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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 6 · Kreisliga A 2008
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SK Johanneum Eppendorf 4 6 4 5 7 6 49,0 15
2. TV Fischbek 3 2 6 4 7 4 5 5 42,0 14
3. Hamburger SK 17 4 2 5 6 5 41,0 13
4. Königsspringer Hamburg 6 4 3 4 3 4 6 38,5 11
5. Hamburger SG BUE 2 3 1 5 5 3 6 35,5 8
6. SK Marmstorf 3 4 3 4 3 32,5 8
7. SC Schachelschweine 2 1 5 3 5 4 35,0 7
8. Hamburger SK 16 2 2 4 5 4 33,0 6
9. Langenhorner Schachfreunde 2 3 2 29,5 4
10. SC Diogenes 4 3 3 2 24,0 4
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Spieler
KSH
6
Mannschaftsführer:
Baldur Schroeter
A A H A H A H A H
SCS
2
HSG
2
SKJ
4
MAT
3
HSK
16
DIO
4
HSK
17
LGH
2
FBK
3
51 Schroeter, Baldur 1 0 ½ 1   1 1 1 0
52 Raider, Eugen + 0 1   0 ½ 0 1 0
53 Schiffmann, Andreas 0 1 0 0 0 1 0 ½ 1
54 Hort, Max 0 0   1 1 ½ 1 1 0
55 ter Karapetian, Wahe                  
56 Müller, Hermann 0 1 0 0 0 0 ½ 0 0
57 Schiffmann, Darius 0 0 1 0 ½ 1 0 1 1
58 Stanau, Guido   0 1 1 1 1   0 1
71 Hanssen, Marco             1    
73 Steinfeldt, Henry     1 0     1    
74 Chlond, Christian     1   ½     0  
75 Akram, Shumon 1     1   1      
78 Viol, Joshua                 1
91 Streich, Justus   1     1        
98 Dibbern, Jonas 0                
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1. Runde
18.01.2008 SC Schachelschweine 2 Königsspringer Hamburg 6 5 : 3
19:00 Uhr, Villa Finkenau (Hintereingang), Finkenau 42, 22081 Hamburg

1 Florian Severin Baldur Schroeter 0 : 1
2 Steven Meininger Eugen Raider : +
3 André Ventura Andreas Schiffmann 1 : 0
4 Norbert Antlitz Max Hort 1 : 0
5 Larissa Dargatz Hermann Müller 1 : 0
6 Patrick Thiele Darius Schiffmann 1 : 0
7 Dana Lengwenus Shumon Akram 0 : 1
8 Gundolf Weseloh Jonas Dibbern 1 : 0

18.01.2008 SC Diogenes 4 Hamburger SG BUE 2 :
18.01.2008 Hamburger SK 17 Hamburger SK 16 6 : 2
18.01.2008 Langenhorner Schachfreunde 2 SK Marmstorf 3 :
18.01.2008 TV Fischbek 3 SK Johanneum Eppendorf 4 2 : 6

Eine neue Liga

Am 19.01.2008 fand der erste Mannschaftskampf der Saison für KSH 6 gegen die zweite Mannschaft der Schachelschweine statt. Das Team spielt bis auf wenige Änderungen noch in der gleichen Besetzung wie im letzten Jahr.

Zwei Ausfälle waren zu kompensieren. So kam Jonas Dibbern zu seinem ersten Einsatz bei den HMM, zweiter Ersatzmann war Shumon, dessen Wegfall in der Achten diese offenbar gut verkraftet hat (Glückwunsch noch einmal zum 5:3!).

Dieser setzte auch gleich das erste Signal: Nach einem Einschlag auf f7 konnten wir den zweiten Brettpunkt verbuchen. Einen hatten wir zuvor nämlich schon durch Eugens Gegner geschenkt bekommen, der spontan nicht erschienen war. Bei einer 2:0‑Führung und aussichtsreichen Stellungen bei Darius, Andreas und mir machte ich mir schon Hoffnungen auf zwei Mannschaftspunkte.

Doch so schnell wie in der Kreisklasse geht das jetzt eben nicht mehr: Zwar holte ich sogar das 3:0, nachdem ich meinen Raumvorteil gegen einen ungarischen Aufbau ebenfalls mit einem Opfer auf f7 zum Gewinn umsetzen konnte, jedoch entwickelten sich die übrigen Stellungen nicht zu unseren Gunsten.

