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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Jugendbundesliga‑Nord, Staffel West 2008/09
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 · SK
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 6 3 3 6 5 5 6 41,0 14
2. Königsspringer Hamburg 0 2 3 4 4 5 32,5 13
3. SV Werder Bremen 3 4 4 5 4 5 32,5 13
4. SK Nordhorn‑Blanke 3 4 3 6 5 35,0 12
5. Elmshorner SC 3 3 32,5 12
6. Wilhelmshavener Schachfreunde 0 2 2 3 4 4 26,5 11
7. SK Johanneum Eppendorf ½ 2 3 4 3 4 24,0 8
8. SK Marmstorf 1 2 1 0 2 2 19,5 4
9. Lübecker SV 1 1 2 ½ ½ 2 3 16,0 3
10. SK Weisse Dame Hamburg 0 0 1 ½ 2 ½ 9,5 0
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Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Clemens Harder
A H A A H A H A H
NOH
 
LÜB
 
SKJ
 
WHV
 
ELM
 
HSK
 
WDH
 
MAT
 
WBR
 
1 Borgmeyer, Max 1 0 ½ 1 1 0 ½ ½ ½
2 Langmann, Markus                  
3 Maiorov, Daniel   1 1 1 0 0 ½ 0 1
4 Lock, Adrian 0 1 1 0 ½ 0      
5 Raider, Eugen 0   1   ½ 0 + ½  
6 Hort, Max 1 1   0   0 1 1 0
7 Streich, Justus   1 1   ½ 0   1 1
8 Stanau, Guido   1 1 1 ½   1 1 1
9 Schiffmann, Darius                  
10 Steinfeldt, Henry 0           ½    
11 Akram, Shumon 0     1         1
12 Burneckas, Yunus                  
13 Viol, Joshua                  
14 Spät, Alexander                  
15 Götze, Tobias                  
16 Hartig, Ruben                  
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1. Runde
28.09.2008 SK Nordhorn-Blanke Königsspringer Hamburg 4 : 2
10:00 Uhr, Grundschule Blanke, Klarastr. 29, 48529 Nordhorn

1 Jens Schulz Max Borgmeyer 0 : 1
2 Jörn Borrink Adrian Lock 1 : 0
3 Alexander Baisakow Eugen Raider 1 : 0
4 Arno van Akkeren Max Hort 0 : 1
5 Nico Sanning Henry Steinfeldt 1 : 0
6 Rene Kleinschmidt Shumon Akram 1 : 0

28.09.2008 SK Weisse Dame Hamburg Wilhelmshavener Schachfreunde :
01.11.2008 SK Marmstorf Hamburger SK 1 : 5
28.09.2008 SV Werder Bremen Elmshorner SC :
28.09.2008 Lübecker SV SK Johanneum Eppendorf 3 : 3

Das Max(imum) herausgeholt

Wir trafen uns schon um 07:30 Uhr am Brunnen, um den langen Weg an die holländische Grenze anzutreten. Frau Lock hatte sich zur Freude meines Vaters bereiterklärt uns zu fahren und wir waren pünktlich, wenn auch unausgeschlafen und unvorbereitet. Beide Mängel konnten auf der Fahrt mehr oder weniger gründlich behoben werden. Ich hatte in weiser Voraussicht einen Laptop eingepackt und bereitete meine Mannschaftskollegen nun intensiv vor, was bei Eugen in 1.Sc3 … 2.h4 gipfelte. Leider war ich davon ausgegangen, dass die Gegner nicht in Bestbesetzung antreten, was sich bei unserer Ankunft als Irrtum herausstellte. So mussten wir gegen einen nominell weit überlegenen Gegner antreten, wobei ich als Einziger einen schwächeren Gegner hatte, da die Nordhorner ein Vorstopper‑System spielten.

Als mein Gegner nach schlechter Eröffnungswahl eine längere Denkpause einlegte, nutzte ich die Zeit, um die anderen Stellungen zu begutachten. Shumon stand gut, während Henry und Max gegen ihre starken Gegner unter zunehmenden Druck gerieten. Eugen (1.Sc3 … 2.h4) und Adrian (Französisch) standen trotz ihrer Eröffnungswahl erstaunlich gut.

Bei meinem nächsten Rundgang war Shumons Stellung unverändert gut, es zeichneten sich allerdings Zeitprobleme ab. Henry hatte bei einem weiteren Angriff des Gegners einen wichtigen Zentralbauern verloren, während Max eine ganze Figur weniger hatte. Eugen stand inzwischen klar besser, während Adrians Stellung sich verschlechtert hatte, da er keinen Plan fand.

Kurze Zeit später gab Henry auf, Shumon ging mit einer Sekunde auf der Uhr matt und Eugen stellte einen Turm ein. Max’ Stellung war nach wie vor verloren und auch Adrian stand inzwischen schlechter, ich selbst hatte meinen Gegner davon überzeugt, dass man ein Endspiel mit einer Qualle weniger nicht weiterspielen muss.

Es stand also 1:3 bei zwei schlechteren Stellungen für uns, doch der Kampf wurde noch einmal spannend, da Max auf für mich nicht nachvollziehbare Weise gewann und Adrian und sein Gegner in Zeitnot gerieten. Leider verschlechterte sich Adrians Stellung weiter, sodass wir mit einem 2:4 nach Hause fahren mussten.

Kaum hatten wir Nordhorn verlassen, gab das Auto merkwürdige Geräusche von sich, was von Eugen mit den Worten »krasser Sound« kommentiert wurde. So mussten wir mit einem Pannendienst zurück nach Nordhorn. Die entstandene Wartezeit wurde von Adrian, Henry und Shumon mit einer mehrstündigen Skatrunde überbrückt. Eugen freute sich, wie viel Aufmerksamkeit man in einem »Dorf« erhält, wenn man über seine Hose stolpert. Wir erreichten erst nach neun Hamburg, wodurch Henry seine um fünf angesetzte Pokerrunde verpasste und sagte: »JuBLiga ist scheiße.« Das würde ich nicht so sehen, und auch unser Ergebnis gegen die nominell starken Nordhorner ist durchaus respektabel.

