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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Deutsche Vereinsmeisterschaften U16/U12 2008
 26. bis 30. Dezember 2008 in Bingen (U16) und Naunhof (U12) 
Endstand U16
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP Bhz.
1. Schachfreunde Brackel 6 1 0 13 21,5 62,0
2. SV Hofheim 4 3 0 11 18,0 63,0
3. Segeberger Schachfreunde 4 2 1 10 16,5 59,0
4. Schachfreunde Deizisau 4 1 2 9 16,5 55,0
4. SC Leipzig‑Gohlis 4 1 2 9 16,5 55,0
6. Königsspringer Hamburg 4 1 2 9 14,5 58,0
 

Max Borgmeyer (2/7)
Adrian Lock (5/7)
Justus Streich (4½/7)
Henry Steinfeldt (1/3)
Shumon Akram (2/4)

 
7. SC Postbauer‑Heng 3 2 2 8 15,5 51,0
8. USG Chemnitz 3 2 2 8 15,0 58,0
9. SV Muldental Wilkau‑Haßlau 3 1 3 7 15,0 53,0
10. Schachfreunde Paderborn 3 1 3 7 13,5 41,0
11. SK Landau 3 0 4 6 14,0 44,0
12. SG Bochum 31 3 0 4 6 13,5 44,0
13. SK Nordhorn‑Blanke 3 0 4 6 12,0 50,0
14. SG Aufbau Elbe Magdeburg 2 2 3 6 12,0 42,0
15. SC Reti Heusweiler 2 2 3 6 11,5 40,0
16. Kieler SG Meerbauer 3 0 4 6 11,0 55,0
17. SK Gräfeling 1 3 3 5 13,5 37,0
18. SG Porz 1 2 4 4 9,5 37,0
19. SV Jedesheim 0 2 5 2 11,0 39,0
20. SK Gau‑Algesheim 1 0 6 2 9,5 37,0
Endstand U12
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP Bhz.
1. USV TU Dresden 6 0 1 12 20,5 56,0
2. GW Baumschulenweg Berlin 4 2 1 10 17,0 60,0
3. Hamburger SK 3 3 1 9 17,0 55,0
4. SV Empor Erfurt 3 3 1 9 15,5 60,0
5. VfSF Düsseldorf ’75 3 3 1 9 15,0 46,0
6. SV Welper 3 3 1 9 14,5 53,0
7. SK Kriegshaber Augsburg 4 0 3 8 18,5 48,0
8. SK Ettlingen 3 2 2 8 15,5 60,0
9. Frankfurter TV 3 2 2 8 14,0 56,0
10. TuS Coswig 2 3 2 7 14,5 38,0
11. Königsspringer Hamburg 3 1 3 7 14,0 58,0
 

Guido Stanau (4½/7)
Darius Schiffmann (4½/7)
Joshua Viol (2/7)
Alexander Spät (2/4)
Tobias Götze (1/3)

 
12. SG Porz 3 1 3 7 14,0 40,0
13. SC Forchheim 2 3 2 7 13,5 48,0
14. SC Widdern 2 2 3 6 14,5 48,0
15. SK Turm Rheydt 3 0 4 6 13,5 45,0
16. TuRa Harksheide 3 0 4 6 12,0 47,0
17. BSG Chemie Leipzig 2 1 4 5 12,0 46,0
18. SV Bodenheim 1 2 4 4 10,0 36,0
19. SC Eppingen 1 1 5 3 11,0 40,0
20. SC Eppelborn 0 0 7 0 3,5 40,0
Bericht

DVM U16 – eine ganz gewöhnliche Meisterschaft

Wie vielleicht so mancha weiss, haben wir zwischen den Jahren Schach gespielt. Nee, Moment, falscher Bereich. Gleich nochmal: Zwischen Bescherung und Böllerei, zwischen Niederkunft des Heilands und Neujahr gibt es ein Turnier, das viele mögen. Die Deutschen Vereinsmeisterschaften der Mannschaft.