Andreas’ Vorteil war geschwunden und er hatte eine sehr verschachtelte Stellung mit vielen festgelegten Bauern vorzuweisen, bei Hermann war in ausgeglichener Position eine Figur (und der Punkt) auf der Strecke geblieben und Darius war bei leichtem Vorteil so flott, dass er den Gewinn leider ausließ. Bei einer 3:0‑Führung darf man eben doch noch nicht zu remisfixiert sein. Sehr bemüht spielten indes Jonas und Max, doch auch hier war nicht mehr als Ausgleich zu sehen.

Und dann ging auf einmal alles ganz schnell: Darius und Andreas fanden sich nach ungünstigen Abwicklungen in verlorenen Endspielen wieder. Jonas musste schließlich seiner Zeitnot Tribut zollen. Letzte Hoffnungen auf ein 4:4 lagen also bei Max, der in einer schön ausgekämpften Partie leider auch seine Zeitnot unterschätzte – die Entscheidung.

3:5 also letztendlich gegen uns – besser als das erste Ergebnis der Saison 2007, oder? Jedenfalls müssen wir uns noch etwas steigern. Ich bin guten Mutes, dass das im Laufe der Saison wieder gelingen wird. Schließlich ähneln sich Kreisklasse und Kreisliga ja auch ein wenig: Beides ist ’ne runde Sache …

(Baldur Schroeter)

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2. Runde
25.01.2008 Hamburger SG BUE 2 Königsspringer Hamburg 6 5 : 3
19:00 Uhr, CVJM‑Haus, An der Alster 40, 20099 Hamburg

1 Marcel Sames Baldur Schroeter 1 : 0
2 Peter Künne Eugen Raider 1 : 0
3 Heinz Kiupel Andreas Schiffmann 0 : 1
4 Hans‑Heinrich Runge Max Hort 1 : 0
5 Norbert Merke Hermann Müller 0 : 1
6 Eckard Sakuth Darius Schiffmann 1 : 0
7 Alex Prior Guido Stanau 1 : 0
8 Johann Eusch Justus Streich 0 : 1

01.02.2008 SK Johanneum Eppendorf 4 SC Schachelschweine 2 7 : 1
25.01.2008 SK Marmstorf 3 TV Fischbek 3 4 : 4
25.01.2008 Hamburger SK 16 Langenhorner Schachfreunde 2 :
28.01.2008 SC Diogenes 4 Hamburger SK 17 3 : 5

Knapp dran am ersten Punkt

Der Titel sagt es schon: Auch in der zweiten Runde verloren wir. Schon zu Beginn des Kampfes entschieden sich viele Stellungen rasch. Guido und Darius spielten beide viel zu schnell in der Eröffnung: Die Konsequenz wäre ein 0:2 gewesen, hätte Hermann nicht eine gegnerische Figur und den Punkt eingesammelt.

Die übrigen Partien machten derweil Hoffnung: Der Ersatzmann des Tages (Justus) spielte einen erfolgversprechenden Bauernsturm am Königsflügel, auch meine Stellung erschien mir nach einer scharfen Variante gegen Caro‑Kann aussichtsreich. Justus brachte seine Partie auch sehr souverän zu Ende, Eugen stand indes etwas gedrückt und ich ließ in chaotischer Stellung eine Gewinnkombination aus.

Zeit, um von meinem schachlichen Blackout abzulenken und auf die Spielbedingungen hinzuweisen. Da knarrte der Fußboden, die Türklinke fiel immer wieder ab und im Nebenraum konnten sich die dortigen Spieler erst sehr spät daran gewöhnen, dass nicht weit von ihnen ein Mannschaftskampf gespielt wurde. »Was soll’s, man ist ja Kummer gewohnt«, dachte ich mir. Als mein Gegner dann auch noch anfing, beharrlich mit Münzen in seiner Hosentasche zu klimpern, freute ich mich innerlich schon auf unseren ersten Kampf in den eigenen vier Wänden in Runde 3. Lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem ich wiederholt fehlerhaft rechnete, stand auch bei mir die Null.

Max hatte bis zu diesem Zeitpunkt eine ausgeglichene Stellung verwaltet, stellte diese durch einen einfachen Fehler plötzlich ein. Die Hoffnung auf ein 4:4 schwand, denn obwohl Andreas sein besseres Endspiel auf Gewinn spielte, verschlechterte sich Eugens Stellung immer weiter – bis zur Aufgabe. Andreas zog seine Sache dann durch – nachdem er in der letzten Saison tapfer immer ums Remis kämpfte oder mannschaftsdienlich einwilligte, der erste Sieg. Und das immerhin gegen einen Gegner mit DWZ 1849, meinen herzlichen Glückwunsch noch einmal dazu!