(Max Borgmeyer)

↑
↓
2. Runde
02.11.2008 Königsspringer Hamburg Lübecker SV 5 : 1
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Max Borgmeyer Maximilian Kölsch 0 : 1
2 Daniel Maiorov Rasmus Svane 1 : 0
3 Adrian Lock Oskar Kaan Nolte 1 : 0
4 Max Hort Samuel Oltzen 1 : 0
5 Justus Streich Matthias Soppert 1 : 0
6 Guido Stanau David Borukhson 1 : 0

01.11.2008 Wilhelmshavener Schachfreunde SK Johanneum Eppendorf 3 : 3
02.11.2008 Elmshorner SC SK Nordhorn‑Blanke 3 : 3
02.11.2008 Hamburger SK SV Werder Bremen 3 : 3
02.11.2008 SK Weisse Dame Hamburg SK Marmstorf ½ :

Heimpremiere bringt Kantersieg

Nach der Auftaktniederlage musste nun gegen Lübeck, einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, der erste Sieg eingefahren werden. Erfreulich war zum einen, dass wir beinahe in Bestbesetzung antreten konnten und zum anderen alle, auch die von denen man es nicht unbedingt gewohnt ist, pünktlich am Riekbornweg eingetroffen sind.

Wer an diesen Vormittag noch nicht wach war, wurde gnadenlos bestraft. Schon die erste Stunde bescherte uns zwei Entscheidungen. Justus gewann an Brett 5 im 7. Zug zweizügig eine Figur und verwandelte dann locker und leicht zum 1:0! Leider konnte Lübeck postwendend den Ausgleich herbeiführen. Jeder kann mal einen schlechten Tag haben und heute war Max B. der Unglücksrabe. Lc8 Aufgabe. Ein seltenes Motiv, welches die schwarze Stellung regelrecht atomisierte.

An dieser Stelle war der Kampf relativ ausgeglichen, doch die gesamte Mannschaft blies zum Angriff. Daniel konnte an Brett 2 gegen Rasmus Svane seinen Anzugsvorteil konservieren und war selbstsicher genug, das aus taktischer Sicht empfohlene Remis nicht anzubieten. Adrian musste einen Einschlag auf h7 nach eigener kurzer Rochade managen und in der Folge mit einem Bauern gegen die Qualle spielen.

Max H. spielte die Eröffnung nicht gut, machte aber in einer ausgeglichenen Stellung dann doch den stärkeren Eindruck und konnte in der Folge einen wohl entscheidenden Bauern gewinnen. Auch Guido setzte früh Akzente. Nahm zwischendurch einen Bauern mit und gewann souverän.

Ab da an lief alles nach Plan. Adrian wurde vom Gegner eingeladen seine gesamten Figuren aktiv zu stellen. Er nutzte dies um dem offenen König zu Leibe zu rücken. Kurz darauf besaß er eine Dame und die Mannschaft einen Brettpunkt mehr. Inzwischen waren auch in Person von Siggi und Boris die leider einzigen, aber dafür treuen Fans eingetroffen.

Aufgrund der Stellungen war der Mannschaftssieg nun schon fast sicher und die Stimmung war super. Als Daniel dann mal wieder seinen Killerinstinkt auspackte und so mir nix dir nix das Brett leer fegte, kamen die Zuschauer noch in den Genuss von wirklich gutem Schach.

Auch die letzte Partie konnte Max H. ohne Problem zum Punktgewinn führen, sodass ein 5:1‑Sieg herauskam.

Sehr erfreulich ist, dass somit die Abstiegsplätze verlassen werden konnten. Ein Zustand, der bei weiteren Leistungen auf diesem und höherem Niveau auch am Ende der Saison möglich ist. Hierzu sind allerdings noch viele Punkte nötig. Am 07.12. wird dies beim (hoffentlich) SKJE gelingen.

(Clemens Harder)

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3. Runde
07.12.2008 SK Johanneum Eppendorf Königsspringer Hamburg ½ :
11:00 Uhr, Johanneum, Maria‑Louisen‑Str. 114, 22301 Hamburg

1 Wesal Moshtael Max Borgmeyer ½ : ½
2 Armin Schmidt Daniel Maiorov 0 : 1
3 Paul Meyer‑Dunker Adrian Lock 0 : 1
4 Mika Seidel Eugen Raider 0 : 1
5 Alexej Onken Justus Streich 0 : 1
6 Julius von Kügelgen Guido Stanau 0 : 1

07.12.2008 SK Marmstorf Wilhelmshavener Schachfreunde 2 : 4
06.12.2008 SV Werder Bremen SK Weisse Dame Hamburg 5 : 0
07.12.2008 SK Nordhorn‑Blanke Hamburger SK 3 : 3
06.12.2008 Lübecker SV Elmshorner SC ½ :

Party Partien

Das war auch das Motto der Jugendbundesligamannschaft an diesem Sonntag.

Wir trafen uns um 11:00 Uhr beim Sitz des SKJE. Wir? Das waren: Max, Daniel, ich, Eugen, Justus und Guido, eine ziemlich gute Besetzung also. Einzig Max Hort fehlte. Doch »leider« traten auch unsere Gegner in einer ziemlich starken Aufstellung an und somit war klar, dass, wie vorher von MF Clemens eingetrichert, ein Kampf auf Messers Schneide entstehen sollte.

Der Kampf begann also pünktlich um 11:00 Uhr und einzig Daniels Gegner verspätete sich um ein paar Minuten. Er hätte wohl mal lieber pünktlich kommen sollen, denn von der von Daniel gewählten Eröffnung hatte er keinen Plan und musste viel Zeit investieren, was jedoch nicht wirklich viel hieß. Ich selber hatte es geschafft nach 5 Zügen bereits einen Bauern eingestellt zu haben, was mich zu demonstrativen Kopfschütteln über mich selbst veranlasste. Max stand ganz gut und Guido hatte wohl eine Theoriestellung auf dem Brett. Justus hatte sich merkwürdig im geschlossenen Siz aufgebaut, wobei seine Stellung trotzdem noch deutlich besser war als meine. Eugen meinte, dass bei ihm alles in Ordnung wäre, auch wenn sich die Zuschauer ein wenig über den ein oder anderen Zug wunderten. Im weiteren Verlauf schien der Kampf nicht so grandios zu verlaufen. Ich schaffte es zwar, mir irgendwie Aktivität zu sichern, aber wirklich den Bauern kompensieren konnte ich nicht. Und auch Justus schien schlechter zu stehen. Guido holte zu einer kleinen Taktik aus, wobei er sie dann unverständlicherweise doch nicht spielte und somit schlecht stand und einen Bauern weniger hatte. So kommt es, wenn man Gespenster sieht. Und auch die anderen Partien waren noch längst nicht klar. Als es dann jedoch Richtung Zeitkontrolle ging, ereigneten sich für uns wunderbare Dinge.

