halben Punkt dazu gesteuert. Clemens konnte nach der Zeitnot nicht mehr vorweisen als vor der Zeitnot, und das war nicht viel. Mit Material weniger und aussichtsloser Position blieb ihm nur die Aufgabe übrig und er rochierte damit zum zweiten Mal in dieser Saison. Jochen geriet in zu große Zeitnot und verlor. Böse Zungen behaupteten nun, er habe sich die Zeit schlecht eingeteilt …

Es stand also 2,5:3,5 und Sigi und ich spielten noch. Sigi im Endspiel mit Turm gegen Läufer. »Ein Turm ist doch ganz schön stark«, erinnerte ich mich und so beschlossen wir, zusammen das 4,5 sicher zu stellen. Ich konnte tatsächlich noch einen Bauern einsammeln und den Rest der Bauern, sowie die Leichtfiguren tauschen. Im Turmendspiel, wo ich die einzigen Bauern (g + f) hatte, bestand keine Gefahr mehr. Gleichzeitig gaben mein und Sigis Gegner auf und wir fielen uns in die Arme – was für ein Triumph! 4,5 gegen die starken Pinneberger. Jubelarien und Händeabklatschen. Siegbert leitete den Triumphmarsch ein und ich trällerte selbigen von Aida (nicht Alk‑aida!).

Unglaublich, oder? Zu siebt! Wir sind halt ’ne starke Truppe! Neulich noch die gute Stimmung gepriesen, hat sie uns heute wieder eingeholt. Und genauso kurios ist, dass dieser Kampf spiegelverkehrt zu unserem letzten beim HSK verlief.

Die nicht anwesenden Fans kamen jedenfalls voll auf ihre Kosten, und die Hartgesottenen unter uns gingen dann noch zum Griechen. Dass wir uns unterwegs nach dorthin verlaufen haben, brauche ich wohl nicht weiter erwähnen. Dann gab’s noch die Vierer‑Grillplatte ›Elena‹, und Jochen lernte den Unterschied zwischen den verschiedenen Fleischsorten. Beim hektischen Versuch, diverse Pommes und Kroketten zu erhaschen, hatte ein Pommes die Ehre, in Jochens Bierglas zu landen. Diesmal fiel auch nur ein Messer runter, und zwar auf die Fensterbank. Währenddessen erfuhren wir vom Sieg der ersten Mannschaft und die Stimmung war perfekt. Einziger Leidtragender heute war Jochen, der – pünktlich angekommen – nicht ziehen durfte. Dafür hat er aber nette Mannschaftskameraden, die ihn heute mit durchgezogen haben … ;-) Am Ende fuhr uns Jochen noch nach Hamburg; und alles in allem war’s doch ein gelungener Schach‑Sonntag. Muss man sagen. Das hat sich gelohnt! Oder besser: »Ui, dat war doll, doch, doch, nech?«

(Steffen Dettmann)

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7. Runde
01.03.2009 Königsspringer Hamburg 2 SV Eidelstedt :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Gisbert Jacoby Dusan Nedic 0 : 1
2 Christian Conrad Jörg Müller ½ : ½
3 Clemens Harder Carsten Dumjahn 0 : 1
4 Siegfried Weiss Andreas Bergsträsser 1 : 0
5 Boris Bruhn Johnny Kjetsae ½ : ½
6 Andreas Saß Viktor Isinger + :
7 Thomas Hagenlüke Jakob Goepfert 0 : 1
8 Daniel Maiorov Christian Knopf ½ : ½

01.03.2009 Hamburger SK 4 Pinneberger SC :
01.03.2009 FC St. Pauli SC Diogenes 2 :
01.03.2009 Bille SC SK Johanneum Eppendorf 4 : 4
01.03.2009 Hamburger SK 5 SK Marmstorf 5 : 3
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8. Runde
04.04.2009 SK Marmstorf Königsspringer Hamburg 2 2 : 6
14:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Holger Hebbinghaus Michael Wolter ½ : ½
2 Jeronimo Hawellek Jochen Cremer ½ : ½
3 Jens Diekmann Christian Conrad ½ : ½
4 Michael Hohlbein Steffen Dettmann 0 : 1
5 Jan Hendrik Müller Karin Chin ½ : ½
6 Rainer Schmidt‑Brauns Clemens Harder 0 : 1
7 Tobias Müller Siegfried Weiss 0 : 1
8 Matthias Peschke Andreas Saß 0 : 1