Die U16 hatte sich für diese Veranstaltung qualifiziert und war mit fünf Spielern und den Betreuern Clemens Harder und mir nach Bingen am Rhein gefahren. Die Herberge hatte den Standard IV+. Ein hoher Standard, der versprochen und gehalten wurde.

Unerkennbar war für mich zuerst nur die Mentalität der Eingeborenen. Egal, was ich oder andere Menschen fragten, egal, ob freundlich oder unfreundlich gefragt wurde und egal ob mit Lächeln oder ohne: In 100 % der Fälle gab es pampige Antworten. Und zwar solche, die sich gewaschen hatten. Erst nach drei Tagen konnte ich erkunden, wie das in Bingen funktioniert. Der Rheinhesse, so meine laienhafte Erklärung, ist ein grundsätzlich gastfreundlicher Mensch, der alles von sich aus anbieten möchte. Eine Nachfrage wird da als Geste der Beschwerde gedeutet. Wenn man als Gast abwartet und vom »Rheinhessen« gefragt wird, kann man seine Wünsche äußern und die werden ausnahmslos und anstandslos erfüllt. Wieder was gelernt über Deutschland.

Schach gespielt wurde auch. Für unsere fünf Mannen hatte es den Setzplatz 4 gegeben, sodass wir uns ernsthaft über einen Platz auf dem Treppchen als Ziel unterhalten konnten. Im Oktober hatte es zwei Teamfindungssitzungen gegeben. Das Ergebnis war, dass Max Borgmeyer, Adrian Lock, Justus Streich, Henry Steinfeldt und Shumon Akram zur Deutschen fahren sollten, um eine möglichst hohe Platzierung zu schaffen.

In der ersten Runde drohte schon ein kleines Desaster. Es stand 1,5:1,5 und irgendwie hatte Justus Streich die Dame verloren (−5 Bauerneinheiten). Das durfte also nicht klappen. Aber der Gegner bekam es nicht auf die Reihe und stellte es wieder ein. Also klappte es doch. Kommissar Zufall half (fast) immer kräftig nach bei den (Fahndungs‑)Erfolgen gegen Mannschaften, die hinter uns gesetzt waren.

In Runde 2 kam es zum Duell gegen die USG Chemnitz, die wie üblich nicht gefährlich aussahen, aber es doch waren. Nachdem Adrian gewonnen und Shumon remis gespielt hatte, erlaubte ich auch Justus ein Remis, weil er vormittags fünf Stunden gespielt hatte und es bei Max ziemlich gut aussah. Leider verdunkelten sich die Wolken ziemlich rasch auf Max’ Brett. Das war der Zeitpunkt, als jedem klar wurde, dass die Mannschaft nur ausnahmsweise Mannschaftspunkte machen kann, wenn Brett 2, 3 und 4 zusammen weniger als zwei Brettpunkte machen oder in Kurzform: Das wird nicht sein Turnier.

In Runde 3 kam es zum höchsten Sieg des Turniers: 3:1 gegen Deizisau. Bei Justus sah es nach einem schnellen Sieg aus und so konnte Max das Remisangebot seines Gegners annehmen, der eigentlich hätte weiterspielen sollen. Nachdem dann Shumon eine Figur mehr hatte konnte Adrian sein Damenendspiel remis geben.

Nun sollte ein Brocken folgen (in der Setzliste vor uns gesetzt), darauf waren alle eingestellt und vorbereitet. Aber leider meinte es das Los auch nicht gut mit uns. Es kam zur Paarung gegen Muldental‑Wilkau‑Haßlau (wäre lustig, wenn deren Mannschaftsführerin Leutheusser‑Schnarrenberger oder Greiner‑Petter‑Memm heißen würde). Und in dieser Paarung musste Justus Streich wieder eine Stellung mit laut Fritz −20 Bauern remis halten. Drama, Baby. Adrian gewann rasch, Max verlor, Shumon verwertete seine Mehrfigur astrein und wieder waren 2,5 Punkte auf dem KSH‑U16‑Konto.

Mit 7:1 Punkten schnupperte die Mannschaft am Treppchen, bekam dann aber gleich am nächsten Morgen gegen Turniersieger Dortmund Brackel eins übergebraten. Ein 1:3, mit wenigen Chancen, die auch nicht reingemacht wurden.