Justus machte von seiner höheren Spielstärke Gebrauch und gewann eine Figur. Auch Daniel stand gut und hatte es geschafft, einen Bauern zu gewinnen bei zunehmend schwindender Zeit seines Gegners. Guido schaffte es irgendwie, seine Stellung etwas zu konsolidieren. Man konnte hier jedoch auch nur auf ein Remis hoffen und auf die ebenfalls knapp bemessene Zeit seines Gegenübers. Von Max’ Partie bekam ich nicht wirklich viel mit, aber von dem inzwischen eingetroffenen Clemens hörte ich, dass er wohl ganz gut stand und man auf einen ganzen Punkt hoffen konnte. Meine Stellung war einfach nur noch schlecht und grauenvoll und auch bei Eugens Stellung war mir nichts klar. Es war also noch alles offen, aber es war auf jeden Fall schon einmal ein deutlicher Fortschritt zur Situation zu Beginn.

Und es sollte immer besser werden: Zuerst gewann Justus. 1:0. Nicht viel später fuhren auch Daniel und Guido ihre Siege ein. Daniel gewann völlig zu Recht (Gute Leistung, Alter!) und auch Guido gewann, indem er es schaffte, in der Zeitnot seines Gegners ihn mit Dame und Turm schachmatt zu setzen. 3:0.

Bei Max verflachte die Partie zusehends und auch bei Eugen vereinfachte sich die Stellung langsam. Meine Partie war jedoch auf dem Tiefpunkt (Man erahnt: Vom Tiefpunkt an kann es nur noch nach oben gehen.) angelangt und da ich auch noch große Zeitnot hatte (2 Minuten für 10 Züge), spielte ich bereits mit dem Gedanken aufzugeben, tat es jedoch nicht. Kurz nachdem die Zeitnotphase zu Ende war, machte Max dann auch remis und wir hatten bereits zwei sehr wichtige Punkte gegen den Abstieg in der Tasche. Zum Glück für mich (vor allem) und Eugen ließ auch die Konzentration unserer Gegner nach und damit stieg auch ihr Unvermögen.

Ich verwaltete nur noch einen Schrotthaufen von Stellung und nahm deswegen auch einfach mal frech einen Bauern mit und hatte somit wenigstens materiell den Ausgleich wiederhergestellt. Den von PMD geplanten direkten Läufergewinn verhinderte ich mit einer kleinen Schachtaktik. Hierauf erfolgte eine Vereinfachung ins Damenendspiel mit jeweils 3 Bauern, wobei mein Freibauer gefährlicher aussah als seiner, ebenso wie seine Zeit. Auch Eugen hatte es geschafft zu vereinfachen, wobei er Mika relax (Take it easy!) einen Läufer mehr aus der Tasche zog. Das Endspiel zu gewinnen war dann nur noch Formsache. Fein gemacht. 4,5:0,5!

Kurz danach folgte ein Remisangebot meines Gegners, was ich jedoch nicht mehr annehmen wollte. Es sollte also eine sehr spannende und aufregende Blitzphase entstehen, in der sich zuerst die beiden Freibauern tauschten, ich jedoch noch zusätzlich einen gewann. Ich hatte also h+g+Dame gegen h+Dame. Ich schaffte es noch den letzten verbliebenen Bauern von ihm zu schlagen und die Damen zu tauschen. Daraufhin sollte ich ihn dann doch bitte noch mattsetzen, was mir trotz Zeitknappheit leicht gelingen sollte. Das 5,5:0,5!

Ein Sieg, der in seiner Höhe sicherlich unverdient war. Ein knapper 3,5:2,5‑Sieg hätte den Nagel eher auf den Kopf getroffen. Ein spannender Kampf, der sicher auch sehr zuschauerfreudig gewesen wäre. In dieser Besetzung (plus Max H.) denke ich, sollte es hoffentlich möglich sein, weiter Punkte gegen den Abstieg zu sammeln!

(Adrian Lock)


Knallhart und ohne Gummi!

Wie vielleicht so mancha weiss, haben wir am Sonntag auswärts gegen den SKJE gespielt. Schon beim Treffen am NienTorfer Markt haben wir gemerkt, dass es ein besonderer Tag wird: Dünniel kam pünktlich zur Abfahrt!! (aber nur zur Abfahrt, denn als wir kein Bock hatten mehr zu warten sind wir runter nach unten zu Ü‑Bähn, aber dort sahen wir das Schrecken eine Gestalt annehmen: Dünniel lief! Durch komplizierte, magische Handbewegungen haben wir uns geeinigt in welchen Waggon wir reingehen. Und so fuhren MaxBo, Guido, Addy, Dünniel und der geheimnisvolle Großmeister Twixx zum SKJE. Da Dünniel immer eine Überraschung zu bieten hat, meinte er, er kennt den Weg und es stimmte sogar! So standen wir am Ende vor einem erstaunlichen Anblick: Die Johannes‑Schule war abgerissen und ein neuer Fussballplatz mit einer nagelhammerneuen Schule am Rande wurde erbaut. Dieser Anblick hat unsere Herzen so hoch höher schlagen lassen, dass wir dachten wir kotzen es gleich aus. Aber leider gleich darauf hatten wir wieder was Erschreckendes im Blickfeld: Henrik Schüler … (nicht Lehrer)

Also sind wir in den Turnierenden Klassenraum mit dem Schüler gegangen. Kurz darauf kam Jussi, wie immer hoch motiviert. Nach und nach kamen auch die Johanisse (alle ausser Onken das Stück, das zu spät kam) pünktlich um Ölf Uhr. So begannen wir und ich musste gegen Mika rann. Der spielte eine Schwuchteleröffnung namens English und so dachte ich wenn schon denn schon und spielte auf c4 c5. So ging es weiter immer schön dem Gegner nachmachen bis auf d3 a6 kam und die Seide anfing zu überlegen. Neben mir hatte Adrian gegen PMD mit Weiss einen Bauern im »spanischen Russen« (Zitat PMD, der es von dem Schüler zitiert hat) eingestellt. So machte ich meine Runde, angefangen bei MaxBo, der gegen Vase Muschitael spielte. Bei den beiden kam wie immer diese MaxBo‑Vasen Stellung aufs Brett, die keiner durchblickt. An Brett 2 spielte Dünniel mit Schwarz gegen Armee Schmitz. Durch Zugumstellung kam Tango aufs Brett und die Armee spielte die beste Variante für Schwarz: Sc3. Natürlich kam sofort e5 und Schwarz stand auf Gewinn. Natürlich musste Dünniel es noch ersmal gewinnen, aber ich war zuversichtlich. So ging ich zum 5. oder 6. Brett, ich weis es nicht genau, wo Guido gegen Julius von der Kugel ran musste. Es entstand Skandinavisches Gambit, wo Guido die »Lf5 mit kleiner Rochade«‑Variante wählte. Ein Brett daneben saß Player Jussi gegenüber von Alex…ey Onken dem Stück. Es war ein geschlossener Sizilianer (wo Jussi Weiss war) und Jussi provozierte Onken das Stück mit f3 und ähnlichen Zügen.