Leider hat es also wieder knapp nicht gereicht und die nächsten Begegnungen werden nicht einfacher. Mal schauen, ob wir gegen das starke SKJE‑Team in der nächsten Runde den Heimvorteil nutzen können.

(Baldur Schroeter)

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3. Runde
08.02.2008 Königsspringer Hamburg 6 SK Johanneum Eppendorf 4 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Achim Soltau ½ : ½
2 Eugen Raider Marco Claas 1 : 0
3 Andreas Schiffmann Peter Wirthgen 0 : 1
4 Hermann Müller Christian Warneke 0 : 1
5 Darius Schiffmann Tobias Sossidi 1 : 0
6 Guido Stanau Jonathan Steinbrecher 1 : 0
7 Henry Steinfeldt Charlie Le Lam 1 : 0
8 Christian Chlond Paul Meyer‑Dunker 1 : 0

08.02.2008 Hamburger SK 17 Hamburger SG BUE 2 :
08.02.2008 Langenhorner Schachfreunde 2 SC Diogenes 4 :
08.02.2008 TV Fischbek 3 Hamburger SK 16 :
15.02.2008 SC Schachelschweine 2 SK Marmstorf 3 5 : 3

Heimvorteil

In der dritten Runde kam der momentane Tabellenführer SKJE 4 zu uns ins Clubheim. Als Christian Warneke die Mannschaftskarte ausfüllte, schwante mir schon, dass wir uns heute echt anstrengen mussten um etwas zu reißen. Das ohnehin schon starke Team war noch durch einen Spieler mit a‑Nummer aufgewertet worden.

Für uns spielten heute an den hinteren Brettern Henry und Christian, Max hatte sich zur Skireise verabschiedet. Die Gegner waren allerdings dort, wie auch an allen anderen Brettern (außer meinem) deutlich DWZ‑favorisiert. Da kam es uns gut zupass, dass Guido eine Abkürzung wählte und gleich den ganzen Punkt einfuhr.

Auch die anderen Stellungen ließen sich noch sehen, nur ich stand etwas gedrückt gegen Achim Soltau, der sich so sehr über die Stellung freute, dass er nach meinem zwölften Zug ein Lachen nicht unterdrücken konnte. Etwas verwirrt spielte ich weiter, konnte mich mit etwas Glück »herausbraxeln« und bekam daraufhin das Remisangebot.

Eine Weile wartete ich noch ab, als Darius dann jedoch eine Qualität gewann und wir immer noch an keinem Brett schlechter standen, willigte ich ein. Und siehe da, der Kampf entwickelte sich zu unseren Gunsten: Eugen schob seinen Gegner (der DWZ‑stärkste des gegnerischen Teams) nach einem Damentausch einfach breit. Das war bestimmt die beste Partie des Abends. Darius konnte seinen Vorteil dieses Mal verwerten (puh!) und so stand es bereits 3½:½ für uns.

Doch jetzt ging das große Zittern los: Henry, Andreas und Hermann standen allesamt bedenklich und an Brett 8 hangelte sich Christian in verwirrender Stellung von Zug zu Zug und konnte immer noch so gerade die gegnerischen Mattdrohungen abwehren. Erinnerungen an den ersten Kampf kamen bei mir auf, wo wir auch 3:0 führten.

Folgerichtig gingen die Partien von Hermann und Andreas verloren, bei Christian hatte sich nichts geändert und Henry stand noch einen Tick schlechter, doch dem Gegner blieb nicht mehr viel Zeit. Dann stellte Henry die Partie ein, der Gegner übersah es, hatte auf einmal noch 20 Sekunden für 20 Züge, Springergabel, Zeitfall, Punkt für uns und der erste Mannschaftssieg war perfekt! Zu guter Letzt sicherte auch Christian sich noch den Punkt, nachdem er in komplizierten Stellungen immer die besten Züge gefunden hatte.

5½:2½ also das Endergebnis und vor allen Dingen eine klasse Leistung unserer Jugendspieler an diesem Abend. Das macht Mut für die kommenden Runden und für das Projekt Klassenerhalt.