Mit 7:3 Punkten kam es zur Paarung gegen die Bayern von Postbauer Heng. In dieser Paarung hat Max den Mannschaftssieg gesichert! Die Ausnahme (siehe oben), sehr schön! Nachdem Adrian den Führungstreffer erzielt hatte und Justus am dritten Brett remis gespielt hatte. Eine Geschichte voller Ironie spielte sich am Brett 4 ab. Die Bayern waren zu fünft angereist. Am fünften Brett war der Spieske Alex, der die ersten fünf Runden pausieren musste, weil das bayrische Team so weit vorn mitgespielt hat, dass er mit seinen 1497 DWZ nicht zum Einsatz kam. Der Riexinger Andi hatte so gut gspuit, der hatte 4 aus 5 und außerdem viel mehr DWZ mit 1725. Aber in der sechsten Runde kam der Spieske Alex zu seinem Einsatz, und es kam das erste Mal Französisch in der Turnierpartie. Ironie 1 an der Geschichte: Ich hatte Henry lange auf Pirc vorbereitet, und das spielte am Brett 2 nun der Gegner von Adrian. Adrian hatte gut aufgepasst und spielte nun Henrys Vorbereitung. Ironie 2: Nach langem Kampf hatte der Spieske Alex seine Partie gewonnen, er hatte alles gegeben. Aber die Mannschaft hat trotzdem verloren. Und in der letzten Runde pausierte er wieder, der Spieske Alex.

In der letzten Runde kam es mit 9:3 Punkten zum Duell ums Treppchen gegen den SV Hofheim. Nur ein Sieg bedeutete den großen Pokal. Hofheim war vorn und hinten sehr deutlich favorisiert, an 2 und 3 anfällig. Es brauchte also ein Wunder an Brett 1 oder 4, um zu gewinnen. Davon war unser Quartett aber leider sehr weit weg. Selbst nicht dran geglaubt oder einfach nicht genug Puste gehabt in der letzten Runde, man weiß es nicht genau. 1:3 hieß es und das bedeutet im Abschlussklassement den 6. Platz. Nicht schlecht, keine Frage, aber eben doch zwei Plätze hinter dem Setzplatz.

Vor allem die Art und Weise, wie das Ergebnis zustande kam, lässt die Veranstaltung leicht fade erscheinen. Die konsensorientierte Mannschaftsführung hat nicht zu der erhofften Teambildung geführt. Teams mit funktionierendem Mannschaftsgeist (z. B. Deizisau) oder komplett autokratisch geführte Teams (Leipzig‑Gohlis) sind im Hinblick auf die Platzierung im Endklassement vielversprechender. Da es bislang zur Philosophie unseres Vereins gehörte, nicht nur nach der Tabelle zu gehen, sondern auch die Spaßkomponente hinzuberechnen (ein Hobby soll Freude machen), wird diese Reise in den »Bestenlisten« im unteren Siebtel anzusiedeln sein.

Um mich ein bisschen abzulenken auf der Meisterschaft, habe ich nicht nur Fotos geschossen und mit Clemi viel Erwachsenenbrause (Zischke) getrunken, sondern mir auch überlegt, welche Comic‑Figur am ehesten zu den Spielern passen könnte. Natürlich sind die Spieler vielfältiger in ihrer charakterlichen Erscheinung, aber ein bissel was stimmt immer und das ist nur eine Momentaufnahme im Dezember 2008. Daher nun zur Spielereinzelkritik:

Brett 1: Butters (aus Southpark)
Max ist neu in das Team gekommen, nachdem die (wie ich jetzt weiß erfolglosen) Teamfindungssitzungen auf der Herbstreise stattgefunden haben. Er hat zwei Punkte aus sieben Partien geschafft, es hätten fünf sein können, schade. Max hat viele kleine Anfängerfehler gemacht während seiner Partien, die er im Laufe des Turniers nicht abstellen konnte: zu wenig getrunken, zu wenig gegessen, nicht aufgestanden zum frische Lust schnappen, keine Pausen zwischen den Zügen gemacht (aufs Nebenbrett schauen o. ä), mit Stift in der Hand nachdenken, in Zeitnot die Züge in Zeitlupe ausführen. Als Mannschaftsbetreuer konnte ich keinen Zugang finden und so nur oberflächlich darauf aufmerksam machen und anmerken, dass dies alles Dinge sind, die einen günstigen Partieverlauf negativ beeinflussen.