So ging ich wieder zu meinem Brett und dort blieb ich ne ganze Weile, denn bei mir und der Seide boten sich skurrile Stellungen: Ich hatte Ld7, Dc8, a6, Tb8, b5 und h5 gespielt und es entstand eine unklare Stellung. So dachten wir beide in jedem halben Zug eine Ewigkeit nach. Dann hatte ich irgendwann aus Bock h4 gezogen und die Seide wollte einen Bauern opfern, den ich freundlich annahm, dann wollte sie noch einen Läufer opfern, aber ich spielte ein Gegenopfer: Lxh3!! Jetzt musste er ersmal überlegen. So machte ich meine 2. Runde und hatte nen guten Eindruck: Jussi hatte ne Figur mehr, Dünniel nahm die ganze Armee grad derbe *****, Guido stand auch sehr gut bis gewonnen und bei Addy: Er hatte starke Kompensation für den Bauern. MaxBo’s Stellung war immer noch ne MaxBo‑Vase Stellung. Dann kam ich draussen mit PMD ins Gespräch. Er erzählte mir, dass er’s – auch im Schach – gerne mit Gummi treibt und ich meinte darauf, ich mags mehr ohne Gummi und knallhart – so war ja auch meine Stellung entstanden. Dann kam ich wieder rein und spielte meine Partie in einem etwas besseren Schwer‑Leicht‑Figuren‑Endspiel weiter. Doch dann wurde es pörfekt: Clemo der Hengst kam und schon hatten Jussi gegen Onken dem Stück und Guido gegen die Kugel gewonnen und wenig darauf auch Dünniel gegen die Armee. Also 3:0. Geil. Kurz darauf einigten sich noch MaxBo und Muschitael auf einen Ünönschüdön und so hatten wir den Sieg schon in der Tasche.

Also spielten noch ich gegen die Seide und Addy gegen PMD, die gerade wie ein wildes paarungssüchtiges Wildschwein‑Paar zur Zeitkontrolle blitzten. Doch auf meinem Brett bot ich remis, der alte Trick: Die S(ch)eide wollte es nicht fertig bringen und hat mir gleich einen Läufer geschenkt. So konnte ich die feucht gewordene Scheide ohne Gummi knallhart zum Ende bringen und so spielten nur noch Addy und PMD weiter. Es wurde ein unklares Damenendspiel. In beiderseitiger Zeitnot flogen nur so die Figuren; jedoch konnte Addy es zu Ende bringen sich eine Dame zu holen. Dämon‑strativ guckte noch PMD auf Addys Zeit und gab auf, denn eine Minute reicht wohl den König matt zu setzen.

Also 5½:½ ⇒ knallhart und ohne Gummi! Einfach nur geil!!

Also Jungs, genauso muss es in Wilhelmshaven laufen! Immer dran denken: Knallhart und ohne Gummi!

(Eugen Raider)

↑
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4. Runde
11.01.2009 Wilhelmshavener Schachfreunde Königsspringer Hamburg 2 : 4
10:00 Uhr, Botanischer Garten, Gökerstr. 125, 26384 Wilhelmshaven

1 Nikolas Lubbe Max Borgmeyer 0 : 1
2 Alexander Lubbe Daniel Maiorov 0 : 1
3 Martin Schultheiß Adrian Lock 1 : 0
4 Jan‑Hendrik Heyne Max Hort 1 : 0
5 Lukas Heyne Guido Stanau 0 : 1
6 Kai Heermann Shumon Akram 0 : 1

11.01.2009 Elmshorner SC SK Johanneum Eppendorf :
11.01.2009 Hamburger SK Lübecker SV 5 : 1
11.01.2009 SK Weisse Dame Hamburg SK Nordhorn‑Blanke 1 : 5
11.01.2009 SK Marmstorf SV Werder Bremen 1 : 5

In Wilhelmshaven statt zu schlafen

An diesem Sonntag gab es wieder einen der Jugendbundesligaauswärtskämpfe, wie wir sie lieben. Da der Termin nicht nach hinten verlegt worden war, mussten wir bereits sehr früh aufstehen, was nicht zur Freude der Spieler und Fahrer beitrug.

Wir trafen uns also um 07:30 Uhr (!) bei Steffen, der uns freundlicherweise fuhr. Wir sind in diesem Fall Max H., Daniel und ich. MaxBo, Guido und Adrian waren schon um sieben losgefahren. Mit geringer Verspätung, verursacht durch die Person D., deren Name ich nicht nennen will, machten auch wir uns auf den Weg. Da wir die falsche Abfahrt nahmen, was auf die mangelhafte Wegbeschreibung und keinesfalls auf unsere Fertigkeiten zurückzuführen ist, waren wir ein bisschen verwirrt. Mit der Hilfe einiger Anwohner und der von Max’ Vater, der uns in die richtige Einfahrt lotste, gelang es uns den Botanischen Garten mit 15 Minuten Verspätung zu erreichen. Die Wilhelmshavener hatten netterweise 10 Minuten auf uns gewartet, nachdem wir die Anwesenden über unsere Verspätung informiert hatten.

Der Spielort war ziemlich klein und die zwölf Spieler fanden gerade so Platz. Immer wenn einer aufstand, war dies mit Geräuschen verbunden, was zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Guido, MaxBo und Addy spielten schon. Soweit ich es bewerten konnte, stand Guido nach den wenigen Minuten schon deutlich besser. Nun wurde an allen Brettern gespielt. Während Guido seinen Vorteil ausbaute und einen (zweiten) Bauern ergattern konnte, sah ich jedoch auch dunkle Wolken über Max Horts Stellung, die deutlich schlechter war, was vor allem darauf basierte, dass er eine Figur weniger hatte. Daniel gelang es, seine Stellung zu verbessern und eine Qualle zu gewinnen. Adrians stellung war wohl recht ausgeglichen und MaxBo stand etwas komisch. Ich konnte durch exaktes Spiel mikroskopischen Vorteil konservieren und stand deutlich aktiver. Wenig später hatte Guido eine gegnerische Taktik widerlegt und dadurch eine Figur gewonnen: 1:0!