(Baldur Schroeter)

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4. Runde
22.02.2008 SK Marmstorf 3 Königsspringer Hamburg 6 4 : 4
19:00 Uhr, Vereinshaus des SV Grün‑Weiss Harburg, Langenbeker Weg 1c, 21079 Hamburg

1 Matthias Peschke Baldur Schroeter 0 : 1
2 Ralf Böhme Andreas Schiffmann 1 : 0
3 Lasse Böhme Max Hort 0 : 1
4 Bodo Müller Hermann Müller 1 : 0
5 Dr. Michael Peschke Darius Schiffmann 1 : 0
6 Thorsten Westerbeck Guido Stanau 0 : 1
7 Michael Brandt Henry Steinfeldt 1 : 0
8 Johannes Kalauch Shumon Akram 0 : 1

29.02.2008 Hamburger SG BUE 2 SK Johanneum Eppendorf 4 3 : 5
22.02.2008 Hamburger SK 16 SC Schachelschweine 2 4 : 4
25.02.2008 SC Diogenes 4 TV Fischbek 3 3 : 5
29.02.2008 Hamburger SK 17 Langenhorner Schachfreunde 2 :

Wieder mal nach Süderelbe … (II)

… führte der Weg von KSH 6. Aus der letzten Saison nahm ich nicht die schlechtesten Erinnerungen mit in den Kampf, immerhin hatte man damals relativ einfach gewonnen. Und das ist gegen Marmstorf ja bekanntermaßen für uns eher unüblich.

Leider mussten wir dieses Mal auf Eugen verzichten, sodass ich Marco gleich noch einen starken Ersatzspieler (Shumon) aus seinem Team entführte. Wer die Ergebnisse verfolgt, hat gemerkt, dass KSH 8 dem zum Trotz wieder gewonnen hat; meinen wiederholten Glückwunsch! Doch hier zu unserem Kampf:

Gut los ging es erstmal für die Gegner: Hermann lief in eine Eröffnungsfalle und Darius machte 30 Züge in 30 Minuten, schon stand es 0:2. Die übrigen Stellungen waren alle mehr oder weniger ausgeglichen, nur ich hatte gleich im 8en Zug berechtigterweise gegen Matthias Peschke einen Läufer auf h7 geopfert, mit guter, aber komplizierter Position als Resultat.

Im weiteren Verlauf ließ Andreas einen Figurengewinn aus und stand nicht mehr so dolle, ich übersah einen Ausmacher (mit zweitem Figurenopfer) und bekam dafür die Figurenverteilung mit zwei Türmen gegen drei Leichtfiguren (plus 2 Mehrbauern) und Gegeninitiative des Gegners. Leichte Vorteile zeichneten sich dafür bei Shumon und Guido ab.

Ich konnte nach ca. 3 Stunden dann erfolgreich abschließen, auf weitere Punkte hoffte ich bei Shumon, Guido und Max, welcher eine (königsindische) Angriffsvorstellung gegen Lasse Böhme lieferte. Nach anfänglichen Ungenauigkeiten beider Seiten in der Eröffnung brachte Max ein klasse Opfer auf h6 und spielte sehr stark auf. Leider war ich mir bei Andreas und Henry inzwischen sicher: Das wird nix mehr.

Glücklicherweise kam dann alles genau so. Andreas streckte die Waffen, Shumon schoss das 2:3. Bei Guido und Max wurden die Vorteile nicht verworfen, sondern ausgebaut, und so stand das 4:3 schon, als Henry seine hoffnungslose Stellung noch verwaltete.

Im Endeffekt hätte heute sogar noch mehr drin sein können, nach dem Kampfverlauf ist ein 4:4 jedoch gerechtfertigt und auch zufriedenstellend. Jetzt ist erst einmal ein Monat Pause bis zum nächsten Kampf. Davor liegt noch die Endrunde, was bedeutet: Fünf von acht Spielern sind dann noch stärker.