04.04.2009 Pinneberger SC SV Eidelstedt :
04.04.2009 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK 5 5 : 3
04.04.2009 SC Diogenes 2 Bille SC 4 : 4
04.04.2009 Hamburger SK 4 FC St. Pauli :
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9. Runde
05.04.2009 Königsspringer Hamburg 2 SK Johanneum Eppendorf :
11:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Michael Wolter Hendrik Schüler ½ : ½
2 Jochen Cremer Rüdiger Zart 1 : 0
3 Christian Conrad Wesal Moshtael 0 : 1
4 Steffen Dettmann Andrej Zobel 1 : 0
5 Siegfried Weiss Dennis Johannsen 1 : 0
6 Boris Bruhn Mark‑Finn Grünewald ½ : ½
7 Andreas Saß Armin Schmidt ½ : ½
8 Baldur Schroeter Daniel Wahl 1 : 0

05.04.2009 FC St. Pauli Pinneberger SC :
05.04.2009 Bille SC Hamburger SK 4 :
05.04.2009 Hamburger SK 5 SC Diogenes 2 3 : 5
05.04.2009 SV Eidelstedt SK Marmstorf 4 : 4

Saisonabschlussbericht

Die Saison 2008/2009 ist abrupt zu Ende und hinterlässt den Eindruck etwas merkwürdig verlaufen zu sein. Ein Auftakt mit 4 MP von 4 und 6 MP von 8 möglichen verhieß einen guten Start. Tatsächlich mussten wir uns in dieser Saison kaum mit dem Thema Abstieg beschäftigen – ein deutlicher Fortschritt im Vergleich mit den letzten Jahren. Ebenso war endlich das Gespenst »Mehr Ersatzspieler als eigene Spieler, ab jetzt bekommen wir Panik und heulen rum« verschwunden. Gemeinsam hatten Julian und ich vor Saisonbeginn diese Gespenster ausgetrieben.

Im Nachhinein sind wir sogar Tabellenzweiter geworden und der Aufstieg war gar nicht so weit entfernt. Aber mit der Zielsetzung, dass die Erste aufsteigt und wir problem‑ und sorgenlos durch die Saison gehen, ziehe ich das Fazit: Wir haben alles richtig gemacht!

Aber wäre sogar mehr drin gewesen? Ja! Aber dann hätten wir spätestens gegen den HSK nicht verlieren dürfen. Die Niederlage gegen Eidelstedt hat dann nochmal bestätigt, dass unsere Leistung insgesamt zu inkonstant war. Beide Male gegen nur sieben Gegner, auch wenn im letzteren Kampf stark ersatzgeschwächt, darf man einfach nicht mit 0 Punkten nach Hause gehen. Aber wie die letzten Jahre auch – gegen die starken Teams gewinnen wir und gegen – vermeintlich – schwächere Gegner geben wir die Punkte ab.

Wo ist Walter?
(Foto)
Foto: SchierholzProductions@GünniEntertainment.GmbH

Insgesamt sollten wir in den nächsten Jahren selbstbewusster auftreten und nicht schon vor der Saison immer von Abstieg reden. Wir haben in den letzten fünf Jahren die Tabellenplätze 1, 7, 5, 3 und 2 erreicht. Insbesondere haben wir 3‑mal in Folge im Saisonfinale in der Signal Iduna beide Kämpfe gewonnen und dabei zum Teil die höchsten Saisonsiege erzielt.

Diese Mannschaft ist stark! Vielleicht können auch wir in den nächsten Jahren den Sprung in die Oberliga schaffen! Voraussetzung ist und bleibt allerdings eine starke erste Mannschaft. Am Beispiel von Diogenes kann man sehen, wie eng Aufstieg (mit mehreren Mannschaften) und Abstieg (mit mehreren Mannschaften?) beisammen liegen. Und – die zweite Mannschaft ist dabei immer nur so viel Wert, wie die erste auch erfolgreich ist – das dürfen wir nie vergessen!