Doch Max Hort musste bald die Segel streichen. Daniel hatte seinen Gegner inzwischen auch soweit, dass dieser aufgab. An meinem Brett wurde in ein für mich leicht besseres, doch nicht gewonnenes Endspiel abgewickelt. Bei Adrian waren nur noch Bauern auf dem Brett und MaxBo stand inzwischen wieder besser. Da ich das Endspiel genauer spielte als mein Gegner wuchs mein Vorteil an. Adrians Endspiel war wohl doch verloren (oder er hatte es eingestellt), doch dafür stand MaxBo wesentlich besser und hatte auch einen Materialvorteil von mehreren Eiskugeln. Adrian verlor und Max gewann. Also 3:2 für uns. Ich hatte inzwischen ein gewonnenes Endspiel und spielte eine, wenn auch nicht die konsequenteste, Gewinnvariante, die ich zuvor berechnet hatte. Mit einer Dame weniger gab auch mein Gegner schließlich auf. Daniel regte sich anschließend über mein Endspiel auf, doch das interessierte mich nur wenig.

Das 4:2 ist gegen die nominell nicht gerade schwachen Wilhelmshavener ein durchaus respektables Ergebnis. Nun muss der positive Trend gegen Elmshorn fortgesetzt werden. Vielleicht bin ich auch wieder dabei. Aber eines ist sicher: Die (schwierige) Anfahrt hatte sich gelohnt!

(Shumon Akram)


Der Kampf in Wilhelmshaven oder wie Shumon fast zu Shumonika wurde

Am Sonntag ging es zu einem der weitesten Auswärtskämpfe der Saison, nach Wilhelmshaven. Satte 200 Kilometer mussten innerhalb von etwa 2,5 Stunden zurückgelegt werden. Da Clemens verplant hatte, den Kampf auf 11:00 Uhr zu verlegen, hieß es für mich 06:30 Uhr aufstehen, 07:30 Uhr treffen bei Steffen. Das andere Auto traf sich und fuhr schon um 07:00 Uhr los, was sich im Nachhinein als schlauer erwies, schließlich waren sie pünktlich und wir 20 Minuten verspätet am Spielort im botanischen Garten Wilhelmshavens angekommen. Der Spielort war das letzte Drecksloch, es war das Infohäuschen des botanischen Gartens. Gefühlte 10 m² für 12 Spieler und Betreuer, winterlich milde Minus‑Temperaturen außerhalb sowie innerhalb der Kackbude, weder Platz zum Aufstehen vom Brett, noch Platz zum Informatikbuch Lesen (Steffen wollte lernen). Das Wasser aus dem Wasserhahn in der Toilette kam nahezu in kleinen Eisstückchen auf die Hände geprasselt, sodass diese nach dem Händewaschen schon nah am Absterben waren. Es wurden weder Essen, noch Getränke angeboten. Na immerhin kein Plumpsklo, …

Der Kampf verlief etwas weniger aufregend. Max hatte am ersten Brett mit weiß einen Sizilianer zu bekämpfen, wobei der Angriff des Gegners um einiges überzeugender herüber kam. Ich kam mit Tango leicht zum Ausgleich und durfte mich bereits nach 14 Zügen über einen kapitalen Patzer des Gegners und den damit verbundenen Qualitätsgewinn freuen. Ab da konnte man bei mir mit einem sicheren Ganzen rechnen, die Stellung war nicht mehr schwer zu spielen. Adrian stand die ganze Partie lang etwas besser, konnte aber keinen materiellen Vorteil erringen und tauschte ins Turmendspiel. Max Horts Stellung habe ich nicht wirklich verstanden, weiß nur, dass er sich plötzlich mit einer Figur weniger im totverlorenen Endspiel wiederfand. 0:1! Guido spielte eine sehr interessante Partie, in welcher er zwischendurch immer mal wieder mit seinen vier aktiven Leichtfiguren matt zu setzen drohte. Bis zum Matt kam es leider nicht, dafür aber zum fetten Materialgewinn und somit zum Ausgleich, 1:1! Shumon spielte nach irgendeiner langweiligen Eröffnung irgendeine öde Stellung, die Punkteteilung lag in der Luft. Nachdem jedoch einige Figuren abgetauscht wurden, kam wie ein schöner Schmetterling aus einer hässlichen Raupe ein gutes Doppelturmendspiel zum Vorschein. Wie Shumon das dann weiter spielte, war weniger schmetterlingsähnlich, sondern nahezu unterirdisch. Das kostete mich bestimmt so einige Nerven, dazu später mehr. Inzwischen hatte Max Bo nicht nur mit seinem Gegner, sondern auch mit dem Geruch dessen Döners zu kämpfen, den der Gegner genüsslich direkt am Brett zu essen pflegte. Steffen verzweifelte derweil daran, wo er denn nun sein Buch lesen sollte. Zur Wahl stand stehend in der Ecke hinter der Eingangstür oder sitzend auf einer kleinen schmalen Holzbank, wie sie öfters in Sporthallen zu finden sind, direkt hinter Shumons Gegners Stuhl. Eine schwierige Entscheidung – die Leiden des jungen Steffen.

Ähm, zurück zum Kampf: Adrian tauschte seine Türme und erreichte ein ordentliches Bauernendspiel. Als man sich des zumindest halben Punktes sicher sein konnte, kippte die Stellung völlig. Ich weiß zwar nicht wie, aber plötzlich war das Endspiel totgewonnen – nur leider für den Gegner. Sehr unnötig, 2:2, wieder Spannung. Ein Glück, dass Max’ Gegner sich veropferte und nur noch die Dame und eine Leichtfigur gegen zwei Türme und zwei Leichtfiguren behielt. Das ließ Max sich nicht nehmen, verhinderte alle Schachs und brachte einen Bauern durch. Eine starke Leistung, der Gegner hatte 2300 DWZ! Shumon ließ Unmengen von Siegchancen aus und nahm mit seinem Turm nicht mal Bauern mit, die einfach hingen. Stattdessen entschied er sich die Türme zu tauschen und in ein völlig unklares Bauernendspiel zu gehen. Unglaublich! Dass es dann trotzdem aufgrund eines einzigen Mehrtempos gewonnen war, hatte Shumon wohl seinem Schutzengel zu verdanken. Hätte er das noch verloren und wir 3:3 gespielt, ich mag gar nicht dran denken, ich glaube er auch nicht (siehe Titel, schlussfolgere logisch?).

Naja, jedenfalls haben wir mit 4:2 gewonnen und wenn wir das nächste, das entscheidende Spiel gegen Elmshorn gewinnen, ist auch noch mehr drin, als nur der Klassenerhalt ;).