(Baldur Schroeter)

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5. Runde
28.03.2008 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger SK 16 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Eugen Raider Leo Fabig 0 : 1
2 Andreas Schiffmann Manfred Giersiepen 0 : 1
3 Max Hort Jens Puttfarken 1 : 0
4 Hermann Müller Sebastian Springer 0 : 1
5 Darius Schiffmann André Martens ½ : ½
6 Guido Stanau Torben Bent Wulf 1 : 0
7 Christian Chlond Carsten Wiegand ½ : ½
8 Justus Streich Harald Kirschenmann 1 : 0

28.03.2008 Langenhorner Schachfreunde 2 Hamburger SG BUE 2 2 : 6
04.04.2008 TV Fischbek 3 Hamburger SK 17 6 : 2
04.04.2008 SC Schachelschweine 2 SC Diogenes 4 :
28.03.2008 SK Johanneum Eppendorf 4 SK Marmstorf 3 :

Lehrstunde

In Heimatmosphäre sollte gegen den Abstiegskandidaten HSK 16 (erst ein Punkt) möglichst ein Sieg her, um sich vom Tabellenende abzusetzen. Ich war zuversichtlich, dass dies trotz meines Aussetzens gelingen würde. Und tatsächlich: So gut sind wir bisher selten in einen Kampf eingestiegen. Eugen hatte mit einem unglaublichem Eröffnungsfopp die gegnerische Dame auf b5 gefangen (gegen 2 Leichtfiguren) und Justus schnürte den gegnerischen König in der Mitte ein. Auch die übrigen Stellungen ließen sich sehen: Guidos königsindischer Angriff kam gut ins Rollen, und die Zeit des Gegners schmolz auf der Suche nach Plänen dahin. Einzig die Stellung von Max, welcher gegen Jens Puttfarken spielte, war aufgrund einer Felderschwäche auf f5 bedenklich.

Nachdem Justus seine Partie souverän zu Ende brachte, gewannen wir durch einen Einsteller ausgerechnet diese Stellung (trotz Panzertape!). In der Zwischenzeit kamen auch die Schiffmänner ins Rollen: Andreas und Hermann standen beide aktiv: Hermann hatte eine Qualität ins Geschäft gesteckt. Sein weißfeldriger Läufer hielt stets das Feld f7 im Visier und es war nicht zu sehen, wie sich der Gegner befreien solle. Bei Darius gab es Angriff auf verschiedenen Flügeln: Hier war für mich nicht einschätzbar, wer schneller sein würde. Nach meiner Einwilligung aufgrund der guten Situation einigte man sich dort auf remis. Grundsätzlich sollten solche Stellungen jedoch bis zum Ende geknetet werden, wenn noch nicht alles klar ist.

Als Guido dann in einer wirklich sauberen Partie eine Figur und den Punkt einsammelte, brauchten wir noch einen Sieg an vier Brettern, von denen wir an dreien gut standen. Einen halben sollten wir noch ergattern. Hermann hatte seinen Angriff super vorgetragen und stellte die Stellung leider kurz vor Abschluss ein: vollkommen in Ordnung, denn einfach war es die ganze Zeit über nicht gewesen. Noch nicht erwähnt hatte ich Christian, der die ganze Zeit über ein wenig gedrückt gegen ein d4‑System stand. Nach einer Abtausch‑Abwicklung konnte er sich befreien und nutze die Gelegenheit zum Remis.

Eugen wirkte auf mich trotz seines Mehrmaterials inzwischen unsicher, und bei Andreas begann bald die Zeitnotphase, in welcher er sich leider foppen ließ. In der letzten Partie gab es jedoch jederzeit Remisabwicklungen, sodass ich nicht sonderlich beunruhigt war. Unglücklicherweise nahm Eugen diese mehrfach nicht war (oder wollte noch auf Sieg spielen?!) und stellte letztlich seine Dame ein – 4:4!

Zum ersten Mal ärgere ich mich ein wenig über einen Kampf, wo wir einen Mannschaftspunkt ergattern konnten. Allerdings konnte hier hoffentlich auch wieder viel Erfahrung gewonnen werden. Diese werden wir dann gegen das Team Diogenes 4 im nächstem Kampf brauchen. Dort haben wir nämlich noch ein 1:7 aus dem letzten Jahr gutzumachen.