Brett 2: Tsubassa (Serie)
Adrian hat von Max’ Einsatz profitiert. Am Brett 1 hätte er weniger Punkte gemacht, aber so ist er der Toptorjäger mit fünf Punkten. Man weiß: Bei Adrian ist alles in Ordnung, wenn er ein bisschen rumjammern kann. »Das ist so schrecklich, ich hab überhaupt keinen Bock mehr. Ich steh’ so gut und hab auch noch Stunde mehr Zeit. Boah.« Von den Teilnehmerinnen der Meisterschaft wurde er inoffiziell mit dem Titel »Sieht am wenigsten aus wie ein Schachspieler.« bedacht. Immerhin. Aber ob er mitkommen würde ins Schwimmbad, das haben ihn dann doch nur die Kieler Meerbauern gefragt.

Brett 3: Lapeno (aus Fur TV)
Bei Justus Streich hat man am Brett wieder einmal gesehen, dass er wie kaum jemand ein natürliches Schachverständnis mitbringt und auch noch fighten kann. Mit etwas mehr Training und Praxis könnte er im Jubiläumsjahr unseres Vereins mit großer Wahrscheinlichkeit die große DWZ‑Grenze durchbrechen. Eine Elozahl hat er sich in jedem Falle erspielt in Bingen. Bei Justus gilt das Prinzip »ohne Chica keine Competicion«. Wie Fliegen das Licht zieht Justus die Teilnehmerinnen der Meisterschaft an sein Brett. Erläuternd eine szenetypische Unterhaltung zwischen Justus und einer Spielerin aus Sachsen – Er: »Wenn wir gegeneinander spielen, machen wir schnell remis, oder?« Darauf die Spielerin: »Ja klar, aber was machen wir danach?« Darauf er: »Uns wird schon was einfallen, wie wir die Zeit totschlagen.« Das ist binlogisch und biologisch.

Brett 4: Sindbad (Serie)
Shumon Akram hat in diesem Turnier und für die Mannschaft bedingungslos alles gegeben ohne große Worte zu verlieren und sich somit an sein Versprechen aus den Teamfindungsgesprächen gehalten. Shumon bekommt zwei pralle Daumen nach oben. Er hat viele Angebote genutzt, die ihm dieses Turnier gemacht hat. Ihn hat es sichtlich animiert, bei der Meisterschaft mitzuspielen. Shumon mischt sich nicht ein, lässt die Leute reden und ist immer positiv an die Sache herangegangen.

Brett 5: Captain Future (Serie)
Der gute Geist ist Henry Steinfeldt gewesen. Er hat den größten Respekt verdient für seinen Einsatz bei der Teambildung. Henry war auch der Einzige, der den Verlauf der Meisterschaft gruppendynamisch richtig einschätzte. Leider hat ihn keiner unterstützt bei seinen Bemühungen. Henry weiß genau, dass es ein Team nur dann steil geht, wenn die Stimmung gut und ein Mindestmaß an Harmonie mit im Spiel sind. Henry hat viele gute Fragen gestellt und bekommt ebenfalls zwei pralle Daumen nach oben!

Der Lerneffekt für Henry und Shumon war sicherlich riesig, und das ist auch gut so, denn die beiden haben es sich am meisten verdient.

Clemens hat sich sehr gut gemacht als Co‑Trainer! Seine Vorbereitung war eine ideale Ergänzung zu dem, was ich so kannte. Mit ihm konnte ich mir die Aufgaben (Einkaufen, Essen gehen mit einem ersten Teil der Mannschaft, an den Brettern schauen) teilen, was die Sache erheblich erleichtert hat. Es ist so vieles einfacher, wenn man sich absprechen kann. Und wenn es ein schlauer Kopf wie Clemens ist, ist das noch besser! Vielen Dank für eine gute Zeit, Clemo!