Die Einzelbewertungen:

Michael war vorne wie immer eine Bank, die allerdings an zwei Spieltagen ausgeraubt wurde. Insgesamt solide und wichtig für die Mannschaft.

Gisbert genauso, gleiche Punktzahl, gleiche Spielanteile genauso wichtig! Mit den beiden an 1 und 2 hatten wir eine gute Spitze.

Jochen hat zu Recht an 3 gespielt. Nach Siegfried und Karin Topscorer gegen durchaus gute Gegner. Sehr ordentlich!

Conni erwischte nicht die beste Saison, spielte aber stets mit Aussicht auf einen ganzen Punkt und trug so sehr viel für Psyche seiner Kameraden während der Kämpfe bei. Am Ende stand 5‑mal das Remis trotz diverser Mehrbauern.

Ich (Steffen) musste als MF den Haufen motivieren und zusammenhalten, was nicht immer einfach war. Bei der Spielplanung (Spielort) gegen Pinneberg einmal zu nachlässig gewesen folgten gleich alle Fehler, die möglich waren! Erst zum Schluss bin ich richtig in Form gekommen, mit 3 aus 3 zum Saisonende ein versöhnlicher Abschluss.

Karin war absolut spitze! Mit 4,5/6 plus erfolgreiche Einsätze in der Oberliga wird Karin ordentlich DWZ gewinnen. Ohne Niederlage eine wichtige und zuverlässige Stütze der Mannschaft.

Clemens erwischte einen guten Start. Dann aber spielte er erfolglos um nochmals stark nachzulassen. Am Ende wieder mit alter Spielstärke und 2 aus 2 konnte DWZ‑Schadensbegrenzung betrieben werden. Insgesamt zuverlässig und motiviert ist Clemens nicht aus der Landesliga wegzudenken. Für die starken Leistungen der letzten Jahren wurde er mit einem Oberligaeinsatz gegen Rostock belohnt, für den er sich mit einer 1 bedankte.

Siegfried war unser Top‑Scorer. Mit 7 aus 9 absolute Spitze!!! Und – nicht nur die Punkte holte er, sondern diese auch spektakulär. Manche der Zuschauer ahnten schon in der letzten Runde, dass er mit 7 Minuten gegen 25 Sekunden für etwa 10 Züge gegen Dennis Johannsen seine »Show« abziehen würde. Am Ende mit 2 gegen 2 Sekunden lässt Dennis in Verluststellung die Zeit abtickern und verliert. Hätte er gezogen – irgendwas – hätte Siegfried verloren. Diese »Show«, so wie die sympathische und charismatische Ausstrahlung machen unseren Sigi einfach unnachahmlich. In einem Wort: »gezaubert«.

Christian war quasi Stammspieler und lieferte wichtige Punkte sowie die Erkenntnis, dass man manchmal auch »nein« sagen muss. Insgesamt souveränes Spiel.

Die weiteren Ersatzspieler Boris, Adrian, Andreas, Thomas H., Daniel und Baldur lieferten mehr Einsen als Nullen, so muss es sein! Insgesamt ist es für den MF immer sehr erfreulich, wenn spontane Zusagen, auch am Tag vorher noch, erfolgen. Danke für Euren Einsatz!

Hier ist Walter! (Hinter Wolter!)
(Foto)
stehend: Boris Bruhn, Christian Conrad, Jochen Cremer, Andreas Saß
sitzend: Steffen Dettmann, Michael Wolter, Baldur Schroeter, Siegfried Weiss

Damit ist die Saison aus, der letzte Punkt wurde eingefahren, das letzte Remis geschoben, der letzte Bericht geschrieben und die letzten Fopps in Worte gekleidet.

Ich danke allen Mannschaftskameraden für diese Saison!

(Steffen Dettmann)

Quelle: Bundesliga-Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/09-ksh2.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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