(Daniel Maiorov)

↑
↓
5. Runde
08.02.2009 Königsspringer Hamburg Elmshorner SC 3 : 3
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Max Borgmeyer Torben Köhnke 1 : 0
2 Daniel Maiorov Jan‑Philipp Arps 0 : 1
3 Adrian Lock Isaak Falke ½ : ½
4 Eugen Raider Helge Magnussen ½ : ½
5 Justus Streich Patrick Rohde ½ : ½
6 Guido Stanau Emil Powierski ½ : ½

08.02.2009 SV Werder Bremen Wilhelmshavener Schachfreunde 4 : 2
08.02.2009 SK Nordhorn‑Blanke SK Marmstorf 6 : 0
08.02.2009 Lübecker SV SK Weisse Dame Hamburg :
07.03.2009 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK :
↑
↓
6. Runde
22.02.2009 Hamburger SK Königsspringer Hamburg 6 : 0
10:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Frank Bracker Max Borgmeyer 1 : 0
2 Jonathan Carlstedt Daniel Maiorov 1 : 0
3 Arne Bracker Adrian Lock 1 : 0
4 Haroutioun Dalakian Eugen Raider 1 : 0
5 Phil Wiese Max Hort 1 : 0
6 Jonas Lampert Justus Streich 1 : 0

22.02.2009 Wilhelmshavener Schachfreunde Elmshorner SC :
22.02.2009 SK Weisse Dame Hamburg SK Johanneum Eppendorf 2 : 4
22.02.2009 SK Marmstorf Lübecker SV :
22.02.2009 SV Werder Bremen SK Nordhorn‑Blanke :
↑
↓
7. Runde
29.03.2009 Königsspringer Hamburg SK Weisse Dame Hamburg :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Max Borgmeyer Daniel Pfeiffer ½ : ½
2 Daniel Maiorov Nora Marina Herbold ½ : ½
3 Eugen Raider Julian Jäger + :
4 Max Hort Anna Dobrusina 1 : 0
5 Guido Stanau Dennis Petru 1 : 0
6 Henry Steinfeldt Till Habermann ½ : ½

22.03.2009 SK Nordhorn‑Blanke Wilhelmshavener Schachfreunde :
22.03.2009 Lübecker SV SV Werder Bremen 2 : 4
29.03.2009 SK Johanneum Eppendorf SK Marmstorf 4 : 2
28.03.2009 Elmshorner SC Hamburger SK :

3 Remis, 3 Ganze, 2 Mannschaftspunkte und gut.

Gestern war Jugendbundesliga. Sonntagvormittag um elf, nach der Umstellung auf die Sommerzeit, was vor allem den Biorhythmus des stellvertretenden Mannchaftsführers Daniel ordentlich durcheinander brachte, während der etatmäßige Rudelleiter Clemens zum Sondereinsatz in der Oberliga abgestellt war (und gewann!).

Die Jugendlandesliga spielte parallel im Clubheim gegen Fischbek, sodass wir eine volle Hütte erwarten konnten.

Parallel zu den Schachkämpfen waren auch noch die Renovierungsarbeiten angesetzt. Die Räume B und C waren vorbildlich spielbereit gemacht worden von der Renovierungscrew um Steffen und Co., sodass nach einer kurzen Aufbaurunde (ohne Spieler, die schliefen noch) abgewartet werden konnte.

Die Fischbeker kamen an mit zehn Minuten Verspätung und waren zu siebt. Weisse Dame war erstmal zu dritt, um viertel nach elf waren sie zu viert und meinten, sie werden noch fünf.

Das war doppelt ungünstig für Eugen, der deutlich als Erster vor Ort war. Die Zeitumstellung hatt er sich prima gemerkt, leider war ihm entfallen, dass der Kampf von 10:00 Uhr auf 11:00 Uhr verlegt worden war. Zur einen Stunde Wartezeit kam nun eine weitere Stunde Wartezeit auf den kampflosen Punkt. Zehn bis zwölf am Sonntag mit Warten verbringen, es gibt Reizvolleres.

Naja, um 11:40 Uhr war sowohl Daniel anwesend als auch Weisse Dame komplett (zu fünft) und der Kampf konnte richtig beginnen, nachdem die Bretter seit viertel nach Ölf freigegeben waren. An den Brettern von Max und Guido wurde Theorie heruntergespielt, und nach knappen anderthalb Stunden bekam Daniel Pfeiffer seinen halben Punkt gegen Max, während Dennis Petru noch ein bisschen Theorie üben muss und nach ähnlicher Spielzeit Guido die Hand reichte.

Somit blieben noch drei Stellungen und es fehlte ein Brettpunkt zum Mannschaftssieg. Während Daniel am Brett 2 richtig schlecht stand (7 Bauern, keine verbundenen dabei, ein Tripel‑ ein Doppelbauer, nur noch Schwerfiguren auf dem Brett), muss Henry am Brett 6 muss dringend Theorie üben, denn aus dem Sizilianer kam er nicht gut heraus. Max Hort übrigens auch. Doch Max profitierte von der Zeitnot und fehlenden Spielpraxis seiner Gegnerin, so stand es nach drei Stunden 3,5:0,5 für uns.

Die beiden letzten Partien spielten Henry und Daniel. Während Henry schnell einsehen musste, dass keine der beiden Seiten das Bauernendspiel gewinnen konnte, musste Daniel bis fast ganz zum Schluss spielen, weil er das Endspiel Turm plus h‑Bauer gegen Turm nicht remis geben wollte, dies aber am Ende dann doch tun musste.

Wieder zwei Manschaftspunkte mit einer sehr jungen Mannschaft, die durch das Fehlen von zwei Stammspielern zum siebten Mal in der siebten Runde mit anderer Aufstellung antrat. 9 Punkte müssten praktisch reichen für den Klassenerhalt. Durch die überraschenden Spielergebnisse an der Spitze der Tabelle sind sogar noch Rechenspielchen Richtung Platz 2 drin. Aber eigentlich sind solche erst ab 2010 angedacht.

Der nächste Kampf findet in Marmstorf statt, dann hoffentlich endlich (mal wieder) in Bestbesetzung.