(Baldur Schroeter)

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6. Runde
11.04.2008 SC Diogenes 4 Königsspringer Hamburg 6 2 : 6
19:00 Uhr, Altentagesstätte der LAB‑Gemeinschaft Hamm, Fahrenkamp 27, 20535 Hamburg

1 Klaus Dräger Baldur Schroeter 0 : 1
2 Alfons Cao Eugen Raider ½ : ½
3 Waldemar Heinz Andreas Schiffmann 0 : 1
4 Ramona Neumann Max Hort ½ : ½
5 Malte Eggert Hermann Müller 1 : 0
6 Frederick Tomasic Darius Schiffmann 0 : 1
7 Mike Neumann Guido Stanau 0 : 1
8 Markus Wolf Shumon Akram 0 : 1

18.04.2008 Hamburger SG BUE 2 SK Marmstorf 3 :
11.04.2008 Hamburger SK 16 SK Johanneum Eppendorf 4 2 : 6
11.04.2008 Hamburger SK 17 SC Schachelschweine 2 :
18.04.2008 Langenhorner Schachfreunde 2 TV Fischbek 3 3 : 5

Revanche

Vor einem Jahr und drei Monaten machten sich sechs der heutigen KSH6‑Spieler auf zu Diogenes, um ihren ersten Mannschaftskampf zu bestreiten. Dort setzte es erst einmal eine herbe 1:7‑Niederlage. Später stiegen sogar beide Teams auf.

Am 11.04.2008 kam es zum Wiedersehen der beiden Mannschaften, mit nur leicht veränderten Aufstellungen. Natürlich hoffte ich, dass wir dieses Mal einiges gut machen könnten, zumal Dio 4 noch nicht besonders berauschend gepunktet hatte in dieser Saison.

Mit 2 Mannschaftspunkten wollten wir uns vor allen Dingen von der Abstiegszone distanzieren, dazu mussten allerdings unnötige Fehler wie im letzten Kampf unterbleiben.

Somit war es genau richtig, dass Andreas und Guido ihre Gegner mit offensiver Eröffnungswahl gleich erfolgreich unter Druck setzten. Da Klaus Dräger noch auf der Arbeit festsaß, konnte ich in Ruhe die Stellungen begutachten: Shumons Gegner »tauschte« unnötig zwei Leichtfiguren auf f7 gegen Turm und Bauer. Max Hort hatte gegen Ramona Neumann einen spanischen Aufbau auf dem Brett, den beide recht flott runterspielten. Noch (zu?!) ruhig sah es bei Darius aus, der mit der heutigen Partie sein »Schwarz‑Trauma« überwinden wollte. Ganz im Gegensatz dazu stand Hermanns Partie: Die Stellung war schnell so unübersichtlich, dass ich keine Prognose wagte. Und dann gab es dann noch Eugens Eröffnungswahl: Eugen hatte den gleichen Aufbau gewählt wie in der vorigen Runde. Damals hatte es mit deutlichem Mehrmaterial nicht gereicht, dementsprechend wertete ich es als gutes Omen, dass Alfons Cao die Dame nicht einstellte. Erfreulich war die Stellung trotzdem nicht.

Nach 45 Minuten traf dann Klaus ein und ich durfte auch endlich spielen. Allerdings nur kurz, da ich nach wenigen Zügen bereits auf Gewinn stand. Hätte Darius Gegner nicht plötzlich einen ganzen Turm eingestellt und aufgegeben, wäre ich sogar als Erster fertig gewesen, so schoss ich das 2:0. Shumon und Andreas hatten ihre Gegner kurze Zeit später überspielt, auch Guido brachte seinen Angriff souverän zuende, sodass bereits um 21:00 Uhr ein beruhigendes 5:0 zu Buche stand.

Da war es dann nicht mehr schlimm, dass Hermanns verwirrende Stellung sich in ein deutlich schlechteres Endspiel verwandelt hatte und Max sich veropferte. Hermann konnte sich nicht mehr wehren, während Eugen es geschafft hatte sich raus zu wurschteln, woraufhin der Friedensschluss erfolgte. Diesen gab es dann auch in wahrscheinlich verlorener, aber scharfer Stellung bei Max, der mit diesem Unentschieden gut bedient war.

6:2 – Eine ordentliche Revanche und Zeugnis dafür, dass unsere Spieler sich weiterentwickelt haben seit der letzten Saison. Ein extra Dank geht wieder an Ersatzspieler Shumon (3/3). Auch dank seiner Hilfe sind wir hiermit unserem Saisonziel Klassenerhalt ein großes Stück näher gerückt.