Die Mannschaft hat es mir von Zeit zu Zeit sehr schwer gemacht, sie voll zu unterstützen. Aber im Endeffekt sind es eben doch unsere Jungs. Die ersten sieben Runden haben sie den vollen Support von Clemens und mir bekommen, die Rückfahrt nutzte ich für meinen Teil, um ein bisschen Abstand zu bekommen, der sein musste. Es gibt nach Waldorf‑Art eine pädagogische Zusammenfassung: Die Konferenz findet es schön, dass jeder Spieler ein Erfolgserlebnis hatte. Klassenziel erreicht. Weiterhin viel Glück! Versetzt in Klassenstufe U20.

Im Gegensatz übrigens zu dem Betreuer von Hofheim. Der wurde nicht versetzt, ihm droht sogar eine Sperre. Da er völlig grundlos den Schiedsrichter im Turniersaal beschimpft hat. Und das während der Rekonstruktion der Zeitnotschlacht von Adrian gegen das Hofheimer Brett 2. Der Schiri hat einen Zug gestrichelt, da es ihm zu flott ging auf dem Brett. In so einem Fall rekonstruiert man die Partie an einem anderen Brett, alles normal. Es ging dabei um Zug 41, nicht um Zug 40. Und es war sowieso schon Banane, weil die Hofheimer eh schon Vizemeister waren. Trotzdem ist das Männlein ausgeflippt und hat den Schiedsrichter angebrüllt, dass dieser absichtlich Züge ausgelassen haben soll, damit es 2:2 ausgeht. Dann hat er in seine »Show«‑Verbalinjurien eingebastelt, die hier wie da nichts verloren haben. Darauf erhielt er Turniersaalverbot (was auch sonst), kam in den Essenssaal gelaufen und stoppte (wohl nicht ganz zufällig) genau vor dem Tisch, an dem sich unser Team zur Nahrungsaufnahme eingefunden hatte. Dort erklärte er lautstark den Vorgang aus seiner Sicht und wollte gerade anfangen, uns zu beschimpfen. Als erfahrener B‑Trainer konnte ich ihm allerdings gleich den Wind aus den Segeln nehmen, weil wir doch offenbar gerade essen würden und überhaupt gar nichts mit dem zu tun haben können, wovon er ein Klagelied sang. Das musste er einsehen und erzählte seine Geschichte an einem anderen Tisch weiter, z. B. Hrn. Wayne. Wie ich später erfahren habe, hat das Männlein sein Klagelied noch eine halbe Stunde weitererzählt. Als ihm dann die Nachricht überbracht wurde, dass sein Brett 2 den ganzen Punkt gemacht hatte und Hofheim 3:1 gewonnen hatte, sprang das Männlein auf und maulte sich lang hin im Essenssaal. Ich denke, da gibt es nur ein Fazit: »Na gut, dann lieber Sechster.«

Bei der Siegerehrung gab es Sachpreise für alle Mannschaften ab Platz 6 aufwärts. Die Spieler können sich immerhin über die Fritz 11 WM Edition freuen und über kleine Pokale.

In Rheinhessen gehört Wein zu den Grundnahrungsmitteln und wird nicht als Alkohol gerechnet (O‑Ton Eingeborener: »Gott bewahre«). Daher kann man über den Sinn und Unsinn von Wein als Sachpreis für Betreuer auf einer Jugendmeisterschaft nicht diskutieren. Clemens und ich waren auf der Heimfahrt froh, einen guten Tropfen bekommen zu haben.

Am Vereinsabend gibt es für jeden der Spieler einen Sechserträger Becks pro Nase, wie versprochen ein Bier pro Platz. Da kann ich mal froh sein, dass sie nicht 12. oder 18. geworden sind, und das bin ich auch.

Hier noch ein Sprichwort, mit dem man leben muss: Aus einem Hühnchen wird kein Adler.

In diesem Sinne, Prosit Neujahr!

(Boris Bruhn)

Bilder von der DVM U16
Quelle: Deutsche Schachjugend
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/08dvm.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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