(Boris Bruhn)

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8. Runde
19.04.2009 SK Marmstorf Königsspringer Hamburg 2 : 4
11:00 Uhr, Vereinshaus des SV Grün‑Weiss Harburg, Langenbeker Weg 1c, 21077 Hamburg

1 Jan Hendrik Müller Max Borgmeyer ½ : ½
2 Sebastian Kielhorn Daniel Maiorov 1 : 0
3 Tobias Müller Eugen Raider ½ : ½
4 Lucas Kalauch Max Hort 0 : 1
5 Mathis Böhme Justus Streich 0 : 1
6 Nicolai Sakel Guido Stanau 0 : 1

19.04.2009 Wilhelmshavener Schachfreunde Hamburger SK 0 : 6
25.04.2009 SK Weisse Dame Hamburg Elmshorner SC ½ :
19.04.2009 SV Werder Bremen SK Johanneum Eppendorf 4 : 2
25.04.2009 SK Nordhorn‑Blanke Lübecker SV : ½
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9. Runde
10.05.2009 Königsspringer Hamburg SV Werder Bremen :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Max Borgmeyer Peter Lichmann ½ : ½
2 Daniel Maiorov Stephan Kaphle 1 : 0
3 Max Hort Sebastian Kaphle 0 : 1
4 Justus Streich Gabriel Dupont 1 : 0
5 Guido Stanau Arthur Sczcap 1 : 0
6 Shumon Akram Dersim Aslan 1 : 0

10.05.2009 Lübecker SV Wilhelmshavener Schachfreunde 2 : 4
10.05.2009 SK Johanneum Eppendorf SK Nordhorn‑Blanke :
10.05.2009 Elmshorner SC SK Marmstorf :
10.05.2009 Hamburger SK SK Weisse Dame Hamburg 6 : 0

Unverhofft kommt oft.

Am Sonntag fand die letzte Runde der JBL statt. Adrian ist nicht da, Eugen ist nicht da, Coach Clemens ist nicht da. Die drei sind auf der Deutschen Schulschachmeisterschaft.

Darum spielt der »Ramsch« gegen Tabellenführer Werder Bremen. »Ramsch«, das ist so ähnlich wie der zweite Block beim Eishockey, und der kann manchmal genauso viel wie der erste Block (siehe NDVM 2008).

Ich vertrete Coach Clemi am Sonntagmorgen. Da die U‑Bahn nicht gefahren ist am Samstag – beim Hafengeburtstag passiert sowas – denke ich mir, dass ich lieber ein bisschen früher losfahre, um am Sonntag pünktlich im Clubheim zu sein. In meinem Rucksack finden sich Brötchen, Aufschnitt, und zwei große Pizzen. Es soll Frühstück geben heute und nach dem Mannschaftskampf wollen wir einen schönen Abschluss machen mit Pizza und Blitzen. Als ich in die Bahn steige (die fährt!), erwarte ich mir nicht viel von dem Kampf. Einen schönen Fight vielleicht, und vielleicht gewinnen wir ja auch knapp. Das war in Anbetracht der Aufstellung von Werder schon ziemlich hoch gegriffen. Da in der Tabelle noch Nordhorn (spielte in Runde 9 gegen den SKJE), der Hamburger SK (spielte gegen Weisse Dame) und Werder vor uns lagen, habe ich mir keine Illusionen gemacht über einen der Plätze an der Sonne (1. = direkte Quali zur DVM U20, 2. = Stichkampf). Erstmal spielen, dann ma’ gucken.

Um 10:00 Uhr koch’ ich Kaffee und baue den Turniersaal auf. Auf dem Sportplatz finden ein paar Spiele statt heute, von der Küche aus lässt sich der ganze Platz überblicken. Zwanzig Minuten vor Ölf tauchen die ersten Spieler auf, Max H., Shumon, Justus. Danach Guido und Max. Um 11:00 Uhr kommt Ersatz‑MF Daniel. Seine Motivation ist auf dem Tiefpunkt. Aber man kann sich ja steigern.

Um 11:05 Uhr kommen die Gebrüder Kaphle rein und teilen uns mit, dass die anderen vier Spieler noch im Zug sitzen. Ich entscheide daraufhin, dass wir die Uhren noch nicht anstellen, heute soll der Kampf so gespielt werden. Wenn gewonnen wird, dann am Brett, 6 gegen 6 und 2 Stunden gegen 2 Stunden. Ich verstehe Max H., der nicht ganz zufrieden ist mit der Entscheidung, weil sein Gegner 700 Punkte mehr hat, mit 42 Minuten mehr auf der Uhr hätte er eine bessere Chance gehabt.

Die anderen Spieler haben das akzeptiert und wollen alles geben. Ein Signal für die nächste Saison sollte der Kampf werden, die anderen sollten sehen, dass wir gegen Werder gewinnen können, das erklärte ich.

Es ging gut los, Shumon hatte Zweispringerspiel mit Opfer auf f7 auf dem Brett. Gleich war ein Bauer weg. Guido hatte seine neue Leibvariante auf dem Brett, die er mit links runterspielte. Justus hatte eine ruhige Stellung bekommen und stand zuerst ein wenig komisch. Max hatte am Spitzenbret Nimzo ausgesucht, um gegen Peter Lichmann anzutreten. Daniel bekam Najdorf auf das Brett. Max H. stand von Anfang passiv.

Es zeichnete sich aber schnell ab, dass wir an 4, 5 und 6 die Partien gewinnen würden. Toll, dann brauchten wir vorn »nur noch« einen halben Punkt. Allerdings war das 3:0 für die Bremer schon ein Schlag ins Kontor, denn mit weniger Brettpunkten als der HSK und Nordhorn waren sie nun vermeintlich aus dem Rennen. An Brett 3 musste Max H. die Segel streichen, auch mit 42 Minuten wäre es vermutlich eng geworden.

In einer komplizierten Stellung hatte Max Bo. einen Freibauern am Damenflügel neutralisiert und begab sich nun mit 2 Türmen und 2 Springern auf die Rochadestellung von Lichmann zu. Ich riet Max, remis zu bieten, damit der angepeilte Mannschaftssieg eingefahren war. Und die Stellung musste echt gut gewesen sein für Max, denn Max’ Gegner nahm nach langem Überlegen an. Sehr schön! Gut gemacht.

Nun Dramatik: Daniel spielte gegen Stephan Kaphle einen Najdorf komplizierter Natur, Kaphle hatte noch 2 Minuten für 15 Züge, Daniel ließ die Zeit abtickern bis 5 Minuten, dann musste ich mitschreiben. Die vielleicht letzte Zeitnot dieser Art (wegen Fischer Bedenkzeit), ausgerechnet in der letzten Partie.

Die beiden blitzten wie verrückt, dann war die Zeit bei Daniel um. Ich reklamierte, wollte am Nebenbrett die Partie rekonstruieren. Stephan Kaphle schlug vor, die Partie auf dem Formular zu vervollständigen um zu sehen, ob es gereicht hat. Ich fragte extra noch den MF der Bremer und Kaphle, ob ihnen das so reichen würde, aber beide waren einverstanden. Abends fiel mir auf: ich hatte einen Zug nicht mitgeschrieben (zu schnell, das soll was heißen), so war noch ein Zug mehr gespielt worden. Daniel hatte inzwischen die Dame gewonnen und war kurz vorm mattsetzen, da gab Stephan Kaphle auf. Ziemlich sensationell. Aber das war es ja noch nicht.