(Baldur Schroeter)

↑
↓
7. Runde
09.05.2008 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger SK 17 :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Sven Prahm 1 : 0
2 Eugen Raider Milton Fernandes 0 : 1
3 Andreas Schiffmann Julian Müller 0 : 1
4 Max Hort Robin Schimmelpfennig 1 : 0
5 Hermann Müller Roland Bischoff ½ :  
6 Darius Schiffmann Lars‑Arne Schrothe 0 : 1
7 Marco Hanssen Robin Richter 1 : 0
8 Henry Steinfeldt Björn Meister 1 : 0

25.04.2008 TV Fischbek 3 Hamburger SG BUE 2 7 : 1
25.04.2008 SC Schachelschweine 2 Langenhorner Schachfreunde 2 :
09.05.2008 SK Johanneum Eppendorf 4 SC Diogenes 4 :
25.04.2008 SK Marmstorf 3 Hamburger SK 16 :

Klassenerhalt!

Am 09.09.2008 kam es zum »Prestigeduell« KSH 6 – HSK 17. Gegen das Team um MF Milton Fernandes musste unbedingt ein Sieg her: Nicht nur um sich endgültig aus der Abstiegszone zu befreien, sondern auch um das morgendliche Zusammentreffen am Bus mit meinen Nachbarn (für mich) noch angenehmer zu gestalten.

Deswegen mussten auch starke Ersatzleute ans Brett geholt werden. Für Guido spielte heute Marco Hanssen und am achten Brett kam Henry Steinfeldt zu seinem dritten Einsatz.

Der Kampf entwickelte sich zunächst ausgeglichen. Hermann tauschte schnell alle Figuren und einigte sich mit seinem Gegner aufgrund der schlechteren Bauernstruktur auf Unentschieden. Darius hatte sehr flott eine totale Ausgleichsstellung aus dem Abtauschfranzosen gezaubert und (mal wieder) vergessen das Tempo runterzuschrauben, was dann leider auch gleich den Verlust nach sich zog. Auch Andreas griff in einer Abwicklung fehl, sodass wir zum ersten Mal relativ zügig hinten lagen.

Die übrigen Stellungen wussten jedoch zu gefallen. Eugen hatte deutlich mehr Zeit und den gegnerischen König in der Mitte. Ansonsten schätzte ich die Stellung als skurril bis gut ein. Einfach nur gut standen dafür Max, Marco und Henry, die jeweils gefahrlos Endspiele mit deutlichem Mehrmaterial erreichten. Ich war zum ersten Mal in meiner Schachkarriere mit 1.f4 konfrontiert worden und hatte mir für einen Bauern die Initiative gesichert.

Marco, Henry und ich brachten die Partien dann souverän zu Ende, während Max sich noch etwas schwer tat in seinem Endspiel. Für die Fans bestimmt am interessantesten war Eugens Partie: Bei unübersichtlicher Stellung mit gegenerischem König nach wie vor im Zentrum hatte Eugen 40 gegen eine Minute bei noch ca. 10 Zügen bis zum 40sten. Irgendwie ging dieser Punkt zum Schluss noch an das gegnerische Team: Miltons Routine hatte sich noch so gerade eben gegen das Raidersche Angriffsschach durchsetzen können. Da Max in der Zwischenzeit die 4,5 Punkte gesichert hatte, war dies glücklicherweise auch kein Grund zur Trauer.

Wieder einmal haben wir ein in der Tabelle vorne positioniertes Team schlagen können. Der Lohn dafür ist, das Saisonziel Klassenerhalt schon vorzeitig geschafft zu haben und der momentan 4te Platz. Jetzt können wir in den letzten Runden frei aufspielen, vielleicht geht sogar noch was nach vorne!

(Baldur Schroeter)

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8. Runde
23.05.2008 Langenhorner Schachfreunde 2 Königsspringer Hamburg 6 :
19:00 Uhr, Langenhorner Bürgerhaus (1. OG), Tangstedter Landstr. 41, 22415 Hamburg

1 Hanno Keuneke Baldur Schroeter 0 : 1
2 Jamshid Ghassemzadeh Eugen Raider 0 : 1
3 Hugo Schulz Andreas Schiffmann ½ : ½
4 Claus Brandau Max Hort 0 : 1
5 Helmut Kuchel Hermann Müller 1 : 0
6 Heiko Hencke Darius Schiffmann 0 : 1
7 Ahmad Abdulaziz Guido Stanau 1 : 0
8 Werner Manowski Christian Chlond 1 : 0

30.05.2008 Hamburger SG BUE 2 Hamburger SK 16 3 : 5
23.05.2008 SC Diogenes 4 SK Marmstorf 3 :
23.05.2008 Hamburger SK 17 SK Johanneum Eppendorf 4 4 : 4
23.05.2008 TV Fischbek 3 SC Schachelschweine 2 :

Alles nach Plan

So sah es zumindest zu Beginn des Mannschaftskampfes Langenhorn 2 – KSH 6 aus. Gemeinsam gestärkt durch Pommes aus der »Langenhorner‑Dönerbude« wurde noch einmal die Marschrichtung festgelegt: Gegen das ausgeglichen aufgestellte Team der Langenhorner sollte die Mehrheit der Punkte dieses Mal an den ersten Brettern gesammelt werden. Das lief zu Beginn des Kampfes sogar noch besser als erwartet: Eugens Gegner stellte nach zehn Minuten einzügig eine Figur ein und gab auf. Auch bei mir war zu diesem Zeitpunkt die Entscheidung bereits gefallen. Mein Gegner hatte in einer Theorievariante im Zweispringerspiel im Nachzug fehlgegriffen und verwaltete die Stellung bloß noch. Da auch Andreas leichten Vorteil zu verzeichnen hatte und Max eine Qualität mehr, schien der erste Teil des Planes schon einmal aufzugehen.

Zusätzlich sah es an den Brettern 4–8 ordentlich aus: Christian und Hermann standen ausgeglichen, Guido stand nach verquerer Eröffnungsbehandlung etwas schlechter, dafür spielte Darius eine schöne Angriffspartie mit Schwarz. Soweit also wieder ein ordentlicher Auftakt. Christian und Hermann stellten kurze Zeit später leider beide Material ein und konnten aus den entstandenen Stellungen nichts mehr rausholen. Der Ausgleich für die Gastgeber. Darius übersah nach bisher tadelloser Vorstellung ein Matt in drei Zügen und hatte »nur« noch Vorteil, während Guido seine Partie im höheren Sinne einstellte. Hier drohte der Kampf zu kippen.

Zur Beruhigung wollte ich erstmal frische Luft schnappen, erlebte allerdings eine böse Überraschung: Ich war ausgesperrt. Nachdem sich die anfängliche Verwirrtheit gelegt hatte (realisiere, dass die Tür wirklich nicht mehr aufgeht) und verschiedene Maßnahmen nicht zum Erfolg führten (Abwarten, Betätigung des »Öffnen«‑Schalters, lautstarke Reaktionen), brachte das Drücken nicht näher bezeichneter Klingelschalter eine Reaktion.

Nach meiner Rückkehr bot sich ein schon wieder erfreulicheres Bild: Darius setzte seinen Gegner weiterhin konsequent unter Druck, sodass dieser statt Befreiungsversuche zu unternehmen in ein Selbstmatt lief. Das war wahrscheinlich die Vorentscheidung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Andreas seinen Vorteil noch weiter ausgebaut, wollte dann aber zu schön spielen und hatte nicht mehr als Dauerschach. Dieser halbe Punkt reichte allerdings auch für den Mannschaftssieg, denn Max münzte seine Mehrqualitiät sehr souverän zum Sieg um. Zum Schluss versuchte noch Guido sich zu wehren, der Gegner ließ jedoch nichts mehr anbrennen.

Ein verdienter 4½:3½‑Sieg für uns, bei dem besonders die Partien von Max und Darius zu gefallen wussten. In der letzten Runde heißt es dann nicht »Wieder mal nach Süderelbe X«, da wir die Fischbeker in diesem Jahr im Clubheim empfangen.

(Baldur Schroeter)

↑
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9. Runde
13.06.2008 Königsspringer Hamburg 6 TV Fischbek 3 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Baldur Schroeter Adolf von Fehrn 0 : 1
2 Eugen Raider Manfred Friese 0 : 1
3 Andreas Schiffmann Chris‑Peter Hartmann 1 : 0
4 Max Hort Jakob Kneip 0 : 1
5 Hermann Müller Sven Becker 0 : 1
6 Darius Schiffmann Stephan Buzuk 1 : 0
7 Guido Stanau Martin Wincierz 1 : 0
8 Joshua Viol Arne Frerichs 1 : 0

06.06.2008 SC Schachelschweine 2 Hamburger SG BUE 2 3 : 5
06.06.2008 SK Johanneum Eppendorf 4 Langenhorner Schachfreunde 2 :
06.06.2008 SK Marmstorf 3 Hamburger SK 17 3 : 5
06.06.2008 Hamburger SK 16 SC Diogenes 4 :
 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/08-ksh6.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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