Danach gab es Pizza, die vor allem Edelfan Hagen genoss. Es wurde geblitzt und ein schöner Saisonabschluss zelebriert unabhängig von der Platzierung. Es erschienen auch noch Baldur, Hansi und Henry (Karten spielen). Um 18:15 Uhr wollte ich den Bus nehmen und setzte mich an die Haltestelle. Mein Handy klingelte. Dann klopfte jemand an, dann hatte ich eine Mailboxnachricht. Die Ereignisse überschlugen sich und ich ging nach dem Anrufen von Christian Zickelbein und Clemens wieder ins Clubheim. Denn Nordhorn hatte verloren und durch den hohen 4,5:1,5 Sieg hatten wir auch noch Werder überholt. Zurück ins Clubheim, anstoßen auf den unerwarteten Erfolg. Zweiter!

(Boris Bruhn)


Setz ’n Euro, gewinn 300! (Saisonbericht)

In solchen Dimensionen befand sich etwa die Wahrscheinlichkeit für uns, doch noch den 2. Platz ergattern zu können und uns damit die Chance auf die Deutsche zu bewahren. Einzig Max Bo. glaubte vor dem Kampf an das Wunder und hätte sich mal bei unserem Kassenwart nach den Quoten erkundigen sollen. Um die Kombiwette zu gewinnen, musste Folgendes passieren:

1.: Wir mussten gegen den im Schnitt 208 DWZ‑Punkte stärkeren Gegner mit einer ersatzgeschwächten Truppe (da es um angeblich nichts mehr ging, fuhren einige zur deutschen Schulschachmeisterschaft) mit mindestens 4,5:1,5 gewinnen, um mit ihnen nach Brettpunkten gleichzuziehen. Die Drittwertung, den direkten Vergleich, hätten wir damit gewonnen.

2.: Der diese Saison nicht allzu stark aufspielende SKJE musste gegen Nordhorn‑Blanke, welche ebenfalls mit 150 Punkten im Schnitt klar überlegen waren, irgendwie gewinnen.

Doch an diesem Tag passte alles! Die letzten drei Bretter der Bremer wurden von unserem Nachwuchs gnadenlos vom Tisch gefegt, an 1 bis 3 kamen wir in spannenden Partien zu weiteren 1,5 Punkten. Wie der Kampf verlief, wird im Kampfbericht und/oder beim Vereinsabend näher beschrieben. Der Saisonabschlussbericht beschreibt den tollen Saisonabschluss in fröhlicher Atmosphäre mit einigen Pizzen. Doch warum so wenige Superlative, fragt ihr euch?! Als wir im Clubheim saßen und uns über unseren Sieg freuten, wusste noch keiner, dass der SKJE den Schachklub Nordhorn‑Blanke ebenfalls mit 4,5:1,5 an die Wand klatschte. Als schon alle zu Hause waren, startete Boris die Telefonkette: »Christian Zickelbein hat angerufen, der SKJE hat gewonnen!«. Wir sind ZWEITER, die Freude kennt keine Grenzen. Schade, dass die Nachricht so spät kam und man nicht mehr zusammen das Clubheim auf den Kopf stellen konnte.

Zum Rest der Saison (die anderen acht Runden) kann man sagen, dass diese nicht weniger sensationell verlief, als die letzte Runde. Mit einer völlig neuen, ganz jungen Mannschaft (nur zwei Spieler waren im Jahr davor Stamm) schaffte man sich in den ersten acht Begegnungen die Chance auf die oben beschriebene Sensation in der neunten zu bewahren, und kämpfte zu keinem Zeitpunkt der Saison, wie vorher erwartet, gegen den Abstieg. So darf man sich nun stolz Vizemeister Nordwestlichen Deutschlands nennen (Ich gebe zu, es klingt ein wenig gekünstelt?) und hat nun die Riesenchance im Stichkampf sich zur Deutschen Vereinsmeisterschaft U20, der absoluten Königsklasse unter den deutschen Jugendmannschaftsturnieren, zu qualifizieren. Damit hätten wir den Plan schon um ein Jahr übertroffen; um die Quali zu kämpfen, war eigentlich erst für die nächste Saison geplant. Aber was soll man tun, die Mannschaft ist jung (größtenteils), hungrig, und voller Tatendrang die Spitze des Jugendschachs mit Vollgas zu erklimmen!

Die Einzelkritik:

Max Bo. (5/9): Holte am 1. Brett +1. Auf jeden Fall eine starke Leistung gegen meist favorisierte Gegner, bringt auf jeden Fall einiges an DWZ in die Sparbüchse.

Daniel (4,5/8): Nach gutem Beginn mit einem unnötigen Durchhänger, am Ende ebenfalls +1, mehr als vor der Saison von sich selbst erwartet.

Adrian (2,5/6): Fand in dieser Saison nicht wirklich zur Form, obwohl ihm eigentlich auch keine großen Patzer unterliefen. Hätte seinen Score sicher verbessern können, wenn er denn mehr gespielt hätte.

Eugen (2/5 plus 1 kampflos): Spielte auch nur 6 Mal, war aber durchaus im Soll. Gegen Schwächere gewonnen, gegen Stärkere ab und zu ’n Halben abgeluchst.

Max H. (4/7): Max spielte eine starke Saison mit einigen positiven Überraschungen. Der Lohn: Viele DWZ‑Punkte.

Justus (4,5/6): Justus ist der Rückkehrer des Jahres! Er hat endlich wieder angefangen öfter Schach zu spielen und untermauerte in der Jugendbundesliga die steil nach oben gehende DWZ‑Kurve der vorherigen starken Turniere.

Guido (6,5/7): Spielte für einen Liganeuling eine phantastische Saison. Eine Bank hinten drin, auf die immer Verlass war. Eine krasse Leistung von 2056 für fette 6,5 aus 7.

Henry (0,5/2) & Shumon (2/3): Wurden aus der JLL‑Mannschaft gezogen, wenn man noch Spieler brauchte. Mit durchaus sehenswerten Ergebnissen.

(Daniel Maiorov)

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Stichkampf
14.06.2009 Königsspringer Hamburg Aufbau Elbe Magdeburg 2 : 4
10:00 Uhr, Haus der Vereine, Marktstr. 23, 31275 Lehrte

1 Max Borgmeyer Johannes Paul ½ : ½
2 Daniel Maiorov Florian Brüggemann ½ : ½
3 Adrian Lock Kevin Schiffner 1 : 0
4 Eugen Raider Vilen Rafayevych 0 : 1
5 Guido Stanau Alexander Nieber 0 : 1
6 Shumon Akram David Rickmann 0 : 1
Quelle: Niedersächsischer Schachverband
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/09-jbl.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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